Schlagwort Archiv: Medien

Apr 29th, 2011

Medienfoul geahndet

Die Initiative für Fairplay in der Linken ist noch jung, da findet sie schon internationale Nachahmung. Wie am Rande der Londoner Hochzeitsfeierlichkeiten bekannt wurde, hat das Königshaus während der Trauungszeremonie in der Westminster Abbey ein Twitter-Verbot verhängt. Gleiches wurde dem Vernehmen nach bereits für Vorstandssitzungen der Linkspartei erwogen. Die Royals wollten mit ihrer Maßnahme erreichen, dass Informationen über die Zeremonie ausschließlich auf monarchieinternen oder wenigstens -nahen Kanälen an die Öffentlichkeit gelangen und zur Werbung für den Thron beitragen. Ein böses Medienfoul am Hofe wurde unverzüglich hart geahndet

Regeländerung

Apr 27th, 2011

Regeländerung

Es ist ungewöhnlich, wenn der Text eines Aufrufs, der inzwischen von über 250 Leuten unterstützt wird, eine Korrektur erfährt. In diesem Fall gilt das umso mehr, da es die "Goldenen Regeln" betrifft, also jenen "Ehrenkodex" der Initiative Fairplay, der hier im Blog so rege diskutiert wird, und über den nun auch unter anderem der Tagesspiegel, die Süddeutsche und das Neue Deutschland berichten. Es geht um Regel Nr. 1, die inzwischen geändert, man darf sagen: entschärft wurde

Apr 25th, 2011

Sieben Regeln

Mit einer Initiative setzen sich jetzt Mitglieder der Linken für ein „Fair Play“ in der Partei ein und haben einen freiwilligen „Verhaltens bzw. Ehrenkodex“ ins Spiel gebracht, um es genauer zu sagen: im Sinne eines „guten Mannschaftsspiels“. Genau das sehen die Aufrufer um den Bundessprecher der Sozialistischen Linken, Fabio De Masi, durch „gezielte Angriffe über Medien – auch aus den eigenen Reihen“ gefährdet. Die Initiatoren betonen ausdrücklich, dass der Aufruf sich nicht gegen jemand richtet, sondern Engagement für etwas darstellt, nämlich eine starke und glaubwürdige Linke. Die vorgeschlagenen "sieben goldenen Spielregeln" leisten dazu keinen Beitrag

Rrrreaktionen

Apr 7th, 2011

Rrrreaktionen

Gysi schließt etwas nicht aus - und alle müssen etwas dazu sagen. Und wer hält nun genau was von einem Lafontaine-Comback, über das der Betreffende selbst keinen Anlass sieht, sich nochmals zu äußeren? Eine kleine Übersicht von Lötzsch und Ernst, über Bartsch und Bockhahn bis zu Wagenknecht und Zimmermann. Und was die Zeitungen dazu denken

Mrz 29th, 2011

Nach der Wahlschlappe

Die Linke hat am Sonntag eine schwere Niederlage einstecken müssen. Die einen nennen es ein „Desaster“, die anderen „keine Katastrophe“. Der Raum zwischen solchen Begriffen zeigt an, wie unterschiedlich die Bewertungen der Ergebnisse in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ausfallen können. In dem Kontrast spiegelt sich aber mehr noch als ernste Analyse wider, wie schwierig die Bedingungen für das sein werden, was jetzt alle in der Partei fordern – eine Diskussion über inhaltliche und strategische Schlussfolgerungen

Mrz 23rd, 2011

JU klaut Wahlplakate

Ein JU-Kreisvorsitzender klaut Wahlplakate von SPD und Linkspartei in Baden-Württemberg, lässt sich dabei erwischen und die CDU zeigt sich "sprachlos". Die Jusos sehen einen "neuen Tiefpunkt", die Polizei ermittelt - und der Spitzenkandidat der Linken, der gerade noch beim Redaktionsbesuch bei der Bild-Zeitung war, sieht nach einer Entschuldigung der Jungen Union die Sache als erledigt an. Eine kleine Geschichte aus dem Wahlkampf im Südwesten

Feb 11th, 2011

Kein Pampern

Als die Hamburger Spitzenkandidatin der Linken in dieser Woche gefragt wurde, ob sie in der Medienlandschaft mit ihren Botschaften durchdringe, verfiel Dora Heyenn nicht in das in der Partei gern gepflegte Lamento: „Wir sind jeden Tag in den fünf Hamburger Zeitungen präsent, darunter drei Springerblätter.“ Die 61-Jährige weiß allerdings auch, dass das nicht immer so war. Und dass es auch an der Linken selbst liegt, wenn sich das mediale Verhältnis etwas entkrampft hat. In den letzten Tagen erschienen viele Porträts, die vom üblichen Ton abgesehen, der bei der Linken angeschlagen wird, positive Botschaften vermittelten

Jan 14th, 2011

Mausetot, sehr lebendig

Angesichts von Rufen wie jenem von Matthias Platzeck, nach denen der Kommunismus „mausetot“ ist, zeigt sich die öffentliche Debatte über den K-Text von Gesine Lötzsch außerordentlich lebendig. Politik reagiert da wie ein großes Schiff, man kann nicht einfach stoppen und aussteigen, der Bremsweg ist einfach zu lang. Von der FDP kann man lernen, wie solche eigendynamische Abwärtsfahrten ablaufen

Schlecht gesoffen

Jan 13th, 2011

Schlecht gesoffen

Immer öfter fragt man sich, welche Kommunikationsstrategie die Linkspartei da eigentlich verfolgt. Irgendeine geheime, subtil verborgene Vernunft muss schließlich dahinterstecken, wenn zum Beispiel Klaus Ernst jetzt ohne Not noch einmal das Fass mit den Luxus-Linken aufmacht. Kaum hat ihn Gesine Lötzsch mit einem kräftigen Tritt ins Kkommunismus-Näpfchen von öffentlichem Druck befreit, redet sich der Gewerkschafter nun selbst wieder um Porsche und Profil. In einem Interview im aktuellen Stern rechtfertigt sich Ernst für Vorhaltungen, die in Zeiten medialen Alzheimers fast schon vergessen waren; propagiert keinen einzigen der Reformvorschläge, die nicht zu haben man parteiintern gern anderen vorwirft und blamiert sich mit dem Versuch, einen linken Hedonismus zu verteidigen, der gar nicht angegriffen wurde

Jan 7th, 2011

Democratic Chic

Es fügt sich das eine zum anderen: Während noch letzte Ermahnungen wegen des Textes von Gesine Lötzsch zum „Kommunismus“ in Richtung der Linkspartei eingehen, schafft der Tagesspiegel mit einer exklusiven Meldung rechtzeitig einen neuen Rahmen: „Die linksextreme Szene in Deutschland wird stärker“, berichtet das Blatt mit den guten Beziehungen zum Verfassungsschutz. „Den deutlichsten Zuwachs hat das Spektrum der ,Marxisten-Leninisten‘ zu verzeichnen.“ Na also! Und auch bei Springers kommt man erst jetzt richtig auf Touren. Eine vielleicht vorletzte Übersicht:

Jan 5th, 2011

Rrrrreaktionen

Gesine Lötzschs Text, in dem es eher am Rande um den Kommunismus geht, hat Wellen geschlagen, womit die Linken-Vorsitzende, die eben noch die Wogen glätten wollte, vielleicht nicht gerechnet hat. Vielleicht aber doch. Es hagelte pflichtschuldige Empörung, Hubertus Knabe schaffte es in die Abendnachrichten, Alexander Dobrindt von der CSU schließt ein Verbot der Linken nicht aus. Ebenso erfuhr der „Kommunismus“-Text, in dem es nicht um Kommunismus geht, sehr kontroverse Reaktionen in der Linken. Eine kleine Übersicht

Kein klares Wort

Jan 4th, 2011

Kein klares Wort

Pragmatisch, radikal, blicken lassen können? Die Zeitungen machen sich ihre Gedanken über die Zukunft der Linken. Und auch wenn mancher Kommentar zum Führungsstreit vorgibt, der Partei beim Vorankommen mit hilfreichen Argumenten zu helfen, gelingt die Befreiung aus dem selbstgezimmerten Denkkasten nicht. Was auch auf manchen in der Linkspartei selbst zutrifft. Eine kleine Zeitungslektüre

Dez 30th, 2010

Vorletzter Stand

Von Maulkörben und Putschgerüchten: Eine kleine Übersicht über die jüngsten Wortmeldungen im so genannten Führungsstreit bei der Linken nebst ein paar Zeitungskommentaren, welche die Partei wahlweise in den Abgrund schlittern oder in eine helle Ost-Zukunft schreiten sehen

Dez 29th, 2010

Bilanzen I

Wie war 2010? Allerorten wird zurückgeblickt, wird das Vergangene abgewogen und bewertet. Die vorherrschende Form der Öffentlichkeit zieht es nach sich, dass die meisten Bilanzen „journalistische“ sind, was eben leider auch etwas über ihre Urteilskraft sagt. Man nimmt die größten Schlagzeilen her und macht sich einen allgemeinen Reim darauf - wie zum Beispiel die ARD, die der Linkspartei ein „Jahr zum Abhaken“ attestiert

Dez 20th, 2010

Ost-Bündnis? Eine Übersicht

Tagesspiegel: Meuterei gegen Ernst – hier Süddeutsche: Linke gegen Linke – hier Raju Sharma: Das sind nur Arbeitstitel – hier Wulf Gallert: Abenteuerliche Spekulationen – hier Dietmar Bartsch: Keine Ost-Landesgruppe – hier Jan Korte: Es wird nicht stattfinden – hier Matthias Höhn: In der Sache Unfug – hier Gregor Gysi: Die wollen alle nicht teilnehmen [...]

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