Okt 24th, 2011
Nach dem Parteitag ist vor dem Parteitag: Während die Delegierten der Linken in Erfurt die langwierige Programmfindung zu Ende gebracht haben, geht die Diskussion um den Zeitpunkt der Neuwahlen für die Parteispitze weiter. Und es werden neue Namen in ein Rennen geschickt, das ohnehin längst läuft, auch wenn der offizielle Startschuss noch gar nicht gegeben wurde
Okt 17th, 2011
Nach dem Protest ist vor dem Protest: Während die Zeitungen noch die globalen Aktionen vom vergangenen Samstag ausdeuten, wird mancherorts weiter gezeltet und sind bereits die nächsten Demonstrationen angekündigt. Klaus Ernst hat empfohlen, die Bewegung nach dem Vorbild der Montagsdemonstrationen zu verstetigen. Und auch der frühere Parteivorsitzende Oskar Lafontaine hofft, „dass die Proteste zunehmen“. In der Passauer Neuen Presse sagte der Saarländer, es gebe „keine wirkliche Rettung, wenn wir nicht radikal umsteuern“
Okt 12th, 2011
Es kommt bei Umfragen immer darauf an, wie man sie lesen will: Der Stern hat Forsa fragen lassen, ob Oskar Lafontaine wieder auf die Berliner Bühne zurückkehren soll. Das Magazin schreibt, „lediglich 25 Prozent der Deutschen“ hätten dafür gestimmt. Lediglich? Unter Anhängern der Linken sprachen sich sogar 83 Prozent für eine Rückkehr des Saarländers aus
Okt 10th, 2011
Was ist da nur los, in der Linken? Faktisch seit ihrem Amtsantritt im Mai 2010 stellen die Medien die beiden Parteivorsitzenden, Gesine Lötzsch und Klaus Ernst, als durchgängige Verlierer, als notorische Pechvögel dar. Durch dieses journalistisch vermittelte Erscheinungsbild wirken ihre Vorgänger, Lothar Bisky und Oskar Lafontaine, hingegen bereits jetzt, weniger als zwei Jahre nach ihrem Rücktritt, als regelrechte Überväter. ein Text von Robert Lorenz
Okt 8th, 2011
Es hatte sich im Laufe des Tages bereits herumgesprochen: Die Berliner Konferenz „Kurs halten“ musste am Samstag ohne den als Hauptredner angekündigten Oskar Lafontaine stattfinden. So war es denn an Sahra Wagenknecht, die Besucher zur Rückkehr zur erfolgreichen Strategie aufzurufen, die bis 2009 von der Partei vertreten worden sei. Wagenknecht sagte, die Linke solle sich keine Themen mehr von außen aufdrängen lassen und stattdessen den Menschen vermitteln, „wofür wir kämpfen, wofür wir einstehen und wofür sie uns dann auch wählen“
Okt 7th, 2011
Ganz neu ist die Idee nicht, der Name aber schon: Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung schlägt Oskar Lafontaine in einem Änderungsantrag zum Erfurter Parteitag die Aufstellung eines "Willy-Brandt-Korps für internationale Katastrophenhilfe" vor. Linken-Chef Klaus Ernst hat sich positiv dazu geäußert: „Der Name ist genau richtig“. Und der Zeitpunkt auch nicht falsch: Die Linke rufe zu bundesweiten Protesten anlässlich des 10. Jahrestags des Afghanistan-Krieges
Okt 5th, 2011
„Das Problem ist, dass wir zu vielstimmig geworden sind“, hatte Sahra Wagenknecht in dem Interview mit der Leipziger Volkszeitung gesagt, das jetzt zu einer vielstimmigen Debatte über ein mögliches Comeback von Oskar Lafontaine geführt hat. Wagenknecht selbst habe das nicht als strategische Vorbereitung der Rückkehr des großen Vorsitzenden gemeint, schreibt die Tageszeitung - ihre „Sandkastenspiele“ habe sie für den Fall rascher Neuwahlen angestellt, und im übrigen lediglich „die Tatsache festgestellt, dass viele dies begrüßen würden“, wenn dann der Saarländer in der ersten Reihe steht. Viele allerdings auch nicht - ein Rezitierstück aus namentlichen Reaktionen und anonyme Kritiken für zwei Darsteller
Okt 4th, 2011
Über die Bedeutung Oskar Lafontaines für die Linkspartei muss in einem Blog mit diesem Namen nicht extra ein langer Exkurs stehen: Nun drängt der Saarländer womöglich auf die bundespolitische Bühne zurück, von der er in Wahrheit nie wirklich abgetreten war. In der Linken läuft damit schon die dritte Personaldebatte in Zeiten der "Personaldebatten sind nicht hilfreich"-Erklärungen. Statt darüber zu diskutieren, womit man 2013 oder früher an alte Erfolge anknüpfen will, wird versucht, Vorentscheidungen in der Frage nach dem Wer? zu erreichen
Okt 3rd, 2011
Zu den acht Fragen aus dem kleinen Baukasten für das Linken-Interview gehört die nach einer möglichen Rückkehr Oskar Lafontaines auf die Berliner Bühne. Auf der ist der Saarländer derzeit fast genauso präsent wie zu Zeiten als Parteichef: er diskutiert bei Jauch über die Rente, erklärt in der Welt die Formschwäche der Linken und lässt im Stern auch noch den hundertsten Versuch abtropfen, ihm ein Wort zur Personaldebatte zu entlocken. Die führen andere und das mit immer neuen Umdrehungen
Sep 29th, 2011
Mit dem Programmkongress „Kurs halten“ demonstrieren die sich links positionierenden Strömungen der Linkspartei, dass sie derzeit organisatorisch offenbar besser aufgestellt sind. Mit Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine soll in Berlin für ein "Programm für die Mehrheit" geworben werden, womit freilich jene Positionen gemeint sind, die AKL und SL in der Programmdebatte vertreten. Deren enge und dauerhafte Kooperation findet das FDS "erstaunlich"
Sep 26th, 2011
Oskar Lafontaine hat eine neue Seite - im Internet. Eine „richtig tolle“, findet Sevim Dagdelen und hofft, „wir sehen und hören noch lange und viel mehr von ihm ;-)“. Was das Augenzwinkerzeichen bedeuten soll? Keine Ahnung. Falls der Saarländer aber irgendwelche Ambitionen haben sollte: Die Website, ohne die heute bekanntlich nichts mehr geht, die hat er jedenfalls nun. Seit ein paar Tagen
Sep 20th, 2011
Jetzt keine Personaldiskussion, lautet die Botschaft aus der Linkspartei am Tag nach dem Ende des nicht eben erfolgreichen Wahlzyklus 2011. Über ein Vorziehen des für Juni 2012 geplanten Wahlparteitags habe in der Sitzung des Parteivorstands niemand reden wollen. "Selbstverständlich", sagt Klaus Ernst, werde auch über Ämter zu reden sein, aber erst im nächsten Jahr, vorher will man sich auf Fehleranalyse und das Programm konzentrieren. Es wird sich zeigen, wie es der Linken in einem solchen Zwischenstadium gelingt, sich über Inhalte und Strategie zu verständigen. Unter Druck gerät ein solches Arrangement von den Rändern her
Sep 16th, 2011
Zwei Tage vor der Wahl in Berlin machen sich die Zeitungen Gedanken über die, wie man heute sagt: Performance des Spitzenkandidaten der Linken. Seriös aber pröde, bedächtig aber wenig begeisterungsfähig, nett aber ein schlechter Redner - Harald Wolf bekommt keine guten Noten und sagt selbst: „Politik ist keine Castingshow". Nun, das stimmt eben nicht ganz, aber ein Experte gibt Trost: "Nur eine deutliche Minderheit wählt eine Partei wegen ihres Spitzenkandidaten"
Sep 10th, 2011
Oskar Lafontaine hat beim Landesparteitag der NRW-Linken in Mülheim vor einer „Anbiederung“ an andere Parteien gewarnt – und Kritiker der Doppelspitze als „Schnarchkappen“ bezeichnet. Zuvor hatte Gesine Lötzsch die Linke zu mehr Solidarität untereinander aufgerufen.
Sep 10th, 2011
Angesichts der erwarteten Pleite bei der Wahlbeteiligung in Niedersachsen, hat die Landeslinke noch einmal dazu aufgerufen, am Sonntag zur Kommunalwahl zu gehen. Am Freitag kamen rund 700 Menschen nach Hannover, um der Rede des, wie es heißt, "Parteigründers Oskar Lafontaine" zuzuhören. In rumpeligen Internetvideos rufen Sahra Wagenknecht und Gregor Gysi zur Wahl auf. Und die Linksjugend macht auch eine Kampagne
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