Um jede Stimme
Endspurt in einem engagierten Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen: Am Nachmittag werden in Duisburg Spitzenkandidatin Katharina Schwabedissen, Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht am Kuhtor für die Linke werben und den bösen Geist schlechter Demoskopenzahlen zu vertreiben suchen. „Auch wenn die Linke in Meinungsumfragen zuletzt unter fünf Prozent geführt wurde: Die anderen Parteien sollten sich nicht zu früh freuen“, heißt es in einem Brief linker Prominenz an Linken-Mitglieder. Es lohne sich, „in den verbleibenden Tagen bis zur Wahl, um jede einzelne Stimme (…) und damit für ein soziales Nordrhein-Westfalen zu kämpfen“. Einfach gemacht worden ist es der Partei nicht, eine Zeitung retuschierte sogar die Spitzenkandidatin aus einem Bild von der Elefantenrunde des WDR; bei RTL wurde die Linke erst gar nicht eingeladen. „Die Linkspartei hat es in diesem Landtagswahlkampf äußerst schwer. Doch seit 2010 hat sie dazugelernt“, schreibt die Zeit.
K. Schwabedissen: “Hoffentlich wachen die Deutschen auf” – hier
Klaus Ernst: „Rot-Grün braucht die Kontrolle von links“ – hier
Michael Aggelidis: “Warum Die Linke in den Landtag gehört” – hier
Und auf der Straße scheint die Zustimmung auch gar nicht so schlecht. In Wuppertal kamen am Montag über 1.000 Menschen zu Lafontaine – mehr als bei den Wahlkampfauftritten von Hannelore Kraft und Norbert Röttgen zusammen. Unterstützung erhält die Partei außerdem von knapp 200 Gewerkschaftern, die sich in einem Aufruf für die Wahl der Linken aussprechen. Die DKP ruft ebenfalls zur Wahl der Linken auf und auch in der Sozialistischen Kooperation empfiehlt eine Mehrheit, die Linke zu wählen. (vk, Foto: Quelle konnten wir nicht ermitteln)
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Katharina Schwabedissen ist eine äußerst sympathische Spitzenkandidatin. Ihr gestriges Interview bei Stefan Raab (wir werden wohl nicht überall boykottiert und Raab schauen zumindestens viele junge Menschen) war wirklich sehr gut.
Link zum Video: http://tvtotal.prosieben.de/tvtotal/videos/player/index.html?contentId=131540&initialTab=related
Ja die Sendung bei Stefan Raab hab ich auch gesehen. Indirekt hat er zum Schluss ja sogar aufgerufen die Linke zu wählen. Ich finde sowas sollte man auch mal lobend erwähnen, der Umgang der Medien mit der Linken ist nicht nur unfair.
Katharina würde ich auch wählen – unkompliziert, klar formulierend weil klug und deshalb gewinnend!
Alles Gute für Sonntag!
wahlkampf sieht anders aus! und das kaempfen um jede stimme auch:
heute mittag auf der proppenvollen schildergasse in koeln: die gruenen sind da, die cdu, die spd, die fdp und auch die piraten haben eine stand. wer fehlt? die linke! von den piraten gabs dazu nur hohn und spott: da jiebts nix mehr zu hohlen fuer die! und in der tat: das buedchen der linken war als einziges unbesetzt.
wahrscheinlich kaempft man irgendwo in der kneipe um jede stimme. unfassbar!
@Aries: Wir stehen jeden Tag auf der Straße. Wie schaut es mit ihnen aus? Keinen Wahlkampf machen, aber hier alles besser wissen. Klar, wenn Besserwisser wie sie den Wahlkampf machen würden, würden wir vermutlich bei 50 % stehen, wa?
Die Mitglieder in NRW reißen sich seit Wochen den Arsch auf. Ich habe in NRW für DIE LINKE und früher PDS bestimmt schon 10 Wahlkämpfe als Akteuer miterlebt. Niemals haben sich die Mitglieder dermaßen ins Zeug gelegt für die Partei.
@friedhelm:
und?? tatsache bleibt das heute zur stosszeit niemand da war. ich kann ja deine veraergerung ueber soviel schlamperei und desorganisation verstehen, aber bitte dafuer die anmachen, die in nrw zustaendig sind!
es zeigt sich eben das die linke im westen defakto nicht existiert. auch im wahlkampf! oskar: gut gemacht! und am montag machste auf heiland und retter.
@ Friedhelm
Dein Kommentar ist nur zu loben, er kommt aus dem wirklichen Leben.
Die Spinn-Doktoren u.a. Aries sind für die Demotivation zuständig.
Wir befassen uns mit Genossen die mit 80 Jahren noch Plakate aufhängen und ein Verbot ablehnen. Alles für unsere Partei.
Lieber Friedhelm, ich wünsche euch von ganzen Herzen den erneuten
Einzug in den NRW-Landtag. GLÜCK AUF!!!
Trotz K-Debbatte haben wir bei der LTW 2011 bessere Ergebnisse
(1. und 2. Stimme) geholt wie einige unsere Spitzenfunktionäre.
Wir haben Wahlkampf aus dem Kofferraum gemacht und kaum ohne Unterstüzung.
was fuer ein paralleluniversum tut sich hier auf?
berechtigte kritik an der abwesenheit der partei wird einfach weggebuegelt? die ueberbringer der meldung der nullleistungen werden zu spindoktoren fuer demotivation ernannt? wie krank muss man sein?
? mal zur erinnerung: im letzten wahlkampf in nrw gab es eine armee von beschwerden weil plakate nicht oder falsch oder zu spaet geliefert wurden. reichlich material kam in den flaechenkreisen erst garnicht an. es klappte organisatorisch wenig. dieses jahr scheints nicht viel besser zu sein. und was machen die herren kommentatoren daraus? den ueberbringer der schlechten nachricht anmachen!
hallo! nicht der postbote erstellt mahnungen, er transportiert die nur!
ich moechte einmal erleben, dass nach einer wahl im westen ordentlich abgerechnet wird und nur einmal das die personen vor ort wenigstens etwas lernen fuer den naechsten wahlkampf. nur einmal!!
@ Lieber Aries,
die Wahlkampfbude auf der Schildergasse war heute zu, weil parallel die Abschlusskundgebung der DIE LINKE auf dem Heumarkt stattfand, mit Gregor Gysi, Bärbel Beuermann und Klaus Ernst.
Hätten wir gewusst, dass Sie heute in Köln sind und es Sie dermaßen ärgert, dass diese Bude zu ist, dann hätten wir Sie natürlich parallel geöffnet. Morgen ist Sie aber wieder auf und wenn Sie sich noch in den Wahlkampf der DIE LINKE Köln einbringen wollen, schreiben Sie uns eine kurze Mail. Wir freuen uns über jede Unterstützung!
Also hier in einem Flächenkreis der Hellwegregion sind unsere Mitglieder fast Tag und Nacht seit vielen Tagen im vollen Einsatz. Mit dem Material gab es überhaupt keine Probleme. Das hat der Landesverband schon gut im Griff.
Heute wurde wieder von denen die können den ganzen Tag Postkarten gesteckt, Infostand gemacht und bis gerade wieder gesteckt. Plakate wurden und werden neu geklebt weil die NPD ohne die erforderliche Anmeldung fremde Plakate überklebt und beschädigt hat. Vermutlich sind immer noch Mitglieder unterwegs die am stecken sind.
Es wurde teilweise Urlaub oder Freischicht genommen.
Also zumindest unser Kreisverband kämpft bis die Füsse brennen. Und die können wirklich brennen!
Morgen früh gehts weiter mit Infoständen und “Parkplatzüberfällen”. Das heißt Leute werden direkt angesprochen.
Ich bin mir sicher wenn fast überall so gekämpft wird, dann schaffen wir es!
Und an dieser Stelle möchte ich mich erneut bei den Genossinnen und Genossen aus anderen NRW Städten und anderen Bundesländern bedanken die uns tatkräftig unterstützt haben und nicht zu bremsen waren.
Danke an die Leute aus Bayern, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Köln. Ich habe bestimmt noch Landesverbände vergessen die alleine bei uns im Kreis waren.
Selbst wenn Oskars (mögliche) Rückkehr nur dafür sorgt, dass Leute wie aries reißaus nehmen, hätte sie sich schon gelohnt.
Aries, dass Du hier Kritik an der Organisation eines Standes in Köln kritisierst ist ja okay. Deine Andeutung, dass Lafontaine und Konsorten heimlich den Untergang von NRW betreiben ist aber Bullshit. Für Oskar und co. steht hier mehr auf dem Spiel, als für alle anderen. Kannst dir doch ausrechnen, welche Auswirkungen der NRW-Untergang auf die Linke.West haben würde. Diese Auswirkungen würden das innerparteiliche Gewicht jener, die ihre Hausmacht im Westen haben, nicht gerade erhöhen. Das alleine schon, wenn man den Leuten puren Karrierismus unterstellt, was ich nicht tue.
Aus meiner Sicht ist ja zu befürchten, daß es Aus ist mit der Linkspartei im Westen:
http://www.xtranews.de/2012/05/11/60589/
toni:
lafo will gebraucht werden. die niederlage in nrw nuetzt ihm dafuer. deswegen wird er natuerlich nichts oeffentlich tun um sie zu betreiben, aber klammheimlich passt es ihm in den kram. das er dazu schwabedissen oeffentlich in den ruecken faellt, passt ins muster. nebenbei ist er, neben ernst, hauptverantwortlich fuer das hereinholen der politsekten (marx 21/linksruck) und damit dem chaos, in die partei. montag wird das schmietentheater weitergefuehrt.
@dirk: du willst echt behaupten, dass ihr ALLE mitglieder aus der fussgaengerzone zu beklatschung von euren oberen abgezogen habt? warn so wenig leute erwartet worden, dass dies noetig erschien? habt ihr so wenig mitglieder an der basis, die noch bereit sind was fuer die kandidaten zu machen, dass ihr keine zwei, drei leute auf diesen extrem wichtigen platz stellen koennt? wir reden hier von koeln und nicht von kleinkleckersdorf!!
@ Lieber Aries,
es ist schwierig mit Leuten zu diskutieren die an ihrem Weltbild um jeden Preis festhalten wollen und sich auch durch Fakten und Einwürfe von Dritten nicht irritieren lassen. Sie haben doch schon längst ihre Meinung über DIE LINKE und den NRW-Wahlkampf. Daher: Passt schon.
Ein Tipp noch: Wenn sie wollen, dass diese blöde West-LINKE und ihre autoritätsgläubigen, dogmatischen und resignierten bzw. in Passivität gehaltenen Mitglieder endlich mal was auf die Reihe kriegen (wenn auch nur einmal!!), dann treten sie ein und bringen sie sich ein. Sie wissen doch: Wenn es gut werden soll, muss man es selber machen.
@dirk : nachtrag: bin leider schon unterwegs nach essen!
Ich war um 11:00 am Stand der LINKEN in Köln am Neumarkt an der Schildergasse. Der Stand war nicht besetzt und niemand von der LINKEN zu sehen. Wie wollen wir so über 5 Prozent kommen?
Aries, wir machen wenn es soweit ist, Wahlkampf vor Ort und verbessern unser Wahlergebnis. Ferner erfreuen wir uns einer
besten Gesundheit. Besserwisser sind für uns unerträglich. Tob Dich
weiter aus. In NRW spricht man von Narrenfreiheit.
Dirk, ich bin seit 22 Jahren in den neuen Ländern.Ich erlebe eine Partei die ein Altersdurchschnitt von 67 Jahren hat, und so beliebig geworden ist, das man sich große Sorgen machen muß. Bald heißt es, wir wollen gerne Sklavenarbeit reformieren anstatt zu verbieten. Wir können uns den globalen Sachzwängen nicht verschließen hören wir immer wieder. Ich kann das neoliberale und
krankhafte Geschwetz nicht mehr hören.
Worum geht es auf diesem Blog?
Die parteirechten Wutbürger wie Aries schäumen gegen Lafontaine. Der sei persönlich schuld an jeder Misere in jedem einzelnem Kreisverband im Westen.
Es geht hier aber um was ganz anderes als Oskar oder Marx 21. Die Linke soll auf den alten Kurs der Ost-Volkspartei festgelegt werden. Der da heißt: handzahme Regierungsbeteiligungen!
Lukrative Posten sind der Lohn. Die Herstellung des neoliberalen Konsens ist der Preis. Die Zeche zahlen wir: Kürzungen, Massenentlassungen, Sozialabbau.
Darum geht es ihnen!
“Das Wechselspiel zwischen bürgerlicher Öffentlichkeit und Linkspartei-Rechter ist sowohl auf die Erlangung einer rechten Diskursoberhoheit in Der Linken als auch auf die Festigung der neoliberalen Hegemonie in der Gesellschaft gerichtet.” Werner Pirker
http://www.jungewelt.de/2012/05-12/003.php
@Bronstein: “Die Linke soll auf den alten Kurs der Ost-Volkspartei festgelegt werden.”
Von wem?
@bronstein: wir hier als kleiner blog legen den kurs einer partei fest? und das glauben sie, weil es der pirker schreibt?
@ Redaktion
Könnt Ihr bitte dafür sorgen, dass hier keine Nickdopplungen auftreten? Danke im Voraus.
Gruß Dirk (der hier schon länger am Start ist, als “Dirk” von 09:53)
Natürlich können Sie den Kurs einer Partei nicht festlegen – Gott sei Dank!
Aber zielgerichtet unterstützen….doch das können Sie…
1. Aires Beschwerde ist zum einen sicherlich richtig und zum zweiten völlig unwichtig. Dass in diesem Wahlkampf nicht ALLES 100% geklappt hat, ist sicherlich genauso richtig wie dass sehr viel geklappt hat. Am einem ausgefallenen Stand kann man jedenfalls nicht den gesamten Wahlkampf festmachen.
2. Es gab KV, die sehr gut gearbeitet haben und es gab andere. Es gab GenossInnen, die sich den Arsch aufgerissen haben, und es gab GenossInnen, von denen man sich mehr Aktivitäten gewünscht hätte. Ach ja, und es gab GenossInnen, von denen man sich weniger Aktivitäten gewüscht hätte, weil deren Aktivitäten eher kontraproduktiv waren. Aber so läuft Wahlkampf eben.
3. Mit dem Bochumer Wahlkampfteam bin ich recht zufrieden. Und da ich im Münsteraner Wahlkampfteam war, kann ich das, denke ich, etwas beurteilen. Natürlich hat auch hier nicht alles geklappt, aber doch recht viel. Und man muss berücksichtigen, dass der sehr kurze Wahlkampf völlig überraschend gekommen ist und der LV keinen Vorlauf hatte.
4. Egal wie die Wahl morgen ausgeht: das Ende der Linken ist dies auch nicht um negativen Fall. Zum einen gibt es uns auch danach noch in NRW, zum anderen sind wir auch danach noch in einigen westlichen Landesparlamente vertreten – und damit meine ich nicht nur Saarland.
Dennoch: 5% und mehr wäre natürlich besser – und verdient.
Zu 4: ich meinte “das Ende der Linken im Westen(!)”. Das Ende der Linken insgesamt wäre dies sowieso nicht. Das behauptet ja auch keiner.
@Bronstein und Jutta: Man wird wohl – erstens und mit Ihrer gütigen Erlaubnis – eine Meinung äußern dürfen. Tos hatte sich – zweitens – kritisch zu Jana Hensel im Freitag geäußert – ist das ein Grund, nun gleich noch auf ihn loszugehen, angefeuert von Kommissar Karl-Eduard Pirker, der sowieso überall nur Abweichler sieht? Und schließlich drittens: Die Linke kann nur froh sein, dass in ihr noch die Volkspartei Ost existiert, sonst wäre sie längst am Ende oder ein kümmerliches Häuflein wie die DKP. Übrigens hätte sich Lafontaine nicht die Bohne für die Linke interessiert, wenn nicht eben diese Volkspartei Ost als Erbmasse dabei gewesen wäre. Das Problem ist nicht die Volkspartei Ost, das Problem ist, dass es bisher nicht gelungen ist, auch eine Volkspartei West aufzubauen.
Jana Hensel. Muss man die kennen?
Laut Wikipedia verbirgt sich hinter dem Namen eine Schriftstellerin, die sich in erster Linie fiktional-gefühlig damit beschäftigt, was sie für Frauen- und Ostthemen hält.
Für den Freitag reicht sowas offenbar. Die Apothekenumschau ist da interessanter.
Ach Herr vk
wer wird denn gleich so angefressen sein…
und wer ist denn auf tos losgegangen….?
Ich kenne übrigens den Herrn Pirker nicht, fand seinen Artikel aber durchaus nachdenkenswert !!! Und das wird ja auch noch gestattet sein…
Und noch was: Die Linke ist im Osten noch eine Volkspartei, weil u.a. solche ” Alten ” wie ich noch treu und brav für sie streiten. Beim Nachwuchs sieht`s längst nicht mehr toll aus…( was ich traurig finde, aber mich ehrlich gesagt auch nicht verwundert)
@Linksman: Überheblicher gehts nicht mehr. Muss man immer gleich – ohne nähere Kenntnis offenbar – die ganze Person zur Sau machen, wenn einem mal eine Äußerung nicht gefällt?
Hallo snooker,
ich habe sachlich-wertend über die berufliche Herkunft der Autorin informiert. Es sind andere, die missliebigen Autoren so gram sind, dass sie gar zur Umtaufe schreiten.
zu morgen:
also spannend wir morgen nur eines: steht eine 3 vor dem komma oder eine 2. beides niederlagen. eine 2 vor dem komma bedeutet aber das der boden herausgefallen ist und die arbeit der linken in nrw wirklich nicht ankam. wir werden sehen.
richtig spannend werden die bedingungen unter denen olaf uns die rettung der partei offeriert und was im kleingedruckten steht. weniger spannend werden die austritte die nach der wahl in nrw kommen werden, aber intern weiss man schon etwas.
kommen wir zu olaf zurück: die frage ist ob die ostdeutschen landesfürsten sich die hinter olafs manöver steckende installation von wagenknecht als parteichefin in spe gefallen lassen werden. denn nur darum kann es gehen, wenn er wie ja schon gegenüber dem saarland spdler angekündigt, er wieder nach berlin 2013 gehen wird. mein tipp: die ostfürsten werden mal wieder nicht den arsch in der hose haben und weiter auf zeit (olafs alter) spielen und hoffen, dass er schnell genug gehen muss aus altersgründen und wagenknecht noch nicht in einer kommaniderenden position ist. dennoch ist dies nur das possenspiel auf der buehne. währenddessen stirbt der rest der partei der noch da ist komplett weg. im osten wegen des alters, im westen weil nichts mehr zu holen ist. ich sprach heute mit jemand am linkenstand in essen. der meinte “wenn es so weitergeht bei uns (gemeint ist essen, nrw die linke), dann brauchen wir kommunalpolitisch garnix mehr machen. ohne etwas mos was die kosten deckt geht es nicht. ” recht hat er!
das problem ist also auf der einen ebene die ränkespiele von olaf bis bartsch und zum anderen das wegsterben/brechen der “basis”.
die leute die dies nur unter “rechter flügel” vs. “linker flügel” sehen, haben überhaupt nicht verstanden, dass es neben diesem – in vielen fällen nur machtkonflikten – ebenso funktionäre vs. einfachem mitglied als mindestens weiteren, zweiten konfliktherd gibt. also “oben” versus “unten”. wobei dann unten es vollkommen egal ist wo man steht: mitbekommen tut man eh nur dann was, wenn man beziehungen hat.
aus dieser einschätzung heraus ergibt sich als konfliktlinie also auch z.B. reformorientiertes basismitglied vs. reformorientierte “führung”. Gelingt es nicht diese rapide schneller werdende kluft zu schließen, dann interessiert demnächst wagenknecht vs bartsch vs olaf niemand mehr. die schon relativ sinnlosen regionalkonferrenzen, dann die absage der ersten und damit der starterkonferrenz im saarland, dann die rundmail von s-a höhn zeigen jedem normalen mitglied was beitrag zahlt, was sein stellenwert ist: du bist beitragskuh und ansonsten wollen wir dich noch nicht einmal mehr verarschen (regiokonferrenz). das schweigen der – wie bekannt mir partiell nicht sehr fernen – reformer finde ich unter aller kannone. auch hier scheint der job oder der zukünftige listenplatz, also die soziale absicherung, erheblich die bereitschaft sich aufzulehnen, zu beeinflussen. @ reformer und fds: BUH!!!!
was also tun?
Hier ein paar ideen:
- eine unterschriftenaktion: wir zahlen keine beiträge mehr bis mehr demokratie in der partei herrscht! Wir fordern daher..a. b. c….
- gründung der BAG “unbezahlte mitglieder”. wer einen bez job bekommt darf nicht rein. sollte dies, was ich glaube, gegen die satzung verstossen: dann macht man außerhalb der partei eine gegenstruktur auf.
- massive erhöhung der abgaben der mandatsträger, so dass niemand mehr als 2-3000 euros machen kann.
wir müssen mit wendl dagegen vorgehen, dass in dieser partei so massive um jobs gekämpft wird, wie nirgendwo. dazu muss das motiv beschnitten werden! und das ist neben “macht” vor allem $$.
und nochwas an die rechten “links”männer und andere wie bronstein und co: es ist nicht so, dass es hier in dem laden um richtungsstreits tatsächlich ging. wenn es so wäre und wenn es um bessere lösungen ginge: warum “streit” aber okay. das problem ist es geht eben nicht um solche, diese sind (fast) immer nur vorgeschoben. das erkennt man schon an der inhaltlichen lieblosigkeit in der die stattfinden.
ihr seit in einer partei der opportunisten (sorry V und “links”mann nicht)! Die frage ist wie man mit dieser tatsache umgeht. Geht man damit nicht um, dann bye bye! weil die suche nach jobs und die bereitschaft auch jeden brudermord zu begehen, zerlegt den laden.
und weil ich noch nichts zu marx21/linksmurx schrieb:
a. die sind die blaupause wie man sich durchsetzt zu beliebigen kosten. deren verhalten ist vollkommen unsolidarisch und zerstörerisch
b. damit ist aber null gesagt, dass nicht auch andere – inkl. bestimmter leute im FdS – und nicht nur in der SL – diese spiele betreiben. von meiner sicht der dinge aus, sind da mitglieder der AKL manchmal harmloser. vielleicht haben die das spiel noch nicht verstanden? Mag auch sein, dass man dort im einen oder anderen fall noch prinzipien hat. schön wärs!
spätestens dienstag werden wir viel freude haben!!!!
@Linksman: “Für den Freitag reicht sowas offenbar. Die Apothekenumschau ist da interessanter.” Ach ja – das ist schachlich wertend?
Hallo snooker,
ja.
Hallo aries,
möchten Sie sonst noch jemand grüßen?
@Aries,
habe gerade Mitternachtspitzen angeschaut und parallel den Rechner wegen eines größeren Ausdrucks laufen lassen. Na, ihre Tirade war ja wie die übliche von Schmickler am Ende der Sendung.
Prost und vielleicht schaffen wir ja doch in NRW die 5 vorm Komma.
@Bronstein
Stimme ihnen zu,Und darum passt es nicht in den Kram,wenn ein LV,der sich nicht bei SPD und Grünen anbiedert,dafür evtl. ein gutres Wahlergebnis erzielt.Die Schnappatmung von Aries und anderen hier bestätigt dies.albrecht müller schrieb Donnerstag:
(…)”Weil die Vorstellungen der Linkspartei zur Überwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise die einzig Vernünftigen sind, darf sie sich den etablierten Parteien nicht anpassen.
Sie muss darauf setzen, dass sich zumindest innerhalb der SPD und der Grünen die ökonomische Vernunft doch noch durchsetzt.”(…)
Das ist das entscheidene:Es sind SPD und Grüne,die Bündnisfähig für “Die Linke” werden müssen und nicht umgekehrt.Und gute,konstruktive Oppositionsarbeit der Linken ist das beste Mittel ,sie dahin zu bringen.Übrigens :ich freue mich trotzdem auch über die Kommunalwahlergebnisse in Thüringen.
Hallo Thomas (12.05., 0:27),
bloß nicht irre machen lassen von ‘nem Blog, der sich auf Lügenbaron Stefan Laurin beruft!
Was Aries also einfällt, ist stärkere Selbstbeschäftigung mit uns selbst und Aufbau einer neuen Konfliktlinie. Diese Mal: bezahllte MitarbeiterInnen gegen Ehrenamtliche. Wirklich nicht ernst zu nehmen. Noch nicht einmal zur Provokation geeignet. Dafür ist es schlicht zu dämlich.
@heinrichs:
genau! ausgrenzen, laecherlich machen und ignorieren! das sind eure methoden. die rechnung bekommt ihr jetzt! eine zwei vor dem komma bestaetigt wie man ueber euch denkt. ihr habt erfolgreich die linke im westen ruiniert. ein hoch auch auf maurer und sein aufbau west.
und keine konfliktlinie zw basis und funktionaeren? lol. der mond ist eine scheibe!
seit heute sind die westlinken nicht mehr ernst zu nehmen. selber schuld!
Das Resultat zeigt, dass der engagierteste Wahlampf nix nützt, wenn nur B-Personal angeboten wird. Die FDP macht vor, wie es geht.
die fdp hat von der dummheit röttgens profitiert und vom medienhype, den es für die fdp, seit die in der krise sind, gibt. da kann die linke nicht mithalten.
@aries kannst du mir als naiven wähler mal sagen, wie du dir die linke vorstellst ? was sie machen soll ?
@ Aries,
1. Ich heiße Henrichs und nicht Heinrichs. So viel Respekt sollte schon sein.
2. Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht fürs Ausgrenzen stehe. Aber ich finde deine Ideen für die NRW-Linke nun mal schlicht blödsinnig. Natürlich gibt es Konflikte und natürlich werden die nun auch ausgetragen. Da mache ich mir keine Illusion. Aber einen nenneswerten Konflikt zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen sehe ich nicht. Wieso sollten wir uns also um ein Problem kümmen, das wir meines Erachtens nicht haben? Ich denke, wir sollten uns um die Probleme kümmern, die wir haben. Und hierzu waren deine Anmerkungen meines Erachtens nicht hilfreich.