<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Lafontaines Linke &#187; Europa</title>
	<atom:link href="http://www.lafontaines-linke.de/tag/europa/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.lafontaines-linke.de</link>
	<description>Ein weiteres tolles WordPress-Blog</description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 18:43:28 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Free Vote</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2012/01/free-vote-europaparlament-martin-schulz-juergen-klute-junge-welt/</link>
		<comments>http://www.lafontaines-linke.de/2012/01/free-vote-europaparlament-martin-schulz-juergen-klute-junge-welt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 10:57:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Europaparlament]]></category>
		<category><![CDATA[Eva-Britt Svensson]]></category>
		<category><![CDATA[GUE/NGL]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Klute]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Schulz]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Willy Meyer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.lafontaines-linke.de/?p=24632</guid>
		<description><![CDATA[Martin Schulz, der designierte Präsident des Europäischen Parlaments, ist auf großer Medientour. Eine Woche vor der Wahl in Strasbourg findet man allein am Mittwoch drei Interviews mit dem Sozialdemokraten. Ob auch die europäische Linke für ihn stimmen wird, ist offen. Die Junge Welt hatte die Haltung der GUE/NGL unlängst als "Anpassung" gegeißelt - dem widerspricht nun der linke Europaabgeordnete Jürgen Klute ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Martin Schulz, der designierte Präsident des Europäischen Parlaments, ist auf großer Medientour. Eine Woche vor der Wahl in Strasbourg findet man allein am Mittwoch <a href="http://www.martin-schulz.info/index.php?link=4&amp;bereich=1&amp;details=1&amp;id=683" target="_blank">drei Interviews</a> mit dem Sozialdemokraten. Ob auch die europäische Linke für ihn stimmen wird, ist offen – in der GUE/NGL ist die Frage einer eigenen Kandidatur genauso <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/martin-schulz-spd-wahl-praesident-europa-parlament-fraktion-gue-ngl-zimmer-bisky-wils-loesing/" target="_blank">diskutiert worden</a> wie die der Unterstützung für Schulz. Unlängst hatte die <em>Junge Welt</em> den angeblich „von der Mehrheit der deutschen Delegation“ betriebenen Verzicht auf eine eigenen Bewerber als „Anpassung“ <a href="http://www.jungewelt.de/2011/12-23/043.php" target="_blank">gegeißelt</a>, welche „keineswegs populär in der linken Fraktion“ gewesen sei, weil so auf eine Gelegenheit verzichtet wurde, „sich von den europaweit neoliberal gewendeten Sozialdemokraten deutlich“ abzusetzen. Jetzt sich der Herner Europaabgeordnete Jürgen Klute <a href="http://www.freitag.de/community/blogs/klute/halbzeitwechsel-im-europaeischen-parlament" target="_blank">zu Wort gemeldet</a> und die Berichterstattung der <em>Jungen Welt</em> zurückgewiesen. Nicht nur habe in der föderalen Europa-Fraktion in Wahrheit eine große Mehrheit eine eigenständige Kandidatur abgelehnt, sie habe mehr noch dafür sogar gute politische Gründe gehabt. So sei erstens eine Wiederholung des Achtungserfolgs von Eva-Britt Svensson von 2009 aufgrund veränderter politischer Umstände keineswegs abzusehen. Für eine Profilierung sei es zu spät gewesen, als sich kurz vor Jahresende der Spanier Willy Meyer als GUE/NGL-Kandidat ins Spiel brachte. Auch sei in Wahrheit offen, welche Position diese Profilierung überhaupt hätte tragen soll, schreibt Klute – und verweist auf die großen inhaltlichen Differenzen innerhalb der linken Europa-Fraktion. Angesichts des Erstarkens der Rechten, auch dies wird als Argument ins Spiel gebracht, wäre zu fragen, „ob es sinnvoll ist, dass sich die politischen Kräfte links der Mitte in alter Tradition weiter zersplittern“, oder ob sie „nach Möglichkeiten einer bedingten Kooperation suchen“. Klute verweist zudem auf die Rolle des Parlamentspräsidenten – im <em>Neuen Deutschland</em> wird das Agieren des SPD-Mannes allerdings als &#8220;scheinheilig&#8221; <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/215100.populaer-scheinheilig.html" target="_blank">kritisiert</a>. Eine Vorfestlegung auf die Wahl von Schulz habe es übrigens, anders als in der <em>Jungen Welt</em> suggeriert, nicht gegeben. Die GUE/NGL habe sich auf ein &#8220;free vote&#8221; verständigt, so Klute. Alle Europaabgeordneten der Fraktion „treffen ihre Entscheidung für einen Kandidaten ihrer Wahl frei und geheim, allein ihrem Gewissen verpflichtet“. (tos, Foto: Aktion der GUE/NGL gegen Postliberalisierung, Die Linke)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24632&amp;md5=7eab293d40ba9a0e1d0e055ad59e79d2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.lafontaines-linke.de/2012/01/free-vote-europaparlament-martin-schulz-juergen-klute-junge-welt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24632&amp;md5=7eab293d40ba9a0e1d0e055ad59e79d2" type="text/html" />"
	</item>
		<item>
		<title>Mit oder gegen Schulz?</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/martin-schulz-spd-wahl-praesident-europa-parlament-fraktion-gue-ngl-zimmer-bisky-wils-loesing/</link>
		<comments>http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/martin-schulz-spd-wahl-praesident-europa-parlament-fraktion-gue-ngl-zimmer-bisky-wils-loesing/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 07:36:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dominic Heilig]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Europaparlament]]></category>
		<category><![CDATA[Gabi Zimmer]]></category>
		<category><![CDATA[GUE/NGL]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Lothar Bisky]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Schulz]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Sabine Lösing]]></category>
		<category><![CDATA[Sabine Wils]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.lafontaines-linke.de/?p=24249</guid>
		<description><![CDATA[Soll die Linksfraktion in Europa bei der anstehenden Wahl des Präsidenten den Sozialdemokraten Martin Schulz unterstützen oder einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken? In der deutschen Delegation der GUE/NGL gibt es unterschiedliche Meinungen, und eine kleine Tageszeitung weiß auch schon, wer in dem Streit die Guten sind]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im <em>Neuen Deutschland</em> <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/213932.keine-trendwende-fuer-die-linke.html" target="_blank">blickt Dominic Heilig</a> durch die europäische Brille auf das Jahr zurück und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: „Das Beste, was man sagen kann: Ja, es gibt sie noch. Nicht mehr und nicht weniger.“ Neben Hoffnungszeichen wie in Spanien müsse man Rückschritte wie in Portugal oder Stagnation wie in Italien konstatieren. „Grenzüberschreitend ist es der Linken auch 2011 nicht gelungen, mehrheitsfähige Alternativen zur Bewältigung der Krise aufzuzeigen.“ Es würde sich nun „alle Blicke auf die Präsidentschaftswahlen in Frankreich und nicht zuletzt auf die deutsche Linke“ richten, unter anderem weil noch ausstehe, „ob sie nach diesem verlustreichen Jahr mit internen Reformen an alte Erfolge anknüpfen kann“.</p>
<p>So jedenfalls nicht, <a href="http://www.jungewelt.de/2011/12-23/043.php" target="_blank">behauptet die <em>Junge Welt</em></a> – und meint damit die anstehende Wahl des neuen Präsidenten des Europäischen Parlaments. Der wird Mitte Januar gekürt und dass es der Sozialdemokrat Martin Schulz ist, steht im Prinzip fest. Das Blatt spricht mit Blick auf die Wahl und die schon absehbaren Mehrheitsverhältnisse von einem „eintönigen undemokratischen Spiel“, in dem die linke Fraktion GUE/NGL zuletzt immer einmal wieder mit eigenen Kandidaten „stören und dabei zugleich einen eigenen, selbstbewussten linken Akzent setzen“ konnte. 2012 wird die Mehrheit der deutschen Delegation allerdings Schulz unterstützen, einen eigenen linken Bewerber gibt es nicht. Was an der Berliner Torstraße ein eindeutiges Urteil hervorruft: „Anpassung statt Selbstbewusstsein“. Der von der Mehrheit der deutschen Delegation betriebene Verzicht sei „keineswegs populär in der linken Fraktion, verzichtet man doch damit auf eine Gelegenheit, sich von den europaweit neoliberal gewendeten Sozialdemokraten deutlich absetzen zu können“.</p>
<p>Die <em>Junge Welt</em> verweist auf die Europaabgeordneten Sabine Wils und Sabine Lösing, die sich stattdessen für eine eigene Kandidatur einsetzen. „Eine linke Position zur Wahl des Parlamentspräsidenten darf keine Entscheidung zu Gunsten des kleineren Übels sein! In guter linker Tradition sollten wir im Rahmen der Aufstellung eines eigenen Kandidaten die Möglichkeit nutzen unsere Vorschläge europapolitischen Handelns in der jetzigen Krise des Kapitalismus zu vertreten“, <a href="http://www.sabine-loesing.de/article/190.fuer-eine-eigene-kandidatur-der-gue-ngl-fuer-die-ep-praesidentschaft.html" target="_blank">erklärte Lösing vor ein paar Tagen</a>. Es gelte „für unsere eigenen linken Standpunkte zu den Angriffen auf die Demokratie und die soziale Existenz der Menschen in Europa sowie für unsere konsequente friedenspolitische Ausrichtung einzutreten.“ Mit einem eigenen Bewerber, so wird Wils zitiert, könne die GUE/NGL „gerade jetzt in der Finanz- und Wirtschaftskrise und in Zeiten eines bedrohlichen Klimawandels unsere politischen Positionen deutlich machen“. Als politisches Ziel formuliert die Abgeordnete: „Wir wollen eine Europäische Union, die Demokratie und nationalstaatliche Souveränität nicht den Finanzmärkten opfert. Wir kämpfen gegen alle Angriffe auf die Demokratie in Europa, wie etwa gegen die Etablierung von Durchgriffsrechten auf nationalstaatliche Haushalte.“</p>
<p>Aber will denn zum Beispiel Lothar Bisky <a href="http://www.dielinke-europa.eu/article/7940.gipfelideen-extreme-sparpolitik-ohne-demokratische-mitbestimmung.html" target="_blank">etwas anderes</a>, oder die Europaabgeordnete Gabi Zimmer? In einer Kolumne für das <em>Neue Deutschland</em> <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/213483.gemeinsame-loesungen.html" target="_blank">kritisierte Zimmer unlängst</a>, wie sich der amtierende Parlamentspräsident im „Machtkampf zwischen den Institutionen der EU und die Auseinandersetzung um die Rechte der EU-Parlamentarier, die ständig in Frage gestellt werden“, verhalten hat. Es sei „peinlich“, wie EVP-Mann Jerzy Karol Buzek „beim Gipfel mit der Rolle als Dekoration begnügte. Umso wichtiger ist es, jetzt einen neuen Präsidenten zu wählen, der die Rechte des Parlaments gegenüber der Ratsherrschaft bedingungslos verteidigen und es gleichzeitig für die neuen sozialen Bewegungen öffnen sollte. Jemand, der sich in der Tradition des langjährigen Abgeordneten und Vordenker des europäischen Föderalismus Altiero Spinellis sehen müsste.“</p>
<p>Der Name von Schulz fällt bei Zimmer nicht, und inwieweit der in der durchaus sozialistischen Tradition von Spinelli und dessen <a href="http://www.jef.de/index.php?id=1668" target="_blank"><em>Manifest von Ventotene</em></a> steht, sei einmal dahingestellt. Die Frage der Haltung der linken Fraktion zur anstehenden Wahl dürfte eher von anderem bestimmt sein. Da wäre zum einen europapolitische Streitpunkte innerhalb der deutschen Linken: Wils und Lösing hatten, nur zum Beispiel, in Erfurt nicht den gemeinsamen Antrag „Europa erkämpfen!“, sondern den Änderungsantrag des linken Flügels unterstützt. Darin wird unter der Überschrift eines „anderen, ein besseren Europa“ unter anderem der „Neustart“ der EU gefordert – im Gegensatz zu „mehr und vor allem tieferer Integration“. Was Genau den „Neustart“ von einer Strategie unterscheidet, die EU nach links weiterzuentwickeln, obliegt ein wenig der Interpretation, da hier Konkreteres weder vom linken Flügel noch im Programm der Linken formuliert ist. Auch dort heißt es, die EU brauche „einen Neustart mit einer vollständigen Revision jener primärrechtlichen Grundelemente der EU, die militaristisch, undemokratisch und neoliberal sind.“ Es geht also um eine neue Verfassung, „ein neues Fundament“, das zeitgleich durch ein europaweites Referendum beschlossen werden soll. Das will natürlich auch die Mehrheit der deutschen EU-Abgeordneten, die in ihrem Antrag formulierten, man wolle &#8220;die Europäische Union erneuern, sozial- und wirtschaftspolitisch neu ausrichten und damit stärken. Mittelfristig wäre für diese grundlegende Wendung und deren demokratische Legitimation eine wirkliche Verfassung notwendig&#8221;.</p>
<p>Die unterschiedlichen Akzente sind also weniger grundsätzlicher und mehr strategischer Natur. In diesem Zusammenhang spielt zum anderen ganz offenbar das politische Verhältnis zur Sozialdemokratie die auslösende Rolle. Die kann man nicht unbedingt als kooperationsoffen bezeichnen, Schulz immerhin hat sich unlängst der linken Europafraktion vorgestellt. Wils und Lösing verweisen zwar nicht darauf, aber es ist noch gut in Erinnerung, was der SPD-Mann von der Linkspartei in der Vergangenheit hielt – jedenfalls wenn es ihm passte. Im Frühjahr 2008 zum Beispiel <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/752726/" target="_blank">kritisierte Schulz</a> unter anderem Lothar Bisky dafür, den EU-Reformvertrag abzulehnen, damit sei „jede Koalitionsaussage hinfällig“, es gehe „einfach darum, dass die Linkspartei sich überlegen muss, ob sie auf die sozialdemokratische Politik der SPD eingehen will oder nicht. Wenn sie das nicht will, soll sie es bleiben lassen.“ Kurze Zeit später enthielt sich Berlin im Bundesrat auf Druck der Linken bei der Abstimmung über das Ratifizierungsgesetz zum EU-Reformvertrag. <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/international/eu-vertrag-auf-berlin-kommt-es-nicht-an/1240298.html" target="_blank">Schulz bollerte daraufhin</a>, dies zeige „die völlige Regierungsunfähigkeit der Linkspartei auf Bundesebene“. Vor dem Europa-Urnengang 2009 <a href="http://www.martin-schulz.info/index.php?link=4&amp;bereich=1&amp;details=1&amp;id=97" target="_blank">sagte der SPD-Mann</a>, die Linke sei „personell und programmatisch für ein starkes und soziales Europa nicht zu gebrauchen“. Nach der Wahl freilich hörte sich das dann schon anders an, <a href="http://www.martin-schulz.info/index.php?link=4&amp;bereich=1&amp;details=1&amp;id=213" target="_blank">als Schulz erklärte</a>, es gebe „im EU-Parlament mit Rebbeca Harms, Lothar Bisky und mir drei deutsche Fraktionschefs, die unverkrampft miteinander kooperieren“.</p>
<p>Man wolle, hieß es seinerzeit, die Linke ohne Vorbehalte behandeln wie jede andere Partei. Zumindest bundespolitisch ist von dieser Ankündigung nicht viel übrig geblieben. Ob das auf dem europäischen Parkett anders ist, ist eine andere Frage. Sie zu beantworten, werden nun auch jene Abgeordneten Gelegenheit bekommen, die, wie die <em>Junge Welt</em> schreibt, gegen eine eigene linke Kandidatur bei den anstehenden Präsidentenwahlen im EU-Parlament sind. In der Zeitung kann man darüber nichts lesen, außer den allgemeinen Hinweis, die Mehrheit der deutschen Europa-Linken würde &#8220;in Martin Schulz den künftig starken Anwalt des Parlaments gegenüber Rat und Kommission&#8221;. Der, so das Blatt, das gar nicht ist. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24249&amp;md5=4eca00997ae58e3330e00659f16f4f93" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/martin-schulz-spd-wahl-praesident-europa-parlament-fraktion-gue-ngl-zimmer-bisky-wils-loesing/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>13</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24249&amp;md5=4eca00997ae58e3330e00659f16f4f93" type="text/html" />"
	</item>
		<item>
		<title>Gysi, Marx und Disney</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/gysi-marx-und-disney-krise-europa-bundestag-wendl/</link>
		<comments>http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/gysi-marx-und-disney-krise-europa-bundestag-wendl/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 14:01:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Gregor Gysi]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Marx]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Wendl]]></category>
		<category><![CDATA[Oskar Lafontaine]]></category>
		<category><![CDATA[Regierungserklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Sahra Wagenknecht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.lafontaines-linke.de/?p=24061</guid>
		<description><![CDATA["Das können Sie nicht mehr hören“, hat Gregor Gysi am Ende seiner Erwiderung auf die Regierungserklärung Merkels gesagt – für seine Vorschläge gegen die Eurokrise war die Redezeit einfach zu kurz. Der Fraktionschef wollte noch auf den Forderungskatalog seiner Partei zu sprechen kommen. Das Antikrisenprogramm der Linken in Kurzform war am Mittwoch im Bundestag in einem Antrag präsentiert. Die politischen Konsequenzen sind das eine, die theoretische Aneignung der Wirklichkeit, die der Formulierung von Alternativen vorausgeht, etwas anderes. Michael Wendl hat die Linke jetzt dafür kritisiert, einer „Ideologie des Finanzkapitals“ aufzusitzen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Das können Sie nicht mehr hören“, hat Gregor Gysi am Ende seiner Erwiderung auf die Regierungserklärung Merkels gesagt – für seine Vorschläge gegen die Eurokrise war die Redezeit einfach zu kurz. Der Linksfraktionschef wollte noch auf den Forderungskatalog seiner Partei zu sprechen kommen. Deren Vorsitzender Klaus Ernst <a href="http://twitter.com/#!/ernst_klaus/statuses/146955083026935808" target="_blank">nannte</a> Merkels Auftritt „eine Bankrotterklärung. Merkel macht die EU zum Inkassobüro der Banken. Sie verschärft die Krise“. Was dagegen aus Sicht der Linken zu tun sei, haben zuletzt noch einmal Oskar Lafontaine (<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,803229,00.html" target="_blank">hier</a>) und Sahra Wagenknecht (<a href="http://www.linksfraktion.de/interview-der-woche/haushalte-diktat-finanzmafia-befreien/" target="_blank">hier</a>) erläutert. Am Mittwoch stand zudem ein <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/081/1708136.pdf" target="_blank">Antrag der Partei</a> im Bundestag auf der Tagesordnung, der das Antikrisenprogramm der Linken in Kurzform präsentiert: „Die Verursacher und Profiteure der Krise müssen durch eine EU-weite Vermögensabgabe zur Krisenfinanzierung herangezogen werden, die Privatbanken vergesellschaftet werden, ein geordnetes Insolvenzverfahren für überschuldete Staaten eingeführt werden, die Finanzmärkte streng reguliert und durch eine Finanztransaktionssteuer entschleunigt werden; die Staatskredite durch die Schaffung einer Bank für öffentliche Anleihen vom Diktat der Finanzmärkte befreit werden und es müssen wirksame Maßnahmen zur Verhinderung der Leistungsbilanzungleichgewichte getroffen werden.“ Die politischen Konsequenzen sind das eine, die theoretische Aneignung der Wirklichkeit, die der Formulierung von Alternativen vorausgeht, etwas anderes. Michael Wendl hat die Linke jetzt <a href="http://www.sozialismus.de/kommentare_analysen/detail/artikel/die-linke-im-disneyland/" target="_blank">dafür kritisiert</a>, einer „Ideologie des Finanzkapitals“ aufzusitzen: Sie erliege der „Kapitalmystifikation und meint, dass das Geldkapital auf den Geldmärkten &#8216;horrende Profite&#8217; (Sahra Wagenknecht) einfährt, die aus der Sicht der Marxschen Theorie gerade nicht beim Spekulieren, sondern nur im Reproduktionsprozess des industriellen Kapitals entstehen können.“ Sie glaube, „die Banken und die Spekulanten würden auf Bergen von Geld sitzen wie Dagobert Duck in seinem Geldspeicher. Das ist mehr Walt Disney als Karl Marx.“ Das könnte eine spannende Debatte werden: Wie erklärt sich die Linke die Krise? (tos)</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24061&amp;md5=6670e01dfb3b453e6608f1b0bc86b075" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/gysi-marx-und-disney-krise-europa-bundestag-wendl/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>46</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24061&amp;md5=6670e01dfb3b453e6608f1b0bc86b075" type="text/html" />"
	</item>
		<item>
		<title>Ein anderes Europa?</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/ein-anderes-europa-spd-gruene-bofinger-euro-memorandum-lapavitsas/</link>
		<comments>http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/ein-anderes-europa-spd-gruene-bofinger-euro-memorandum-lapavitsas/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 21:59:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Brüssel]]></category>
		<category><![CDATA[Costas Lapavitsas]]></category>
		<category><![CDATA[Euro-Memorandum]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Fiskalunion]]></category>
		<category><![CDATA[Gipfel]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Bofinger]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.lafontaines-linke.de/?p=23938</guid>
		<description><![CDATA[Vielleicht war dieser Brüssler Gipfel der Anfang vom Ende der Europäischen Union wie wir sie kennen. Die Debatte über ein anderes Europa geht weiter. SPD, Grüne und Peter Bofinger haben ein Zwölf-Punkte-Papier vorgelegt. Das diesjährige Euro-Memorandum linker Ökonomen formuliert ebenfalls Alternativen. Und ein linker Londoner Professor meint: Die Linke habe "nicht das Interesse, die Währungsunion zu retten". Ein kleiner Überblick zu einer rasenden Debatte]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht war dieser Brüssler Gipfel der Anfang vom Ende der Europäischen Union. Der Einstieg der Eurogruppe und sechs weiterer EU-Staaten in eine Fiskalunion mit Schuldenbremse und automatische Sanktionen gegen Defizitsünder lässt jedenfalls mit Großbritannien, Ungarn, Tschechien und Schweden vier Länder zurück. Rechtlich wirft der Alleingang der 16 plus 6 Bedenken hervor, politisch auch – der Gipfel hat auf deutsches Drängen zugleich Euro-Bonds abgelehnt und sich von der Beteiligung des privaten Sektors an Schuldenschnitten verabschiedet. Welche demokratiepolitischen Mängel das Ganze aufweist, wird man noch genauer sehen müssen. Eine neue europäische Teil-Integration, welche die institutionelle Realität in Europa klar verändert, wird ohne Beteiligung der Bürger keine Legitimation finden können. Was nicht heißt, dass sie nicht im Rahmen einer autoritären Lösung durchgesetzt werden.</p>
<p>Gibt es Alternativen? Die <em>Süddeutsche</em> <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/2.220/punkte-gegen-merkels-krisenstrategie-spd-und-gruene-attackieren-die-kanzlerin-1.1229829" target="_blank">dokumentiert ein Zwölf-Punkte-Papier</a> der Spitzen von SPD und Grünen, die unterstützt vom Ökonomen Peter Bofinger ihrerseits Lösungsvorschläge für die Eurokrise unterbreiten, Angela Merkel „attackieren“ und „ein radikales Umdenken“ fordern. Statt nur einseitig auf Konsolidierung zu setzen, müsse Europa zu einer Solidarunion weiterentwickelt werden. Zwar sei es grundsätzlich richtig „mehr fiskalische Disziplin vertraglich festzuschreiben“, und dazu reiche auch eine Übernahme „der bereits geltenden Stabilitäts- und Haushaltsregeln der EU in das europäische Vertragswerk nicht aus“. Worin die „echte politische Union mit einer gemeinsamen Finanz- und Steuerpolitik und mit gemeinsamen Entwicklungszielen für die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung des Währungsraums“ ihre Qualität, Institutionen, demokratischen Regeln und so weiter hat, verrät das Papier nicht. Aus dem ESM solle ein Europäischer Währungsfonds werden, zudem soll ein „Europäisches Aufbauprogramm“ in der Realwirtschaft für eine „soziale und ökologische Transformation“ sorgen. „Wir brauchen eine europäische Initiative zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit“, heißt es ziemlich unkonkret weiter. „Wir brauchen die Besteuerung der Finanzmärkte.“</p>
<p>Als Anmerkung vielleicht noch: Das Zwölf-Punkte-Papier war am Freitagmorgen nicht auf den Webseiten von SPD und Grünen zu finden, sondern nur als offenbar exklusive Dokumentation der Süddeutschen im Netz. Man sieht: Selbst die politischen Alternativen, wie immer man sie bewertet, sind auch Waren einer kapitalistischen Neuigkeitenproduktion, in der künstliche Verknappung oder vorzeitige Kenntnis den (Aufmerksamkeit-)Wert hochtreiben soll.</p>
<p>Am Donnerstag hat das <em>Neue Deutschland</em> <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/212890.alternative-fuer-die-eurozone.html" target="_blank">ebenfalls vorab</a> vom Euro-Memorandum linker Wirtschaftswissenschaftler berichtet, das am Freitag vorgestellt wird. „Diese Krise wurde nicht durch Staatsdefizite verursacht“, zitiert die Zeitung aus dem Papier. Die Ökonomen würden vor Sparprogrammen und Sozialabbau warnen, die Konjunktur sei gefährdet, es drohe Deflation. Härtere Haushaltsregeln, wie von Merkel und anderen vorangetrieben, zielten jedoch an den eigentlichen Problemen vorbei. „Die Staatsdefizite sind nicht Ursache der Krise, sondern die Finanzkrise hat die Staatsdefizite verursacht“, so Trevor Evans, einer der Autoren des Memorandums. Die Eurozone habe nun eine „neue und gefährliche Phase erreicht“, es drohe eine „autoritäre Lösung“ – die Alternative seien mehr Demokratie und mehr Solidarität in der EU. Das spreche nicht gegen sparsame Haushaltspolitik, müsse aber vor allem zu höheren Besteuerung von hohen Einkommen und Finanzgeschäften sowie der Einführung von Eurobonds bestehen.</p>
<p>Europa stehe „am Scheideweg“, heißt es <a href="http://www2.euromemorandum.eu/uploads/euromemorandum_2012_german_summary.pdf" target="_blank">in dem Memorandum</a>. Linke Experten und Politiker haben bisher in der Regel bei aller Kritik den Erhalt der Eurozone verteidigt. Eine andere Meinung hat der Professor Costas Lapavitsas: „Wir haben nicht das Interesse, die Währungsunion zu retten“, sagt der <a href="http://www.soas.ac.uk/staff/staff31299.php" target="_blank">Ökonom</a> von der Universität London <a href="http://marx21.de/content/view/1572/32/" target="_blank">in einem Interview</a> mit <em>Marx21</em>. Lapavitsas kritisiert darin auch europapolitische Illusionen von links: „Die Sozialdemokraten interpretieren falsch, worum es bei der ,europäischen Idee‘ und dem Prozess der europäischen Einigung eigentlich geht. Sie hören ,Koordination‘ und ,Staatsintervention‘ und denken, dass die EU ein progressives, keynesianisches Projekt ist, das den Sozialstaat ausbauen wird.“ Das aber sei nie so gewesen, wie sich gerade jetzt zeige. „Die großen linken Parteien in Deutschland und in vielen anderen europäischen Ländern mögen sich selbst verteidigen und bitte einmal ihre Haltung zur Krise der Eurozone erklären. Mir scheint, sie haben sich faktisch der zentralen Strategie der herrschenden Klassen Deutschlands und Frankreichs angeschlossen, nämlich der Verteidigung des Euro.“ Ihm sei klar, so Lapavitsas, über dessen Auftritt bei der Tagung der <em>Historical Materialism</em> <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/212970.html" target="_blank">es hier heißt</a>, er agitiere, &#8220;als stünde er an einer Barrikade vor Tausenden zorniger Bergarbeiter&#8221;, „dass die Rufe nach dem Austritt aus der Eurozone auch von den Rechtsextremen kommen. Deshalb sollte die Linke für einen fortschrittlichen Austritt stehen.“ Ein solcher Schritt Griechenlands könne „ein Katalysator für einen solchen Umbruch sein. Er müsste beinhalten: die Überführung der Banken in öffentliches Eigentum, die Einführung von Kapitalkontrollen, eine durchgreifende Umverteilung des Reichtums und Zugriff auf die Schaltstellen der Industriepolitik.“</p>
<p>Ob es für eine solche Option der politischen Dynamisierung der Krise nach links, der Möglichkeit des Absprungs aus der herrschenden Bearbeitungslogik hin zu einer gesellschaftlichen Veränderung, überhaupt die Kräfte in den Ländern gibt, die zudem ja grenzüberschreitend handeln und in ihren Staaten aus breiten Bündnisse bestehen müssten, die von der radikalen Linken bis zu Teilen des Unternehmerlagers reichen müssten, sagt Lapavitsas nicht. Das spricht aber auf den ersten Blick nicht mehr gegen seine Haltung als gegen das unkonkrete Zwölf-Punkte-Papier von SPD und Grünen spricht. Die im Euro-Memorandum formulierten Ziele für ein anderes Europa sind zwar detaillierter, aber auch hier fehlt es an der Einbettung in eine politische Strategie – die man von linken Ökonomen nun vielleicht auch nicht erwarten muss. Apropos erwarten: Was machen eigentlich die Gewerkschaften? (tos)</p>
<p>Wissenschaftlicher Beirat von Attac<br />
Die Finanzmärkte kontrollieren statt die Bevölkerung auszupressen<br />
Zehn Argumente zum Umgang mit der Eurokrise / Oktober 2011 &#8211; <a href="http://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Standpunkte/Standpunkte_35-2011.pdf" target="_blank">hier</a></p>
<p>Antrag an den Erfurter Parteitag<br />
Europa erkämpfen! Nur gemeinsam geht es aus der Krise &#8211; <a href="http://www.die-linke.de/fileadmin/download/parteitage/erfurt2011_antragshefte/erfurt2011_antragsheft2.pdf" target="_blank">hier</a></p>
<p>Barbara Höll und Axel Troost<br />
Erforderliche Maßnahmen zur Überwindung der Eurokrise<br />
Zur Diskussion auf der Fraktionsklausur / August 2011 &#8211; <a href="http://www.linksfraktion.de/positionspapiere/entwicklungen-eurokrise-seit-juli-2011/" target="_blank">hier</a></p>
<p>AG Eurokrise der Linksfraktion<br />
Wege aus der Krise / Juni 2011 &#8211; <a href="http://www.linksfraktion.de/positionspapiere/wege-krise-2011-06-10/" target="_blank">hier</a></p>
<p>Axel Troost und Lisa Paus<br />
Die Europäische Ausgleichsunion &#8211; Die Währungsunion 2.0<br />
Institut Solidarische Moderne / Februar 2011 &#8211; <a href="http://www.solidarische-moderne.de/de/article/154.die-europaeische-ausgleichsunion-die-waehrungsunion-2-0.html" target="_blank">hier</a></p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=23938&amp;md5=d437d3142c52c99397ca70e9276bf20a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/ein-anderes-europa-spd-gruene-bofinger-euro-memorandum-lapavitsas/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>27</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=23938&amp;md5=d437d3142c52c99397ca70e9276bf20a" type="text/html" />"
	</item>
		<item>
		<title>Webkonferenz zur Krise</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/11/webkonferenz-zur-krise/</link>
		<comments>http://www.lafontaines-linke.de/2011/11/webkonferenz-zur-krise/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 23:04:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Botsch]]></category>
		<category><![CDATA[Conny Reuter]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Europaparlament]]></category>
		<category><![CDATA[Gabi Zimmer]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Klute]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Händel]]></category>
		<category><![CDATA[Werner Balsen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.lafontaines-linke.de/?p=23147</guid>
		<description><![CDATA[Zur Debatte über die Krise der EU und die Möglichkeiten eines alternatives Europa lädt heute und am 7. Dezember die Linke im Europäischen Parlament ein. Man muss dazu nicht nach Strasbourg oder Brüssel fahren]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Debatte über die Krise der EU und die Möglichkeiten eines alternatives Europa lädt heute und am 7. Dezember die Linke im Europäischen Parlament ein. Man muss dazu nicht nach Strasbourg oder Brüssel fahren: Die <a href="http://www.dielinke-europa.eu/topic/1045.eu-in-der-krise-europa-alternativ.html" target="_blank">Konferenz</a> findet interaktiv im Internet statt. Vorgestellt werde das neue Format von GUE/NGL-Chef Lothar Bisky. Conny Reuter von <a href="http://www.solidar.org/" target="_blank">Solidar</a> und Andreas Botsch vom <a href="http://www.etui.org/About-Etui/Staff/Andreas-Botsch" target="_blank">EGB-Institut</a> diskutieren heute ab 16 Uhr mit den Europaabgeordneten Jürgen Klute, Thomas Händel und Gabi Zimmer. „Auf knappe, verständliche Antworten achtet Werner Balsen von der <em>Frankfurter Rundschau</em> als Moderator“, heißt es bei der Fraktion. „Im Zeitalter der EU-Finanz- und Wirtschaftskrise, der Zweifel an der Perspektive des Euro, des Aufstehens breiter Schichten gegen ungerechte Weltwirtschaftsentwicklungen, stellen sich viele Fragen nach Auswegen aus der Krise“, so Klute. „Oder sie suchen nach Alternativen zur Politik der Privatisierung und Liberalisierung öffentlicher Güter, Dienstleistungen und sozialer Sicherungssysteme.“ Eine Möglichkeit, Antworten zu finden, soll die Webkonferenz zur EU-Krise sein. Heute wird sich die Runde der Frage widmen, wie es in einer EU der Rettungsschirme für Banken und der Zelte der 99 Prozent „Indignados“ weitergeht. In vier Wochen steht dann die politische Krise der EU auf der Tagesordnung. (vk)</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=23147&amp;md5=8b34a857ec6c87894e5aee6c69b8aae5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.lafontaines-linke.de/2011/11/webkonferenz-zur-krise/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>77</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=23147&amp;md5=8b34a857ec6c87894e5aee6c69b8aae5" type="text/html" />"
	</item>
		<item>
		<title>EU am Ende?</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/10/eu-am-ende-konferenz-alternativen-kapitalismus-sabine-wils-berli/</link>
		<comments>http://www.lafontaines-linke.de/2011/10/eu-am-ende-konferenz-alternativen-kapitalismus-sabine-wils-berli/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 16:11:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Busgalin]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Fülberth]]></category>
		<category><![CDATA[Heinz Dieterich]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Fleissner]]></category>
		<category><![CDATA[Riccardo Bellofiore]]></category>
		<category><![CDATA[Sabine Wils]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.lafontaines-linke.de/?p=22835</guid>
		<description><![CDATA[60 Jahre nach den ersten europäischen Verträgen blickt die EU einerseits auf einen langen Prozess der Integration zurück und steckt andererseits tief in der Krise. Das Modell einer europäischen Wettbewerbswirtschaft ohne sozialen Ausgleich ist gescheitert, heißt es in der Einladung zu einer Konferenz, bei der an diesem Samstag in Berlin „nach Alternativen zum kapitalistischen System“ gesucht werden soll. Veranstalterin ist die Europaabgeordnete Sabine Wils, getragen wir die Tagung von der GUE/NGL]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>60 Jahre nach der Unterzeichnung der ersten europäischen Verträge blickt die EU einerseits auf einen langen Prozess der Integration zurück und steckt andererseits tief in der Krise. Das Modell einer europäischen Wettbewerbswirtschaft ohne sozialen Ausgleich ist gescheitert, heißt es in der <a href="http://www.sabine-wils.eu/pdf-neu/Programm_und_Teilnahme.pdf" target="_blank">Einladung</a> zu einer Konferenz, bei der an diesem Samstag in Berlin „nach Alternativen zum kapitalistischen System“ gesucht werden soll. Veranstalterin ist die Europaabgeordnete Sabine Wils, getragen wir die Tagung von der GUE/NGL. Und mit dabei sind unter anderem Heinz Dieterich, Alexander Busgalin, Peter Fleissner, Georg Fülberth und Riccardo Bellofiore, die im Karl-Liebknecht-Haus über alte Probleme des Kapitalismus und neue Visionen vom Sozialismus diskutieren wollen. Weitere Infos und die Möglichkeit sich anzumelden gibt es <a href="http://www.sabine-wils.eu/" target="_blank">hier</a></p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=22835&amp;md5=49414ae7ae6952f6ec83617907471c83" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.lafontaines-linke.de/2011/10/eu-am-ende-konferenz-alternativen-kapitalismus-sabine-wils-berli/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=22835&amp;md5=49414ae7ae6952f6ec83617907471c83" type="text/html" />"
	</item>
		<item>
		<title>Reden über Plan E</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/09/reden-ueber-plan-e-europa-debatte-krise/</link>
		<comments>http://www.lafontaines-linke.de/2011/09/reden-ueber-plan-e-europa-debatte-krise/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 21:03:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erfurter parteitag]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Europapolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Koalition]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Neuwahlen]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.lafontaines-linke.de/?p=21901</guid>
		<description><![CDATA[Zwei Wochen vor der Abstimmung über die Ausweitung des Euro-Rettungsschirmes im Bundestag müht sich die Opposition, das Ende der schwarz-gelben Koalition herbeizureden. Vorlagen dazu kommen aus Union und FDP selbst, auch in den Kommentarspalten wird ein Aus der Regierung herbeigesehnt, und die Umfragen lassen das rot-grüne Selbstbewusstsein wachsen. Schon macht das Wort vom Plan B die Runde. Könnte die Linke in dieser Situation davon tatsächlich profitierten? Und wäre die Partei darauf vorbereitet? Hat sie einen Plan E?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Wochen vor der Abstimmung über die Ausweitung des Euro-Rettungsschirmes im Bundestag müht sich die Opposition, das Ender der schwarz-gelben Koalition herbeizureden. Vorlagen dazu kommen aus Union und FDP selbst, auch in den Kommentarspalten wird ein Aus der Regierung <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/euro-streit-in-der-koalition-merkel-watscht-den-falschen-ab-1727786.html" target="_blank">herbeigesehnt</a>, und die <a href="http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm" target="_blank">Umfragen</a> lassen das rot-grüne Selbstbewusstsein wachsen. Schon macht <a href="http://www.presseportal.de/pm/65487/2111989/neue-westfaelische-bielefeld-cdu-regierungskreise-erwaegen-neuauflage-der-grossen-koalition-union" target="_blank">das Wort vom Plan B</a> die Runde: In der CDU, heißt es, werde über einen Koalitionswechsel nachgedacht; die SPD indes lässt mitteilen, dass man dafür nicht zur Verfügung stehe &#8211; wenn Merkel mit der insolventen FPD fertig sei, müsse es eben Neuwahlen geben.</p>
<p>Auch in der Linken gibt es solche Stimmen. Anfang der Woche <a href="http://www.n-tv.de/politik/Linke-wittert-boeses-Pleite-Spiel-article4283351.html" target="_blank">meinte</a> der Vorsitzende Klaus Ernst zwar noch, er sei „dafür, dass die Koalition die Abstimmung im Bundestag freigibt. Die Frage, ob man die Steuereinnahmen des ganzen Jahres an eine Handvoll Banken verpfändet, muss jeder Abgeordnete mit seinem Gewissen ausmachen.“ Nun zitiert ihn der <em>Tagesspiegel</em> <a href="http://www.presseportal.de/pm/2790/2112429/der-tagesspiegel-linken-chef-ernst-merkel-steht-vor-vertrauensfrage" target="_blank">mit den Worten</a>: „Die FDP lässt Merkel keine Wahl. Sie zwingt die Kanzlerin dazu, die Euro-Abstimmung mit der Vertrauensfrage zu koppeln.“ Hinter beiden steht der gleiche Gedanke: Verfehlt die Kanzlerin eine eigene Mehrheit, würde wohl eine bundespolitische Dynamik in Gang gesetzt, die zu einer Neuverteilung der Karten führt. Nur: Könnte die Linke in dieser Situation davon tatsächlich profitierten? Und wäre die Partei auch darauf vorbereitet?</p>
<p>Klar ist, dass es nicht an der Linkspartei liegt, was im Herbst passiert. Aber es liegt an ihr, wie sie auf Eventualitäten vorbereitet ist. Der nicht einfache Programmparteitag steht an, eine von anderen losgetretene Plan-B-Entwicklung würde Fragen auf den Tisch bringen, die schon jetzt umstritten sind &#8211; etwa was Personen angeht. Nicht zuletzt würde es dann auch um eine politische Agenda gehen: Vorgezogene Neuwahlen stünden im Zeichen von Krise und Europapolitik. Der erste Komplex ist einerseits eine Stärke der Linkspartei, weil sie hier mit populären Forderungen agieren kann und wirtschafts- sowie finanzpolitisch Alleinstellungsmerkmale mitbringt. Andererseits vertreten viele die Annahme, eine linke Partei habe es in Krisen-Wahlkämpfen schwerer, weil die Entscheidung stärker von einem persönlichen Sicherheitsdenken und Kompetenzerwartungen beeinflusst ist, bei denen die Linkspartei nicht gut abschneidet.</p>
<p>Was die Europapolitik angeht, steckt die Linke zwischen Baum und Borke. Eine Reihe von ad-hoc-Forderungen, die frühzeitig von der Partei vertreten wurden (etwa Wirtschaftsregierung, Eurobonds), sind inzwischen unter dem Druck der Ereignisse von der politischen Konkurrenz aufgegriffen worden. Auf einer symbolischen Ebene läuft die Diskussionen in den anderen Parteien zudem darauf zu, sich jeweils als wahre Europapartei zu inszenieren. Die damit einhergehende Rettungsrhetorik &#8211; Merkel: scheitert der Euro, scheitert Europa &#8211; wird schon deshalb auf fruchtbaren Boden fallen, weil viele weniger an den wirtschaftspolitischen und institutionellen Zusammenhängen interessiert sind, sondern mit der Frage, ob man übermorgen noch mit seinem Geld bezahlen kann. Innerhalb von Schwarz-Gelb zeichnet sich ein wachsendes Lager des (rechten) euroskeptischen Populismus ab, das in der öffentlichen Debatte eine absorbierende Wirkung hat: linke Europakritik hat es medial schwerer, den Unterschied klarzumachen. Zumal man erwarten darf, dass SPD und Grüne in einer solchen Diskussion die Linke als europafeindlich zu markieren versuchen.</p>
<p>Die Linke braucht also einen Plan E. Die Mobilisierungskraft eines „Europa von unten“ scheint derzeit nicht besonders groß, was seine Gründe hat. Angesichts der Tiefe der Krise ist es beispielsweise auffällig, wie leise die Gewerkschaften agieren &#8211; wohl auch, weil die stärkste von ihnen, die IG Metall, die Beschäftigten jener Branchen organisiert, die am meisten von der deutschen Exportstärke profitieren, einer Dominanz, welche die Linke zu Recht für die der Krise mitverantwortlich macht. Das Argument findet sich zum Beispiel im <a href="https://www.die-linke.de/partei/organe/parteivorstand/parteivorstand20102012/beschluesse/aktionenderparteizureurokriseprofiteurezurkasse/" target="_blank">Beschluss</a> zur Euro-Krisen-Kampagne der Partei, die aber eben vor allem eine Anti-Krisen-Aktion ist (für Umverteilung, Profiteure zur Kasse, Finanzspekulation eindämmen, Binnennachfrage stärken) und weniger auf dem Pfad des „grundlegenden Politikwechsel“ in der EU liegt, von dem zum Beispiel in der <a href="https://www.die-linke.de/programm/leitantragandenerfurterparteitag/programmentwurf/ivlinkereformprojekteschrittegesellschaftlicherumgestaltung/iv4wiewollenwirdieeuropaeischeuniongrundlegendumgestaltendemokratiesozialstaatlichkeitoekologieundfrieden/" target="_blank">entsprechenden Passage</a> des Programmentwurfs die Rede ist. Der Entwurf hinkt, was kein Wunder ist, in wichtigen Fragen der galoppierenden Aktualität hinterher. Aber es stimmt eben auch: Das Thema Europa ist schon einmal engagierter in der Linken diskutiert worden.</p>
<p>Dem Erfurter Parteitag wird nun ein Antrag vorliegen, der diese Debatte wieder in Gang setzen könnte: „Europa erkämpfen!“. Auf der Liste der Unterzeichner stehen neben linken Europaabgeordneten auch Landesvertreter und Bundestagsabgeordnete, einige gehören der Sozialistischen Linken an, andere dem Forum Demokratischer Sozialismus. In dem Papier wird die „nicht zu unterschätzende historische Leistung“ der EU gewürdigt (friedliche Entwicklung, wirtschaftliche Prosperität, Osterweiterung), zugleich werden die „zwei zentralen Konstruktionsfehler“ benannt: das Demokratiedefizit eines Elitenprojekts, welches daher nie eine identitätsstiftende Wirkung entfalten konnte; und „die fehlende Harmonisierung von Wirtschaftspolitiken und Steuersystemen“, die „faktisch zu einer Konkurrenzsituation und Abwärtsspirale bei Sozialstandards führt“. Gegen die Entfremdung, welche „das europäische Integrationsprojekt gefährdet“, gegen den „Mangel an Mut für wirkliche Alternativen“ und gegen die Gefahr einer Wendung der Eurokrise „in nationale Borniertheiten und rechte Politik, in Entsolidarisierung“, sei die Linke aufgefordert, „den Kampf um die Europäische Union aufzunehmen“. Die Antworten auf die Krise seien nicht durch weniger, sondern „durch mehr und vor allem tiefere Integration zu finden“.</p>
<p>Die Partei, so die Vorlage, wolle „die Europäische Union erneuern, sozial- und wirtschaftspolitisch neu ausrichten und damit stärken“. Für die dazu notwendigen institutionellen und politischen Veränderungen, sei „mittelfristig (&#8230;) eine wirkliche Verfassung notwendig“. In dem Antrag ist übrigens von einem „Lernprozess“ die Rede, der auch für die Linke anstehe: „ein Prozess des kulturellen und Mentalitätswandels, in dem Politik mit mehr Leidenschaft aus dem Blickwinkel des europäischen Citoyen besprochen wird“. Die Linkspartei, so heißt es auch in einem im August vom Landesparteitag der Nordost-Linken verabschiedeten <a href="http://www.originalsozial.de/fileadmin/lv/Dokumente/LPT08_2011/beschluesse/B_Europapolitik.pdf" target="_blank">Beschluss</a>, sei gefordert, „sich grundsätzlich zu wichtigen, zentralen Entwicklungen und Entscheidungen auf der EU-Ebene zu verhalten. Die erfordert die Positionierung und Aktivität aller Parteimitglieder.“</p>
<p>Noch einmal zurück zur deutschen Neuwahl-Debatte. Mag sein, dass das Umfeld der Kanzlerin die Spekulationen sogar anheizt, um die Liberalen auf Linie zu bringen. Die „Handlungsfähigkeit der Regierung Merkel/Rösler“, <a href="https://www.faz.net/artikel/S30089/die-cdu-und-die-euro-debatte-die-kanzlerin-und-der-suendenbock-30686330.html" target="_blank">schreibt</a> die <em>Frankfurter Allgemeine</em>, „würde zerbröseln“. Und: „Die CDU-Führung setzt darauf, dass dieser Umstand den Parlamentariern der Koalitionsfraktionen bewusst ist. Wer von ihnen könnte (schon) jetzt an einem Kanzlerwechsel oder vorgezogenen Wahlen interessiert sein?“ Es sind viele Interessen im Spiel und die Frage der Europapolitik steht dabei einigen keineswegs oben auf der Liste. Mancher in der FDP zieht bei den verbalen Absetzbewegungen mit Blick auf die Wahlen in Berlin mit &#8211; in der Hoffnung, das drohende Aus mit antigriechischem Populismus doch noch abzuwenden. Ohnehin tobt bei den angeschlagenen Liberalen schon der Kampf um die Zukunft der Partei, den Initiatoren des Mitgliederentscheids wird nachgesagt, „eine andere FDP“ zu wollen. In der CSU hatten demonstrative Momente der Abgrenzung zur CDU immer schon Konjunktur, und in Bayern wird schließlich 2013 gewählt.</p>
<p>Eine erste Abrechnung wird es am 29. September bei der Abstimmung über die Ausweitung des Euro-Rettungsschirmes geben. „Es gibt Hinweise, denen zufolge die Koalition die so genannte Kanzlermehrheit bei der Abstimmung nicht mehr anstrebt“, <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13605144/Roeslers-huebscher-Florettstoss-gegen-Kanzlerin-Merkel.html" target="_blank">heißt es</a> in der <em>Welt</em>. Eine Abstimmungsniederlage ist nicht zu erwarten, da SPD und Grüne bereits ein Ja angekündigt haben. Ändern wird das an der politischen Zerreißprobe nichts: „Trotz allen Geredes über die feinen Unterschiede zwischen einer Kanzler- und einer eigenen Mehrheit dürfte Merkel wissen“, <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/schwarz-gelbe-regierung-in-der-krise-zertruemmertes-vertrauen-1.1143851-2" target="_blank">schreibt</a> die <em>Süddeutsche</em>, „dass sie bei mehr als 20 fehlenden Stimmen der Koalition in einer so grundsätzlichen Frage wie der Rettung des Euro nicht mehr das hat, was sie zum Regieren braucht &#8211; nenne man es Gefolgschaft, Disziplin oder Vertrauen.“</p>
<p>Und dann? An einen „Plan B“ mögen sie in der CDU auch deshalb denken, weil ein Ende der Querelen nicht in Sicht ist. Selbst wenn sich, was nicht zu erwarten ist, mit neuen Griechenlandhilfen die Lage europapolitisch beruhigen würde, läuft der Koalitionstango in Berlin weiter. Der Mitgliederentscheid in der FDP wird das Thema in der Luft halten, im Dezember steht die Entscheidung über den neuen dauerhaften Rettungsmechanismus ESM an. Gegen den „Plan B“ spricht, dass es die schwarz-gelbe Koalition (absichtlich?) versäumt hat, das Wahlrecht wie von Karlsruhe gefordert, zu reformieren &#8211; weshalb nun eine verfassungsgemäße Grundlage für einen vorgezogenen Urnengang fehlt. Aber: Das Bundesverfassungsgericht hat <a href="http://www.sueddeutsche.de/P5C387/180383/Wir-machen-es-selbs.html" target="_blank">bereits angekündigt</a>, im Fall der Fälle selbst aktiv zu werden. „Wenn Not am Mann ist, dann machen wir es auch selbst“, so Gerichtspräsident Andreas Voßkuhle. Eine ordentliche Rechtsgrundlage käme dann auf dem Wege einer einstweiligen Anordnung zustande. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=21901&amp;md5=f8d4a1da4df07c78f59fdeea7652811f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.lafontaines-linke.de/2011/09/reden-ueber-plan-e-europa-debatte-krise/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>21</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=21901&amp;md5=f8d4a1da4df07c78f59fdeea7652811f" type="text/html" />"
	</item>
		<item>
		<title>Debatte: New Deal</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/07/debatte-new-deal-schulmeister-hallbauer/</link>
		<comments>http://www.lafontaines-linke.de/2011/07/debatte-new-deal-schulmeister-hallbauer/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 06:25:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Hallbauer]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[New Deal]]></category>
		<category><![CDATA[Stephan Schulmeister]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.lafontaines-linke.de/?p=20837</guid>
		<description><![CDATA[Vor ein paar Tagen haben frühere Staats- und Regierungschefs einen New Deal für Europa gefordert. Die Initiative ging ein wenig im Strudel der Eurokrise unter, obwohl sie doch genau auf diese reagierte. Andreas Hallbauer fordert nun angesichts des Aufrufs der Altsozialdemokraten, "massiv nachzulegen" und schlägt eine Kampagne der Kräfte links der Sozialdemokratie vor]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ein paar Tagen haben frühere Staats- und Regierungschefs einen New Deal für Europa <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,771996,00.html" target="_blank">gefordert</a>. Die Initiative ging ein wenig im Strudel der Eurokrise unter, obwohl sie doch genau auf diese reagierte. In der Linksfraktion wurde die Forderung <a href="http://www.linksfraktion.de/pressemitteilungen/linke-will-new-deal-europa/" target="_blank">begrüßt</a>, weil sie sich im Wesentlichen mit den eigenen deckt: „Investieren statt kaputt sparen: Das ist der richtige Ansatz“, meint Chefvolkswirt Michael Schlecht. Dabei greift die Idee der Altsozialdemokraten <a href="http://derstandard.at/1271377165616/Chat-Nachlese-Stephan-Schulmeister-Es-braucht-einen-New-Deal-fuer-Europa" target="_blank">Vorschläge</a> des österreichischen Ökonom Stephan Schulmeister auf, die sich unter anderem in <em>Mitten in der großen Krise &#8211; ein New Deal für Europa</em> nachlesen lassen. Schulmeister, „neben Heiner Flassbeck und Peter Bofinger vermutlich der bekannteste Streiter wider den neoklassischen Mainstream im deutschsprachigen Raum“ (mehr <a href="http://www.weissgarnix.de/2010/07/01/ein-new-deal-fur-europa/" target="_blank">hier</a>), hat seine Vorstellungen im Herbst 2010 in <a href="http://www.vidc.org/fileadmin/Bibliothek/VIDC/downloads/vidc.org-news/news_14/Stephan-Schulmeister-New-Deal.pdf" target="_blank">zehn Thesen</a> gegossen, die unter anderem von Frieder Otto Wolf <a href="http://www.scribd.com/doc/55940683/Stephan-Schulmeister-Thesen-Und-Kommentierung-0411-Erg" target="_blank">hier kommentiert</a> werden. Schulmeister und Hallbauer <a href="http://www.helle-panke.de/topic/3?id=820" target="_blank">diskutierten</a> bereits im April in Berlin über einen New Deal für Europa. Andreas Hallbauer, der diese Diskussion moderierte, hatte bereits im <em>Sozialismus</em> über „Sinn, Konturen und mögliche Vorlagen eines mittelfristigen Politikkonzepts“ <a href="http://www.sozialistische-linke.de/politik/debatte/356-reformalternative-heute-ein-neuer-new-deal-" target="_blank">nachgedacht</a>. Nun müsse man, <a href="http://www.scharf-links.de/90.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=17444&amp;tx_ttnews[backPid]=8&amp;cHash=274caf8ee0" target="_blank">fordert er</a> angesichts des Aufrufs früherer Staats- und Regierungschefs, „massiv nachlegen“. Hallbauer zufolge für mit einem solchen „New-Deal für Europa“ einerseits eine Abkehr vom bisherigen neoliberalen Kurs erfolgen. Andererseits zeige sich an den Namen der Unterstützer, dass zunehmend Widersprüche in den Reihen der europäischen Sozialdemokratie zutage treten. „Beides sollte Anlass genug sein für die Kräfte links der Sozialdemokratie darüber nachzudenken, wie hier interveniert werden kann.“ Dabei könne auf die Debatte über sozial-ökologischen New Deal, Red-Green-New-Deal und Red New Deal angeknüpft und auf Vorarbeiten aus Bundestagsfraktion und Teilen des Programmentwurfs angeknüpft werden. Es liege genug Stoff vor, meint Hallbauer, um „alsbald in die Offensive gehen zu können“. (tos)</p>
<p><em>Ein paar Texte zur Debatte</em><br />
<em>Schlenzig und Hallbauer: Das eigene politische Lager formieren – <a href="../wp-content/uploads/2011/04/Thesen-Das-eigene-politische-Lager-formieren-.pdf" target="_blank">hier</a></em><br />
<em> Hans Thie: Exit statt Exitus. Das rote Projekt für den grünen Umbau – <a href="http://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Standpunkte/Standpunkte_09-2011.pdf" target="_blank">hier</a><br />
Tadzio Müller und Stephan Kaufmann: Kein linkes Projekt – <a href="http://www.freitag.de/positionen/1016-kein-linkes-projekt" target="_blank">hier</a></em><br />
<em> Gerhard Schick: Die richtige Antwort – <a href="http://www.freitag.de/positionen/1016-ignorierte-saeulen" target="_blank">hier</a></em><br />
<em> Katja Kipping und Thomas Lohmeier: Lieber red als new – hier</em><br />
<em> Georg Fülberth: Für eine Pink-Grey-Red-Revolution – <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/172438.die-reproduktionsfrage.html" target="_blank">hier</a></em></p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=20837&amp;md5=4270caccc45529b82500b3d683894521" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.lafontaines-linke.de/2011/07/debatte-new-deal-schulmeister-hallbauer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>19</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=20837&amp;md5=4270caccc45529b82500b3d683894521" type="text/html" />"
	</item>
		<item>
		<title>Die rote Linie</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/03/die-rote-linie-libyen-europaparlament-gue-ngl-bisky-flugverbotszone/</link>
		<comments>http://www.lafontaines-linke.de/2011/03/die-rote-linie-libyen-europaparlament-gue-ngl-bisky-flugverbotszone/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 06:53:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Europaparlament]]></category>
		<category><![CDATA[GUE/NGL]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[Lothar Bisky]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.lafontaines-linke.de/?p=18453</guid>
		<description><![CDATA[Im Europäischen Parlament geht es am Donnerstag unter anderem um die sich zuspitzende Krise in Libyen und mögliche Reaktionen darauf. Dem Plenum liegt unter anderem eine gemeinsame Resolution zur Verabschiedung vor, mit der Entschließungsanträge von fünf Fraktionen ersetzt werden sollen. Unter der Überschrift „Südliche Nachbarschaft und speziell Libyen“ fordert das Papier die außenpolitischen Institutionen der EU auf,  Vorkehrung zu treffen für den Fall, dass der UN-Sicherheitsrat einen Beschluss zur Einrichtung zum Beispiel einer Flugverbotszone fällt, um das Regime daran zu hindern, gewaltsam gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen. Das Problem: Unterstützt wird dieser Antrag auch von linken Abgeordneten, darunter GUE/NGL-Chef Lothar Bisky. Damit stellt sich Bisky gegen die bisher geäußerte Linie der Linkspartei und die Mehrheitsposition der GUE/NGL, die einen eigenen Entschließungsantrag vorgelegt hat]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Europäischen Parlament geht es am Donnerstag unter anderem um die sich zuspitzende Krise in Libyen und mögliche Reaktionen darauf. Dem Plenum liegt unter anderem eine gemeinsame <a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=MOTION&amp;reference=P7-RC-2011-0169&amp;language=DE" target="_blank">Resolution</a> zur Verabschiedung vor, mit der Entschließungsanträge von fünf Fraktionen <a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=AGENDA&amp;reference=20110310&amp;secondRef=SIT&amp;language=DE#V-123" target="_blank">ersetzt</a> werden sollen. Unter der Überschrift „Südliche Nachbarschaft und speziell Libyen“  fordert das Papier die außenpolitischen Institutionen der EU auf,  <del>zu  prüfen</del> (siehe die Anmerkung von Frank unten) Vorkehrung zu treffen für den Fall, dass der UN-Sicherheitsrat einen Beschluss zur Einrichtung zum Beispiel einer Flugverbotszone fällt, um das Regime  daran zu hindern, gewaltsam gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen. Das Problem: Unterstützt wird dieser Antrag auch von linken Abgeordneten, darunter GUE/NGL-Chef Lothar Bisky. Damit stellt sich Bisky gegen die bisher mehrheitlich geäußerte <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/03/linke-und-libyen-reaktionen/comment-page-1/#comment-6350" target="_blank">Linie</a> der Linkspartei, die jegliche militärische Interventionen, also auch eine Flugverbotszone, ablehnt. Am Mittwoch hatte der außenpolitische Sprecher der Bundestags-Linken, Wolfgang Gehrcke, noch einmal betont, dass eine Flugverbotszone &#8220;ein direkter Schritt in eine militärische Auseinandersetzung&#8221; wäre. In diesem Sinne haben andere linke Europa-Abgeordnete einen <a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=MOTION&amp;reference=B7-2011-0174&amp;language=DE" target="_blank">Entschließungsantrag</a> eingereicht, der gewissermaßen das Oppositionspapier zur gemeinsamen Resolution ist und offenbar die Mehrheitsposition der GUE/NGL <a href="http://www.sabine-loesing.de/article/151.kommentar-von-europaabgeordneten-der-linken-sabine-loesing-zur-situation-in-libyen.html" target="_blank">abbildet</a>. Darin wird jegliche ausländische militärische Aktion zur Lösung der Krise in Libyen abgelehnt.</p>
<p>Die <em>Junge Welt</em> <a href="http://www.jungewelt.de/2011/03-10/062.php" target="_blank">titelt</a> am Donnerstag „Linke fliegen auf NATO“ und berichtet, ursprünglich sei sogar beabsichtigt gewesen, dass Bisky und die beiden anderen Unterstützer der Flugverbots-Resolution, der Portugiese Miguel Portas und die Französin Marie-Christine Vergiat, „für die Fraktion unterzeichnen. Das wurde aber nach Protesten anderer Abgeordneter fallengelassen. Eine Aussprache in der Fraktion über das Thema kam am Dienstagabend&#8221; nicht zustande. Die deutsche Europa-Abgeordnete Sabine Lösing wird mit den Worten zitiert, die Unterstützung einer Flugverbotszone müsse als eine „Autorisierung von Krieg“ betrachtet werden, mehr noch, dieser sei „als Angriffskrieg“ zu charakterisieren. Der Spanier Willy Meyer habe in einem Brief an Bisky gewarnt, die GUE/NGL dürfe „diese rote Linie nicht überschreiten“. (vk)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=18453&amp;md5=18e54c695551fcf1d367a75df00ac11f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.lafontaines-linke.de/2011/03/die-rote-linie-libyen-europaparlament-gue-ngl-bisky-flugverbotszone/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>40</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=18453&amp;md5=18e54c695551fcf1d367a75df00ac11f" type="text/html" />"
	</item>
		<item>
		<title>Neugründung oder Neubegründung?</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2010/12/europa-el-paris-konferenz/</link>
		<comments>http://www.lafontaines-linke.de/2010/12/europa-el-paris-konferenz/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 16:43:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Diether Dem]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Linkspartei]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://lafontaines-linke.de/?p=15856</guid>
		<description><![CDATA[Dass die Europäische Linke (EL) am Wochenende Parteitag hatte, ist den deutschen Mainstream-Medien nicht zu entnehmen. Spiegel und Bild mokieren sich über eine vermeintliche Luxussause von Oskar Lafontaine und Klaus Ernst am Tagungsort Paris. Ansonsten Fehlanzeige. Es gibt zwei Ausnahmen: Das Neue Deutschland und die junge Welt widmen dem Ereignis Berichte in ihren Montagausgaben. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://lafontaines-linke.de/wp-content/uploads/2010/12/Bildschirmfoto-2010-12-05-um-13.53.14.png"><img class="alignleft size-full wp-image-15865" style="margin-bottom: 5px; margin-right: 150px;" title="Bildschirmfoto 2010-12-05 um 13.53.14" src="http://lafontaines-linke.de/wp-content/uploads/2010/12/Bildschirmfoto-2010-12-05-um-13.53.14.png" alt="Bildschirmfoto 2010-12-05 um 13.53.14" width="336" height="127" /></a>Dass die Europäische Linke (EL) am Wochenende Parteitag hatte, ist<br />
den deutschen Mainstream-Medien nicht zu entnehmen. <em>Spiegel</em> und <em>Bild</em> <a href="http://lafontaines-linke.de/2010/12/getrennte-betten-spiegel-lafontaine-el-kongress-paris/" target="_blank">mokieren</a> sich über eine vermeintliche Luxussause von Oskar Lafontaine und Klaus Ernst am Tagungsort Paris. Ansonsten Fehlanzeige. Es gibt zwei Ausnahmen: Das <em>Neue Deutschland</em> und die <em>junge Welt</em> widmen dem Ereignis Berichte in ihren Montagausgaben. <span id="more-15856"></span></p>
<p>Im ND <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/185789.jahrmarkt-in-la-defense.html" target="_blank">kann man lesen</a>, dass die Delegierten viel Zeit mit der üblichen linken Selbstbeschäftigung verbrachten. Die schon im Vorfeld hörbare Selbstkritik der EL an ihrem Zustand wurde in Paris fortgesetzt: Der bisherige Vorsitzende Lothar Bisky erklärte, die EL müsse sich entscheiden, ob sie ihre Beziehungsprobleme als Chance begreifen wolle, und konstatierte eine Lähmung der Partei &#8220;wegen Differenzen in Einzelfragen&#8221;. Sein Nachfolger Pierre Laurent bezeichnete es im <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/185788.wir-muessen-fuer-die-arbeitenden-menschen-nuetzlich-sein.html" target="_blank">Interview</a> als &#8220;echte Herausforderung, die EL bekannter zu machen&#8221;. Oskar Lafontaine warnte die EL vor einer Zersplitterung.</p>
<p>Der Berichterstatter der<em> jungen Welt</em> hat nicht nur Differenzen in Detailfragen, sondern auch im Grundsätzlichen <a href="http://www.jungewelt.de/2010/12-06/020.php" target="_blank">notiert</a>. Während der Franzose Jean-Luc Melenchon beispielsweise davor gewarnt habe, auf die Sozialdemokraten zu zählen, habe Bisky auf Verbündete in anderen Parteien verwiesen. Bisky wird auch mit der Äußerung zitiert, man müsse die EU verändern, aber nicht alles neu erfinden; das wird in Gegensatz zur Meinung der griechischen Partei SYNASPISMOS gesetzt, die eine &#8220;Neugründung der EU ohne Marktwirtschaft&#8221; fordert. Auch im in Paris beschlossenen Aktionsplan der EL ist laut<em> junge Welt</em> von einer Neugründung der EU die Rede. Tatsächlich heißt es in der deutschen Fassung: &#8220;Wir kämpfen für eine demokratische Neubegründung Europas und der Europäischen Union.&#8221; Neugründung oder Neubegründung &#8211; nur ein Synonym oder doch eine Unterschied mit inhaltlichem Hintergrund?</p>
<p>Über die <a href="http://www.european-left.org/nc/english/home/news_archive/news_archive/zurueck/news-archive/artikel/el-elects-new-president-and-vice-chairpersons/" target="_blank">Zusammensetzung</a> der neuen EL-Führung hatten die beteiligten Parteien lange verhandelt. Letztlich erhielt der französische KP-Chef Laurent als neuer Vorsitzender vier Stellvertreter aus Spanien, Portugal, Moldova und Griechenland. Größte Überraschung aus deutscher Sicht (um in diesem Politikblog mal einen klassischen Sportsatz unterzubringen): Diether Dehm wurde Schatzmeister der EL; seine Kandidatur war in der deutschen Delegiertengruppe offenbar zunächst <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/185792.linker-stabwechsel-an-der-seine.html" target="_blank">umstritten</a>, schuf aber letztlich Platz im Vorstand für den in der deutschen Vorauswahl eigentlich schon gescheiterten Helmut Scholz. Außerdem gehört für die deutsche Linkspartei Claudia Haydt dem EL-Vorstand an.</p>
<p>Um medienwirksamer als bisher zu agieren, will die EL nun das neue Instrument der EU-Bürgerinitiative nutzen und eine Million Unterschriften für die Einrichtung eines Sozialfonds, die Einführung der Tobinsteuer und eine veränderte Rolle der Europäischen Zentralbank sammeln. Von einem vor Jahren gestarteten Versuch, eine Million Unterschriften gegen den EU-Vertrag von Lissabon zu sammeln, hatte man nach dem Startschuss kaum noch etwas gehört. Es kann also eigentlich nur besser werden. (vk)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=15856&amp;md5=19b112b65b2818046209b0aafc4f37f5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.lafontaines-linke.de/2010/12/europa-el-paris-konferenz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=15856&amp;md5=19b112b65b2818046209b0aafc4f37f5" type="text/html" />"
	</item>
	</channel>
</rss>

