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Schlagwort Archiv: Personaldebatte

Jun 1st, 2012

Neubeginn oder Desaster

Am Freitagmittag trifft sich der Linken-Vorstand in Göttingen, um den Parteitag vorzubereiten. Ein normaler Termin vor Delegiertentreffen, und doch wohnt dem Ganzen etwas Historisches inne: So gespannt war die Lage in der Partei noch nie. Was auch mit dem Kreisel aus schlechten Umfragen, existenziellen Warnungen und medialer Wiederspiegelung des Richtungsstreits zu tun hat. Ein letzter Überblick vor dem Parteitag

Mai 31st, 2012

Riexinger und Kipping

Kurz vor dem Göttinger Parteitag wirbt das Lager um den früheren Vorsitzenden Oskar Lafontaine für eine Doppelspitze aus Katja Kipping und Bernd Riexinger. Der Gewerkschafter will mit seiner Bewerbung einen „Beitrag zur Integration der verschiedenen Strömungen" leisten. Das wird nicht einfach - weshalb auch weiter Mahnungen ausgesprochen werden, in der Linken mehr Solidarität untereinander zu üben

Mai 30th, 2012

Berliner Runde

In Berlin kommen am Mittwoch der geschäftsführende Vorstand der Linken und die Landesvorsitzenden zusammen, um, wie es die dpa formuliert, „Kompromisschancen im Machtkampf um den Parteivorsitz auszuloten“. Derweil geht die Debatte über mögliche Anwärter auf die Führungsposten weiter - ins Zentrum rücken dabei kurz vor dem Delegiertentreffen wieder Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch

Mai 29th, 2012

Fehlende Verbindung

Auch Gewerkschafter aus der Linken machen sich für ein Frauen-Doppel an der Spitze der Partei stark – allerdings nicht für Katja Kipping und Katharina Schwabedissen. In diesem Personalvorschlag, heißt es in einer Erklärung der BAG Betrieb und Gewerkschaft vom Dienstag, sei „weder der Faktor Arbeitswelt noch die Verbindung zu den Gewerkschaften in irgendeiner Form gegeben“. Außerdem fehle es an ökonomischem Sachverstand. Eine Wahl von Dietmar Bartsch, so die BAG weiter, sei für sie „vollkommen inakzeptabel“

Mai 28th, 2012

Grenzen überschreiten

Wenige Tage vor dem Göttinger Parteitag werben Intellektuelle, Wissenschaftler und Aktivisten aus sozialen Bewegungen für eine Doppelspitze aus Katja Kipping und Katharina Schwabedissen in der Führung der Linkspartei: Es gehe um eine soziale, kulturelle und politische Transformation, die nicht nur ein parteipolitisches Projekt sein könne, und das Versprechen, "die Grenzen klassischer Parteipolitik zugunsten eines gesellschaftspolitischen Aufbruchs zu überschreiten". Zu den Unterstützern gerhören unter anderem die ak-Redakteurin Gabi Bauer, der Afrique-Europe-Interact-Aktivist Olaf Bernau, die Wissenschaftler Margareta Steinrücke, Mario Candeias, Rainer Rilling und Stephan Lessenich sowie der Philosoph Thomas Seibert

Mai 28th, 2012

Wahl statt Kampf

Die Woche vor dem Göttinger Parteitag beginnt, wie die vergangenen endeten: mit medialem Krisengeläut. Ganz und gar nicht fassen können viele offenbar, dass der Parteitag wirklich die Wahl haben soll: „Für die beiden Vorsitzendenposten gibt es inzwischen neun Bewerber.“ Potzblitz! Schon vor ein paar Jahren debattierten Politologen darüber, ob der Trend zum offenen Wahlwettstreit in Parteien gut oder schlecht sei

Von Oskar lernen

Mai 27th, 2012

Von Oskar lernen

Die Strategie, die Oskar Lafontaine in den Jahren 2005 bis 2009 für die Linke entwickelte, war gut und richtig. Leider wurde sie oft als etwas anderes dargestellt, als sie war – auch von ihm selbst. Aber trotz aller machtpolitischen Konflikte gilt: Die Lage für die Partei ist gar nicht so schlecht. Merkel hat keine Mehrheit und Rot-Grün auch nicht. Die Dinge verändern sich schnell. Risiken und Chancen, auch für die Linke, liegen nahe beieinander. Ein BEITRAG von CHRISTOPH SPEHR

Mai 27th, 2012

Ein Hoffnungsschimmer?

Mit der Kandidatur von Dora Heyenn scheint die Möglichkeit auf, wieder den Ursprungsgedanken der Fusion der LINKEN aufzugreifen: Im komplizierten Quotengeflecht stünde sie gemeinsam mit Dietmar Bartsch für West-Ost, WASG-PDS, Frau-Mann, linkssozialdemokratisch-reformsozialistisch - die hegemonialen Teile der beiden Quellparteien wären in einer solchen Spitze vereint, eine große Chance für einen Neuaufbruch in Göttingen. Ein GASTBEITRAG von GERRY WOOP

Mai 22nd, 2012

Frauen kandidieren

MIT UPDATES Es wird eine Frauen-Kandidatur geben: Katja Kipping und Katharina Schwabedissen werden am Mittwoch ihre Bewerbung erklären. Das hat Thomas Nord am Dienstagabend auf einer Regionalkonferenz der Linken in Berlin angekündigt. Zuvor hatte auch Klaus Ernst bei dem Treffen gesagt, möglicherweise brauche die Linke nun eine Frauenspitze: "Zwei Männer haben wir ja schon gehabt." Am Nachmittag hatte Oskar Lafontaine seine Kandidatur für den Linken-Vorsitz zurückgezogen. Alles weitere im TICKER

Für eine Veränderungslinke

Mai 22nd, 2012

Für eine Veränderungslinke

„Einer Tradition treu zu sein, bedeutet, der Flamme und nicht der Asche treu zu sein“, hat der große französische Reformsozialist Jean Jaurès einmal gesagt. Die Herausforderungen einer sich stetig verändernden Welt wird nur eine veränderte Linke, eine Veränderungslinke erfolgreich angehen können, die sich von der heute noch dominierenden Verwaltungslinken emanzipiert. Ein GASTBEITRAG VON MÜMMEL TREITINGER, in der Hoffnung aufgeschrieben, dass das Göttinger Delegiertentreffen Anfang Juni doch noch ein Befreiungsparteitag wird

Mai 21st, 2012

Für eine „Politik des Wir“

Die Linkspartei sei es den Menschen und sich selbst schuldig, dass sie sich ein „Wir“ erarbeitet, das stark genug ist, auch ohne die „Hebelung“ durch Hoffnungen und Wahlerfolge auszukommen - ein „Wir“, das auch Niederlagen und Rückschläge wegstecken kann, schreibt ALBAN WERNER in einem GASTBEITRAG

Mai 20th, 2012

Schweigende Mehrheit

Der Aufruf „Für eine starke Linke! Für Oskar Lafontaine!“ hat nicht nur hier im Blog für kontroverse Diskussionen gesorgt. Auf Kritik stieß nicht zuletzt die Forderung an Dietmar Bartsch, seine Bewerbung zurückzuziehen. OLIVER NÖLL beantwortet in einem GASTBEITRAG die Frage: „Warum dieser Aufruf, warum gerade jetzt?“

Den dritten Weg gehen

Mai 20th, 2012

Den dritten Weg gehen

Ist eine Alternative jenseits von Dietmar Bartsch und Oskar Lafontaine eine Chance? Ja, aber sie wird erst dann zu einer solchen, wenn die Idee einer Doppelspitze aus zwei Frauen nicht mehr nur als freundliche Notlösung für den Fall der Nichteinigung von Männern diskutiert wird. Sondern als eine Möglichkeit für jenen Neuaufbruch, von dem jetzt alle reden. Ein programmatisches Fundament, über das zu diskutieren wäre, gibt es mit der Vier-in-einem-Pespektive schon - und die Linkspartei kann es sich, ganz egal, wer am Ende tatsächlich an der Spitze der Partei steht, nicht leisten, diese Gelegenheit zur Formulierung einer neuen "linken Erzählung" links liegen zu lassen

Mai 19th, 2012

Aufruf vs. Aufruf

Nachdem der Appell „Wir sind die Linke“ binnen weniger Tage fast 600 Unterstützer bekommen hat, werden nun Unterschriften für einen Aufruf gesammelt, der so etwas wie das innerparteiliche Gegenstück ist: „Für eine starke Linke 2013! Für Oskar Lafontaine!“

Mai 18th, 2012

Fragend wohin?

Lafontaine und Bartsch haben beide Wahlen gewonnen und verloren; Lafontaine und Bartsch stehen für Kooperationen mit SPD und Grünen unter bestimmten Bedingungen; Lafontaine und Bartsch sind pragmatische Linkspolitiker, machtpolitisch erprobte Parteimenschen. Die Linke führt nun seit Tagen eine Debatte, die das Bild erzeugt, mit den beiden Personen seien derart grundlegend unterschiedliche Strategien, Politikstile und Inhalte verbunden, dass sogar von Spaltungsgefahr die Rede ist. Ist das wirklich so? „Wir schreiten also“, so endet der alternative Leitantrag zum Göttinger Parteitag, „fragend voran.“ Kann diese Linke das? Und wohin geht es, wenn man vorangeht?

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