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	<title>Lafontaines Linke &#187; Thüringen</title>
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	<description>Ein weiteres tolles WordPress-Blog</description>
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		<title>Sehr viel höher</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 16:12:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[UPDATE Zwischen 24 und 64 Prozent: Die Beteiligung am Mitgliederentscheid zum Programm fiel in Ost und West deutlich unterschiedlich aus. Die Spitze der Partei will eine Diskussion darüber offenbar aus Sorge vor strömungspolitischen Zuspitzungen nicht forcieren – Länderergebnisse der Basisbefragung werden bisher jedenfalls nicht veröffentlicht. Wir haben trotzdem ein paar Zahlen zur Beteiligung gesammelt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mit Update:</em> Am Montag spielte sich via Twitter ein kleiner Dialog über den Ausgang des Mitgliederentscheids zwischen Magdeburg und Hamburg ab. Der stellvertretende Vorsitzende der sachsen-anhaltischen Linken, Andreas Höppner, hatte „nur mal so am Rande“ <a href="http://twitter.com/#!/Andreashoeppner/statuses/148491413355630592" target="_blank">angemerkt</a>, dass die Ostlinken „scheinbar mehr Interesse und Zustimmung zum Parteiprogramm als Westlinke“ hätten. „Woran liegt das bzw. Ursachen?“ Aus der Hansestadt <a href="http://twitter.com/#!/Kersten_Artus/statuses/148733754641367041" target="_blank">antwortete ihm</a> die Bürgerschaftsabgeordnete Kersten Artus. Sie glaube nicht, dass die Ost-West-Kluft beim Mitgliederentscheid besondere Erklärungen möglich machten, sondern „eher, dass der Bundesparteitag den Mitgliederwillen ausreichend zum Ausdruck gebracht hat“. Das, <a href="http://twitter.com/#!/Andreashoeppner/statuses/148774530985369600" target="_blank">entgegnete</a> wiederum Höppner, sei „auch möglich, aber trotzdem“ seien die „Mitmachdifferenzen“ zwischen dem Osten und dem Westen „so nicht vollkommen erklärbar“.</p>
<p>Es stellt sich inzwischen die Frage, ob ein Nachdenken über die Beteiligungsquoten in den Landesverbänden überhaupt gewollt ist. Zwar hat Parteichef Klaus Ernst am Montag vor der Presse darauf hingewiesen, dass die Zustimmung im Osten „sehr viel höher“ ausgefallen sei. Detaillierte Zahlen sind aber im Karl-Liebknecht-Haus nicht in Erfahrung zu bringen. Erklärt wird die Zurückhaltung mit einem Versehen während der Auszählung – dabei seien Stimmzettel aus Bayern dem Landesverband Berlin zugeordnet worden, weshalb nun eine genau Auflistung der Landesergebnisse nicht mehr möglich sei. Das klingt nicht besonders nachvollziehbar, die Zahlen für vierzehn Landesverbände müssten ja in der Parteizentrale bekannt sein. Es mindert der Hinweis jedenfalls den entstandenen Eindruck kaum, hier wolle jemand eine öffentliche Diskussion verhindern.</p>
<p>Wir haben uns um Informationen aus den Ländern bemüht. In mehreren Landesverbänden versicherte man, dass vor Ort keine Zahlen vorliegen und man selbst „auf Berlin wartet“. Andere Geschäftsstellen meldeten sich bisher nicht zurück. Aus einigen Ländern konnten wir die Beteiligung erfahren, angesichts der insgesamt hohen Zustimmung (es gab bundesweit nur 668 Nein-Stimmen), die letztlich interessanteste Zahl. In Brandenburg nahmen 64 Prozent der Mitglieder am Votum über das Programm teil, in Thüringen waren es 63 Prozent, in <a href="http://portal.dielinke-in-sachsen.de/dokumente/Registrierung_15122011_17.00_Uhr.pdf" target="_blank">Sachsen</a> knapp 60 Prozent. Im Berliner Landesverband waren Ende vergangener Woche Abstimmungsunterlagen von 58 Prozent der Mitglieder eingegangen, die Zahl könnte aber danach noch durch weitere eingehende Briefe erhöht worden sein. In <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/eine-panne-keine-panne-mitgliederentscheid-beteiligung-loetzsch-adressen/comment-page-1/#comment-22024" target="_blank">Bayern</a> lag die Quote bei 34 Prozent, im Saarland bei 30 Prozent und in Nordrhein-Westfalen bei 24 Prozent. Nach neuen, unserem Blog vorliegenden Informationen lag die Abstimmungsquote in Niedersachsen bei 39 und in Baden-Württemberg bei 31 Prozent.</p>
<p>Das ist nur ein Ausriss aus dem Gesamtbild, aber ein doch ziemlich aussagefähiger. Sofern in der Linkenspitze die Sorge umgeht, eine Debatte über die Mobilisierungsfähigkeit und letztlich wohl auch über den tatsächlichen Stand der Mitgliederzahlen im Westen könne Zuspitzungen entlang der bekannten Konfliktlinien innerhalb der Partei hervorbringen, ist das sicher nicht ganz falsch. Noch falscher jedoch wäre es, einer Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen, in der sich für die Zukunft der Linken existenzielle Organisationsfragen stellen. Es geht um Mobilisierungsfähigkeit, Realismus in den Karteien, die Gefahr „Potemkinscher Kreisverbände“, regionale Unterschiede und so weiter. Denn auch bei weitgehender Berücksichtigung von Argumenten, denen zufolge die Beteiligung hier und da geringer ausgefallen sei, weil der Parteitag bereits einem allgemein akzeptierten Kompromiss zugestimmt habe, können diese die Unterschiede und ihre Ursachen nicht restlos erhellen. Gerade daran aber müsste die Linke, in der langsam eine neue Debatte über den eigenen Charakter als Mitgliederpartei in Gang kommt – siehe die <a href="http://www.zeitschrift-luxemburg.de/?p=1827" target="_blank">neue Ausgabe</a> der <em>Luxemburg</em> –, doch in Wahrheit ein großes Interesse haben. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24174&amp;md5=76845d66f5fb6aa6d3e1502266c6db7b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>„Fünfzig zu fünfzig“</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/11/harzer-korschewsky-thueringen-landesvorstand-parteitag-soemmerda-ernst-ramelow-wahlen-2012-kommunen/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 08:12:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen 2012]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Thüringer Linke kürt am Wochenende ihren Landeschef neu und die Delegierten haben tatsächlich eine Wahl. Herausforderer Steffen Harzer sieht seine Chancen bei „fünfzig-fünzig“, aus dem Umfeld des aktuellen Vorsitzenden Knut Korschewsky heißt es, dieser sei sich recht sicher, dass es auf dem Parteitag in Sömmerda für eine weitere Amtszeit reicht. Auf der Tagesordnung stehen dort auch Satzungsfragen, die Strategie für das Kommunalwahljahr 2012 und die Probleme einer alternden Partei, die sich mit der Gleichstellung im Apparat schwertut]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Thüringer Linke kürt am Wochenende ihren Landeschef neu und die Delegierten haben tatsächlich eine Wahl. <a href="http://www.steffen-harzer.de/" target="_blank">Herausforderer</a> Steffen Harzer <a href="http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Linke-vor-Kampfabstimmung-der-Landesspitze-1614738319" target="_blank">sieht seine Chancen</a> bei „fünfzig-fünzig“, aus dem Umfeld des aktuellen <a href="http://www.korschewsky.de/" target="_blank">Vorsitzenden</a> Knut Korschewsky wird berichtet, dieser sei sich inzwischen recht sicher, dass es auf dem <a href="http://www.die-linke-thueringen.de/partei/organe/landesparteitag/" target="_blank">Parteitag</a> in Sömmerda für eine weitere Amtszeit reicht. Das Rennen verläuft nicht in den üblichen Strömungsregistern der Linkspartei, Korschewsky und Harzer, der auch Mitglied des Linken-Bundesvorstandes ist, repräsentieren eher unterschiedliche Politikertypen. Gleichwohl geht es bei der Kandidatur auch um Inhalte, die Strategie des Landesverbandes und die Lösung von Problemen, mit denen die Linkspartei im Osten konfrontiert ist.</p>
<p>Der Hildburghausener Bürgermeister Harzer hat das Rennen seinerzeit <a href="http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Hildburghausens-Buergermeister-will-Thueringer-Linken-Chef-werden-1076107130" target="_blank">mit dem Hinweis eröffnet</a>, die Thüringer Linke arbeite zu wenig inhaltlich, es kämen nur selten Impulse aus der Landesspitze und bei der Personalsuche herrsche das Zufallsprinzip. Korschewsky, der zuletzt mit nur knapp 56 Prozent als Vorsitzender bestätigt worden war, sei es zu wenig gelungen, der Partei im Freistaat ein Gesicht zu geben &#8211; und damit auch ein politisches Gegengewicht zur starken Thüringer Landtagsfraktion aufzubauen. „Ich will schon, dass der Landesvorsitzende für die Menschen erkennbar ist“, so Harzer im September. „Es ist die Partei, auf deren Ticket die Abgeordneten im Landtag sitzen. Nicht umgekehrt.“ Das Signal wird Bodo Ramelow, der vor ziemlich genau einem Jahr die Aufgabe der Landtagsfraktion als „Dienstleister“ <a href="http://www.bodo-ramelow.de/nc/politik/texte/detail_texte/zurueck/texte/artikel/dienstleister-zur-verantwortung-der-landtagsfraktion/" target="_blank">beschrieben hat</a>, gehört haben. Der Fraktionschef in Erfurt hat sich aus dem Wahlkampf um die Landesspitze weitgehend herausgehalten, zum Programmparteitag der Bundes-Linken gemeinsam mit Korschewsky allerdings eine <a href="http://www.bodo-ramelow.de/nc/politik/texte/detail_texte/artikel/erfurter-wortmeldung-von-knut-korschewsky-und-bodo-ramelow/" target="_blank">„Erfurter Wortmeldung“</a> initiiert, die man als eine Art Nebenprogramm lesen kann: Es geht um „zehn gesellschaftliche Hauptprojekte“, welche die Linke „in den Mittelpunkt“ rücken solle, „um an solchen Hauptlinien auch mögliche gesellschaftliche Bündnispartner messen zu können“. Korschewsky hat sich gerade skeptisch zu rot-roten Bündnissen bei kommunalen Wahlkämpfen <a href="http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Linke-Chef-Korschewsky-gegen-rot-rote-Wahlbuendnisse-1280181136" target="_blank">geäußert</a> und mancher mag seinen Wunsch nach einer Rückkehr Oskar Lafonatine als Positionierung verstanden haben – nicht alle in der Linken sehnen eine solche Rückkehr herbei. <a href="http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Thueringens-Linke-Chef-Korschewsky-Lafontaine-muss-zurueckkehren-560065167" target="_blank">Angesprochen darauf</a>, warum er eine vierte udn letzte Amtszeit anstrebe, hat Korschewsky auf ein Strategiepapier hingewiesen, das er umsetzen wolle, zudem gelte es den Generationswechsel zu moderieren und die Parteistrukturen &#8220;effektiver&#8221; zu gestalten, wo der Landeschef seine &#8220;Erfahrungen einbringen&#8221; will.</p>
<p>Der Zweikampf an der Landesspitze steht auf seine Art symbolisch für „eine riesige Baustelle“ der Landeslinken, wie es im <a href="http://www.die-linke-thueringen.de/fileadmin/LV_Thueringen/dokumente/Bericht%20Landesvorstand.pdf" target="_blank">Bericht des Vorstands</a> formuliert ist: die Gleichstellung von Frauen und Männern. „Große Sorge müssen uns die zurückgehenden Kandidaturen von Frauen als Kreisvorsitzende machen, die Männerrunden in Führungsriegen oder bei Veranstaltungen oder auch die geringen Kandidaturen von Frauen im Bereich der Landesgremien“, heißt es in dem Papier. „Ein Alarmzeichen der jüngsten Vergangenheit ist auch, dass auch die Anzahl von Neueintritten von Frauen zurück geht.“ Und das bei insgesamt zurückgehender Basis. „Mitgliedergewinnung, Werbung und Pflege stellt das größte Problem unserer Partei dar“ &#8211; was sich <a href="https://www.die-linke.de/partei/fakten/mitgliederzahlendezember2010/" target="_blank">in den Zahlen ausdrückt</a>, die Landeslinke hat von über 7.000 Mitgliedern Ende 2007 auf gut 6.300 Ende 2010 verloren. „Herausforderungen in diesem Zusammenhang sind die demografischen Faktoren, der damit verbundene Mitgliederrückgang und die Tatsache, dass die Zahl der Neueintritte nicht die Zahl der verlorenen Mitglieder deckt.“</p>
<p>Mit den bisherigen Kandidaten für die kommenden Stellvertreterposten an der <a href="http://www.die-linke-thueringen.de/partei/organe/landesvorstand/" target="_blank">Landesspitze</a> würde die Linke einen kleinen Generationswechsel vollziehen. Mit der Landtagsabgeordneten Susanne Hennig (34) und dem Gewerkschafter Sandro Witt (30) kandidieren jüngere Linke, die bisherigen Vize Ina Leukefeld und Jörg Kubitzki treten nicht erneut an. Auch die Landesgeschäftsführerin Katrin Christ-Eisenwinder hat ihren Hut nicht erneut in den Ring geworfen, für das Amt bewirbt sich Anke Hofmann. Landesschatzmeister Holger Hänsgen will erneut das Geld der Thüringer Linken verwalten. Die Vorstandswahl ist freilich nicht das einzige Thema in Sömmerda. Die Delegierten sollen unter anderem über die <a href="http://www.die-linke-thueringen.de/fileadmin/LV_Thueringen/dokumente/Wahlstrategie%202012.pdf" target="_blank">Wahlstrategie</a> für das Jahr 2012 beraten &#8211; im Januar und April werden insgesamt 17 Landräte gewählt, außerdem werden jede Menge Bürgermeister-Posten besetzt. Auf <a href="http://www.die-linke-thueringen.de/fileadmin/LV_Thueringen/dokumente/kurzprotokoll_LV_02_09_2011.pdf" target="_blank">Initiative</a> von Harzer ist außerdem ein <a href="http://www.die-linke-thueringen.de/fileadmin/LV_Thueringen/dokumente/A1%20Kommunale%20Selbstverwaltung%20braucht%20angemessene%20Finanzierung.pdf" target="_blank">Antrag zur Frage der Kommunalfinanzen</a> auf die Tagesordnung gerückt. Nicht zuletzt stehen Satzungsänderungen an. Am Samstag wird Linken-Chef Klaus Ernst auftreten, die Frage, ob es nicht langweilige werde, ständig nach Thüringen zu reisen, hat der Bayer <a href="http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Linke-Bundeschef-Ernst-Selbstbeschaeftigung-ist-fahrlaessig-212780482" target="_blank">gerade so beantwortet</a>: „Ich fahre sehr gerne.“ (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=23003&amp;md5=62ca99dfc5d60de7e7809ee930571a4d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kampfansage</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 22:21:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Knut Korschewsky]]></category>
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		<category><![CDATA[Thüringen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht nur in wahlkampfgeplagten Landesverbänden der Linken grummelt es derzeit. Auch die Thüringer Linke, die ein eher geruhsames Jahr erlebt, bekommt nun ihren Streit, in dem sich inhaltliche und personelle Fragen mischen. Bei der Vorstandswahl im November wird Landeschef Knut Korschewsky mit Hildburghausens Bürgermeister Steffen Harzer einen harten Konkurrenten erhalten, der die von ihm ausgemachte Stagnation in der Landespartei beenden will.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur in wahlkampfgeplagten Landesverbänden der Linken grummelt es derzeit. Auch die Thüringer Linke, die ein eher geruhsames Jahr erlebt, bekommt nun ihren Streit, in dem sich inhaltliche und personelle Fragen mischen. Anfang November findet der nächste Landesparteitag statt, bei dem der Parteivorstand gewählt werden soll. Landeschef Knut Korschewsky will wieder antreten, aber er muss sich möglicherweise warm anziehen. Denn die Thüringer Linke erlebt etwas in der Partei nicht Alltägliches: eine Konkurrenzkandidatur um den Spitzenposten. Korschewsky wird vom Bürgermeister von Hildburghausen, Steffen Harzer, herausgefordert. Und das mit einer klaren Kampfansage. Zwar kann die Thüringer Linke darauf verweisen, dass sie die besten Wahlergebnisse aller Landesverbände eingefahren hat, aber nach Harzers <a href="http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Hildburghausens-Buergermeister-will-Thueringer-Linken-Chef-werden-1076107130" target="_blank">Ansicht</a> herrscht dennoch Stagnation. Zuviel Selbstbeschäftigung, zu wenig Impulse aus dem Landesvorstand, zu geringes politisches Gewicht des Landesvorstands gegenüber der Landtagsfraktion, zu geringe Bekanntheit des Landesvorsitzenden – das ist Harzers herber Befund, und er kreidet diese Defizite offensichtlich in entscheidendem Maße Korschewsky an. Der wehrt sich unter anderem mit Hinweis auf ein Konzept zur Personalentwicklung, das vielen jungen Leuten Platz gibt – und auch ihm selbst. Korschewsky könne eben nicht loslassen, meint Harzer, der seit rund 15 Jahren Bürgermeister ist und im Bundesvorstand der Linken sitzt. Harzer sagt auch, wohin er den Landesverband führen will: Er soll so stark werden, dass es für eine SPD-CDU-Koalition gar nicht mehr reicht, sondern schon rein rechnerisch Rot-Rot zwingend wird. Auf der Internetseite des Landesverbandes stellen <a href="http://www.die-linke-thueringen.de/default.asp?iid=1006&amp;mid=0&amp;uid=0" target="_blank">Korschewsky</a> und <a href="http://www.die-linke-thueringen.de/default.asp?iid=1007&amp;mid=0&amp;uid=0" target="_blank">Harzer</a> in Interviews ihre Vorstellungen zur Debatte. (wh)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=22132&amp;md5=99b83881107461600ce1db7b91d257ea" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Prinzip Schmähung</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/09/prinzip-schmaehung-ramelow-thueringer-allgemeine-leserbrief/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Sep 2011 06:18:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bodo Ramelow]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Thüringen]]></category>

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		<description><![CDATA[Thüringen erlebt gerade einen Medienstreit - wegen des unterirdischen Leserbriefs. Die Landespartei sieht „eine beispiellose Kampagne“ gegen Bodo Ramelow laufen; der fragt sich, ob der Vorgang lustig oder traurig ist. Und die Thüringer Allgemeine walzt sich eine Geschichte]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Thüringen erlebt gerade einen Medienstreit &#8211; wegen des unterirdischen Leserbriefs. Die Landespartei <a href="http://www.korschewsky.de/nc/presse/detail/zurueck/aktuell-9adbfde91f/artikel/erklaerung-des-landesvorsitzenden-der-partei-die-linke-thueringen-zu-einem-bericht-in-der-thueringe/" target="_blank">sieht</a> „eine beispiellose Kampagne“ gegen Bodo Ramelow laufen; der selbst fragt sich, ob der Vorgang eher lustig oder doch traurig ist. Die <em>Thüringer Allgemeine</em> hat Ende Juni den Schmähbrief eines Linken-Mitglieds <a href="http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Leserbrief-Joachim-Schlaack-ueber-den-Antisemitismusstreit-in-der-Linken-1602874104" target="_blank">abgedruckt</a>, in dem es im besten Stasideutsch heißt, Ramelow habe „objektiv Zersetzungstätigkeit und parteischädigendes Verhalten“ an den Tag gelegt. Nun schlachtet das Monopolblatt auch Ramelows <a href="http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Was-Bodo-Ramelow-ueber-Schmierenfinken-denkt-1935658974" target="_blank">Erwiderung</a> aus sowie dessen Kritik an einem Beitrag, der ein <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/06/die-stadt-verlassen-ramelow-antisemitismus-nahost-linke-am-scheideweg-essay/" target="_blank">Interview</a> Ramelows mit dem <em>Spiegel</em> zum Aufhänger nimmt. Alles schon eine Weile her, wird das jetzt ausführlich hochgekocht. „So viel Raum gibt man natürlich nicht unseren politischen Vorschlägen, sondern nur der Kritik an uns“, <a href="http://www.bodo-ramelow.de/nc/politik/aktuell/post/2011/09/02/traurig-oder-lustig/" target="_blank">findet</a> Ramelow. Das Blatt hingegen <a href="http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Bodo-Ramelow-wehrt-sich-gegen-Presse-Attacken-341523159" target="_blank">meint</a>, der Vorgang „verlangt nach Öffentlichkeit und einer Debatte auf unserer Leserseite“. (vk)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=21613&amp;md5=5acbcfdb93f78eaf2f6eea364b39470c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Pech und Federn</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/08/pech-und-federn-angriffe-parteibueros/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 07:37:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Anfang 2010 ist die Zahl der Attacken auf die Büros von Politikern und Parteien in einigen Regionen deutlich angestiegen. Etwa in Schleswig-Holstein und Thüringen. Die meisten Vorfälle betrafen die Linke. Eine internes Papier deren Bundestagsfraktion listet für die Zeit von Januar 2010 bis Juni 2011 weit über 100 Fälle auf. Die meisten registrierten Angriffe gibt es allerdings in Mecklenburg-Vorpommern. Ein Beitrag aus dem Freitag]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Anfang 2010 ist die Zahl der Attacken auf die Büros von Politikern und Parteien in einigen Regionen deutlich angestiegen. Etwa in Schleswig-Holstein und Thüringen. Die meisten Vorfälle betrafen die Linke. Eine internes Papier deren Bundestagsfraktion listet für die Zeit von Januar 2010 bis Juni 2011 weit über 100 Fälle auf: vom Buttersäure-Anschlag in Dortmund über „Der Krieg hat begonnen“-Schmierereien in Sachsen bis zu Steinwürfen in Berlin. Die meisten registrierten Angriffe gibt es allerdings in Mecklenburg-Vorpommern. Dort zeigt die Fallkurve steil nach oben: Bei der CDU flogen Scheiben ein, bei der FDP wurden die Schlösser verklebt, bei der Linken rückten Unbekannte mit Teer und Federn an. Im ersten Halbjahr 2011 zählten die Behörden hier bereits 30 Angriffe, wiederum traf es die Linke am häufigsten. Ein <a href="http://www.freitag.de/politik/1132-steine-pech-und-federn" target="_blank">Beitrag</a> aus dem <em>Freitag. (vk, Foto: Halina Wawzyniak)</em></p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=21291&amp;md5=18f26e43394e91d4cf4a1266c1edb751" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Beschluss kassiert</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 16:16:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Amt und Mandat]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Margitta Mächtig]]></category>
		<category><![CDATA[Parteitag]]></category>
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		<description><![CDATA[In Brandenburg hat die Schiedskommission der Linken einen Parteitagsbeschluss zur Trennung von Amt und Mandat kassiert. Wie die Märkische Oderzeitung berichtet, gab die Kommission den Beschwerden mehrerer Mitglieder statt, darunter der Landtagsabgeordneten Margitta Mächtig, die selbst dem Schiedsgericht angehört. Ihrer Meinung nach dürfe eine Partei das Recht der Mandatsausübung nicht beschneiden, das Gremium hatte dem Bericht zufolge auch Bedenken, da in der Satzung der Bundespartei eine solche Regelung fehlt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Brandenburg hat die Schiedskommission der Linken einen <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/03/amt-und-mandat-trennung-brandenburg-beschluss/" target="_blank">Parteitagsbeschluss</a> zur Trennung von Amt und Mandat kassiert. Wie die <em>Märkische Oderzeitung</em> berichtet, gab die Kommission den Beschwerden mehrerer Mitglieder statt, darunter der Landtagsabgeordneten Margitta Mächtig, die selbst dem Schiedsgericht angehört. Ihrer Meinung nach dürfe eine Partei das Recht der Mandatsausübung nicht beschneiden, das Gremium hatte dem Bericht zufolge auch Bedenken gegen eine Trennung, da in der Satzung der Bundespartei eine solche Regelung fehlt. Der Beschluss war seinerzeit auch mit dem demokratiepolitischen Argument begründet worden, dass Mitglieder der Exekutive nicht gleichzeitig Mitglieder der Legislative sein sollten, weil diese eine Kontrollfunktion gegenüber der Regierung hat. „Außerdem kann die politische Basis der Partei verbreitert werden, wenn die Arbeit in Landtag und Landesregierung buchstäblich durch mehr Schultern getragen wird.“ Übrigens: Ende Mai <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/05/schreckgespenst-thueringen-landesparteitag-soemmerda/" target="_blank">hatte</a> der Thüringer Landesverband eine „kleine Trennung“ von Amt und Mandat beschlossen. Ein Landesparteitag sprach mehrheitlich „die Erwartung aus, dass bei der Wahl des Landesvorstandes in zwei Jahren entweder der Vorsitzende oder ein Stellvertreter nicht Mitglied der Landtagsfraktion ist“. (vk, Foto: ufafo Münster)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=21071&amp;md5=fc41bc6ad915c1c98ac43c4ba945883c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kommt Harzer?</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jul 2011 18:34:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kampfkandidatur]]></category>
		<category><![CDATA[Knut Korschewsky]]></category>
		<category><![CDATA[Landesvorsitz]]></category>
		<category><![CDATA[Steffen Harzer]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Thüringer Linken steht möglicherweise beim Parteitag im Herbst eine Kampfkandidatur um den Vorsitz ins Haus. Neben dem Landesvorsitzenden Knut Korschewsky, der seit 2006 amtiert, könnte auch der Oberbürgermeister von Hildburghausen, Steffen Harzer, antreten. Jedenfalls berichtet eine Thüringer Regionalzeitung, Harzer habe auf einer Vorstandssitzung eine Kandidatur angekündigt. „An jedem Gerücht ist etwas Wahres dran“, wird Harzers Antwort auf eine entsprechende Anfrage zitiert. Das klingt nicht unbedingt wie ein Dementi. Die Thüringer Linke war bei der Landtagswahl im Spätsommer 2009 mit gut 27 Prozent zweitstärkste Kraft hinter der CDU und deutlich vor der SPD geworden]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Thüringer Linken steht möglicherweise beim Parteitag im Herbst eine Kampfkandidatur um den Vorsitz ins Haus. Neben dem Landesvorsitzenden Knut Korschewsky, der seit 2006 amtiert, könnte auch der Oberbürgermeister von Hildburghausen, Steffen Harzer, antreten. Jedenfalls <a href="http://www.dnews.de/nachrichten/thuringen/554774/linke-steht-kampfkandidatur-landesvorsitz.html" target="_blank">berichtet</a> eine Thüringer Regionalzeitung, Harzer habe auf einer Vorstandssitzung eine Kandidatur angekündigt. „An jedem Gerücht ist etwas Wahres dran“, wird Harzers Antwort auf eine entsprechende Anfrage zitiert. Das klingt nicht unbedingt wie ein Dementi. Die Thüringer Linke war bei der Landtagswahl im Spätsommer 2009 mit gut 27 Prozent zweitstärkste Kraft hinter der CDU und deutlich vor der SPD geworden. Eine rot-rote oder rot-rot-grüne Regierung, für die eine Mehrheit existiert hätte, scheiterte letztlich an der Weigerung des SPD-Spitzenkandidaten Christoph Matschie, einen Ministerpräsidenten von der Linkspartei anzuerkennen. (vk)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=20773&amp;md5=3380bd24096056feeb6eb5516cf4ba6c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wem gehört Erfurt?</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/06/wem-gehort-erfurt/</link>
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		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 15:33:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erfurter parteitag]]></category>
		<category><![CDATA[Programm]]></category>
		<category><![CDATA[Thüringen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn vom Erfurter Parteitag die Rede ist, denken historisch Interessierte an den SPD-Parteitag von 1891. Dass die Linkspartei fast auf den Tag genau 120 Jahre später, im Herbst 2011, ebenfalls in der thüringischen Landeshauptstadt tagt, um ihr erstes reguläres Programm zu beschließen, mag der pure Zufall sein. Einer Thüringer Zeitung allerdings war der Konferenzort eine wichtigtuerische Schlagzeile wert: „Linke vereinnahmt Erfurter Parteitag“. Donnerwetter! Nahezu jede Partei hält jedes Jahr Parteitage ab, und weil im innerparteilichen Regionalproporz alle Ecken des Landes mal drankommen wollen, reist der Parteitagszirkus quer durch die Republik]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn vom Erfurter Parteitag die Rede ist, denken historisch Interessierte an den SPD-Parteitag von 1891. Damals, nach der politischen Verfolgung der Sozialdemokraten in der Zeit der Bismarckschen Sozialistengesetze, stellte sich die SPD von August Bebel und Karl Kautsky, von Eduard Bernstein und Wilhelm Liebknecht auf die Bedingungen einer neuen Zeit ein. Die Partei kehrte mit ihrem in Erfurt beschlossenen <a href="http://www.marxists.org/deutsch/geschichte/deutsch/spd/1891/erfurt.htm" target="_blank">Programm</a> zu marxistischen Grundsätzen zurück und sie setzte sich praktische, realpolitische Ziele.</p>
<p>Dass die Linkspartei fast auf den Tag genau 120 Jahre später, im Herbst 2011, ebenfalls in Erfurt tagt, um ihr erstes reguläres Programm zu beschließen, das die programmatischen Eckpunkte ersetzen soll, mag der pure Zufall sein. Eine Thüringer Zeitung allerdings benutzte den Tagungsort zu der wichtigtuerischen Schlagzeile „Linke vereinnahmt ‚Erfurter Parteitag’“. In dem <a href="http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Linke-vereinnahmt-Erfurter-Parteitag-769717432" target="_blank">Artikel</a> heißt es, die Linkspartei reklamiere „den historischen Terminus für sich“. Der Thüringer Fraktionschef Bodo Ramelow wird mit dem Satz zitiert, in der Partei werde „bereits vom Erfurter Parteitag“ gesprochen. Donnerwetter! Nahezu jede Partei hält jedes Jahr Parteitage ab, und weil im innerparteilichen Regionalproporz alle Ecken des Landes mal drankommen wollen, reist der Parteitagszirkus quer durch die Republik. Auch in Erfurt haben sie alle schon getagt – die Schwarzen, die einen und die anderen Roten, die Grünen, die Gelben.</p>
<p>Dass in der Linken nun eine mehr oder weniger ironische Überzeichnung des Begriffs Erfurter Parteitag stattfindet, gehört zum politischen Geschäft. Denn neben der eigenen Linie für die nächsten Jahre geht es auch um die Abgrenzung und Konkurrenz zur SPD. Keinesfalls, wird Ramelow ebenfalls zitiert, wolle man mit dem Begriff Erfurter Parteitag „die Wurzeln der SPD abschneiden“. Wozu auch? Interessanter wäre da schon die Frage, wer heute noch etwas mit diesen Wurzeln zu tun hat und welcher heutigen Partei die Bebel-SPD des Jahres 1891 mit ihrem Erfurter Programm näher stünde – der Sozialdemokratie oder der Linken. Das zu beurteilen, könnten ein paar Stichworte helfen: So war im theoretischen Teil des Erfurter Programms von der kapitalistischen Ausbeutung der Arbeiter die Rede, vom Klassenkampf zwischen Bourgeosie und Proletariat.</p>
<p>Übrigens war das Erfurter Programm der SPD knapp drei A4-Seiten lang. Der bisher in der Linken diskutierte <a href="http://www.die-linke.de/fileadmin/download/programmdebatte/110526_anschreiben_und_diskussionsstand_programm.pdf" target="_blank">Programmentwurf</a> braucht satte 34 Seiten. (wh)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=20398&amp;md5=78dab6844702952d450b5d7812b1ee5f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Getrennte Wege</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/06/getrennte-wege-thueringen-kommunalwahlen-spd-linke/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 04:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgermeister]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Matschie]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalwahl]]></category>
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		<description><![CDATA[Als die Thüringer CDU noch fest und unangefochten im Regierungssattel saß, gab es die eine oder andere Gemeinsamkeit zwischen den Oppositionsparteien SPD und PDS bzw. Linke. Seit aber SPD-Landeschef Christoph Matschie doch lieber Stellvertreter bei einer schwer angeschlagenen CDU wurde, statt mit der Linken zu regieren, hat sich das Verhältnis zwischen beiden Parteien merklich abgekühlt – was sich auch bei den im nächsten Frühjahr anstehenden Bürgermeister- und Landratswahlen zeigen dürfte. Linke Wahlunterstützung für SPD-Kandidaten soll es dann kaum noch geben]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als die Thüringer CDU noch fest und unangefochten im Regierungssattel saß, gab es die eine oder andere Gemeinsamkeit zwischen den Oppositionsparteien SPD und PDS bzw. Linke. Inhaltlich hatte man manches gleiche oder ähnliche Interesse, und das verbindende wahltaktische Ziel hieß: Althaus muss weg. Doch als der ungeliebte Ministerpräsident sich selbst aus der politischen Laufbahn katapultiert hatte, wurde SPD-Landeschef Christoph Matschie doch lieber Stellvertreter bei einer schwer angeschlagenen CDU, statt mit der Linken zu regieren. Seither hat sich das Verhältnis zwischen beiden Parteien merklich abgekühlt, was sich auch bei den im nächsten Frühjahr anstehenden Bürgermeister- und Landratswahlen zeigen dürfte. Wie die <em>Ostthüringer Zeitung</em> <a href="http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Bis-zur-letzten-Stichwahl-Keine-rot-roten-Buendnisse-mehr-657625001" target="_blank">berichtet</a>, ist eine Wiederholung der linken Wahlunterstützung für SPD-Kandidaten kaum noch einmal denkbar. Jedenfalls nicht so flächendeckend wie 2006. Damals hatte die Linkspartei, die gerade die Fusion mit der WASG anbahnte, in etlichen Stichwahlen die SPD-Vertreter unterstützt und ihnen damit zum Sieg gegen die größtenteils konservative Konkurrenz verholfen. Von solchen Allianzen ist jetzt keine Rede mehr, heißt es. Regierung (SPD) und Opposition (Linke) gehen getrennte Wege. Wobei es am Ende praktischerweise auf die konkreten Kandidaten ankommen sollte, wenn es um die Frage der Unterstützung in einer Stichwahl geht. Denn nicht die gesamte Thüringer SPD ist auf Matschie-Kurs. Bekanntlich hatte der Landeschef erhebliche Mühe, seinen Landesverband nach der Entscheidung für die Regierung mit der CDU beisammenzuhalten. Der Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein beispielsweise ist zwar auch stellvertretender SPD-Landesvorsitzender, hatte sich aber letztes Jahr vehement für eine Koalition mit der Linken eingesetzt. Dass er – auf Betreiben Matschies zwischenzeitlich aus der Landesspitze verdrängt – nun wieder ein höheres Parteiamt innehat, ist Teil des Versuchs von Matschie, die zerstrittene Landespartei zu befrieden. (wh)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=20339&amp;md5=38ca242fe59b4ee9aa9a9b06ec18985e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kein Schreckgespenst</title>
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		<pubDate>Sun, 29 May 2011 05:13:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Amt und Mandat]]></category>
		<category><![CDATA[Bodo Ramelow]]></category>
		<category><![CDATA[Knut Korschewsky]]></category>
		<category><![CDATA[Landesparteitag]]></category>
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		<category><![CDATA[Sömmerda]]></category>
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		<description><![CDATA[Zwischen Suhl und Sömmerda sind es knapp 100 Kilometer, eine Entfernung, die beim Bratwurts- und Volksmusiksender MDR auf nicht einmal zehn Zeilen überwunden wird: Nein, die Linke hat sich nicht in Suhl zu einem Landesparteitag getroffen. Und ja, Landeschef Knut Korschewsky hat in Sömmerda der Linken hohe Ziele gesteckt: Man müsse überall Verantwortung übernehmen können, also auch Landratsämter anstreben, mehr den Mittelstand ansprechen und das „Schreckgespenst“ einer Linken vertreiben, die angeblich Investoren vergraulen würde. Über den Thüringer Tellerrand hinaus blickte in Sömmerda Oskar Lafontaine. Und statt Doppelspitze und Ehrenamtsquote wird es im Landesverband künftig nur eine "kleine Trennung" von Amt und Mandat geben]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischen Suhl und Sömmerda sind es knapp 100 Kilometer, eine Entfernung, die beim Bratwurts- und Volksmusiksender MDR auf nicht einmal zehn Zeilen <a href="http://www.mdr.de/thueringen/8651511.html" target="_blank">überwunden</a> wird: Nein, die Linke hat sich nicht in Suhl zu einem Landesparteitag getroffen. Und ja, Landeschef Knut Korschewsky hat in Sömmerda der Linken hohe Ziele <a href="http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Korschewsky-Linke-muss-sich-staerker-um-Mittelstand-kuemmern-1969853777" target="_blank">gesteckt</a>: Man müsse überall Verantwortung übernehmen können, also auch Landratsämter anstreben, mehr den Mittelstand ansprechen und das „Schreckgespenst“ einer Linken vertreiben, die angeblich Investoren vergraulen würde. „Die Welt geht nicht unter, wenn die Linke mit ihrer Politik der sozialen Gerechtigkeit in der Verantwortung ist“, wird Korschewsky zitiert. Nun ja: Die eigentlich spannende Frage ist ja, ob und wie viel die Welt besser wird, wenn Landrat und Landesminister von der Linken kommen.</p>
<p>Über den Thüringer Tellerrand hinaus <a href="http://www.europeonline-magazine.eu/lafontaine-deutschland-gefaehrdet-waehrungssystem_132072.html" target="_blank">blickte</a> Oskar Lafontaine, dessen Auftritt mancher als Kontrastprogramm zu den von viel pragmatischer Gestaltungsrhetorik geprägten Reden der Thüringer Linken angesehen haben mag. Der Saarländer warb dafür, die „Achse der Politik wieder nach links zu verschieben“, sprach von Belegschaftseigentum an Großbetrieben und einer europäischen Koordinierung der Lohnentwicklung. Abermals kritisierte Lafontaine die „alberne Diskussionen um die Führung“ der Linken und sagte, das neue Parteiprogramm selbst müsse so zündend sein, dass damit auch neue Wählerschichten angesprochen werden &#8211; etwa durch klare Unterscheidung der Linken gegenüber anderen Parteien, was die Frage der Eigentumsordnung und die Verteidigung des Sozialstaats angeht. Die Thüringer Linke bleibt derweil ihrem Thema neue <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/05/anstoss-aus-erfurt-energie-thueringen-rekommunalisierung/" target="_blank">Energiepolitik</a> treu: Mitte Juni soll es eine Themenkonferenz dazu geben, ein Schwerpunkt werde die dezentrale Versorgung sein.</p>
<p>Ein geänderter Leitantrag, der die Landesspitze strategisch auf Rot-Rot-Grün orientiert und organisatorisch in die Pflicht nimmt (Mitgliederrückgang, Kandidatenzahl, Kommunikation), wurde bei einer Enthaltung <a href="http://twitter.com/die_linke_th/statuses/74488470063689728" target="_blank">angenommen</a>. Mehr um Fragen der innerparteilichen Demokratie als um die Außenwirkung ging es in einigen Satzungsanträgen. Eine quotierte <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/198680.braucht-die-thueringer-linke-eine-doppelspitze.html" target="_blank">Doppelspitze</a> im Landesverband wurde mit deutlicher Mehrheit <a href="http://twitter.com/die_linke_th/statuses/74491311960494080" target="_blank">abgelehnt</a>. Ebenso der Antrag, eine Ehrenamtsquote für den Landesvorstand <a href="http://twitter.com/die_linke_th/statuses/74497616867622914" target="_blank">einzuführen</a> – was einen Beitrag gegen die Verselbstständigung des Apparats gegenüber der Basis bringen sollte. Dagegen setzte sich eine „kleine Trennung“ von Amt und Mandat durch: Die 140 Delegierten <a href="http://twitter.com/die_linke_th/statuses/74495456310333441" target="_blank">sprachen</a> mehrheitlich „die <a href="http://www.die-linke-thueringen.de/dokumente/Trennung_Amt-_Mandat.pdf" target="_blank">Erwartung</a> aus, dass bei der Wahl des Landesvorstandes in zwei Jahren entweder der Vorsitzende oder ein Stellvertreter nicht Mitglied der Landtagsfraktion ist. Die Entscheidung, wird Fraktionschef Bodo Ramelow zitiert, sei aber ausdrücklich nicht gegen Landeschef Korschewsky gerichtet. (vk)</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=20115&amp;md5=6c9a742cede8d3adee210408c4359daf" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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