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	<title>Lafontaines Linke &#187; Nordrhein-Westfalen</title>
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		<title>Fraktion geentert</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 22:45:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wh</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Werl in Nordrhein-Westfalen hat eine Piraten-Fraktion. Es ist die erste in NRW überhaupt – und das ohne Kommunalwahl. Die zwei Neu-Piraten gehörten bis vor wenigen Tagen noch der Linken an und bildeten deren Fraktion]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Werl, eine Städtchen in Nordrhein-Westfalen, hat eine Piraten-Fraktion. Es ist die erste Piraten-Ratsfraktion in NRW überhaupt – und das ohne Kommunalwahl. Die zwei Neu-Piraten gehörten bis vor wenigen Tagen noch der Linken an und bildeten deren Fraktion. Nun aber <a href="http://www.taz.de/Linke-Politiker-treten-Piraten-bei/!86454/">wechselten</a> sie gemeinsam mit fünf Mitgliedern zur Konkurrenz. Hintergrund sind offenbar die in etlichen Landes- und Ortsverbänden vor allem in den alten Bundesländern tobenden Auseinandersetzungen um Führungsstil und politische Ausrichtung. Diese haben schon zu zahlreichen Austritten geführt und nun widerfährt der Linkspartei, wovon sie vor ein paar Jahren selbst profitierte: Wenn eine neue, unverbrauchte, attraktive politische Kraft die Bühne betritt, zieht sie Unzufriedene aus anderen Parteien an. Die Linke hatte deshalb Zulauf vor allem aus der SPD, aber auch von den Grünen, ja sogar aus CDU und CSU. Der neue Stern am Polithimmel sind die Piraten, und mancher frustrierte Linke sieht dort eine neue Perspektive. Nun werden die üblichen Vorwürfe und Argumente gewechselt: Die <a href="http://www.die-linke-kreis-soest.de/nc/presse/detail/zurueck/aktuell-25/artikel/piraten-machen-sich-unglaubwuerdig/">Linke</a> ist sauer und verlangt, dass die Abtrünnigen ihre Mandate niederlegen, statt sie zur nächsten Partei mitzunehmen; die <a href="http://www.derwesten.de/politik/linke-ueberlaeufer-unter-piraten-flagge-im-werler-stadtrat-id6289301.html">Überläufer</a> selbst denken nicht daran. Und die Piraten sacken ihre unerwartete Beute freudig ein – was ihnen den Vorwurf einbringt, es mit der hochgelobten Basisdemokratie nicht so genau zu nehmen. (wh)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=25065&amp;md5=095af4397dd8553e46ec0a246b266693" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sagels Ansage</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 23:35:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hannelore Kraft]]></category>
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		<category><![CDATA[Rüdiger Sagel]]></category>

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		<description><![CDATA[Das taktische Fingerhakeln in Nordrhein-Westfalen kennt keine Weihnachtspause. Nachdem die Linksfraktion im Düsseldorfer Landtag neulich eine Verfassungsklage gegen den Haushalt 2012 einreichte, weil Rot-Grün ihn viel zu spät vorgelegt habe, bietet man der Minderheitsregierung nun Gespräche an. Folgen wird ein wochenlanger Poker um Sozial- und Sparpolitik sowie um die Macht. Vorzeitigen Neuwahlen könnte wohl kaum eine Partei gelassen entgegen sehen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das taktische Fingerhakeln in Nordrhein-Westfalen kennt keine Weihnachtspause. Nachdem die Linksfraktion im Düsseldorfer Landtag neulich eine <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/klage-eingereicht/">Verfassungsklage</a> gegen den Landeshaushalt 2012 einreichte, weil Rot-Grün ihn viel zu spät vorgelegt habe, bietet man der Minderheitsregierung nun inhaltliche Gespräche an. In einer Mischung aus Vorschlag und dezenter Drohung <a href="http://nachrichten.rp-online.de/politik/nrw-etat-linke-stellt-forderungen-an-rot-gruen-1.2651779">erklärte</a> der finanzpolitische Sprecher der Linksfraktion, Rüdiger Sagel, man sei für Verhandlungen über die Bedingungen einer Stimmenthaltung der Linken offen.</p>
<p>Da der rot-grünen Minderheitsregierung von Hannelore Kraft eine Stimme zur Mehrheit fehlt, muss sie sich Unterstützung suchen. Nachdem das zu Beginn der Legislaturperiode die Linksfraktion abgesichert hatte, orientiert sich Rot-Grün jetzt mehr in Richtung FDP, zumal die angesichts ihrer Parteikrise Gelegenheiten sucht, sich als Machtfaktor darzustellen. Wie dringend Kraft dabei eine Hintertür braucht, ist derzeit ungewiss; Sagel bietet jedenfalls schon mal eine Möglichkeit an. Seine Forderungen klingen erst einmal nicht utopisch: Sozialticket im öffentlichen Nahverkehr; Verzicht auf Personalabbau im öffentlichen Dienst. Darüber könnte man sicher reden, zumal auch die FDP ihre Unterstützung nicht umsonst geben wird. Bei der letzten Sitzung des Landtags vor Weihnachten zogen die Liberalen schon mal die Zügel an: Ihre Fraktionschef lehnte die Haushaltsentwurf ab, weil ihm die geplante Neuverschuldung viel zu hoch ist.</p>
<p>SPD und Grüne können sich also entscheiden, ob sie mit der FDP mehr kürzen (dann wohl vor allem im Sozialbereich) oder mit der Linken stärker in den Sozialbereich investieren wollen. Alles wird wohl wieder auf ein machtpolitisches Vabanquespiel bis Ende März hinauslaufen, wenn der Haushalt im Landtag endgültig beschlossen werden soll. Die Linke will über ihre Haltung auf einem Landesparteitag am 17. März entscheiden; bis dahin dürfte der Etatstreit noch einige Wendungen erfahren, die nicht nur von landespolitischen Gesichtspunkten, sondern auch vom Blick auf die <a href="http://www.election.de/cgi-bin/showpoll.pl?name=ltw_nw">Umfragen</a> bestimmt werden. Dort hatte Rot-Grün zuletzt eine nicht all zu komfortable Mehrheit gegenüber dem Rest aus CDU, FDP, Piraten und Linkspartei (letztere etwa bei fünf Prozent). Etwas sicherer wird es für Rot-Grün, wenn die FDP in ihrem Tief hängen bleibt und tatsächlich rausfliegt. Dennoch verkündet Sagel selbstbewusst, vorzeitige Neuwahlen bedeuteten auch für die SPD ein Risiko. Wohl wahr. Mehr noch aber für die Linke, die nicht zuletzt deshalb versucht, deutlicher als soziale Alternative in Erscheinung zu treten. (wh, Foto: Andreas Lischka, CC BY 2.0)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24282&amp;md5=2cf35aaeeb133f487cf618371440589b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sehr viel höher</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/mitgliederentscheid-zahlen-landesverbaende-osten-westen/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 16:12:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[UPDATE Zwischen 24 und 64 Prozent: Die Beteiligung am Mitgliederentscheid zum Programm fiel in Ost und West deutlich unterschiedlich aus. Die Spitze der Partei will eine Diskussion darüber offenbar aus Sorge vor strömungspolitischen Zuspitzungen nicht forcieren – Länderergebnisse der Basisbefragung werden bisher jedenfalls nicht veröffentlicht. Wir haben trotzdem ein paar Zahlen zur Beteiligung gesammelt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mit Update:</em> Am Montag spielte sich via Twitter ein kleiner Dialog über den Ausgang des Mitgliederentscheids zwischen Magdeburg und Hamburg ab. Der stellvertretende Vorsitzende der sachsen-anhaltischen Linken, Andreas Höppner, hatte „nur mal so am Rande“ <a href="http://twitter.com/#!/Andreashoeppner/statuses/148491413355630592" target="_blank">angemerkt</a>, dass die Ostlinken „scheinbar mehr Interesse und Zustimmung zum Parteiprogramm als Westlinke“ hätten. „Woran liegt das bzw. Ursachen?“ Aus der Hansestadt <a href="http://twitter.com/#!/Kersten_Artus/statuses/148733754641367041" target="_blank">antwortete ihm</a> die Bürgerschaftsabgeordnete Kersten Artus. Sie glaube nicht, dass die Ost-West-Kluft beim Mitgliederentscheid besondere Erklärungen möglich machten, sondern „eher, dass der Bundesparteitag den Mitgliederwillen ausreichend zum Ausdruck gebracht hat“. Das, <a href="http://twitter.com/#!/Andreashoeppner/statuses/148774530985369600" target="_blank">entgegnete</a> wiederum Höppner, sei „auch möglich, aber trotzdem“ seien die „Mitmachdifferenzen“ zwischen dem Osten und dem Westen „so nicht vollkommen erklärbar“.</p>
<p>Es stellt sich inzwischen die Frage, ob ein Nachdenken über die Beteiligungsquoten in den Landesverbänden überhaupt gewollt ist. Zwar hat Parteichef Klaus Ernst am Montag vor der Presse darauf hingewiesen, dass die Zustimmung im Osten „sehr viel höher“ ausgefallen sei. Detaillierte Zahlen sind aber im Karl-Liebknecht-Haus nicht in Erfahrung zu bringen. Erklärt wird die Zurückhaltung mit einem Versehen während der Auszählung – dabei seien Stimmzettel aus Bayern dem Landesverband Berlin zugeordnet worden, weshalb nun eine genau Auflistung der Landesergebnisse nicht mehr möglich sei. Das klingt nicht besonders nachvollziehbar, die Zahlen für vierzehn Landesverbände müssten ja in der Parteizentrale bekannt sein. Es mindert der Hinweis jedenfalls den entstandenen Eindruck kaum, hier wolle jemand eine öffentliche Diskussion verhindern.</p>
<p>Wir haben uns um Informationen aus den Ländern bemüht. In mehreren Landesverbänden versicherte man, dass vor Ort keine Zahlen vorliegen und man selbst „auf Berlin wartet“. Andere Geschäftsstellen meldeten sich bisher nicht zurück. Aus einigen Ländern konnten wir die Beteiligung erfahren, angesichts der insgesamt hohen Zustimmung (es gab bundesweit nur 668 Nein-Stimmen), die letztlich interessanteste Zahl. In Brandenburg nahmen 64 Prozent der Mitglieder am Votum über das Programm teil, in Thüringen waren es 63 Prozent, in <a href="http://portal.dielinke-in-sachsen.de/dokumente/Registrierung_15122011_17.00_Uhr.pdf" target="_blank">Sachsen</a> knapp 60 Prozent. Im Berliner Landesverband waren Ende vergangener Woche Abstimmungsunterlagen von 58 Prozent der Mitglieder eingegangen, die Zahl könnte aber danach noch durch weitere eingehende Briefe erhöht worden sein. In <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/eine-panne-keine-panne-mitgliederentscheid-beteiligung-loetzsch-adressen/comment-page-1/#comment-22024" target="_blank">Bayern</a> lag die Quote bei 34 Prozent, im Saarland bei 30 Prozent und in Nordrhein-Westfalen bei 24 Prozent. Nach neuen, unserem Blog vorliegenden Informationen lag die Abstimmungsquote in Niedersachsen bei 39 und in Baden-Württemberg bei 31 Prozent.</p>
<p>Das ist nur ein Ausriss aus dem Gesamtbild, aber ein doch ziemlich aussagefähiger. Sofern in der Linkenspitze die Sorge umgeht, eine Debatte über die Mobilisierungsfähigkeit und letztlich wohl auch über den tatsächlichen Stand der Mitgliederzahlen im Westen könne Zuspitzungen entlang der bekannten Konfliktlinien innerhalb der Partei hervorbringen, ist das sicher nicht ganz falsch. Noch falscher jedoch wäre es, einer Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen, in der sich für die Zukunft der Linken existenzielle Organisationsfragen stellen. Es geht um Mobilisierungsfähigkeit, Realismus in den Karteien, die Gefahr „Potemkinscher Kreisverbände“, regionale Unterschiede und so weiter. Denn auch bei weitgehender Berücksichtigung von Argumenten, denen zufolge die Beteiligung hier und da geringer ausgefallen sei, weil der Parteitag bereits einem allgemein akzeptierten Kompromiss zugestimmt habe, können diese die Unterschiede und ihre Ursachen nicht restlos erhellen. Gerade daran aber müsste die Linke, in der langsam eine neue Debatte über den eigenen Charakter als Mitgliederpartei in Gang kommt – siehe die <a href="http://www.zeitschrift-luxemburg.de/?p=1827" target="_blank">neue Ausgabe</a> der <em>Luxemburg</em> –, doch in Wahrheit ein großes Interesse haben. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24174&amp;md5=76845d66f5fb6aa6d3e1502266c6db7b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>&#8220;Noch nicht befriedigend&#8221;</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/noch-nicht-befriedigend-mitgliederentscheid-programm-zwischenstand/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 08:52:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schleswig-Holstein]]></category>

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		<description><![CDATA[MIT UPDATE In gut einer Woche endet bei der Linken die Urabstimmung über das neue Programm. Die Delegierten des Erfurter Parteitags hatten dem Papier mit großer Mehrheit zugestimmt – die Basis zeigt sich dagegen bisher vergleichsweise zurückhaltend. Jedenfalls was die Beteiligung am Mitgliederentscheid angeht. Die Zahlen variieren zwischen den Landesverbänden und Kreisorganisationen bisweilen jedoch erheblich. Ein unvollständiger Zwischenstand]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In gut einer Woche endet bei der Linken die <a href="http://www.die-linke.de/programm/mitgliederentscheid/" target="_blank">Urabstimmung</a> über das neue Programm. Der Erfurter Parteitag hatte dem Papier mit großer Mehrheit zugestimmt – die Basis ist dagegen bisher vergleichsweise zurückhaltend. Jedenfalls was die Beteiligung am Mitgliederentscheid angeht. Zwar wollte man im Berliner Karl-Liebknecht-Haus eine <em>Spiegel</em>-<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,801620,00.html" target="_blank">Meldung</a> nicht bestätigten, wonach „die Basisbefragung über das Grundsatzprogramm nur schleppend vorankommt“. Für einen großen Run sprechen allerdings die Zwischenstände aus einigen Ländern auch nicht gerade.</p>
<p>Zum Teil hat das ganz offenbar mit technischen Fragen zu tun. In Brandenburg zum Beispiel waren in der Landesgeschäftsstelle dieser Tage die Voten von rund einem Viertel der Genossen bereits eingegangen. Da allerdings auch auf der Ebene der Kreisverbände gesammelt wird, nicht zuletzt um die Portokosten des Entscheids einzudämmen, sind weitere ausgefüllte Abstimmungsunterlagen bereits abgegeben, aber noch auf dem Weg in die Landesgeschäftsstelle. In der Brandenburger Linken heißt es daher, der Mitgliederentscheid laufe eher normal. Verwiesen wird auch auf Probleme wie das Fehlen der Mitgliedsnummer auf den Anschreiben, das womöglich Genossen verunsichere. Außerdem gebe es eine beträchtliche Zahl von Rückläufern aufgrund falscher Adressen – in Brandenburg machen allein die schon knapp vier Prozent der Mitgliederzahl aus.</p>
<p>In Nordrhein-Westfalen ist die Rückläufer-Quote sogar noch höher. Nach Informationen der Landesgeschäftsstelle sollen es an Rhein und Ruhr fast zehn Prozent der Mitgliedschaft sein. „Ein Teil ist offensichtlich durch die Post einfach nicht verteilt worden“, heißt es <a href="http://scharf-links.de/90.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=20280&amp;tx_ttnews[backPid]=48&amp;cHash=048d8f1930" target="_blank">in einer hier weiterveröffentlichten</a> Email, in der zugleich ein Zwischenstand angegeben ist – allerdings ohne Datum: „Bis zum heutigen Tag haben sich ca. 14 Prozent unserer Genossinnen und Genossen beteiligt.“ Diese Zahl sei „noch nicht befriedigend“. In Schleswig-Holstein wiederum hatten bis zum Dienstag dieser Woche rund ein Viertel der Mitglieder bereits über das Programm abgestimmt. Die Landessprecherin Jannine Menger-Hamilton sagte, man werde die Beteiligung seitens des Vorstandes nun zusätzlich befördern und gehe auch davon aus, dass die Quote bis zum 15. Dezember noch anzieht.</p>
<p>Über die Dimension der noch möglichen Veränderungen geben Zahlen aus dem Landesverband Niedersachsen Auskunft. Dort hatten bis zum 6. Dezember 24,6 Prozent der Mitglieder abgestimmt, nicht einmal eine Woche vorher waren es noch 20,8 Prozent. Die Steigerung lag in einigen Kreisverbänden im zweistelligen Prozentbereich. Deutlich wird auch, wie unterschiedlich die regionale Beteiligung ist. Es gibt Kreisverbände wie jenen in Wittmund, wo den Zahlen zufolge bisher nur zwei von 44 Mitgliedern abgestimmt haben. In Rotenburg/Wümme dagegen lag die Quote bereits bei 50 Prozent. Der Landesvorstand in Hannover hat „als Zusatzmotivation“ am vergangenen Wochenende beschlossen, „den Kreisverband mit der höchsten Beteiligung im Landtagswahlkampf 2013 mit einer Promiveranstaltung zu belohnen“.</p>
<p>UPDATE: Im Landesverband Sachsen liegt <a href="http://portal.dielinke-in-sachsen.de/dokumente/Registrierung_Urabstimmung_06-12-2011.pdf" target="_blank">die Beteiligung</a> schon jetzt deutlich höher. Bis zum 6. Dezember hatten im Freistaat über 41 Prozent der Genossen über das Programm abgestimmt.</p>
<p>UPDATE 8.12. In der Landesgeschäftsstelle Nordrhein-Westfalen bisher 1.600 Briefe eingegangen, das wären gut 18 Prozent der Ende 2010 angegeben Mitglieder.</p>
<p>Die Frage der Beteiligung wird zweifellos noch zu einigen Diskussionen führen. Nicht zuletzt, weil die Linken-Spitze an sich selbst einen Anspruch <a href="http://www.die-linke.de/fileadmin/download/parteivorstand/2010/111015_beschluss_mitgliederentscheid_anlage1.pdf" target="_blank">formuliert hat</a>: &#8220;Unser Ziel ist eine hohe Beteiligung.&#8221; Bei der letzten Basisbefragung zur Doppelspitze hatte die Beteiligung 48,3 Prozent <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,691135,00.html" target="_blank">gelegen</a>. Es ging seinerzeit allerdings auch um eine Strukturentscheidung, die noch nicht vollzogen war. Bei der Programm-Urwahl jetzt scheinen viele Linken-Mitglieder ihr Votum ohnehin nur als nachträgliche Bestätigung eines allgemein unumstrittenen Beschlusses zu betrachten. In Erfurt hatten sich die zentralen Kompromisslinien als haltbar erwiesen. Es geht allerdings nicht nur um die basisdemokratische Legitimation des neuen Programms. Die Beteiligung beim Mitgliederentscheid wird auch ein Licht auf die Mobilisierungsfähigkeit der Partei werfen. Und damit möglicherweise Auswirkungen auf den politischen Umgang mit kommenden Mitgliederentscheiden haben. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=23885&amp;md5=898b2f89a9bd05f13b35dc4f4ee9a03b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Freispruch und Fortsetzung</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 06:56:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Junge Welt muss sich wegen in dem Blatt abgedruckten Texten mit der Justiz herumschlagen - in einem weiteren Fall war das nun zunächst erfolgreich. Chefredakteur Arnold Schölzel muss nicht 4.800 Euro zahlen wegen eines Textes von Inge Viett. Gegen das frühere RAF-Mitglied wird Ende November verhandelt, ebenso geht das Verfahren gegen den Vize-Sprecher der NRW-Linken, Thies Gleiss, in die nächste Runde. Die Partei rief zur Solidarität auf]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <em>Junge Welt</em> muss sich, wie hier <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/07/junge-welt-schoelzel-strafbefehl-viett/" target="_blank">schon berichtet</a>, wegen in dem Blatt abgedruckten Texten mit der Justiz herumschlagen &#8211; in einem weiteren Fall war das nun <a href="http://www.jungewelt.de/2011/11-03/052.php" target="_blank">zunächst erfolgreich</a>. Chefredakteur Arnold Schölzel muss nicht 4.800 Euro zahlen, das Amtsgericht Tiergarten sprach ihn vom Vorwurf frei, im Januar 2011 einen Text des früheren RAF-Mitglieds Inge Viett veröffentlicht zu haben, in dem Straftaten gebilligt wurden, insbesondere Brandanschläge auf Bundeswehrfahrzeuge in Berlin und Brandenburg. Die Dokumentation der Rede sei aber von der Pressefreiheit gedeckt, urteilte das Gericht. In der Verhandlung hat der Staatsanwalt offenbar eingeräumt, so berichtet es die <em>Junge Welt</em>, den inkriminierten Text nicht einmal gelesen zu haben &#8211; gleichwohl hielt der Anklagevertreter an der Strafforderung fest und habe „indirekt“ angekündigt, in die nächste Instanz zu gehen. Viett ist selbst wegen des Aufrufs zu Gewalttaten <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/06/viett-junge-welt-luxemburg-konferenz-staatsanwalt/" target="_blank">angeklagt</a>, die Verhandlung in ihrer Sache findet Ende November statt. Ebenso wie die <a href="http://www.dielinke-nrw.de/start/aktuelles/detailansicht_der_news/zurueck/aktuelles/artikel/beleidigung-anderer-personen-2/" target="_blank">Fortsetzung des Verfahrens</a> gegen den Vize-Landessprecher der NRW-Linken, der in der <em>Jungen Welt</em> von „Mödersoldaten“ <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/staatsanwaltschaft-ermittelt-linker-nennt-truppen-in-afghanistan-moerdersoldaten-1602354.html" target="_blank">geschrieben</a> hatte. Gegen ihn war bereits eine Geldstrafe verhängt worden, Gleiss erwartet nun im Berufungsverfahren, heißt es bei der NRW-Linken, „die Einstellung des Verfahrens und Übernahme seiner bisherigen Verteidigungskosten beziehungsweise einen völligen Freispruch“. Der Landesvorstand protestierte erneut „gegen diese Kriminalisierung der freien Meinungsäußerung“ und rief zur Solidarität auf &#8211; und zwar erwarte man „insbesondere von SPD und Grünen“ eine „eindeutige Positionierung gegen diesen Angriff auf das Recht auf freie Meinungsäußerung“. Bereits Ende September war der Geschäftsführer der <em>Jungen Welt</em>, Dietmar Koschmieder, <a href="http://www.jungewelt.de/2011/09-27/053.php" target="_blank">vom Vorwurf freigesprochen </a>worden, öffentlich zu rechtswidrigen Taten aufgefordert zu haben: Koschmieder war als Domaininhaber der jW-Seite ins Visier der Justiz geraten, auf der im Oktober 2010 ein Text veröffentlicht worden war, der dazu aufrief, den Castortransport auszubremsen. (vk)</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=22990&amp;md5=531aae91b01ce3183ac95b3b7eaeec42" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Eine Frage des Standorts</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/10/eine-frage-des-standorts-bundeswehr-schliesung-infrastruktur-konversion-linke/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 21:55:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor ein paar Tagen hat die Linke in ihrem Programm auch ihre Haltung zur Bundeswehr formuliert: Die Partei strebt nach schrittweiser Abrüstung, die von Konversionsprogrammen für Soldaten und Liegenschaften begleitet werden soll. Nun reduziert das zuständige Ministerium mehr aus Gründen des Sparens und des militärpolitischen Umbaus die Truppe - und auch in der Linken macht sich der Widerspruch zwischen Bundeswehr-Kritik und der Bedeutung von Standorten für Arbeitsplätze und Infrastruktur bemerkbar]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ein paar Tagen hat die Linke in ihrem Programm auch ihre Haltung zur Bundeswehr formuliert: Die Partei strebt nach schrittweiser Abrüstung, die von Konversionsprogrammen für Soldaten und Liegenschaften begleitet werden soll. <a href="http://www.bmvg.de/portal/a/bmvg" target="_blank">Nun reduziert</a> das zuständige Ministerium mehr aus Gründen des Sparens und des militärpolitischen Umbaus die Truppe &#8211; und auch in der Linken macht sich der Widerspruch zwischen Bundeswehr-Kritik und der Bedeutung von Standorten für Arbeitsplätze und Infrastruktur bemerkbar. So <a href="http://katja-doerner.de/2011/10/26/die-fakten-sprechen-eine-andere-sprache/" target="_blank">fordert zum Beispiel</a> der Bonner Bundestagsabgeordnete Paul Schäfer gemeinsam mit Kollegen von SPD und Grünen „eine klare Zusage zur Einhaltung des Berlin-Bonn-Gesetzes und damit zum Verzicht auf eine Verlagerung von Beschäftigten des Bundesverteidigungsministeriums“ in die Hauptstadt. Der Berliner Bundestagsabgeordnete Stefan Liebich <a href="http://www.stefan-liebich.de/article/2738.auch-bonn-gehoert-auf-die-streichliste.html" target="_blank">hingegen erklärte</a> zu den Reformplänen, „besser wäre es, wenn auch der Bonner Standort des Verteidigungsministeriums auf der Streichliste stehen und nach Berlin umziehen würde“. Die Schließung von Standorten nennt Liebich „prinzipiell richtig und notwendig“. Was auf Landesebene bisweilen anders klingt: Vor ein paar Wochen <a href="http://www.dielinke-saar.de/index.php?id=47&amp;tx_ttnews[tt_news]=10037&amp;tx_ttnews[backPid]=20" target="_blank">nannte</a> der saarländische Linken-Vorsitzende Rolf Linsler die Pläne zur Reduzierung der so genannten Saarlandbrigade eine „Bewährungsprobe“ für die Ministerpräsidentin, die nun im Kampf um den Erhalt der Standorte beweisen könne, dass sie kein Leichtgewicht ist. Die Bundeswehr ist eben nicht nur ein militärischer Faktor, sondern immer auch auch eine Art Förderanstalt vor allem für strukturschwache Regionen gewesen. Man habe, <a href="http://www.dielinke-nrw.de/start/aktuelles/detailansicht_der_news/zurueck/aktuelles/artikel/bundeswehr-abschaffen-konversion-jetzt-einleiten/" target="_blank">sagt nun die</a> nordrhein-westfälische Landesvorsitzende Katharina Schwabedissen, an Rhein und Ruhr „nicht das erste Mal Standorte geschlossen. Es gibt aus den 90er Jahren zahlreiche Beispiele für einen Strukturwandel von Militärstandorten, die heute erfolgreiche arbeiten. Dieser Strukturwandel kostet Geld, dass durchaus da ist, aber in die falschen Einrichtungen fließt.“ Im Übrigen plädierte Schwabedissen für „die Abschaffung der Bundeswehr“. In Sachsen-Anhalt wiederum freut man sich, wenn die Armee bleibt wo sie ist: „Sicher hatten wir uns noch mehr erhofft und gewünscht. Aber wir sind dennoch dankbar, Gehör gefunden zu haben in Berlin“, wird der Wittenberger Linken-Landrat Jürgen Dannenberg <a href="http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&amp;atype=ksArtikel&amp;aid=1318610510766&amp;openMenu=1013016724285&amp;calledPageId=1013016724285&amp;listid=1018881578312" target="_blank">zitiert</a>. Die Bevölkerung stehe hinter einem Standort, der für „die Sicherheit Deutschlands und den Katastrophenschutz in der Region eine hohe Bedeutung hat“. An der Basis hat das <a href="http://www.klemmeisen.de/2011/10/27/arbeitsplatze-fur-den-krieg/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=arbeitsplatze-fur-den-krieg&amp;utm_source=twitterfeed&amp;utm_medium=twitter" target="_blank">die Frage provoziert</a>, ob &#8220;es nicht zumindest widersprüchlich&#8221; ist, &#8220;wenn Ihr einerseits in Wittenberg auf dem Marktplatz gegen den Krieg in Afghanistan protestiert und andererseits Eure Kommunalpolitiker sich für den Erhalt von Bundeswehrstandorten einsetzen?&#8221; Die Linke in Rheinland-Pfalz <a href="http://www.scharf-links.de/63.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=19320&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=02ef199361" target="_blank">nennt</a> die Bundeswehr einen „zurzeit wichtigen Pfeiler der Infrastruktur“ und verweist mit Blick auf die Standortreform darauf: „Es geht um Arbeitsplätze, um Kaufkraft, um soziale Strukturen. Es geht also um die Zukunft dieser Regionen.“ Man fordere deshalb mehr Gedanken in die „notwendige Umwandlung militärischer Einrichtungen in zivile Strukturen“ zu investieren &#8211; am besten in einem eigenen Konversionsministerium auf Landesebene. Die Linke im Bundestag hat angekündigt, &#8220;in den kommenden Wochen&#8221; einen Antrag einzubringen, nach dem &#8220;ein umfangreiches Konversionsprogramm&#8221; aufgelegt werden soll, &#8220;das aus den Mitteln des Verteidigungsetats zu finanzieren ist&#8221;. (vk, Foto: Kowelenzer)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=22822&amp;md5=402632eb1da847a02091f1d42eb8f25f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Rote Haushaltelinien</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 22:01:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Florian Kaiser]]></category>
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		<category><![CDATA[Katharina Schwabedissen]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Körner]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[Reiner Priggen]]></category>
		<category><![CDATA[Rot-Grün]]></category>
		<category><![CDATA[Rüdiger Sagel]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun ist wieder von Neuwahlen die Rede: Der Parteitag der NRW-Linken hat enge Bedingungen für den rot-grünen Haushalt 2012 formuliert. Zu den Kriterien gehören neben dem Hinweis auf die „Haltelinien“, dass „ein substantieller Teil der Steuermehreinnahmen (...) für zusätzliche Investitionen und Ausgaben in gesellschaftlich dringliche Belange ausgegeben werden“ müsse. Das Geld soll etwa in neue Stellen im öffentlichen Dienst fließen. Besondere Bedeutung für die Linke hat die Einführung eines landesweit gültigen Sozialtickets, das 15 Euro kosten soll]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist an Rhein und Ruhr wieder von Neuwahlen <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/NRW-Linke-rechnen-mit-Neuwahlen-2012-id5048964.html" target="_blank">die Rede</a>: Der Parteitag der NRW-Linken hat enge Bedingungen für den rot-grünen Haushalt 2012 <a href="http://www.dielinke-nrw.de/nc/partei/parteitag/detailansicht_der_newsparteitag/zurueck/parteitag-2011/artikel/h-2/" target="_blank">formuliert</a>. Bis zu den Plenarberatungen ist es zwar noch eine Weile, der in Mülheim gefasste Beschluss verweist aber darauf, dass „Öffentlichkeit, Bewegungen und Wähler (&#8230;) rechtzeitig erfahren“ müssten, „wofür Partei und Fraktion stehen“. Zu den Kriterien gehören neben dem Hinweis auf die „Haltelinien“ (kein Sozialabbau, keine Privatisierungen, kein Personalabbau), dass „ein substantieller Teil der Steuermehreinnahmen (&#8230;) für zusätzliche Investitionen und Ausgaben in gesellschaftlich dringliche Belange ausgegeben werden“ müsse. Das Geld soll etwa in neue sozialversicherungspflichtige Stellen im öffentlichen Dienst, höhere Zuweisungen an die Kommunen und in zusätzliche soziale und ökologische Zukunftsinvestitionen fließen. Besondere Bedeutung für die Linke hat „die Einführung eines landesweit gültigen Sozialtickets“, das 15 Euro kosten soll. Ein solches Ticket wollen den bisherigen Erklärungen zufolge auch SPD und Grüne, allerdings soll es 29 Euro kosten. Grünen-Fraktionschef Rainer Priggen <a href="http://www.an-online.de/news/politik-detail-an/1810336?_link=&amp;skip=&amp;_g=Linke-in-NRW-droht-Rot-Gruen-Gespenst-Neuwahlen-wieder-da.html" target="_blank">sagte</a>, alleine für das Sozialticket würden 100 Millionen Euro zusätzliche Ausgaben fällig &#8211; die Linke sieht er daher „auf dem Weg zu einer ultraorthodoxen Selbstfindungsgruppe“.</p>
<p>Priggen meinte zudem, „die Linke scheint all ihren Mut für Neuwahlen zusammenzunehmen“. Dem entspricht auch, was Linken-Fraktionssprecher Florian Kaiser am Sonntag <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/nachrichten/4598740.html" target="_blank">erklärte</a>: „Wir gehen von Neuwahlen aus und lassen uns auf dieses Risiko ein. Das ist ganz klar die Stimmung und Botschaft vom Parteitag. Die meisten sagen: Es muss Schluss sein mit dem Mehrheiten-Beschaffen.“ Die Einführung des Sozialtickets zu den Bedingungen der Linken mache man „zur absoluten Bedingung“. Die <em>Tageszeitung</em> <a href="https://www.taz.de/Rot-Gruen-in-NRW/%2177886/" target="_blank">schreibt</a>, in der Landeshauptstadt Düsseldorf werde „schon seit dem äußerst knappen Wahlergebnis vom Mai 2010 darüber spekuliert, ob und wann Kraft und der grüne Fraktionsvorsitzende Reiner Priggen für eine Auflösung des Landtags plädieren könnten. Vor ausgewählten Journalisten soll Kraft bereits betont haben, sie warte nur noch auf einen entsprechenden Anlass.“ Der wäre wohl spätestens mit dem Scheitern des Etats gekommen. Man könne aber nicht, wird Linken-Landeschefin Katharina Schwabedissen <a href="http://www.an-online.de/news/politik-detail-an/1810336?_link=&amp;skip=&amp;_g=Linke-in-NRW-droht-Rot-Gruen-Gespenst-Neuwahlen-wieder-da.html" target="_blank">zitiert</a>, „einem Haushalt zustimmen, nur damit es keine Neuwahlen gibt“. Partei und Fraktion seien sich darin einig, Angst vor einem vorgezogenen Urnengang habe man nicht &#8211; auch wenn <a href="http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/nrw.htm" target="_blank">Umfragen</a> die Linkspartei in den vergangenen Monaten eher unter als bei fünf Prozent sahen. „Nicht die Linke ist es, die eine Regierung scheitern lässt. Das wären SPD und Grüne, die ihre Wahlversprechen nicht einlösen“, so Schwabedissen &#8211; die „keine Zweifel“ hat, „dass das draußen so auch gesehen wird und die Linke sogar gestärkt neu in den Landtag einziehen würde“.</p>
<p>Am Sonntag wurde zudem Markus Körner aus dem Kreisverband Ennepe-Ruhr zum neuen Landesgeschäftsführer der Linken <a href="http://www.jungewelt.de/2011/09-12/059.php" target="_blank">gewählt</a>. Er setzte sich in der Stichwahl mit 100 Stimmen gegen den Landtagsabgeordneten Rüdiger Sagel (92 Stimmen) durch (zehn Enthaltungen, sechs ungültige Stimmen). Sagel hatte seinen Hut nach Zeitungsberichten unter anderem deshalb in den Ring <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/09/ruediger-sagel-kandidiert-landesgeschaeftsfuhrer-nrw-parteitag-haushalt-fraktion/" target="_blank">geworfen</a>, um den Delegierten eine Alternative zu den kandidierenden Vertretern des linken Parteiflügels zu bieten. Die „realpolitisch aufgestellte Landtagsfraktion gerät immer wieder in Konflikte mit der Parteiführung. Hier könnte Sagel vermitteln“, hieß es im Vorfeld. Sagel sagte am Sonntag, dass „die Zeit des Duldens vorbei ist. Wir können so nicht weitermachen“. (vk, Foto: NRW-Linke)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=21828&amp;md5=217caf5b8f69d1e777c224e837b6a91a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>NRW folgt SL und AKL</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/09/nrw-folgt-sl-und-akl-landesparteitag-programm/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 04:32:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Antikapitalistische Linke]]></category>
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		<description><![CDATA[Mülheimer Harmonie hat der WDR erlebt – und das liest sich dann doch ein bisschen enttäuscht. Statt einen „turbulenten Landesparteitag“ darzubieten, habe die Linke am ersten Tag „demonstrativ Geschlossenheit“ gezeigt. Wozu im Landesverband Nordrhein-Westfalen eben auch gehört, dass der Ex-Vorsitzende unter lautem Beifall ein paar Spitzen in Richtung der Reformer los wird. Die Rede Oskar Lafontaines war so gesehen eine Art das Präludium für die folgende Abstimmung: die Delegierten legten die NRW-Partei auf Änderungsanträge zum Leitantrag für den Erfurter Programmparteitag fest, die Formulierungsvorschlägen von Sozialistischer und Antikapitalistischer Linke folgen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mülheimer Harmonie hat der WDR <a href="http://www1.wdr.de/themen/politik/linke_landesparteitag102.html" target="_blank">erlebt</a> – und das liest sich dann doch ein bisschen enttäuscht. Statt einen „turbulenten Landesparteitag“ darzubieten, habe die Linke am ersten Tag „demonstrativ Geschlossenheit“ gezeigt. Wozu im Landesverband Nordrhein-Westfalen eben auch gehört, dass der Ex-Vorsitzende unter lautem Beifall ein paar Spitzen in Richtung der Reformer los wird. Die <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/09/nur-wir-selbst-loetzsch-landesparteitag-nrw-muelheim-solidaritaet/" target="_blank">Rede</a> Oskar Lafontaines war so gesehen eine Art Präludium für die folgende Abstimmung. Der Tagesordnungspunkt wurde in Mülheim schneller als erwartet absolviert, die NRW-Linke selbst <a href="http://www.dielinke-nrw.de/start/landesparteitag_2011_samstag/detail_samstag/zurueck/landesparteitag-2011-samstag/artikel/alle-antraege-zum-parteiprogramm-wurden-behandelt/" target="_blank">fand es</a> „fast einmalig“, dass eine Programm-Beschlussfassung rund „eine Stunde eher abgeschlossen war als im Zeitplan vorgesehen“. Angesichts der Strömungsverhältnisse im größten West-Landesverband ist das aber vielleicht doch nicht so überraschend, ebenso wenig, dass die Delegierten die NRW-Partei auf Änderungsanträge zum Leitantrag für den Erfurter Programmparteitag festlegten, die Formulierungsvorschlägen von Antikapitalistischer und Sozialistischer Linke folgen.</p>
<p>So wurde zum Beispiel ein <a href="http://www.dielinke-nrw.de/nc/partei/parteitag/detailansicht_der_newsparteitag/zurueck/parteitag-2011/artikel/p-9/" target="_blank">Antrag angenommen</a>, in Erfurt die Passage zum Öffentlichen Beschäftigungssektor zu ersetzen – der ÖBS sei „gänzlich ungeeignet. Er ist Ausdruck der Hartz-IV-Logik, der Spaltung der Erwerbslosen und wird daher abgelehnt“ (siehe <a href="http://www.antikapitalistische-linke.de/article/396.html" target="_blank">auch hier</a>). NRW wird sich beim Programmparteitag im Oktober zudem <a href="http://www.dielinke-nrw.de/nc/partei/parteitag/detailansicht_der_newsparteitag/zurueck/parteitag-2011/artikel/p-27/" target="_blank">für eine Änderung</a> der Kompromissformulierung zu den „Haltelinien“ einsetzen, ein entsprechender Antrag fand in Mülheim die Mehrheit. Man begrüße zwar „das Bemühen, in dieser Frage zu einem Kompromiss zu kommen“, heißt es in der Begründung. „Die Formulierung des 2. Entwurfs ist jedoch ein untauglicher Versuch. Solange keine bessere Formulierung gefunden wird, beantragen wir, zur Formulierung des 1. Entwurfs zurückzukehren.“ Statt „Kampfeinsätze“ soll nach dem Willen der NRW-Mehrheit künftig von „Einsätzen“ der Bundeswehr <a href="http://www.dielinke-nrw.de/nc/partei/parteitag/detailansicht_der_newsparteitag/zurueck/parteitag-2011/artikel/p-27-ae-1/" target="_blank">die Rede sein</a>, was Beteiligungen der Bundeswehr an Missionen genereller ausschließen würde.</p>
<p>Bei der Frage der UNO-Reform setzte sich ein <a href="http://www.dielinke-nrw.de/nc/partei/parteitag/detailansicht_der_newsparteitag/zurueck/parteitag-2011/artikel/p-24/" target="_blank">Änderungsantrag</a> durch, der sich an einem <a href="http://www.sozialistische-linke.de/images/dateien/programm/aenderunsantraege_programm.pdf" target="_blank">Vorschlag</a> der Sozialistischen Linken orientierte. Gleiches gilt für einen <a href="http://www.dielinke-nrw.de/nc/partei/parteitag/detailansicht_der_newsparteitag/zurueck/parteitag-2011/artikel/p-21/" target="_blank">Antrag</a> zur Antifa-Passage im Leitantrag. Eine von den NRW-Delegierten verlangte <a href="http://www.dielinke-nrw.de/nc/partei/parteitag/detailansicht_der_newsparteitag/zurueck/parteitag-2011/artikel/p-22/" target="_blank">Ergänzung</a> zum Thema Rechtspopulismus wurde aus einem Vorschlag der AKL übernommen. Mit der <a href="http://www.dielinke-nrw.de/nc/partei/parteitag/detailansicht_der_newsparteitag/zurueck/parteitag-2011/artikel/p-28/" target="_blank">Forderung</a>, die Linke solle in ihr Programm aufnehmen, künftig für den Aufbau einer neuen Internationalen zu streiten, folgte man in Mülheim ebenso der Antikapitalistischen Linken wie <a href="http://www.dielinke-nrw.de/nc/partei/parteitag/detailansicht_der_newsparteitag/zurueck/parteitag-2011/artikel/p-25/" target="_blank">in der Frage</a> der internationalen Polizeieinsätze. Über die zumindest schriftlich fixierten Änderungsbestrebungen von AKL und SL hinaus ging der NRW-Parteitag in der NATO-Frage: Heißt es im Leitantrag bisher, dass die Linke „unabhängig von einer Entscheidung über den Verbleib Deutschlands in der NATO (&#8230;) in jeder politischen Konstellation dafür eintreten“ wolle, „dass Deutschland aus den militärischen Strukturen des Militärbündnisses austritt und die Bundeswehr dem Oberkommando der NATO entzogen wird“, votierten die NRW-Delegierten für eine <a href="http://www.dielinke-nrw.de/nc/partei/parteitag/detailansicht_der_newsparteitag/zurueck/parteitag-2011/artikel/p-23/" target="_blank">weitergehende Formulierung</a>: „Um die Auflösung dieses aggressiven Militärbündnisses voran zu treiben, will die Linke die Mitgliedschaft Deutschlands in der NATO kündigen.“</p>
<p>Interessanter Weise konnten sich zwar alle wichtigen Änderungsbegehren von SL und AKL durchsetzen, das gilt vor allem für den Bereich der internationalen Politik, zu dem man in Erfurt ohnehin engagierte Diskussionen erwarten konnte. Keinen Erfolg hingegen hatte der Vorstand der NRW-Linken <a href="http://www.dielinke-nrw.de/nc/partei/parteitag/detailansicht_der_newsparteitag/zurueck/parteitag-2011/artikel/p-1/" target="_blank">bei dem Versuch</a>, den Landesverband hinter die Forderung nach einer „Feministischen Eröffnung des Programms“ zu bringen &#8211; über eine „Politik um Zeit“ überschriebene Prä-Präambel wird <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/07/welche-eroeffnung-programm-praeambel-vorstand-sitzung-leitantrag/" target="_blank">schon länger debattiert</a>, sie konnte sich schon bei der Abstimmung über den Leitantrag im Linken-Vorstand nicht durchsetzen. Hinter dem strömungsübergreifend unterstützten Vorschlag stehen mehrere Landesverbände &#8211; NRW nun nicht gewissermaßen nicht mehr. Die Delegierten in Mülheim <a href="http://www.dielinke-nrw.de/nc/partei/parteitag/parteitag_2011/" target="_blank">wiesen</a> einen entsprechenden Antrag knapp mit 99 Nein-Stimmen gegen 83 Ja-Voten zurück. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=21818&amp;md5=0f7094f4f703d8fd67fadf7c12000472" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Schnarchkappen&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 11:56:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesine Lötzsch]]></category>
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		<category><![CDATA[Sahra Wagenknecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Oskar Lafontaine hat beim Landesparteitag der NRW-Linken in Mülheim vor einer „Anbiederung“ an andere Parteien gewarnt – und Kritiker der Doppelspitze als „Schnarchkappen“ bezeichnet. Zuvor hatte Gesine Lötzsch die Linke zu mehr Solidarität untereinander aufgerufen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oskar Lafontaine hat in Mülheim die Linke vor einer „Anbiederung“ an andere Parteien gewarnt – und Kritiker der Doppelspitze als „Schnarchkappen“ bezeichnet. Für seine Rede beim Landesparteitag in NRW <a href="https://twitter.com/#!/linkenrw_live/statuses/112510410082619392" target="_blank">bekam er</a> minutenlangen Applaus. Ihn packe „manchmal der Zorn, wenn ich da irgendwo lese, dass kritische Geister in unserer Partei, um irgendwelchen Medien zu gefallen“, sagten, man dürfe nicht nur gegen Hartz IV oder die Rente mit 67 sein. Nach Meinung des Saarländers gibt es für die Partei keinen Grund für einen Kurswechsel, zugleich sieht er offenbar bei einem Teil der Linken eine zu große Nähe zu rot-grünen Positionen. „Ich sage an die Adresse der SPD und der Grünen: Es gibt ja so viele bei uns, die glauben, man müsse unbedingt sich diesen Parteien anbiedern. Ich habe da eine ganz andere Meinung. Sie haben es nötig, über Ihre Fehler nachzudenken.“</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/28860097?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" frameborder="0" width="460" height="280"></iframe></p>
<p><a href="http://vimeo.com/28860097">Rede von Oskar Lafontaine auf dem Landesparteitag der LINKEN.NRW am 10.09.2011 in Mülheim a.d. Ruhr</a> from <a href="http://vimeo.com/user4713763">Andreas Seier</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Mit Blick auf die jüngsten Querelen in der Partei und das umstrittene Glückwunschschreiben an den früheren kubanischen Staatschef sagte Lafontaine, Castro sei ein Mann, „der zugegebenermaßen einiges auf dem Kerbholz hat, aber seine Insel von einer brutalen Diktatur befreit hat“. Deutsche Waffenlieferungen in alle Welt seien ein weit schwerwiegenderes Problem. „Liebe Frau Merkel, ich appelliere an dieser Stelle an Sie: Schreiben Sie doch bitte Briefe an Diktatoren und liefern Sie keine Waffen an sie.“ Lafontaine äußerte sich erwartungsgemäß auch zur Eurokrise und <a href="https://twitter.com/#!/NiemaMovassat/statuses/112501833808883712" target="_blank">verlangte</a>, „wenn die Verluste sozialisiert werden, fordert die Linke selbstbewusst dass auch die Gewinne sozialisiert werden.“ Die Demokratie müsse vor der „Diktatur der Finanzmärkte“ gerettet werden: „Wir müssen feudale Ordnungen überwinden, wo sie da sind.“ Lafontaine <a href="http://www.kanal8.de/default.aspx?ID=983&amp;showNews=1023452" target="_blank">plädierte</a> für eine öffentlich-rechtliche Organisation des Bankensektors und bezeichnete Hartz IV als „die Panzerfaust an die europäische Idee“ &#8211; das dadurch in Gang gesetzte Lohndumping in Deutschland sei eine der Hauptursachen für die aktuellen Probleme.</p>
<p><em>Heimlicher Vorsitzender Lafontaine begeistert die Linke</em><br />
<em>Bericht auf derwesten.de &#8211; <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Heimlicher-Vorsitzender-Lafontaine-begeistert-die-Linke-id5047225.html" target="_blank">hier<br />
</a>Von &#8220;Schnarchkappen&#8221; und &#8220;Zockerbuden&#8221;<br />
in der Süddeutschen Zeitung &#8211; <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Heimlicher-Vorsitzender-Lafontaine-begeistert-die-Linke-id5047225.html" target="_blank">hier<br />
</a></em></p>
<p>Zuvor hatte Gesine Lötzsch die Linke zu mehr Solidarität untereinander <a href="http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/ruhrgebiet-regional/loetzsch-ruft-linke-zur-geschlossenheit-auf-19887238.bild.html" target="_blank">aufgerufen</a>. Die Partei trete für eine solidarische Gesellschaft ein, sagte die Vorsitzende am Samstag in Mülheim beim NRW-Landesparteitag, die Linke müsse dabei aber auch ein Vorbild sein: „Wir müssen in unserer Partei selbst Solidarität leben.“ Mit Blick auf die innerparteilichen Konflikte sagte Lötzsch, sie sei „der festen Überzeugung, dass keine Macht der Welt uns an der Umsetzung unseres Programms hindern kann. Nur wir selbst können uns daran hindern, unser eigenes Programm umzusetzen“. Die Gegner der Partei wüssten das „und versuchen, uns gegeneinander in Stellung zu bringen“. Auf Derwesten.de <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Loetzsch-wirft-Merkel-auf-Parteitag-in-Muelheim-Versagen-in-Finanzkrise-vor-id5046999.html" target="_blank">heißt es zudem</a>, Lötzsch habe der Bundesregierung massives Versagen bei der Bewältigung der Finanzkrise vorgeworfen. „Unter lautem Beifall der Delegierten“ habe die Vorsitzende erklärt, Kanzlerin Angela Merkel fühle sich „nur den Rating-Agenturen und Börsen verpflichtet“ und werde „längst lediglich als Steuereintreiberin für die Banken wahrgenommen“. Es sei die Aufgabe der Linkspartei, „die Staatskasse aus der Geiselhaft der Banken zu befreien“. Die Linke wolle nicht von der Krise profitieren, sondern die Gesellschaft verändern. Die Linken-Abgeordnete Sahra Wagenknecht forderte die Partei auf, im neuen Parteiprogramm der Linken keine Sozialkürzungen zu akzeptieren. Die Linke müsse die Systemfrage stellen. Nach ihrer Rede <a href="https://twitter.com/#%21/linkenrw_live/statuses/112466821055119360" target="_blank">erhielt</a> Lötzsch minutenlangen Beifall. Am Nachmittag wurde in Mülheim Oskar Lafontaine erwartet &#8211; er werde sich, <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/09/parteitag-in-nrw-haushalt-muelheim/" target="_blank">hieß es im Vorfeld</a>, mit einer Grundsatzrede zum Programm zu Wort melden. Live-Berichte vom NRW-Parteitag gibt es <a href="http://www.dielinke-nrw.de/start/landesparteitag_2011_samstag/" target="_blank">hier</a>. (vk)</p>
<p><em>Linke in NRW berät über neues Grundsatzprogramm</em><br />
<em>Bericht im Deutschlandfunk &#8211; <a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/09/10/dlf_20110910_1244_339ce1e0.mp3" target="_blank">hier</a></em></p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=21782&amp;md5=4c9cbd55fa70463595c3105803f26740" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Parteitag in NRW</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 22:06:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Samstag beginnt in Mülheim ein Parteitag der NRW-Linken. Den Delegierten haben ein umfangreiches Programm zu bewältigen - es geht um einen Leitantrag, der die Rolle der Partei in der Opposition bestimmen soll, um die Position der Landtagsfraktion zum nächsten Haushalt der rot-grünen Minderheitsregierung, um Satzungsfragen und den stockenden Parteiaufbau. Am Samstag werden zunächst Gesine Lötzsch und dann Oskar Lafontaine sprechen - der Saarländer werde, heißt es, eine Grundsatzrede zum Parteiprogramm halten]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Samstag beginnt in Mülheim ein <a href="http://www.dielinke-nrw.de/nc/partei/parteitag/parteitag_2011/" target="_blank">Parteitag</a> der NRW-Linken. Den Delegierten haben ein umfangreiches <a href="http://www.dielinke-nrw.de/fileadmin/kundendaten/www.dielinke-nrw.de/dokumentenarchiv/Aktualisierter%20TO%20ZP%20Entwurf.pdf" target="_blank">Programm</a> zu bewältigen &#8211; es geht um einen Leitantrag, der die Rolle der Partei in der Opposition bestimmen soll, um die Position der Landtagsfraktion zum nächsten Haushalt der rot-grünen Minderheitsregierung, um Satzungsfragen und den stockenden Parteiaufbau. Am Samstag werden zunächst Gesine Lötzsch und dann Oskar Lafontaine sprechen. Eine Nachrichtenagentur hat die Landessprecherin Katharina Schwabedissen mit den Worten <a href="http://www.bild.de/regional/duesseldorf/duesseldorf-regional/loetzsch-und-lafontaine-bei-nrwlinkenparteitag-19835956.bild.html" target="_blank">zitiert</a>, der Saarländer werde eine Grundsatzrede zum Parteiprogramm halten. Lötzsch wolle sich zu den Aufgaben der Partei und einer besseren Umsetzung des Programms im Alltag äußern, wird unter Berufung auf eine Sprecherin in Berlin berichtet. Zunächst wird allerdings über die Landesfinanzordnung debattiert, dann steht der Leitantrag zum Erfurter Programmparteitag auf der Tagesordnung &#8211; in diesem Zusammenhang reden auch Lötzsch und Lafontaine. Am Sonntag folgen dann Nachwahlen zum Landesvorstand und die Beschlussfassungen zu Leitantrag und dem Haushalt. Über die dazu geführten Diskussionen ist in diesem Blog immer wieder berichtet worden &#8211; zum zunächst vorgelegten <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/08/heisser-herbst-mit-rummenigge-landesvorstand-nrw-leitantrag-parteitag-opposition/" target="_blank">Leitantrag</a>, zu einem <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/08/in-die-falsche-richtung-leitantrag-nrw-parteitag-haushalt-duldung-rot-gruen/" target="_blank">Alternativantrag</a> aus den Reihen der Sozialistischen Linken, <a href="http://www.scharf-links.de/90.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=17984&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=5022a28a57" target="_blank">Kritik</a> an diesem und den Bemühungen zu einem Kompromiss sowie den <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/09/ruediger-sagel-kandidiert-landesgeschaeftsfuhrer-nrw-parteitag-haushalt-fraktion/" target="_blank">Plänen</a> des Düsseldorfer Abgeordneten Rüdiger Sagel.</p>
<p>In Mülheim liegt zudem ein Antrag vor, der Positionierung zum Landesetat 2012 „gesondert mit ausreichendem Zeitrahmen“ zu debattieren, damit das Thema nicht zwischen den vielen anderen Themen der Leitantragsdebatte „untergeht“. Konkret zur Etatfrage formulierte Anträge &#8211; etwa aus Düsseldorf und Köln &#8211; liegen vor, der Leitantrag geht aber auch auf das Haushaltsthema ein. In der <em>Rheinischen Post</em> <a href="http://nachrichten.rp-online.de/leitartikel/linke-pokern-hoch-1.1819680" target="_blank">heißt es</a>: „Die Linkspartei in NRW hat der rot-grünen Minderheitsregierung im vergangenen Jahr durch ihre Enthaltung zu einer Mehrheit für den Etat 2011 verholfen. Nun, auf dem Parteitag am Wochenende, soll der Preis für die Tolerierung des Etats 2012 fixiert werden. Die Linken verlangen, dass landesweit ein Sozialticket für Busse und Bahnen zum Preis von 15 Euro eingeführt wird.“ Das ist, zumindest für einen Teil der NRW-Partei, nicht die einzige Forderung für eine neuerliche Enthaltung. Die Zeitung meint weiter, es sei überhaupt die Frage, „ob Rot-Grün überhaupt Lust verspürt, auch auf noch so abgespeckte Forderungen der Linkspartei einzugehen. Wenn die Minderheitsregierung keine Mehrheit für ihren Etat bekommt, gibt es Neuwahlen. Die Ablehnung des Sozialtickets ließe sich mit Sparzwängen leicht begründen. Nun bietet die Linke der Kraft-Regierung eine Steilvorlage. Die Grünen wollen Neuwahlen. Die SPD sieht sich im Aufwärtstrend. Ein Urnengang im Jahr 2012 wird immer wahrscheinlicher.“</p>
<p>Ebenfalls in der Debatte zum Leitantrag wird es auch um Fragen des Parteiaufbaus in NRW gehen. Eine „beschlossene Mitgliederkampagne wurde in den Kreisverbänden nicht aufgegriffen und ist gescheitert“, heißt es in der Vorlage des Landesvorstandes. „Die Mitgliederentwicklung ist rückläufig“. Die Partei tausche „gerade – ähnlich wie die Grünen in den neunziger Jahren &#8211; ihre Mitgliedschaft aus. Für jeden Neueintritt müssen wir einen Austritt verbuchen“. Die Frage ist umstritten, in einem Änderungsantrag heißt es: Es war „genau umgekehrt, wie im Entwurf des Leitantrages behauptet: Die Kampagne zur Mitgliederwerbung und Parteientwicklung, der Beschluss auf dem Parteitag war eine Initiative aus den Reihen der Kreisverbände, es war der Landesvorstand, der sie nicht aufgriff und es unterließ, einen zentralen Beschluss des Landesparteitages umzusetzen, bzw. seine Umsetzung zu organisieren.“ In einem weiteren Antrag von Günter Blocks heißt es, „nicht seit einigen Wochen, sondern vielmehr seit dem Zeitpunkt des Amtsantritts dieses Landesvorstandes vor einem Jahr hat die Linke. NRW 7,5 Prozent ihrer Mitglieder verloren. Statt einer Analyse dieser Fehlentwicklung folgt nur der hilflose Appell“. (tos)</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=21770&amp;md5=d01bd80dd58288d1e6b6af2712eb5640" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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