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	<title>Lafontaines Linke &#187; Hessen</title>
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		<title>Hessische Demokraten</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 22:59:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Wolfgang Greilich]]></category>

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		<description><![CDATA[Kampf gegen Extremismus auf Hessisch: Der Landtag in Wiesbaden beschäftigte sich mit dem Kampf gegen den Rechtsextremismus. Es ging natürlich auch und vor allem um die Mordserie der rechtsextremistischen Terrorzelle und ihrer Helfer. In diesem Kontext bezeichnete der FDP-Abgeordnete Wolfgang Greilich die Linksfraktion als „Extremisten in diesem Hause“. Beifall auf der rechten, Protest auf der linken Seite des Parlaments]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kampf gegen Extremismus auf Hessisch: Der Landtag in Wiesbaden beschäftigte sich am Donnerstag mit dem Kampf gegen den Rechtsextremismus; beantragt hatte den Tagesordnungspunkt die Linksfraktion. Es ging natürlich auch und vor allem um die Mordserie der rechtsextremistischen Terrorzelle und ihrer Helfer. In diesem Kontext fabulierte der FDP-Abgeordnete Wolfgang Greilich über rechten und linken Extremismus und bezeichnete die Linksfraktion als „Extremisten in diesem Hause“. CDU und FDP applaudierten wie bei jeder dieser Geschmacklosigkeiten, die Linke indessen protestierte und verlangte eine Unterbrechung der Sitzung. Tatsächlich kam der Ältestenrat zusammen, um über den Vorfall zu sprechen, und als das Plenum seine Arbeit wieder aufnahm, gab Landtagspräsident Norbert Kartmann (CDU) eine zaghafte <a href="http://www.hessischer-landtag.de/icc/Internet/nav/889/broker.jsp?uMen=95f305da-b315-9911-a7c5-ab64c48b23a9&amp;uTem=aaaaaaaa-aaaa-aaaa-bbbb-000000000005&amp;page=1&amp;pagesize=10&amp;all=true&amp;uCon=3fc6340f-f0c3-4318-7b10-7332184e3734">Erklärung</a> ab. Ohne eine Partei oder einen Namen zu nennen, forderte er die Abgeordneten allgemein zu mehr Sensibilität auf. Immerhin merkte er an, dass bei missverständlichen Äußerungen „der Prozess der Hilfe des Landtags beim Kampf gegen Rechtsextremismus völlig zwecklos“ ist. Greilich entschuldigte sich für seine „missverständliche Wortwahl“, obwohl sie offenbar nicht missverständlich, sondern eindeutig war: Er hält die Linke für extremistisch, und weil er das in einer Debatte über Nazimord und -totschlag erklärte, kann man durchaus von einem durch nichts zu rechtfertigenden Vergleich sprechen.</p>
<p>Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Hermann Schaus, <a href="http://www.linksfraktion-hessen.de/cms/abgeordnete/die-abgeordneten/hermann-schaus/pressemitteilungen-mainmenu-272/2805-wolfgang-greilichs-fdp-vergleich-der-linken-mit-neonazi-terroristen-ist-hetzerisch-verleumderisch-und-widerwaertig-und-eine-verhoehnung-der-opfer-durch-nazi-terror-.html">bezeichnete</a> dann auch die Aussage Greilichs als „hetzerisch, verleumderisch und widerwärtig“. Schaus verkniff sich nicht den Hinweis darauf, dass die FDP-Fraktionen der 50er und 60er Jahre „überwiegend aus Alt-Nazis bestanden“ und die CDU ebenfalls lange ein Sammelbecken für Alt-Nazis war. In einem Bericht des <em>Neuen Deutschland</em> über die Angelegenheit wird darauf hingewiesen, dass die Tochter der Linke-Landesvorsitzenden Heidemarie Scheuch-Paschkewitz vor gut drei Jahren bei einem Solid-Sommercamp von Neonazis schwer verletzt wurde, die das Lager überfallen hatten. Immer wieder werden in Hessen auch Parteibüros der Linken von Rechten attackiert. Zuletzt traf es das <a href="http://www.linksfraktion-hessen.de/cms/abgeordnete/die-abgeordneten/willi-van-ooyen/pressemitteilungen/2814-erneuter-angriff-auf-ein-wahlkreisbuero-der-linken.html">Wahlkreisbüro</a> von Fraktionschef Willi van Ooyen in Fulda, weshalb die Partei Anzeige erstattet hat. (wh)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24117&amp;md5=4a1f196172e8e1dd9b614adcb78c0c60" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kampf um die Mitte</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 22:55:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Begriff ist kontaminiert, seit sich Gerhard Schröder, Tony Blair und andere Ende der neunziger Jahre auf den Weg dorthin machten: die neue Mitte. Inzwischen ist er in der Linken angekommen, noch unfertig steht er da in der Streitlandschaft herum, wird zaghaft beansprucht: Sahra Wagenkencht sieht sich in der Mitte, Gregor Gysi als Zentrum. Und im reformsozialistischen Lager wird auch darüber nachgedacht, wie und wann man wieder in die Offensive kommt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Begriff ist kontaminiert, seit sich Schröder, Blair und andere Ende der neunziger Jahre auf den Weg dorthin machten: die neue Mitte. Inzwischen ist er in der Linken angekommen, noch unfertig steht er da in der Streitlandschaft herum, wird zaghaft beansprucht, manchmal noch vorsichtig umgangen. Gregor Gysi hat mit seinem Verweis, für ein „Zentrum“ zu stehen, eine Mitte umrissen, die zwischen den strömungspolitischen Lagern steht und gewissermaßen als Hüter eines Pluralismus den Ausgleich zwischen Reformsozialismus und Oppositionsparadigma garantiert. Sahra Wagenknecht hat die „Mitte“ in einem anderen Sinne für sich reklamiert, man könnte sagen: im Anschluss an Sigmar Gabriels hegemoniepolitische Interpretation.</p>
<p><strong>Wagenknecht und die Mitte</strong></p>
<p>Der SPD-Vorsitzende hatte auf dem Dresdner Parteitag vor zwei Jahren die Mitte als „die Deutungshoheit in der Gesellschaft“ bezeichnet. „Die politische Mitte in einem Land hat der gewonnen, der in den Augen der Mehrheit der Menschen die richtigen Fragen und die richtigen Antworten bereithält.“ Bezogen auf die Linke <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/politik-kompakt-wagenknecht-will-nicht-mehr-radikal-sein-1.1186601" target="_blank">sieht sich nun</a> die Partei- und Fraktionsvize als Stimme einer Mehrheit. <a href="http://www.presseportal.de/pm/6329/2148786/stern-umfrage-wagenknecht-kommt-im-volk-nicht-an" target="_blank">Eine Umfrage</a> scheint das zu bestätigen. Auf die Frage einer Nachrichtenagentur, ob sie sich in der „Mitte der Partei“ sehe, verwies Wagenknecht auf die „Resonanz, die ich aus der Partei bekomme“ und antwortete mit: „Ja, klar. Ich bin überzeugt, dass ich mit meinen Positionen in der Mitte der Linken stehe. Die Linke ist eine antikapitalistische Partei.“ Anders als bei Gysi, wird die Mitte hier also weniger als Brücke zwischen den verschiedenen Vorstellungen betrachtet, was die Linke sein soll, sondern sie wird auch inhaltlich besetzt. Wagenknecht hat in dem Gespräch erklärt, sie selbst verstehe sich „gar nicht als Flügelvertreterin“. Das entspricht der inoffiziellen Vereinbarung, nach der Mitglieder der engeren Führungsspitze nicht mehr als solche agieren sollen, weshalb Wagenknechts Mitgliedschaft in der Kommunistischen Plattform ruht.</p>
<p>Nach <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/sahra-wagenknecht-wirklich-in-der-mitte-der-partei/5871032.html" target="_blank">einem Bericht</a> des <em>Tagesspiegels</em> hat Wagenknecht nun aber die jüngste Vorstandssitzung platzen lassen – um eine Entscheidung zu verhindern, welche die Flügelorganisationen betrifft. Es geht um die Mittel für die Zusammenschlüsse: Nach dem Entwurf des neuen Finanzplans 2012, so heißt es dort, soll die KPF zwar etwas mehr direkte Zuweisungen erhalten (11.000 statt 9.000 Euro); zugleich sollte aber auch die Möglichkeit der indirekten Finanzierung über Druckkosten etc. eingeschränkt werden, die ungleich in Anspruch genommen wird und ein intransparentes Nebensystem etabliert hat, in dem nach dem Bericht fast genauso viel Geld fließt (140.000 Euro) wie bei der ordentlichen Finanzierung (160.000 Euro). Offenbar wollte Wagenknecht das nicht mittragen, schlug ein Kompromissangebot von Klaus Ernst aus und verließ mit zwei Kolleginnen die Sitzung – worauf der Vorstand („der Laden“) beschlussunfähig war. Ida Schillen sei eigens noch einmal in den Raum zurückgekehrt, um die Überprüfung der Beschlussfähigkeit zu verlangen. <a href="https://www.die-linke.de/partei/organe/parteivorstand/parteivorstand20102012/vondensitzungen/sofortinformationsitzungam19und20november2011/" target="_blank">In der Mitteilung</a> des Linkenvorstands heißt es dazu knapp: „Die Beratung des Finanzplanes wurde auf die nächste Beratung im Januar verschoben, weil der Parteivorstand am Ende der Sitzung beschlussunfähig war.“</p>
<p><strong>Gute Jahre für Reformsozialisten?</strong></p>
<p>Soviel zum Kampf um die Mitte, der oft einer der kleine Gefechte ist,  auf dieser Seite. Auf der anderen wird natürlich auch über mehr Einfluss, die Verankerung von Positionen sowie die Frage nachgedacht, wer in der mittleren Zukunft in der Linkspartei maßgeblich Politik, Personal und Strategie bestimmt. <a href="http://www.potemkin-zeitschrift.de/2011/11/23/gute-jahre-fur-reformer-listenaufstellungen-im-westen-werfen-ihre-schatten-voraus/" target="_blank">In einer Kritik</a> von zwei Diskussionspapieren für den Landesvorstand der Linken in Niedersachsen geht Juan Pedro Sanchez Brakebusch der Frage nach, ob nicht entgegen des ersten Anscheins nun „gute Jahre für Reformer“ anstehen. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass die Linke bei den voraussichtlich zwei Landtagswahlen vor der kommenden Bundestagswahl – im Mai 2012 Schleswig-Holstein und im Januar 2013 in Niedersachsen – deutliche Niederlagen einfährt, was „schnell zu einer Destabilisierung des internen Parteidiskurses führen würde. Berechtigterweise müsste dann die eigentliche Parteiführung (Wagenknecht, Lafontaine, Gysi) Verantwortung für diese Niederlagen übernehmen“. Gerechnet wird in dem Text auch mit einer stark veränderten nächsten Bundestagsfraktion, wobei schlechtere Wahlergebnisse im Westen vor allem zu Lasten von Antikapitalistischer Linker und Sozialistischer Linker gehen würden. Die Landtagswahlen in Bayern und Hessen, die ebenfalls im Herbst 2013 stattfinden, werden nicht einbezogen.</p>
<p>Ein erkennbarer Abwärtstrend der Partei im Westen, so Juan Pedro Sanchez Brakebusch, würde auch die Machtfrage in der Partei auf eine andere Grundlage stellen. Die „östlichen Landesfürsten“ könnten „zu den Gewinnern der kommenden Auseinandersetzung gehören, gerade weil die Nutzung der Krise der Westverbände eine Taktik erfordert, die sie aus dem Effeff beherrschen: Nämlich zwei Jahre gar nichts tun.“ Das <a href="https://www.die-linke.de/programm/mitgliederentscheid/" target="_blank">Programm</a> wird „dank der Aufweichung zentraler Programmforderungen des Retroflügels“, als ein „Erfolg durch die Hintertür für das Forum demokratischer Sozialisten und die anderen Reformnetzwerke“ bezeichnet; zudem werde das Auslaufen der <a href="https://www.die-linke.de/partei/dokumente/bundessatzungderparteidielinke/7uebergangsundschlussbestimmungen/38uebergangsbestimmungen/" target="_blank">Übergangsregelung</a> für die Bestimmung der Delegiertenmandate zum Parteitag das Gewicht auch hier wieder in Richtung Osten verschieben. In dem Papier wird allerdings vor einer zu frühen „politischen Offensive“ der Reformer gewarnt: Es gehöre zu der Überlegung auch, „die Partei im Juni 2012 in die Hände derer zu geben, die die kommenden Niederlagen bis zum September 2013 auch folgerichtig verwalten müssen“. Ein „reformpolitischer Neustart vor dem Hintergrund einer möglichen großen Koalition ab dem Herbst 2013“ könne die wahre „zweite Chance für das Fusionsprojekt ,Die Linke‘ sein“.</p>
<p><strong>Erneuerung des reformsozialistischen Profils?</strong></p>
<p>Es wird hier vor allem strategisch argumentiert, zuvörderst geht es um Ressourcen innerparteilicher Macht. Mit welchem Programm die „Reformnetzwerke“ einen „Roll back“ starten soll, bleibt ebenso offen wie eine kritische Analyse des aktuellen Zustands dieses Flügels – sowohl organisatorisch als auch intellektuell. Was in Berlin an Reflektion über Grenzen, Fehler und Möglichkeiten linker Reformpolitik in Regierungsbeteiligungen begonnen wurde, wird in Brandenburg als Debatte am lebendigen Patienten ganz anders geführt. Eine bundesweite Diskussion sehe ich nicht. Inhaltliche Entwürfe, die über den engere Streit über die Kompromisslinien des Erfurter Programms hinausgehen, sind rar. Wenn man so will: Es steht eine Erneuerung des reformsozialistischen Profils noch aus, die sich nicht mehr vorrangig an den innerparteilichen Konfliktlogiken orientiert, sondern an den realen gesellschaftlichen Entwicklungen. Vorarbeiten liegen auf dem Tisch, aber die organisatorische Kraft, diese fortzuschreiben, scheint momentan nicht zu existieren.</p>
<p>Aries hat dazu <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/11/bisher-untergegangen-linksfraktion-brandenburg-rot-rot-regierungsfrage-leitbild-2020-hilker-studie/comment-page-1/#comment-20072" target="_blank">in einem Kommentar</a> einen Hinweis schon gegeben: Die Reformer machten „jetzt den großen Fehler, nicht zu begreifen, wie eng die Sache für Reformen mittlerweile wirklich ist“. Statt Spielräumen für politische Gestaltung werde durch den herrschenden Modus der Krisenbearbeitung und den neo-neoliberalen Restaurationskurs (Schuldenbremse, Sparparadigma etc.) Politik im bisherigen Sinne zunehmend auf „Notverwaltung“ beschränkt. „Es ist dringend notwendig, dass Reformer anfangen, aus der Einsicht in die Enge der Möglichkeiten, ,radikal‘ also an die Wurzel der Gründe zu gehen“. Womit wir dann wieder bei der „Mitte“ wären, die dem gehört, „der in den Augen der Mehrheit der Menschen die richtigen Fragen und die richtigen Antworten bereithält“ (Gabriel). Man kann mit Blick auf die Linkspartei zurzeit nicht behaupten, dass dieser Vorteil zurzeit auf reformsozialistischer Seite liegt. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=23512&amp;md5=4c8fb81a873a63224d539a82082e681e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Parteitag in Wetzlar</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/10/parteitag-in-wetzlar-ernst-krise/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Oct 2011 15:44:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Ernst]]></category>
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		<description><![CDATA[Die hessische Linke hat am Samstag in Wetzlar einen zweitägigen Parteitag begonnen, die Delegierten wollen über den Kurs bis zur nächsten Landtagswahl diskutieren. Außerdem stehen Änderungsanträge zum neuen Programm und zur Satzung auf der Tagesordnung]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die hessische Linke hat am Samstag in Wetzlar einen zweitägigen <a href="http://www.die-linke-hessen.de/lv15/partei/landesparteitage/4landesparteitag" target="_blank">Parteitag</a> begonnen, knapp 150 der geladenen 210 Delegierten wollen über den Kurs bis zur nächsten Landtagswahl diskutieren. Außerdem stehen Änderungsanträge zum neuen Programm und zur Satzung der Linkspartei auf der Tagesordnung. Klaus Ernst sprach Fehler der Doppelspitze an, fordet nun aber die Rückkehr zur inhaltlichen Auseinandersetzung und zum Engagement gegen die Folgen der Krise. (vk)</p>
<p><em>Ernst hadert mit Querelen der Linken &#8211; <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Parteichef-Ernst-hadert-mit-Querelen-der-Linken-id5118165.html" target="_blank">derwesten.de</a></em><br />
<em>Linke nimmt Finanzplatz ins Visier &#8211; <a href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36090&amp;key=standard_document_42757356" target="_blank">Hessischer Rundfunk</a></em><br />
<em>Ernst warnt vor Sozialabbau &#8211; <a href="http://www.giessener-anzeiger.de/nachrichten/politik/hessen/11218178.htm" target="_blank">Gießener Anzeiger</a></em><br />
<em>Linke will Fettnäpfchen meiden &#8211; <a href="http://www.fr-online.de/rhein-main/landesparteitag-die-linke-linke-will-fettnaepfchen-meiden,1472796,10956274.html" target="_blank">Frankfurter Rundschau</a></em></p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=22219&amp;md5=43dd90bfc9e1ff9561fc21174ea1f3b0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lesenswert</title>
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		<pubDate>Sun, 29 May 2011 14:19:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<description><![CDATA[Die hessische CDU nimmt die Linkspartei ziemlich ernst: Nun schon zum vierten Mal legten die Christdemokraten ein Schriftstück vor, das sie Dokumentation nennen und das die Verfassungsfeindlichkeit der Linken beweisen soll. Der Zweck ist kurz und einfach zu beschreiben: Die Linke soll außerhalb des demokratischen Spektrums gestellt werden, Zusammenarbeit soll deshalb verweigert, die Beobachtung durch den Verfassungsschutz dadurch begründet werden. Die Beweise für die vermeintliche Verfassungsfeindlichkeit der Linken sind entweder Schnee von gestern oder lächerlich]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die hessische CDU nimmt die Linkspartei ziemlich ernst: Nun schon zum vierten Mal <a href="http://www.fr-online.de/rhein-main/cdu-nennt-linke--extremistisch-/-/1472796/8495016/-/" target="_blank">legten</a> die Christdemokraten ein Schriftstück vor, das sie <a href="https://www.epenportal.de/web/datapool/storage/files100140/Dokumentation_Die_Linke/LINKEN_Doku_Teil_IV.pdf" target="_blank">Dokumentation</a> nennen und das die Verfassungsfeindlichkeit der Linken beweisen soll. Der Zweck ist kurz und einfach zu beschreiben: Die Linke soll außerhalb des demokratischen Spektrums gestellt werden, Zusammenarbeit soll deshalb verweigert, die Beobachtung durch den Verfassungsschutz dadurch begründet werden. Die Beweise für die vermeintliche Verfassungsfeindlichkeit der Linken sind entweder Schnee von gestern oder lächerlich. Beispielsweise gilt es der CDU als Nachweis eines marxistisch-leninistischen Weltbildes, dass die Linke erklärt, CDU und FDP ließen sich vor den Karren der Atomlobby spannen. Die Formulierung „Alle Menschen sollen am Reichtum teilhaben können“ aus der Programmatik der Linken wird als Streben nach Kontrolle über alle Lebensbereiche interpretiert. Die Forderung nach Wettbewerbskontrolle in der Privatwirtschaft betrachtet die CDU als den Versuch zur Rückkehr der Räterepublik aus Zeiten der Novemberrevolution 1918. So geht das endlos weiter, und angesichts dieses Konzentrats an Borniertheit und Beschränktheit wundert es nicht, dass die Linke selbst den Text zur Lektüre empfiehlt: „Fast durchweg lesenswert“ lautet das Prädikat der Hessen-Linken. Parteisprecher Thomas Klein jedenfalls würde am liebsten etliche Exemplare bestellen, denn für die Öffentlichkeitsarbeit der Linken seien die CDU-Broschüren geeignet. (<em>wh, Foto: Ausriss vom Titel der CDU-Broschüre, der in Hessen äußerst aktive Herr Honecker darf natürlich nicht fehlen</em>)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=20120&amp;md5=599b2fbd4e555c5cfb10211bcabf391d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Linke Piraten</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 17:20:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Not macht erfinderisch - das gilt auch in der Politik. Beispielsweise dann, wenn Mehrheiten versuchen, die Rechte von Minderheiten einzuschränken. Das geschieht derzeit in hessischen Kommunen, wo nach der kürzlichen Kommunalwahl die Machtverhältnisse neu sortiert werden. Da kommt es schon mal vor, dass Rathausmehrheiten den gesetzlichen Spielraum zur Festlegung der Mindestgröße von Kommunalfraktionen ausreizen und die Hürden möglichst hoch legen. Je weniger vollwertige Oppositionsfraktionen mit allen Rechten, desto leichteres Spiel]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Not macht erfinderisch &#8211; das gilt auch in der Politik. Beispielsweise dann, wenn Mehrheiten versuchen, die Rechte von Minderheiten einzuschränken. Das geschieht derzeit in hessischen Kommunen, wo nach der kürzlichen Kommunalwahl die Machtverhältnisse neu sortiert werden. Da kommt es schon mal vor, dass Rathausmehrheiten den gesetzlichen Spielraum zur Festlegung der Mindestgröße von Kommunalfraktionen ausreizen und die Hürden möglichst hoch legen. Je weniger vollwertige Oppositionsfraktionen mit allen Rechten, desto leichteres Spiel. Über solche Fälle <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/196164.hessen-piraten-und-linke-gehen-laengsseits.html" target="_blank">berichtet</a> das <em>Neue Deutschland</em>, und auch darüber, wie sich die Betroffenen zur Wehr setzen. Beispielsweise, indem sich Abgeordnete verschiedener Parteien bzw. Listen zu Fraktionen zusammenschließen. In Wiesbaden etwa gibt es bereits die fünfköpfige <a href="http://www.dielinke-wiesbaden.de/nc/presse/detail/zurueck/aktuell-20/artikel/neue-fraktion-in-der-stadtverordnetenversammlung-der-landeshauptstadt-wiesbaden-linke-piraten/" target="_blank">Fraktion</a> Linke&amp;Piraten (drei Linke, zwei Piraten), in der man &#8220;große politische Übereinstimmungen in vielen Sachfragen&#8221; festgestellt habe. Auch andernorts werden in Hessen solche Überlegungen angestellt. In Frankfurt am Main hat sich jenseits der fünfköpfigen Linksfraktion eine Bunte Fraktion als <a href="http://www.piratenpartei.de/node/1339/51162" target="_blank">Zweckbündnis</a> formiert, von der sich zwei Piraten sowie je ein Vertreter der Europaliste für Frankfurt und der Jutta-Ditfurth-Liste ÖkoLinX/Antirassistische Liste mehr Schlagkraft versprechen. (vk)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=19442&amp;md5=f42d41e956814abe0136e51dce2cf80b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zwischenrufe</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 16:37:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bodo Ramelow]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor der Krisensitzung der Bundesspitze der Linken am Mittwoch hat die Vorsitzende Gesine Lötzsch an ihre Genossen appelliert, sich bewusst zu machen, „wie schnell man eine Partei zerstören kann und wie schwer es ist, sie wieder aufzubauen“. Auch vier Fraktionsvorsitzende haben einen „politischen Zwischenruf“ an die Linke adressiert. Kreszentina Flauger, Kerstin Kaiser, Willi van Ooyen und Bodo Ramelow fordern die Linke darin zu einer „neuen politischen Kultur der Auseinandersetzung“ auf - nur so können trotz aller Differenzen die jetzt nötigen „mutigen Schritte nach vorn“ gegangen werden]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor der Krisensitzung der Bundesspitze der Linken am Mittwoch hat die Vorsitzende Gesine Lötzsch an ihre Genossen <a href="http://www.presseportal.de/pm/59019/2029916/neues_deutschland" target="_blank">appelliert</a>, sich bewusst zu machen, „wie schnell man eine Partei zerstören kann und wie schwer es ist, sie wieder aufzubauen“. Rücktrittsforderungen wie in den vergangenen Tagen oder offenbar grassierende Überlegungen, einen Sonderparteitag einzuberufen, könnten die Konflikte der Partei nicht lösen. „Wir können nur gemeinsam gewinnen oder getrennt verlieren“, so Lötzsch. Unterdessen haben vier Fraktionsvorsitzende einen „politischen Zwischenruf“ an die Linke <a href="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/uploads/2011/04/Ein-politischer-Zwischenruf-110419-Flauger-Kaiser-Ramelow-van-Ooyen-.pdf" target="_blank">adressiert</a>. Kreszentina Flauger aus Niedersachsen, Kerstin Kaiser aus Brandenburg, Willi van Ooyen aus Hessen und Bodo Ramelow aus Thüringen fordern die Linke darin zu einer „neuen politischen Kultur der Auseinandersetzung und Debatte“ auf – nur so können trotz aller Differenzen die jetzt nötigen „mutigen Schritte nach vorn“ gegangen werden.</p>
<p>Das Quartett sieht drei konkrete Herausforderungen „jetzt auf der Tagesordnung“: Erstens müsse ein Aufbruch organisiert werden, in dem an die Stelle von Schuldzuweisungen ernste Analysen treten mit dem Ziel, „Schlussfolgerungen über Organisation, Struktur und thematische Aufstellung“ zu treffen &#8211; allerdings in den dafür nach dem Statut verantwortlichen Gremien. Zweitens solle die Linke die „in der Programmdebatte doch erkennbare Vitalität“ nutzen lernen und „die abschließende Phase des Meinungsstreits“ als Chance erkennen, statt ängstlich Textänderungen zu blockieren. Drittens solle die Linke umgehend in eine Strategie-Debatte einsteigen: „Die Berlinerinnen und Berliner, die Bürgerinnen und Bürger in Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen haben doch einen Anspruch darauf zu erfahren“, heißt es in dem Papier, „was die Linke aus der  derzeitigen Stagnation gelernt hat.“ (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=19308&amp;md5=72886ff4ba86460b26694d085dbad1d0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Auch Hessen hat gewählt</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 06:07:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf das endgültige Ergebnis des dritten Urnengang vom Sonntag wird man zwar noch bis Donnerstag warten müssen, dass auch bei Kommunalwahlen in Hessen die Grünen der Gewinner sind, deutet sich aber bereits an. Die Linke konnte mit 2,9 Prozent ihr Landesergebnis zwar gegenüber 2006 verbessern, in den großen Städten büßte sie aber zum Teil auch Zustimmung ein. Ein Erfolg auch für die Linke sind indes die 30 Prozent Nein-Stimmen bei der Volksabstimmung über die Einführung einer Schuldenbremse]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf das endgültige Ergebnis des dritten Urnengang vom Sonntag wird man zwar noch bis Donnerstag warten müssen, dass auch bei Kommunalwahlen in Hessen die Grünen der Gewinner sind, deutet sich aber bereits an. In den meisten Städten und Gemeinden legte die Partei deutlich zu, bei der Linken ist die Bilanz eher gemischt: Mit einem <a href="http://www.statistik-hessen.de/K2011/TK1.htm" target="_blank">Landesergebnis</a> von 2,9 konnte sich die Partei zwar gegenüber 2006 <del>deutlich</del> (siehe den Kommentar von Katja) verbessern, in ihren Hochburgen gelang allerdings nicht überall eine Bestätigung früherer <a href="http://www.statistik-hessen.de/K2011/index.htm" target="_blank">Ergebnisse</a>: In Marburg büßte die Linke ein, holte mit 7,4 Prozent hier aber immer noch den hessenweit größten Erfolg. Gute Zahlen werden auch aus Rüsselsheim (6,4), Kassel und Offenbach (6,3) sowie Frankfurt (5,3) gemeldet. In Darmstadt, Gießen, Wiesbaden und Lauterbach kam die Linkspartei über vier Prozent. In den Kreisen liegen die Ergebnisse zwischen 2,1 Prozent (Fulda) und 4,8 Prozent (Marburg-Biedenkopf). Eine Sperrklausel gibt es bei den hessischen Kommunalwahlen nicht – ob die Linke die Zahl ihrer Mandate <a href="http://www.kommunelinks.de/content/view/667/1/" target="_blank">wie erwartet</a> verdoppeln konnte, wird die Auszählung zeigen.</p>
<p>Einen Erfolg kann die Partei aber bereits verbuchen: Parallel zur Kommunalwahl haben die Hessen über die Einführung einer Schuldenbremse in die Landesverfassung abgestimmt. Eine deutliche Minderheit von rund 30 Prozent hat sich dabei allerdings gegen das Kreditverbot <a href="http://www.faz.net/s/Rub5785324EF29440359B02AF69CB1BB8CC/Doc~E0189242FDD4A4BF4890933929936469E~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">ausgesprochen</a> – mehr als erwartet. Immerhin hatte sich eine übergroße Koalition aus CDU, FDP, SPD und Grünen für die Schuldenbremse ausgesprochen, allein die Linkspartei lehnte diese bei der Abstimmung im Landtag ab. Das Ergebnis der Volksabstimmung zeigt einerseits das Potenzial einer Partei, die <a href="http://www.handlungsfaehiges-hessen.de/index.php?id=3" target="_blank">gemeinsam</a> mit Gewerkschaften, Verbänden und Attac die Kampagne gegen die Schuldenbremse anführte. Andererseits zeigt sich im Kontrast zum Ergebnis der Kommunalwahl, wie schwer es der Partei immer noch fällt, dieses auch in Wahlen zu mobilisieren. Landtagsfraktionschef Willi van Ooyen rechten sich nun aber „gute Chancen für Widerstand gegen Kürzungen aus“. (vk)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=18887&amp;md5=4e32cd221e545bbfc9f4474b5c0be821" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Konsequente Antwort</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 11:50:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Haushaltspolitik]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine kleine Verdi-Protestaktion gegen die Schuldenbremse wird in Hessen mit Hausverbot und Strafanzeige beantwortet: Elf Gewerkschafter hatten vor ein paar Tagen auf der Tribüne des Landtags Transparente hochgehalten und sich singend in die politische Debatte über die Änderung der hessischen Verfassung eingeschaltet – eine „unübliche Maßnahme“, die man laut Verdi-Landesbezirksleiter Jürgen Bothner ergriffen hat, um „Politik und Bürger wachzurütteln“. Die Landtagsverwaltung erklärte ihre Reaktion damit, dass Demonstrationen im Plenum „mit der Würde des Parlaments unvereinbar“ seien. Der Witz daran ist, und das ist keineswegs lustig, dass es in Wahrheit die Schuldenbremse selbst ist, welche die „Würde des Parlaments“ nicht bloß gefährdet, sondern tatsächlich untergräbt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Trebuchet MS,sans-serif;">Eine kleine Verdi-Protestaktion gegen die Schuldenbremse wird in Hessen mit Hausverbot und Strafanzeige <a href="http://www.hessischer-landtag.de/icc/Internet/nav/889/broker.jsp?uMen=95f305da-b315-9911-a7c5-ab64c48b23a9&amp;uTem=aaaaaaaa-aaaa-aaaa-bbbb-000000000005&amp;page=1&amp;pagesize=10&amp;all=true&amp;uCon=c4e073dd-b40f-d217-d8a4-4b2184e37345" target="_blank">beantwortet</a>: Elf Gewerkschafter hatten vor ein paar Tagen auf der Tribüne des Landtags Transparente <a href="http://www.gerecht-geht-anders-hessen.de/news/singender-protest-gegen-schuldenbremse" target="_blank">hochgehalten</a> und sich singend in die politische Debatte über die Änderung der hessischen Verfassung eingeschaltet – eine „unübliche Maßnahme“, die man laut Verdi-Landesbezirksleiter Jürgen Bothner ergriffen hat, um „Politik und Bürger wachzurütteln“. Auch die Landtagsverwaltung wurde munter, erteilte besagtes Hausverbot, stellte Strafantrag und erklärte dies damit, dass Demonstrationen im Plenum „mit der Würde des Parlaments unvereinbar“ seien. Die Linke <a href="http://www.linksfraktion-hessen.de/cms/abgeordnete/die-abgeordneten/hermann-schaus/pressemitteilungen-mainmenu-272/2087-kriminalisierung-von-gewerkschaften-ist-unverantwortlich-.html" target="_blank">protestierte</a> gegen die versuchte Kriminalisierung. Die Gewerkschaft <a href="http://hessen.verdi.de/pressemitteilungen/showNews?id=af76f546-3450-11e0-4220-001ec9b05a14" target="_blank">zürnte</a>, weil Betroffene von der Anzeige erst durch die Pressemitteilung des Landtags erfuhren. Und die CDU-Fraktion, welche die übergroße Koalition der Schuldenbremsen-Befürworter anführt, <a href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=34954&amp;key=standard_document_40778129" target="_blank">freute</a> sich über die „konsequente Antwort“ auf einen „Angriff auf die unabhängige Willensbildung des Parlaments“. Der Witz daran ist, und das ist keineswegs lustig, dass es in Wahrheit die Schuldenbremse selbst ist, welche die „Würde des Parlaments“ nicht bloß gefährdet, sondern untergräbt. Der  Abbau struktureller Defizite bis 2020, das dann geltende weitgehende Kreditverbot, das Problem der Asymmetrie (wo der Bund viel eher an der Einnahmeschraube drehen kann, sind die Länder weitgehend auf Ausgabenstopp festgelegt) &#8211; all das läuft auf zunehmende budgetrechtliche Selbstentmachtung hinaus. Die Parlamente werden unfrei in ihrer Königsdisziplin. CDU und Co. sollten sich bei der Gewerkschaft also viel eher für die fünfminütige Aktion zur Verteidigung des landespolitischen Handlungsspielraum bedanken. Oder wenigstens den immer offenkundiger werdenden <a href="http://www.freitag.de/community/blogs/tom-strohschneider/ausgebremst-zur-gefuehlten-machtlosigkeit-der-abgeordneten" target="_blank">Widerspruch</a> zwischen Veränderungswunsch und Gestaltungsoption, zwischen erwünschten Zielen und den zu ihrer Umsetzung nötigen Mitteln offen diskutieren. Im Wahljahr wird man ihn ohnehin nicht übersehen: Viel zu bestimmen haben die Länder nicht – aber selbst ihre verbliebene Hoheit über Bildung und öffentliche Aufgaben ist gar keine, wenn die politische Alternative bloß darin besteht, dass man viel oder noch mehr spart. (tos)</span></p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=17891&amp;md5=e48a702bd5b15a494e3a0c38add5b2fc" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Im Taka-Tuka-Land</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Feb 2011 12:06:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Thorsten Schäfer-Gümbel]]></category>
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		<description><![CDATA[Nun hat endlich auch der Landtag von Hessen das große Thema unserer Zeit behandelt: Gesine Lötzschs so genannten Kommunismus-Aufsatz. Die Fraktionen von CDU und FDP haben vorsorglich den Stahlhelm aufgesetzt und in einem Antrag ein „Bekenntnis zu Freiheit, Demokratie und sozialer Marktwirtschaft“ gefordert. Die gewünschte „Distanzierung“ betraf dabei nicht etwa nur die „abwegigen Vorstellungen“ der nun einschlägig vorbelasteten Linken-Vorsitzenden. Sondern auch die von Andrea Ypsilanti. Mag sein, dass die Kalten Kriegern in Schwarz-Gelb die Ausweitung der Kampfzone auf den linken SPD-Flügel für einen besonders raffinierten Schachzug halten. Dass sich aber nun ausgerechnet die Hessen-CDU, dieser Ausländer-Raus-Schwarzgeld-Verband, in die kollektive Pose des „aufrechten Demokraten“ wirft, um den „Boden des Grundgesetzes“ von gesellschaftlichen Alternativen freizukehren, ist schon ein starkes Stück]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun hat endlich auch der Landtag von Hessen das große Thema unserer Zeit behandelt: Gesine Lötzschs so genannten Kommunismus-<a href="http://www.jungewelt.de/2011/01-03/001.php" target="_blank">Aufsatz</a>. Die Fraktionen von CDU und FDP haben vorsorglich den Stahlhelm aufgesetzt und in einem <a href="http://starweb.hessen.de/cache/DRS/18/0/03640.pdf" target="_blank">Antrag</a> ein „Bekenntnis zu Freiheit, Demokratie und sozialer Marktwirtschaft“ gefordert. Die gewünschte „Distanzierung“ betraf dabei nicht etwa nur die „abwegigen Vorstellungen“ der nun einschlägig vorbelasteten Linken-Vorsitzenden. Sondern auch die von Andrea Ypsilanti – der Landtag solle deren „teilweise wortgleichen Forderungen“ ebenfalls eine freiheitlich-demokratische Absage erteilen. Was war geschehen? Die linke Sozialdemokratin hatte unlängst in der <em>Frankfurter Rundschau</em> die SPD <a href="http://www.fr-online.de/politik/kein-gott--kein-kaiser-noch-tribun/-/1472596/5113850/-/item/1/-/index.html" target="_blank">davor gewarnt</a>, „ihre ureigene Idee einer gerechten und solidarischen Gesellschaftsordnung, eines demokratischen Sozialismus“ aufzugeben. Mag sein, dass die Kalten Kriegern in Schwarz-Gelb die Ausweitung der Kampfzone auf den linken SPD-Flügel für einen besonders raffinierten Schachzug halten. Dass sich aber nun ausgerechnet die Hessen-CDU, dieser Ausländer-Raus-Schwarzgeld-Verband, in die kollektive Pose des „aufrechten Demokraten“ wirft, um den „Boden des Grundgesetzes“ von gesellschaftlichen Alternativen <a href="http://www.cdu-fraktion-hessen.de/inhalte/2/aktuelles/11650/christean-wagner-forderungen-nach-einer-sozialistischen-oder-kommunistischen-gesellschaftsordnung-unertraeglich/index.html" target="_blank">freizukehren</a>, ist schon ein starkes Stück.</p>
<p>Die Debatte im Wiesbadener Schloss jedenfalls wurde lebhaft. Der hessische SPD- und Fraktionsvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel <a href="http://www.spd-hessen.de/meldungen/23867/94139/Denk--Sprech--und-Schreibverbote-gibt-es-bei-uns-nicht.html" target="_blank">wies darauf hin</a>, dass in seiner Partei  „jeder seine Meinung sagen“ dürfe, sogar eine Abgeordnete Andrea Ypsilanti, die, als sie es in leitender Funktion schon einmal getan hatte, von ihren eigenen Genossen abgeschossen wurde. Janine Wissler von der Linken <a href="http://www.linksfraktion-hessen.de/cms/abgeordnete/die-abgeordneten/janine-wissler/reden-mainmenu-281/2063-janine-wissler-zu-den-artikeln-von-gesine-loetzsch-und-andrea-ypsilanti-.html" target="_blank">zitierte</a> Heiner Geißler und beschied den schwarz-gelben Demokratiehütern, es sei ihnen „doch völlig egal, ob sich ein Land sozialistisch, kommunistisch oder Taka-Tuka-Land nennt, solange die Geschäfte stimmen“. Weil dann noch ein SPD-Mann die Liberalen daran erinnerte, dass es ihrer Geschichte eher entspreche, als „Mittäter und nicht Ankläger“ aufzutreten, gab es einen Ordnungsruf. Und CDU-Ministerpräsident Volker Bouffier fragte sich sogar selbst, „ob wir Vertrauen bei der Bevölkerung erlangen, wenn wir so diskutieren“. Das war freilich ebenso wenig Einsicht wie <a href="http://www.fnp.de/fnp/region/hessen/achtung-kommunismus_rmn01.c.8642664.de.html" target="_blank">der Satz in</a> der <em>Frankfurter Neue Presse</em>, man habe „zweieinhalb Stunden beschämender Streiterei wegen einer Frau von gestern aus der vorletzten Landtagsreihe und einer Linken-Bundesvorsitzenden“ erlebt, etwas mit Kritik zu tun hat.</p>
<p>Übrigens: Am Donnerstag <a href="http://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/downloads/to46sp.pdf" target="_blank">diskutierte</a> der Landtag von Sachsen-Anhalt woüber? Genau: den Kommunismus-Text von Gesine Lötzsch. Einen entsprechenden <a href="http://www.landtag.sachsen-anhalt.de/intra/landtag3/ltpapier/drs/5/d3087tan_5.pdf" target="_blank">Antrag</a> unter der Überschrift „Freiheit und Demokratie bewahren“ hatte hier allerdings auch die SPD mit eingebracht. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=17686&amp;md5=d146be6464a9479b49aa3ef006879709" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Rote Gefahr</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Jan 2011 07:05:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Werner Dreibus]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Gehrcke]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeder sucht sich die Vorbilder, die er für nötig hält. Hessens CDU delektiert sich an den Rechtsaußen-Lautsprechern Alfred Dregger und Roland Koch – bekannte jedenfalls der hessische CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Tauber einmal. Darauf verweist der hessische Linksfraktionschef Willi van Ooyen in einer Erklärung, in der er einen Bericht von Tauber über die Linke zurückweist. Tauber nämlich hat gemeinsam mit Hessens CDU-Generalsekretär Peter Beuth die abstruse Tradition der CDU fortgesetzt, immer wieder mal vermeintliche Enthüllungen über die Gefährlichkeit der Linken vorzulegen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder sucht sich die Vorbilder, die er für nötig hält. Die Linke, das ist nicht überraschend, hält es da unter anderem mit Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Hessens CDU dagegen delektiert sich an den Rechtsaußen-Lautsprechern Alfred Dregger und Roland Koch – bekannte jedenfalls der hessische CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Tauber einmal gegenüber der Rechtspostille <em>Junge Freiheit. </em>Auf diese Gegensätze in den Identitäten verweist der hessische Linksfraktionschef Willi van Ooyen in einer <a href="http://www.linksfraktion-hessen.de/cms/abgeordnete/die-abgeordneten/willi-van-ooyen/pressemitteilungen/1999-cdu-dokumentation-ueber-vier-bundestagsabgeordnete-der-linken-diffamierung-gehoert-bei-der-hessen-cdu-zum-guten-ton-.html" target="_blank">Erklärung</a>, in der er einen Bericht von Tauber über die Linke zurückweist. Tauber nämlich hat gemeinsam mit Hessens CDU-Generalsekretär Peter Beuth die abstruse Tradition der CDU fortgesetzt, immer wieder mal vermeintliche Enthüllungen über die Gefährlichkeit der Linken vorzulegen. Man erinnert sich beispielsweise noch an ein so genanntes <a href="http://www.cdu-nrw.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=1601&amp;Itemid=30" target="_blank">Rotbuch</a> aus NRW vom Februar 2010. In Hessen nun werden (schon zum wiederholten Mal) alle gängigen Klischees <a href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=34954&amp;key=standard_document_40536839" target="_blank">bedient</a>: Die Linke sei antisemitisch (weil sie Israel kritisiert), liege deshalb auf einer Wellenlänge mit der NPD, stehe nicht auf dem Boden des Grundgesetzes. Die linken Bundestagsabgeordneten Wolfgang Gehrcke und Christine Buchholz sowie Bundesgeschäftsführer Werner Dreibus haben dazu alles Nötige <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/188086.jedes-jahr-ein-paar-rote-socken.html" target="_blank">gesagt</a>. Hessens CDU, meint Gehrcke, bewege sich in der Tradition eines ungebildeten Antikommunismus. Aber damit passt sie ja, wie man an den gegenwärtigen Debatten ablesen kann, durchaus in den politischen Mainstream. (wh)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=16868&amp;md5=25b1a68748447c5437907fd1338a4c35" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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