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	<title>Lafontaines Linke &#187; Geschichte</title>
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	<description>Ein weiteres tolles WordPress-Blog</description>
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		<title>40 Jahre ak</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 04:02:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[analyse & kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunistischer Bund]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob man beim Kommunistischen Bund im Jahr 1971 davon ausgegangen ist, dass der „Arbeiterkampf“ einmal seinen 40. Geburtstag feiern würde, lässt sich so leicht nicht beantworten. Die Frage ist angesichts der neuen Ausgabe der ak, die schon lange analyse &#038; kritik heißt, aber auch nicht die allerwichtigste. „Unsere Zeitung hat einen bestimmten Zweck: Sie soll diejenigen Bewegungen unterstützen und Teil der Bewegung sein, die die Verhältnisse zum Tanzen bringen, sie soll einen Gebrauchswert für politisch aktive Linke haben". Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Außer: Glückwunsch und Weiter so!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ob man beim Kommunistischen Bund im Jahr 1971 davon ausgegangen ist, dass der „Arbeiterkampf“ einmal seinen 40. Geburtstag feiern würde, lässt sich so leicht nicht beantworten. Die Frage ist angesichts der <a href="http://www.akweb.de/" target="_blank">neuen Ausgabe der ak</a>, die schon lange <em>analyse &amp; kritik</em> heißt, aber auch nicht die allerwichtigste. Sicher: Das Blatt hat eine Geschichte, die sich noch in der Nummer 566 niederschlägt, und doch ist die Zeitung heute eine andere – so wie die Linke, für die ak eine Bedeutung hat, längst eine andere ist als vor vier Jahrzehnten. In der Zwischenzeit sind KB-Leute zu den Grünen und in die PDS gegangen, haben sich in antideutsche Zusammenhänge zurückgezogen oder sind, eine neue Generation zumal, in der Bewegungslinken aktiv.</p>
<p><em>          Gaston Kirsche: Zeitung als Kollektiv &#8211; <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/211203.zeitung-als-kollektiv.html" target="_blank">hier</a></em><br />
<em><em>          </em>Avanti: Kritik im Handgemenge &#8211; <a href="http://avanti-projekt.de/berlin/ereignis/40-jahre-ak" target="_blank">hier</a></em><br />
<em><em>          </em>Junge Welt: Kommunismus on my mind &#8211; <a href="http://www.jungewelt.de/2011/11-18/011.php" target="_blank">hier</a></em></p>
<p><em></em>Wer wissen will, was die westdeutschen Linken über die „Wiedervereinigung“ dachten, wie sie die politischen Möglichkeiten eines bundesweiten Wahlantritts der PDS einschätzten, welche Spuren die Aufarbeitung der realsozialistischen Geschichte und der bundesrepublikanischen Linken hinterlassen hat, der wird ak heute genauso schätzen wie als Debattenorgan einer Bewegungslinken: „Unsere Zeitung hat einen bestimmten Zweck: Sie soll diejenigen Bewegungen unterstützen und Teil der Bewegung sein, die die Verhältnisse zum Tanzen bringen, sie soll einen Gebrauchswert für politisch aktive Linke haben“, <a href="http://www.akweb.de/ak_s/ak566/17.htm" target="_blank">schreibt die Redaktion</a> in der Jubiläumsausgabe. Ihre Arbeit versteht sie „als speziellen Beitrag zur Formierung einer außerparlamentarischen Linken in der Bundesrepublik. Mit der aktuellen Ausgabe haben wir die Produktion, die Arbeitsweise und das Äußere den sich verändernden Bedingungen angepasst. Wir hoffen, zum Besseren“.</p>
<p>Das ist gelungen. Das neue Layout stammt von <a href="http://www.andreashomann.de/detail.php?bereich=2003&amp;k=52&amp;i=130" target="_blank">Andreas Homann</a>. Online kann man hier <a href="https://www.facebook.com/pages/ak-analyse-kritik-Zeitung-f%C3%BCr-linke-Debatte-und-Praxis/183921262475" target="_blank">auf Facebook</a> und hier <a href="https://twitter.com/#!/analysekritik" target="_blank">auf Twitter</a> folgen. Damit es sich politisch auszahlt, braucht die Zeitung neue Leser, neue Debatten und neue Bewegungen. Der kleine Film hier ist von <a href="http://leftvision.de/" target="_blank">leftvision</a> und erzählt ein bisschen von der Geschichte – der von ak und der des KB. Für uns, die wir die Zeitung als Leser schätzen und für die wir gelegentlich sogar als Autoren schreiben, bleibt zu sagen: Glückwunsch und vor allem: Weiter so!</p>
<p><object style="height: 280px; width: 460px;" width="460" height="280" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/5grd9truTgs?version=3&amp;feature=player_profilepage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed style="height: 280px; width: 460px;" width="460" height="280" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/5grd9truTgs?version=3&amp;feature=player_profilepage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und noch ein historisches Fundstück:<br />
Der Film zum 15. Geburtstag des Kommunistischen Bundes</p>
<p><object style="height: 280px; width: 460px;" width="460" height="280" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="https://www.youtube.com/v/YfRhTVTLzX0?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed style="height: 280px; width: 460px;" width="460" height="280" type="application/x-shockwave-flash" src="https://www.youtube.com/v/YfRhTVTLzX0?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p><object style="height: 280px; width: 460px;" width="460" height="280" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="https://www.youtube.com/v/Noo930YRND8?version=3&amp;feature=player_detailpage" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed style="height: 280px; width: 460px;" width="460" height="280" type="application/x-shockwave-flash" src="https://www.youtube.com/v/Noo930YRND8?version=3&amp;feature=player_detailpage" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=23413&amp;md5=0aa7620606d5013d9e981e616e5e8fea" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>In Memoriam Lichtenstein</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 05:27:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurt Lichtenstein]]></category>
		<category><![CDATA[Mauerbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor knapp zwei Monaten, als die Debatte über die Mauer-Provo der Jungen Welt auf den Höhepunkt zusteuerte, war hier im Blog in einem Kommentar der Hinweis auf Kurt Lichtenstein zu lesen, das erste Maueropfer an der grünen Grenze - und nicht nur das: Lichtenstein war Spanienkämpfer, Kommunist und Landtagsabgeordneter in Düsseldorf, wurde zum Kritiker des Stalinismus. Heute erscheint eine kleine Würdigung aus Anlass des 50. Todestages von Kurt Lichtenstein im ND, gewissermaßen auch als Beitrag zur Diskussion über den Mauertbau, die Linke und das Sitzenbleiben bei Gedenkminuten]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor knapp zwei Monaten, als die Debatte über die Mauer-Provo der <em>Jungen Welt</em> auf den Höhepunkt zusteuerte, war hier im Blog in einem <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/08/rufe-nach-boykott/comment-page-1/#comment-12798" target="_blank">Kommentar</a> der Hinweis auf Kurt Lichtenstein zu lesen, das erste Maueropfer an der grünen Grenze &#8211; und nicht nur das: <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Kurt_Lichtenstein" target="_blank">Lichtenstein</a> war Spanienkämpfer, Kommunist und Landtagsabgeordneter in Düsseldorf, wurde zum Kritiker des Stalinismus. „Provokateur verletzte Staatsgrenze“, hieß es nach seiner Ermordung im Oktober 1961 in einer knappen Nachricht im <em>Neuen Deutschland</em> über den Mann, der Spitzenfunktionäre wie Erich Honecker, Kurt Hager und Wilhelm Pieck aus dem Kampf gegen die Nazis kannte. Fernsehprediger Karl Eduard von Schnitzler, mit Lichtenstein ebenfalls aus KPD-Zeiten bekannt, diffamierte ihn als Verräter und Feigling. Heute erscheint <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/208705.die-urne-kam-per-post.html" target="_blank">eine kleine Würdigung</a> aus Anlass des 50. Todestages von Kurt Lichtenstein im ND, gewissermaßen auch als Beitrag zur Diskussion über den Mauerbau, die Linke und das Sitzenbleiben bei Gedenkminuten. (vk)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=22408&amp;md5=25472c4da3df93d5990f99bb9c9b64aa" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Linkes Optimismus</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 06:20:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Helmut Holter]]></category>
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		<category><![CDATA[Parteiausschluss]]></category>
		<category><![CDATA[Schiedskommission]]></category>
		<category><![CDATA[Silvia Steinbach]]></category>
		<category><![CDATA[Steffen Bockhahn]]></category>
		<category><![CDATA[Strömungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Schiedskommission der Nordost-Linken wird sich in dieser Woche mit einem Fall befassen, der die Partei auch über die Landesgrenzen hinaus bewegt hat: der Antrag auf Ausschluss von Marianne Linke. Die frühere Sozialministerin war am 13. August bei einer Schweigeminute für die Maueropfer demonstrativ sitzengeblieben, die Geschäftsführerin der Volkssolidarität Silvia Steinbach sah darin ein „zutiefst parteischädigendes Verhalten“. Linke selbst wähnt die Verantwortung allein beim Landesvorstand]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schiedskommission der Nordost-Linken wird sich in dieser Woche mit einem Fall befassen, der die Partei auch über die Grenzen von Mecklenburg-Vorpommern hinaus bewegt hat: der <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/09/marianne-linke-mecklenburg-vorpommern-antrag-parteiausschluss/" target="_blank">Antrag auf Parteiausschluss</a> von Marianne Linke. Die frühere Sozialministerin war beim Landesparteitag am 13. August bei einer Schweigeminute für die Maueropfer demonstrativ sitzengeblieben, die Geschäftsführerin der Volkssolidarität Silvia Steinbach sah darin ein „zutiefst parteischädigendes Verhalten“, verwies auf das negative Echo im Wahlkampf <a href="http://www.marianne-linke.de/fileadmin/bilder/Ausschluss_M_Linke_01.jpg" target="_blank">und forderte den Ausschluss</a>. Linke selbst <a href="http://www.marianne-linke.de/fileadmin/pdf/sonstige/07.10.2011_PM_II.pdf" target="_blank">sieht dem Verfahren</a>, in dem sie vom letzten DDR-Innenminister und CDU-Politiker Peter-Michael Diestel vertreten wird, „mit großer Gelassenheit und tatsächlich mit noch größerem Optimismus entgegen“. Die Verantwortung sieht Linke allein beim amtierenden Landesvorstand, der mit der Terminierung des Parteitags auf den 13. August „provozieren“ wollte. Zudem habe sich die Nordost-Spitze bei der Anberaumung der Gedenkminute geirrt, wenn sie geglaubt habe, dass sich alle Linken-Mitglieder und Wähler „auf derart billige Weise instrumentalisieren lassen“.</p>
<p>Kurz nach Bekanntwerden des Ausschlussantrags <a href="http://www.marianne-linke.de/mitteilungen.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=81&amp;tx_ttnews[backPid]=23&amp;cHash=ffcb4fa9cd" target="_blank">hatte Linke erklärt</a>, dieser ordne sich „in das Verhalten einiger Frauen und Männer aus der Führung der Linkspartei MV“ ein, die „nach über 20 Jahren ihre SED-Gepflogenheiten als anpassungsbereite, gefügige Mitarbeiter von SED-, FDJ-Bezirks- und Kreisleitungen oder als Politoffiziere immer noch nicht abgelegt“ hätten. Einen Beleg dafür, dass der Ausschlussantrag in irgendeiner Weise von der &#8220;Führung&#8221; befördert worden wäre, legten die Kritiker der dem Reformer-Flügel zugerechneten Landesspitze nicht vor. Umgekehrt allerdings forderten Anhänger von Marianne Linke den Landesvorsitzenden auf, das Schiedsverfahren zu stoppen. Bockhahn, solle die Antragstellerin Steinbach &#8220;zur sofortigen Rücknahme des Antrages zu bewegen&#8221;, <a href="http://www.triller-online.de/p0004.htm" target="_blank">heißt es in einer Email</a>. &#8220;Dies hätte selbstverständlich und unaufgefordert sofort nach Antragstellung so erfolgen müssen.&#8221;</p>
<p>Die Diskussion dreht sich inzwischen vor allem um die Frage, welchen politischen Zweck die Terminierung und Tagesordnung des Landesparteitags auf den 13. August gehabt habe. Linkes Stralsunder Kreisverband <a href="http://www.die-linke-stralsund.de/politik/meldungen/detail/zurueck/aktuelles-21/artikel/erklaerung-des-kreisvorstandes-der-partei-die-linke-stralsund-zum-ausschlussverfahren-gegen-marianne/" target="_blank">hatte erklärt</a>, Steffen Bockhahn und Helmut Holter, welche die Delegierten des Parteitags „ohne Vorankündigung zu einer Schweigeminute nötigten“, sei es dabei offenbar um einen „Akt der Heuchelei“ gegangen, „den sich die Führungsspitze der Partei in M-V, deren autoritäre, undemokratische und zentralistischen Strukturen gerade auch gegen Marianne Linke eingesetzt werden, sich als Beifall heischenden Kniefall vor den bürgerlichen Parteien ausgedacht hatten“. Die Antikapitalistische Linke im Nordosten <a href="http://www.originalsozial.de/nc/politik/presse/detail/zurueck/presse/artikel/wir-fordern-die-besinnung-auf-einen-politisch-kulturvollen-umgang/" target="_blank">hat beklagt</a>, dass ein Ausschlussantrag „keine angemessene Form politischer Auseinandersetzung“ sei und „die Besinnung auf einen politisch kulturvollen Umgang“ gefordert. Über die Frage der politischen Kultur, die im demonstrativen Sitzenbleiben von Linke zum Ausdruck kommt, sagt die AKL nichts, kritisert aber: &#8220;Eine einseitige Geschichtsbetrachtung, die historische Fakten negiert, lehnen wir ab, da diese weder wissenschaftlich noch politisch seriös sein kann.&#8221; Linke selbst hatte erklärt, &#8220;natürlich ist jeder Tote einer zu viel&#8221;. Eine Würdigung von Opfern könne für sie &#8220;aber nicht auf die Jahre 1961 bis 1989 beschränkt bleiben&#8221;.</p>
<p>Der Vorsitzende des Kreisverbandes Peene-Uecker-Ryck, Gerd Walther, hat inzwischen allen Akteuren <a href="http://www.originalsozial.de/nc/politik/presse/detail/zurueck/presse/artikel/walther-erfreut-ausgang-der-landratsstichwahl-und-kritisch-zu-linke-ausschluss-gedanken/" target="_blank">zu Ehrlichkeit geraten</a>. „Ich empfinde die Debatte um Marianne Linke als eine Scheindebatte. Wichtiger sollte doch wohl heute eine ehrliche und umfassende Wahlanalyse sein“, so Walther. „Man kann ja zu Marianne Linke stehen wie man will, aber einen Parteiausschluss zu fordern oder zu forcieren ist gefährlich. Denn solch eine Herangehensweise verkleistert die Augen vor den massiven Problemen innerhalb der Partei, in der schon seit mehreren Jahren eine immer deutlichere Schere zwischen Anspruch und Wirklichkeit entstanden ist.“ (vk)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=22391&amp;md5=87adb45f6b984329b155a3d9c2ac8fdc" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Debatte DDR</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/09/debatte-ddr-geschichte-analyse-kritik-horch-guck-armut-geschichte/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 21:43:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Zuletzt wurde oft behauptet, die Linkspartei sei wegen ihrer Debatten um Aspekte der Vergangenheit in die Krise geraten. Dabei ist es umgekehrt. Schon in der PDS war Streit über die eigene Vorgeschichte eher Ausdruck als Anlass von Richtungskonflikten. Dazu ein Text aus "Analyse &#038; Kritik", die sich zudem mit den von der DDR selbst entworfenen Narrativen befasst, welche nur allzu gern von Linken aufgegriffen werden]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mitunter wurde in den letzten Wochen behauptet, die Linkspartei sei wegen der öffentlich ausgetragenen Debatte um die Vergangenheit in die Krise geraten. Dabei ist es umgekehrt. Schon in der früheren PDS war Streit über die eigene Vorgeschichte eher Ausdruck als Anlass von Richtungskonflikten. Dazu <a href="http://www.akweb.de/ak_s/ak564/12.htm" target="_blank">ein Text</a> aus <em>Analyse &amp; Kritik</em>, deren aktuelle Ausgabe sich zudem mit den von der DDR selbst entworfenen Narrativen und Bildern <a href="http://www.akweb.de/ak_s/ak564/13.htm" target="_blank">befasst</a>, welche nur allzu gern von Linken aufgegriffen werden und die für eine linke Kritik nicht taugen. In dem Zusammenhang noch der Hinweis auf die aktuelle <a href="http://www.horch-und-guck.info/hug/aktuelles/" target="_blank">Ausgabe</a> von <em>Horch und Guck</em>, die sich mit Armut in der DDR befasst. (tos)</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=21915&amp;md5=4a043409a27c21cfe2d15987e779f4cb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Faire Atmosphäre</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 13:52:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aufarbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Staatssicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Nord]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Bundestag hat am Dienstag einen Bericht seines Immunitätsausschusses veröffentlicht, in dem auf 17 Seiten festgestellt wird, was seit über 20 Jahren bekannt ist: Der Linken-Abgeordnete Thomas Nord war in den achtziger Jahren als IM der Stasi tätig und er gehört zu denen, die damit offen und selbstkritisch umgegangen sind. Der Ausschuss schreibt nun, „dass der Abgeordnete Thomas Nord auf die Fragen mit großer Offenheit geantwortet und an der Anhörung außerordentlich konstruktiv mitgewirkt“ habe. Nord selbst hat sich „für die offene und faire Atmosphäre bei meiner Anhörung durch den Ausschuss“ bedankt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bundestag hat am Dienstag einen Bericht seines Immunitätsausschusses <a href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/064/1706436.pdf" target="_blank">veröffentlicht</a>, in dem auf 17 Seiten festgestellt wird, was seit über 20 Jahren bekannt ist: Der Linken-Abgeordnete und Brandenburger Landeschef Thomas Nord war in den achtziger Jahren als IM der DDR-Staatssicherheit tätig und er gehört zu denen, die damit offen und selbstkritisch umgegangen sind. Als der Ausschuss auf Antrag der CDU, dem sich später SPD und FDP anschlossen, im Februar 2010 ein Überprüfungsverfahren nach § 44c <a href="http://norm.bverwg.de/jur.php?abgg,44c" target="_blank">Abgeordnetengesetz</a> beantragten, hatte die Linke dem zugestimmt, obwohl die Partei nachvollziehbarer Weise keine Veranlassung dafür sah. Die Grünen stellten seinerzeit „den Erkenntnisgewinn des Verfahrens in Frage“, wie es in dem nun veröffentlichten Bericht heißt. Thomas Nord hat dazu erklärt, das Papier gebe „meine Tätigkeit als inoffizieller Mitarbeiter des MfS und meinen Umgang mit diesem Fakt nach 1990 korrekt wieder“. Der Ausschuss hatte nach seiner Anhörung festgestellt, „dass der Abgeordnete Thomas Nord auf die Fragen mit großer Offenheit geantwortet und an der Anhörung außerordentlich konstruktiv mitgewirkt“ habe. Nord selbst hat sich „für die offene und faire Atmosphäre bei meiner Anhörung durch den Ausschuss“ bedankt.</p>
<p>In der 17. Wahlperiode haben sich 473 Abgeordnete (von ursprünglich 622) eine Überprüfung selbst beantragt, in 49 Fällen wurde diese nicht vorgenommen, da die Parlamentarier als zu jung für eine mögliche Stasi-Mitarbeit gelten. Nord selbst hatte eine freiwillige Überprüfung &#8220;aus parlamentarischer Unerfahrenheit&#8221; und mit Blick auf seinen lange bekannten offenen Umgang nicht beantragt.In einem weiteren Fall hatte die Staatssicherheit &#8220;einen so genannten IM-Vorlauf angelegt&#8221;, es hätten dann aber nur zwei Kontaktgespräche stattgefunden. &#8220;Der Ausschuss sah in diesem Fall keine Veranlassung für weitere Maßnahmen.&#8221; Um welche/n Abgeordnete/n gibt der Ausschussbericht nicht preis. &#8220;Von den überprüften Mitgliedern des Bundestages erklärten 399, dass sie in diesem Bericht mit einer namentlichen Erwähnung einverstanden sind&#8221;, so der Bericht weiter. Der einzige Linken-Abgeordnete auf dieser Liste ist Thomas Lutze. &#8220;16 Abgeordnete wünschten dies nicht. Neun Abgeordnete sind zwischenzeitlich aus dem Bundestag ausgeschieden und werden ebenfalls nicht namentlich aufgeführt.&#8221; (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=21703&amp;md5=0d4bbab0fcbf9cf12ca4baeaca20ada8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Größere Übereinstimmung</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Aug 2011 09:06:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[André Brie]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Helmut Holter]]></category>
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		<category><![CDATA[Mecklenburg-Vorpommern]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Nordosten geht die Mauer-Debatte weiter. Inzwischen haben sich André Brie und Helmut Holter zu Wort gemeldet, die Linke in Mecklenburg-Vorpommern schwanke „weiter zwischen Verurteilung und Rechtfertigung“, heißt es in den Zeitungen. Mit letzterem sind die Mauer-Thesen der Antikapitalistischen Linken gemeint, Zeit online schreibt vom „Aufstand der linken Fundis“. Nun liegt es einerseits auf der Hand, dass es unterschiedliche Meinungen über den 13. August 1961 gibt, sonst hätte wohl zum Landesparteitag niemand eine alternative Stellungnahme eingereicht. Andererseits muss man schon fragen, ob der Unterschied wirklich so groß ist, dass man ihn mit gewichtigen Begriffen wir „Verurteilung und Rechtfertigung“ beschreiben kann]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Nordosten geht die Mauer-Debatte weiter. Inzwischen haben sich André Brie und Helmut Holter zu Wort gemeldet, die Linke in Mecklenburg-Vorpommern schwanke „weiter zwischen Verurteilung und Rechtfertigung“, <a href="http://www.news.de/politik/855209154/die-mauer-entzweit-eine-partei/1/" target="_blank">heißt es</a> in den Zeitungen. Mit letzterem sind die Mauer-Thesen der Antikapitalistischen Linken gemeint, <em>Zeit online</em> <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-08/linke-mauerbau-mecklenburg-vorpommern/komplettansicht" target="_blank">schreibt</a> vom „Aufstand der linken Fundis“. Nun liegt es einerseits auf der Hand, dass es unterschiedliche Meinungen über den 13. August 1961 gibt, sonst hätte wohl zum Landesparteitag niemand eine alternative Stellungnahme zum <a href="http://www.originalsozial.de/fileadmin/lv/Dokumente/LPT08_2011/Geschichte1961.pdf" target="_blank">Vorstands-Papier</a> eingereicht. Andererseits muss man schon fragen, ob der Unterschied wirklich so groß ist, dass man ihn mit gewichtigen Begriffen wir „Verurteilung und Rechtfertigung“ beschreiben kann.</p>
<p>André Brie hat im Deutschlandradio <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1521583/" target="_blank">gesagt</a>, seine Hoffnung sei gewesen, „dass wir in unseren Auseinandersetzungen weiter sind, eine größere Übereinstimmung in einer sehr kritischen Haltung zum Mauerbau hätten“. Gleichzeitig sei er aber überzeugt, „dass das eine Minderheitenposition ist, die ja immer noch die These vertritt, der Zweck heiligt die Mittel, und nicht begriffen hat, dass Sozialismus nur eine Chance hat, wenn er durch Überzeugungskraft und Attraktivität die Menschen erreicht“. Ähnlich formuliert es Spitzenkandidat Helmut Holter in einer <a href="http://helmut-holter.de/2011/08/05/freiheit-demokratie-und-sozialismus-sind-untrennbar-verbunden/" target="_blank">Erklärung</a>: „Kein Ideal, kein vermeintlich besseres politisches System können das mit dem Mauerbau verbundene Unrecht, die Einschränkung der Reise- und Meinungsfreiheit und die Gefahr für Leib und Leben, rechtfertigen. Die Mauer wurde in der Bevölkerung zunehmend zum Symbol von Unfreiheit, fehlender Demokratie und Bürgerrechte.“</p>
<p>Im <a href="http://www.originalsozial.de/fileadmin/lv/Dokumente/LPT08_2011/NEU_Thesen_zum_50._Jahrestag_der_Berliner_Mauer_13072011.pdf" target="_blank">Mauer-Papier</a> der AKL wird das nicht bestritten, die konkrete Formulierung ist zwar zurückhaltender aber inhaltlich nicht so weit entfernt. „Es war nicht gelungen, den Sozialismus in der DDR so zu gestalten, dass er für die Mehrheit der Bevölkerung tatsächlich als überlegene, bessere Gesellschaftsordnung gegenüber dem westlichen System begriffen und erlebt werden konnte“, heißt es da. Es habe an wirtschaftlicher Konkurrenzfähigkeit, Attraktivität, Räumen für individuelle Selbstverwirklichung und an demokratischen Rechten gefehlt. „Sozialismus ist nur dann auf Dauer erfolgreich, wenn ihn die Menschen wollen.“ Auch im Verweis auf den historischen Kontext sind sich die Protagonisten nicht so fremd: Helmut Holter schreibt: „Die Abriegelung der Grenze nach Westberlin am 13. August 1961 und der anschließende Bau der Mauer müssen im historischen Kontext der Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges und des entbrannten Kalten Krieges, der Einteilung Europas und der Welt in Ost und West, betrachtet werden.“ Und: „Der Mauerbau erfolgte mit dem Ziel, die fortschreitende Destabilisierung der DDR aufzuhalten und einen weiteren Krieg zu verhindern.“ Im AKL-Papier befassen sich sieben von acht Thesen mit der politischen Lage 1961 und der Entwicklung seit 1945, die diese prägte.</p>
<p>Was die „Rechtfertigung“ des Mauerbaus angeht, werden vor allem zwei Passagen, besser gesagt: drei Worte aus dem AKL-Papier immer wieder zitiert: die „zwingende Konsequenz“, als welche die Autoren die Errichtung der Sperranlagen ansehen und dabei auf die „wirtschaftliche und politische Krise“ sowie die „akute Gefahr eines kriegerischen Konflikts“ verweisen. Und jenes „alternativlos“, wie die Entscheidung „für die Führungen der Sowjetunion und der DDR“ genannt wird. Der Hinweis auf die genauen Formulierungen ist dabei nicht etwa bloße Korinthenkackerei, immerhin <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-08/linke-mauerbau-mecklenburg-vorpommern/komplettansicht" target="_blank">zitiert</a> zum Beispiel <em>Zeit online</em> anders: Für Ostberlin und Moskau sei der 13. August 1961 „ohne vernünftige Alternative“ gewesen, im derzeit online verfügbaren AKL-Papier steht aber bloß „alternativlos“, was einen kleinen, aber nicht völlig unwichtigen Unterschied macht. Einer der Autoren, Arnold Schoenenburg, wird mit den Worten <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0730/politik/0058/index.html" target="_blank">zitiert</a>, der Mauerbau sei eine „zwingende Notwendigkeit“ gewesen, im Papier ist von einer „zwingenden Konsequenz“ die Rede.</p>
<p>Keine Frage, die politischen Implikationen der beiden Papiere weisen in unterschiedliche Richtungen. Die Kritik, eine Seite vertrete These, „der Zweck heiligt die Mittel“ und begreife nicht, „dass Sozialismus nur eine Chance hat, wenn er durch Überzeugungskraft und Attraktivität die Menschen erreicht“, erscheint im Lichte der Papiere aber als überspitzt. Die vielleicht entscheidende Differenz liegt ohnehin woanders &#8211; in der entgegengesetzten geschichtsphilosophischen Grundierung der Papiere: Die einen versuchen, „der historischen Wahrheit nahe zu kommen“, die anderen gehen davon aus, dass es „eine absolute Wahrheit (&#8230;) zur Geschichte nicht geben“ könne und werde. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=21181&amp;md5=98cdc473965286e83e5ebd02244cf261" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Damals richtig</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 21:50:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mauerbau]]></category>
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		<description><![CDATA[Jahrestage sind Umfragezeiten, weshalb man jetzt hier und da lesen kann, was die Deutschen vom Mauerbau halten. Das Leipziger Institut für Marktforschung will dagegen für die Super Illu herausgefunden haben, dass zumindest eine Mehrheit der Ostdeutschen die Errichtung des Sperrwerks rückblickend als falsch ansieht. In der Berliner Zeitung heißt es dagegen, 50 Jahre später seien „noch immer viele Berliner der Ansicht, dass die Teilung der Stadt damals richtig war. Vor allem Anhänger der Linken stimmten der Stabilisierungs-These mehr oder weniger zu]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jahrestage sind Umfragezeiten, weshalb man jetzt <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/mauerbau-forsa-berlin/353317.php" target="_blank">hier</a> und <a href="http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/politik/umfrage-ostdeutsche-halten-mauerbau-fur-falsch-1.1403269" target="_blank">da</a> lesen kann, was die Deutschen vom Mauerbau halten. 50 Jahre später seien „noch immer viele Berliner der Ansicht, dass die Teilung der Stadt damals richtig war“, heißt es mit Blick auf eine <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/mauerbau-forsa-berlin/353317.php" target="_blank">Forsa-Studie</a> in der <em>Berliner Zeitung</em>. Das Leipziger Institut für Marktforschung will dagegen für die <em>Super Illu</em> <a href="http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/politik/umfrage-ostdeutsche-halten-mauerbau-fur-falsch-1.1403269" target="_blank">herausgefunden</a> haben, dass zumindest eine Mehrheit der Ostdeutschen den Mauerbau rückblickend als falsch ansieht. 20 Prozent der Befragten zeigten Verständnis, weil „die DDR als souveräner Staat das Recht hatte, ihre Grenzen zu schützen“. Forsa hatte nach der „Zustimmung“ ganz anderes gefragt, nämlich: „Teilen Sie die Meinung, dass der Bau der Berliner Mauer aus damaliger Sicht nötig und gerechtfertigt war, um die Abwanderung von Fachkräften aus der DDR zu stoppen und die politische Lage in der DDR und damit auch in Deutschland insgesamt zu stabilisieren?“ Zehn Prozent der Berliner sahen das „voll und ganz“ genauso, 25 Prozent immer noch „teilweise“. Unter den Anhängern der Linken fielen die Ergebnisse deutlich anders aus: 74 Prozent stimmten der Stabilisierungs-These mehr oder weniger zu, nur ein knappes Viertel lehnte diese Sichtweise ab. Die <em>Berliner Zeitung</em> schlussfolgert daraus, „dass der aktuelle Streit bei der Linken in Mecklenburg-Vorpommern die Partei insgesamt betreffen dürfte“. Ist das nicht immer so? Nun: Was an dem Hinweis auf die <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/07/13-august-mauerbau-geschichte-ddr-landesparteitag-mecklenburg-vorpommern-bockhahn/" target="_blank">Kontroverse</a> im Nordosten, wo zwei Papiere zur Geschichte auf dem Landesparteitag zur Debatte stehen, nachdenkenswert ist: Zwischen dem geschichtspolitischen Diskussionsstand in den Vorständen und Kommissionen (siehe etwa <a href="http://www.die-linke.de/partei/weiterestrukturen/berufenegremien/historischekommission/erklaerungenundstellungnahmen/zum50jahrestagdesbausderberlinermauer/" target="_blank">hier</a>) einerseits und dem Denken in der Basis und der Wählerschaft andererseits, liegt offenbar ein Graben. Wie groß der ist, lässt sich nicht in Prozenten bemessen, zumal die Ergebnisse der Demoskopen sehr von der jeweiligen Frage abhängig sind. Ein unscharfes zwar aber ein Bild immerhin ergibt sich: Die nachträgliche Bewertung des Mauerbaus korreliert mit Umfragen, in denen es um den Wunsch geht, das Ost-West-Bollwerk zurück haben zu wollen. Jeder Vierte (<a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article6777000/Jeder-Vierte-wuenscht-sich-die-Mauer-zurueck.html" target="_blank">hier</a>) bzw. Fünfte (<a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/umfrage_aid_138417.html" target="_blank">hier</a>) hat sich in den vergangenen Jahre so geäußert. Übrigens: Unterschiede zwischen Ost und West gab es dabei nicht. (tos)</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=21134&amp;md5=9d262a8df59f88fff9617f3bcf8c9f71" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gute Noten</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 12:44:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Aufarbeitung]]></category>
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		<description><![CDATA[Zu den Standards der öffentlichen Kritik an der Linken gehört der Vorwurf, die Partei habe sich nicht ausreichend mit ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt. Nun aber gibt ein Gutachten, das für die DDR-Enquete-Kommission des Brandenburger Landtags verfasst wurde, der Linkspartei "bemerkenswert gute Noten"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu den Standards der öffentlichen Kritik an der Linken gehört der Vorwurf, die Partei habe sich nicht ausreichend mit ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt. Nun aber gibt ein Gutachten, das für die DDR-Enquete-<a href="http://www.landtag.brandenburg.de/de/parlament/ausschuesse_und_gremien/enquete-kommission_aufarbeitung_der_geschichte_und_bewaeltigung_von_folgen_der_sed-diktatur_und_des_uebergangs_in_einen_demokratischen_rechtsstaat_im_land_brandenburg/396500?_referer=396501&amp;skip=5" target="_blank">Kommission</a> des Brandenburger Landtags verfasst wurde, der Linkspartei &#8220;bemerkenswert gute Noten&#8221;. Zwar habe die Linke im brandenburgischen Landtag den größten Anteil ehemaliger Stasi-Mitarbeiter unter den Abgeordneten. Die Partei habe sich jedoch intensiv und selbstkritisch mit ihrer Mitverantwortung für die SED-Diktatur auseinandergesetzt, <a href="http://www.pnn.de/titelseite/546168/" target="_blank">heißt es</a> in den <em>Potsdamer Neuesten Nachrichten</em>.</p>
<p>Die Hälfte der seit 1990 im Landtag vertretenen Abgeordneten der PDS bzw. der Linken war vor der Wende „Nomenklaturkader oder Partei- und Staatsfunktionäre“, <a href="http://www.morgenpost.de/politik/article1717098/Brandenburgs-Parteien-verdraengen-Vergangenheit.html" target="_blank">berichtet</a> die <em>Morgenpost</em> auf Grundlage des Gutachtens. 75 Prozent seien in der SED gewesen und von den 57 Politikern hatten „mindestens elf“ Verstrickungen mit der Staatssicherheit. Während die CDU mit ihrer Ost-Geschichte „eher taktisch“ umgehe und von den Grünen bis 2009 &#8220;kaum vergangenheitspolitische Impulse&#8221; gekommen seien, heißt es über die Linke: Die Partei &#8220;ging und geht offen mit ihrer DDR-Vergangenheit um&#8221;.  Dabei hätten sich allerdings nicht  alle Funktionäre an die Beschlüsse gehalten, ihre Biografie offenzulegen – nur „in wenigen Fällen“ habe dieses Verschweigen indes dazu geführt, dass Mandate zurückgegeben werden mussten. Dass die Linke 2009 erstmals dafür stimmte, alle Landtagsabgeordneten auf Stasi-Tätigkeiten zu überprüfen, und auch für einen Diktaturbeauftragten ist, wertet der Gutachter als Paradigmenwechsel in der Partei, so die <em>Morgenpost</em>.</p>
<p>Drei Autoren waren mit dem Gutachtens „Personelle Kontinuität und Elitenwandel in den Parteien Brandenburgs“ beauftragt. Die Passagen über die Linke steuerte der Rostocker Historiker Mario Niemann bei; die Untersuchung der Aufarbeitung von SPD, DDR-Opposition, Bürgerwebegung sowie Bündnis 90/Die Grünen wurde von Erhardt Neubert besorgt, den Teil zu den früheren Blockparteien verfasste der Grünen-Politiker Christoph Wunnicke. (vk)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=21104&amp;md5=3de7d38a5508a3b41618f9c316da0b43" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mit und ohne System</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/07/lafontaine-stalinismus-als-system-programm/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Jul 2011 09:58:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Birke Bull]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Programm]]></category>
		<category><![CDATA[Raju Sharma]]></category>
		<category><![CDATA[Stalinismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Diskussion über Oskar Lafontaines Beitrag zur Stalinismus-Debatte geht hier munter weiter. Inzwischen haben sich auch eine ganze Reihe von Linken-Politiker zu der Replik "Eine notwendige Erwiderung" zustimmend geäußert. Klar ist aber auch: Die Replik auf Lafontaines Text wird nicht überall in der Linken begrüßt, mancher sieht in ihr eine Attacke auf den Saarländer aus anderen, heißt in der Regel: machtpolitischen Motiven. Die Autoren, die aus der früheren PDS kommen, kritisieren an der „Rezension“ des einstigen Parteivorsitzenden wiederum, „dass mit dem Text wenige Tage nach Vorlage des Programmentwurfs an einer zentralen Stelle der Richtungskampf wieder aufgemacht wurde“. Dazu ist es ganz interessant, einmal zu verfolgen, wann in den diversen Stadien der Vorarbeiten für das neue Programm der Stalinismus mit oder ohne System auftaucht]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/203293.html" target="_blank">Diskussion</a> über Oskar Lafontaines <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/201944.nicht-die-partei-sondern-das-system.html" target="_blank">Beitrag</a> zur Stalinismus-Debatte geht <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/07/grosse-provokation-lafontaine-stalinismus-replik/" target="_blank">hier</a> munter weiter. Inzwischen haben sich auch eine ganze Reihe von Linken-Politiker zu der <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/203265.eine-notwendige-erwiderung.html" target="_blank">Replik</a> <em>Eine notwendige Erwiderung</em> geäußert. Die Bundestagsabgeordnete Petra Sitte hat die „richtige und wichtige Gegenposition“ <a href="http://twitter.com/#!/Petra_Sitte_MdB/statuses/96991561136619520" target="_blank">begrüßt</a>, „man müsste sich ja sonst geradezu schämen!“ Die sachsen-anhaltische Fraktionsvize Birke Bull „<a href="http://twitter.com/#!/Birke_Bull/statuses/96989414626037760" target="_blank">teilt</a> die Kritik ihrer KollegInnen und GenossInnen“, die stellvertretende Parteivorsitzende Halina Wawzyniak „<a href="http://twitter.com/#!/Halina_Waw/statuses/96972804834082817" target="_blank">bedankt</a> sich für diese Klarstellung“ und Schatzmeister Raju Sharma „<a href="http://twitter.com/#!/sharma_ra/statuses/96975664527319040" target="_blank">schätzt</a> Geschichtsbewusstsein, Verantwortungsgefühl und klare Worte“. Klar ist aber auch: Die Replik auf Lafontaines Text wird nicht überall in der Linken begrüßt, mancher sieht in ihr eine Attacke auf den Saarländer aus anderen, heißt in der Regel: machtpolitischen Motiven. Die Autoren, die aus der früheren PDS kommen, kritisieren an der „Rezension“ des einstigen Parteivorsitzenden, „dass mit dem Text wenige Tage nach Vorlage des Programmentwurfs an einer zentralen Stelle der Richtungskampf wieder aufgemacht wurde“.</p>
<p>Dazu ist es ganz interessant, einmal zu verfolgen, wann in den diversen Stadien der Vorarbeiten für das neue Programm der Stalinismus mit oder ohne System auftaucht: Die Passage, um die sich der Streit (in dem es zweifellos um mehr geht) letztlich dreht, steht bereits im ersten Entwurf, der im März 2010 noch von Lafontaine selbst <a href="http://www.die-linke.de/programm/ersterentwurf/" target="_blank">vorgestellt</a> wurde:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Ein Sozialismusversuch, der nicht von der großen Mehrheit des Volkes demokratisch gestaltet, sondern von einer Staats- und Parteiführung autoritär gesteuert wird, muss früher oder später scheitern. Ohne Demokratie kein Sozialismus. Deshalb gehörte zum Gründungskonsens der PDS – einer der Vorläuferparteien der LINKEN – der unwiderrufliche Bruch mit dem Stalinismus.</em></p>
<p>Dass diese Formulierung, weil ihr das „Stalinismus als System“ fehlt, von einem Teil der Linkspartei als nicht ausreichend angesehen wird, war kein großes Geheimnis. Das schlug sich dann auch in der Synopse nieder, die als Grundlage der Vorstandsberatungen Ende Mai von der Redaktionskommission vorgelegt wurde. In der ersten der drei Varianten für das Kapitel I („Woher wir kommen, wer wir sind“), war die Passage aus dem Ursprungsentwurf nur wenig verändert, es wurde ein deutlicherer Bezug zur Linken hergestellt, zugleich aber verschwand der Hinweis auf den „Gründungskonsens der PDS“.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Ein Sozialismusversuch, der nicht von der großen Mehrheit des Volkes demokratisch gestaltet, sondern von einer Staats- und Parteiführung autoritär gesteuert wird, muss früher oder später scheitern. Ohne Demokratie kein Sozialismus. Deshalb bekennt sich DIE LINKE zum unwiderruflichen Bruch mit dem Stalinismus.</em></p>
<p>Eine zweite von der Redaktionskommission vorgeschlagene Variante bestand im Wesentlichen in einer knappen Erzählung der Geschichte der Arbeiter- und sozialen Bewegung sowie der deutschen Geschichte, vom „stalinistischen Terror“ ist darin nur am Rande und in konkretem Bezug auf die 30er Jahre die Rede. Eine dritte Alternative für das Kapitel „Woher wir kommen, wer wir sind“ nahm zwar einzelne Sätze aus der ursprünglichen Formulierung auf, stellte den Bezug zur Gründungsphase der PDS jedoch deutlicher heraus und vor allem: erläuterte vergleichsweise ausführlich, was „Stalinismus als System“ meint.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Viele von uns haben persönlich erfahren, dass sich ohne solche (gemeint sind: emanzipatorische, d.A.) Impulse aus der Zivilgesellschaft Parteistrukturen verfestigen und sich Parteien gegen ihre ursprünglichen Ziele und Gründungsabsichten wenden, ja auch der Menschenwürde und dem Recht erhebliche Verletzungen zufügen können. Daher gilt auch für unser Geschichts- Traditions- und Politikverständnis der Grundsatz demokratisch-sozialistischer Politik, den der Außerordentliche Parteitag der SED-PDS im Dezember 1989 formulierte: Unwiderruflicher Bruch mit dem Stalinismus als System.</em><br />
<em>Stalinismus als System meint das bürokratisch-zentralistische Herrschaftssystem, das auch in der DDR zu Repressionen, Unterdrückung, Menschenrechtsverletzungen bis hin zu Verbrechen führte, wenngleich es zu keinem Zeitpunkt zu dem Ausmaß des stalinistischen Terrors der 30er Jahre in der Sowjetunion kam.</em><br />
<em>Die Verabsolutierung der Machtfrage durch die SED-Führung, ihre Anspruch auf das Monopol der ewigen Wahrheiten, die Festschreibung der führenden Rolle der Partei in der Verfassung, die Unterdrückung einer kritischen Öffentlichkeit in der Gesellschaft wie in der Partei selbst, führte zu verkrusteten und erstarrten Strukturen. Das Ergebnis waren ökonomische Ineffizienz und Ignoranz gegenüber den zunehmenden ökologischen Problemen in der DDR.</em><br />
<em>Dieses System entsprang der Vorstellung, eine zentralistisch geführte revolutionäre Avantgarde könne stellvertretend für die arbeitenden Klassen und Schichten den Aufbau der sozialistischen Gesellschaft konzipieren und per Diktatur durchzusetzen. Dies widersprach grundlegend dem ursprünglichen emanzipatorischen Anspruch der Arbeiterbewegung, wie er im Kommunistischen Manifest formuliert wurde. Ein Sozialismusversuch, der nicht von der großen Mehrheit des Volkes demokratisch gestaltet, sondern von einer Staats- und Parteiführung autoritär gesteuert wird, muss früher oder später scheitern.</em></p>
<p>Im Parteivorstand setzte sich im Prinzip die erste Alternative durch, der zweite Entwurf, der im Ergebnis der Beratungen der Linkenspitze am 26. Mai <a href="http://www.die-linke.de/programm/zweiterentwurf/" target="_blank">veröffentlicht</a> wurde, enthielt nun allerdings wieder den letzten Satz der Passage aus dem Ursprungsentwurf – also einen Bezug zum „Gründungskonsens der PDS“.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Ein Sozialismusversuch, der nicht von der großen Mehrheit des Volkes demokratisch gestaltet, sondern von einer Staats- und Parteiführung autoritär gesteuert wird, muss früher oder später scheitern. Ohne Demokratie kein Sozialismus. Deshalb gehörte zum Gründungskonsens der PDS – einer der Vorläuferparteien der LINKEN – der unwiderrufliche Bruch mit dem Stalinismus. Das gilt auch für DIE LINKE.</em></p>
<p>Die Diskussion war damit aber nicht beendet, in den Wochen bis zur Juli-Sitzung des Linkenvorstandes, in dem der <a href="http://www.die-linke.de/programm/leitantragandenerfurterparteitag/" target="_blank">Leitantrag</a> an den Erfurter Parteitag beschlossen wurde, erfuhr die Passage noch einmal eine Veränderung:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Ein Sozialismusversuch, der nicht von der großen Mehrheit des Volkes demokratisch gestaltet, sondern von einer Staats- und Parteiführung autoritär gesteuert wird, muss früher oder später scheitern. Ohne Demokratie kein Sozialismus. Deshalb formulierten die Mitglieder der SED/PDS auf einem außerordentlichen Parteitag im Herbst 1989: &#8220;Wir brechen unwiderruflich mit dem Stalinismus als System&#8221;. Dieser Bruch mit dem Stalinismus gilt für DIE LINKE ebenso.</em></p>
<p>Nun kam erstmals in der Programmfindung seit Frühjahr 2010 der Bruch mit dem „Stalinismus als System“ vor, sowohl als Gründungskonsens der PDS als auch als gültiger Selbstanspruch der Linken. Es muss Gründe gehabt haben, dass die Formulierung in den vorherigen Fassungen nicht auftauchte, sie musste offenbar erkämpft werden. Jetzt, da sie im Leitantrag steht, verlagert sich der Streit auf die Ebene der Interpretation. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=21087&amp;md5=33f945839dc7e5e5a0d8f23d49e5a64a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>13. August</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 07:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arnold Schoenenburg]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mecklenburg-Vorpommern]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 13. August beginnt der nächste Landesparteitag der Nordost-Linken und die Debatte, über die jetzt auch die Zeitungen berichten, passt zum Datum: „Mauerbau bleibt Streitthema“, heißt es da. Es liegen zwei Papiere vor, deren Schwerpunkte "unterschiedlich gesetzt“ sind, wie Landeschef Steffen Bockhahn sagt: „Die Diskussion dazu wird noch etwas dauern.“ Und sie hat nicht nur etwas mit dem 13. August 1961 zu tun ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 13. August beginnt der nächste <a href="http://www.originalsozial.de/nc/partei/landesparteitag/" target="_blank">Landesparteitag</a> der Nordost-Linken und die Debatte, über die jetzt auch die Zeitungen <a href="http://net-tribune.de/nt/node/47543/news/Update-Bewertung-des-Mauerbaus-spaltet-die-Linke-im-Nordosten" target="_blank">berichten</a>, passt zum Datum: „Mauerbau bleibt Streitthema“, heißt es unter anderem hier. Die Konfliktlinie wird mal als eine zwischen „Erneuerern und Traditionalisten“ <a href="http://www.ostsee-zeitung.de/nachrichten/mv/index_artikel_komplett.phtml?SID=d45eece83d139618952881e76e9839a2&amp;param=news&amp;id=3195264" target="_blank">beschrieben</a>, mal etwas sachlicher als eine zwischen dem „Landesvorstand und einer Gruppierung Antikapitalistischer Linker“. Diese hat ein <a href="http://www.originalsozial.de/fileadmin/lv/Dokumente/LPT08_2011/NEU_Thesen_zum_50._Jahrestag_der_Berliner_Mauer_13072011.pdf" target="_blank">Alternativpapier</a> zu einer <a href="http://www.originalsozial.de/fileadmin/lv/Dokumente/LPT08_2011/Geschichte1961.pdf" target="_blank">Erklärung</a> vorgelegt, die Landeschef Steffen Bockhahn verfasst hat. Gemeinsam mit einem <a href="http://www.originalsozial.de/fileadmin/lv/Dokumente/LPT08_2011/Erklaerung_Historische_Kommission.pdf" target="_blank">Papier</a> der Historischen Kommission sollen sie nun, wie es in einem <a href="http://www.originalsozial.de/fileadmin/lv/Dokumente/LPT08_2011/A_2_-_Mauerbau.pdf" target="_blank">Antrag</a> an den Parteitag heißt, „Grundlage für eine Diskussion im Landesverband“ werden, eine Konferenz der Nordost-Linken soll „einen Standpunkt zum Mauerbau 1961“ verabschieden &#8211; allerdings erst nach der Landtagswahl im September. „Die Schwerpunkte sind in beiden Papieren unterschiedlich gesetzt“, wird Bockhahn zitiert. „Die Diskussion dazu wird noch etwas dauern.“</p>
<p>Man könnte wohl auch sagen: Sie soll noch eine Weile dauern, denn das Mauer-Thema birgt viel Stoff für linke (und nötige) Selbstbefassung, macht sich aber im Wahlkampf nicht besonders gut. Der NDR <a href="http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/linke211.html" target="_blank">zitiert</a> ein Parteimitglied mit den Worten: „Eigentlich müssten an dem Wochenende alle Parteimitglieder auf den Straßen unterwegs sein, um Wahlkampf zu machen.“ Alles andere sei verschenkt. Richtig ist, dass in Mecklenburg-Vorpommern am 4. September nicht über die Bewertung der DDR-Vergangenheit, die Fehler eines autoritären Staatssozialismus und Fragen der Geschichtsphilosophie abgestimmt wird. Der Mauerbau ist vor allem in Bockhahns Papier nicht im eigentlichen Sinne der Gegenstand, sondern eher ein Beispiel. Es geht um die DDR generell &#8211; und um die Politik des Rückblicks. Der Landeschef schreibt, „eine absolute Wahrheit kann und wird es zur Geschichte nicht geben“. Dagegen meint Arnold Schoenenburg, einer der Mitverfasser des Alternativpapiers, dass es sich bei Geschichte um einen „objektiven Vorgang“ handelt.</p>
<p>Die Debatte findet vor dem Hintergrund einer Kontroverse statt, die seit 1989 in der PDS anhält und seit der Fusion zur Linken unter neuen Bedingungen läuft: Wie weit muss, wie weit kann die Bewertung der Vergangenheit zur Standortbestimmung einer Partei dienen, deren eigentlicher Telos in der Zukunft liegt? Das linke Reden darüber changierte stets zwischen Fehlersuche, Traditionsbeharrung und Stellvertreter-Diskussion &#8211; zu viel Kritik an der DDR-Geschichte konnte dabei ebenso in Verdacht geraten (Anpassung) wie der Hinweis, dass man die Zeit zwischen 1949 und 1989 nicht nur von ihrem Ende her betrachtet darf (Beschönigung).</p>
<p>Im Nordosten kommt noch etwas anderes hinzu: im Landesverband liegen sich linker Flügel und eine Mehrheit des Vorstandes nicht erst seit der <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/04/linke-listen-berlin-mecklenburg-vorpommern-wahlen-2011/" target="_blank">Aufstellung</a> der Listen für die Wahl über Kreuz. Bockhahn stellt sich auf dem Parteitag zur Wiederwahl als Vorsitzender, in einer Debatte über die DDR-Geschichte wird sich wohl auch ein Teil der Kritik an seinem „Realokurs“ widerspiegeln. Die Frage wird allerdings auch abseits von Betrachtungen der Vergangenheit eine Rolle spielen: Der Landesvorstand hat einen <a href="http://www.originalsozial.de/fileadmin/lv/Dokumente/LPT08_2011/A_1_Leitantrag.pdf" target="_blank">Leitantrag</a> vorgelegt, der die Regierungsbereitschaft der Linken noch einmal unterstreicht: Man wolle „eine gute Politik für Mecklenburg-Vorpommern“ und das Land „ sozial gerecht voranbringen“, heißt es darin. „Dabei werden wir auf Beteiligung setzen, in den Kommunen und im Land.“ Auch die Basis will Beteiligung &#8211; ihre eigene. Ein <a href="http://www.originalsozial.de/fileadmin/lv/Dokumente/LPT08_2011/A_6.pdf" target="_blank">Antrag</a> an den Parteitag verlangt für den Fall von Koalitionsgesprächen, die Eckpunkte „demokratisch“ zu diskutieren und einen möglichen Koalitionsvertrag den Mitgliedern zur Urabstimmung vorzulegen. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=21057&amp;md5=7142f20a1017baab6c4bedb51c0d5583" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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