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	<title>Lafontaines Linke &#187; Crossover</title>
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		<title>Drei nach neun (4)</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 09:49:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Angela Marquardt]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Welt diskutieren Angela Marquardt, Anton Hofreiter und Jan Korte über Rot-Rot-Grün und Oskar Lafontaine. Dem Deutschlandradio hat Petra Pau erklärt, warum sie die Demokratie für massiv bedroht hält. Und in der Zeit spricht Heinz Dieterich über Lateinamerika und den Stand eines Sozialismus' des 21. Jahrhundert]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der <em>Welt</em> <a href="http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article13776134/Das-Wort-Experiment-missfaellt-mir.html" target="_blank">diskutieren Angela Marquardt, Anton Hofreiter und Jan Korte</a> über die Option Rot-Rot-Grün und geraten nicht nur über Oskar Lafontaine richtig in Streit. Dem <em>Deutschlandradio</em> <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1631799/" target="_blank">hat Petra Pau erklärt</a>, warum sie die Demokratie für massiv bedroht hält und was eine Querschnittsarbeitsgruppe in der Linksfraktion und eine Enquetekommission im Bundestag dagegen tun könnten. Und in der <em>Zeit</em> <a href="http://www.zeit.de/2011/51/Interview-Dieterich/komplettansicht?print=true" target="_blank">spricht Heinz Dieterich</a> über Lateinamerika und den Stand eines Sozialismus&#8217; des 21. Jahrhundert. (vk)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24196&amp;md5=0a42bb95313baebdeba66a08a30a7f16" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Rot-grüne Denkfabrik</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Oct 2011 21:36:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Steffi Lemke]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man einmal rekapituliert, wie das Verhältnis von SPD und Grünen in den vergangenen zwei Jahre war, entsteht ein großes Dramenbild: euphorische Annäherung und skeptischer Pragmatismus, große Rot-Grün-Renaissance und ebenso große Enttäuschung. Nach dem Bruch der rot-grünen Sondierung in Berlin wollen Andrea Nahles und Steffi Lemke nun ein "Denkwerk Demokratie" initiieren. Das Ganze erinnert an einen zunächst ausgebremsten Versuch vor einem Jahr und verweist zugleich auf ein politisches Versäumnis im "linken Lager"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man einmal rekapituliert, wie das Verhältnis von SPD und Grünen in den vergangenen zwei Jahre war, entsteht ein großes Dramenbild: euphorische Annäherung und skeptischer Pragmatismus, große Rot-Grün-Renaissance und ebenso große Enttäuschung, Bündnisversprechen und Trennungsdrohungen, Koch und Kellner – die beiden Parteien haben alle Register gezogen. Nun kann man sagen, dass das der ausdifferenzierten politischen Landschaft entspricht, die mal diese und mal jene Antwort auf die Kooperationsfrage erfordert. Und weil die jeweiligen Antworten auch in SPD und bei den Grünen unterschiedlich ausfallen, ist das Ein-Lager-kein-Lager-Drama auch Abbild programmatischer und strategischer Konflikte.</p>
<p>Man konnte das gut nach dem Scheitern der rot-grünen Sondierung in Berlin beobachten, die umgehend eine grünen Streit um Eigenständigkeit, Koalitionsoptionen und das Maß an Offenheit gegenüber der CDU nach sich zog. In dieser Richtung ist bei der einstigen Ökopartei nach Angela Merkels Atomwende wieder mehr Luft, der Flügel der das ohnehin für eine Option hält, ließ nach der Hauptstadt-Konfrontation um die A100 <a href="http://www.abendblatt.de/politik/article2050509/Kuenast-Das-werden-die-Gruenen-der-SPD-nie-vergessen.html" target="_blank">ausrichten</a>: „Das werden die Grünen der SPD nie vergessen.“ Während es in Nordrhein-Westfalen trotz Minderheitsregierung ganz gut läuft, knirscht es in Baden-Württemberg auch. Wie in Berlin geht es um ein großes Infrastrukturprojekt und da tun sich dann grundsätzliche Klüfte auf, die in den Zeitungen als Graben zwischen „Betonpartei“ und „Dagegen-Partei“ erläutert werden. Dass es in der SPD starke Kräfte gibt, denen eine Große Koalition lieber wäre, ist auch kein Geheimnis.</p>
<p>Und so wogt eine komplizierte Beziehung hin und her, jeder Trennungsandrohung folgt stets das nächste Bekenntnis, dass man aneinander ja doch noch das Beste habe. Letztere Stimmung will man nun in SPD und Grünen besser pflegen, jedenfalls gibt es Personen in beiden Parteien, die das Projekt einer gemeinsamen Arbeitsgruppe verfolgen. Sie soll nach <a href="http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=55&amp;tx_ttnews[tt_news]=122486&amp;cHash=4421820968a18b4335f3d5f95376d2fe" target="_blank">Informationen</a> der <em>Süddeutschen</em> Anfang des kommenden Jahres die Arbeit aufnehmen und den Namen „Denkwerk Demokratie“ tragen. Zu den Initiatoren gehören SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles und Grünen-Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke. Es sollen zusammen mit Gewerkschaften, Umweltverbänden und anderen Organisationen politische Projekte diskutiert und erarbeitet werden.</p>
<p>Das Ganze erinnert an einen zunächst <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/02/softwareproblemr-mikfeld-nahles-lemke-denkfabrik-ypsilanti-crossover-rot-gruen/" target="_blank">ausgebremsten Versuch</a>, den Nahles und Lemke vor einem Jahr bereits machten. Damals war in der Zeitung von einem „Koordinierungsbüros“ die Rede, das laut SPD-Programmarbeiter Benjamin Mikfeld „Software für mögliche Koalitionen“ entwickeln und das intellektuelle Vorfeld eines politischen Bündnisses bestellen sollte. Der Vorstoß geriet umgehend unter die Räder der unterschiedlichen Interessen &#8211; manchem erschien ein solches Büro angesichts der mit der Idee verbundenen Namen wohl als zu links, andere wollten das Postulat der Eigenständigkeit am Beginn eines kleinen Superwahljahres nicht durch übertriebenen rot-grünen Anstrich gefährden. „Dämlich“, „vorschnell“, „unabgesprochen“ sei das Ganze, hieß es seinerzeit.</p>
<p>Der erneute Versuch von Lemke und Nahles, eine Denkfabrik zu initiieren, hat bisher noch keine Reaktionen hervorgerufen. Die beiden Politikerinnen haben allerdings auch hinreichend vorgebaut: Nein, es gehe nicht um die unmittelbare Vorbereitung einer rot-grünen Koalition im Bund. Es handele sich zudem um ein „Projekt von Personen, nicht von Organisationen“. Mit der Ankündigung des „Denkwerks Demokratie“ sind natürlich trotzdem jede Menge Signale in die je eigenen Reihen verbunden. Lemke wird mit den Worten zitiert: „Die Phase wechselseitiger Schuldzuweisungen ist nun vorbei.“ Und Nahles riet „bei aller Konkurrenz zwischen SPD und Grünen, die es natürlich gibt, zu mehr Gelassenheit“. Dahinter steckt auch die Sorge, dass sich der Raum der Möglichkeiten mit Blick auf 2013 schnell schließen könnte. Wenn er es nicht schon getan hat. Was nach Außen bei den Sozialdemokraten als K-Frage und bei den Grünen als Pochen auf die Eigenständigkeit erscheint, ist im Inneren mit strategischen und personellen Kämpfen verbunden, in denen nicht alle gewinnen können.</p>
<p>Der letzte Satz im Beitrag der <em>Süddeutschen</em> übrigens ist mehr als eine Randnotiz: „Ein Dreier-Bündnis mit der Linkspartei ist derzeit weder in der SPD noch bei den Grünen ein Thema.“ Das klingt lapidar, verweist aber auf ein großes Versäumnis &#8211; und um das so zu sehen, muss man nicht einmal Anhänger irgendwelcher Koalitionsträume sein. Es geht einfach um den gesellschaftlichen Debattenbedarf, der ungestillt bleibt, weil auch eine öffentliche Auseinandersetzung verweigert wird, die mehr ist als Machtarithmetik. Wo Öffnung angesagt wäre, zum Beispiel Richtung Piraten, findet Schließung statt. Zumal diese Diskussionen nicht erst erfunden werden müssten, sondern schon stattfinden &#8211; allerdings ohne dass eine größere Öffentlichkeit davon Notiz nimmt. Das vom Institut Solidarische Moderne <a href="http://www.solidarische-moderne.de/de/article/231.ism-startet-debatte-zum-sozialoekonomischen-umbau.html" target="_blank">vorgelegte Papier</a> zum „Sozialökologischen Gesellschaftsumbau“ ist das beste Beispiel dafür. Weder ist von einer Zustimmung oder Kritik aus dem Lager von SPD, Grünen oder Linken etwas zu hören gewesen; keine der parteinahen Stiftungen hatte etwas dazu zu sagen, kein sich als im weitesten Sinne links verstehender Intellektueller machte eine Anmerkung. Vielleicht werden die 32 Seiten ja wenigsten im neuen rot-grünen &#8220;Denkwerk Demokratie&#8221; gelesen. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=22453&amp;md5=4a5ca4a4c81922635997bfa77ba4c01d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kassler Fragen</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 22:25:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Ypsilanti]]></category>
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		<description><![CDATA[Zuletzt ist es um die verschiedenen Crossover-Initiativen ziemlich ruhig geworden. Was nicht heißen muss, dass die Akteure im Spektrum zwischen Rot-Rot-Grün, sozial-ökologischen Umbau-Initiativen und kritischen Wissenschaftlern in völligen Dornröschenschlaf gefallen sind. Andererseits laufen Aktivitäten, wenn es sie denn gibt, ausgerechnet in einer Zeit weit unterhalb des medialen Radars, in der die Nachfrage nach neuen Antworten eigentlich groß sein müsste: Am Freitag hat in Kassel die zweite Summer Factory des Instituts Solidarische Moderne begonnen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zuletzt ist es um die verschiedenen Crossover-Initiativen ziemlich ruhig geworden. Was einerseits zwar nicht heißen muss, dass die gegenwärtige parteipolitische Konstellation auf Bundesebene die Akteure im Spektrum zwischen Rot-Rot-Grün, sozial-ökologischen Umbau-Initiativen und kritischen Wissenschaftlern in einen völligen Dornröschenschlaf versetzt hat. Andererseits laufen deren Aktivitäten ausgerechnet in einer Zeit weit unterhalb des medialen Radars, in der die Nachfrage nach neuen Antworten auf die großen Krisen eigentlich ziemlich groß sein müsste. Wenn es denn welche gibt: Am Freitag hat in Kassel die zweite <a href="http://www.solidarische-moderne.de/de/article/173.summer-factory-2011.html" target="_blank">Summer Factory</a> des Instituts Solidarische Moderne mit einer <a href="http://www.solidarische-moderne.de/de/topic/81.programm.html" target="_blank">Podiumsdiskussion</a> begonnen. „Ökologisierung des Kapitalismus oder  Systemwandel in der Wirtschaft?“, fragten sich da Ernst-Ulrich von Weizsäcker, Ulrich Brand und Adelheid Biesecker, gewissermaßen als Einleitungsrunde in den thematischen Schwerpunkt der Konferenz.</p>
<p>Die dreitägige Veranstaltung steht unter dem Titel „Der energet(h)ische Imperativ – Eine soziale Frage!“ und damit ganz im Zeichen der Ideen des ISM-Gründungsmitglieds und linken Sozialdemokraten Hermann Scheer, der im vergangene Oktober <a href="http://www.freitag.de/politik/1041-der-gruene-rote" target="_blank">verstorben</a> war. Man beziehe sich, heißt es beim Institut, auf sein „Vermächtnis“ – sein letztes <a href="http://www.amazon.de/energethische-Imperativ-vollst%C3%A4ndige-erneuerbaren-realisieren/dp/3888976839" target="_blank">Buch</a>. Die Summer Factory solle „die Breite seines universellen Denkansatzes abbilden. Eine neue Ressourcenpolitik im umfassenden Sinne ist schon heute eine soziale Frage und darüber hinaus eine Frage von Krieg und Frieden.“ In <a href="http://www.solidarische-moderne.de/de/topic/79.workshops.html" target="_blank">Workshops</a> wird es unter anderem um humanes Wirtschaften, Re-Demokratisierung, soziale Ökosteuern, solidarische Mobilität und die Gefahren der einer neuen Rohstoffpolitik gehen. Wobei die Begrenzungen, die alternative Pfade heute erfahren, sowohl in der Perspektive von oben als auch von unten mitgedacht sind, wie man an den Frage ablesen kann, mit denen sich die Konferenz beschäftigen will: „Wird die Energieproduktion weiter von wenigen großen Unternehmen oder kommunal und dezentral organisiert? Ist eine ökologische, soziale und demokratische Energieproduktion überhaupt im Rahmen kapitaldominierter wirtschaftlicher Strukturen denkbar? Wie kann gesellschaftliche Akzeptanz für den Ausbau erneuerbaren Energien vor Ort und Bürgerbeteiligung an den Planungs- und Entscheidungsprozessen sichergestellt werden? Wie kann sichergestellt werden, dass die Kosten für den notwendigen Umbau der Energieproduktion nicht die unteren Schichten belasten?“</p>
<p>Endgültige Antworten sollte man weder von dem Kassler Treffen noch überhaupt in der Politik erwarten, allein dass auf der Konferenz mit konzeptionellem Anspruch diskutiert wird, ist in Zeiten eines allgegenwärtigen und stets auf die beschränkten Möglichkeiten verweisenden Pragmatismus eiogentlich schon bemerkenswert. Wie sehr das Institut Solidarische Moderne dabei sein kann, als was es sich bezeichnet, steht auf einem anderen, nicht zuletzt in den Chefetagen von drei Parteien liegendem Blatt: „Programmwerkstatt der politischen Linken“. Wie stark der Einfluss des in Kassel diskutierten auf andere Teil-Öffentlichkeiten wirklich ist, auf den parlamentarischen Betrieb von SPD, Grüne und Linke, die Ebene der Wissensproduktion und soziale Bewegungen, lässt sich nicht so einfach sagen. Unter den aufgeführten Referenten zum Beispiel sucht man nach Gewerkschaftern, die rot-rot-grünen Parteien verweisen nicht einmal auf die Konferenz, in den Zeitungen findet sich kaum ein Hinweis.</p>
<p>Eine Ausnahme macht der Deutschlandfunk, der auf die Summer Factory in <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dlfmagazin/1555595/" target="_blank">einem Stück</a> zu sprechen, in dem es um den „<a href="http://www.andreaypsilanti.de/picture/25363/256523/index.html" target="_blank">Roten Club</a>“ von Andrea Ypsilanti geht, ein neues Gesprächsformat, bei dem die Sozialdemokratin zum Beispiel mit Katja Kipping, dem IG-Metaller Armin Schild, Rudolf Hickel oder Wolfgang Storz diskutiert. Es geht dabei auch um „Themen, die sozusagen nur noch im Hinterzimmer der Sozialdemokratie Platz haben“, eine Anmerkung, die der Bericht mit einem Fragezeichen versieht, das man getrost weglassen kann. Insofern ist es eben auch ziemlich hochgegriffen, wenn es heißt: „Arbeitet Andrea Ypsilanti in Kassel und anderswo mit an einem Programmentwurf, den die Bundes-SPD bei einem Wahlsieg 2013 aus der Tasche ziehen könnte?“</p>
<p>Die Vorstandssprecherin des Instituts Solidarische Moderne antwortet: „So überheblich bin ich nicht, dass ich den Input gebe für eine Regierungsbildung. Das ist überhaupt nicht mein Anspruch. Mein Anspruch ist überhaupt erst mal, den Kopf zu öffnen für politische Alternativen.“ Ohnehin bleibt die Sozialdemokratin in das allgemeine Regierungswechsel-Selbstbewusstsein der Opposition hinein skeptisch: „Es wäre auch die Frage“, so Ypsilanti, „ob eine rot-grüne Koalition wirklich einen Politikwechsel einleiten würde. Aber die Stimmung, die Offenheit dafür zu schaffen und die Leute dafür zu begeistern, das ist mein Anspruch.“ (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=21961&amp;md5=8575c0b000bd495c2666d6d7705aa699" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Rot-Rot-Grün gegen Rechts</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/03/rot-rot-gruen-gegen-rechtspopulismus-erklaerung-oslo-gruppe/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 15:13:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einer gemeinsamen Erklärung warnen Politiker von SPD, Grünen und Linkspartei vor dem wachsenden Potenzial für einen organisierten Rechtspopulismus auch in Deutschland gewarnt. In dem von Daniela Kolbe, Monika Lazar und Jan Korte unterzeichneten Papier werden die Erfolge rechtspopulistischer Parteien in vielen Ländern Europas als „ein Alarmsignal für die Demokratie“ bezeichnet. Eine „breite und gesellschaftlich wahrnehmbare Linke“ müsse sich dem „sehr viel deutlicher als bisher etwas entgegensetzen“. Am Mittwochabend hatten Kolbe, Lazar und Korte auf einer einer Veranstaltung der so genannten Oslo-Gruppe in Berlin unter anderem über die „gefährliche Melange aus Rassismus und Demokratieverdrossenheit“ diskutiert. Als sich das Crossover-Projekt vor etwas mehr als einem Jahr erstmals zu Wort meldete, galt das noch als kleine Sensation. Inzwischen scheint es im verminten Gelände zwischen SPD, Linken und Grünen immerhin möglich, selbst in Wahlkampfzeiten gemeinsame Erklärungen zu formulieren]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einer gemeinsamen <a href="http://www.forum-ds.de/article/2004.das_leben_ist_bunter_8211_strategien_gegen_rechtspopulismus.html" target="_blank">Erklärung</a> warnen Politiker von SPD, Grünen und Linkspartei vor dem wachsenden Potenzial für einen organisierten Rechtspopulismus auch in Deutschland gewarnt. In dem von Daniela Kolbe, Monika Lazar und Jan Korte unterzeichneten Papier werden die Erfolge rechtspopulistischer Parteien in vielen Ländern Europas als „ein Alarmsignal für die Demokratie“ bezeichnet. Eine „breite und gesellschaftlich wahrnehmbare Linke“ müsse sich dem „sehr viel deutlicher als bisher etwas entgegensetzen“. Am Mittwochabend hatten Kolbe, Lazar und Korte auf einer einer Veranstaltung der so genannten Oslo-Gruppe in Berlin unter anderem über die „gefährliche Melange aus Rassismus und Demokratieverdrossenheit“ diskutiert, die sich unter anderem in der <a href="http://library.fes.de/pdf-files/do/07504.pdf" target="_blank">Studie</a> der Friedrich-Ebert-Stiftung über „Die Mitte in der Krise“ gezeigt hat. Das Trio fordert nun, mit einer „Demokratieoffensive“ gegenzusteuern – etwa durch die Verankerung mehr direktdemokratischer Elemente, einem kommunalen Wahlrecht für Drittstaatenangehörige und eine Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre. Die Berliner Runde mit Kolbe, Lazar und Korte ist Teil einer Veranstaltungsreihe unter dem Titel <em>Das Leben ist bunter</em>, die von jüngeren Politikern aus dem rot-rot-grünen Spektrum organisiert wird. Als sich die Oslo-Gruppe vor etwas mehr als einem Jahr erstmals zu Wort <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2010/01/vorstoss-rot-rot-gruen-fas-crossover/" target="_blank">meldete</a>, galt das noch als kleine Sensation. Inzwischen scheint es im verminten Gelände zwischen SPD, Linken und Grünen immerhin möglich, selbst in Wahlkampfzeiten gemeinsame Erklärungen zu formulieren. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=18816&amp;md5=26cc6e32d84f9495df100b970fe41dc9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Grenzen denken</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Mar 2011 08:30:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wahlzeiten sind sicher nicht der Boden, auf dem man parteiübergreifend politische Reformdebatten führen kann. Was aber nicht heißt, jene Projekte hätten sich erledigt, die sich einem linken Crossover verschrieben haben. Die Diskussionen gehen weiter, mehr oder weniger zielgerichtet, mal stärker auf das Zustandekommen parlamentarischer Mehrheiten gerichtet, also im Modus des „praktizierbaren Kompromisses“. Mal unter ausdrücklicher Absehung von den aktuellen rot-rot-grünen Tatsachen und deshalb auf das „reformpolitisch Mögliche“ gerichtet. Im Freitag, der spw und im Neuen Deutschland finden sich dieser Tage mehrere Beiträgen, in denen einige Ecken des Feld ausgemessen werden]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wahlzeiten sind sicher nicht der Boden, auf dem man parteiübergreifend politische Reformdebatten führen kann. Was aber nicht heißt, jene Projekte hätten sich erledigt, die sich einem linken Crossover verschrieben haben. Die Diskussionen gehen weiter, mehr oder weniger zielgerichtet, mal stärker auf das Zustandekommen parlamentarischer Mehrheiten gerichtet, also im Modus des „praktizierbaren Kompromisses“. Mal unter ausdrücklicher Absehung von den aktuellen rot-rot-grünen Tatsachen und deshalb auf das „reformpolitisch Mögliche“ gerichtet. Für das eine steht die Oslo-Gruppe, für das andere das Projekt Linksreformismus. Im Institut Solidarische Moderne treffen beide Register zusammen, was nicht ohne Konfliktstoff bleibt. Manche Knackpunkte werden sogar immer noch umgangen &#8211; zum Beispiel Fragen der Außenpolitik, in denen am Ende auch die engagierteste friedenspolitische Positionen mit den real existierenden Voraussetzungen konfrontiert wird.</p>
<p>Im <em>Freitag</em>, der <em>spw</em> und im <em>Neuen Deutschland</em> finden sich dieser Tage eine Reihe von Beiträgen, in denen verschiedene Ecken des Feld ausgemessen werden. Niels Seibert hat mit Thomas Seibert von der <a href="http://www.dazwischengehen.org/" target="_blank">Interventionistischen Linken</a> über seine Arbeit als einer der Sprecher des Instituts Solidarische Moderne und die realen Bedingungen eines „ernsthaften linken Regierungsprojektes“ <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/192913.die-grenzen-einer-linken-regierung-denken.html?sstr=seibert" target="_blank">gesprochen</a>. Es stelle sich dann ja, so Seibert, „unvermeidlich die Frage, wie heute überhaupt noch linksreformistisch regiert werden kann“. Ein linksreformistisches Bündnis müsste diese Frage „offensiv politisieren und dabei eine neue Art und Weise des Regierens entwerfen: ein Regieren, das seine Grenzen zum gesellschaftlichen Problem macht und damit zu sich selbst in Opposition tritt.“</p>
<p>Den Gedanken greift auch Michael Jäger im <em>Freitag</em> auf. Die Idee sei nicht „verrückt“, heißt es in seinem <a href="http://www.freitag.de/politik/1110-ungesuchte-ergebnisse" target="_blank">Text</a> zur Arbeit des Instituts Solidarische Moderne, „denn eine Regierung ist in der Tat kein gesellschaftliches Allmachtssubjekt, man darf sie nicht einmal als das Zentrum einer Gesellschaft ansehen“. Über die „scheinbar schiefe Stellung, in die sich das Institut manövriert“, sagt Jäger, es hänge eben „keinen rot-rot-grünen Wunschträumen nach und wirkt ohnehin kaum in die Parteien hinein. Gerade die Enttäuschung, die linke Regierungen so oft bereiten, will es zum Thema machen“. Ein <a href="http://www.freitag.de/politik/1110-in-gesch-tzten-r-umen" target="_blank">Beitrag</a> von mir fragt in der selben Ausgabe des <em>Freitag</em> nach den aktuellen parteiförmigen Bedingungen, die mehr oder weniger die Arbeit der verschiedenen Crossover-Projekte beeinflussen.</p>
<p>So sehr sich auf Landesebene Gemeinsamkeiten etwa in der Bildungspolitik oder in kommunalen Fragen ausmachen lassen, so konfrontativ stehen sich die Parteien an anderer Stelle gegenüber. Das betrifft nicht zuletzt die zentrale Frage der Etatpolitik, die den Handlungsspielraum von Reformpolitik auf allen Ebenen bestimmt &#8211; und in der man eine Selbstblockade ausmachen kann: die rot-grüne Zustimmung zur Schuldenbremse bei gleichzeitigem Fehlen des Willens bzw. der Möglichkeiten, die Einnahmesituation der Haushalte durch steuerliche Umverteilung zu verbessern. Eine andere Baustelle ist die Außen- und Sicherheitspolitik. In der aktuellen <a href="http://www.spw.de/xd/public/content/index.html?sid=aktuellemeldungen" target="_blank">Ausgabe</a> der <em>spw</em> hat der Grüne Uli Cremer dazu einen beachtenswerten <a href="http://www.spw.de/data/spw_182_cremer.pdf" target="_blank">Text</a> veröffentlicht und dringend die Einrichtung eines Gesprächskreises angemahnt, der sich diesen Fragen parteiübergreifend (besser wäre vielleicht: unter Einbeziehung von Experten und entsprechenden sozialen Bewegungen) widmet. Wehrpflicht, Rüstung, NATO-Mitgliedschaft, Auslandseinsätze, Bündnisverträge, EU-Politik, Lissabon-Vertrag – all das sind Themen, die enorme Konfliktpotenziale enthalten, die man aber nicht deshalb außen vor lassen kann, weil sie mehr noch als andere symbolisch und emotional aufgeladen sind. „Wenn Rot-Grün-Rot nicht auf absehbare Zeit als Perspektive abgeschrieben werden soll, ist es dringend erforderlich, einen entsprechenden Diskussionszusammenhang“ zu etablieren, fordert Cremer. „Vielleicht liegen die Positionen einfach zu weit auseinander, aber der Versuch sollte zumindest unternommen werden.“ Die kurz andiskutierten strategischen Szenarien und Einschätzungen von Cremer, der auf erholsame Weise nicht das Geschäft einer der drei Parteien betreibt, sondern problemorientiert vorgeht, könnte dabei helfen.</p>
<p>Wie gesagt: Diskutiert wird trotz des Wahlkampfes, man könnte sogar sagen: deshalb. Denn in der parteipolitischen Abgrenzung vor den Urnengängen des Jahres werden manche Probleme der Zusammenarbeit sichtbarer, und lädt die Enttäuschung über den Status quo dazu, über das im medial-parlamentarischen Normalbetrieb Nicht-Gesagte und Aus-dem-Blick-gelassene ein, das reformpolitische Denken nicht an rot-rot-grünen Horizonten enden zu lassen. Über die äußerst produktive Berliner Tagung des <a href="http://www.linksreformismus.de/" target="_blank">Projektes</a> Linksreformismus war <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/02/linksreformismus-tagung-berlin/" target="_blank">hier</a> schon die Rede, ein Vorbild, die österreichische Kongressreihe <a href="http://www.momentum-kongress.org/" target="_blank">Momentum</a>, wird im kommenden Oktober in Hallstatt eine Neuauflage erleben, Anmeldung und Call for Papers (bis Ende April) finden sich <a href="http://www.momentum-kongress.org/themen" target="_blank">hier</a>. In Berlin diskutieren am 7. April, auch diese <a href="http://www.helle-panke.de/topic/3.html?id=820&amp;context=0" target="_blank">Veranstaltung</a> soll hier genannt werden, Stephan Schulmeister, Ulla Lötzer und Frieder Otto Wolf über einen „New Deal für Europa – ein Politikkonzept für die Linke“, wobei letztere eben nicht auf die gleichnamige Partei begrenzt verstanden werden sollte. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=18515&amp;md5=fa35c8fb6c022d9d621acf825cfe4d32" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Linksreformismus</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 17:37:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
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		<description><![CDATA[Ende Februar wird in Berlin über „Die große Transformation“ diskutiert - in der Beletage der Böll-Stiftung wollen unter anderem SPD-Fraktionschef Steinmeier und sein Kollege von den Grünen, Trittin, über „ökologische und soziale Wirtschaftspolitik“ sprechen. Nicht nur das Podium ist parteipolitisch begrenzt, auch die angekündigte Fragestellung beschränkt sich auf die Suche nach „Mehrheiten für eine neue rot-grüne Politik: Was wäre, wenn wir nun wieder an die Regierung kämen?“ Über Konzepte für den Wandel, einen weiter gehenden womöglich, wird derweil anderswo debattiert - an diesem Wochenende in Berlin. Am Wannsee hat am Freitag die Tagung „Mit Linksreformismus aus der Krise“ begonnen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ende Februar wird in Berlin über „Die große Transformation“ <a href="http://www.boell.de/calendar/VA-viewevt-de.aspx?evtid=9360&amp;returnurl=/index.html" target="_blank">diskutiert</a> &#8211; in der Beletage der Böll-Stiftung wollen unter anderem SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und sein Kollege von den Grünen, Jürgen Trittin, über „ökologische und soziale Wirtschaftspolitik“ sprechen. Nicht nur das Podium ist parteipolitisch begrenzt, auch die angekündigte Fragestellung  beschränkt sich auf die Suche nach „Mehrheiten für eine neue rot-grüne Politik des qualitativen Fortschritts“. Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe, „in der sich fortschrittliche und reformfreudige Akteure der linken Mitte den drängenden Fragen widmen: Was wäre, wenn wir nun wieder an die Regierung kämen? Welche Konzepte haben wir in der Schublade?“ Über Konzepte für den Wandel, einen weiter gehenden womöglich, wird derweil anderswo debattiert &#8211; an diesem Wochenende in Berlin. Am Wannsee hat am Freitag die <a href="http://www.linksreformismus.de/?page_id=154" target="_blank">Tagung</a> „Mit Linksreformismus aus der Krise“ begonnen.</p>
<p>Als die Initiatoren im vergangenen Frühjahr um Beiträge <a href="http://www.berlinerdebatte.de/" target="_blank">baten</a>, ging es ihnen um „nicht mehr und nicht weniger als einen neuen Raum für einen gesellschaftsstrategischen Reformdiskurs“. Dabei sollte nicht die Sichtbarkeit im von schnellen medialen und parlamentarischen Rhythmen geprägten öffentlichen Feld im Vordergrund stehen, sondern, wie Rainer Land es bei einem <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2010/09/rot-rot-gruen-linksreformismus-rainer-land/" target="_blank">Auftakt</a> im vergangenen September in Berlin <a href="http://www.linksreformismus.de/?p=237#more-237" target="_blank">genannt</a> hat, „die erforderliche Bedenklichkeit, eine gewisse Gründlichkeit und eine temporäre Distanz zu parteipolitischen Zweckdebatten“. Das Geschäft der Aufklärung, des analytischen Verstehens und des argumentativen Vorgehens zu betreiben, hat Land ein hohes Ziel umrissen: „Es geht darum, zunächst einmal zu verstehen, welche sozialökonomischen Konstellationen, welche sozialen Bewegungen und Kräfteverhältnisse diese politische Entwicklung getragen und die Entscheidung für diese politische Strategie bewirkt haben. Und dann geht es darum zu verstehen, ob und welche Blockaden aufgelöst, neue Entwicklungsmöglichkeiten geschaffen wurden oder auch nicht und was daraus langfristig folgen kann und was nicht. Am Ende kann es dann sein, dass man feststellt, dass diese Entwicklung nicht weit trägt, aber dies wäre ein Ergebnis, zu dem man gekommen wäre, ohne dass die Frage, wer hatte recht und wer kann mit der Erkenntnis an wen welche Watschen verteilen, die Reflektion über die Sache verdirbt.“</p>
<p>Der erste große Versuch, diesen „geschützten Raum“ für eine „neue Diskurskultur zu schaffen“, findet nun statt: mit der beachtlichen Anzahl von über 90 eingereichten Beiträge (diese waren Bedingung für eine Teilnahme), die bis zum Sonntag in acht „Tracks“ ausführlich besprochen werden sollen. Nach der Tagung wird Gelegenheit gegeben, die jeweiligen Einreichungen zu überdenken und zu bearbeiten, für später ist eine Publikation der Ergebnisse angekündigt &#8211; und vielleicht, diese Hoffnung hat Rainer Land seinerzeit formuliert, wird es auch eine Folge-Kongress geben: „Wenn es gut läuft und wenn wir uns mit ähnlichen Menschen und Initiativen anderswo vernetzen, können wir vielleicht miterleben, wie sich das Bild einer anderen Welt, die möglich ist, auch intellektuell entsteht, aus den sozialen Bewegungen herauswächst und sich mit ihnen verbindet.“ (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=17721&amp;md5=c315e15ebb337dfb15b26a1f7069b199" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein Jahr ISM</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 15:53:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Andrea Ypsilanti]]></category>
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		<description><![CDATA[Besonders lang ist die Schlange der Gratulanten zum ersten Geburtstag des Instituts Solidarische Moderne an diesem Montag nicht gewesen. Ein Jahr nach dem Gründungsaufruf hat sich lediglich die Süddeutsche Zeitung zu einer kleinen Würdigung aufgeschwungen – eine skeptische ist es geworden und das hat mit den vergangenen zwölf Monaten zu tun, die für das, was unter der Überschrift Crossover läuft, nicht die besten Zeiten waren. Einerseits. Andererseits hat das Institut nicht nur ein beachtliches Netzwerk aus Interessierten geknüpft, hat Konferenzen und Gespräche organisiert, das Nachdenken über Reformperspektiven angekurbelt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Besonders lang ist die Schlange der Gratulanten zum ersten Geburtstag des Instituts Solidarische Moderne an diesem Montag nicht gewesen. Ein Jahr <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2010/01/solidarische-moderne-institut-gruendung-crossover/" target="_blank">nach dem</a> Gründungsaufruf hat sich lediglich die <em>Süddeutsche Zeitung </em>zu einer kleinen Würdigung aufgeschwungen – eine skeptische ist es geworden und das hat mit den vergangenen zwölf Monaten zu tun, die für das, was unter der Überschrift Crossover läuft, nicht die besten Zeiten waren. Einerseits. Andererseits hat das Institut nicht nur ein beachtliches Netzwerk aus Interessierten geknüpft, hat Konferenzen und Gespräche organisiert, das Nachdenken über Reformperspektiven angekurbelt. Dass dem Thinktank die Wirklichkeit nicht gefolgt ist, kann man Andrea Ypsilanti, Katja Kipping und anderen kaum zum Vorwurf machen. Mancher hatte die Initiative wohl auch ein wenig zu sehr als Hilfsmotor für künftiges Regierungshandeln missverstanden, dabei wollte das Institut von Anfang an auch mehr und anderes sein. Aber ja: So ein Projekt wird auf die aktuellen Schwingungen im parlamentarischen Raum auch dann bezogen bleiben, wenn sein Horizont weiter gefasst ist. Schon allein die mediale Beachtung steht und – in diesem Fall: fällt mit dem allgemeinen Denken über die Möglichkeit von rot-rot-grünen Kooperationen. Und von denen war nun lange Zeit nicht mehr in optimistischer Weise die Rede, weil es für solchen Optimismus keinen Grund gab. „Die Parteiführungen“, zitiert die Süddeutsche Ypsilanti, seien „ein ziemlich hartnäckiges Problem“. Die Aufgabe, für Rot-Rot-Grün den Boden zu bereiten, bleibe aktuell, meint Sven Giegold. Und Kipping weiß, dass die Parteien im vergangenen Jahr eher Beispiele gegeben haben, „wie man es nicht machen soll“. Was für das Institut nicht gleichermaßen gilt, auch wenn es dort ebenso Fehler gegeben hat, nur eben andere. Und wenn man schon nichts von anderen geschenkt bekommt, muss man sich die Präsente eben selber machen: Zum ersten Geburtstag gab es für das Institut Solidarische Moderne eine neue <a href="http://www.solidarische-moderne.de/" target="_blank">Website</a>. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=17596&amp;md5=08540cb539af58c2268ba7d8c6bf280a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Crossover oder was?</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Oct 2010 17:33:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rot-Rot-Grün]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Dienstag und Mittwoch werde ich in Hessen über Crossover-Perspektiven, Chancen und Grenzen von Rot-Rot-Grün und alternative Wege der Transformation diskutieren. Debatten über Alternativen zu Schwarz-Gelb gibt es seit langem. Aber wenn man ehrlich ist, muss man die Frage beantworten, ob Rot-Rot-Grün überhaupt eine tragfähige Perspektive hat. Wird es gelingen in den nächsten Jahren eben jene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstag und Mittwoch werde ich in Hessen über Crossover-Perspektiven, Chancen und Grenzen von Rot-Rot-Grün und alternative Wege der Transformation diskutieren. Debatten über Alternativen zu Schwarz-Gelb gibt es seit langem. Aber wenn man ehrlich ist, muss man die Frage beantworten, ob Rot-Rot-Grün überhaupt eine tragfähige Perspektive hat. Wird es gelingen in den nächsten Jahren eben jene Fortschritte zu machen, die nötig wären, um einen echten politischen Kurswechsel anzustoßen, der diesen Namen verdient? Gibt es alternative Optionen, die nicht nur realistisch, sondern auch den Wählern plausibel sind? Und können solche Optionen überhaupt ein Wirkungsrahmen für eine soziale, ökologische, demokratische und kulturelle Veränderung der »Berliner Republik« liefern? Oder hängen die Trauben gesellschaftlicher Veränderung so hoch, dass eine mögliche rot-rot-grüne Koalition nur eine »bessere Verwaltung« des Ist-Zustandes hervorbrächte? Hinweise zu den Veranstaltungen finden sich für Kassel <a href="http://www.hessen.rosalux.de/aktuelle-veranstaltungen/veranstaltung/cal/event/2010/10/05//tx_cal_phpicalendar/rot-rot-gruen/view-list|page_id-21871.html" target="_blank">hier</a> und für Lauerbach <a href="http://www.rlc-vogelsberg.de/" target="_blank">hier</a>. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=14339&amp;md5=eeb00f8bb657c707ccd949808d059447" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Beziehungsfragen</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 06:08:47 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Als unlängst in der Zeit vom politischen „Mix dieses Sommers“ die Rede war, erschien der rot-rot-grüne Crossover als schickes, junges Ding mit „Coolness-Faktor“. Vor der „Lounge“ stand die Wirklichkeit und wunderte sich: Hatte nicht gerade das taktische Holzen um die Präsidentenwahl stattgefunden? Auch die Erinnerung an das Scheitern der Sondierung in NRW war noch frisch. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als unlängst in der <em>Zeit</em> vom politischen „Mix dieses Sommers“ <a href="http://www.zeit.de/2010/29/Rot-Rot-Gruen" target="_blank">die Rede war</a>, erschien der rot-rot-grüne Crossover als schickes, junges Ding mit „Coolness-Faktor“. Vor der „Lounge“ stand die Wirklichkeit und wunderte sich: Hatte nicht gerade das taktische Holzen um die Präsidentenwahl stattgefunden? Auch die Erinnerung an das Scheitern der Sondierung in NRW war noch frisch. Und aus der Zeitung erfuhr man längst, dass die Farbe dieses Sommer doch viel eher eine andere ist: Rot-Grün. Wie steht es also wirklich um die rot-rot-grünen Annäherungsversuche? Hier findet sich ein <a href="http://www.freitag.de/politik/1037-schwierige-beziehungskiste" target="_blank">Text</a> aus dem <em>Freitag</em>. Ende vergangener Woche fand ein gut besuchtes <a href="http://www.linksreformismus.de/?p=216" target="_blank">Auftaktsymposium</a> des Projekts Linksreformismus in Berlin statt. Dort zeigten sich Halina Wawzyniak, Marco Bülow und Sven Giegold optimistischer, was die Frage des gemeinsamen Redens über linksreformerische Politik angeht. Die <a href="http://www.linksreformismus.de/?p=237" target="_blank">Einführungsrede</a> zur Veranstaltung von Rainer Land kann ebenfalls nachgelesen werden. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=14055&amp;md5=eed46b517241bb1040d4444c7aca79a2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Geschützter Rahmen</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Sep 2010 11:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Blick nach Düsseldorf ergibt noch immer ein zerrissenes Bild: hier die Erinnerung an das tösende Scheitern der rot-rot-grünen Sondierung; dort eine Minderheitsregierung, die mit linken Stimmen das eine oder andere auf den Weg gebracht hat. Zur weiteren „Vertrauensbildung“ hat nun auf Einladung des Instituts Solidarische Moderne ein Gespräch stattgefunden, von dem „ermutigende Signale für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Blick nach Düsseldorf ergibt noch immer ein zerrissenes Bild: hier<br />
die Erinnerung an das tösende Scheitern der rot-rot-grünen Sondierung; dort eine Minderheitsregierung, die mit linken Stimmen das eine oder andere auf den Weg gebracht hat. Zur weiteren „Vertrauensbildung“ hat nun auf Einladung des Instituts Solidarische Moderne ein Gespräch <a href="http://www.solidarische-moderne.de/de/article/108.vertrauensbildung-in-duesseldorf.html" target="_blank">stattgefunden</a>, von dem „ermutigende Signale für eine zukünftig engere Zusammenarbeit aller drei Parteien ausgehen“, wie es heißt. Mit dabei waren Teilnehmer aus den Sondierungsgruppen von SPD, Grünen und Linke, die sich „in geschütztem Rahmen“ offenbar näher kamen als erwartet. Beim ISM jedenfalls zeigte man sich „positiv überrascht“, wie schnell man an einem Abend „eine konstruktive, nach vorne gerichtete Gesprächsebene entwickeln konnte“.<span id="more-13882"></span></p>
<p>Zwei Punkte verdienen besondere Erwähnung: Das hier als politischer Mediator auftretende ISM hebt nicht allein die „großen inhaltlichen Überschneidungen“ hervor, sondern nennt auch ein zentrales Dilemma parlamentarischer Kooperation: dass nämlich selbstverständlich alle drei Parteien im Wahlkampf konkurrieren, in einem Regierungsbündnis aber nicht die Sorge haben dürfen (oder einen Umgang damit finden müssen), dass die einen das bereits wieder zur Verdrängung der anderen nutzen. Und zweitens die Frage des Verhältnisses gesellschaftlicher Mobilisierung und Regierungspolitik. Es habe &#8211; hört, hört – Einigkeit darin bestanden, „dass gemeinsame außerparlamentarische Mobilisierungen auch aus der Regierung heraus als sinnvolle strategische Ergänzung“ begriffen werden sollten – und nicht „als Zurückweisung der Regierungsverantwortung“, wie dies vor vor allem die NRW-Grünen noch nach dem Scheitern <a href="http://www.gruene-nrw.de/details/nachricht/sondierungsgespraeche-beendet-die-linke-verhindert-einen-politikwechsel-in-nrw.html" target="_blank">empört getan</a> hatten. Als Partei, die in einer Regierung steht, zu Demonstration gegen deren Politik aufrufen, also Spielbein und Standbein ein wenig zum tanzen zu bringen, darüber allerdings gebe es „noch weiteren Diskussionsbedarf“. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=13882&amp;md5=16ad43e43c91a02773a4bf03f3c9262c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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