Sonntag - 22. Mai. 2011 - Kommentare: 101
Die Linke hat den Wiedereinzug in die Bremer Bürgerschaft geschafft. Nach der letzten Hochrechnung des Landeswahlleiters ist die Linke mit 5,9 Prozent wieder in der Bürgerschaft vertreten. „Wir sind wieder drin“, freute sich Klaus Ernst, „auch wenn wir uns mehr Stimmen erwartet hätten“. Gesine Lötzsch sprach von einer „sehr guten Sache“ und wies Interpretationen zurück, der Linken sei der Wiedereinzug gerade so geglückt. Das Bremer Ergebnis sei ein Signal, dass die Menschen eine „soziale Opposition“ wollen. Die Spitzenkandidatin Kristina Vogt zeigte sich in der ARD zufrieden, dass die Partei „gegen den Bundestrend“ wieder eingezogen sei - mehr
Sonntag - 22. Mai. 2011 - Kommentare: 0
Sind Grüne und Linke „Perfect Strangers“, wildfremde Leute also, die miteinander höchstens gemein haben, dass sie sich in ihrer Gründungsphase vom Fleisch der SPD nährten und von Politikjournalisten heute immer noch - fälschlich - zum „linken Lager“ gezählt werden? Wie viel Konflikt ist nötig, wie viel Kooperation ist möglich zwischen Latte macchiato und Pilsbier, ökologischem Bürgertum und prekarisiertem Protestwähler? Die Tageszeitung und der Prager Frühling haben darüber Linken-Vize Katja Kipping und Grünen-Geschäftsführerin Steffi Lemke diskutieren lassen - mehr
Sonntag - 22. Mai. 2011 - Kommentare: 6
Die Linke ist in Bewegung, zumindest der Vorstand der gleichnamigen Partei: Nach dem Start der Sitzung des Gremiums am Samstag in der Bundeszentrale zogen die Vorständler am Sonntag ins ND-Gebäude am Ostbahnhof, um am Montag ihr Treffen wieder gegenüber der Volksbühne fortzusetzen. Das Sitzungshopping und die angeschlossenen Pressetermine finden an traditionsbeladenen Orten statt: Karl-Liebknecht-Haus, Münzenberg-Saal, Franz-Mehring-Platz, Rosa-Luxemburg-Saal. Das passt zur Programmdebatte, immerhin stellt der Entwurf die Frage an den Anfang: „Woher wir kommen, wer wir sind“. Die Antwort fällt auch in der Überarbeitung der Redaktionskommission nicht überraschend aus – Änderungen gibt es aber sehr wohl - mehr
Samstag - 21. Mai. 2011 - Kommentare: 7
Bremen sei eines von den unbedeutenden Bundesländern, wird wegen der bevorstehenden Bürgerschaftswahl jetzt allenthalben wiederholt. Wie soll man sich da erst im Saarland fühlen? Dort ist nun Heiko Maas als SPD-Landeschef wiedergewählt worden. Und weil es längst wieder die übliche Tonlage zwischen den beiden Parteien ist, attackierte Maas in Saarbrücken auch die Linke: Deren „populistischer Sozialismus“ sei nichts anderes als eine „Verhöhnung der Gerechtigkeitsfrage“ - mehr
Freitag - 20. Mai. 2011 - Kommentare: 19
In der vergangenen Woche, im Büro von Gesine Lötzsch hat man das nachgezählt, tauchte die Linke im heute Journal des ZDF wie oft auf? Gar nicht. Die Liberalen dagegen acht Mal, die Union fünf, die Grünen vier und die SPD immerhin noch ein Mal. Über das Verhältnis der Linkspartei zu den Medien sagt dieser Schnappschuss erst einmal nicht viel, das Thema wird trotzdem immer wieder gerne diskutiert: Zum Beispiel auf der Frühlingsakademie der Linken am Werbellinsee, wo heute die stellvertretenden Chefredakteure Wolfgang Hübner (ND) und Rüdiger Göbel (Junge Welt) sowie Tom Strohschneider vom Freitag über das Verhältnis den Stand des linken Zeitungswesens und das Verhältnis zur Linkspartei reden wollen - mehr
Donnerstag - 19. Mai. 2011 - Kommentare: 83
Die Frankfurter Rundschau berichtet über eine Studie, derzufolge Antisemitismus und Israelfeindlichkeit in der Linkspartei an Gewicht gewinnen, ja sogar „immer dominanter“ zu werden drohten. Ein solcher Befund wäre höchst gravierend, ihn ohne Kenntnis der Arbeit selbst zu beurteilen soll hier gar nicht erst der Versuch unternommen werden. Derzeit ist die Studie aber noch in der Zeitschriften-Begutachtung und deshalb nicht bei den Autoren zu erhalten. (Inzwischen gibt es einen Download bei der FR). Etwas zu sagen gibt es zu ihr trotzdem. Nicht zuletzt, weil es bereits Äußerungen aus der Linkspartei dazu gibt und das Ganze eine gewisse tagespolitische Relevanz hat. (inzwischen jede Menge Updates) - mehr
Donnerstag - 19. Mai. 2011 - Kommentare: 1
Die Linke hat am Mittwoch knapp 200 Menschen zu ihrem Wahlkampfabschluss auf den Bremer Goetheplatz bewegen können. Das dürfte angesichts der Zahl der angereisten Parteiprominenten aus Berlin etwas enttäuschend sein. Aber die Partei muss sich nicht unbedingt grämen: Wichtiger ist wohl, was in der Zeitung steht. Und da hat der in der Hansestadt dominante Weser-Kurier für die Linke sogar den „Preis für die längste Kundgebung“ erwogen. , von den „vertrauten Forderungen der Linken“ geschrieben, „die den Applaus des Bremer Publikums finden“, den Linkspolitikern attestiert, „ihre Reden geschickt mit Zahlen zur sozialen Spaltung der Stadt“ auszuschmücken. Und, was in der bundespolitisch ziemlich weit am Rande stehenden Doppelstadt offenbar gern gesehen wird: „Sie nehmen sich Zeit für Bremen.“ - mehr
Donnerstag - 19. Mai. 2011 - Kommentare: 9
Die Linke in Sachsen-Anhalt hat nach der Landtagswahl und nach der erwarteten, weil lange angekündigten Entscheidung der SPD für eine Koalition mit der CDU und gegen ein Regierungsbündnis auf der linke Seite ausgiebig die politischen Konkurrenten kritisiert. Und nun über eigene Versäumnisse geredet. Man will schonungslose Opposition betreiben, die Regierung zu klaren Aussagen zwingen – was man in der Opposition eben so machen kann. Vor allem aber: Die Genossen haben darüber nachgedacht, wie sie bei der nächsten Wahl „the same procedure as every year“ verhindern können. Man will einer Linksregierung den Nimbus des Ungehörigen, des Verruchten, des Riskanten nehmen - mehr
Donnerstag - 19. Mai. 2011 - Kommentare: 3
Den 8. Mai zum Gedenktag, sogar zu einem gesetzlichen zu machen, ist alles andere als eine Schnapsidee. Es ist der Tag der Befreiung vom Faschismus, und Mecklenburg-Vorpommern hat diesen Tag schon zum Gedenktag erhoben. Nun hat das für Thüringen der Linke-Fraktionsvorsitzende Bodo Ramelow vorgeschlagen, aber ob es so kommt, muss bezweifelt werden. Warum nicht der 8. Mai? Weil dieses Datum, behauptet die CDU, sich immer einer eindeutigen Festlegung entziehen werde. Hat man richtig verstanden? - mehr
Mittwoch - 18. Mai. 2011 - Kommentare: 1
Die Serie von Anschlägen auf Linken-Büros setzt sich fort: In der Nacht zum Mittwoch sind in Berlin mehrere Scheiben des Kreuzberger Wahlkreisbüros von Linken-Vize Halina Wawzyniak eingeschmissen worden. Die Attacke steht offenbar in Zusammenhang mit der am Samstag zuvor verhinderten Nazidemo – Wawzyniak war bei den Protesten dabei, auch gab es in der Nacht weitere Anschläge, die offenbar von Rechtsradikalen verübt wurden. Wawzyniak hat inzwischen erklärt, dass Nazis mit Versuchen, Gegner einzuschüchtern, nicht durchkommen werden: „Ich fühle mich vielmehr bestärkt in meinem Kampf gegen Rechtsextremismus." - mehr
Mittwoch - 18. Mai. 2011 - Kommentare: 1
Klaus Ernst hat mit der Nachrichtenagentur dapd gesprochen. Beziehungsweise diese mit ihm. Der Linkenvorsitzende erhöht damit seine Medienquote, und die Newsmacher ihre Produktionszahlen: Gleich drei Einzelmeldungen tickerte die Agentur am Mittwochmorgen, um 5 Uhr räumte Ernst eine „Mitschuld an schwachen Wahlergebnissen“ ein; eine Stunde später warf er der „SPD Abschreiben vor“ und um sieben setzte der Linkenchef „weiter auf Lafontaines Rat“ - mehr
Mittwoch - 18. Mai. 2011 - Kommentare: 20
Die Debatte um den überarbeiteten Programmentwurf hat begonnen, bevor der Vorstand am Wochenende über die Neufassung berät. In den Medien dreht sie sich vor allem um die „roten Haltelinien“ – und was die Regierungsfrage angeht, hat sich bereits ein Tenor etabliert: Die Linke, man kann hier die "Tageszeitung" stellvertretend zitieren, rücke „vom Kurs der Fundamentalopposition ab und erleichtert so künftige Regierungsbeteiligungen. Während reformorientierte Spitzenpolitiker der Partei den neuen Entwurf loben, zeigt sich der linke Parteiflügel enttäuscht“. Ob das allerdings der überarbeiteten Passage im Programm und der Realitätstauglichkeit der "Haltelinien" - siehe Düsseldorfer Etatdiskussion – gerecht wird, steht auf einem anderen Blatt - mehr
Dienstag - 17. Mai. 2011 - Kommentare: 1
Aufmerksamkeitsökonomisch mag es ein Vorteil sein, wenn ein so wichtiges Papier wie der überarbeitete Programmentwurf der Linken mit großer Geheimhaltung umgeben wird – das steigert die mediale Neugier, befeuert die Suche nach dem Gral und sorgt gegebenenfalls für eine Erwähnung der um Erwähnung sich sorgenden Partei. Ein demokratiepolitischer Nachteil freilich ist es, wenn der begehrte Lesestoff nur tröpfchenweise in die Öffentlichkeit gerät: Erst berichtete exklusiv die Welt, dann erhielten Neues Deutschland und Junge Welt als „parteinahe Medien“ die Synopse und nn liegt das Papier auch der Süddeutschen sowie der DuMont-Redaktion vor – nur eben der Partei nicht, die doch von dem Streit, über den nun schon berichtet wird, am ehesten betroffen ist - mehr
Dienstag - 17. Mai. 2011 - Kommentare: 8
Dass Peer Steinbrück versucht hat, sich selbst in die Pole Position für das Rennen um die SPD-Kanzlerkandidatur zu bringen, hat einige mediale Wellen geschlagen. Die Debatte auf der anderen Flanke der Sozialdemokratie, bei der Demokratischen Linken 21, wurde dagegen kaum zur Kenntnis genommen. Björn Böhning forderte die SPD auf, klarer von sicherer Arbeit und sozialer Gerechtigkeit zu reden - und ein solches Thema fünf oder zehn Jahre durchzuhalten. Das klingt wie ein unfreiwilliger Kommentar zur Debatte in der Linken über die Lehren aus der Parteikrise: Festhalten an den Stärken und Kernkompetenzen oder Erweiterung der Themenfelder? - mehr
Montag - 16. Mai. 2011 - Kommentare: 1
Die Bremer Linke geht in die letzte Wahlkampfwoche – am Montag diskutiert Spitzenkandidatin Kristina Vogt mit Sahra Wagenknecht über deren neues Buch Freiheit statt Kapitalismus; am Dienstag wird Klaus Ernst zum Tatort Niedriglohn im DGB-Haus erwartet und am Mittwoch ist die Abschlussveranstaltung auf dem Goetheplatz geplant. Die Linke habe gewirkt, sagt Fraktionschef Peter Erlanson und Spitzenkandidatin Vogt bleibt optimistisch, ein gutes Ergebnis zu erreichen - mehr
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