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	<title>Lafontaines Linke &#187; Bodo Ramelow</title>
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		<title>Grund und Ordnung</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 08:31:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Dobrindt]]></category>
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		<description><![CDATA[Alexander Dobrindt schlägt Krach um der Geräusche wegen: Die Linke müsse intensiver beobachtet werden als bisher, denn sie ist und bleibe nun einmal verfassungsfeindlich. Das ist eine juristische Frage, aber auch eine politische. Denn was jene, die ihre Macht per Verfassungsschutz vor der Linken schützen lassen, von der Ordnung halten, die sie als freiheitliche und demokratische betrachten, lässt sich jeden Tag beobachten]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man muss Leute wie Alexander Dobrindt nicht so furchtbar ernst nehmen: Als CSU-Generalsekretär ist man für die große Pauke zuständig. Krach schlagen um der Geräusche wegen. Während alle Welt die Legitimität der Überwachung von Linken-Politikern diskutiert und mindestens die Verhältnismäßigkeit in Frage gestellt wird, <a href="http://www.csu.de/partei/aktuelles/92311215.htm" target="_blank">fordert</a> der Soziologe, der mal kurz als Kaufmann arbeitete: „Die Beobachtung der Linkspartei gehört intensiviert statt reduziert.“ Denn: „Die Doktrin der Linken bleibt pro-kommunistisch und verfassungsfeindlich, auch wenn sie in einem Parlament verkündet wird.“ Worin die Doktrin besteht, wer sie vertritt, welche Rolle sie in der Linken spielt und so weiter – all das muss Dobrindt nicht erklären, denn er bewegt sich auf dem Feld der parteipolitischen Polemik, nicht auf dem der verfassungspolitischen und juristischen Auslegung. Da verlangt man vom Bundesinnenminister schon mehr, doch auch Hans-Peter Friedrich liefert nicht.</p>
<p>Dobrindts Parteikollege hat zwar „drei gute Gründe“ genannt, „die Entwicklung innerhalb der Partei zu beobachten“. Doch auch diese sind bloß wacklige Hilfskonstruktionen: Teile der Linken würden ausländische Terrororganisationen unterstützen, Straftaten bei Demonstrationen rechtfertigen oder seien in Gruppen organisiert, die eine kommunistische Ordnung anstrebten. An anderer Stelle hat Friedrich <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1660466/" target="_blank">noch gesagt</a>, die Überwachung sei in Ordnung, da die Programmatik der Linken „darauf gerichtet ist, einen marxistischen Staat zu errichten“, dass sich Mitglieder der Partei „nicht distanzieren vom Unrechtsstaat der DDR“ oder dem System in Kuba. Und nicht zuletzt: Es gebe Gruppen in der Linken, „die ganz klar erklären, was sie von dieser parlamentarischen Demokratie halten, nämlich nichts, dass sie den Kampf außerhalb dieser Parlamente auf den Straßen führen wollen“.</p>
<p>Aber rechtfertigt das eine Beobachtung der Linken? Juristisch sind nicht die Vorurteile von Unionspolitikern maßgeblich, sondern Gesetze und Urteile. Eines spielt dabei in der Debatte um den Verfassungsschutz und die Linke eine herausgehobene Rolle: Immer wieder wird <a href="http://www.bverwg.de/enid/865d47007fbc0522a677a77cf8aaa788,1078cb617a092d09425665727747203620432032322e3039093a095f7472636964092d093133323038/Entscheidungen/Verwandte_Dokumente_ax.html" target="_blank">auf den Spruch</a> der obersten Verwaltungsrichter im Fall Bodo Ramelow hingewiesen, er dient nicht nur dem Innenminister und dem Chef des Inlandsnachrichtendienstes als Stütze. Bei der Frage, ob denn nun aber tatsächliche Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen der Linken vorliegen, <a href="http://www.bverwg.de/enid/48e27649075c16d8b6c6635e8c0faf65,034e757365617263685f646973706c6179436f6e7461696e6572092d093133323038093a095f7472636964092d0931393535/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen_9d.html" target="_blank">waren</a> die Leipziger Richter „an die Feststellungen des Oberverwaltungsgerichts gebunden“, haben sich also darüber gar nicht groß eigene Gedanken gemacht. Ihre Münsteraner Kollegen <a href="http://www.justiz.nrw.de/nrwe/ovgs/ovg_nrw/j2009/16_A_845_08urteil20090213.html" target="_blank">hatten geurteilt</a>, es deute „bei vernünftiger Betrachtung die Gesamtschau aller vorhandenen tatsächlichen Anhaltspunkte darauf hin, dass die Parteien PDS, Linkspartei.PDS und heute DIE LINKE Bestrebungen verfolgten und weiterhin verfolgen, die darauf gerichtet sind, die im Grundgesetz konkretisierten Menschenrechte, das Recht auf Bildung und Ausübung einer parlamentarischen Opposition, die Ablösbarkeit der Regierung und ihre Verantwortlichkeit gegenüber der Volksvertretung sowie das Recht des Volkes, die Volksvertretung in allgemeiner und gleicher Wahl zu wählen, zu beseitigen oder außer Geltung zu setzen.“</p>
<p>Das sind freilich schon ganz andere Punkte als zum Beispiel die immer wieder angeführten,  linke Abgeordnete würden sich nicht ausreichend vom syrischen Potentaten Assad distanzieren oder in die vorherrschende DDR-Verurteilung einstimmen. Es geht auch nicht, worauf nun in vielen solidarischen Kommentaren abgestellt wird, um die Kapitalismuskritik der Linken. Jakob Augstein <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,811506,00.html" target="_blank">meint</a>, das Grundgesetz sei links. Das ist ein interessanter verfassungspolitischer Hinweis und wer die Linke auch sonst aufmerksam verfolgt, erinnert sich an <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2009/02/grundgesetz-jubilaeum-linkspartei-konferenz-leipzig/" target="_blank">Konferenzen</a> zur sozialen Dimension des Grundgesetzes und der Möglichkeit, auf dessen Boden tiefgreifende Veränderungen <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2009/04/linkspartei-grundgesetz-vergesellschaftung-sozialstaat/" target="_blank">durchzusetzen</a> – ja selbst einen demokratischen Sozialismus. „Artikel 14, Eigentum verpflichtet, oder Artikel 15, Produktionsmittel können vergesellschaftet werden – wer das zur Richtschnur seines politischen Handelns machen wollte, wäre in Deutschland ein Revolutionär“, schreibt der <em>Freitag</em>-Verleger. „Und damit ein Fall für die Bespitzelung durch den Verfassungsschutz.“ Hier müsste man gewissermaßen zwischen Grund und Ordnung unterscheiden: So nötig man es erachten mag, die politischen Zielhorizonte, die in die Verfassung eingelassen sind, neu zu diskutieren, so wenig liegt hier das juristische Problem mit den Sicherheitsbehörden bei der Überwachung der Linken. Denn diese sehen sich nicht in erster Linie als Schützer einer Wirtschaftsweise legitimiert, sondern als Hüter der „freiheitlichen demokratischen Grundordnung“.</p>
<p>Vom Verfassungsschutz bearbeitet werden können nämlich nur „solche politisch bestimmten, ziel- und zweckgerichteten Verhaltensweisen in einem oder für einen Personenzusammenschluss, der darauf gerichtet ist, einen der“ im <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bverfschg/__4.html" target="_blank">entsprechenden Gesetz</a> sieben aufgelisteten „Verfassungsgrundsätze zu beseitigen oder außer Geltung zu setzen.“ Dazu zählen das Recht des Volkes auf freie Wahlen, die Bildung einer Opposition, Unabhängigkeit der Gerichte, Ausschluss jeder Gewalt- und Willkürherrschaft sowie „die im Grundgesetz konkretisierten Menschenrechte“. Bundesinnenminister Friedrich hat im Bundestag vor ein paar Tagen erklärt, es gehe Teilen der Linken „um die Errichtung der Diktatur des Proletariats marxistisch-leninistischer Prägung und um die Errichtung eines kommunistischen Systems“ – den Beleg blieb er schuldig. Wer im <a href="http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2011/vsb2010.pdf;jsessionid=5070F2582EB21C2C24FDA0E48FBB884C.2_cid231?__blob=publicationFile" target="_blank">Verfassungsschutzbericht</a> nachliest, findet dort zwar Zitate, die das aber ebenso wenig tun. Und inwiefern „eine sinngleiche Anlehnung“ an das Kommunistische Manifest im Linken-Programm ein Problem sein sollte, bleibt auch offen: „Wir wollen eine Gesellschaft des demokratischen Sozialismus aufbauen, in der die Freiheit und Gleichheit jeder und jedes Einzelnen zur Bedingung der solidarischen Entwicklung aller wird.“</p>
<p>Was jene, die ihre Macht per Verfassungsschutz vor der Linken schützen lassen, von der Ordnung halten, die sie als freiheitliche und demokratische betrachten, lässt sich jeden Tag beobachten. <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/gg/BJNR000010949.html#BJNR000010949BJNG000100314" target="_blank">Grundrechte</a>? Wie passen verbreitete Armut und der Schutz der Menschenwürde zusammen? Wie soll „die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit“ möglich sein, wo sie an die Grenzen institutionellen Rassismus stößt? Wer will noch sagen, Männer und Frauen sind gleichberechtigt, wo doch jeder sehen kann, dass dies weder beim Lohn noch bei den Chancen so ist? Wie viel wert ist eine Weltanschauungsfreiheit, die mit Kreuzen im öffentlichen Raum konfrontiert ist? Wie steht es mit dem Postgeheimnis, der Unverletzlichkeit der Wohnung und so weiter, wenn diese Grundrechte ständig mit neuen Überwachungs- und Kontrolltechnologien konfrontiert sind? Und wie lange will sich eine Gesellschaft erlauben, dass Privateigentum unermesslich wächst, ohne dass es verpflichtet, also „zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen“ kann?</p>
<p>Am Wochenende meldeten Nachrichtenagenturen, die Bundesrepublik dränge die „Griechen zur Aufgabe von Budgetrecht“. Aber ist denn eine solche Forderung nach den Maßstäben des Grundgesetzes nicht verfassungswidrig? Die Haushaltshoheit gehört zum Kern der„Volkssouveränität“ – alle Staatsgewalt, so gilt es zumindest hierzulande laut Artikel 20 der Verfassung, geht vom Volke aus. Der griechische Souverän hat in den vergangenen Monaten schon mehrfach spüren müssen, wie viel ihm die „Euro-Retter“ noch zugestehen wollen. Den Griechen wurde ein Plebiszit verweigert, den Italienern das Recht bestritten, ihre Regierung frei und selbst zu wählen. Wegen der Staatsschuldenkrise, in welche die Finanzkrise der vom Staat geretteten privaten Banken und der riesigen, nach spekulativen Anlagen suchenden Vermögen erfolgreich uminterpretiert wurde, erpresst eine Regierung im Auftrag mächtiger Interessen eine andere. Eigentlich ein Fall für den Verfassungsschutz. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=25081&amp;md5=ec15085eb2391abb4ff4621b79f5436f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Heikle Fragen</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 06:53:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während das Bundesinnenministerium und der Verfassungsschutz weiter bei ihrer Version bleiben, Abgeordnete der Linken im Bundestag würden nicht mit „nachrichtendienstlichen Mitteln“ beobachtet, das niedersächsische Landesamt des Geheimdienstes widersprochen. Offenbar setzt der Geheimdienst aber nicht nur auf Landesebene auch auf V-Leute und andere Quellen, das legen Sperrerklärungen zu Verfassungsschutz-Akten nahe. Klaus Ernst verlangt nun Auskunft über mögliche Spitzel in der Linkspartei]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während das Bundesinnenministerium und der Verfassungsschutz weiter bei ihrer Version bleiben, Abgeordnete der Linken im Bundestag würden nicht mit „nachrichtendienstlichen Mitteln“ beobachtet, das niedersächsische Landesamt des Geheimdienstes <a href="http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_journal/verfassungsschutz-bespitzelt-linke100.html" target="_blank">widersprochen</a>: Jedenfalls auf Landesebene, so der dortige Oberschlapphut Hans-Werner Wargel, habe man zur Bearbeitung der linken Abgeordneten nicht nur Zeitungsausschnitte und Redemanuskripte gesammelt. Die Behörde habe „punktuell auch nachrichtendienstliche Mittel angewandt“, so Wargel – der hinzufügte, dies habe man auch stets so gesagt. Das steht in Widerspruch zu den Äußerungen der auf Bundesebene Verantwortlichen, passt aber zu dem, worauf betroffene Politiker der Linken nun immer wieder beharren: Mehrere Abgeordnete der Partei haben erklärt, dass ihren Informationen zufolge gegen sie auch geheimdienstlich gearbeitet wurde.</p>
<p>Linksfraktionschef Gregor Gysi warf den Innenbehörden vor, <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/linke-im-visier-gysi-bezichtigt-verfassungsschutz-der-luege-1.1264384" target="_blank">zu lügen</a>. Dagmar Enkelmann erklärte, <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,811080,00.html" target="_blank">sie habe</a> &#8220;erhebliche Zweifel&#8221; an der Version der Behörden und glaube, dass Abgeordnete auch bespitzelt würden. Petra Pau <a href="http://www.presseportal.de/pm/47409/2186983/mitteldeutsche-zeitung-linkspartei-und-verfassungsschutz-bundestags-vizepraesidentin-pau" target="_blank">sagte</a>, auch ihr seien nur geschwärzte Akten vom Geheimdienst vorgelegt worden „mit der Begründung, ich könne sonst Rückschlüsse auf die Arbeitsweise des Verfassungsschutzes ziehen“, was als Beleg betrachtet wird, dass womöglich auch verdeckte Ermittler oder V-Leute zum Einsatz gekommen sind. Bodo Ramelow <a href="http://www.presseportal.de/pm/47409/2186984/mitteldeutsche-zeitung-linkspartei-und-verfassungsschutz-thueringer-linksfraktionschef-ramelow" target="_blank">wies sogar darauf hin</a>, dass sich ihm 2006 sogar ein Spitzel offenbart habe: 2006 habe sich ihm ein seit längerem bekannter Mann mit den Worten vorgestellt, er sei als V-Mann tätig – offenbar, so Ramelow gegenüber der <em>Mitteldeutschen</em>, aus Furcht, entdeckt zu werden. 2009 hatte das Bundesinnenministerium <a href="dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/139/1613990.pdf" target="_blank">erklärt</a>, es sei mit Blick auf die „Sachakte“, die das Amt zur Beobachtung der Linkspartei angelegt hat, nicht ausgeschlossen, dass sich darin „im Einzelfall auch mit nachrichtendienstlichen Mitteln gewonnene Informationen befinden“ – die bei der Bespitzelung „anderer Beobachtungsobjekte“ oder im Rahmen der Beobachtung der Linken auf Landesebene angefallen seien.</p>
<p>Auch Sperrerklärungen des Bundesinnenministeriums zu Verfassungsschutz-Akten von Linkenpolitikern legen mehr als nahe, dass in den Akten nicht bloß öffentlich zugängliche Informationen gesammelt wurden. Teilweise sind die Akten, die Linkenpolitiker bereits einsehen konnten oder um deren Einsicht sie vor Gerichten streiten, umfangreich geschwärzt, bisweilen wurden auch große Teile der Akte nicht vorgelegt. Dafür kann es viele Gründe geben, etwa das Bemühen des Geheimdienstes, formale Arbeitsrituale zu verschleiern, Aktenzeichen und handschriftliche Bearbeitervermerke, ja sogar einzelne Unterstreichungen sowie die Kommunikation mit anderen Diensten zu schützen. Ironischer Weise macht das Innenministerium zum Teil auch den Schutz von Persönlichkeitsrechten anderer geltend.</p>
<p>Nicht zuletzt wird indirekt zugegeben, dass die Schwärzungen auch zum Schutz von Quellen, Informanten, einem „Verbindungsmann“ oder dessen „Führer“ vorgenommen wurden. „Der Kläger“, heißt es in einer uns bekannten Sperrerklärung zu einer Verfassungsschutz-Akte eines Abgeordneten der Linken, „könnte von dem konkreten Rahmen der Informationserhebung sowie deren Zeitpunkt auf die Identität der Quelle(n) schließen“. An anderer Stelle wird im Sinne des „Quellenschutzes“ darauf hingewiesen, dass „im Rahmen der Einzelabwägung“ durch das Ministerium nicht danach gefragt wurde, „ob ,man‘ oder ,jemand‘ Rückschlüsse aus bestimmte Informationen ziehen könnte. Maßgeblich war vielmehr, im im konkreten Fall der Kläger (&#8230;) den kreis etwaiger Informanten oder Beschaffungsquellen so eingrenzen könnte, dass diese für die weitere Arbeit des BfV oder anderer Sicherheitsbehörden entwertet oder gefährdet werden könnten“.</p>
<p>Bodo Ramelow hat <a href="http://www.presseportal.de/pm/47409/2186984/mitteldeutsche-zeitung-linkspartei-und-verfassungsschutz-thueringer-linksfraktionschef-ramelow" target="_blank">erklärt</a>, dass „die vom Verfassungsschutz geschwärzten Akten“ darauf deuteten, „dass dieses Amt genügend zu verbergen hat“. Linken-Chef Klaus Ernst <a href="http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/linke-hat-der-verfassungsschutz-v-leute-in-der-linkspartei_aid_706436.html" target="_blank">hat nun verlangt</a>, dass die Bundesregierung Auskunft über mögliche V-Leute in der Partei gebe. Er wolle wissen, so der Bayer, wie viele Verbindungsleute für den Verfassungsschutz des Bundes und der Länder in der oder zur „Bearbeitung“ der Linken tätig sind. Diese Frage liegt einerseits nahe, andererseits birgt sie einen gewissen Sprengstoff – man stelle sich die innerparteiliche Vertrauenslage vor, die Behörden würden zugeben, in der Linken seien fünf oder zehn V-Leute aktiv. Der SPD-Politiker Thomas Oppermann hat bereits angefangen <a href="https://twitter.com/#!/ThomasOppermann/status/161832553966338048" target="_blank">zu sticheln</a>: „Klaus Ernst fragt nach V-Leuten des Verfassungsschutzes in der Linkspartei. Traut er seinen Mitgliedern zu, dass sie die eigene Partei bespitzeln?“ Ein anderer Twitter-Nutzer <a href="https://twitter.com/#!/merte01/status/161838715210170369" target="_blank">wies das zurück</a>: „IMs können aber auch gezielt eingeschleust sein. Was hat das mit Vertrauen zu tun?“</p>
<p>(tos, Foto: Ausriss aus dem Deckblatt einer zur Auskunft vorgelegten Verfassungsschutzakte eines Bundestagsabgeordneten der Linken)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24970&amp;md5=aa7d6103a5de9395962d3f5c83c71393" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Erkenntnisresistent</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 22:57:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wh</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Willi van Ooyen]]></category>

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		<description><![CDATA[Während die politische Klasse und die Öffentlichkeit unter dem Eindruck der von Neonazis verübten Mordserie stehen und ein demokratisches Bündnis zum Protest gegen den Naziaufmarsch im Februar in Dresden ruft, geht die Dresdner Staatsanwaltschaft weiter gegen Teilnehmer der Antinazi-Proteste aus dem Jahre 2010 vor. Gegen Politiker der Linken werden Anklagen erhoben und Geldstrafen verhängt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während die politische Klasse und die Öffentlichkeit unter dem Eindruck der von Neonazis verübten Mordserie stehen und ein demokratisches Bündnis zum Protest gegen den Naziaufmarsch im Februar in Dresden ruft, geht die Dresdner Staatsanwaltschaft weiter gegen Teilnehmer der Antinazi-Proteste aus dem Jahre 2010 vor. Im Visier der sächsischen Strafverfolger befinden sich die vier Linke-Fraktionschefs André Hahn (Sachsen), Bodo Ramelow (Thüringen) sowie Janine Wissler und Willi van Ooyen (Hessen).</p>
<p>Am 1. Februar will der hessische Landtag die Immunität der beiden Linksfraktionsvorsitzenden <a href="http://www.nh24.de/index.php/politik-und-wirtschaft/21-allgemeines-aus-der-politik-und-wirtschaft/52691-linksfraktionschefs-droht-aufhebung-ihrer-immunitaet-">aufheben</a> – der Hauptausschuss des Parlaments sprach sich kürzlich dafür aus, was darauf hindeutet, dass CDU und FDP sich gegen die Linken einig sind. Die CDU erklärte offen, für die Aufhebung der Immunität einzutreten. Geschieht das, dann könnte die Dresdner Staatsanwaltschaft Anklage gegen Wissler und van Ooyen erheben. Janine Wissler, die auch Kandidatin der Linken bei der Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt am Main ist, nannte es in einem <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/216303.geschlossen-nach-dresden.html">ND-Interview</a> unglaublich, „dass nun Menschen strafrechtlich verfolgt werden sollen, die sich Nazis in den Weg stellen“.</p>
<p>Etwas weiter sind bereits die Verfahren gegen Hahn und Ramelow. André Hahn wurde wegen der Teilnahme an der Naziblockade 2010  in der letzten Woche vom Dresdner Amtsgericht zu einer <a href="http://www.mdr.de/nachrichten/strafbefehl-hahn100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html">Geldstrafe</a> von 3000 Euro verurteilt – wegen &#8220;Störung von Aufzügen gemäß dem Versammlungsgesetz&#8221;. Hahn bezeichnete den Vorwurf zum wiederholten Mal als absurd und hat gegen das Urteil Einspruch eingelegt. Der Thüringer Bodo Ramelow erhielt wegen der gleichen Angelegenheit vom Dresdner Amtsgericht Anfang des Jahres einen <a href="http://www.dtoday.de/regionen/mein-today/parteien_artikel,-Ramelow-wird-Strafbefehl-nicht-akzeptieren-_arid,122769.html">Strafbefehl</a> über 3400 Euro. Auch er hat Einspruch eingelegt.</p>
<p>Dass die sächsische Justiz in ihrem Verfolgungseifer nicht nachlässt, zeugt von erheblicher Erkenntnisresistenz. Nachdem im Zuge der Ermittlungen über die von Neonazis verübten Morde an Türken und einem Griechen sowie weitere Anschläge immer mehr Zusammenhänge der NPD mit der rechtsterroristischen kriminellen Szene bekannt geworden sind, steht doch die Frage: Muss eine Stadt, muss eine Demokratie sich Aufmärsche von solchen Leuten gefallen lassen? Muss die Justiz Gegner dieser Neonazis verfolgen, die gewaltlos demonstriert haben? Und was sind unter solchen Umständen die Aufrufe des sächsischen Ministerpräsidenten wert, in diesem Jahr  wieder gegen die Neonazis zu demonstrieren? (wh)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24936&amp;md5=ca0a4e75fa925d9355356d695171c950" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zu viel Berlin?</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 14:39:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die nordrhein-westfälische Linke hat sich für mehr Macht für die Landesverbände ausgesprochen. NRW-Parteichef Hubertus Zdebel: „Unsere Führungsgremien sind bislang zu Berlin-lastig, da sitzen zu viele Bundestagsabgeordnete drin.“ Ähliche Kritik ist zuletzt häufiger zu hören gewesen. Vor einigen Tagen hatte Thüringens Fraktionschef Bodo Ramelow erklärt, die Fraktion habe sich „innerhalb der Partei leider einen viel zu großen Status freigeräumt"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die nordrhein-westfälische Linke hat sich für mehr Macht für die Landesverbände ausgesprochen. NRW-Parteichef Hubertus Zdebel wird von einer Nachrichtenagentur <a href="http://www.net-tribune.de/nt/node/94451/news/NRW-Linke-will-mehr-Macht-der-Landesverbaende" target="_blank">mit den Worten zitiert</a>: „Unsere Führungsgremien sind bislang zu Berlin-lastig, da sitzen zu viele Bundestagsabgeordnete drin.“ Die Kritik ist zuletzt häufiger zu hören gewesen und zielt vor allem auf die Rolle der Fraktion im Gesamtgefüge der Linken – im geschäftsführenden Vorstand zum Beispiel gehören nur drei von zwölf Linken nicht dem Bundestag an. Vor einigen Tagen hatte Thüringens Fraktionschef <a href="http://www.fr-online.de/politik/linke-politiker-bodo-ramelow--wir-haben-klamauk-geliefert-,1472596,11347224.html" target="_blank">Bodo Ramelow erklärt</a>, die Fraktion habe sich „innerhalb der Partei leider einen viel zu großen Status freigeräumt. Die Führung der Partei, die Richtlinienkompetenz muss wieder ins politische Zentrum zurück, unter kraftvoller Beteiligung der Landesverbände.“ Die Partei , so Ramelow, sei „nicht der Schwanz und die Bundestagsfraktion nicht der Hund“. (vk)</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24763&amp;md5=a92cc9b7d7978abd863456c1bb63ecf1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Morloks Gutachten</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 08:39:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bodo Ramelow]]></category>
		<category><![CDATA[Dietmar Bartsch]]></category>
		<category><![CDATA[Gutachten]]></category>
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		<category><![CDATA[Oskar Lafontaine]]></category>
		<category><![CDATA[Raju Sharma]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialistische Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Neskovic]]></category>

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		<description><![CDATA[(Update) Kommende Woche wird der geschäftsführende Vorstand der Linken über die Anträge entscheiden, vor der Wahl der neuen Vorsitzenden auf einem Parteitag im kommenden Juni eine Mitgliederbefragung durchzuführen. Das ist, zuallererst, eine politische Frage. Über die Antwort wird in der Linken derzeit aber vor allem auf juristischem Parkett diskutiert: Nun liegt ein Gutachten der Düsseldorfer Parteienrechtlers Martin Morlok vor, der zu einem ganz ähnlichen Ergebnis kommt. Beenden wird seine Expertise die Diskussion aber wohl kaum]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>(mit Update 9.1.)</em> Am Donnerstag der kommenden Woche wird der geschäftsführende Vorstand der Linken über die Anträge <a href="https://www.die-linke.de/partei/organe/parteivorstand/parteivorstand20102012/vondensitzungen/sofortinformationsitzungdesgeschaeftsfuehrendenpvam19dezember2011/" target="_blank">entscheiden</a>, vor der Wahl der neuen Vorsitzenden auf einem Parteitag im kommenden Juni eine Mitgliederbefragung durchzuführen. Das ist, zuallererst, eine politische Frage. Über die Antwort wird in der Linken derzeit aber vor allem auf juristischem Parkett diskutiert: Ist ein konsultativer Mitgliederentscheid von der Satzung gedeckt und rechtlich erlaubt? Nein, meinte unlängst schon der frühere Fraktionsjustiziar und ehemaliger Bundesrichter Wolfgang Neskovic. Nun liegt ein Gutachten der Düsseldorfer Parteienrechtlers Martin Morlok vor, der zu einem ganz ähnlichen Ergebnis kommt. Beenden wird seine Expertise die Diskussion aber wohl kaum.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Gutachten von Martin Morlok – <a href="http://www.die-linke.de/fileadmin/download/nachrichten/2012/120105_gutachten_morlok_mitgliederentscheid.pdf" target="_blank">hier</a></em><br />
<em>Stellungnahme von Halina Wawzyniak &#8211; <a href="http://blog.wawzyniak.de/wp-content/uploads/2012/01/Meinungs%C3%A4u%C3%9Ferung-zum-Gutachten-Morlok.pdf" target="_blank">hier</a></em><br />
<em>Ein Brief von Bodo Ramelow &#8211; <a href="http://www.bodo-ramelow.de/fileadmin/bodoramelow/Dokumente/Parteivorstand_Mitgliedervotum_2012-01.pdf" target="_blank">hier</a></em><br />
<em>Gutachten von Wolfgang Neskovic – <a href="http://www.wolfgang-neskovic.de/files/gutachten_mit_anhang.pdf" target="_blank">hier</a></em><br />
<em>Eine andere Sichtweise von Halina Wawzyniak – <a href="http://blog.wawzyniak.de/?p=3817" target="_blank">hier</a></em></p>
<p>Bereits seit Freitag wird über Morloks Papier im Internet lebhaft gestritten – obwohl den meisten das Gutachten gar nicht vorliegen dürfte. (Was <a href="https://twitter.com/#!/Andreashoeppner/statuses/155573458779115520" target="_blank">Kritik auslöste</a>, da die Parteimitglieder einmal mehr eine Debatte verfolgen müssen, bei der sie über wichtige Papiere keine Kenntnis hat. Wie inzwischen <a href="http://blog.wawzyniak.de/?p=3831" target="_blank">bekannt wurde</a>, wird das Gutachten am Montag veröffentlicht. Am Sonntag findet man es allerdings <a href="http://www.potemkin-zeitschrift.de/wordpress/wp-content/uploads/Gutachten_Die-LINKE_Mitgliederentscheid_MM.pdf" target="_blank">bereits im Internet</a>.) Bestimmt war es nämlich, so heißt es im Vorstand, für einen sehr kleinen Verteiler, und es sei mit dem Hinweis verschickt worden, die Expertise bitte nur persönlich zu verwenden. Kaum versandt, <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13801737/Mitgliederentscheid-verstoesst-gegen-Linken-Satzung.html" target="_blank">berichtete</a> als erste die <em>Welt</em> über den Inhalt der 22 Seiten. Darin komme Morlok „zu dem Schluss, dass es satzungswidrig wäre, die Basis über eine neue Führung entscheiden zu lassen“, schreibt das Blatt – eine Frage, die in der Linken völlig unumstritten ist. Denn es geht, sagen die Antragsteller und ihre Befürworter, um eine Befragung, um ein Votum, das empfehlenden Charakter für den Parteitag habe.</p>
<p>Neskovic hatte dies in einer viel diskutierten <a href="http://www.wolfgang-neskovic.de/files/gutachten_mit_anhang.pdf" target="_blank">Stellungnahme</a> (siehe auch <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/kritik-an-einmischung-gutachten-mitgliederentscheid-neskovic-ramelow-wawzyniak-lafontaine/" target="_blank">hier</a> und <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/hund-und-schwanz-mitgliederentscheid-neskovic-ernst-morlok-gutachten/" target="_blank">hier</a>) abgelehnt mit dem Hinweis, eine solche Befragung habe eine faktische Bindungswirkung und schränke daher die Rechte des Parteitags ein. So argumentiert auch Morlok, der schreibt, dass „die Durchführung einer offiziell von der Partei organisierten ,Wahl‘ der Parteivorsitzenden (&#8230;) auch bei proklamierter rechtlicher Unverbindlichkeit eine erhebliche tatsächliche politische Bindungswirkung“ habe. Gegen den Widerspruch der Befürworter, die meinen, es gehe eben nicht um eine Wahl, sondern um demokratische Beteiligung per empfehlendem Basisvotum, meint der Düsseldorfer Jurist, dieser Verweis sei „törichte Naivität oder bewusstes Dummstellen“. Morlok kommt nun in seiner Expertise außerdem zu dem Schluss, dass die Satzung der Linken „gegenwärtig keine Rechtsgrundlage für die Durchführung einer auch nur konsultativen Heranziehung der Mitglieder für die Bestimmung der Parteivorsitzenden“ enthält. „Die vorliegenden Anträge auf Durchführung eines Mitgliederentscheides über die Person der Parteivorsitzenden sind als unzulässig abzuweisen“, heißt es in dem Papier.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>dazu im Neuen Deutschland &#8211; <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/215107.keine-urwahl-der-linken-spitze.html" target="_blank">hier</a></em></p>
<p>Während die Berichterstattung der <em>Welt</em> und auch der <em>Süddeutschen</em> von einigen Gegnern einer Mitgliederbefragung unmittelbar als Bestätigung aufgefasst wurde, verwiesen andere, <a href="http://www.sozialistische-linke.de/politik/debatte/528-morlok-gutachten-zum-mitgliederentscheid" target="_blank">etwa die</a> Sozialistische Linke, noch einmal auf die ihrer Ansicht nach entscheidenderen politischen Argumente. „Ein Mitgliederentscheid ohne vorherige Debatte und Befragung der Kandidaten auf einem Parteitag ist keinesfalls demokratischer sondern atomisiert den demokratischen Prozess.“ Das Problem an dem Gedanken ist: Derzeit sieht es so aus, als ob ein Personaltableau abermals in einem „gewissen Kreis“ vorausgemendelt wird, was man ebensowenig als „demokratischer“ ansehen kann.</p>
<p>Die Befürworter, die unter anderem auf den Aspekt des Minderheitenschutzes pochen, der als zentraler Gedanke hinter der Möglichkeit steht, dass eine bestimmte Anzahl von Mitgliedern eine Befragung durchsetzt, bringen nun Zweifel über Morloks Gutachten zum Ausdruck. Dabei geht es weniger um juristische Fragen, auch wenn diese durchaus eine Auslegungssache sein können, wie Morlok in der Expertise selbst schreibt. Immerhin setze er sich „mit Rechtsfragen der innerparteilichen Willensbildung auseinander, die bislang weder in der Wissenschaft noch in der gerichtlichen Praxis größere Beachtung gefunden haben. Es kann daher keine Gewähr dafür übernommen werden, dass in einer gegebenenfalls geführten gerichtlichen Auseinandersetzung die Gerichte sich den hier vertretenden Positionen anschließen werden“.</p>
<p>Sondern es geht auch um den politischen Vorgang selbst, der zum Gutachten führte. Bodo Ramelow erklärte, er habe „beim Studieren“ des Gutachten „leider“ feststellen müssen, dass der darin formulierte Auftrag – nämlich zu „klären, ob bei bestehender Satzungslage eine – gegebenenfalls nur konsultative – Heranziehung der Mitglieder der Partei die Linke zur Bestimmung der Parteivorsitzenden möglich ist“ – nicht dem entspreche, was ihm, Ramelow, als Vertrauensperson der Antragsteller einer Mitgliederbefragung, als Auftrag mitgeteilt worden sei. „Das führt dann zu Äpfeln und Birnen! Zu mehr Ruhe und Rechtssicherheit in der Partei führt es nicht“, so der Thüringer Fraktionschef. „Falsche Frage gestellt, wie&#8217;s aussieht“, <a href="https://twitter.com/#!/sharma_ra/statuses/155564947529674752" target="_blank">meint auch</a> Bundesschatzmeister Raju Sharma.</p>
<p><a href="http://www.bodo-ramelow.de/fileadmin/bodoramelow/Dokumente/Parteivorstand_Mitgliedervotum_2012-01.pdf" target="_blank">In einem Brief</a> an die Linkenspitze hatte Ramelow vor wenigen Tagen zudem darauf hingewiesen, dass er vor dem Erfurter Parteitag beim geschäftsführenden Vorstand eigens angefragt hatte, „inwieweit“ die Satzungslage inklusive vorliegender Anträge eine Mitgliederbeteiligung in Personalfragen ermögliche. Dazu hatte bereits Linkenvize Halina Wawzyniak <a href="http://blog.wawzyniak.de/?p=3817" target="_blank">Stellung genommen</a>. Und Ramelow meint: Der Vorstand habe dazu im Rahmen einer Sitzung „eine eindeutige Auffassung“ vertreten – nämlich das dies zulässig sei. „Im Vertrauen auf die Auskunft“, so Ramelow, habe er auch davon abgesehen, eine entsprechende Initiative für den Parteitag einzureichen. In einem Nebenstrang der Diskussion ging es in den vergangenen Tagen auch darum, ob die Satzungsformulierung „zu allen politischen Fragen“ auch eine personelle einschließe. Hier verweisen führende Linke darauf, dass in Erfurt ein Antrag vorgelegen hätte, der die Änderung in „Sachfragen“ begehrte – was mindestens zeige, dass der entsprechende Passus im Statut auslegbar ist, eine solche Auslegung von Morlok aber nicht vorgenommen worden sei.</p>
<p>Der Düsseldorfer Parteienrechtler hat den Fusionsprozess von Wahlalternative und PDS eng begleitet und gilt als einer der wichtigsten Experten seines Faches. Bemerkenswert an seinem Gutachten ist unter anderem: Anders als Neskovic in seiner Expertise meint Morlok, dass zwar das Parteiengesetz „gegenwärtig einer Urwahl des Parteivorstandes oder einzelner Mitglieder des Parteivorstandes entgegen“ steht – er sieht aber gerade hierin ein Problem. „Ob diese Einschränkung der Gestaltungsfreiheit der Parteien verfassungsmäßig ist, kann bezweifelt werden. Hier besteht eine Möglichkeit für rechtspolitische Initiativen“, so der Professor in der aus neun Punkten bestehenden Zusammenfassung des Gutachtens. Es könne „kontrovers diskutiert werden“, ob „eine verfassungskonforme Auslegung des geltenden Gesetzes dazu führt, eine Urwahl der Parteivorsitzenden für erlaubt zu halten“. Morlok rät aber von einem solchen „riskanten Weg“ ab.</p>
<p>Oskar Lafontaine hat unlängst (wie viele andere auch) darauf hingewiesen, dass das Parteiengesetz „zwingend“ vorschreibe, dass die Vorsitzenden von einem Parteitag gewählt werden. Niemand sehe das anders, sagen die Befürworter der Basisbefragung &#8211; und weisen, wie Ramelow in seinem Brief an die Linkenführung, spitz darauf hin, dass andere Parteien Mitgliedervoten schon praktiziert haben“, was „Mitglieder, die damals in einer solchen Partei selber aktiv waren“, wissen könnten. „Ein Seitenhieb gegen Lafontaine“, <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/linkspartei-in-gewissen-runden-zu-gewissen-stunden-11593733.html" target="_blank">meinte dazu</a> die <em>Frankfurter Allgemeine</em>. Der Saarländer selbst hat darauf <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2948241" target="_blank">schon geantwortet</a>: &#8220;Darüber hinaus ist bei Personalfragen eine Befragung schon deshalb problematisch, weil sie während der Amtszeit der gewählten Vorsitzenden läuft. Das ist der Unterschied zu der damaligen Befragung der SPD.&#8221;</p>
<p>Hierin wird das eigentliche Problem sichtbar: Letzten Endes wird man über die Mitgliederbefragung nicht allein juristisch befinden können, es ist zuvörderst eine politische Angelegenheit &#8211; und im konkreten Fall eine der Entscheidung zwischen Befürwortern und Gegnern eines Verfahrensweges, von dem sich jeweils politische Vorteile versprochen werden. Und dass es bei aller Debatte immer auch ein wenig (oder ein wenig mehr) um die Person Dietmar Bartsch geht, ist auch jedem klar. „Für ihn bedeutet das Gutachten einen Rückschlag“, <a href="http://www.sueddeutsche.de/z5r38q/403348/Mitgliederentscheid-der-Linken-utopisch.html" target="_blank">schreibt die <em>Süddeutsche</em></a>, die nun „praktisch keine Hintertüren“ mehr für eine Mitgliederbefragung sieht. Offen ist, ob einer der Antragsteller nicht doch noch eine solche aufstößt &#8211; sie würde dann zur Schiedskommission führen. Bartsch hat inzwischen noch einmal bekräftigt, seine Kandidatur auch aufrecht zu erhalten, wenn es keine Befragung der Basis geben sollte. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24540&amp;md5=09573062c7d3bd0557cb2b370f7a3972" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Beitrag oder Einmischung?</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/kritik-an-einmischung-gutachten-mitgliederentscheid-neskovic-ramelow-wawzyniak-lafontaine/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 17:59:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bodo Ramelow]]></category>
		<category><![CDATA[Caren Lay]]></category>
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		<category><![CDATA[Oskar Lafontaine]]></category>
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		<description><![CDATA[Wohl und Wehe eines möglichen Mitgliederentscheids über die kommende Spitze der Linken sorgen weiter für Streit. Thüringens Fraktionschef Bodo Ramelow nannte gutachterliche Überlegungen von Wolfgang Neskovic „uninteressant" und eine "Einmischung". Parteivize Halina Wawzyniak kann sie fachlich weder teilen noch nachvollziehen. Und Oskar Lafontaine meint sogar, eine direkte Beteiligung der Basis dürfe es aus Respekt vor dem Vorsitzenden "während ihrer Amtszeit" nicht geben]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wohl und Wehe eines möglichen Mitgliederentscheids über die kommende Spitze der Linken sorgen weiter für Streit. Thüringens Fraktionschef Bodo Ramelow <a href="http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/die-linke-anhaltender-streit-ueber-neuwahl-der-fuehrungsspitze_aid_697882.html" target="_blank">nannte</a> gutachterliche <a href="http://wolfgang-neskovic.de/files/gutachten_mit_anhang.pdf" target="_blank">Überlegungen</a> von Wolfgang Neskovic (siehe <a href="http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/hund-und-schwanz-mitgliederentscheid-neskovic-ernst-morlok-gutachten/" target="_blank">auch hier</a>) „uninteressant, da sich die Bundestagsfraktion hier mal wieder in Dinge einmischt, die wirklich nicht Sache der Bundestagsfraktion sind. Ramelow, über den die <em>Mitteldeutsche Zeitung</em> <a href="http://www.presseportal.de/pm/47409/2172686/mitteldeutsche-zeitung-linke-ramelow-kritisiert-gutachten-zur-mitgliederbefragung" target="_blank">schreibt</a>, er sei „als Vertrauensperson mit der konkreten Ausgestaltung einer möglichen Mitgliederbefragung befasst“, nannte Neskovics Email eine „Einmischung“ und zudem „unangemessen“. Der ehemaliger Justiziar der Fraktion und frühere Bundesrichter wies nach Darstellung seines Büros darauf hin, die Überlegungen seien als Beitrag für den „internen Diskussionsprozess“ gedacht gewesen. Dort sind sie bereits auf Widerspruch von der stellvertretenden Parteivorsitzenden Halina Wawzyniak gestoßen, die ihre fachliche Replik inzwischen <a href="http://blog.wawzyniak.de/?p=3817" target="_blank">öffentlich dokumentiert</a> hat. Eigentlich hatte der Düsseldorfer Parteienrechtler Martin Morlok den Auftrag für ein Rechtsgutachten zur frage des Mitgliederentscheids über die Linken-Spitze erhalten. Über den Inhalt von dessen Expertise ist bisher nichts bekannt. Darüber hinaus hatte es im geschäftsführenden Vorstoß offenbar auch schon Vorarbeiten der Bundesgeschäftsführer Caren Lay und Werner Dreibus gegeben, denen zufolge eine Basisbefragung sehr wohl möglich sei.</p>
<p>Der Streit um die rechtliche Bewertung des Mitgliederentscheids, der sich unter anderem um die Frage dreht, ob die Satzung eine konsultative Befragung der Basis in Personaldingen überhaupt vorsieht und inwiefern eine solche mit dem Parteiengesetz und der Entscheidungsfreiheit von Delegierten kompatibel ist, mausert sich mehr und mehr zur Bühne, auf dem der grundsätzliche Dissens ausgetragen wird: Wer will und wer warum keinen Mitgliederentscheid? Nun hat sich auch Oskar Lafontaine <a href="http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/die-linke-anhaltender-streit-ueber-neuwahl-der-fuehrungsspitze_aid_697882.html" target="_blank">zu Wort gemeldet</a> und die Diskussion mit einem neuen Argument beglückt: „Auch aus Respekt vor“ den Parteivorsitzenden Gesine Lötzsch und Klaus Ernst „verbietet sich nach meiner Überzeugung während ihrer Amtszeit eine Befragung.“ Abgesehen davon, dass das die Genannten anders sehen oder zumindest einmal anders gesehen haben: Eine direkte Beteiligung der Basis wäre, wenn Lafontaines Diktum auch in anderen Konstellationen gelten soll, dann wohl entweder ganz ausgeschlossen – oder die Partei müsste, wenn sie ihrem basisdemokratischen Anspruch gerecht werden wollte, übergangsweise auf Vorsitzende verzichten, damit während eines solchen Interregnums dann ein Mitgliederentscheid ganz ohne Respekts-Schaden ablaufen kann. Nur: Das lässt wiederum das Parteiengesetz auch nicht zu. (vk)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24329&amp;md5=0612e22e6a965849101eb2d4ed8a7dc8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Hund und Schwanz</title>
		<link>http://www.lafontaines-linke.de/2011/12/hund-und-schwanz-mitgliederentscheid-neskovic-ernst-morlok-gutachten/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 12:38:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bodo Ramelow]]></category>
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		<category><![CDATA[Klaus Ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Morlok]]></category>
		<category><![CDATA[Mitgliederentscheid]]></category>
		<category><![CDATA[Parteiengesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Satzung]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Neskovic]]></category>

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		<description><![CDATA[Klaus Ernst hat noch einmal bekräftigt, dass über einen möglichen Mitgliederentscheid ausschließlich nach formalen und juristischen Kriterien entscheiden werde. Um letztere, also die rechtlichen Fragen, ist längst ein Disput entbrannt. Nun wird die Debatte durch gutachterliche Überlegungen des früheren Justiziars der Linksfraktion, Wolfgang Neskovic, neu angeheizt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Klaus Ernst geht davon aus, dass sich die Linke im kommenden Jahr „in großer Einmütigkeit eine plurale und kooperative Führung“ wählt. Über einen möglichen Mitgliederentscheid werde der Parteivorstand ausschließlich nach formalen und juristischen Kriterien entscheiden, sagte der Bayer der dpa. Um letztere, also die rechtlichen Fragen, ist längst ein Disput entbrannt. Nun wird die Debatte durch gutachterliche Überlegungen des früheren Justiziars der Linksfraktion, Wolfgang Neskovic, neu angeheizt. Dabei geht es um zwei Dimensionen: Erstens um die Frage, ob es politisch vertretbar ist, dass sich die Fraktion in einen Streit einschaltet, den zu lösen die Partei bereits einen anderen Juristen, den Parteienrechtler Martin Morlok, beauftragt hat. Und zweitens um die inhaltlichen Argumente der Neskovic-Intervention. Zur ersten Frage passt eine Äußerung von Bodo Ramelow, der in einem <a href="http://www.fr-online.de/politik/linke-politiker-bodo-ramelow--wir-haben-klamauk-geliefert-,1472596,11347224.html" target="_blank">Interview</a> mit der <em>Frankfurter Rundschau</em> geäußert hat: Die Bundestagsfraktion habe sich „innerhalb der Partei leider einen viel zu großen Status freigeräumt“. Die Linke sei „doch nicht eine Partei, die an der Bundestagsfraktion hängt. Die Partei ist nicht der Schwanz und die Bundestagsfraktion nicht der Hund.“ Ramelow, der für einen Mitgliederentscheid plädiert hat, sagte, „die Führung der Partei, die Richtlinienkompetenz muss wieder ins politische Zentrum zurück, unter kraftvoller Beteiligung der Landesverbände“. Dass Neskovic seine juristischen Überlegungen zur Frage eines Mitgliederentscheids an alle Bundestagsabgeordneten der Partei gesandt hat, stößt bei einem Teil der linken Parlamentarier auf wenig Beifall – dies sei eine Angelegenheit der Partei, heißt es. Materiell sieht Neskovic in <a href="http://www.potemkin-zeitschrift.de/wordpress/wp-content/uploads/111223_K%C3%B6nnen-die-n%C3%A4chsten-Parteivorsitzenden-der-Partei-DIE-LINKE.pdf" target="_blank">seinem Papier</a> sowohl das Parteiengesetz als auch die Satzung der Linken gegen einen Mitgliederentscheid über die kommende Doppelspitze sprechen. Eine gewisse Ironie ist es, dass sich der parteilose Abgeordnete dabei vorrangig auf Morlok beruft. Es soll, <a href="http://www.potemkin-zeitschrift.de/2011/12/24/weihnachtsgrusse-an-die-mitgliedschaft/" target="_blank">heißt es hier</a>, inzwischen auch eine Replik aus Fraktion und Parteivorstand vorliegen, in der darlegt werde, „warum die politische Frage des Parteivorsitzes mittels eines empfehlenden Mitgliederentscheides der Basis zur Abstimmung vorgelegt werden kann“. Am 12. Januar will sich die Linken-Spitze mit der Angelegenheit befassen – bis dahin soll auch das Morlok-Gutachten vorliegen. Parteichefin Gesine Lötzsch ist sich derweil sicher, dass die Basisbefragung kommt: &#8220;Wir fordern in unserem Parteiprogramm Demokratie und Transparenz. Das müssen wir auch leben&#8221;, <a href="https://www.taz.de/Gesine-Loetzsch-ueber-die-Linkspartei/!84323/" target="_blank">so Lötzsch</a> in der <em>Tageszeitung</em>. Es gebe &#8220;natürlich auch Argumente dagegen. Aber wir haben dieses Recht in der Satzung festgelegt. Im Moment sieht es so aus, als wäre das Quorum erreicht. Von daher geht es jetzt gar nicht mehr darum, sich dafür oder dagegen auszusprechen – er wird einfach stattfinden. (vk)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24270&amp;md5=38724befbe92df23cea5913f23bc67b0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Träume vom Boulevard</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 08:10:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Bodo Ramelow]]></category>
		<category><![CDATA[Boulevard]]></category>
		<category><![CDATA[Gregor Gysi]]></category>
		<category><![CDATA[Klar]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[St. Pauli Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Was Linksfraktionschef Gregor Gysi so träumt? Ein bisschen zumindest von einer linken Boulevardzeitung, „denn es gibt so viele Leute, die können nicht so viel lesen, die brauchen das übersetzt, einfach, schnell und visuell“. Warum überlasse die Linke „das alles der Bild?“, fragt sich Gysi - und hat keine richtige Antwort darauf]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was Linksfraktionschef Gregor Gysi so träumt? <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13780740/Gysi-traeumt-von-einer-linken-Boulevard-Zeitung.html" target="_blank">Ein bisschen zumindest</a> von einer linken Boulevardzeitung, „denn es gibt so viele Leute, die können nicht so viel lesen, die brauchen das übersetzt, einfach, schnell und visuell“. Warum überlasse die Linke „das alles der Bild?“, fragt sich Gysi, meint, alle hätten sich damit abgefunden und sagt dann noch, „vielleicht sollten wir es doch mal versuchen“. Was er gleich wieder zurücknimmt, denn Linke seien wohl dazu nicht in der Lage: „Wir haben nicht den Hang zur Oberflächlichkeit. Und den muss man haben, sonst funktioniert eine Boulevardzeitung nicht, auch eine linke Boulevardzeitung nicht“, zitiert den Linksfraktionschef eine Nachrichtenagentur. Einen komplexen Sachverhalt auf drei Punkte zu reduzieren, könnten die Linken nicht. Die Rechten könnten es dagegen immer.</p>
<p>Nun könnte man durchaus der Meinung sein, dass sich die Linke doch im Gegenteil ganz gern damit begnügt, politische Probleme auf kurze Sätze zu bringen und Widersprüche in knalligen Parolen zu versenken. Und genauso könnte man Gysi darauf hinweise, dass die von ihm geleitete parlamentarische Abteilung der Linken – die übrigens <a href="http://www.fr-online.de/politik/linke-politiker-bodo-ramelow--wir-haben-klamauk-geliefert-,1472596,11347224.html" target="_blank">hier von Bodo Ramelos kritisiert</a> wird: „Die Partei ist nicht der Schwanz und die Bundestagsfraktion nicht der Hund.“ – seit geraumer Zeit eine Art linkes <a href="http://www.linksfraktion.de/klar/" target="_blank">Boulevardblatt herausgibt</a>: die <em>Klar</em>. Eine „Massenzeitung“, die jedenfalls mit den Mitteln des Boulevard arbeitet. Ob es einen linken Boulevard überhaupt geben kann, ob die Widersprüche zwischen Vereinfachung, Skandalisierung, Personalisierung auf der einen und Aufklärung, Komplexität, Diskursivität auf der anderen gelöst werden können, bleibt eine offene Frage. Versuche hat es auch in der Bundesrepublik gegeben, manchem galten gar die <em>St. Pauli Nachrichten</em> als linker Boulevard und in der Schweiz wurde der <em>Blick</em> so bezeichnet. (vk)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24255&amp;md5=3c16c81b92a54609bbf712d1eb1e3ffa" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Punkt und Komma</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 07:16:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bodo Ramelow]]></category>
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		<category><![CDATA[Mitgliederentscheid]]></category>
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		<category><![CDATA[Satzung]]></category>
		<category><![CDATA[Steffen Bockhahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf dem Weg zu einem möglichen Mitgliederentscheid geht es offenbar voran. Am vergangenen Freitag hat der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern „stellvertretend für die anderen Landesverbände einen entsprechenden Antrag gestellt“, sagte Nordost-Chef Steffen Bockhahn. Er „gehe davon aus, dass der Mitgliederentscheid nun stattfindet“. Das sehen auch Gesine Lötzsch und Klaus Ernst so, allerdings müssten die formalen Voraussetzungen erfüllt seien. Bis zum 12. Januar soll nun über die genaue Formulierung der Frage für den Mitgliederentscheid gesprochen werden. Dabei, so die Linkenvorsitzende, komme es „auf Punkt und Komma“ an]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Weg zu einem möglichen Mitgliederentscheid geht es offenbar voran. Am vergangenen Freitag hat der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern „stellvertretend für die anderen Landesverbände einen entsprechenden Antrag gestellt“, sagte Nordost-Chef Steffen Bockhahn <a href="http://www.presseportal.de/pm/47409/2168722/mitteldeutsche-zeitung-linke-schwerins-linken-chef-bockhahn-rechnet-fest-mit-mitgliederentscheid" target="_blank">gegenüber der</a> <em>Mitteldeutschen</em>. Er „gehe davon aus, dass der Mitgliederentscheid nun stattfindet“. <a href="http://www.rtl.de/cms/news/rtl-aktuell/spitze-der-linken-schliesst-mitgliedervotum-nicht-aus-aaac-5f19-15-968657.html?nav=ticker" target="_blank">Das sehen auch</a> Gesine Lötzsch und Klaus Ernst so, allerdings müssten die formalen Voraussetzungen erfüllt seien. Angesichts der bisherigen Erklärungen sagte Lötzsch, „das Quorum für einen Mitgliederentscheid wäre, wenn man die alle zusammenrechnete, natürlich erreicht“. Bis zum 12. Januar soll nun über die genaue Formulierung der Frage für den Mitgliederentscheid gesprochen werden. Dabei, zitiert die Nachrichtenagentur dpa die Linkenvorsitzende, komme es „auf Punkt und Komma“ an, da sich viele Landesverbände gegen eine Basisbefragung zur neuen Doppelspitze ausgesprochen hätten. Nach Informationen der <em>Mitteldeutschen</em> gehören zu den Genossen, welche die Anforderungen an den Mitgliederentscheid aushandeln sollen, neben Steffen Bockhahn unter anderem der thüringische Fraktionschef Bodo Ramelow. (tos)</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=24189&amp;md5=4e243d26e8c1596641f9c5abfb4240dd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Twitter-Gespräch</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 06:53:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bodo Ramelow]]></category>
		<category><![CDATA[Dietmar Bartsch]]></category>
		<category><![CDATA[Gesine Lötzsch]]></category>
		<category><![CDATA[Jena]]></category>
		<category><![CDATA[Linksjugend]]></category>
		<category><![CDATA[Niema Movassat]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer hat wen zuerst informiert? Wie auch immer die Kandidatur von Dietmar Bartsch ausgeht - die Leute in der Linken reden darüber. Mitunter ein wenig hitzig. Und gern auch über Twitter]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.twitter.com/NiemaMovassat" target="_blank">NiemaMovassat</a><br />
Dietmar Bartsch plant angeblich als Parteivorsitzender zu kandidieren. Wieso wird zuerst Presse informiert?</p>
<p><a href="http://www.twitter.com/bodoramelow" target="_blank">bodoramelow</a><br />
@NiemaMovassat; da steht &#8220;offenbar&#8221; und nun? Wie hatte Gesine ihre Kandidatur angekündigt? Hat Sie bei Dir vorher gefragt?</p>
<p><a href="http://www.twitter.com/LinXXJena" target="_blank">LinXXJena</a><br />
@bodoramelow Mach mal ganz ruhig, lieber Bodo Ramelow, kein Grund @NiemaMovassat so anzufahren&#8230;</p>
<p><a href="http://www.twitter.com/bodoramelow" target="_blank">bodoramelow<br />
</a>@LinXXJena @niemamovassat Hä? Gehts Euch nicht gut, oder könnt Ihr nicht lesen? Oder ist es schon verboten, Fragen zu stellen?</p>
<p><a href="http://www.twitter.com/NiemaMovassat" target="_blank">NiemaMovassat<br />
</a>@bodoramelow Es geht nicht drum dass man jemanden fragt ob man kandidieren darf, sondern man zuerst die Partei und dann die Medien informiert</p>
<p><a href="http://www.twitter.com/bodoramelow" target="_blank">bodoramelow<br />
</a>@NiemaMovassat; da war meine Frage warum Du mit zweierlei Maß misst! Gesine hat auch nicht die Partei befragt, sondern die Medien informiert!</p>
<p><a href="http://www.twitter.com/bodoramelow" target="_blank">bodoramelow</a><br />
@LinXXJena @niemamovassat; Bartsch hatte alle PV Mitglieder+LV schriftlich vorher informiert, wird mir auf die Frage aus KL Haus mitgeteilt</p>
 <p><a href="http://www.lafontaines-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=23711&amp;md5=c2c4e9b0238da0428d474d60b65f2402" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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