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Riss in der Hegemonie

Als vor gut einem Jahr die Linkspartei nach den Wahlen vor allem im Südwesten über die Gründe für ihre  damals längst sichtbare Krise diskutierte, wies die Redaktion Prager Frühling unter anderem hier darauf hin, dass die bescheidenen Ergebnisse “Ausdruck eines Wandels der gesellschaftlichen Hegemonie sind und nicht (nur) irgendwelcher hausgemachten Querelen oder der Atomkatastrophe in Japan”. So richtig gezündet hat das Angebot zur Debatte jenseits theorieinteressierter Kreise seinerzeit nicht. Nun macht das Magazin aus dem Emali-Umfeld einen erneuten Versuch “darzulegen, wie die Krise der Partei mit einem sich wandelnden Kapitalismus und einem Riss in der neoliberalen Hegemonie zusammen hängen könnte und welche Schlüsse sich daraus für eine linke, sozialistische Partei ergeben”. (tos)

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10 Kommentare zu “Riss in der Hegemonie”

  1. Bronstein sagt:

    An die Halluzinatoren und einfachen Gemüter Toni, Th. Weigle usw.

    wenn ihr den Text der Emali lesen würdet,

    …anstatt beständig zu versuchen der Westlinken eine doktrinäre Radikalität, marxistisch-revolutionären Dogmatismus und fanatische Klassenkampfbereitschaft und was sonst noch anzudichten, was die Westlinke doch wirklich nicht auszeichnet!

    Wenn ihr den Text lesen würdet, könnten wir aufhören so zu tun als bestünde der Grundkonflikt in der Linken zwischen “Realos” und “Fundies”, Nichtregierungsbeteiliger und Regierungsbeteiliger.

    Aus dem Text der EmaLi: “Die bestehenden Konfliktlinien sind gar nicht so einfach, wie viele Strömungsayatollahs sie darstellen.
    Große Teile der Sozialistischen Linken sind genauso „Realos“
    wie die AnhängerInnen des Forum Demokratischer Sozialismus…”

    Wirklich lohnender Text, der eine Perspektive aufzeigt! Nur dass wir uns bereits im Postneoliberalismus befinden, diese These finde ich zu optimistisch.

  2. Einige FDS-Funktionäre, die sich besonders für wichtig halten, sind für
    die Wahlniederlagen in SH und NRW mit verantwortlich. Die gezielten
    Personaldiskusionen und Taktiereien entsprechen genau die Absichten des FDS. Der innerparteiliche Schaden ist enorm und sollte
    sich bei den Vorstandswahlen bemerkbar machen.
    Lieber ein Schrecken mit Ende als ein Schrecken ohne Ende.
    Das wird auf Dauer nicht gut gehen.

  3. merz sagt:

    Ja, eigentlich sollte die Linke der Ort sein wo solche Diskussionen geführt werden. Und eigentlich sollten die Strömungen diese Diskussionen “organisieren”, bündeln, handhabbar machen.

  4. J sagt:

    Guten Tag Wolfgang,
    vielleicht hast Du es noch nicht bemerkt, aber die oben verlinkten Beiträge beschäftigen sich wohltuend mit Zukunftsoptionen, mit Ideen, die man schlüssig oder unschlüssig finden kann, eben mit konstruktiven Vorschlägen. Das Lied vom verschworenen fds zu singen, das bösartig die Partei zersetzt, mag viel einfacher zu sein, als sich in diese Debatten zu begeben, es wird aber langsam auch langweilig. Ob Bartsch, Lafontaine oder ein anderer Erlöser, im derzeitigen Handlungs- und Ideenzustand der Linken wird das alles nix.

    In diesem Zusammenhang verweise ich mal noch auf das aktuelle Diskussionspapier der Ema.Li: http://bit.ly/Jdp13D Was hältst Du davon?

  5. aries sagt:

    @paul:

    lol. marx21. den bock zum gärtner machen. deren schuld an der krise der linken wird null erwähnt. ich sagt nur: zerlegen, unterwandern, verdrängen, mobben = die normalen methoden der organisation. was die in frankfurt, hannover und anderswo an politischem schaden produziert haben für eine gemeinsame linke, ist kaum noch vorstellbar.

    lies mal: http://www.potemkin-zeitschrift.de/2011/07/04/marx-21-–-partei-in-der-partei/

  6. @ j.

    Vor und während den Wahlen stört man nicht. In fast allen Zeitungen
    war davon zu lesen, wie in regelmäßigen Abständen FDS Politiker
    immer wieder die Personaldebatte gezielt angeheizt haben.
    Ein erheblicher Schaden ist dadurch entstanden.
    Es ist davon auszugehen das man keine Einsicht zeigt.
    Nartürlich alles richtig gemacht. Nun soll O. L. gemobbt werden.

  7. Der Hetzer sagt:

    @Wolfgang Menzel,

    ich greife jetzt einfach mal den dezenten Hinweis von J auf, dass Thema der Debatte eigentlich ein Text ist, der gegenüber vielen Stellungnahmen zur Krise der Linkspartei den Vorteil hat,auch einmal nach der Beziehung der Partei zu einer sich – möglicherweise – verändernden Wirklichkeit zu fragen. Natürlich haben Sie an der Wirklichkeit wenig Interesse: das FDS ist ja Schuld. Aber es hat zumindest keine Schuld an ihrem geringen Interesse an der Wirklichkeit. Oder doch? Dann wäre ich wirklich beeindruckt.

    Mit freundlichen Grüßen

  8. Bronstein sagt:

    “Dr” Halina Wawzinak

    Der Text der EmaLi ist so gut dass “Dr” Halina Wawziniak gleich ganze längere Passagen dafür in ihrem Text “Kandidatur zur stellv. Parteivorsitzenden: Vier Punkte für die ich streiten will!” verwendet, ohne diese im Text zu kennzeichnen.

    Sachlich richtig wird dadurch aber auch nicht die Passage wonach dass 21. Jahrhundert und die Jahrtausendwende für einen WELTWEITEN Übergang von einer Industrie- zu einer Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft stünden.

    Man sollte Ostdeutschland nicht mit dem Rest der Welt, insbedondere mit Asien, verwechseln.

    Eher wird es darauf hinauslaufen, dass die chinesische und indische Industriearbeiterschaft das BGE des deutschen Lebenskünstlers erschuften werden. (Was passiert eigentlich wenn die das in Asien mitkriegen?)

    Wiederlich, wie diese Frau sich vor die Mikrophone stellt und diffamiert was das Zeug hergibt. Da kommt die alte Parteischule zum Vorschein.

    @M21 soll schuld an der krise der linken sein?

    Nur insofern als sie die WASG unterwandert und zerlegt, gelähmt und kaputtgemacht hat um sie anschließend zusammen mit den Ex-SPDlern- und und ExDKPlern der post- und strukturstalinistischen SED-PDS und damit dem alten Machtapparat, der KL-Behörde, auszuliefern. Die KL-Behörde hat die WSAG auch dankbar geschluckt und mit dem alten Mehltau überzogen, der diese Funktionärs, Funktionärstöchter und -Enkelpartei auszeichnet.

    Will sagen: ohne Fusion gäbs heute keine Krise, weil heute keine “LINKSPARTEI” da wäre, die man zerlegen könnte. Die WASG wäre langsam und organisch von unten gewachsen und stünde heute anstelle der Piraten. Die PDS hätte sich im Osten todregiert und wäre mangels Mitgliedern ausgestorben.

    Übrigens, was haben Bartsch und Sharma eigentlich mit dem ersten Millionenerbe das die Linken (von nem Westbeerber) bekommen hat, angestellt? Alles in die KL-Behörde gewandert, woll?

  9. sfr sagt:

    @ Bronstein: Die Linke hat eine Parteischule? Wusste ich noch gar nicht. Und Halina W. (wieso promovierst du sie?) ist dort in die Lehre gegangen? Wann war das denn?

    Allgemeiner formuliert: Wenn die Äußerungen von Wawzyniak (welche denn genau?) für dich ein Diffamieren “was das Zeug hergibt” darstellen, wie soll man dann das nennen, was du hier so treibst?

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