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	<title>Lafontaines Linke &#187; Gregor Gysi</title>
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		<title>Vor dem Landesrat</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 08:48:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Norden wirkt der Streit um das Verfahren zur Basisbeteiligung bei der Wahl der neuen Linkenspitze nach: Vor dem Landesrat in Schleswig-Holstein kursiert ein Antrag, mit dem das Ja des Vorstands zu einer Mitgliederbefragung „missbilligt“. Es geht in der Angelegenheit aber nicht nur um statuarische Prinzipien, sondern auch um den Kurs der Nord-Linken vor dem Hintergrund schlechter Umfragewerte]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Norden wirkt der Streit um das Verfahren zur Basisbeteiligung bei der Wahl der neuen Linkenspitze nach: Vor der nächsten Sitzung des <a href="http://www.linke-sh.de/nc/politik/termine/?tx_cal_controller[view]=event&amp;tx_cal_controller[type]=tx_cal_phpicalendar&amp;tx_cal_controller[uid]=15&amp;tx_cal_controller[lastview]=view-list|page_id-7&amp;tx_cal_controller[year]=2012&amp;tx_cal_controller[month]=02&amp;tx_cal_controller[day]=12&amp;cHash=5f075e14cc727932a34568e5fbe75269" target="_blank">Landesrates</a> in Schleswig-Holstein kursiert ein Antrag, mit dem das Ja des Vorstands zu einer Mitgliederbefragung „missbilligt“ und entsprechende Beschlüsse aufgehoben werden sollen. Die Antragsteller kritisieren, dass zuvor weder in den Kreisverbänden noch im Landesrat über diese „grundsätzliche politische und organisatorische“ Frage eine Meinungsbildung stattgefunden – und mithin der Vorstand seine Kompetenzen überschritten habe. Es geht in der Angelegenheit aber nicht nur um statuarische Prinzipien, sondern um Meinungsverschiedenheiten, die im Streit um eine mögliche Basisbefragung eine Art Brennglas gefunden haben.</p>
<p>Anfang November 2011 konnte man erstmals <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/kandidatur-fuer-den-linken-parteivorsitz-bartsch-schweigt-sich-aus-1.1183275" target="_blank">in der Zeitung lesen</a>, dass auch in der Nord-Linken „großes Interesse“ an einer Mitgliederbefragung bestehe. Hintergrund sei die Sorge, dass Personaldebatten die Chancen der Partei bei der Landtagswahl im Mai gefährden. „Wir stellen uns es wenig hilfreich vor, wenn so eine Personaldebatte mitten in unseren Wahlkampf fällt“, wurde Jannine Menger-Hamilton zitiert. Eine Mitgliederbefragung solle vorzugsweise bis Anfang April abgeschlossen sein. Mitte November <a href="http://www.forum-ds.de/article/2119.wir_sehen_uns_in_der_tradition_von_klaus_stoertebeker.html" target="_blank">erklärte</a> die Landeschefin, man sei mit anderen Verbänden im Gespräch, eine entsprechende Initiative auf den Weg zu bringen. Die ist inzwischen unter Verweis auf juristische Argumente vom Linken-Vorstand als „nicht zulässig“ <a href="https://www.die-linke.de/nc/presse/presseerklaerungen/detail/browse/2/zurueck/presseerklaerungen/artikel/geschaeftsfuehrender-parteivorstand-beriet-ueber-antrag-auf-durchfuehrung-eines-mitgliederentscheids/" target="_blank">gestoppt worden</a>.</p>
<p>Doch so ein innerparteilicher Konflikt-Dampfer hat einen langen Bremsweg. Deshalb kommt das Thema nun noch einmal auf den Tisch. „Die einsame Entscheidung des Landesvorstandes wurde nicht nur parteiintern, sondern in der bundesweiten Öffentlichkeit und Presse fälschlicherweise als Position unseres Landesverbandes dargestellt und wahrgenommen“, heißt es in der Begründung zum Antrag an den Landesrat. Die Spitze der Nord-Linken habe der Partei „Schaden zugefügt“ und „uns alle lächerlich gemacht“. Ein hinter der Kritik stehendes Motiv wird im nächsten Satz deutlich: „Wir werden infolgedessen bundesweit bereits als ,FDS-Landesverband‘ wahrgenommen – was mit der tatsächlichen Situation der Landespartei wenig zu tun hat.“ Außerdem habe sich der Verdacht „leider erhärtet“, dass es „im wesentlichen um die Unterstützung eines bestimmten Kandidaten ging, der seine Kandidatur bereits angekündigt hatte“.</p>
<p>Also Dietmar Bartsch. In einer Sitzung des schleswig-holsteinischen Landesvorstands im September hatte Menger-Hamilton <a href="http://www.linke-sh.de/uploads/media/Protokoll_LaVo_04.09.2011.pdf" target="_blank">erklärt</a>, „dass es seitens der Parteigremien des Landesverbandes keine Anfrage und keine Stellungnahme zu einer Unterstützung von Dietmar Bartsch als künftigem Vorsitzenden gegeben hat“. Spätere Erklärungen des Gremiums zur Bewerbung des früheren Bundesgeschäftsführers lassen sich zumindest in den Medien nicht finden. Den Antragstellern selbst gehe es auch nicht darum, sich „gegen Mitgliederentscheide und den Ausbau innerparteilicher Demokratie“ zu positionieren. „Im Gegenteil: dies ist wichtig und darüber muss gesprochen werden.“ Mehr Basisdemokratie müsse aber „von unten nach oben wachsen“. Auf einem Parteitag solle die Linke im Norden daher alsbald „eine Grundsatzdiskussion zum Thema“ führen und über „eine Position des Landesverbandes zur Frage einer möglichen Änderung der Bundessatzung“ beraten – allerdings erst nach der Landtagswahl.</p>
<p>Deren Termin rückt rasch näher. Erster Höhepunkt wird der zweite <a href="http://www.linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/aktuell/artikel/fuer-eine-demokratische-erneuerung-parlamentariertag-der-linken/" target="_blank">Parlamentariertag</a> der Linken in Kiel sein. Erwartet werden dazu 300 Mitglieder von Europaparlament, Bundestag und Landtagen; diskutiert werden soll über „Möglichkeiten und Notwendigkeiten einer Weiterentwicklung der Demokratie“. Oskar Lafontaine und schlewsig-holsteinische Wahlkämpfer werden sprechen, eingeladen sind auch Linke aus Spanien, Italien und Dänemark. Es soll Workshops geben und Gregor Gysi ist mit einer „Kieler Rede zur Euro-Krise“ angekündigt. 2011 fand der erste Parlamentariertag <a href="http://www.linksfraktion.de/fotostrecken/1-parlamentariertag-linken/" target="_blank">in Magdeburg</a> statt – und zwar kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Die Aktion soll also nicht nur der Selbstverständig dienen, sondern auch öffentlichen Rückenwind für die Linkspartei bringen. Was diese will, hat die schleswig-holsteinische Landesvorsitzende Menger-Hamilton gerade <a href="http://www.linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/aktuell/artikel/wahlkampfvorbereitung-der-linken-sh/" target="_blank">knapp skizziert</a>: „Ob im Saarland oder in Schleswig-Holstein, ob in Regierungsverantwortung oder als starke Opposition: allein die Linke steht für gerechte Bildung, soziale Teilhabe, gute Arbeit und Löhne und eine konsequente Friedenspolitik. Und das bedeutet: Es braucht die Linke in deutschen Landtagen.“</p>
<p>Dass auch die Landesvorsitzende selbst im Landtag gebraucht werden könnte, hat die Basis der Nord-Linken gerade erst verneint: Menger-Hamilton fiel bei der <a href="http://www.linke-sh.de/wahl_2012/kandidatinnen_und_kandidaten/" target="_blank">Listenaufstellung</a> durch. „In diesem Landesverband wurde schon immer viel Wert auf die Trennung von Amt und Mandat gelegt“, hat die Vizevorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Cornelia Möhring, die Entscheidung <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/schleswig-holstein-linke-demontiert-landeschefin/6125656.html" target="_blank">kommentiert</a>. Aber klar ist auch, dass hinter dem Ergebnis der Listenwahl vor allem Differenzen über den Kurs der Nord-Linken und letztlich auch die Haltung zur Frage des Mitgliederentscheids stehen. „Linke demontiert Landeschefin“, lautete eine Schlagzeile, die 33-Jährige habe in ihrer bisherigen Amtszeit nicht den nötigen Rückhalt finden können.</p>
<p>Einmal von möglichen persönlichen Unverträglichkeiten abgesehen, über die auch berichtet wird, spiegeln sich in den Konflikten die bekannten strategischen Meinungsverschiedenheiten. Als Menger-Hamilton es im Herbst als Aufgabe der Linken bezeichnet hatte, „einer möglichen rot-grünen Koalition auf die Finger zu schauen, wenn sie sich an sozialer Politik versucht“, setzte es zum Beispiel umgehend eine <a href="http://www.linke-sh.de/nc/partei/debatte/detail/kategorie/die-linke-im-landtag/zurueck/positionen-diskussionen/artikel/stellungnahme-der-landesmitgliederversammlung-der-linksjugend-solid-schleswig-holstein/" target="_blank">geharnischte Erklärung</a> aus der Linksjugend. Dies solle wohl heißen, stand darin, dass die Linke „im Prinzip (&#8230;) in dieselbe Richtung wie Rot-Grün“ wolle. Dieser Meinung sei man aber „ganz und gar nicht“, ebenso wenig erwarte der Jugendverband eine „soziale Politik“ von einer zukünftigen rot-grünen Landesregierung. Der sozialdemokratische Spitzenkandidat hat eine Kooperation im Prinzip bereits ausgeschlossen. Den <a href="http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/schleswig-holstein.htm" target="_blank">Umfragen</a> nach ist eine Beteiligung der Linken auch gar nicht nötig.</p>
<p>Die bewegt sich derzeit „am Rand der politischen Bedeutungslosigkeit“, wie es der frühere Landessprecher Björn Radke Ende Januar in einem Beitrag <a href="http://www.nord-links.de/analysen_ansichten/detail/artikel/neue-zeitrechnung-fuer-schleswig-holstein/" target="_blank">formuliert hat</a>. Menger-Hamilton dürfte also bei der Listenwahl auch in Haftung für den schlechten Stand in den Umfragen genommen worden sein. Dieser habe „zum Teil bundespolitische Hintergründe“, so Radke. „Gleichwohl bleibt die Herausforderung, dass sich die Landespartei auch kritisch überprüfen und sich selbst neu erfinden muss.“ Das wird so einfach nicht sein, vor allem nicht angesichts der Herausforderungen der Landespolitik, die für eine Linke auf Oppositionskurs dieselben sind wie für eine, die sich die Option einer alternativen Reformkoalition offenhalten will. In den Mittelpunkt der Auseinandersetzungen steht auch hier die „Schuldenbremse“.</p>
<p>In einer <a href="http://www.nord-links.de/analysen_ansichten/detail/artikel/spd-im-norden-viel-wind-kaum-loesungskompetenz/" target="_blank">Kurzanalyse</a> der Wahlkampf-Positionen der SPD hat Radke auf die Alternativen zu einem Schuldenabbau über Kürzungen im öffentlichen Sektor hingewiesen, wie sie von Lafontaine umrissen wurden: die Vorgaben des Stabilitätsrates könnten auch über die Erhöhung der Einnahmen erfüllt werden. „Wir haben jetzt durch die rot-grüne Mehrheit im Bundesrat die einmalige Chance“, so Lafontaine, „eine gerechtere Besteuerung der hohen Einkommen und Vermögen durchzusetzen.“ Der Saarländer knüpft hier an die von ihm orchestrierte sozialdemokratische Blockadepolitik gegen Helmut Kohl in den neunziger Jahren an. Richtig ist aber auch, dass eine rot-grüne &#8220;Gestaltungsmehrheit“, von der ebenso <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/linkspartei-lafontaine-verfassungsschutz-muesste-sich-selbst-ueberwachen/6112970.html" target="_blank">die Rede war</a>, in der Länderkammer zurzeit nicht existiert. Das macht das Argument freilich noch nicht zu einem falschen, demzufolge ein echter Politikwechsel erst dort beginnt, wo die herrschende Logik – Schuldenabbau durch Ausgabenkürzung – umgekehrt und durch eine Logik der steuerlichen Umverteilung von oben nach unten ersetzt wird. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=25333&amp;md5=70f60fd18d23ebbca089f059f06135b5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Neskovic gewählt</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 08:08:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Mittwochmorgen war das Amt des Fraktionsjustiziars der Linksfraktion im Bundestag zumindest auf deren Website noch verwaist. Im realen Leben ist der Posten aber nun wieder besetzt – mit Wolfgang Neskovic, der zunächst nicht wieder kandidiert hatte, dann keine Mehrheit fand und nun doch noch gewählt wurde ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwochmorgen war der Posten des Justiziars der Linksfraktion im Bundestag zumindest <a href="http://www.linksfraktion.de/vorstand-der-fraktion/" target="_blank">auf deren Website</a> noch verwaist. Im realen Leben ist das Amt nun aber wieder besetzt – mit <a href="http://www.wolfgang-neskovic.de/startseite" target="_blank">Wolfgang Neskovic</a>, der dies seit <del>2005</del> 2009 gewesen war, dessen Wiederwahl aber zunächst an ihm, dann an der fehlenden Mehrheit in der Fraktion gescheitert war. Bei der Vorstandswahl im November 2011 war der parteilose Bundesrichter zunächst <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/11/wolfgang-neskovic-vorstand-linksfraktion-wahl-kandidatur-justiziar/" target="_blank">nicht erneut</a> angetreten. <a href="http://www.sueddeutsche.de/t5A38Z/304358/Unmut-bei-der-Abstimmung.html" target="_blank">Hintergrund</a> sei eine Meinungsverschiedenheit mit Gregor Gysi über das personelle Vorschlagsrecht der Parteivorsitzenden und des Fraktionschefs in der Satzung der Linksfraktion gewesen, hieß es damals <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/gysi-blockiert-wagenknecht-als-fraktionsvorsitzende/5813308.html" target="_blank">unter anderem</a>. Ein paar Wochen später bewarb sich Neskovic dann doch, <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/11/wolfgang-neskovic-wahl-justitiar-linksfraktion-durchgefallen/" target="_blank">fiel aber durch</a>: 30 Abgeordnete stimmten für, 31 gegen ihn, drei enthielten sich der Stimme. Dass der 63-Jährige sich im Dezember vergangenen Jahres mit einer eigenen gutachterlichen Stellungnahme in den Streit um die Rechtmäßigkeit einer Mitgliederbefragung vor der Wahl der neuen Parteispitze <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/kritik-an-einmischung-gutachten-mitgliederentscheid-neskovic-ramelow-wawzyniak-lafontaine/" target="_blank">einschaltete</a>, hatte ihm bei den Befürwortern auch Kritik eingebracht. Vielleicht konnte er einige Gegner des Verfahrens damit aber für sich einnehmen: Am Dienstag dieser Woche stand der in der Lausitz direkt gewählte Abgeordnete erneut für das Amt des Justiziars zur Wahl – und wurde gewählt: Wie die <em>Frankfurter Allgemeine</em> berichtet, erhielt er 35 Stimmen, 28 Linken-Abgeordnete votierten gegen ihn, einer enthielt sich. (vk, Foto: Die Linke, Sachsen, CC BY 2.0)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=25258&amp;md5=a760298cd73584f24079a787070e6e96" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Heikle Fragen</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2012/01/heikle-fragen-verfassungsschutz-linksfraktion-warg-ernst-ramelow-pau-enkelmann-gysi-methoden/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 06:53:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während das Bundesinnenministerium und der Verfassungsschutz weiter bei ihrer Version bleiben, Abgeordnete der Linken im Bundestag würden nicht mit „nachrichtendienstlichen Mitteln“ beobachtet, das niedersächsische Landesamt des Geheimdienstes widersprochen. Offenbar setzt der Geheimdienst aber nicht nur auf Landesebene auch auf V-Leute und andere Quellen, das legen Sperrerklärungen zu Verfassungsschutz-Akten nahe. Klaus Ernst verlangt nun Auskunft über mögliche Spitzel in der Linkspartei]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während das Bundesinnenministerium und der Verfassungsschutz weiter bei ihrer Version bleiben, Abgeordnete der Linken im Bundestag würden nicht mit „nachrichtendienstlichen Mitteln“ beobachtet, das niedersächsische Landesamt des Geheimdienstes <a href="http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_journal/verfassungsschutz-bespitzelt-linke100.html" target="_blank">widersprochen</a>: Jedenfalls auf Landesebene, so der dortige Oberschlapphut Hans-Werner Wargel, habe man zur Bearbeitung der linken Abgeordneten nicht nur Zeitungsausschnitte und Redemanuskripte gesammelt. Die Behörde habe „punktuell auch nachrichtendienstliche Mittel angewandt“, so Wargel – der hinzufügte, dies habe man auch stets so gesagt. Das steht in Widerspruch zu den Äußerungen der auf Bundesebene Verantwortlichen, passt aber zu dem, worauf betroffene Politiker der Linken nun immer wieder beharren: Mehrere Abgeordnete der Partei haben erklärt, dass ihren Informationen zufolge gegen sie auch geheimdienstlich gearbeitet wurde.</p>
<p>Linksfraktionschef Gregor Gysi warf den Innenbehörden vor, <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/linke-im-visier-gysi-bezichtigt-verfassungsschutz-der-luege-1.1264384" target="_blank">zu lügen</a>. Dagmar Enkelmann erklärte, <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,811080,00.html" target="_blank">sie habe</a> &#8220;erhebliche Zweifel&#8221; an der Version der Behörden und glaube, dass Abgeordnete auch bespitzelt würden. Petra Pau <a href="http://www.presseportal.de/pm/47409/2186983/mitteldeutsche-zeitung-linkspartei-und-verfassungsschutz-bundestags-vizepraesidentin-pau" target="_blank">sagte</a>, auch ihr seien nur geschwärzte Akten vom Geheimdienst vorgelegt worden „mit der Begründung, ich könne sonst Rückschlüsse auf die Arbeitsweise des Verfassungsschutzes ziehen“, was als Beleg betrachtet wird, dass womöglich auch verdeckte Ermittler oder V-Leute zum Einsatz gekommen sind. Bodo Ramelow <a href="http://www.presseportal.de/pm/47409/2186984/mitteldeutsche-zeitung-linkspartei-und-verfassungsschutz-thueringer-linksfraktionschef-ramelow" target="_blank">wies sogar darauf hin</a>, dass sich ihm 2006 sogar ein Spitzel offenbart habe: 2006 habe sich ihm ein seit längerem bekannter Mann mit den Worten vorgestellt, er sei als V-Mann tätig – offenbar, so Ramelow gegenüber der <em>Mitteldeutschen</em>, aus Furcht, entdeckt zu werden. 2009 hatte das Bundesinnenministerium <a href="dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/139/1613990.pdf" target="_blank">erklärt</a>, es sei mit Blick auf die „Sachakte“, die das Amt zur Beobachtung der Linkspartei angelegt hat, nicht ausgeschlossen, dass sich darin „im Einzelfall auch mit nachrichtendienstlichen Mitteln gewonnene Informationen befinden“ – die bei der Bespitzelung „anderer Beobachtungsobjekte“ oder im Rahmen der Beobachtung der Linken auf Landesebene angefallen seien.</p>
<p>Auch Sperrerklärungen des Bundesinnenministeriums zu Verfassungsschutz-Akten von Linkenpolitikern legen mehr als nahe, dass in den Akten nicht bloß öffentlich zugängliche Informationen gesammelt wurden. Teilweise sind die Akten, die Linkenpolitiker bereits einsehen konnten oder um deren Einsicht sie vor Gerichten streiten, umfangreich geschwärzt, bisweilen wurden auch große Teile der Akte nicht vorgelegt. Dafür kann es viele Gründe geben, etwa das Bemühen des Geheimdienstes, formale Arbeitsrituale zu verschleiern, Aktenzeichen und handschriftliche Bearbeitervermerke, ja sogar einzelne Unterstreichungen sowie die Kommunikation mit anderen Diensten zu schützen. Ironischer Weise macht das Innenministerium zum Teil auch den Schutz von Persönlichkeitsrechten anderer geltend.</p>
<p>Nicht zuletzt wird indirekt zugegeben, dass die Schwärzungen auch zum Schutz von Quellen, Informanten, einem „Verbindungsmann“ oder dessen „Führer“ vorgenommen wurden. „Der Kläger“, heißt es in einer uns bekannten Sperrerklärung zu einer Verfassungsschutz-Akte eines Abgeordneten der Linken, „könnte von dem konkreten Rahmen der Informationserhebung sowie deren Zeitpunkt auf die Identität der Quelle(n) schließen“. An anderer Stelle wird im Sinne des „Quellenschutzes“ darauf hingewiesen, dass „im Rahmen der Einzelabwägung“ durch das Ministerium nicht danach gefragt wurde, „ob ,man‘ oder ,jemand‘ Rückschlüsse aus bestimmte Informationen ziehen könnte. Maßgeblich war vielmehr, im im konkreten Fall der Kläger (&#8230;) den kreis etwaiger Informanten oder Beschaffungsquellen so eingrenzen könnte, dass diese für die weitere Arbeit des BfV oder anderer Sicherheitsbehörden entwertet oder gefährdet werden könnten“.</p>
<p>Bodo Ramelow hat <a href="http://www.presseportal.de/pm/47409/2186984/mitteldeutsche-zeitung-linkspartei-und-verfassungsschutz-thueringer-linksfraktionschef-ramelow" target="_blank">erklärt</a>, dass „die vom Verfassungsschutz geschwärzten Akten“ darauf deuteten, „dass dieses Amt genügend zu verbergen hat“. Linken-Chef Klaus Ernst <a href="http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/linke-hat-der-verfassungsschutz-v-leute-in-der-linkspartei_aid_706436.html" target="_blank">hat nun verlangt</a>, dass die Bundesregierung Auskunft über mögliche V-Leute in der Partei gebe. Er wolle wissen, so der Bayer, wie viele Verbindungsleute für den Verfassungsschutz des Bundes und der Länder in der oder zur „Bearbeitung“ der Linken tätig sind. Diese Frage liegt einerseits nahe, andererseits birgt sie einen gewissen Sprengstoff – man stelle sich die innerparteiliche Vertrauenslage vor, die Behörden würden zugeben, in der Linken seien fünf oder zehn V-Leute aktiv. Der SPD-Politiker Thomas Oppermann hat bereits angefangen <a href="https://twitter.com/#!/ThomasOppermann/status/161832553966338048" target="_blank">zu sticheln</a>: „Klaus Ernst fragt nach V-Leuten des Verfassungsschutzes in der Linkspartei. Traut er seinen Mitgliedern zu, dass sie die eigene Partei bespitzeln?“ Ein anderer Twitter-Nutzer <a href="https://twitter.com/#!/merte01/status/161838715210170369" target="_blank">wies das zurück</a>: „IMs können aber auch gezielt eingeschleust sein. Was hat das mit Vertrauen zu tun?“</p>
<p>(tos, Foto: Ausriss aus dem Deckblatt einer zur Auskunft vorgelegten Verfassungsschutzakte eines Bundestagsabgeordneten der Linken)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24970&amp;md5=aa7d6103a5de9395962d3f5c83c71393" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Länge der Schritte</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 09:49:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Neuwahlen im Saarland bescheren einem Thema in der Linken neue Aufmerksamkeit: Rot-Rot und die Regierungsfrage. „Wer in eine Koalition geht, muss immer auch zu Kompromissen bereit sein“, meint  Gregor Gysi im Deutschlandfunk. „Er darf aber seine Wesenszüge nicht aufgeben.“ Dazwischen entfaltet sich ein Raum, den der Fraktionschef so beschreibt: „Die Länge der Schritte, die Fristen – da sind überall Kompromisse möglich, nur die Richtung muss stimmen.“ Und das Erfurter Programm? „Natürlich“, so Gysi, „ist das auch ein Signal an unsere Partei.“ Mal sehen, wie es dort ankommt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Neuwahlen im Saarland bescheren einem Thema in der Linken neue Aufmerksamkeit: Rot-Rot und die Regierungsfrage. „Wer in eine Koalition geht, muss immer auch zu Kompromissen bereit sein“, <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/idw_dlf/1657967/" target="_blank">meint</a>  Gregor Gysi im Deutschlandfunk nicht nur mit Blick auf die Landsespolitik. „Er darf aber seine Wesenszüge nicht aufgeben.“ Dazwischen entfaltet sich ein Raum, den der Fraktionschef, die Perspektive 2013 im Visir, so beschreibt: „Die Länge der Schritte, die Fristen – da sind überall Kompromisse möglich, nur die Richtung muss stimmen.“ Und das Erfurter Programm? „Natürlich“, so Gysi, „ist das auch ein Signal an unsere Partei.“ Mal sehen, wie es dort ankommt. (vk)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24924&amp;md5=489410afafc0d8332414a881b59e9de7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bewährungsprobe</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 17:48:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Gesine Lötzsch]]></category>
		<category><![CDATA[Gregor Gysi]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Ernst]]></category>
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		<description><![CDATA[Um mit dem Positiven zu beginnen: Die Linke hat mit ihrem Jahresauftakt in Berlin ziemlich viel mediale Aufmerksamkeit erreicht. Einen anderen Sinn haben solche Veranstaltungen ja auch gar nicht – hier wird weder beschlossen noch diskutiert, es geht um die Form, das Sichtbare, die Ästhetik, die Show und das Echo. Gregor Gysis mahnte an, die Initiativen der Linken müssten „konkreter“ werden. 2012 werde eine „Bewährungsprobe“, meint Parteichef Klaus Ernst. Und Gesine Lötzsch kündigte an, die Linke werde 2012 eine engere Verbindung mit den Bürgern suchen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um mit dem Positiven zu beginnen: Die Linke hat mit ihrem Jahresauftakt in Berlin ziemlich viel mediale Aufmerksamkeit erreicht Einen anderen Sinn haben solche Veranstaltungen ja auch gar nicht – hier wird weder beschlossen noch diskutiert, es geht um die Form, das Sichtbare, die Ästhetik, die Show und das Echo. Die inzwischen dritte Ausgabe der Jahresauftakte fand im Kosmos statt, und weil der schlappe Witz naheliegt, kann man sagen: Die Linke blieb dabei in ihrem eigenen Universum. In diesem kreisen die Planeten zurzeit um mehrere Sonnen, über deren Strahlkraft es unterschiedliche Meinungen gibt, Trabanten werden in die Umlaufbahn geschossen, Sternschnuppen verglühen. Das ganze Schauspiel allerdings wird als schädlich angesehen, weshalb sehr oft an diesem Montagmittag vom Ende der Selbstbeschäftigung, vom Zurückfinden zur Politik und dergleichen die Rede war: Konzentration auf Inhalte!</p>
<p>Von denen war dann allerdings gar nicht so sehr die Rede. Sieht man einmal vom Hinweis auf das Erfurter Programm ab und die Rezepte, von denen jede Partei meint, sie habe die besten. Gregor Gysis schlug vor, lokale „Komitees für soziale Demokratie“ zu gründen, mahnte an, die Initiativen der Linken müssten „konkreter“ werden. 2012 werde eine „Bewährungsprobe“, meint Parteichef Klaus Ernst, der am besten weiß, dass dies für 2011 auch schon galt und die Partei diese nicht gut bestanden hat. Umso schärfer wurde der Ton gegenüber der Konkurrenz, wobei interessanterweise von den Piraten gar nicht mehr die Rede war (Wer es vergessen hat: Die Partei war eine beliebte Erklärfolie nach den Herbstwahlen.) Und Gesine Lötzsch kündigte an, die Linke werde 2012 eine engere Verbindung mit den Bürgern suchen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Welt: Die unheimliche Linken-Sehnsucht nach Lafontaine &#8211; <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13818381/Die-unheimliche-Linken-Sehnsucht-nach-Lafontaine.html" target="_blank">hier</a><br />
Junge Welt: Geschlossen, Genossen &#8211; <a href="http://www.jungewelt.de/2012/01-17/063.php" target="_blank">hier</a><br />
Tagesspiegel: Linkspartei will sich kümmern &#8211; <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/linkspartei-linkspartei-will-sich-kuemmern/6073764.html" target="_blank">hier</a><br />
Spiegel online: Club der grauen Herren &#8211; <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,809433,00.html" target="_blank">hier</a><br />
Neues Deutschland: Linke wünscht sich gutes Jahr &#8211; <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/215827.linke-wuenscht-sich-gutes-jahr.html">hier</a><br />
Ernst und Gysi rufen zur Geschlossenheit auf &#8211; <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/personaldebatte-bei-der-linken-ernst-und-gysi-rufen-partei-zur-geschlossenheit-auf-1774356.html" target="_blank">hier</a></em><br />
<em>Gysi stellt Bedingungen für Koalition mit SPD &#8211; <a href="http://www.net-tribune.de/nt/node/94425/news/Gysi-stellt-Bedingungen-fuer-Koalition-mit-SPD" target="_blank">hier</a></em><br />
<em>Ernst fordert Ende der &#8220;unsäglichen Selbstbeschäftigung&#8221; &#8211; <a href="http://www.net-tribune.de/nt/node/94412/news/Ernst-fordert-Ende-der-unsaeglichen-Selbstbeschaeftigung" target="_blank">hier</a></em><br />
<em>Ernst erklärt 2012 zur “Bewährungsprobe” für Linke &#8211; <a href="http://www.rheinpfalz.de/cgi-bin/cms2/cms.pl?cmd=showMsg&amp;tpl=rhpMsg_thickbox.html&amp;path=/rhp/welt/politik&amp;id=1326719694" target="_blank">hier</a></em></p>
<p>Angesichts der Schlagzeilen, die man bei Agenturen und Onlineportalen liest und in denen dem Publikum jene Dauererzählungen über die Linke entgegentreten, von denen die Partei selbst sich nicht zuletzt durch ihren Jahresauftakt – das ist ja immer auch: ein Neubeginn, Gelegenheit zu Sich-etwas-Vornehmen – befreien wollte, fragt man sich jedoch: Kann eine solche Veranstaltung wirklich anders beurteilt werden als nach Kategorien der Performance, des Grades der Begeisterung derer, die an einem Montagmittag nichts anderes zu tun haben, nach Dramaturgie, Klang und dem Können derer, die da ihren Auftritt absolvierten? Dann müsste diese Theaterkritik hier mit einem, höchstens zwei von fünf Sternchen auskommen. Tja, die Reden von linken Spitzenpolitikern waren auch schon einmal besser. Im nächsten Jahr gibt es dann einen neuen Auftakt. „Wir bleiben da“, rief Gysi, das Geburtstagskind, am Montag kurz bevor er von der Bühne ging in den Saal, „und ihr kriegt uns auch nicht klein.“<br />
(tos, Foto: Die Linke, CC BY 2.0)</p>
<p><object width="460" height="280" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/yrODMIDUPOw?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="460" height="280" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/yrODMIDUPOw?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p><object width="460" height="280" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/lfM8FLJPi8Y?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="460" height="280" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/lfM8FLJPi8Y?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p><object width="460" height="280" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/8QQcPEOLKFU?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="460" height="280" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/8QQcPEOLKFU?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p><object width="460" height="280" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ucM30ZtDfIY?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="460" height="280" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/ucM30ZtDfIY?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24769&amp;md5=86cb8ac5f8b4d7a01e9dcea3c31af36b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Nach der Klausur</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 17:47:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum Abschluss der Klausur der Linksfraktion hat deren Vorsitzender Gregor Gysi eine Art Moratorium gefordert: „Wir wollen gerne, dass die Personaldebatte verschoben wird bis vier Wochen vor dem Parteitag.“ Nach dem Ende des zweitägigen Treffens der linken Abgeordneten in Berlin, mahnte er an, wieder in die Erfolgsspur zu kommen und sich auf politische Inhalte zu konzentrieren. Die Notwendigkeit dazu ergibt sich nicht nur aus sich selbst, sondern auch aus dem Agieren der Konkurrenz im „Mitte-linken Lager“. Auf der Klausur hatten die linken Abgeordneten zuvor unter anderem Vorträge von Stephan Schulmeister und Richard Detje zur Krise sowie von Hans-Ulrich Jörges über die Wahrnehmung der Partei in der Öffentlichkeit gehört]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Abschluss der Klausur der Linksfraktion hat deren Vorsitzender Gregor Gysi eine Art Moratorium gefordert: „Wir wollen gerne, dass die Personaldebatte verschoben wird bis vier Wochen vor dem Parteitag.“ Das klang vor ein paar Tagen noch <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/gewisser-kreis-gysi-personal-entscheidung-mitglieder-doppelspitze/" target="_blank">ein wenig anders</a>, allerdings hat sich mit dem Beschluss des Vorstandes, den Antrag auf Mitgliederbefragung zurückzuweisen, auch die Lage verändert. Nach der parteiinternen Diskussion über das Verfahren zur Beteiligung der Basis bei der Wahl der neuen Parteispitze hat Gysi nun auch eine Überarbeitung des Parteiengesetzes <a href="http://www.net-tribune.de/nt/node/94109/news/Gysi-bringt-Gesetzesaenderung-wegen-Mitgliederentscheids-ins-Spiel" target="_blank">angeregt</a>. Nach dem Ende des zweitägigen Treffens der linken Abgeordneten in Berlin, mahnte er an, wieder in die Erfolgsspur zu kommen und sich auf politische Inhalte zu konzentrieren. Die Notwendigkeit dazu ergibt sich nicht nur aus sich selbst, sondern auch aus dem Agieren der Konkurrenz im „Mitte-linken Lager“: Die Berichte von den Klausuren von SPD und Grünen jedenfalls zeigen, dass sich Themen wie Soziale Gerechtigkeit zumindest rhetorisch auch andere wieder stärker zu eigen machen. Und dass sie, wie die SPD, auch neue Beteiligungsverfahren propagieren.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Tageszeitung: Kollektive Selbstbeschwörung &#8211; <a href="https://www.taz.de/Fraktionsklausur-der-Gruenen/!85612/" target="_blank">hier</a></em><br />
<em>FTD: Grüne entdecken soziale Gerechtigkeit &#8211; <a href="https://www.ftd.de/politik/deutschland/:neu-entdecktes-thema-gruene-entdecken-die-soziale-gerechtigkeit/60151573.html" target="_blank">hier</a></em><br />
<em>Welt: Wer &#8220;Wulff&#8221; sagt, muss 5 Euro spenden &#8211; <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13813916/Wer-Wulff-oder-FDP-sagt-muss-5-Euro-spenden.html" target="_blank">hier</a></em><br />
<em>Freie Presse: Grüne sehen rot &#8211; <a href="http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/DEUTSCHLAND/Gruene-sehen-rot-artikel7875626.php" target="_blank">hier</a></em><br />
<em>Handelsblatt: Grüne setzen auf Wirtschaft und Werte &#8211; <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gruene-setzen-auf-wirtschaft-und-werte/6065200.html" target="_blank">hier<br />
</a>Weimarer Erklärung der Grünen &#8211; <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gruene-setzen-auf-wirtschaft-und-werte/6065200.html" target="_blank">hier<br />
</a>Erklärung zur Zukunft der Europäischen Union &#8211; <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gruene-setzen-auf-wirtschaft-und-werte/6065200.html" target="_blank">hier<br />
</a> </em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>SPD-Fraktion: Zwischenbericht Projekt Zukunft &#8211; <a href="http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_datei/0,,15589,00.pdf" target="_blank">hier</a><br />
Vorwärts: SPD-Fraktion startet „Zukunftsdialog“ &#8211; <a href="http://www.vorwaerts.de/artikel/spd-fraktion-startet-ae-zukunftsdialog-online-ae" target="_blank">hier</a></em><br />
<em>dapd: SPD-Fraktion bereitet sich aufs Regieren vor &#8211; <a href="http://www.net-tribune.de/nt/node/93891/news/SPD-Fraktion-bereitet-sich-aufs-Regieren-vor" target="_blank">hier</a></em><br />
<em>ARD.de: Zum Kanzleramt links ab? &#8211; <a href="http://www.tagesschau.de/inland/spdfraktionsklausur100.html" target="_blank">hier</a></em></p>
<p>Agenturberichten zufolge will die Linke 2012 &#8220;Politik für die Menschen&#8221; machen, wobei zu den zentralen Thema die Rentenpolitik und die Altersarmut zählten. Darüber hinaus soll der Kampf gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse fortgesetzt werden. Gysi kündigte zudem einen Antrag &#8220;zur sozialen Stellung der Selbstständigen&#8221; an. Ein weiteres, das Profil der Linken schärfende Thema, soll die Bildungspolitik sein. Ihre Positionen für die zweite Hälfte der Legislaturperiode hat die Linksfraktion in einem <a href="http://www.linksfraktion.de/folder/uns-frieden-soziale-gerechtigkeit-demokratie/" target="_blank">Werbeheftchen</a> zusammengefasst, das auf der Website mit einem Zitat von Gregor Gysi beworben wird: &#8220;Ich verspreche Ihnen: Links wirkt weiter.&#8221; Auf der Klausur hatten die Abgeordneten am Freitag und Samstag unter anderem Vorträge von Stephan Schulmeister und Richard Detje zur Krise, ihres möglichen Weiterverlaufs sowie ihre unmittelbare Bearbeitung etwa durch Beschäftigte. Zur Diskussion lag ein Papier von Harald Pätzolt und Olaf Miemiec vor, von dem ein Teil die Frage der Commons betrifft, der <a href="http://lukrezia-jochimsen.de/images/2012/01/KapitelII.pdf" target="_blank">hier eingesehen</a> werden kann. Wie man hört sorgte vor allem der Auftritt Hans-Ulrich Jörges vom <em>Stern</em> für eine gewisse Begeisterung – obgleich er nicht mit Kritik an der Linken sparte und ihr unter anderem vorwarf, einen unsolidarischen Umgang untereinander zu pflegen, was ganz im Gegensatz zu dem von ihr vertretenen Anspruch stehe, der den Wert Solidarität ins Zentrum ihres Zielkatalogs stellt. Einen konkreten Plan gibt es für den 8. März: Dann wollen sich die Männer der Linksfraktion in Betrieben an „typischer Frauenarbeit“ versuchen, im Bundestag sollen dann zugleich alle Reden von den Frauen der Linksfraktion gehalten werden. Die Aktion wurde bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung beschlossen: Aussuchen sollen sich die männlichen Abgeordneten die Jobs nicht, sie werden von den Frauen zugeteilt, hieß es. (tos, Foto: Linksfraktion)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24711&amp;md5=dfba514b330ce158aa38aade0358a2b4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Eigentorschützen</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2012/01/eigentorschuetzen-lafontaine-gysi-personalfragen-sachsen-anhalt-beschluss-landesvorstand/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 05:04:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dietmar Bartsch]]></category>
		<category><![CDATA[Gregor Gysi]]></category>
		<category><![CDATA[Mitgliederentscheid]]></category>
		<category><![CDATA[Oskar Lafontaine]]></category>
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		<category><![CDATA[Saarland]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen 2013]]></category>

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		<description><![CDATA[(Mit Update: Bartsch, Ernst, Lötzsch) Oskar Lafontaine ist offenbar sauer: „Wir haben zu viele Eigentorschützen, die ununterbrochen über Personalfragen quatschen“, meldet sich der Ex-Vorsitzende in der "Saarbrücker Zeitung" zu Wort – und meint damit nicht zuletzt Fraktionschef Gregor Gysi. Der Saarländer erneuerte kurz vor der Entscheidung über eine Mitgliederbefragung auch seine Ablehnung: „Wenn die Linke sich das zur Gewohnheit macht, ist sie nur noch mit Personaldebatten beschäftigt.“ Auch Dietmar Bartsch meint, "die permanente Personaldiskussion, die hilft uns nicht." Unterdessen hat sich der Landesverband Sachsen-Anhalt den Anträgen für eine Basisbefragung angeschlossen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oskar Lafontaine ist offenbar sauer: „Wir haben zu viele Eigentorschützen, die ununterbrochen über Personalfragen quatschen“, <a href="http://www.presseportal.de/pm/57706/2179099/saarbruecker-zeitung-lafontaine-kritisiert-personaldebatten-bei-den-linken-zu-viele" target="_blank">meldet sich</a> der Ex-Vorsitzende in der <em>Saarbrücker Zeitung</em> zu Wort – und warnt vor den Folgen. Wenn es zu viele davon in einer Partei gebe, verliere diese an Zustimmung beim Wähler. Ob es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Personaldebatte und Umfrageergebnissen gibt, sei einmal dahingestellt. Lafontaines Intervention ist deshalb interessant, weil sie nicht zuletzt auf eine <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2012/01/gregor-helmut-peer-kandidatur-bundestagswahl-2013-gysi-lafontaine/" target="_blank">Wortmeldung</a> von Gregor Gysi folgt. „Es gehört zu meinen Grundsätzen, über Personalfragen nicht öffentlich zum falschen Zeitpunkt zu schwadronieren“, antwortet der Saarländer auf dessen Vorstoß, er und Lafontaine könnten zur Bundestagswahl erneut als Spitzenkandidaten ins Rennen gehen. „Wenn die Entscheidung ansteht, dass ein Parteitag die Spitzenkandidatur festlegt, werde ich mich dazu erklären.“ Vor der Sitzung der Linken-Spitze in Sachen Mitgliederbefragung erneuerte Lafontaine seine klare Ablehnung: „Ich halte es für völlig unmöglich, ein halbes Jahr vor Ende der Amtszeit von Vorsitzenden eine Befragung über alternative Kandidaturen durchzuführen“, so Lafontaine. „Wenn die Linke sich das zur Gewohnheit macht, ist sie nur noch mit Personaldebatten beschäftigt.“ Ob Lafontaine nicht unlängst auch selbst eine solche angestoßen hat, in dem er sich zum Spitzenkandidaten für mögliche Neuwahlen im Saarland ins Spiel brachte? Zugegeben: Die große Frage, wer in diesem Fall kandidieren sollte, stellt sich wahrlich nicht. Und es ist im Unterschied zur Wahl der Linken-Spitze nicht ganz ausgeschlossen, dass es nicht mehr ein halbes Jahr dauert.</p>
<p>Auch Dietmar Bartsch hat sich <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1649380/drucken/" target="_blank">zu Wort gemeldet</a>: Die Debatte über Spitzenkandidaten komme zu früh, sagte er im <em>Deutschlandfunk.</em>: &#8220;Entscheidungen trifft man dann, wenn sie anstehen und diese Entscheidung steht nicht an.&#8221; Auf die Frage, wen Lafontaine damit gemeint haben könnte, antwortete der Fraktionsvize: &#8220;Ich weiß nicht, ob Oskar Lafontaine Gregor Gysi gemeint hat, aber er hat zweifelsfrei recht. Ich bin der Auffassung, dass die ständige mit uns selbst Beschäftigung uns nicht voranbringt. Wir müssen thematisch wieder in die Offensive kommen.&#8221; Auch der Debatte um die künftige Parteiführung versuchte Bartsch die Fahrt zu nehmen. &#8220;Die permanente Personaldiskussion, die hilft uns nicht.&#8221; Im <em>Neuen Deutschland</em> will Klaus Ernst der Entscheidung des Geschäftsführenden Vorstands am Donnerstag <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/215266.auf-der-suche-nach-breiter-legitimierung.html" target="_blank">nicht vorgreifen</a>, hofft aber weiter auf eine &#8220;plurale und kooperative Führung&#8221;, die &#8220;in großer Einmütigkeit&#8221; bestimmt werde. Seinen Vorschlag zur Beteiligung der Mitglieder vom Sommer habe er &#8220;gemacht, um eine Debatte anzustoßen. Das ist gelungen&#8221;. Es sei ihm auch darum gegangen, &#8220;eine möglichst breite Legitimierung der künftigen Parteiführung zu erreichen&#8221; und Solidarität zu stiften: Er wolle, dass die Linke &#8220;immun gegen Versuche wird, der Partei durch Demontage der Führung zu schaden oder ihr irgendwelche Debatten zu Nebenfragen mit hohem Streitpotenzial aufzuzwingen&#8221;. Ernst setzt sich aber zugleich ein bisschen von seiner ursprünglichen Idee ab: Der Vorschlag sei &#8220;von einer großen Mehrheit der Landesverbände mit guten Gründen eher kritisch gesehen&#8221; worden, außerdem gebe es nun &#8220;auch starke rechtliche Bedenken. Das muss ich zur Kenntnis nehmen.&#8221;</p>
<p>In einem <a href="http://www.freitag.de/politik/1202-raus-aus-den-hinterzimmern" target="_blank">Gastbeitrag für freitag.de</a> schreibt Gesine Lötzsch, die Linke werde &#8220;schnell an Attraktivität gewinnen, wenn unsere Politik konkreter wird und zum Mitmachen anregt&#8221;. Dazu müsse sich die Linke aber &#8220;grundlegend ändern. Es reicht nicht, nur jünger, moderner und weiblicher werden zu wollen. Wir wollen eine progressive, emanzipatorische Partei sein, wir wollen anders als die anderen Parteien sein, verhalten uns aber häufig konservativer und patriachalischer als die anderen.&#8221; Die Linke fordere zum Beispiel mehr Demokratie, wenn es aber darum gehe, &#8220;wie wir unsere Parteiführung auswählen wollen, fallen wir in alte Muster zurück, die eher an die Wahl eines Papstes erinnern&#8221;. Lötzsch verwies auf das Vorbild der französischen Sozialisten, deren Auswahl der Spitzenkandidaten mobilisierend gewirkt habe und mahnt: &#8220;Viele Menschen schauen sehr genau hin, ob wir selbst den demokratischen Anspruch leben, den wir proklamieren. Wenn wir es nicht tun, werden wir an Glaubwürdigkeit verlieren.&#8221; Die Basis der Linkspartei würde zu Recht &#8220;erwarten,  dass sie in Entscheidungen der Partei stärker einbezogen werden, auch wenn es um die Auswahl des neuen Parteivorstandes geht&#8221;. Lötzsch spricht sich daher abermals für einen solchen Entscheid aus, sieht „wasserdichte“ Verfahren aber ebenso als nötig an.</p>
<p>Unterdessen hat der Landesvorstand der Linken in Sachsen-Anhalt „nach ausführlicher Debatte über aktuelle Situation und Kontroversen in der Partei zu Personal und Mitgliederentscheid“ mit großer Mehrheit beschlossen, sich dem Antrag aus Mecklenburg-Vorpommern zu einem empfehlenden Mitgliederentschied anzuschließen. Darüber hinaus appellierten die Genossen in Magdeburg an die „gemeinsame Verantwortung“ in der Linken. „Bundesparteitag gemeinsam vorbereiten“, ist ein zweiter Beschluss überschrieben, in dem ein Mitgliederentscheid über personelle Empfehlungen zum Göttinger Parteitag als „Möglichkeit für mehr Mitgliederbeteiligung und Transparenz“ bezeichnet wird. „Der Mitgliederentscheid kann produktiv verlaufen und Ausstrahlung über die Partei hinaus entwickeln, wenn er mit einer Debatte über politische Inhalte und Schwerpunkte verbunden wird“, heißt es weiter. Alle Landesverbände stünden „in einer gemeinsamen Verantwortung, den kommenden Bundesparteitag und die dort anstehenden Wahlen des Parteivorstandes konstruktiv vorzubereiten. Es muss gelingen, einen Gesamtvorstand zu wählen, der eine regionale Ausgewogenheit ebenso abbildet wie die Pluralität innerhalb der Linken.&#8221; (vk)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24619&amp;md5=97bf63423d394f0d472fa01ac2ce66b0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gregor, Helmut, Peer</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 08:21:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gregor Gysi]]></category>
		<category><![CDATA[Oskar Lafontaine]]></category>
		<category><![CDATA[Personalfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Vorschlagsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen 2013]]></category>

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		<description><![CDATA[„Ich bin bereit, zur nächsten Bundestagswahl wieder als ein Spitzenkandidat anzutreten“, bringt sich Gregor Gysi wie ein früherer SPD-Finanzminister selbst ins Spiel, um dann, wie ein früherer SPD-Kanzler, noch eine Nominierung auszusprechen: „Ich nehme an, Oskar ist dazu auch bereit.“ Aus der gegenwärtigen Kandidatenfindung für den Vorsitz, so geht die Meldung weiter, wolle sich Gysi „weitestgehend“ heraushalten. Da haben wir hier herzhaft gelacht. Die Helmut-Schmidt-Plakette und das Peer-Steinbrück-Banner sind ihm trotzdem sicher]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Normalerweise gehört es zu den Standards für Politiker der Linken, genau das <em>nicht</em> zu tun, was Sozialdemokraten machen. Gregor Gysi bricht nun mit der goldenen Regel und schafft es sogar, den Steinbrück und den Schmidt gleichermaßen zu geben. „Ich bin bereit, zur nächsten Bundestagswahl wieder als ein Spitzenkandidat anzutreten“, <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13807132/Gysi-sieht-Lafontaine-als-moeglichen-Spitzenkandidaten.html" target="_blank">bringt sich</a> der Fraktionschef in der <em>Superillu</em> erst wie der frühere SPD-Finanzminister selbst ins Spiel, um dann, wie der frühere SPD-Kanzler, noch eine Nominierung auszusprechen: „Ich nehme an, Oskar ist dazu auch bereit.“ Keine Frage, Gysi und Lafontaine sind die Zugpferde der Linken. Aber warum man in einer Situation, in der die eigene Partei schon eine Personaldebatte am Hals hat gleich noch die nächste aufmacht, lässt schon grübeln. Wer hat eigentlich in der Linken das berühmte „Vorschlagsrecht“? Und wäre es nicht zumindest klug, die Wahl der nächsten Parteispitze abzuwarten? Aus der gegenwärtigen Kandidatenfindung für den Vorsitz, so geht die Meldung weiter, wolle sich Gysi „weitestgehend“ heraushalten. Da haben wir hier herzhaft gelacht. Und sind uns sicher: Die Helmut-Schmidt-Plakette und das Peer-Steinbrück-Banner sind ihm trotzdem sicher. (tos, Foto: Ausriss Wahlplakat der Linken 2005)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24605&amp;md5=3018c61282bbb522cc0a8bea46fdded6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>„Liebe Mitmenschen“</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 11:01:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
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		<category><![CDATA[Ratschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen 2013]]></category>

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		<description><![CDATA[Linken-Politiker haben sich für 2012 einiges vorgenommen: Europaweit sollen Proteste gegen Sozialabbau und kapitalistische Krisenreparatur zum "Markenzeichen" werden, es solle „eine Lohn-, Renten- und Sozialoffensive" geben, heißt es. Ein Ratschlag mit den außerparlamentarischen Kräften ist geplant und nicht zuletzt ein Mitmach-Verfahren zur Formulierung des linken Wahlprogrammes 2013]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dank Internet findet die eigenwillige Tradition, Reden zum Jahreswechsel zu veröffentlichen, immer größere Verbreitung. Was man auch als Vorteil sehen kann, denn so ist immerhin Widerspruch möglich. Schließlich <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/neujahrsansprache-deutschland-geht-es-gut-1.1247628" target="_blank">behauptet</a> Angela Merkel, dass es Deutschland gut geht. Die Linken-Politikerin Tina Flauger erklärt hingegen, warum für viele das Gegenteil richtig ist und was man dagegen machen kann – zum Beispiel Protestbriefe schreiben. Dabei will es Klaus Ernst nicht bewenden lassen, der Parteichef <a href="http://www.presseportal.de/pm/46027/2172813/freie_presse_chemnitz" target="_blank">kündigte an</a>, dass linke Parteien in Europa im kommenden Jahr den Kampf gegen Sozialabbau in den Mittelpunkt ihrer Politik stellen wollen. Es werde in allen Ländern gegen die Kürzung von Löhnen, Renten und Sozialleistungen zu kämpfen sein. „Das wird das Markenzeichen der Linken in ganz Europa“, so Ernst. Linksfraktionschef Gregor Gysi hat den Gewerkschaften Unterstützung bei ihrem Engagement zugesichert, wobei sich das in den vergangenen Monaten vor allem auf verbale Hinweise beschränkte. „Arbeit muss in unserem Land endlich wieder den Wert bekommen, den sie verdient“, sagte Gysi. Das sei „nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft“. Er <a href="http://linksfraktion.de/pressemitteilungen/2012-muss-jahr-lohn-renten-sozialoffensive-werden/" target="_blank">forderte</a> „eine Lohn-, Renten- und Sozialoffensive in Deutschland und Europa“ im kommenden Jahr. „Ich setze darauf, dass die Gewerkschaften auch und gerade in Deutschland ihre Zurückhaltung aufgeben. Es reicht ja nicht, Abwehrkämpfe zu führen, wir brauchen endlich einen nachhaltigen Anstieg der Reallöhne und -renten.“</p>
<p><object width="460" height="280" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/6qoel5w3xrw?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="460" height="280" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/6qoel5w3xrw?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Die Sozialpolitikerin Diana Golze <a href="http://www.linksfraktion.de/interview-der-woche/wir-brauchen-starke-linke-sozialere-politik/" target="_blank">sagte</a>, „die Themen Rente, Mindestlohn und Arbeitsmarktpolitik, aber auch Gesundheit und Pflege“ stünden weiterhin für die Linke im Mittelpunkt. Es brauche Konzepte „für eine sozialere Politik“ – und „dafür sind wir gut aufgestellt“. Unterdessen hat auch der Bundesausschuss Friedensratschlag sein „friedenspolitisches Aktionsprogramm“ <a href="http://www.ag-friedensforschung.de/bewegung/Aktionsprogramm2012.pdf" target="_blank">vorgelegt</a>. Im Mittelpunkt stehen dabei der Krieg in Afghanistan, die Warnung vor neuen Kriegen und die Kritik an NATO und Bundeswehr. Bereits Anfang Dezember hatte die Spitze der Linken eine Reihe von Vorhaben für das kommende Jahr <a href="https://www.die-linke.de/partei/organe/parteivorstand/parteivorstand20102012/vondensitzungen/sofortinformationsitzungdesgeschaeftsfuehrendenpvam5dezember2011/" target="_blank">angekündigt</a> – unter anderem, dass „die Aktivitäten zum Thema Euro-Krise“ auch im nächsten Jahr „fortgesetzt werden“. Konkretere Vorschläge will der Vorstand im Januar diskutieren. Vize Heinz Bierbaum soll den Linkenvorstand zudem im Bündnis “Wir zahlen nicht für eure Krise!” vertreten. Begrüßt hat das geschäftsführende Gremium auch, „dass die Rosa-Luxemburg-Stiftung einen ,Ratschlag‘ mit außerparlamentarischen Kräften organisieren wird“. Im Frühjahr und Frühsommer sollen „drei bis vier regionale“ Veranstaltungen mit Vertretern aus Gewerkschaften, Verbänden sowie sozialen Bewegungen und Initiativen stattfinden. Die Linkspartei selbst will im Herbst 2012 zu einem Zukunftskongress einladen, mit dem versucht werden soll, „die gesellschaftliche Debatte über notwendige und sinnvolle Veränderungen zu beleben“. Auch soll „in einem offenen, beteiligungsorientierten Verfahren über Erwartungen an ein linkes Bundestagswahlprogramm 2013 und darüber hinaus“ diskutiert werden. (vk, Foto: sxc.hu)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24384&amp;md5=3472135685ffb7d377469c5b9c8040da" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Russland und die Linke</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/russland-und-die-linke-proteste-gysi-liebich-gehrcke/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 07:24:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Boris Kagarlitzki]]></category>
		<category><![CDATA[Gregor Gysi]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Liebich]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Gehrcke]]></category>

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		<description><![CDATA[Was sagt eigentlich die Linke zu den Protesten in Russland? Die größten Demos seit dem Ende der Sowjetunion sind bisher kein allzu großes Thema, Erklärungen zur Entwicklung an der Moskwa deutlich seltener als etwa zum Arabischen Frühling. Ein kleiner Überblick]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die russische Regierung hat den USA die Verletzung der Menschenrechte vorgeworfen. „Die Lage in den Vereinigten Staaten ist weit von den Idealen entfernt, die von der Regierung in Washington proklamiert werden“, heißt es im ersten Menschenrechtsbericht des Moskauer Außenministeriums. Das Papier wird eine öffentliche Reaktionen auf die nicht zuletzt amerikanische Kritik am Zustand der Demokratie in Russland sein &#8211; wo in dieser Woche abermals Zehntausende gegen Ministerpräsident Wladimir Putin, Wahlfälschung und die Einschränkung politischer Rechte demonstriert haben. Die größten Demonstrationen seit dem Ende der Sowjetunion sind für die Linke hierzulande bisher kein großes Thema.</p>
<p>Erklärungen zur Entwicklung an der Moskwa sind jedenfalls seltener als etwa zu den Ereignissen des Arabischen Frühlings. Nun sollte man mit solchen Vergleichen sicher vorsichtig sein, es sind freilich auch schon Solidaritätserklärungen mit Bewegungen in aller Welt abgegeben worden, bei denen die Nachrichtenlage über die oppositionellen Akteure, die politische Dimension des Konflikts und seine historische Tendenz noch schlechter war, als anfangs in Nordafrika oder jetzt im Falle Russlands. Dass die dortigen Proteste auf eine gewisse Skepsis stoßen, dürfte mit mit mehreren Faktoren begründet sein, dazu gehören sicher der soziale Charakter der Demonstrationen und die politische Ausrichtung der Opposition.</p>
<p>An anderer Stelle war das aber nicht unbedingt in gleichem Maße Anlass für Zurückhaltung, weshalb der Gedanke nahe liegt, dass die in Moskau Herrschenden bisweilen eine Art heimlichen, antiimperialistischen Kritikschutz genießen: Das Land ist einer der wenigen echten politischen und militärischen Konkurrenten der USA, diese relative Stärke ist manchem offenbar wichtiger als politische Forderungen, die man sonst gern an andere richtet. (Im Aufruf zur Luxemburg-Liebknecht-Demo <a href="http://www.ll-demo.de/2012/aufruf/start.html" target="_blank">heißt es</a>: „Unsere Sympathie gilt allen Bestrebungen, den US-amerikanischen Hegemonieanspruch einzudämmen.“ Wirklich alle?) Ein historisches Moment wird man dabei nicht übergehen können: Moskau war über Jahrzehnte einer der Sterne am linken Firmament, und selbst für jene, die sich kritisch von der realsozialistischen Autokratie in Moskau absetzten, lag das Heil dann meist ein paar Tausend Kilometer südlich: in Peking. Auch mit oppositionellen Bewegungen in China, um diesen Bogen zu schließen, tun sich Linke hierzulande oft schwerer als mit politischem Aufbegehren anderswo.</p>
<p>Nicht selten wird dabei übrigens genauso argumentiert, wie es nun die russische Regierung tut: Sie verweist auf die Menschenrechtslage in den USA und den Widerspruch, der sich zwischen den Forderungen des Demokratie-Exportweltmeisters und der von ihm selbst verantworteten politischen Realität auftut. Das Argument ist zugleich eine Kritik an der Instrumentalisierung von Menschenrechten – und Teil einer in sich selbst kreisenden Diskurslogik, bei der auf die Kritik, in der DDR habe es gravierend an politischen Rechten gefehlt, entweder der Hinweis auf die soziale Spaltung in der Bundesrepublik folgt oder der, man könne dort zwar fast alles sagen aber es interessiere ja niemanden mehr. Damit lässt sich beinahe jede Debatte durch den Sprung auf eine andere Ebene erledigen.</p>
<p>Zurück nach Russland. Was sagt eigentlich die Linkspartei? Die hat immerhin gerade ein Programm beschlossen, in dem alternativ zur NATO &#8220;ein kollektives Sicherheitssystem unter Beteiligung Russlands&#8221; <a href="https://www.die-linke.de/partei/dokumente/programmderparteidielinke/iv6wieschaffenwirfriedenabruestungkollektivesicherheitundgemeinsameentwicklung/friedeninsolidaritaetstattkriege/" target="_blank">angestrebt</a> wird. Fraktionschef Gregor Gysi hat Neuwahlen gefordert. „Klug wäre es“, <a href="http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article13762720/In-Russland-geschieht-etwas-Wunderbares.html" target="_blank">zitiert ihn die <em>Welt</em></a>, dabei „die ausgeschlossenen Parteien zuzulassen und eine strikt ehrliche Auszählung in jeder Hinsicht zu garantieren. Mit dem Ergebnis müssen und können dann alle leben.“ Gysi geht außerdem davon aus, dass die Proteste anhalten. Der außenpolitische Sprecher der Fraktion, Wolfgang Gehrcke, hat eine Aufklärung der Vorwürfe der Wahlmanipulation <a href="http://www.linksfraktion.de/pressemitteilungen/wahlbetrug-russland-aufklaeren/" target="_blank">angemahnt</a> und an die russische Führung appelliert, „jetzt einen anderen Umgang mit den Protesten an den Tag“ zu legen. Direkte Solidarität mit den Protestierenden <a href="http://www.linksfraktion.de/reden/solidaritaet-demokraten-russlands-aber-nicht-lupenreinen/" target="_blank">äußerte</a> der Abgeordnete Stefan Liebich bei einer die Ereignisse in Russland betreffenden Debatte im Bundestag: „Wir stehen an der Seite der Hunderttausenden Russinnen und Russen auf dem Bolotnaja-Platz in Moskau, in Sankt Petersburg und Perm, die sich für freie und faire Wahlen und mehr Demokratie in ihrem Lande aussprechen.“</p>
<p>Liebich verweist auf ein Moment an, das eine der Dreh- und Angelpunkte der linken Betrachtungsweise zu sein scheint: „Im Wahlergebnis zeigt sich weiter – das hat mein Kollege Wolfgang Gehrcke vorhin schon erwähnt –, dass auch die wachsende soziale Spaltung immer weniger akzeptiert wird.“ Die soziale Dimension der Proteste wird anderswo dagegen bestritten: „Nicht sozialer Niedergang treibt sie auf die Straße, sondern das Fehlen politischer Emanzipation. In welchem Sinn sie größere politische Freiheiten zu nutzen gedächten, ist wiederum eine ganz andere Frage“, <a href="http://www.jungewelt.de/2011/12-27/053.php" target="_blank">kommentiert</a> die <em>Junge Welt</em> die Proteste. Damit sind zugleich Vorbehalte gegen die so <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/russlands-opposition-gerecht-liberal-und-zerstritten/5969550.html" target="_blank">unterschiedlichen Akteure</a> verbunden, deren politische Agenda unscharf ist und die sich offenbar in der Gegnerschaft zur Doppelspitze Putin und Dmitri Medwedjew schon weitgehend erschöpft.</p>
<p>Die Moskauer Böll-Stiftung <a href="http://blog.boell-net.de/blogs/russland-blog/archive/2011/12/28/drei-wochen-proteste-in-russland-eine-kleine-zwischenbilanz.aspx" target="_blank">rekapituliert</a> nach den ersten drei Wochen der Proteste, Russland sei „zwar noch kein anderes Land, aber eines, das sich, wie es der Zivilgesellschaftsrat beim Präsidenten am vergangenen Freitag ausdrückte, ,in einer neuen Realität‘ wieder findet. Das ist umständlich aber durchaus fein gesagt. Es ist etwas ins Rollen gekommen. Ein Zurück gibt es nicht mehr. Das Russland nach den Präsidentenwahlen wird anders aussehen.“ Im <em>Neuen Deutschland</em> wird <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/214188.plan-b-der-putin-gegner.html" target="_blank">eine Umfrage</a> des als unabhängig geltenden Moskauer Lewada-Zentrums zitiert. Danach bekannten sich 70 Prozent der Teilnehmer einer der bisher größte Demonstrationen in Russland zu liberalen Werten, 25 Prozent bezeichneten sich als Kommunisten, Sozialdemokraten und Linke, fünf Prozent als Nationalisten.</p>
<p>Währende des Arabischen Frühlings war es für die Diskussionen hierzulande nicht zuletzt entscheidend, politischen Einschätzungen aus der Nähe zu vertrauen – Berichten von den Demonstrationen, den Debatten in den Gewerkschaften, unter den Intellektuellen. In der <em>Tageszeitung</em> kommt die Jungautorin Alisa Ganijewa <a href="https://www.taz.de/Debatte-Proteste-in-Russland/!84464/" target="_blank">zu Wort</a>, die Sorgen hat, es könne eine Revolution geben – „was das für ein Aufstand wird – rot oder braun –, ist nicht klar.“ Der Soziologe Boris Kagarlitzki hat hingegen <a href="http://english.igso.ru/articles.php?article_id=47" target="_blank">in einem Beitrag</a> darauf hingewiesen, dass eine auf politische Freiheitsrechte beschränkte Bewegung nicht erfolgreich sein werde, sondern es einer Klammer bedarf, welche die sozialen Forderungen der Bevölkerungsmehrheit integriert. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24345&amp;md5=4cf0f7b8d48ebb80122f4c5f51800897" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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