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	<title>Lafontaines Linke &#187; Gewerkschaften</title>
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		<title>Alles verändert sich</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 22:40:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über die Frage, wie ein sozial-ökologischer Umbau vorankommen kann und welche Widersprüche dabei zutage treten, wird nicht erst seit der großen Krise von 2008 ff. diskutiert. Seit geraumer Zeit hängt das Thema Konversion allerdings ziemlich weit vorn auf der politischen Bühne – und das vor allem mit Blick auf ganz verschiedene Sektoren. Drei Beispiele ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über die Frage, wie ein sozial-ökologischer Umbau vorankommen kann und welche Widersprüche dabei zutage treten, wird nicht erst seit der großen Krise von 2008 ff. diskutiert. Seit geraumer Zeit hängt das Thema Konversion allerdings ziemlich weit vorn auf der politischen Bühne – und das vor allem mit Blick auf ganz verschiedene Sektoren. Gewerkschafter, Linke aller möglichen Schattierungen, Grüne und andere diskutieren über verschiedene Wege, die jeweils auch ganz unterschiedliche Ziele haben. Mal geht es um eine weit reichende Transformation, mal um „Just Transition“, mal um einen Green New Deal. Mögen sich einzelne Akteure auch voneinander abgrenzen, debattieren sie doch auf einem gemeinsamen Feld. Was bisweilen fehlt, ist die politische Korrespondenz zwischen unterschiedlichen Ansätzen, Voraussetzungen, Zielen, denen doch immerhin ein gemeinsamer Gedanke zugrunde liegt: So wie bisher geht es nicht weiter, der Übergang zu einem neuen Modus allerdings wirft politische, ökonomische und soziale Fragen der Veränderung auf. Drei Baustellen werden zurzeit vorrangig diskutiert.</p>
<p>Erstens: der <strong>Bereich militärischer Produktion und von Bundeswehrstandorten</strong>, die bei einem Einstieg in den friedenspolitischen Umbau mit tief greifenden Verwerfungen zu rechnen haben. Eine Konferenz der Linksfraktion hat mit Blick auf die Bundesreform und die weiter reichenden Forderungen der Linken im vergangenen September <a href="http://www.linksfraktion.de/themen/bundeswehr-konversion-militaerischer-standorte/" target="_blank">viel Material</a> zusammengetragen. Es gibt im Gewerkschaftslager eine Diskussion, in der auf der einen Seite die Sorge um Jobs und auf der anderen friedenspolitische Positionen miteinander ringen. Nach <a href="http://dip.bundestag.de/btd/17/080/1708097.pdf" target="_blank">Angaben</a> der Bundesregierung arbeiten rund 80.000 Menschen im „Kernbereich der deutschen wehrtechnischen Industrie“.</p>
<p>Zweitens: <strong>die Automobilbranche</strong>. Einen Überblick über den Stand der linken Konversionsdiskussion findet sich in einem <a href="http://www.rosalux.de/news/37683/2363/die-globale-oekonomie-des-autos.html" target="_blank">Sammelband</a>, der auf eine <a href="http://auto-mobil-krise.blog.rosalux.de/" target="_blank">Tagung</a> im vergangenen Jahr zurückgeht. Darin werden Entwicklungen, Strategien und Widersprüche der globalen Automobilproduktion analysiert, sowie die strategischen Widersprüche innerhalb der Gewerkschaften und zwischen Gewerkschaften und ökologischer Bewegung aufgegriffen. Mario Candeias <a href="http://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/sonst_publikationen/Candeias_M_2011_Konversion.pdf" target="_blank">in seinem Beitrag</a>: „Abstrakt gesprochen sind der Schutz der Umwelt, ein sozialer Ausgleich und Gute Arbeit für Alle keine grundsätzlich gegensätzlichen Ziele. Unabhängig von den weitergehenden Vorstellungen der unterschiedlichen Gruppen der so genannten Mosaik-Linken sind sich alle einig, dass es um diese (Mindest)Anforderungen einer gesellschaftlichen Transformation geht. Bei der Umsetzung, den Einstiegen und Übergängen bestehen jedoch erhebliche Differenzen, strategische Widersprüche, gegensätzliche politische Taktiken, fallen kurz- und mittelfristige Perspektiven auseinander, entstehen Zielkonflikte. Im Ergebnis agieren die unterschiedlichen Gruppen getrennt voneinander.“ In dem Buch geht über dies um einen skeptischen Blick auf den Trend zu Elektroautos und schließlich um Perspektiven einer postfossilen Mobilität und einer weitergehenden sozial-ökologischen Transformation.</p>
<p>Drittens: <strong>der Bereich Klimaschutz</strong>. Die Heinrich-Böll-Stiftung hat unlängst einen <a href="http://www.boell.de/downloads/Endf_Strukturwandel.pdf" target="_blank">interessanten Band</a> veröffentlicht, in dem der Frage nachgegangen wird, „wie Klimapolitik Wirtschaft und Arbeitswelt verändert“. Die Autoren, <a href="http://www.boell.de/publikationen/publikationen-strukturwandel-und-klimaschutz-wie-klimapolitik-wirtschaft-und-arbeitswelt-veraendert-13704.html" target="_blank">heißt es im Vorwort</a>, „zeichnen ein differenziertes Bild der Kosten, Chancen und Unwägbarkeiten, die der ökologische Umbau der Industriegesellschaft mit sich bringt. Ihr wichtigstes Ergebnis: Die Beschäftigungsbilanz einer forcierten Klimapolitik fällt positiv aus. Die ökologische Wende wird per Saldo keine Jobs kosten; es werden vielmehr bis zu einigen Hunderttausend neue Arbeitsplätze entstehen. Das ist die gute Nachricht. Ganz ohne Härten wird eine forcierte Klimapolitik nicht vonstattengehen.“ Die drei Punkte, die dann hervorgehoben werden, sind wichtige Baustellen auf für linke Interventionen. „Erstens entstehen der Allgemeinheit durch forcierte Klimapolitik tatsächlich erhebliche Kosten. Sie werden verursacht durch zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur. Die Folgekosten eines ungebremsten Klimawandels fielen jedoch erheblich höher aus. Zweitens kann eine Politik des forcierten Klimaschutzes den Trend zu prekärer Beschäftigung eher verstärken. Drittens erfordern die neuen Arbeitsplätze im Schnitt höhere Qualifikationen. In der Folge werden sich die Beschäftigungsmöglichkeiten für Geringqualifizierte weiter verschlechtern.“</p>
<p>Angesichts der Dynamik der Finanzkrise und der bis ins den herrschenden Block hinein reichenden Neigung, zumindest ein bisschen Regulierung zum Erhalt des Modus vivendi durchzusetzen, wird man sich darüber hinaus auch über die Konversion der Finanzindustrie Gedanken machen müssen. Die Linke fordert einen weitreichenden Umbau, ohne allerdings bisher besonders viel darüber zu reden, was dieser für Folgen für die Beschäftigten usw. hat. Dies betrifft andere politische Zielsetzungen und ihre Auswirkungen auf den Status quo von Beschäftigung, regionalen Wirtschaftsstrukturen, Umbau-Anforderungen und so weiter ebenso. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24686&amp;md5=39a0d7e06370e59f4794fb62cf197fee" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wendl verlässt Linke</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 12:47:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der frühere Landeschef der Linken in Bayern, Michael Wendl, ist aus der Partei ausgetreten. Anlass für den streitbaren Gewerkschafter, der auch dem Münchner Kreisverband vorstand, sei vor allem das neue Programm gewesen. Der Linken gab der Soziologe und Volkswirt eine schlechte Prognose. Wendl stand für eine zwar kontroverse aber stets an der Sache und an der kritischen Verwendung von politischen Begriffen orientierte Diskussion - nicht zuletzt hier im Blog]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der frühere Landesvorsitzende der Linken in Bayern, Michael Wendl, ist aus der Partei ausgetreten. Anlass für den streitbaren Gewerkschafter, der auch dem Münchner <a href="http://www.dielinke-muc.de/partei/muenchen/kreisverband_muenchen/" target="_blank">Kreisverband</a> vorstand, sei vor allem das neue Programm gewesen, <a href="http://www.sueddeutsche.de/g5638Q/303393/Kleinkrieg-und-keine-Manieren.html" target="_blank">berichtet</a> die <em>Süddeutsche</em>. Es sei in weiten Passagen „theoretisch falsch und politisch desorientierend“. Da er weder ständig das Programm kritisieren noch den Text von vornherein nicht ernst nehmen wolle, habe er sich zum Austritt entschieden. Der Linken gab Wendl, der 2008 zur Partei gestoßen war, eine schlechte Prognose: „Wir haben das Zeitfenster, das die SPD mit ihrer unsozialen Politik geöffnet hatte, nicht nutzen können. Mit diesem Programm werden wir sie nicht unter Druck setzen, die Gewerkschaften auch nicht.“ Dass die Parteimitgliedschaft von Wendl „von Anfang an ein großes Missverständnis war“, wie die <em>Süddeutsche</em> behauptet, wird dem Wirken des früheren ÖTV-Landesvorsitzenden keineswegs gerecht. Der Soziologe und Volkswirt hatte, nicht nur in seiner 77 Tage währenden Amtszeit an der Spitze der Bayern-Linken, für eine zwar kontroverse aber stets an der Sache und an der kritischen Verwendung von politischen Begriffen orientierte Diskussion gestanden. Nicht zuletzt hier im Blog. Dass Wendls Meinung – in politischen wie in innerorganisatorischen Fragen – dabei auch auf Ablehnung stieß, wäre wohl kaum das Problem gewesen. Auf welche Weise die Kritik an dem früheren Sozialdemokraten jedoch in der bayerischen Linken bisweilen geübt wurde, hat offenbar zu seinem Rückzug beigetragen. (tos, Foto: Linke)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=23150&amp;md5=36c42a150021f468440babefcaba9005" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Charité: Keine Ruhe</title>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 18:03:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Gewerkschaft Verdi hat ihren Streik bei der Charité-Tochter CFM am Samstag ausgesetzt. Das Unternehmen habe die Aufnahme von Verhandlungen angeboten, die demnächst beginnen sollen. "Es wird einen Tarifvertrag geben", wird eine Unternehmenssprecherin zitiert. Die Verhandlungen darüber sollen demnach bereits am Montag beginnen. Unterdessen diskutiert das Pflegepersonal über die Ergebnisse der Gespräche zwischen den gewerkschaften ver.di und gkl mit der Charité. Sechster Teil des Streikberichts eines Kollegen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gewerkschaft Verdi hat ihren Streik bei der Charité-Tochter CFM am Samstag ausgesetzt. Das Unternehmen habe die Aufnahme von Verhandlungen angeboten, die demnächst beginnen sollen. &#8220;Es wird einen Tarifvertrag geben&#8221;, wird eine Unternehmenssprecherin zitiert. Die Verhandlungen darüber sollen demnach bereits am Montag beginnen. Unterdessen diskutiert das Pflegepersonal über die Ergebnisse der Gespräche zwischen den gewerkschaften ver.di und gkl mit der Charité. Sechster Teil des Streikberichts eines Kollegen:</p>
<p><em>An allen drei Campi fanden heute Nachmittag nun so genannte offene Mitgliederversammlungen der Gewerkschaft ver.di statt. Thema war die Information über den aktuellen Verhandlungstand &#8211; laut ver.di-Verhandlungsführerin Weitermann  der Stand von Montag 12 Uhr. Videoschaltungen sollten diesmal die gemeinsame Diskussion ermöglichen. Betriebsfremde wurden aber aufgefordert, die Säle zu verlassen.</em></p>
<p><em>Es wurden unter anderem als Ergebnis der Verhandlungen benannt: Auszubildende werden zum 01.07.2011 in den TVÖD der kommunalen Arbeitgeber (VKA) überführt; Anpassung der Charité an diesen Tarif in Schritten bis letztendlich Ende 2015 bzw. bezüglich der Tabellenstruktur bis 31.12.2016; dazu zum 01.07.2011: 150 Euro; ab 01.07.2012: 50 Euro mehr, dann Angleichungen nach Gehaltsklassen unterschieden, also z.B: 1.7. 2014 Angleichung auf 97,5%  des TVÖD- VKA für bestimmte Gehaltsstufen</em></p>
<p><em>Eine Einmalzahlung von 300 Euro im Jahr 2011. Die Angleichung Ost/West bezüglich der Jahressonderzahlung im Jahr 2012; eine Pauschale von 30 Euro je Dienst, den man aus dem Frei gerufen wird plus einer Zeitgutschrift; dazu verschiedene Regelungen bzgl. des Bereitschaftsdienstes oder auch die Regelung, dass Wochenenden vor und nach  einem mindestens fünftägigen Urlaub arbeitsfrei sind. Die Laufzeit des Tarifs nach jetzigem Stand wäre dann bis zum 31.12.2016 und als eine Handlungsoption dazwischen wurde eine Meistbegünstigungsklausel genannt.</em></p>
<p><em>Die anschließende Diskussion und Aussprache zeigte bald, dass die Verhandlungsergebnisse vielen Kollegen nicht ausreichen. Die lange Zeit bis zur Tarifangleichung als auch die Laufzeit selbst waren oft genannt als deutliches Manko. Immer wieder gab es zudem Stimmen, die auf die Arbeitsbedingungen verwiesen und zum Beispiel deutliche Verbesserungen in der Schichtvergütung einforderten. Die Rücknahme von Ausgliederungen wie in der CFM oder auch der Physiotherapie wurden als ein Ziel eines Arbeitskampfes und des politischen Drucks, den dieser erzeugen könnte, von Kollegen in Steglitz benannt.</em></p>
<p><em>Einige Verantwortliche der Gewerkschaft auf Betriebsebene waren sichtlich bemüht, den Eindruck der letzten Versammlung (Streikaussetzung) zu revidieren und sprachen sich  für die Wiederaufnahme des Arbeitskampfes aus. Sie verwiesen aber auch auf Unsicherheiten, ja auch nicht unbedingt unberechtigt, aber bemüht, diesmal keine Angst zu verbreiten. Die ver.di-Verantwortlichen auf Landesebene agierten mit ähnlichen Argumenten wie bei der letzten Versammlung gegen eine Wiederaufnahme. Also die schlechte Presse, oder auch die Möglichkeit, dass die Unternehmerseite ihr Angebot komplett zurück nimmt und man dann gar nichts an Verbesserungen durchsetzen würde.</em></p>
<p><em>Bei der Abstimmung zu der dann lediglich die ver.di-Mitglieder aufgerufen waren, sprachen sich an den Campi etwa 2/3 für eine Wiederaufnahme des Streiks aus. Die Tarifkommssion wird nun dies beraten und morgen bei der nächsten Verhandlungsrunde einbringen. Und dann?</em></p>
<p><em>Die Wiederaufnahme wird bestimmt nicht einfach, viele Kollegen fühlten sich verraten und wendeten sich enttäuscht ab. Bekommt man sie wieder in die Reihen der Streikenden?  Richtig Arbeit wird es aber ganz sicher, auf den Stationen und in den Bereichen die Stimmung der ersten Streiktag wieder aufzubauen. Und die Streitigkeiten mit Vorgesetzten und Ober- oder Chefärzten werden nach der Pause sicher auch nicht leichter auszuhalten. Die Stimmung in den Hörsälen lässt aber durchaus darauf hoffen, dass diese Energie auch die zweifelnden Kollegen mitreißt. Der Druck durch die miesen Arbeitsbedingungen hat mit der Wiederbelegung der bestreikten Betten sofort wieder eingesetzt. Damit bei vielen auch der Wille, zu verändern.</em></p>
<p><em>Was läuft nun auf der Funktionärsebene? Sind die Reden der auf Betriebsebene Verantwortlichen ehrlich. Gibt es Unterstützung von den Hauptamtlichen? Es war ein Meinungsbild, was hier eingeholt wurde, es war keine Urabstimmung, damit ist die Tarifkommission nicht an diesen Beschluss gebunden. Denkbar wäre also eine Wiedervorlage des heutigen Ergebnisses in einer Urabstimmung an die ver.di-Mitglieder. Der eine oder andere ver.di-Aktive der Charité könnte dann für sich sagen, er persönlich hätte gerne den Arbeitskampf fortgeführt. Auffällig war, dass die gkl, ebenfalls bisher am Streik beteiligte Gewerkschaft im DBB, mit keiner Silbe erwähnt wurde. Es gab auch kein Stimmungsbild, wie die Kollegen in dieser Gewerkschaft zur Fortsetzung des Streiks stehen. Zumal in den Streiktagen etliche Kollegen dieser Gewerkschaft beigetreten  sind.</em></p>
<p><em>Den Aufforderungen, auch aus Solidarität mit den Kollegen der CFM den Streik wieder aufzunehmen, trat eine Funktionärin mit dem Hinweis entgegen: Das die CFM erst über einen Tarif verhandeln kann oder diesen abschließen könne, wenn die Charité den Tarif unterschrieben hat. Nachdem das Meinungsbild deutlich für die Wiederaufnahme des Streiks ausfiel, wurde dies noch einmal erwähnt. Tarifvertrag bei der CFM ist aus juristischen Gründen erst möglich, wenn es einen gültigen Tarifvertrag der Charité gibt. Warum das so sein sollte, ist mir nicht bekannt. Gibt es diese juristische Regelung?</em></p>
<p>Bericht vom ersten Tag – <a href="../2011/05/2011/05/2011/05/berlin-charite-streik-verdi-bericht-kollege/" target="_blank">hier</a><br />
Bericht vom zweiten Tag – <a href="../2011/05/2011/05/2011/05/charite-berlin-streik-2-tag-bericht/" target="_blank">hier</a><em><br />
</em>Bericht vom dritten Tag – <a href="../2011/05/2011/05/charite-streik-berlin-verdi-gkl-cfm-der-dritte-tag/" target="_blank">hier</a><br />
Bericht vom vierten Tag – <a href="../2011/05/charite-streik-bericht-druck-nimmt-zu-neues-angebot/" target="_blank">hier<br />
</a>Bericht vom 6. Mai &#8211; <a href="../2011/05/charite-streik-bericht-druck-nimmt-zu-neues-angebot/" target="_blank">hier</a></p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=19870&amp;md5=5affb4399a35ca6d8125f285a1c342a4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Charité: Streikbericht IV</title>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2011 06:04:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Zeitungen berichten, dass sich das Berliner Landesunternehmen Charité und die Gewerkschaften im Tarifkonflikt am Universitätsklinikum annähern, von einem „ernstzunehmenden Angebot“ ist bei Verdi die Rede – dies reiche jedoch noch nicht aus, weshalb der am Montag begonnene Streik weitergehen soll. Kollegen in den Krankenhäusern jedoch fühlen sich schlecht informiert, es geht ihnen nicht bloß um mehr Geld. Und mancher wundert sich, von welcher linken Gruppe man alles jetzt Flugblätter lesen kann. Vierter Teil des Berichts eines streikenden Kollegen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeitungen berichten, dass sich das Berliner Landesunternehmen Charité und die Gewerkschaften im Tarifkonflikt am Universitätsklinikum annähern, von einem „ernstzunehmenden Angebot“ ist bei Verdi die Rede – dies reiche jedoch noch nicht aus, weshalb der am Montag begonnene Streik weitergehen soll. Kollegen in den Krankenhäusern jedoch fühlen sich schlecht informiert, es geht ihnen nicht bloß um mehr Geld. Und mancher wundert sich, von welcher linken Gruppe man alles jetzt Flugblätter lesen kann. Vierter Teil des Berichts eines streikenden Kollegen:</p>
<p><em>Es gibt nun offenbar ein Angebot des Unternehmen, nach Aussagen der gewerkschaftlichen Verhandler wurde auch über die finanzielle Höhe gesprochen. Aber die Informationspolitik von gkl und Verdi bleibt äußerst mangelhaft. Die vereinzelt erhobene Forderung nach regelmäßigen Streikversammlungen ist bisher nicht aufgegriffen worden. Die Diskussionen bleiben also in kleinen Runden stehen. Was für uns allerdings auch schon etwas Neues und Ungewohntes ist. Wann haben wir auf den Stationen schon mal Zeit, über ein Thema jenseits von Dekubitus und Trachealkanüle zu reden? Jetzt findet sich immer mal wieder eine halbe Stunde, in der man mit einem Kollegen über die Arbeit und den Streik diskutieren kann. Aber Meinungsbilder kann man so nicht ermitteln. Fragen der Umsetzung des Streiks im eigenen Bereich bleiben entweder auf der eigenen Station oder bei der Streikleitung hängen. Dabei haben doch die Kollegen von der anderen Station vielleicht schon die einfachste Lösung für sich gefunden.</em></p>
<p><em>Wenn das Gemurmel stimmt, dass es in den Verhandlungen vor allem finanzielle Angebote der Unternehmer gab, heißt es, auf der Hut zu sein. Es wäre falsch, sich von irgendwem nur auf die Lohnforderung festlegen zu lassen. Mehr Kohle brauchen wir dringend &#8211; aber was nützt mir die, wenn ich mich im wahrsten Sinne des Wortes kaputt arbeite. Mehr Personal ist dringend notwendig. Die Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen sind ungemein wichtig für uns im Alltag. Und auch das Anstoßen einer Diskussion über die Reformen im Gesundheitssystem sollte aus unseren Kampfmaßnahmen heraus erfolgen. Schließlich können wir nicht alle auf Komfortstationen arbeiten, dort werden Blondinen mit bestimmten Ausmaßen nun mal bevorzugt eingestellt. Und der schmale Geldbeutel wird auch krank.</em></p>
<p><em>Auf dem Campus in Mitte und im Virchow beginnt ganz langsam, sich ein Streikleben zu entwickeln. Der Standort in Steglitz hinkt noch etwas hinterher. Das kann auch daran liegen, dass er zu weit draußen in der Stadt liegt und die Unterstützer den Weg dorthin scheuen. Es gibt Demos, es gibt kleine Umzüge durch die Gebäude und Gelände der Kliniken. Am Freitag soll es ab 10 Uhr im Standort Mitte Filmvorführungen geben. Sicher werden dabei auch Ideen von Kollegen aufgegriffen, die selbst nicht an der Charité sind, vielleicht auch umgesetzt. Das ist doch nett. Zumal die unseren Laden zu kennen scheinen. Aber insgesamt erstaunt es täglich, von wem alles man nun Flugblätter lesen kann. Viele der unterzeichnenden Gruppen kennen wir auf den Stationen und in den Bereichen nicht &#8211; sie waren bisher nach meinem Wissen und dem der Kollegen bisher nicht vor Ort. Arbeitermacht, Spartakist, Partei für Soziale Gleichheit usw. Auch die SAV </em>(<a href="http://www.sozialismus.info/?sid=4225" target="_blank">hier</a> eine Auseinandersetzung mit der Haltung der Berliner Linken zum Charité-Streik)<em> kennen wir eher von den bewegten Tagen des Streiks 2006 als aus dem Alltag in den Kliniken.</em></p>
<p><em>Auf den Stationen gibt es fortlaufend Auseinandersetzungen mit Nichtstreikenden und den Oberärzten über die Regelungen zu den Notfällen: Wer kann nun wirklich nicht verlegt werden und wessen OP ist unaufschiebbar? Wie schon beim Streik von 2006 geht es da durchaus wild zu. So manch ein Arzt scheint von seinen Kollegen in anderen Kliniken nicht viel zu halten, denn Verlegungen und Behandlungen in anderen Häusern werden ziemlich oft als völlig unmöglich dargestellt: Hallo Vivantes, was habt ihr denn da für medizinische Stümper in euren Häusern beschäftigt? Auch auf den so genannten Normalstationen wird es nicht ruhiger. Nun beginnt der Druck zu steigen. Eine geplante Behandlung oder Therapie mal um zwei Tage verschieben zu müssen, ist längst Alltagsgeschäft. Dafür hat schon die permanente Kürzung von Bettenkapazitäten gesorgt &#8211; und jeder Patient, der sich öfter oder regelmäßig in Behandlung begeben muss, weiß das: Anrufen, fragen, ob das Bett frei ist, und vertröstet werden auf Morgen oder Übermorgen. Nun kommt noch der Streit um das durch den Streik gesperrte Bett dazu. Der interne Druck auf die Streikenden nimmt jetzt zu. Und auch die Moralkeule wird immer öfter gezogen.</em></p>
<p>Bericht vom ersten Tag – <a href="../2011/05/berlin-charite-streik-verdi-bericht-kollege/" target="_blank">hier</a><br />
Bericht vom zweiten Tag – <a href="../2011/05/charite-berlin-streik-2-tag-bericht/" target="_blank">hier</a><em><br />
</em>Bericht vom dritten Tag &#8211; <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/05/charite-streik-berlin-verdi-gkl-cfm-der-dritte-tag/" target="_blank">hier</a><em><br />
</em></p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=19626&amp;md5=399c55a1cb6422c165f6f63de5e6b907" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Charité: der 2. Tag</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/05/charite-berlin-streik-2-tag-bericht/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 May 2011 05:06:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Charité]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Streik]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Streik an den drei Standorten des Landesunternehmens Berliner Charité zeigt gewisse Wirkung. Am Mittwoch sollen die Gespräche zwischen Vorstand und Gewerkschaften wieder aufgenommen werden. Pflegepersonal und Servicekräfte wollen beim zweitgrößten Arbeitgeber der rot-rot regierten Hauptstadt aber vorerst weiter die Arbeit ruhen lassen. Fortsetzung des Berichts eines streikenden Kollegen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Streik an den drei Standorten des Landesunternehmens Berliner Charité zeigt gewisse Wirkung. Am Mittwoch sollen die Gespräche zwischen Vorstand und Gewerkschaften wieder aufgenommen werden. Pflegepersonal und Servicekräfte wollen beim zweitgrößten Arbeitgeber der rot-rot regierten Hauptstadt aber vorerst weiter streiken. Sie fordern eine Anhebung der Gehälter um rund 300 Euro und einen Tarifvertrag für die Tochter CFM. An einer Demo hatten am Dienstag rund 2.000 Beschäftigte teilgenommen. Fortsetzung des Berichts eines streikenden Kollegen:</p>
<p><em>Die Probleme der Kollegen am Campus Benjamin Franklin bleiben bestehen. Die Intensivstationen werden von ärztlicher Seite mit Patienten belegt, so dass es weiter eine pflegerische Besetzung geben muss. Aber immerhin hat die Streikleitung wohl Probleme, Kolleginnen für diese Stationen zu finden. Denn die Schwestern wollen in ihrer Mehrheit streiken, so berichteten es jedenfalls Kollegen von den Intensivstationen des Steglitzer Klinikums. Andere haben die Erfahrung gemacht, dass es durchaus gute Absprachen mit den ärztlichen Kollegen gibt, um trotz Streiks eine Gefährdung der Patienten zu verhindern. Tatsächlich handelt es sich ja bei der Charité um ein Universitätsklinikum (auch wenn es nicht überall so aussieht), und damit gibt es auf den Stationen eine gewisse Zahl von Menschen, die nicht so einfach in anderen Kliniken versorgt werden können. Doch eben nur einige Patienten.</em></p>
<p><em>Kolleginnen einer onkologisch-hämatologischen Station in Steglitz haben von Problemen erzählt, den Streik umzusetzen. Sie beschrieben eine so starke Unterbesetzung der Station, dass eigentlich auch ohne Streik nur eine absolute Notversorgung gewährleistet werden kann. Sie berichteten, dass die Station etwa 40 Betten stellt und sie die dazugehörenden Patienten seit Wochen in der Regel mit vier Kollegen im Frühdienst und sehr häufig mit nur drei Kollegen im Spätdienst versorgen müssen. Hilfe erhalten sie dabei wohl von einer Stationsassistentin im Frühdienst. Im Nachtdienst sind zwei Kollegen für diese große Zahl sehr schwer kranker Patienten zuständig. O-Ton: Wir pfeifen auf dem letzten Loch.</em></p>
<p><em>Kollegen des Virchow berichteten von einer sehr guten Stimmung in den bestreikten Bereichen, auch in Mitte waren die Streikenden optimistisch gestimmt.</em></p>
<p><em>Die Demonstration am Dienstag vom Campus Mitte und vom Campus Virchow aus vereinigte sich bezeichnender Weise vor dem Gebäude der Bayer AG im Wedding. Die Gewerkschaften schätzten die Teilnehmerzahl auf 2.000. Auch am Dienstag gab es vor allem Lärm durch Trillerpfeifen und Rasseln &#8211; Forderungen und Parolen wurden kaum skandiert. Und die Anlagen der Streikleitung (zwei Lautsprecherwagen) hatte nach wie vor zu wenig Kraft, um die gesamte Demonstration zu beschallen und mit Informationen zu versehen.</em></p>
<p><em>Es gab heute aber einige Plakate von Kollegen selbst erstellt. So forderten die Physiotherapeuten für ihre ausgegründete GmbH auch eine tarifliche Bindung. Unter den Demonstranten befanden sich nicht nur Streikende, sondern auch Unterstützer und Sympathisanten. Verschiedene Gruppierungen der Linken meldeten sich mit Flugblättern zu Wort. So die Partei für Soziale Gleichheit, die MLPD, Mitglieder der Linkspartei und auch die SAV. Die Partei &#8220;Partei&#8221; viel durch besonders ausgewählte Kleidung auf. Insbesondere die Partei für Soziale Gleichheit und auch eine Gruppe innerhalb der Charité (Die Unabhängigen) verwiesen auf die Erfahrungen des Streiks an der Charité von 2006. Sie fordern eine Begleitung von möglichen Verhandlungen durch den Streik. Außerdem setzen sie sich für regelmäßige Streikversammlungen ein, um der Tarifkommission die Stärke und den Rat der Streikenden an die Seite stellen zu können und von dieser fortlaufend über den Stand der Verhandlungen informiert zu werden. </em></p>
<p><em>In den leider nur schwer zu verstehenden Redebeiträgen auf der Demonstration ging es über die bloße Lohnforderung hinaus um die Ziele des Streiks: Die Arbeitsbedingungen sollen sich verbessern. Dies griff auch Volker Gernhardt von der Beschäftigtenvertretung bei der Vivantes-GmbH auf. Er forderte zum Beispiel die Festsetzung von definierten Besetzungen der Stationen. Dies scheint von besonderer Bedeutung, denn es zeichnet sich ab, dass die Klinikunternehmen, ob Charité oder Vivantes, die festen Stammbelegschaften der Stationen sehr stark herunterfahren wollen. Viele Kollegen sollen dann in einer Art Personalpool wechselnd auf den Stationen auch unabhängig von den Fachrichtungen eingesetzt werden. Das und noch andere Entwicklungen führen das Konzept der Bezugspflege, als Ausdruck einer Patientenorientierung, ad absurdum.</em></p>
<p><em>Für den Mittwoch kündigten die Gewerkschaften so etwas wie Sondierungsgespräche mit den Chefs der Charité an. Der Streik soll aber weiterlaufen. Von einem neuen Angebot ist nichts bekannt geworden.</em></p>
<p><em>Bei der CFM Facility Management GmbH gibt es weiterhin Probleme, den Streik durchzusetzen. Die „Vorsicht Falle“-Plakate zeigen immer noch Wirkung. Aber insbesondere der interne Transport scheint stark in den Arbeitskampf involviert zu sein. Dort arbeiten sowohl so genannte gestellte Kollegen, die also zur Charité gehören, und neu Eingestellte der CFM. In einem Flugblatt der SAV wird erwähnt, das die Geschäftsführung der CFM den Mitarbeitern mit Kündigung droht, wenn sie sich am Streik beteiligen sollten. Eins steht bei aller Verwirrung bei der Tochterfirma, fest: Die Kantinen sind offen.</em></p>
<p>Charité: <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/05/berlin-charite-streik-verdi-bericht-kollege/" target="_blank">Streikbericht</a> vom ersten Tag<em><br />
</em></p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=19557&amp;md5=6ef471dfe30b69c6c0f6548720af7bb0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gegen die Rentenreform</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2010/10/proteste-gegen-die-rentenreform-volksbefragung-ig-metall/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Oct 2010 12:06:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaften]]></category>
		<category><![CDATA[IG Metall]]></category>
		<category><![CDATA[Rente mit 67]]></category>

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		<description><![CDATA[In Frankreich geht der Kampf gegen die Rentenreform weiter, Häfen blieben blockiert, Flüge wurden gestrichen, Züge fielen aus. In Berlin haben derweil einige Hundert Gewerkschafter und Linke vor dem Arbeitsministerium gegen die Verlängerung der Lebensarbeitszeit protestiert. Der Widerstand bleibt hierzulande aber vergleichsweise verhalten. Nun hat IG-Metall-Vorstand Hans-Jürgen Urban eine Volksbefragung zur „Rente mit 67“ gefordert. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://lafontaines-linke.de/wp-content/uploads/2010/10/Bild-15.png"><img class="alignleft size-full wp-image-14964" style="margin-bottom: 5px; margin-right: 100px;" title="Bild 1" src="http://lafontaines-linke.de/wp-content/uploads/2010/10/Bild-15.png" alt="Bild 1" width="312" height="150" /></a>In Frankreich geht der Kampf gegen die Rentenreform weiter, Häfen blieben blockiert, Flüge wurden gestrichen, Züge fielen aus. In Berlin haben derweil einige Hundert Gewerkschafter und <a href="http://die-linke.de/die_linke/mediathek/bilder/2010/stoppt_die_rente_ab_67/" target="_blank">Linke</a> vor dem Arbeitsministerium gegen die Verlängerung der Lebensarbeitszeit <a href="http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article10584614/IG-Metall-macht-mobil-gegen-die-Rente-mit-67.html" target="_blank">protestiert</a>. Der Widerstand bleibt hierzulande aber vergleichsweise verhalten. Nun hat IG-Metall-Vorstand Hans-Jürgen Urban eine Volksbefragung zur „Rente mit 67“ gefordert. Gemeint sei dabei weniger ein Plebiszit, als eine Form politischer Meinungsbildung. Man fragt sich indes, wozu das gut sein soll, ist doch bereits durch Umfragen hinlänglich bekannt, dass sich eine Mehrheit gegen die von einem SPD-Minister durchgesetzte und von der großen Koalition beschlossene Reform ausspricht. Als Ersatz für eine Volksabstimmung? <span id="more-14963"></span>Auf Bundesebene gibt es dieses Instrument derzeit nicht, man sollte also nciht erwarten, dass die Bundesbehörden den Fragebogen zur Verfügung stellen. Das müsste der DGB dann schon selber tun. Der gewerkschaftspolitische Sprecher der Linken, Michael Schlecht, hat jetzt trotzdem eine Volksabstimmung <a href="http://die-linke.de/nc/die_linke/nachrichten/detail/zurueck/nachrichten/artikel/volksabstimmung-ueber-die-rente-mit-67/" target="_blank">gefordert</a>. Populismus? Nun ja, diese Kritik liegt nahe. Aber es geht wohl eher darum, das Thema überhaupt in der Debatte zu halten. Damit der Rentenprotest vielleicht doch noch rechtzeitig mit den anderen wieder auflebenden oder neuen Bewegungen gegen Atom oder Stuttgart 21 gleichziehen kann. (tos, Foto: Linke)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=14963&amp;md5=99d232b611da4847489ca2a23cdfc3eb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sorgfältige Prüfung</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2010/07/sorgfaeltige-pruefung-tarifeinheit-dgb-bda-gesetz-linkspartei-gewerkschafter/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 09:29:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Tarifpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus der Öffentlichkeit ist das Thema schnell wieder verschwunden, doch die Debatte über die Konsequenzen aus dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts zur Tarifeinheit geht weiter – nicht nur unter Gewerkschaftern, sondern auch in der Linkspartei. Vor allem die gemeinsame Initiative von DGB und Arbeitgeberverband, auf die erwartete Entscheidung der Erfurter Richter mit einer Änderung des Tarifvertragsgesetzes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a href="http://lafontaines-linke.de/wp-content/uploads/2010/07/Bild-111.png"><img class="alignleft size-full wp-image-12469" style="margin-bottom: 10px; margin-right: 200px;" title="Bild 1" src="http://lafontaines-linke.de/wp-content/uploads/2010/07/Bild-111.png" alt="Bild 1" width="359" height="108" /></a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Trebuchet MS,sans-serif;">Aus der Öffentlichkeit ist das Thema schnell wieder verschwunden,<br />
doch die Debatte über die Konsequenzen aus dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts zur Tarifeinheit geht weiter – nicht nur unter Gewerkschaftern, sondern auch in der Linkspartei. Vor allem die gemeinsame Initiative von DGB und Arbeitgeberverband, auf die erwartete <a href="http://juris.bundesarbeitsgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bag&amp;Art=pm&amp;Datum=2010&amp;anz=46&amp;pos=0&amp;nr=14424&amp;linked=pm" target="_blank">Entscheidung</a> der Erfurter Richter mit einer Änderung des Tarifvertragsgesetzes zu reagieren, stößt auf heftige Kritik und „großen Unmut“ unter dem DGB-Dach. Die Spitze der Linken hatte den Vorstoß zunächst für <a href="http://www.die-linke.de/nc/die_linke/nachrichten/detail/artikel/wer-grundsatz-der-tarifeinheit-in-frage-stellt-oeffnet-lohndumping-tuer-und-tor/" target="_blank">gut befunden</a>, führende Gewerkschafter aus der Partei meinen nun allerdings, es müsse doch erst einmal „sorgfältig geprüft werden“, ob das der richtige Weg ist. <span id="more-12465"></span>So steht es in einem gemeinsamen <a href="http://www.michael-schlecht-mdb.de/kommentar-starkung-der-tarifmacht-%E2%80%93-notwendige-debatte-steht-aus.html" target="_blank">Kommentar</a> von Ulrike Zerhau, Michael Schlecht sowie von Werner Dreibus und Klaus Ernst, der auf die Debatte unter Gewerkschaftern und Arbeitsrechtlern Bezug nimmt. Zumindest für die beiden letzteren ist es ein kluger Schritt zurück: „Wir sind der Auffassung, dass die aktuelle Situation in einem breiten Diskurs genutzt werden sollte, um sich über die wachsenden Probleme gewerkschaftlicher Durchsetzungsmacht zu verständigen“, heißt es in dem Papier. Die Linke werde sich dabei bemühen, „eine eigene Positionierung zu finden. Dabei sollte dann auch in einem breitem demokratischen Prozess diskutiert werden, ob und welche gesetzlichen Initiativen sinnvoll sind.“ </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Trebuchet MS,sans-serif;">Dem Kommentar ist eine Linkliste beigefügt, die einen Teil des Debattenstandes erfasst und der Diskussion als Grundlage dienen soll. Die Übersicht wird hier ein wenig ergänzt:</span></p>
<p><em>- <a href="http://igmetall.de/cps/rde/xchg/internet/style.xsl/view_4092.htm" target="_blank">Beitrag</a> von Thomas Klebe, Justiziar der IG Metall vom 06.04.2010: Tarifeinheit: BAG will Rechtssprechung ändern<br />
- <a href="http://www.dgb.de/themen/++co++9ed01432-6fa9-11df-59ed-00188b4dc422" target="_blank">Statement</a> von Michael Sommer, DGB auf einer Pressekonferenz am 04.06.2010: Statement zur gemeinsamen Initiative von DGB und BDA zur Tarifeinheit<br />
- <a href="http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2010-06/17258496-debatte-um-tarifeinheit-ig-metall-stellt-sich-gegen-dgb-003.htm" target="_blank">Meldung</a> vom 26.06.2010: Debatte um Tarifeinheit: IG Metall stellt sich gegen DGB<br />
- gemeinsames <a href="http://www.dgb.de/presse/++co++e13a2272-7215-11df-59ed-00188b4dc422" target="_blank">Eckpunktepapier</a> von DGB und BDA: Tarifautonomie sichern – Tarifeinheit gesetzlich regeln<br />
- <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/aussenansicht-das-gesetz-das-ein-irrsinn-waere-1.967581" target="_blank">Beitrag</a> in der Süddeutschen Zeitung vom 26.06.2010: Tarifrecht – Das Gesetz, das ein Irrsinn wäre<br />
- <a href="https://medien-kunst-industrie-bb.verdi.de/aktuelles/hensche-zum-thema-tarifarbeit/" target="_blank">Beitrag</a> von Detlef Hensche: Gesetzliche Tarifeinheit – Vom Versuch, Tarifautonomie und Streikfreiheit zu halbieren<br />
- <a href="http://publik.verdi.de/2010/ausgabe_06_07/gewerkschaft/inside/seite-2/A6" target="_blank">Beitrag</a> in ver.di Publik, Ausgabe 06/07 2010: Ein Betrieb – viele Verträge<br />
- ver.di Fachgruppe Verlage, Druck und Papier vom 02.07.2010: <a href="https://druck.verdi.de/ueber_die_arbeit_der_fachgruppe" target="_blank">Resolution</a> zur gemeinsamen Initiative von DGB und BDA zur gesetzlichen Regelung der „Tarifeinheit“<br />
- <a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/arbeitsrechtler-es-wird-kein-chaos-geben/1874766.html" target="_blank">Interview</a> im Tagesspiegel vom 04.07.2010 mit Wolfgang Däubler: Arbeitsrechtler: „Es wird kein Chaos geben“<br />
- <a href="http://www.faz.net/s/RubC9401175958F4DE28E143E68888825F6/Doc~E50936071BDF04DD48CFB22F6ABC2788D~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Interview</a> in der FAZ vom 19.07.2010: Bundesrichterin warnt vor Tarifgesetz<br />
- Dilemma der Solidarität: <a href="http://www.freitag.de/politik/1025-dilemma-der-solidaritaet" target="_blank">Kommentar</a> auf freitag.de<br />
- Ende des Flächentarifvertrags: Kommentierte <a href="http://www.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/tarifpolitik/tarifeinh_bahl.html" target="_blank">Presseschau</a> von Volker Bahl auf labournet.de<br />
- Wir erwarten zunächst keine größeren Änderungen in unserem Tarifgebiet. <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/173804.eine-einheitliche-regelung-in-der-flaeche.html" target="_blank">Interview</a> im ND</em></p>
<p>Die Übersicht wird in Zukunft weiter ergänzt. (tos, Foto: Rothe)<em><br />
</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Trebuchet MS,sans-serif;"><br />
</span></p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=12465&amp;md5=00079af1983655b2ec38ae2022831d96" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lockerungsübungen</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2010/07/lockerungsuebungen-niedersachsen-spd-gruene-linke/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 11:08:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Rot-Rot-Grün]]></category>

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		<description><![CDATA[Während viel über die verkrampften Beziehungen zwischen Rot-Grün und der Linken in Düsseldorf die Rede ist, haben sich die drei Parteien im Nachbarland Niedersachsen unbemerkt zu Lockerungsübungen getroffen. Nach einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen trafen sich Vertreter von SPD, Grünen und Linken bereits Mitte Juni in Hustedt bei Celle – auf Einladung des DGB. Thema [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Trebuchet MS,sans-serif;">Während viel über die verkrampften Beziehungen zwischen Rot-Grün<br />
und der Linken in Düsseldorf die Rede ist, haben sich die drei Parteien im Nachbarland Niedersachsen unbemerkt zu Lockerungsübungen getroffen. Nach einem <a href="http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Rot-Rot-Gruen-Treffen-in-Niedersachsen-blieb-geheim" target="_blank">Bericht</a> der <em>Hannoverschen Allgemeinen</em> trafen sich Vertreter von SPD, Grünen und Linken bereits  Mitte Juni in Hustedt bei Celle – auf Einladung des DGB. Thema sei die Sozialpolitik gewesen, heißt es nun. Jüngste <a href="http://lafontaines-linke.de/2010/07/schostock-spd-niedersachsen-linkspartei-blockaden-loesen/" target="_blank">Äußerungen</a> von SPD-Fraktionschef Stefan Schostok bekommen vor diesem Hintergrund eine zusätzliche Note. <span id="more-12109"></span>Nach Angaben des Gewerkschaftsbundes nahmen neben Schostok auch Olaf Lies und Wolfgang Jüttner (SPD), Anja Piel, Brigitte Pothmer (Grüne) sowie Tina Flauger und Manfred Sohn (Linke) teil. „Keine Zeitung berichtete, und kein Sender bemerkte das Geheimtreffen“, schreibt die <em>HAZ</em> – daran hatte kurz vor der in Sachen Rot-Rot-Grün doch einigermaßen vergifteten Wahl des Bundespräsidenten auch niemand Interesse. Und so richtig „locker“ zeigten sich die Parteien nach ihrer Celler „Übung“ dann auch nicht: Schostok legte „Wert darauf, dass wir unsere Gesprächskultur zu allen anderen Parteien entwickeln“. Pothmer erklärte, es gebe zwar Schnittmengen, die sei aber „nicht der Auftakt zu einem Lagerwahlkampf“. Der Landeschef der Linken Diether Dehm, der sich im Spätherbst aus der niedersächsischen Politik <a href="http://lafontaines-linke.de/2010/05/diether-dehm-gibt-vorsitz-ab-niedersachsen/" target="_blank">zurückziehen</a> wird, war übrigens nicht bei dem Treffen dabei. Vor allem Sozialdemokraten hatten immer Mal wieder zu erkennen gegeben, dass sie sich eine Kooperation mit ihrem früheren Parteifreund nicht vorstellen können. (vk)</span></p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=12109&amp;md5=63b247ce8f17e9577fd5177c2de931f6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Abschied in Schweinfurt</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2010/07/abschied-in-schweinfurt-klaus-ernst-ig-metall/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 05:28:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaften]]></category>
		<category><![CDATA[IG Metall]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Ernst]]></category>

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		<description><![CDATA[Linkenchef Klaus Ernst wird heute als Erster Bevollmächtigter der IG Metall Schweinfurt verabschiedet. Der 55-Jährige hatte das Amt Ende Juni aufgegeben, nachdem er im Mai an die Parteispitze gewählt worden war. Ernst war seit 1995 bei der Gewerkschaft im Amt &#8211; und machte den unterfränkischen Metall-Bezirk zu einem der kritischeren in der Organisation. In der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://lafontaines-linke.de/wp-content/uploads/2010/07/Bild-13.png"><img class="alignleft size-full wp-image-12103" style="margin-bottom: 10px; margin-right: 200px;" title="Bild 1" src="http://lafontaines-linke.de/wp-content/uploads/2010/07/Bild-13.png" alt="Bild 1" width="315" height="137" /></a></p>
<p>Linkenchef Klaus Ernst wird heute als Erster Bevollmächtigter der<br />
IG Metall Schweinfurt verabschiedet. Der 55-Jährige hatte das Amt Ende Juni <a href="http://netkey40.igmetall.de/homepages/schweinfurt/igmetallverwaltungsstelle/unserteamstelltsichvor/peterkippesfolgtklausernst.html#LayoutElement_22864_258305600" target="_blank">aufgegeben</a>, nachdem er im Mai an die Parteispitze gewählt worden war. Ernst war seit 1995 bei der Gewerkschaft im Amt &#8211; und machte den unterfränkischen Metall-Bezirk zu einem der kritischeren in der Organisation. In der <a href="http://www.klaus-ernst-mdb.de/aktuell/ig_metall/" target="_blank">Ära Ernst</a> wuchs die Mitgliederzahl gegen den Trend, es wurde in Schweinfurt mehr <a href="http://lafontaines-linke.de/2007/07/sozialdemokraten-auf-heimatsuche/" target="_blank">demonstriert</a> als anderswo, die IG Metall setzte hier nicht nur betriebliche Akzente: Man erinnert sich an Demos gegen die rot-grünen Rentenpläne oder die Agenda 2010. Noch bevor Schröders Umbau begann, war Oskar Lafontaine von Ernst und Kollegen zu einer Funktionärskonferenz eingeladen worden. Die Kontakte blieben gut, Ernst gehörte zu den Mitgründern der Wahlalternative und stieg in der fusionierten Linken auf. Über Politik und Stil des Gewerkschafters in der neuen Partei ist viel gestritten worden. Und das wird wohl auch so bleiben. Die symbolische Übergabe in Schweinfurt heute an Ernsts bisherigen Stellvertreter Peter Kippes bekommt übrigens prominenten Besuch aus dem linken Gewerkschaftslager. Beim Fest im <a href="http://www.reizt.de/rcfs/" target="_blank">Ruder-Club</a> <em>Franken von 1882 e.V.</em> haben sich Ex-IG-Metall-Chef Jürgen Peters und Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban angesagt. (tos, Foto: IGM)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=12090&amp;md5=f7f785c91e0c8e68478c8d3fa4337cb8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Trillern statt Tröten</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 05:17:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bundesregierung ist angesichts der Krise in größten Schwierigkeiten, sie steht wegen ihrer unzulänglichen Krisenprävention und -therapie schwer unter Beschuss – aber wenn sie sich schon nicht auf eigene Stärke oder wenigstens Einigkeit verlassen kann, dann wenigsten auf die Uneinigkeit der Opposition. Zwar verhalten sich SPD und Grüne gemeinsam oft wie eine Ersatzregierung im Wartestand, mit der Linken jedoch wollen sie in den meisten Fällen lieber nicht viel zu tun haben. Vor allem die SPD in Gestalt ihres Vorsitzenden Sigmar Gabriel wird nicht müde zu erklären, dass sie praktisch jederzeit die Regierung übernehmen könne. Dabei versteigt er sich sogar zu der kühnen <a href="http://www.badische-zeitung.de/deutschland-1/wir-koennten-sofort-uebernehmen--32196543.html" target="_blank">Behauptung</a>, es werde wohl „kaum jemanden in Deutschland geben, der sich insbesondere in der Finanz- und Außenpolitik nicht Sozialdemokraten wie Peer Steinbrück und Frank-Walter Steinmeier zurückwünschen würde“. <span id="more-11418"></span></p>
<p>Doch, es gibt mit Sicherheit eine ganze Menge Leute, die sich noch gut an die Regierungstaten von Steinbrück und Steinmeier (bei letzterem nicht nur als Außenminister, sondern auch als rechte Hand von Gerhard Schröder) erinnern und sich nicht danach zurücksehnen. Abgesehen von Personalfragen lässt Gabriel gern absichtsvoll offen, ob er sich unter der sofortigen Regierungsübernahme Neuwahlen mit dem Ergebnis einer Konstellation jenseits von Schwarz-Gelb oder einfach nur den erneuten Einstieg als Juniorpartner in eine große Koalition vorstellt. Um Gabriel in Sachen Konsequenz etwas Dampf zu machen, hat der Linkspartei-Vorsitzende Klaus Ernst jetzt eine engere Zusammenarbeit der drei Oppositionsparteien <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,699488,00.html" target="_blank">vorgeschlagen</a>. Der von Schwarz-Gelb betriebene Sozialabbau könne nur von SPD, Grünen und Linkspartei gemeinsam gestoppt werden, im Bündnis mit Gewerkschaften und Verbänden. Eine Forderung, die immer mal wieder erhoben wird, aber derzeit einen selten dringlichen Hintergrund hat. Der Zeitpunkt ist zudem gut gewählt: An diesem Mittwochabend sprechen auf <a href="http://www.igmetall-wob.de/" target="_blank">Einladung</a> der IG Metall in Wolfsburg sowohl Gabriel als auch Ernst bei einer Protestkundgebung gegen das Sparpaket der Bundesregierung. Eine solche Konstellation hat es noch nicht gegeben. Auf der Rednerliste stehen bislang auch der frühere IG-Metall-Chef Jürgen Peters und der VW-Betriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh. Ernst wird seinen Vorschlag in der Autostadt gewiss wiederholen. Gabriel muss sich dazu verhalten; eine Ablehnung wäre nicht einfach zu erklären, und die Sache einfach zu ignorieren dürfte auch nicht so gut ankommen. Denn die Kundgebung ist der Auftakt einer IG-Metall-Kampagne, mit der die Gewerkschaft dem Sparpaket die Rote Karte zeigen will. Und der Wolfsburger IG-Metall-Bevollmächtigte Frank Patta erklärte als Gastgeber vorab, er erwarte „nicht Friede, Freude, Eierkuchen unter den Oppositionsparteien, den Kirchen und anderen sozialpolitischen Akteuren. Aber ich erwarte, dass man sich im Interesse von Arbeitslosen, Klein- und Mittelverdienern in zentralen Fragen einigt und dem Sozialabbau endlich die rote Karte zeigt.&#8221;</p>
<p>Nebenbei kann man übrigens das WM-Spiel Deutschland gegen Ghana verfolgen. Das Mitbringen von Vuvuzelas ist jedoch von der Ordnungsbehörde untersagt worden, sodass die Besucher weder für Deutschland noch gegen dessen Regierung tröten dürfen und deshalb wohl auf die klassische Trillerpfeife zurückgreifen werden. (wh)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=11418&amp;md5=5cc91f8f616ee8c275bc99cf8cdd09a7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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