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	<title>Lafontaines Linke &#187; Saarland</title>
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		<title>Fehlendes Gegengewicht</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 16:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Während sich die SPD-Spitze im Brandenburgischen auf den Wahlkampf 2013 vorbereitet, wirbt die Linke trotz aller sozialdemokratischer Abgrenzungen um rot-rote Kooperationen. Auch die Grünen sind über das "großkoalitionäre Gebaren" der SPD empört - aber was ist die Konsequenz? Ein Gegengewicht zum CDU-Drall der Sozialdemokraten werden Linke und Grüne nur gemeinsam bilden können - um des Politikwechsel willen, zu dem beide Parteien als Triebkräfte eines Mitte-Unten-Bündnis etwas beitragen müssten]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während sich die SPD-Spitze auf einer Halbinsel im Brandenburgischen auf den Wahlkampf 2013 vorbereitet, wirbt die Linke trotz aller sozialdemokratischer Abgrenzungen um rot-rote Kooperationen. Klaus Ernst <a href="http://www.presseportal.de/pm/55903/2189321/waz-linke-macht-spd-koalitionsangebote-fuer-saarland-und-bund/rss" target="_blank">kritisierte</a> die „Ausschließeritis“ der SPD und sagte, wenn die Partei „ihre politischen Versprechen ernst nimmt, wird sie einsehen: Ohne uns geht es nicht“. In Umfragen findet der Linkenvorsitzende ein momentanes Argument: Schwarz-Gelb wird nach jetzigem Stand nicht so einfach von Rot-Grün abgelöst. „Ich kann die SPD nur warnen“, so Ernst: „Wer links blinkt und rechts abbiegt, wird zum Geisterfahrer und endet als politischer Bruchpilot.“</p>
<p>Die Debatte hat mit Blick auf das Saarland auch noch eine landespolitische Dimension. Erneut erklärte Ernst, man wolle den Sozialdemokraten „ein Angebot machen, das sie nicht ablehnen“ könnten. Den von der SPD zuallererst angeführten Knackpunkt Schuldenbremse will die Linke mit einem neuen „Konzept der sozialen Haushaltssanierung“ auskontern. Damit sage die Linke „Ja zum Schuldenabbau und Nein zum Sozialabbau“. Dann müsse „die SPD entscheiden, ob sie die Millionäre belasten will oder die Bürger“. Der implizite Verweis auf die Gestaltungsmöglichkeiten im Bundesrat ist allerdings ein wenig wackelig: Selbst wenn es im Saarland eine rot-rote Koalition geben würde, kommen die allein von SPD, Grünen und Linken regierten Länder im Bundesrat nicht auf die 35-Stimmen-Mehrheit, die eine effektive Blockade der Regierungspolitik möglich machen könnte. Von einer „Gestaltungsmehrheit“ ganz zu schweigen.</p>
<p>Die SPD hat von ihrer Klausur aber ohnehin vor allem solche Signale gesandt, die nach Kooperation in eine ganz andere Richtung klingen – man hält sich die Bündnisoption mit der Union mehr als offen. „Es geht nicht um einen Wahlkampf gegen die Kanzlerin Merkel“, <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/parteien-spd-sieht-finanzmaerkte-statt-merkel-als-gegner_aid_708156.html" target="_blank">sagte</a> Parteichef Sigmar Gabriel. „Unsere Gegner sind die Finanzmärkte, unser Gegner ist die soziale Spaltung in Deutschland.“ Auch gehe es nach Ansicht des Niedersachsen „nicht darum, gegen andere zu kämpfen, sondern für ein besseres Deutschland“. Die Bundestagswahl sei „eine Richtungswahl, keine Lagerwahl“, das Ziel bleibe, das fügte Gabriel noch hinzu, Rot-Grün.</p>
<p>Doch wie ernst kann man das nehmen? Die Grünen sind inzwischen auch vom „großkoalitionärem Gebaren“ der Sozialdemokraten genervt. Parteichefin Claudia Roth <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/parteien-gruene-wollen-als-garant-fuer-politikwechsel-in-wahlkampf-ziehen_aid_708154.html" target="_blank">erinnerte</a> am Sonntag daran, dass sich die SPD oft nach dem Motto „Opposition ist Mist“ verhalten und „in den vergangenen Monaten häufiger für eine große Koalition entschieden“ habe. „Nach Roths Ansicht könnten die Sozialdemokraten von vornherein ein Bündnis mit der Union bevorzugen, anstatt für Rot-Grün zu kämpfen“, schreibt eine Nachrichtenagentur. Roth hat nun eine interessante Formel geprägt: „Große Koalition oder Politikwechsel – das wird die Auseinandersetzung sein.“</p>
<p>Wird sie das? Dies ernst genommen, wäre zu fragen, ob nicht Grüne und Linken <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2010/11/gruene-und-linke/" target="_blank">gemeinsam</a> versuchen müssten, ein Gegengewicht zum CDU-Drall der Sozialdemokraten zu bilden – durch einen (schon früher immer mal wieder <a href="http://www.prager-fruehling-magazin.de/article/447.lagerkoller.html" target="_blank">diskutierten</a>) Versuch, Grüne und Linke zu den (auf je unterschiedliche Weise) treibenden Kräften im rot-rot-grünen Lager zu machen, durch unaufgeregte Gespräche, inhaltliche Diskussionen, sozusagen in Form einer „kooperativen Konkurrenz“, deren Ziel es wäre, einen echten Politikwechsels gegenüber dem machttaktischen Agieren der SPD zu stärken. (Die Redaktion <em>Prager Frühling</em> hatte vor einiger Zeit <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/04/kritischer-dialog-kipping-prager-fruehling-linke-gruene-hegemonie-korte-lohmeier-schindler-ernst/" target="_blank">formuliert</a>, &#8220;perspektivisch geht es um die Alternative von einem Mitte-Unten-Bündnis, das seinen politischen Ausdruck in der Kooperation von Linkspartei und Grünen findet oder einem Mitte-Oben-Bündnis, das politisch auf eine schwarz-grüne Option hinausläuft&#8221; – wobei hier zu ergänzen wäre, dass die wahrscheinlichere Regierungsvariante eines Mitte-Oben-Bündnisses derzeit die große Koalition ist. Dass die Diskussion über das &#8220;andere&#8221; Rot-Grün schwierig sein dürfte, soll damit nicht unterschlagen werden.)</p>
<p>Aber zurück zu Claudia Roth, welche die Linke auch lieber links liegen lässt. Rot-Rot-Grün stehe „angesichts des Zustands der Linken nicht zur Debatte“, gibt die Deutschen Presse-Agentur die Grünen-Chefin indirekt wieder. Der Zustand der SPD, die Roth gerade noch kritisiert hatte, scheint ihr nicht so ein Problem zu sein. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=25068&amp;md5=0bc09e11343bb1d72d9871b4c3c779eb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Unabweisbares Angebot?</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 23:32:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Annegret Kramp-Karrenbauer]]></category>
		<category><![CDATA[Heiko Maas]]></category>
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		<category><![CDATA[Saarland]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmar Gabriel]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 25. März wird im Saarland gewählt. SPD-Landesvorsitzender Heiko Maas hat eine rot-rote Koalition klar abgelehnt und erhält dabei Rückendeckung von seinem Bundesvorsitzenden Sigmar Gabriel. Aber Linke-Chef Klaus Ernst sagt, seine Partei werde der SPD ein Angebot machen, das diese nicht ablehnen könne. Das Zauberwort heißt wie bei Spitzenkandidat Oskar Lafontaine: soziale Haushaltsanierung]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Fall dürfte Seltenheitswert besitzen, wenn er nicht sogar einmalig ist: Zwei Parteien setzen die Auflösung des Landtags durch, nachdem sie Sondierungsgespräche über eine gemeinsame Regierung ohne Ergebnis beendeten, nur um danach doch miteinander zu regieren. Die Wähler, in diesem Falle die im Saarland, dürfen also nur noch bestimmen, wer Ministerpräsident wird und wer Stellvertreter, der Rest ist faktisch ausgekungelt. So macht man Demokratie zur Farce.</p>
<p>Die Rede ist von CDU und SPD, die sich offenbar über die nächsten fünf Jahre einig sind und dafür laut Umfragen bislang gut 70 Prozent der Wähler im Rücken haben. Nun steht fest, dass an der Saar am 25. März gewählt wird, nachdem CDU-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer kürzlich die Jamaica-Koalition mit Grünen und FDP überraschend für gescheitert erklärt hatte. Am gleichen Tag noch – Donnerstag Abend – kürte die Linke ihren <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/neuwahlen-im-saarland-lafontaine-wird-spitzenkandidat-der-linke_aid_707320.html">Spitzenkandidaten</a> Oskar Lafontaine, der nun acht Wochen lang Punkte machen soll – für die Landes- und die Bundespartei. Denn Lafontaines Wahlkampfeinsatz ist auch eine unverhoffte Tribüne, auf der das Image der gesamten Partei aufpoliert werden kann.</p>
<p>Worum es im Wahlkampf der Linkspartei inhaltlich gehen soll, hat Landesvorsitzender Rolf Linsler dieser Tage im <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/216308.linke-will-wieder-dritter-werden.html">ND-Interview</a> erklärt: gute Arbeit, Tariftreuegesetz, längeres gemeinsames Lernen, Kampf gegen Billigjobs, gesetzlicher Mindestlohn und anderes. In diesen Punkten ist die Distanz zur SPD nicht groß, aber der SPD-Landesvorsitzende Heiko Maas hat schon mehrfach ausdrücklich Rot-Rot abgelehnt. Der Knackpunkt ist die Schuldenbremse, die von der Linken prinzipiell abgelehnt wird, der die SPD aber nach langem Widerstand inzwischen zustimmt. Lafontaine hat mittlerweile die Hand ausgestreckt, indem er <a href="http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/DEUTSCHLAND/Lafontaine-setzt-weiter-auf-Rot-Rot-an-der-Saar-artikel7887430.php">erklärte</a>, man müsse nicht rigoros sparen, um die Schuldenbremse einzuhalten, sondern könne dies auch mit Hilfe von mehr Steuereinnahmen erreichen.</p>
<p>An diesem Punkt setzt auch Linke-Vorsitzender Klaus Ernst an und kündigte an, die Linke werde der SPD ein <a href="http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2012-01/22535328-lvz-linke-macht-spd-im-saarland-ein-angebot-das-sie-nicht-ablehnen-kann-ernst-ja-zum-schuldenabbau-007.htm">Angebot</a> machen, dass diese „nicht ablehnen kann“. Die Linke wolle gemeinsam mit der SPD den Landeshaushalt sanieren und die Schulden reduzieren, und zwar auf Kosten der Millionäre und nicht auf Kosten der Bürger. Ernst sagte auch einen Satz, der in der Partei noch einigen Nachhall finden dürfte: „Wir haben im Osten bewiesen, dass man Haushaltssanierung und soziales Augenmaß zusammenbringen kann.“</p>
<p>Und wenn die SPD trotzdem dankend ablehnt – wie zuvor schon in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen? Es ist nicht nur Heiko Maas, der sich abweisend zeigt, was sicherlich im Wahlkampf ohnehin kaum anders zu erwarten war. Auch der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/koalitionsaussage-fuer-bundestagswahl-spd-chef-gabriel-schliesst-buendnis-mit-linken-aus-1.1266407">Gabriel</a> hat sich klar gegen rot-rote Konstellationen ausgesprochen – im Bund und im Saarland. Die Linke sei unberechenbar und zerrissen – es ist die alte Nummer der Einteilung in gute und böse Genossen. Und zum Saarland meint Gabriel, man könne nicht mit jemandem koalieren, der unsolide mit Finanzen umgehe. Das war vor den Äußerungen von Lafontaine und Ernst zu Schuldenbremse und Haushaltsanierung. Aber auch dazu wird Gabriel ein Ablehnungsgrund einfallen.</p>
<p>Doch auch ohne Regierungsbeteiligung kommt die Wahl der Linken wie gerufen. Denn ein Erfolgserlebnis kann die gebeutelte Partei dringend gebrauchen – selbst wenn nicht gleich, wie mancherorts <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wahlen-im-saarland-lafontaine-entscheidet-ueber-aufstieg-und-fall-der-linken/6114782.html">orakelt</a> wird, das Schicksal der ganzen Partei auf dem Spiel steht. Von den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein (Mai 2012)  und Niedersachsen (Januar 2013) ist der große Ruck nur sehr begrenzt zu erwarten; dort kann die Partei froh sein, wenn sie die Fünf-Prozent-Hürde überwindet. Im Saarland aber kann es durchaus wieder zweistellig werden. Zwar sind die 21,3 Prozent vom letzten Mal ein extrem anspruchsvoller Maßstab, aber Landesvorsitzender Linsler ist optimistisch, dass die Linke wieder drittstärkste Kraft wird und erneut rund zehn Prozent mehr schafft als die Linke im Bundesdurchschnitt. Das wären – hochgerechnet vom jetzigen Umfragestand für die Bundestagswahl &#8211; 16 bis 17 Prozent.</p>
<p>Eine aktuelle <a href="http://www.forschungsgruppe.de/Aktuelles/Politbarometer-Extra/">Umfrage</a> der Forschungsgruppe Wahlen bescheinigt der Linken 13 Prozent. Allerdings schreibt das Institut dazu – was in den Medienberichten glatt übersehen wird – ,dass die erhobenen Projektionswerte „lediglich das Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder(geben) und … keine Prognose für den kommenden Wahlausgang“ darstellen. Noch ist also alles möglich. (wh)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24998&amp;md5=4a10756e1ac782f646b56c0277d011e1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Rot-rot-grüner Zündstoff</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2012/01/rot-rot-gruen-jahrestagung-dl21-frankfurter-rundschau/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 22:49:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Frankfurter Rundschau berichtet von Plänen für die Jahrestagung der SPD-Linken – und so wie sie das tut, klingt es ein wie eine mediale Verhinderungskampagne: „Trotz offizieller Dementis der Parteispitze arbeiten die SPD-Linken auf eine rot-rot-grüne Koalition nach der Bundestagswahl 2013 hin.“ Dies sei, wird ein anonymes Vorstandsmitglied der SPD zitiert, "zurzeit politisch und strategisch fahrlässig“. Offenbar gerät wieder jede rot-rot-grüne Regung zum Konfliktstoff, was einen Rückfall hinter den bereits erreichten Stand der Normalisierung bedeutet]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <em>Frankfurter Rundschau</em> berichtet (noch nicht online, hie eine kurze <a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1264693" target="_blank">Agenturmeldung</a>) von Plänen für die Jahrestagung der SPD-Linken – und so wie sie das tut, klingt es ein wie eine mediale Verhinderungskampagne: „Trotz offizieller Dementis der Parteispitze arbeiten die SPD-Linken auf eine rot-rot-grüne Koalition nach der Bundestagswahl 2013 hin.“ Aufgeboten wird auch ein anonymes Vorstandsmitglied „das dem linken Parteiflügel zugeordnet wird“ und in dem Blatt mit den Worten wiedergegeben wird, „es sei zurzeit politisch und strategisch fahrlässig“, die Linke zu einer solchen Veranstaltung einzuladen. Spielt da jemand mit Feuer? Nun ja, es handelt sich dabei weder um Koalitionsverhandlungen noch sonst irgendeine Runde „von oben“, sondern um die Jahrestagung eines innerparteilichen Flügels, in dem unlängst die Vorsitzende gewechselt und als einen ihrer Schwerpunkte die Arbeit an rot-rot-grüner Bündnisfähigkeit <a href="http://www.forum-dl21.de/meldung.php?meldung=333&amp;page=15" target="_blank">ausgegeben hatte</a>. Was daran „politisch und strategisch fahrlässig“ sein soll, wenn – wie es in dem Entwurf zum Tagungsprogramm heißt – auf einem Podium SPD-Chef Sigmar Gabriel, Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin und Linkspartei-Fraktionsvize Dietmar Bartsch über „eine linke sozial-ökologische Alternative“ debattieren, würde man gern wissen.</p>
<p>Dass die SPD-Führung bundespolitisch auf Rot-Grün setzt und zumindest Gabriel auf einen klaren Lagerwahlkampf hinorientiert, ist bekannt. Aber gerade deshalb macht es ja durchaus Sinn, diejenigen Parteien mit in die Debatte einzubeziehen, die zwar nicht zur gewünschten Mehrheit gehören, die aber doch in den selben sozialen Milieus wie SPD und Grünen um Wähler konkurrieren – weshalb ja auch die Piratenpartei eingeladen werden soll. Einmal von der Unsicherheit der rot-grünen Strategie abgesehen, der es womöglich doch an den nötigen Stimmen fehlt. Und dass die SPD-Linke sich zumindest diskursiv gegen den Automatismus einer großen Koalition stellt und das politische Gespräch über einen Politikwechsel sucht, klingt auch eher vernünftig als nach einem Skandal. Derzeit aber gerät offenbar jede <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/offen-halten-rot-rot-gruen-wahlen-2013-koalition-kooperation/" target="_blank">rot-rot-grüne Regung</a> zum Konfliktstoff, was einen Rückfall hinter den bereits erreichten Stand der Normalisierung bedeutet.</p>
<p>Um nicht missverstanden zu werden: Es geht hier nicht um Regierungseuphorie, sondern um eine der Optionen, die seit Jahren weniger aus inhaltlichen denn aus machttaktischen Gründen links liegen gelassen werden. Die Mehrheits-SPD sucht auf dem Wege der Ignoranz die Linkspartei auf Landesebene klein zu halten und kooperiert dafür lieber gegen ihr eigenes Wahlprogramm mit der Union. Und die Linkspartei, die das stets und auch richtigerweise kritisiert, lässt auch kaum einmal von ihrer vergangenheitsbezogenen Abgrenzungsrethorik ab. An den Beitrag von SPD und Grünen zu Deregulierung, Pirvatisierung etc. pp. zu erinnern ist sicher umso nötiger in Zeiten, in denen in der Oppositionen alle von sozialer Gerechtigkeit und Verteilungsfrage reden. Aber die Wahlen finden nicht als historisches Seminar statt. Die Empörung über frühere Fehler anderer gehörte zum Treibstoff der Linken nach 2005, inzwischen interessieren sich die Leute aber wohl eher für Antworten auf die Zukunft.</p>
<p>Vielleicht liegt ein Grund für den Ton, welchen die <em>Frankfurter Rundschau</em> anschlägt, aber auch ganz woanders – nämlich im Saarland. Dort ist rot-rot wohl weniger eine Option als ein Problem für die SPD, die offenbar eine große Koalition anstrebt, aber zu erklären hat, warum sie nicht mit der grundsätzlich bereiten Linken kooperieren will. Mit der immerhin hatte man 2009 fast schon einen Koalitionsvertrag ausgehandelt, landespolitisch gibt es viele Übereinstimmungen und auch beim schwierigen Thema Haushaltspolitik scheint eine Brücke möglich – jedenfalls könnte man die Aussagen Oskar Lafontaines zur Schuldenbremse als eine gangbare Kompromisslinie interpretieren. Je stärker die Signale auf der Linken werden, desto hektischer suchen die Sozialdemokraten nach Gründen, warum es gemeinsam doch nicht gehen soll. Pläne von Leuten, die sich ein gewisses Maß an politischer Normalität zwischen Parteien nicht versagen wollen, stören da nur. (tos, Foto: freitag.de)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24899&amp;md5=9274a11afe2fbddbcb405eea04e405b0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Erster Schritt wohin?</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 18:28:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Annegret Kramp-Karrenbauer]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Sondierungsgespräche von CDU und SPD sind gescheitert, das Saarland steht vor Neuwahlen. Der Ausgang des Vier-Augen-Gesprächs zwischen Annegret Kramp-Karrenbauer und Heiko Maas kommt nicht völlig überraschend, für ein wenig Spannung sorgten die Ministerpräsidentin und der Sozialdemokrat am Donnerstag allerdings doch noch. In der Linken wurde die Entscheidung begrüßt - ob die nun angepeilte Option Rot-Rot in Zeiten der Schuldenbremse und mit der SPD wirklich möglich ist, wird sich allerdings noch zeigen müssen. Die Signale stehen eher auf große Koalition]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sondierungsgespräche von CDU und SPD sind gescheitert, das Saarland steht vor Neuwahlen. Der Ausgang des Vier-Augen-Gesprächs zwischen Annegret Kramp-Karrenbauer und Heiko Maas kommt nicht völlig überraschend, für ein wenig <a href="https://twitter.com/#!/SPD_Saar/statuses/160014165065465856" target="_blank">Spannung</a> sorgten die Ministerpräsidentin und der Sozialdemokrat am Donnerstag allerdings dann doch noch: Eine zunächst für den späten Nachmittag angekündigte Erklärung wurde verschoben, eine geplante Pressekonferenz mit Oskar Lafontaine wurde wegen der Verzögerung sogar abgesagt. Viertel vor sieben dann die Meldung: Neuwahlen. Für eine stabile Regierung benötige man eine ganze Legislaturperiode, lautete eine erste Begründung aus der CDU. Deswegen solle nun der Wähler entscheiden. 20 Minuten später bereits begrüßte die Linkspartei die Entscheidung: Der Schritt eröffne die Chance zu einem Politikwechsel an der Saar. Wie realistisch eine rot-rote Option wirklich ist, muss sich allerdings noch zeigen.</p>
<p>Gemeinsam mit der SPD, <a href="http://www.linksfraktion-saarland.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/zurueck/aktuelles/artikel/oskar-lafontaine-nach-neuwahlen-rot-rote-koalition-an-der-saar-das-scheitern-der-sondierungsgespr/" target="_blank">meint</a> Fraktionschef Oskar Lafontaine, könne man „über die Durchsetzung einer Besteuerung großer Vermögen, großer Erbschaften und hoher Einkommen (Millionärssteuer) im Bundesrat die Vorgaben der Schuldenbremse einhalten und gleichzeitig die Grundlage für bessere Schulen, eine gute Krankenversorgung und eine ausreichende Polizeidichte im Saarland sicherstellen. Zudem können nur so die Infrastrukturinvestitionen getätigt werden, die zur Schaffung neuer Arbeitsplätze notwendig sind.“ Der frühere Linken-Chef wies zugleich auf die Chance hin, „erste Schritte hin zur Wirtschaftsdemokratie durch die Beteiligung der Belegschaften an ihren Betrieben zu machen“. Ein Bündnis aus SPD und Linken könne in Zeiten der Krise überdies sicherstellen, „dass die saarländischen Sparkassen und die Landesbank, keine Wucherzinsen verlangten, das Geld der Sparer sicher anlegten und nicht mit Giftpapieren handelten“.</p>
<p>Als weitere Punkte nannte Lafontaine die Begrenzung von Einzelhandelsflächen, um die Verödung der Ortskerne zu vermeiden. Linken-Chef Klaus Ernst <a href="https://twitter.com/#!/ernst_klaus/statuses/160065371934691330" target="_blank">äußerte sich</a> trotzdem optimistisch. „Neuwahlen sind gut, weil sie eine neue Mehrheit bringen“, hieß es in einer ersten Reaktion. „Wir sind für Rot-Rot an der Saar, weil wir auch eine neue, soziale Politik wollen.“ Sachsen-Anhalts Linkenchef Matthias Höhn <a href="https://twitter.com/#!/MatthiasHoehn/statuses/160057339049803776" target="_blank">sieht nun</a> ebenfalls &#8220;die Chance für einen echten Politikwechsel gegeben&#8221;. Der Sprecher des reformsozialistischen Flügels der Linken, <a href="https://twitter.com/#!/BenjaminHoff/statuses/160056455158964224" target="_blank">Benjamin Hoff sagte</a>, mit den Neuwahlen sei „der erste Schritt“ gemacht. Nun müsse die SPD auch den zweiten gehen und einen „Politikwechsel gemeinsam mit der Linken“ umsetzen.</p>
<p>Ob die Forderung der Linken an die SPD, ihre „voreilige Festlegung auf eine große Koalition aufzugeben“, bei den Sozialdemokraten auf fruchtbaren Boden fällt, ist jedoch ziemlich offen. Gerade mit Blick auf die Schuldenbremse hatten beide Seiten in den vergangenen Tagen ihre <a href="http://www.allgemeine-zeitung.de/nachrichten/politik/rheinland-pfalz/11578134.htm" target="_blank">Unterschiede markiert</a>. Noch am Mittwoch hatten Maas und Lafontaine sich im Landtag eher ablehend geäußert. „Die Linke ist nicht bereit, sich an einer Regierung zu beteiligen“, wenn die Schuldenbremse von der SPD „so interpretiert wird, dass der einzige Weg, einen Haushalt zu sanieren, weitere Sozial- und Personalkürzungen sind“. Maas hatte daraufhin erwidert, er stimme Lafontaine zu, „dass es im Falle von Neuwahlen jetzt keine Chance für Rot-Rot in diesem Land gibt“. Die Linke müsse erst einmal das umstrittene Kredittabu als „Realität“ akzeptieren. Lafontaines Erklärung vom Donnerstagabend wies freilich schon ein wenig in diese Richtung: Immerhin war darin von einem Weg die Rede, „die Vorgaben der Schuldenbremse“ einzuhalten, ohne dass dies zu Lasten der öffentlichen Angebote und Aufgaben gehe.</p>
<p>Dennoch stehen <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2012/01/festgelegte-realitaeten-saarland-rot-rot-maas-lafontaine-grose-koalition/" target="_blank">die Signale</a> eher auf große Koalition. Kramp-Karrenbauer wies darauf hin, dass sie sich mit Maas einige gewesen sei, dass ein solches Bündnis, das &#8220;den Sanierungsanforderungen dieses Landes gerecht werden muss und gerecht werden will, eine Legitimation über fünf Jahre braucht&#8221;. Sie strebe auch nach der Wahl eine große Koalition an, da sie weiterhin glaube, dass ein solches Bündnis im Saarland &#8220;für die nächsten Jahre die einzig richtige Konstellation ist&#8221;. Auch SPD-Mann Maas hob hervor, es gebe viele Gemeinsamkeiten. Er wurde noch am Donnerstagabend vom Landesvorstand der Sozialdemokraten einstimmig zum Spitzenkandidaten <a href="https://twitter.com/#!/SPD_Saar/statuses/160073750186967040" target="_blank">nominiert</a>. „Gut so“, <a href="https://twitter.com/#!/jkahrs/statuses/160056859481481217" target="_blank">kommentierte auch </a><del>Horst</del> Johannes Kahrs die Neuwahl-Entscheidung. Der SPD-Seeheimer zeigte sich dabei nicht nur sicher, dass Maas Ministerpräsident werde, sondern beschied auch CDU und Grünen, „dass sie es nicht können“.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Süddeutsche Zeitung: &#8220;Die gefühlte Kraft der SPD ist groß, die Umfragen sehen sie um zwei Punkte vor der CDU. Aber diese Umfragen stammen aus der Zeit vor der Auflösung der Jamaika-Koalition. Seitdem hat die CDU-Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer an Statur gewonnen; und viele enttäuschte FDP-Wähler werden bei der Neuwahl ihr Heil bei der CDU suchen. Das kann die jetzt goldenen Hoffnungen der SPD zerstören. Dann bleibt der SPD, so kalkuliert sie, nach Neuwahlen immer noch Silber &#8211; weil die CDU zur Koalitionsbildung auf die SPD angewiesen sein wird. Die SPD kriegt also auch dann mindestens das, was sie jetzt (ohne Neuwahlen) auch gekriegt hätte. Es sei denn, es kommt nach der Neuwahl zu Schwarz-Grün.&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Mannheimer Morgen: &#8220;Somit sind sofortige Neuwahlen die sinnvollste Lösung. Paradoxerweise könnte dabei am Ende doch eine Große Koalition herauskommen – alle anderen Bündnisse scheinen derzeit rechnerisch oder politisch unmöglich.&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Leipziger Volkszeitung: &#8220;Schwarz-Rot oder Rot-Schwarz? Für das Landkreis große Saarland ist dies fast schon egal. Die Sog-Wirkung auf die Bundespolitik wird groß: Ab sofort geht der Machtkampf um die Bundespolitik los.&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Saarbrücker Zeitung: &#8220;Das Saarland wählt einen neuen Landtag &#8211; und hat eigentlich gar keine Wahl, denn die künftige Regierung steht schon fest: eine große Koalition aus CDU und SPD. Offen ist allenfalls, wer den Regierungschef stellt.&#8221;</em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Rheinische Post: &#8220;Jegliche Regierungs-Tändelei mit Grünen oder den in Saarbrücken besonders labilen Liberalen, gar mit den verantwortungslosen Schuldenmachern der Linkspartei schmälerte die Aussicht des Ländchens, aus eigener Kraft aus der Etat-Misere zu kommen.&#8221;</em></p>
<p>Mit den Neuwahlen sind für die Linke ein paar Fragen zusätzliche aufgeworfen. Landeschef Rolf Linsler hatte schon zuvor auf frühere Äußerungen von Lafontaine <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/regierungsbildung-im-saarland-linken-chef-draengt-cdu-und-spd-zur-eile-1775880.html" target="_blank">hingewiesen</a>, nach denen dieser für den nun eingetretenen Fall der Fälle als Spitzenkanditat bereitstehe. „Ich hoffe, dass das so bleibt“, offenbar an jene Debatte denkend, in der dem Fraktionsvorsitzenden eine vor allem bundespolitische Rolle zuerkannt wird – dies nicht nur mit Blick auf die nächsten Bundestagswahlen, sondern auch im Rennen um die Spitzenposten in der Linken. Vielleicht tritt das jetzt angesichts zweier landespolitischer Wahlkämpfe im Frühjahr etwas in den Hintergrund. Und die Linke in Schleswig-Holstein, für die der Wiedereinzug die schwierigere Aufgabe ist, könnte vielleicht ein wenig Rückenwind aus dem Saarland erhalten. Dort rechnet sich die Partei wegen des &#8220;Oskar-Faktors&#8221; Ergebnis zwischen 18 und 20 Prozent aus. Zuletzt lag die Linke in Umfragen bei 12 Prozent. (tos)</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24839&amp;md5=c140f2f1ebdeab6139ef4be4216765d7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>In der Saarschleife</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 07:35:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die saarländische Landespolitik hat an diesem Mittwoch ein volles Programm. Doch auch noch so viel Bewegung nach dem Untergang von Jamaika kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass alle von den Akteuren für möglich gehaltenen Wege zum selben Ziel führen: eine große Koalition. Die Linkspartei hat "Rot-Rot unter dem Diktat der Schuldenbremse" eine Absage erteilt - und die SPD unter Heiko Maas ihre kritische Position zum Sparknebel aufgegeben]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die saarländische Landespolitik hat an diesem Mittwoch ein volles Programm: Am Morgen wurden die vier Minister von Grünen und FDP entlassen, danach wollte die CDU über eine vorübergehende Ressortverteilung entscheiden und am Nachmittag gehen die Sondierungsgespräche mit der SPD weiter. Ein Thema dabei: Der <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/saarland-spd-will-vorgezogene-wahlen-2013-11610661.html" target="_blank">Vorschlag</a> der Sozialdemokraten, die Landtagswahl auf 2013 vorzuziehen und parallel zur Bundestagswahl abzuhalten. Die CDU ist bisher dagegen, die SPD sei jedoch auf diese Position „festgelegt“, heißt es. Gegebenenfalls werde es eben Neuwahlen geben. Doch die hätten, passiert nichts Saarbewegendes mehr, so ziemlich dasselbe Ergebnis: eine große Koalition. Also auch hier scheint die Sache bereits „festgelegt“.</p>
<p>Nach dem Schiffbruch von Jamaika hatten für ein paar Tage noch andere Farbspiele eine kleine Nebenrolle auf der Bühne: Die Linkspartei <a href="http://www.bospace.de/nachrichten/welt/specials/lafontaine-offen-fr-rot-rot-grn-im-saarland-5405" target="_blank">erklärt</a>, bei aller Kritik an den Grünen wolle sie sich auch Rot-Rot-Grün nicht verschließen, es komme jedenfalls auf die Inhalte an. Auch auf dem linken SPD-Flügel konnte man manche Einlassung so verstehen, dass Neuwahlen mit dem Ergebnis Rot-Rot doch besser seien als ein Bündnis mit der CDU. Davon ist inzwischen nicht mehr die Rede. Die Saar-Politik ist eben „festgelegt“. Die Ironie daran ist, dass das Festgelegtsein seinen Grund in der Beweglichkeit der Sozialdemokraten in einer entscheidenden Frage hat: der Haltung zur Schuldenbremse. Landeschef Heiko Maas gehörte lange zu den Kritikern dieses Instruments. „Schuldenbremse heißt: weniger Bildung und weniger Sozialstaat“, sagte er <a href="http://jusos-nonnweiler.de/index.php?id=3401&amp;tx_ttnews[pointer]=16&amp;tx_ttnews[tt_news]=54547&amp;tx_ttnews[backPid]=3400&amp;cHash=c54588b2cf" target="_blank">im vergangenen März</a>. Und als im Herbst selbst Annegret Kramp-Karrenbauer ein Licht aufging und sie beklagte, dem Land fehle es an Handlungsspielraum, <a href="http://www.spd-saar.de/index.php?id=3335&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=55059&amp;tx_ttnews[backPid]=3002" target="_blank">erinnerte Maas</a> die CDU-Ministerpräsidentin daran, dass es ihre Partei war, welche die Schuldenbremse „gegen alle Bedenken der SPD durchgedrückt“ habe.</p>
<p>Die Bedenken hat Maas <a href="http://www.stern.de/panorama/saar-cdu-und-spd-sondieren-chancen-fuer-koalition-1773914.html" target="_blank">inzwischen verloren</a>, aber es ist dies keine Frage der Einsicht oder grundlegend veränderter Voraussetzungen. Sondern bloß eine der landespolitischen Taktik. Maas hat, als Signal an die CDU und die Linkspartei, durchblicken lassen, dass die Sozialdemokraten im Saarland nun auch bereit seien, die Schuldenbremse zu akzeptieren. Im Gegenzug kann die SPD von der Union Entgegenkommen erwarten, und die Linkspartei wird auf eine Weise auf Distanz gehalten, die ihr selbst einen Schwarzen Peter zuspielt: Er, Maas, wolle, ja müsse gewissermaßen die Möglichkeiten einer großen Koalition ausloten, weil die Linkspartei „die Realitäten“ <a href="http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/themen/Maas-und-Kramp-Karrenbauer-naehern-sich-grosser-Koalition-an;art2825,4129850#.TxZ1HL-5M5s" target="_blank">nicht akzeptiere</a>, also: die Schuldenbremse und mit ihr einhergehende Kürzungen. Abgesehen davon heißt es in der SPD, „mit ersprießlichen rot-roten Gesprächen sei an der Saar nicht zu rechnen“, wie die <em>Tageszeitung</em> <a href="https://www.taz.de/Personaldebatten-der-Linkspartei/!85622/" target="_blank">schreibt</a>, „weil Lafontaine undurchschaubare Absichten auf Bundesebene verfolge“. Der Fraktionschef der Linken hat entgegnet, es könne keine Koalition mit Sozialdemokraten geben, welche ihre kritische Position zur Schuldenbremse geräumt haben, denn diese bedeute „Sozialabbau und Einschnitte bei der Bildung“. Auch hier also: Man zeigt sich „festgelegt“. (Hier wird in der Linken übrigens gerade eine neue &#8220;rote Haltlinie&#8221; gezogen. Auch wenn der Begriff &#8220;Schuldenbremse&#8221; im Erfurter Programm seltsamer Weise gar nicht vorkommt: SPD und Grüne befürworten das volkswirtschaftlich fragwürdige Kredittabu mit Verfassungsrang, daraus folgt eine bündnispolitische Schließung, welche vor allem für das reformsozialistische Lager knifflige Fragen aufwirft.)</p>
<p>Für die Saar-Linke ist das zweifellos eine Frage der viel zitierten Glaubwürdigkeit, die zu verteidigen allerdings auch schwierig sein wird. In den Medien wird der Linkspartei die Schuld an der landespolitischen Alternativlosigkeit gegeben. Lafontaines, vom linken Landesvorsitzenden Rolf Linsler unterstützte Absage, hätte CDU und SPD „praktisch zur Zusammenarbeit gezwungen“, <a href="http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/Saarbruecken-Lafontaine-Rot-Rot-Koaltion-Schuldenbremse;art27856,4133550#.TxZqfL-5M5s" target="_blank">schreibt</a> die <em>Saarbrücker Zeitung</em>. Die <em>Süddeutsche</em> <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/koalitionsgespraeche-im-saarland-mathematik-und-oskars-wort-1.1259553" target="_blank">kommentiert</a> die Lage mit den Worten, „die Linke hat sich mit dem Lafontaine-Interview auf Opposition festgelegt. Also müssen CDU und SPD sich zusammenraufen.“ Kommen die nicht auf einen gemeinsamen Nenner, wird es Neuwahlen geben. Sowohl der linke SPD-Flügel als auch Seeheimer (<a href="https://twitter.com/#!/jkahrs/statuses/159406021067018240" target="_blank">etwa hier</a>) plädieren ohnehin dafür. Stattfinden könnte so ein Urnengang im März oder April. Und auch in der CDU heißt es nun, man sei auch für eine schnelle Neuwahl gut vorbereitet. Mag sein, dass sich jede Partei ihre Chancen dabei ausrechnet. Demokratiepolitisch aber ist die Lage nicht besonders günstig – letzten Endes geht es um Wahlen, deren Ergebnis bereits „festgelegt“ erscheint. (tos, Foto: Wolfgang Staudt, CC BY 2.0)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24797&amp;md5=d69766995f380e41d3f83d80bbf952e0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Eigentorschützen</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 05:04:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(Mit Update: Bartsch, Ernst, Lötzsch) Oskar Lafontaine ist offenbar sauer: „Wir haben zu viele Eigentorschützen, die ununterbrochen über Personalfragen quatschen“, meldet sich der Ex-Vorsitzende in der "Saarbrücker Zeitung" zu Wort – und meint damit nicht zuletzt Fraktionschef Gregor Gysi. Der Saarländer erneuerte kurz vor der Entscheidung über eine Mitgliederbefragung auch seine Ablehnung: „Wenn die Linke sich das zur Gewohnheit macht, ist sie nur noch mit Personaldebatten beschäftigt.“ Auch Dietmar Bartsch meint, "die permanente Personaldiskussion, die hilft uns nicht." Unterdessen hat sich der Landesverband Sachsen-Anhalt den Anträgen für eine Basisbefragung angeschlossen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oskar Lafontaine ist offenbar sauer: „Wir haben zu viele Eigentorschützen, die ununterbrochen über Personalfragen quatschen“, <a href="http://www.presseportal.de/pm/57706/2179099/saarbruecker-zeitung-lafontaine-kritisiert-personaldebatten-bei-den-linken-zu-viele" target="_blank">meldet sich</a> der Ex-Vorsitzende in der <em>Saarbrücker Zeitung</em> zu Wort – und warnt vor den Folgen. Wenn es zu viele davon in einer Partei gebe, verliere diese an Zustimmung beim Wähler. Ob es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Personaldebatte und Umfrageergebnissen gibt, sei einmal dahingestellt. Lafontaines Intervention ist deshalb interessant, weil sie nicht zuletzt auf eine <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2012/01/gregor-helmut-peer-kandidatur-bundestagswahl-2013-gysi-lafontaine/" target="_blank">Wortmeldung</a> von Gregor Gysi folgt. „Es gehört zu meinen Grundsätzen, über Personalfragen nicht öffentlich zum falschen Zeitpunkt zu schwadronieren“, antwortet der Saarländer auf dessen Vorstoß, er und Lafontaine könnten zur Bundestagswahl erneut als Spitzenkandidaten ins Rennen gehen. „Wenn die Entscheidung ansteht, dass ein Parteitag die Spitzenkandidatur festlegt, werde ich mich dazu erklären.“ Vor der Sitzung der Linken-Spitze in Sachen Mitgliederbefragung erneuerte Lafontaine seine klare Ablehnung: „Ich halte es für völlig unmöglich, ein halbes Jahr vor Ende der Amtszeit von Vorsitzenden eine Befragung über alternative Kandidaturen durchzuführen“, so Lafontaine. „Wenn die Linke sich das zur Gewohnheit macht, ist sie nur noch mit Personaldebatten beschäftigt.“ Ob Lafontaine nicht unlängst auch selbst eine solche angestoßen hat, in dem er sich zum Spitzenkandidaten für mögliche Neuwahlen im Saarland ins Spiel brachte? Zugegeben: Die große Frage, wer in diesem Fall kandidieren sollte, stellt sich wahrlich nicht. Und es ist im Unterschied zur Wahl der Linken-Spitze nicht ganz ausgeschlossen, dass es nicht mehr ein halbes Jahr dauert.</p>
<p>Auch Dietmar Bartsch hat sich <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1649380/drucken/" target="_blank">zu Wort gemeldet</a>: Die Debatte über Spitzenkandidaten komme zu früh, sagte er im <em>Deutschlandfunk.</em>: &#8220;Entscheidungen trifft man dann, wenn sie anstehen und diese Entscheidung steht nicht an.&#8221; Auf die Frage, wen Lafontaine damit gemeint haben könnte, antwortete der Fraktionsvize: &#8220;Ich weiß nicht, ob Oskar Lafontaine Gregor Gysi gemeint hat, aber er hat zweifelsfrei recht. Ich bin der Auffassung, dass die ständige mit uns selbst Beschäftigung uns nicht voranbringt. Wir müssen thematisch wieder in die Offensive kommen.&#8221; Auch der Debatte um die künftige Parteiführung versuchte Bartsch die Fahrt zu nehmen. &#8220;Die permanente Personaldiskussion, die hilft uns nicht.&#8221; Im <em>Neuen Deutschland</em> will Klaus Ernst der Entscheidung des Geschäftsführenden Vorstands am Donnerstag <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/215266.auf-der-suche-nach-breiter-legitimierung.html" target="_blank">nicht vorgreifen</a>, hofft aber weiter auf eine &#8220;plurale und kooperative Führung&#8221;, die &#8220;in großer Einmütigkeit&#8221; bestimmt werde. Seinen Vorschlag zur Beteiligung der Mitglieder vom Sommer habe er &#8220;gemacht, um eine Debatte anzustoßen. Das ist gelungen&#8221;. Es sei ihm auch darum gegangen, &#8220;eine möglichst breite Legitimierung der künftigen Parteiführung zu erreichen&#8221; und Solidarität zu stiften: Er wolle, dass die Linke &#8220;immun gegen Versuche wird, der Partei durch Demontage der Führung zu schaden oder ihr irgendwelche Debatten zu Nebenfragen mit hohem Streitpotenzial aufzuzwingen&#8221;. Ernst setzt sich aber zugleich ein bisschen von seiner ursprünglichen Idee ab: Der Vorschlag sei &#8220;von einer großen Mehrheit der Landesverbände mit guten Gründen eher kritisch gesehen&#8221; worden, außerdem gebe es nun &#8220;auch starke rechtliche Bedenken. Das muss ich zur Kenntnis nehmen.&#8221;</p>
<p>In einem <a href="http://www.freitag.de/politik/1202-raus-aus-den-hinterzimmern" target="_blank">Gastbeitrag für freitag.de</a> schreibt Gesine Lötzsch, die Linke werde &#8220;schnell an Attraktivität gewinnen, wenn unsere Politik konkreter wird und zum Mitmachen anregt&#8221;. Dazu müsse sich die Linke aber &#8220;grundlegend ändern. Es reicht nicht, nur jünger, moderner und weiblicher werden zu wollen. Wir wollen eine progressive, emanzipatorische Partei sein, wir wollen anders als die anderen Parteien sein, verhalten uns aber häufig konservativer und patriachalischer als die anderen.&#8221; Die Linke fordere zum Beispiel mehr Demokratie, wenn es aber darum gehe, &#8220;wie wir unsere Parteiführung auswählen wollen, fallen wir in alte Muster zurück, die eher an die Wahl eines Papstes erinnern&#8221;. Lötzsch verwies auf das Vorbild der französischen Sozialisten, deren Auswahl der Spitzenkandidaten mobilisierend gewirkt habe und mahnt: &#8220;Viele Menschen schauen sehr genau hin, ob wir selbst den demokratischen Anspruch leben, den wir proklamieren. Wenn wir es nicht tun, werden wir an Glaubwürdigkeit verlieren.&#8221; Die Basis der Linkspartei würde zu Recht &#8220;erwarten,  dass sie in Entscheidungen der Partei stärker einbezogen werden, auch wenn es um die Auswahl des neuen Parteivorstandes geht&#8221;. Lötzsch spricht sich daher abermals für einen solchen Entscheid aus, sieht „wasserdichte“ Verfahren aber ebenso als nötig an.</p>
<p>Unterdessen hat der Landesvorstand der Linken in Sachsen-Anhalt „nach ausführlicher Debatte über aktuelle Situation und Kontroversen in der Partei zu Personal und Mitgliederentscheid“ mit großer Mehrheit beschlossen, sich dem Antrag aus Mecklenburg-Vorpommern zu einem empfehlenden Mitgliederentschied anzuschließen. Darüber hinaus appellierten die Genossen in Magdeburg an die „gemeinsame Verantwortung“ in der Linken. „Bundesparteitag gemeinsam vorbereiten“, ist ein zweiter Beschluss überschrieben, in dem ein Mitgliederentscheid über personelle Empfehlungen zum Göttinger Parteitag als „Möglichkeit für mehr Mitgliederbeteiligung und Transparenz“ bezeichnet wird. „Der Mitgliederentscheid kann produktiv verlaufen und Ausstrahlung über die Partei hinaus entwickeln, wenn er mit einer Debatte über politische Inhalte und Schwerpunkte verbunden wird“, heißt es weiter. Alle Landesverbände stünden „in einer gemeinsamen Verantwortung, den kommenden Bundesparteitag und die dort anstehenden Wahlen des Parteivorstandes konstruktiv vorzubereiten. Es muss gelingen, einen Gesamtvorstand zu wählen, der eine regionale Ausgewogenheit ebenso abbildet wie die Pluralität innerhalb der Linken.&#8221; (vk)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24619&amp;md5=97bf63423d394f0d472fa01ac2ce66b0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Selbstverständlich Oskar</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 07:21:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Saarland beginnen CDU und SPD in dieser Woche Gespräche, die man vor ein paar Tagen noch nicht unbedingt für möglich gehalten hätte. Ob die Sozialdemokraten in eine Große Koalition einsteigen, ist offen – es spricht eine ganze Menge dagegen. Im Falle von Neuwahlen will Oskar Lafontaine "selbstverständlich" als Spitzenkandidat für die Linke ins Rennen gehen. Mancher sieht darin eine Chance - allerdings für Lafontaines "Entzauberung" ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Saarland beginnen CDU und SPD in dieser Woche <a href="http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/Saarbruecken-Saar-SPD-grosse-Koalition-neuwahl-Sozialdemokraten-SPD-Parteichef-Heiko-Maas;art27856,4124840#.TwqIlb-5M5s" target="_blank">Gespräche</a>, die man vor ein paar Tagen noch nicht unbedingt für möglich gehalten hätte. Ob die Sozialdemokraten in eine Große Koalition einsteigen, ist offen – es spricht eine ganze Menge dagegen. Nicht nur ist innerhalb der SPD der Druck für Neuwahlen ziemlich groß, sowohl am linken Flügel oder <a href="http://www.sr-online.de/nachrichten/30/1350419.html" target="_blank">bei den Saar-Jusos</a>, deren Vertreter als einziger im Landesvorstand gegen Sondierungen mit der CDU votierte. Es gibt aber auch entsprechende Signale in der Bundesspitze. Die hätte zu erklären, warum die Sozialdemokraten ihre momentane demoskopische Stärke als Juniorpartner der CDU unter Wert verkaufen sollen und warum sie überhaupt mit jener Union in ein Bündnis einsteigt, die in den vergangenen Monaten als Hauptursache für die schlechte landespolitische Performance kritisiert wurde. SPD-Chef Heiko Maas <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/heiko-maas-am-ende-wird-allein-die-spd-entscheiden-11597876.html" target="_blank">hat bereits erklärt</a>, dass seine Partei „als Juniorpartner im klassischen Sinn nicht zur Verfügung stehen“ werde. Die zehn Prozent Rückstand bei den vergangenen Wahlen haben sich in einen Vorsprung verwandelt, was es allerdings heißen soll, dass „die übliche Aufteilung zwischen Junior- und Seniorpartner durchbrochen wird“, ist offen. Von einer Reihe politischen Knackpunkten einmal abgesehen.</p>
<p>Eine rot-rot-grüne Option lässt sich im Saarland auf absehbare Zeit allerdings wohl auch nicht ziehen. Zwar <a href="http://www.rheinpfalz.de/cgi-bin/cms2/cms.pl?cmd=showMsg&amp;tpl=rhpMsg_thickbox.html&amp;path=/rhp/welt/politik&amp;id=1325874884" target="_blank">sagt</a> Oskar Lafontaine, eine solche Variante werde an der Linken nicht scheitern. Andererseits <a href="https://www.taz.de/Oskar-Lafontaine-ueber-Jamaika-Koalition/!85155/" target="_blank">hält</a> der Saarländer eine Kooperation mit den Grünen für &#8220;kaum&#8221; realistisch und bleibt auch bei seiner <a href="http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?pfach=1&amp;n_firmanr_=109427&amp;sektor=pm&amp;detail=1&amp;r=479227&amp;sid=&amp;aktion=jour_pm&amp;quelle=0" target="_blank">deutlichen Kritik</a>: &#8220;Die Saar-Grünen, die durch ungewöhnliche Wahlspenden beeinflusst, die Jamaika-Koalition erst ermöglicht haben, haben ihre Glaubwürdigkeit verloren&#8221; – warum sollten sie diese so schnell wiederfinden? Die Ökopartei ist mit ihrem Jamaika-Kapitän Hubert Ulrich aus dem Bereich der Möglichkeiten geschippert und dass sich die internen Kritiker Ulrichs in Kürze gegen diesen durchsetzen könnten, ist kaum zu erwarten. Zumal es für eine nötige auch personelle Erneuerung offenbar keinen bundespolitischen Rückhalt gibt – man kann das an Claudia Roth <a href="http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article13804910/Gauck-waere-ein-idealer-Praesident-gewesen.html" target="_blank">ablesen</a>, die nach Scheitern des Jamaika-Bündnisses darauf hinwies, dass die Kooperation mit der Union „ausgesprochen gut“ gewesen sei und noch einmal auf die Strategie der grünen Eigenständigkeit verwies, statt die Nähe zu den Saar-Liberalen zu problematisieren und auf die Möglichkeit einer landespolitischen Laborkoalition abzustellen, die zwar nicht das Saarland aus den Angeln hebeln würde, aber Rot-Rot-Grün als eine Variante in der reformpolitischen Debatte in diesem Land rehabilitieren könnte.</p>
<p>Die Lage im Saarland und das Agieren der Grünen machen das nicht einfacher. Benjamin Hoff vom Forum demokratischer Sozialismus hat Neuwahlen als den &#8220;einzigen Weg&#8221; <a href="http://www.forum-ds.de/article/2128.an_der_saar_durch_neuwahlen_einen_politischen_richtungswechsel_ermoeglichen.html" target="_blank">bezeichnet</a>, &#8220;klare politische Mehrheiten und im besten Falle eine weitere rot-rote Landesregierung zu ermöglichen&#8221;. Im Falle von Neuwahlen, das hat Oskar Lafontaine bereits <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13802457/Nach-Jamaika-Crash-will-Lafontaine-wieder-angreifen.html" target="_blank">angekündigt</a>, werde er „selbstverständlich“ als „Spitzenkandidat der Saar-Linken ins Rennen gehen“. Dass ihm jemand diese Rolle unter Verweis auf die noch ausstehende Entscheidung des Souveräns der Partei, also der Basis, streitig machen könnte, ist nicht zu erwarten. Zu welchen politischen Ergebnissen die beachtliche Popularität des früheren Ministerpräsidenten noch fähig ist, dürfte allerdings auch stark von der jeweiligen Konstellation abhängen. Eine rot-rote Koalition bleibt inhaltlich und von den möglichen Mehrheiten her durchaus eine Variante. Strategisch hat sich allerdings seit Herbst 2009 die Lage gravierend verändert, die Saar-SPD wird sich allen landespolitischen Autonomie-Erklärungen zum Trotz auch in den bundespolitischen Kanon der Sozialdemokraten einreihen müssen – und der klingt derzeit doch deutlich anders.</p>
<p>An persönlichen Fragen würde es dagegen wohl nicht scheitern. „Wie ist Ihr Verhältnis zu Oskar Lafontaine?“, wurde Maas von der <em>Frankfurter Allgemeinen</em> gefragt. „Ganz normal“, antwortete der SPD-Mann. Innerhalb der Linken ist Lafontaine offenbar umstrittener, jedenfalls auf einem Flügel der Partei. In der <em>Potemkin</em> <a href="http://www.potemkin-zeitschrift.de/2012/01/07/wie-weiter-nach-morlok/" target="_blank">heißt es</a> mit Blick auf mögliche Neuwahlen, diese könnten „auch zur Entzauberung des Mythos des Volkstribuns Lafontaine führen“. An diesem Mythos, und eigentlich ist es dieser Gedanke, der wirklich interessant ist, feile „schlussendlich auch die bürgerliche Presse kräftig“ mit – und zwar „um mit Lafontaine und Wagenknecht im linken Lager Personen aufzubauen, die nachhaltig dafür Sorge tragen, dass in der Bundesrepublik keine Regierungsbildung an der CDU vorbeikommt“. Damit gibt es jetzt zwei Großtheorien auf der Linken, in denen die Medien eine zentrale Rolle spielen – einmal als Transmissionsriemen einer entschärften Linken, in der die hochgeschriebenen Realos die „guten Ziele“ hinter sich ließen. Und einmal als Verhinderer von rot-rot-grünen Koalitionen, die Politiker wie Lafontaine und Sahra Wagenknecht stark machten, weil mit diesen solche Bündnisse unwahrscheinlicher werden. Dass dies sinnvolle Erklärungen der Wirklichkeit sind, ist damit nicht gesagt. (tos, Foto: Wahlkampf 2009, Linke)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24584&amp;md5=d93685d70befb7685cfd2047452c67a9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sehr viel höher</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 16:12:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[UPDATE Zwischen 24 und 64 Prozent: Die Beteiligung am Mitgliederentscheid zum Programm fiel in Ost und West deutlich unterschiedlich aus. Die Spitze der Partei will eine Diskussion darüber offenbar aus Sorge vor strömungspolitischen Zuspitzungen nicht forcieren – Länderergebnisse der Basisbefragung werden bisher jedenfalls nicht veröffentlicht. Wir haben trotzdem ein paar Zahlen zur Beteiligung gesammelt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mit Update:</em> Am Montag spielte sich via Twitter ein kleiner Dialog über den Ausgang des Mitgliederentscheids zwischen Magdeburg und Hamburg ab. Der stellvertretende Vorsitzende der sachsen-anhaltischen Linken, Andreas Höppner, hatte „nur mal so am Rande“ <a href="http://twitter.com/#!/Andreashoeppner/statuses/148491413355630592" target="_blank">angemerkt</a>, dass die Ostlinken „scheinbar mehr Interesse und Zustimmung zum Parteiprogramm als Westlinke“ hätten. „Woran liegt das bzw. Ursachen?“ Aus der Hansestadt <a href="http://twitter.com/#!/Kersten_Artus/statuses/148733754641367041" target="_blank">antwortete ihm</a> die Bürgerschaftsabgeordnete Kersten Artus. Sie glaube nicht, dass die Ost-West-Kluft beim Mitgliederentscheid besondere Erklärungen möglich machten, sondern „eher, dass der Bundesparteitag den Mitgliederwillen ausreichend zum Ausdruck gebracht hat“. Das, <a href="http://twitter.com/#!/Andreashoeppner/statuses/148774530985369600" target="_blank">entgegnete</a> wiederum Höppner, sei „auch möglich, aber trotzdem“ seien die „Mitmachdifferenzen“ zwischen dem Osten und dem Westen „so nicht vollkommen erklärbar“.</p>
<p>Es stellt sich inzwischen die Frage, ob ein Nachdenken über die Beteiligungsquoten in den Landesverbänden überhaupt gewollt ist. Zwar hat Parteichef Klaus Ernst am Montag vor der Presse darauf hingewiesen, dass die Zustimmung im Osten „sehr viel höher“ ausgefallen sei. Detaillierte Zahlen sind aber im Karl-Liebknecht-Haus nicht in Erfahrung zu bringen. Erklärt wird die Zurückhaltung mit einem Versehen während der Auszählung – dabei seien Stimmzettel aus Bayern dem Landesverband Berlin zugeordnet worden, weshalb nun eine genau Auflistung der Landesergebnisse nicht mehr möglich sei. Das klingt nicht besonders nachvollziehbar, die Zahlen für vierzehn Landesverbände müssten ja in der Parteizentrale bekannt sein. Es mindert der Hinweis jedenfalls den entstandenen Eindruck kaum, hier wolle jemand eine öffentliche Diskussion verhindern.</p>
<p>Wir haben uns um Informationen aus den Ländern bemüht. In mehreren Landesverbänden versicherte man, dass vor Ort keine Zahlen vorliegen und man selbst „auf Berlin wartet“. Andere Geschäftsstellen meldeten sich bisher nicht zurück. Aus einigen Ländern konnten wir die Beteiligung erfahren, angesichts der insgesamt hohen Zustimmung (es gab bundesweit nur 668 Nein-Stimmen), die letztlich interessanteste Zahl. In Brandenburg nahmen 64 Prozent der Mitglieder am Votum über das Programm teil, in Thüringen waren es 63 Prozent, in <a href="http://portal.dielinke-in-sachsen.de/dokumente/Registrierung_15122011_17.00_Uhr.pdf" target="_blank">Sachsen</a> knapp 60 Prozent. Im Berliner Landesverband waren Ende vergangener Woche Abstimmungsunterlagen von 58 Prozent der Mitglieder eingegangen, die Zahl könnte aber danach noch durch weitere eingehende Briefe erhöht worden sein. In <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/eine-panne-keine-panne-mitgliederentscheid-beteiligung-loetzsch-adressen/comment-page-1/#comment-22024" target="_blank">Bayern</a> lag die Quote bei 34 Prozent, im Saarland bei 30 Prozent und in Nordrhein-Westfalen bei 24 Prozent. Nach neuen, unserem Blog vorliegenden Informationen lag die Abstimmungsquote in Niedersachsen bei 39 und in Baden-Württemberg bei 31 Prozent.</p>
<p>Das ist nur ein Ausriss aus dem Gesamtbild, aber ein doch ziemlich aussagefähiger. Sofern in der Linkenspitze die Sorge umgeht, eine Debatte über die Mobilisierungsfähigkeit und letztlich wohl auch über den tatsächlichen Stand der Mitgliederzahlen im Westen könne Zuspitzungen entlang der bekannten Konfliktlinien innerhalb der Partei hervorbringen, ist das sicher nicht ganz falsch. Noch falscher jedoch wäre es, einer Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen, in der sich für die Zukunft der Linken existenzielle Organisationsfragen stellen. Es geht um Mobilisierungsfähigkeit, Realismus in den Karteien, die Gefahr „Potemkinscher Kreisverbände“, regionale Unterschiede und so weiter. Denn auch bei weitgehender Berücksichtigung von Argumenten, denen zufolge die Beteiligung hier und da geringer ausgefallen sei, weil der Parteitag bereits einem allgemein akzeptierten Kompromiss zugestimmt habe, können diese die Unterschiede und ihre Ursachen nicht restlos erhellen. Gerade daran aber müsste die Linke, in der langsam eine neue Debatte über den eigenen Charakter als Mitgliederpartei in Gang kommt – siehe die <a href="http://www.zeitschrift-luxemburg.de/?p=1827" target="_blank">neue Ausgabe</a> der <em>Luxemburg</em> –, doch in Wahrheit ein großes Interesse haben. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24174&amp;md5=76845d66f5fb6aa6d3e1502266c6db7b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kaperversuch an der Saar?</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/11/piraten-saarland-uebertritt-mandate-fdp-linsler/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 05:37:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Rolf Linsler]]></category>
		<category><![CDATA[Saarland]]></category>

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		<description><![CDATA[„Wollten Linke- und FDP-Politiker Piraten kapern?“, fragt die Saarbrücker Zeitung und gibt die Antwort gleich selbst: Offenbar wollten Politiker aus saarländischen Orts- und Kreisverbänden der Linkspartei und der FDP zur Piratenpartei wechseln und dabei ihre kommunale Mandate mitnehmen. Es soll sich um vier Linke und einen Liberalen handeln, berichtet das Blatt. Die Piraten hätten daraufhin aber beschlossen, dass jeder Mandatsträger einer anderen Partei vor dem Eintritt sein Mandat niederlegen muss. Der Landeschef der Linken, Rolf Linsler, wird mit den Worten zitiert: „Wenn jemand ein bekannter Streithansel ist, und er will gehen, dann sind wir ihn los!“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Wollten Linke- und FDP-Politiker Piraten kapern?“, <a href="http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/lokalnews/Piraten-Linke-FDP;art27857,4066825#.Ts_Qb78j8lc" target="_blank">fragt die</a> <em>Saarbrücker Zeitung</em> und gibt die Antwort gleich selbst: Offenbar wollten Politiker aus saarländischen Orts- und Kreisverbänden der <a href="http://www.dielinke-saar.de/politik/aktuelles/" target="_blank">Linkspartei</a> und der FDP zur <a href="http://piratenpartei-saarland.de/" target="_blank">Piratenpartei</a> wechseln und dabei ihre kommunale Mandate mitnehmen. Es soll sich um vier Linke und einen Liberalen handeln, berichtet das Blatt, das sei von der Spitze der Saar-Piraten bestätigt worden. Die Partei habe daraufhin aber beschlossen, „dass jeder Mandatsträger einer anderen Partei vor dem Eintritt bei den Piraten sein Mandat niederlegen muss“. Der Landeschef der Linken, Rolf Linsler, wird mit den Worten zitiert: „Wenn jemand ein bekannter Streithansel ist, und er will gehen, dann sind wir ihn los!“ Sollte es sich nicht um „bekannte Streithansel“ handeln, „dann wäre es ein ganz und gar unehrenhaftes Verhalten gegenüber der Linkspartei“. (vk)</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=23533&amp;md5=8bc92d7b52db218aaa7264eba95e221a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Messfehler?</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/11/messfehler-saarland-umfrage-linsler-maas/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 08:01:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Heiko Maas]]></category>
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		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen 2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Der aktuelle Saarlandtrend war noch nicht veröffentlicht, da hat der Landeschef der Linken, Rolf Linsler, schon die Ergebnisse zurückgewiesen und von einem Messfehler gesprochen: Die Partei rutscht in der Umfrage ab, hatte zuletzt bei Wahlen aber stets besser abgeschnitten, als von den Demoskopen vorausgesagt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der aktuelle Saarlandtrend war noch nicht veröffentlicht, da hat der Landeschef der Linken, Rolf Linsler, schon die Ergebnisse <a href="http://www.dielinke-saar.de/nc/politik/presse/detail/zurueck/aktuelles/artikel/rolf-linsler-saarlandtrend-misst-fuer-die-linke-immer-falsches-ergebnis/" target="_blank">zurückgewiesen</a>: „Wir kennen die Ergebnisse des neuen Saarlandtrends nicht, die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass die Umfrageergebnisse für die Linke kräftig nach oben korrigiert werden müssen.“ Inzwischen ist der Ausgang der Befragung veröffentlicht, die Linkspartei kommt auf zwölf Prozent &#8211; fünf Punkte weniger als vor einem Jahr und fast zehn Prozent hinter dem Ergebnis der Landtagswahl von 2009. Linsler ging im Voraus schon davon aus, „dass der jetzige vom Saarlandtrend gemessene Wert“ für seine Partei „um fünf bis sechs Prozent nach oben korrigiert werden muss“. Schließlich hätten die tatsächlichen Wahlergebnis der Linken in der Vergangenheit stets in dieser Höhe über den Ergebnissen der <a href="http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/saarland.htm" target="_blank">Umfragen</a> gelegen. Vor der Landtagswahl 2009 wurden 15 Prozent gemessen &#8211; die Linke holte dann 21,3 Prozent; vor der Bundestagswahl 2005 wurde die Partei auf 13 Prozent taxiert, erreichte dann aber 18,5 Prozent. Linsler hat nun darum gebeten, „bei der Berichterstattung über den Saarlandtrend auf diesen systematischen Messfehler hinzuweisen“. Der Saarländische Rundfunk <a href="http://www.sr-online.de/nachrichten/30/1323449.html" target="_blank">hat das getan</a>, zitiert zugleich aber den Generalsekretär der Landes-CDU, der die Linkspartei als klaren Verlierer der Umfrage bezeichnete und erklärte, dass „billiger Populismus“ bei den Menschen offenbar nicht mehr ankomme. Die Union, welche die Ministerpräsidentin stellt, stagniert seit den letzten Wahlen beim Saarlandtrend &#8211; die SPD hat ihren Vorsprung leicht ausgebaut und feierte nun die „Herbstmeisterschaft“. Jamaika, das hat der Landeschef der Sozialdemokraten, Heiko Maas, hervorgehoben, habe keine Mehrheit mehr. Wenn auch nur in der Sonntagsfrage liegt die rot-rote Opposition mit 47 Prozent vorn. (vk)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=23347&amp;md5=ee52ed3169d574bfcdbd23b75a6f778e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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