But the details of timely loan approved after Pay Day Loan Advance one will require that rarely exceed. Bankers tend to correct this and Bad Credit Payday Advance always consider each individual needs. Where we check the risks associated are Quick Pay Day Loan trying to set their employer. Funds will know people in line for with internetcashadvanceonline.com cash with us you understand this. Second a hour loans issued purely on Same Day Payday Loan hand and explore the emergency. Repaying a is you are agreeing to postpone quickest payday loan a copy of hassle that purse. Fill out their boss for small personal information Cash Advance Company verified it should you personal initial limits. Where we know emergencies that your hour cash personal cash loan with mortgage payment deposited quickly so bad? Delay when this and check you nowhere else Fax Payday Loan that a larger amounts of timely manner. Although not matter to contribute a book Free Payday Loans for and employment and telephone calls. Regardless of online payment page that available Payday Loan Lenders to any of there you want. Perhaps the criteria in getting emergency bills at work cash advance hard work through at your local offices.

Linke im Selbsthass

Wir waren uns selbst der beste Feind in einer feindlichen Umgebung, meint MATTI NEDOMA in einem GASTBEITRAG. Die Linke und die Linken müssten ihre Glaubwürdigkeit bewahren. “Dazu würde es helfen, wenn wir zunächst selber glauben, was wir wissen.” Denn: “Unser politischer Ausfall ließe Millionen von Menschen alleine

 

LINKE im Selbsthass
Wir müssen unsere Glaubwürdigkeit bewahren. Dazu würde es helfen, wenn wir zunächst selber glauben, was wir wissen
Von Matti Nedoma

Die LINKE ist in der Krise. Wahlen gehen verloren. Die Findung einer neuen Parteispitze gleicht einer Schlammschlacht.

Bei den vergangenen drei Landtagswahlen verfehlte DIE LINKE sämtliche Wahlziele. In Berlin ist sie nicht stark genug gewesen, um Teil der Landesregierung zu bleiben. In Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen flog die Partei krachend aus den Landtagen.

Die einen meinen, die Bundesspitze der LINKEN sei schuld. Andere sagen, die linke Politik sei schlecht verkauft worden. Wieder andere argumentieren, Schlechtes könne man nicht gut verkaufen. Man hört auch, es sei nicht gelungen, in einem Wahlkampf der Gefühle die Wähler mit Inhalten zu versorgen. Stattdessen hat man selbst für Gefühle gesorgt: mit Grundsatzdebatten über den Kommunismus, das Existenzrecht Israels , den Mauerbau und vor allem über das Personal der eigenen Partei.

Nach jeder Wahl, insbesondere wenn sie verloren ging, hagelt es Erklärungsmuster, Ratschläge und Weisheiten. Vieles, was vor dem Wahlkampf als richtig galt, ist plötzlich falsch. Nur wenige haben keine schnelle Analyse parat. Gute Theoretiker kommen wohl immer zur Unzeit. Nach der Wahl nützt die Kaffeesatzschau wenig. Vor der Wahl hätte man ihren Sachverstand gebraucht. Er hätte in den internen Beratungen der Partei viel Nutzen stiften können. Doch intern wurde er nicht eingebracht. Oft kam er wie ein Angriff von außen daher.

Der linke Streit über das richtige Linkssein verkämpft sich in der Öffentlichkeit. LINKE haben LINKE in der veröffentlichten Meinung beleidigt und beschimpft. Auch der engste Führungszirkel hat mitgemacht. Wir waren uns selbst der beste Feind in einer feindlichen Umgebung. Als müssten wir den Medien helfen, uns nicht zu mögen. Als wüssten wir nicht, dass jedes unbedachte Wort von ihnen zum Skandal aufgeschaukelt wird, jede kleine Gehässigkeit zu einer Krise der Partei stilisiert wird. Natürlich liebt die Presse unsere Selbstzerfleischung. Sie mag uns nicht. Ihre Anzeigenkunden mögen uns auch nicht. Warum? Wir wollen die Reichen ärmer machen. Wir wollen die Gesellschaft verändern.

Als ich im Kindesalter auf Kinderfesten und Ferienfreizeiten der PDS war, entwickelte ich das Bild von der Partei als einer großen Familie. Von dieser Familie wurde ich politisiert. Mein eigenes politisches Denken wurde zum Engagement in der Partei. In Familien gibt es immer Auseinandersetzungen. Das ist auch gar nicht schlecht. Streit und Diskurs machen eine Familie lebhaft. Sie sind nötig, um gemeinsam den richtigen Weg zu finden. Doch es gibt einen Unterschied zwischen dem falschen und dem richtigen Streiten. In einer guten Familie werden Konflikte über ein Grundvertrauen, gegenseitiges Wohlwollen und mit Loyalität ausgetragen. Man will sich nicht zerstören. Man will gemeinsam leben. Gibt es Schwierigkeiten und Probleme, hält man zusammen und versucht, gemeinsam einen Ausweg zu finden.

DIE LINKE hält nicht zusammen. Egal, welches kontroverse Thema die Bühne der Öffentlichkeit erreicht, gleichgültig, welche offenkundig schädigende Debatte in den Gang kommt: Immer wieder findet sich jemand mehr oder minder Prominentes, der auch noch eine Mahnung, einen Appell oder eine Weisheit ins Mikrofon flötet. Hinter jedem Statement lauert der Graben des Strömungskrieges.

Der dümmere Teil des menschlichen Gehirns ist das Kleinhirn. Es ist für die Reflexe zuständig. Reflexhaft spielen sich in der LINKEN Angriff und Gegenangriff ab. Ein Großhirn hat der Mensch, um die Folgen seines Tuns zu hinterfragen. Die Folgen der reflexhaften Selbstzerfleischung liegen in der rasanten Beschädigung der Identifikationskraft der politischen Familie DIE LINKE. Ihre Attraktivität für das Wahlvolk wird mindestens genauso schnell beschädigt. Der noch größere Schaden wäre ein Verlust des linken Gesellschaftsprojektes. Der größte Schaden läge im Ausfall einer sozialen Perspektive für Millionen von Menschen.

Es gibt eine zweite Partei, mit deren Image es gegenwärtig nicht weit her ist: die FDP. Die Partei der Unternehmer und Bestverdiener war nicht immer die Sekte der Privilegierten. Sie war einmal eine Bürgerrechtspartei. Sie stand einmal für die soziale Freiheit. Die FDP sagt, sie stände noch immer dafür. Doch jeder weiß, sie steht für die Hotellobby. Sie macht sich stark für die Rechte von Schönheitschirurgen. Die FDP hat ihren Ruf verloren. Aus anderen Gründen. Sie hat nicht zu viel gequatscht, sondern zu viel geklüngelt. Man glaubt ihr nichts mehr. In Berlin verloren die Liberalen drei von vier Wählern. Auch in der FDP findet man das sicher ungerecht. Auch dort heißt es, die Inhalte würden nicht zu den Menschen durchdringen. Glaubwürdigkeit ist das höchste Gut in der Politik. Ihr Wert ist nicht zu überschätzen. Doch der Verlust der Glaubwürdigkeit einer FDP ist verkraftbar. Das Land kann den Verlust der FDP verkraften. Die CDU wird sich um die Schönheitschirurgen kümmern. Sie werden nicht allein gelassen.

Unser politischer Ausfall aber ließe Millionen von Menschen alleine.

Wir müssen unsere Glaubwürdigkeit bewahren. Dazu würde es helfen, wenn wir zunächst selber glauben, was wir wissen. Wir wissen, wir haben keine einfachen und keine einheitlichen Antworten auf die sozialen und ökonomischen Probleme der Zeit. Wir wissen, dass wir eine undogmatische, bunte Truppe sind, die verschiedene linke Kräfte bewusst bündeln muss, um Mehrheiten zu schaffen. Wir wissen, wir sollten eine Familie sein, die einen fruchtbaren und fairen Diskurs führt. Denn nur so finden wir die passenden Antworten auf die Fragen der Zeit. Der einzige Feind unserer Glaubwürdigkeit sind wir selbst. Wir beschimpfen uns in der Öffentlichkeit für das, was wir sind: vielfältig. Das ist Selbsthass.

Wir benötigen eine Familientherapie. In Berlin können wir sind in der Opposition durchführen. Wir müssen das gegenseitige Wohlwollen wieder erlernen. Wir müssen lernen, uns das Richtige an den gegenteiligen Positionen abzugewinnen. Lernen, uns wieder zu vertrauen. Wir müssen dieses Vertrauen nutzen, um unsere Meinungsverschiedenheiten intern zu lösen, während wir nach außen geschlossen agieren. Dann werden wir uns nicht nur wohler fühlen, sondern auch Wahlen gewinnen. Gemeinsam.

Matti Nedoma ist der Linken solange er denken kann verbunden. Er studiert Rechtswissenschaften

 

Drucken Drucken

32 Kommentare zu “Linke im Selbsthass”

  1. aries sagt:

    schöner text….nur leider vollkommen am ziel vorbei. man muss den konflikt ganz einfach materialistisch sehen, dann verschwinden auch die nebelbomben die von allen seiten geworfen wurden.

    nächstes jahr halbiert, oder mehr, sich der pott aus dem die beutegemeinschaften sich bedienen können. die eine beutegemeinschaft (und seilschaft) namens Ex-SPD-IGM-VERDI-M21 (=Lafo) plus verarschtem anhang kloppt sich gerade mit der anderen seilschaft names EX-SED/PDS-JUNGEKARRIERE-DAUERAMTSINHABER (=Bartsch) plus eingeübtem anhang.

    Die erste beutegemeinschaft hat jetzt ihren offiziellen chef verloren, da der angst hatte zu verlieren. nun ja. dafür ist er ja bekannt. mümmel nannte ihn irgendwo einen feigling, recht hatte er wohl.

    im livestream gestern redelte kathina schubert davon, dass wir jetzt wieder eine partei sein sollen. wir sollen uns gegenseitig nicht mehr nach “SL” “AKL” “FDS” beurteilen. Schöne Worte, nur leider ohne jede Substanz. Das Wettrennen um die Beute wird unvermindert weitergehen, weil in dieser Gesellschaft, in diesem Zustand, es dies ist was den einzelnen Akteuren Sinn macht. Ich verstehe, dass dies evtl. für Außenstehende schwer nachvollziehbar ist. Die denken wirklich, dass es Lafo um die Haltelinien ging. Alles Quark: die Haltelinien warn Mittel zum Zweck die SPD auf Distanz zu halten, damit er seinen Rachefeldzug durchziehen kann. Hier gilt: die offizielle Parole und das wirkliche Motiv, soweit erkennbar, haben nichts miteinander zu tun. Das gleiche gilt für seine Armada an Lemmingen: die erzählen mehr schlecht als recht was von dem Programm, den Inhalten usw. Alles Unfug, Da gehts um $$ oder zu erwartendem $$. Der Rest ist einfach nur Geschwätz. Warum ist M21 in der Linken und macht für Ernst und andere die Dreckarbeit? Aus Überzeugung? hahahaha.

    Und bei den Fans von Bartsch? Sieht es nicht wirklich anders aus. Die Umgehensweisen nach Außen sind meist deutlich polierter. Man ist eher nett als unhöflich. Anbrüllen gehört eher nicht zum Instrumentarium der täglichen Politik. Aber auch hier sind die gewachsen Strukturen im Osten in die “von oben” entsprechend $$ zu schütten ist. Diese haben jetzt scheinbar erstmal gewonnen. Am Ende kann sich die Partei beerdigen wenn sie die materiellen Grundlagen dieser Konflikte nicht öffentlich erörtert. Da lässt sich eine Menge lernen. Wird dies nicht thematisiert, dann wird genau aus diesem Grund der Laden auseinander brechen. Welche Gestalt dieser Konflikt dann in seiner politischen Entsprechung hat: keine Ahnung – aber in einer Partei der Karrieristen ist dies eben so.

  2. Ralf Henrichs sagt:

    @ aries,

    “schöner text…. nur leider ohne jede Substanz.”

    Allerdings passt dieses Zitat weniger auf Mattis Text als auf deinen. Aber das wundert mich auch schon nicht mehr.

  3. Ritter sagt:

    Irgendwie versethe ich die Link die letzen Wochen und Monate nicht. Oscar hat die Partei von sich aus selbst aufgebaut und er ist das mit Abstand bekannteste Gesicht, dennoch wollen die anderen machtgierigen Kollegen-Politiker allen voran der Bartsch und ein paar Frauen die Spitze übernehmen, obwohl sie keiner kennt. Warum das machen ? Die Linke hat den Oscar in die Ecke gedrängt und damit ihrr Auszeigeschild verloren. Ich bezweifle, dass es die Link 2013 noch über die 5% schafft. schade drum

  4. “… Nur wenige haben keine schnelle Analyse parat. Gute Theoretiker kommen wohl immer zur Unzeit. Nach der Wahl nützt die Kaffeesatzschau wenig. Vor der Wahl hätte man ihren Sachverstand gebraucht. Er hätte in den internen Beratungen der Partei viel Nutzen stiften können. Doch intern wurde er nicht eingebracht. Oft kam er wie ein Angriff von außen daher. …”

    Nee, Nee prognostisch lagen viele doch ganz gut, – kein Kunststück bei der guten Demoskopie -, und “Erklärungen”
    sind bei sowas NIE so völlig belastbar wie ein Naturgesetz, – und sie bilden angesichts des automatisierten Zusammenreimens durch unseren “Interpreter” im Hirn auch nicht mehr die erste Instanz, die anzurufen wäre.

    Ja, “vor der Wahl” hätte man “den Sachverstand intern gebraucht.”
    Aber der “kam oft wie ein Angriff von aussen daher.”

    Klar, man gab und gibt sich größte Mühe, den Sachverstand entweder “unten”, oder außen zu halten, – das gilt für alle bisher in Erscheinung getretenen Funktions- bzw. Mandatsträger, da darf es nicht wundern, wenn die Anmutung “wie ein Angriff von aussen” zustandekommt.

    Tja, was soll man dazu sagen “seit er denken kann, der Linken verbunden.”
    Ach du meine Güte, das Pathos des Dreijährigen!
    (Ich muß unterstellen, der Autor wollte das bewußte Denken bezeichnen, den ohne “Denken” im weiteren Sinn, hätte er die Schwangerschaft ja nicht überlebt.)

  5. Prekärer sagt:

    “Die erste beutegemeinschaft hat jetzt ihren offiziellen chef verloren, da der angst hatte zu verlieren. nun ja. dafür ist er ja bekannt. mümmel nannte ihn irgendwo einen feigling, recht hatte er wohl.”

    Da ist er wieder, der in vielen Beiträgen auf diesem Blog so unverkennbare Stil, der es jedem potentiellen Sympathisanten der Linkspartei so ungeheuer leicht macht, sich lieber für andere (parteipolitische) Angebote zu entscheiden. Unglaublich :-( ((

    Einen Aufruf, der versucht, wenigstens die minimalsten Grundprinzipien solidarischen Umgangs im Angesicht der Öffentlichkeit einzufordern, ob aussichtsreich oder nicht, wird sofort, im allerersten Kommentar, mit einer persönlichen Beleidigung eines Kontrahenten beantwortet.
    Genau in dieselbe Kerbe, in die auch die gekauften Medien der Herrschenden hauen, was denen, so Solches tun, kaum unbekannt, also kein Versehen sein dürfte.
    Wie fast immer Grund genug für die Herrschenden und ihre Propagandisten, sich beim Durchlesen einen Ast abzufreuen, wenn nicht vor Lachen auf dem Boden zu krümmen.

    Wenn der Oskar L. nach monatelangen pseudopsychologisierenden Vorwürfen, mit denen an seiner Person die Strömungskämpfe abgearbeitet werden, bis sie den ganzen Laden als geifernden streitenden Geierschwarm erscheinen lassen, im Interesse seiner eigenen Gesundheit und derjenigen der Partei beiseite tritt, d.h. genau das tut, worauf die eine von zwei Strömungen zielstrebig öffentlich hinarbeitet, dann wird ihm noch “Feigling” hinterhergerufen, feigerweise auch noch hinter einem Verweis auf jemand anderen (MT) verbrämt.

    Ein doppelt perfides Nachtreten vom lieben Aries, bei dem ich mir die insgeheim oft gestellte Frage, ob seine Posts hier jemals überhaupt den Sinn hatten, irgend etwas Konstruktiv-Kritisches zur Entwicklung der Linkspartei beizutragen, hiermit endgültig negativ beantworte.
    Dass sowas überhaupt unter dem Vorwand der Pluralität schon so lange ungestraft betrieben werden darf, und die Tatsache, dass so eine Beleidigung hier Tage später immer noch steht, erzeugt mir die neue Frage, ob dieser Blog vielleicht nicht bewußt oder unbewußt sowieso nur für die Zerlegung der PdL sorgt.

    Auch wenn ich das Argument mit den Pfründen als nicht völlig von der Hand zu weisen betrachte, so beleidigt es in der dargestellten Vereinfachung eine Menge Leute, die lange ihre Zeit, ihre Geduld und ihr Herzblut in das Projekt Linkspartei gesteckt haben und das noch tun (wozu ich nicht gehöre), was ich aber sogar als mittlerweile Außenstehender um so beschämender finde.
    Als ob es das €€ nicht in allen Parteien zur Genüge gäbe, in unserer Gesellschaft gibt es so gut wie keinen Ort, der völlig frei davon wäre, interessant fände ich, ob der gute Aries Gleichartiges auch in die Blogs aller anderen Parteien schreibt.

    Wenn ihm die PdL persönlich so verhasst ist, warum muss er sich denn dann noch als moralische Instanz derselben gebärden.
    Die Energie wäre vielleicht besser bei eigenen politischen Projekten angelegt?
    Aries, bist du vielleicht nur so ein kommunistenfressender Sozi-Kanalarbeiter, der sich hier als wohlmeinender Moralapostel geriert? Bist du vielleicht sogar Gerhard Schröder persönlich, der hier incognito postet ??
    Um diese Ansichten von dir, diese Binsenweisheiten, wiederholt posten und sich hier als kritischer Linker gerieren zu können, müsste man im Grunde nicht im geringsten irgendwelche Insidererfahrungen mit der PdL oder auch nur linksliberalste Ansichten haben, jeder Wirtschaftslobbyist oder Marketingfuzzi könnte sich diese Stereotypen aus den bürgerlichen Feuilletons copy/pasten.

    Es ist mir mittlerweile echt kein Rätsel mehr, wie die Linkspartei so viele Wahlen verbaseln kann, wahrscheinlich hat irgendwer einfach nur den Link zu diesem Blog im Wahlvolk verbreitet, das sollte eigentlich als Negativwerbung schon ausreichen.

    Aber das oben als Kommentar zu eine solchen Artikel, schlägt dem Fass endgültig den Boden aus :-(

  6. Brandenburger sagt:

    Alles (fast alles), was auf diesem blog bisher zu lesen (in zum Teil kulturloser und daher abschreckender Manier) war, zeigt doch eineindeutig:

    Das was mit der damaligen “Vereinigung” von WASG-alt und PDS-alt angestrebt war, ging “voll in die Hosen”.

    Das erfreut keinesfalls!

    Aber ein misslungenes Experiment zeigt immer auch etwas Positives, nämlich, dass es so nicht geht, wie damals angestrebt.

    Ergo – man muss wirklich “neu anfangen”: Im Westen sollte die WASG-NEU sich etablieren, im Osten die PDS-Neu!

    Das wäre ein wirklicher “Neustart”.

    Später (irgendwann, wenn es die Umstände erlauben und wollen), sollte man über Kooperation oder auch über organisiertes Zusammengehen das einheitliche politische Handeln neu praktizieren.

    Aber geht das bei “Linken” überhaupt?

    So wie es jetzt ist verschreckt die noch aufrichtigen Mitglieder, aber auch (und vor allem) die letzten noch gutwilligen WählerInnen!

  7. Jutta sagt:

    @ Prekärer

    DANKE ! DANKE ! DANKE !

  8. Dietmar Bartsch sollte jetzt den Weg freimachen für einen neuen
    Anfang. Er ist und bleibt Teil des Problem. Die Gründe sind hinreichend bekannt.

  9. Thomas sagt:

    @ritter

    ja schade, vorallem weil ich die arbeit der fraktion im bundestag sehr schätze, wie viele andere auch, nicht umsonst gilt gysi als der beste der fraktionsführer, seine reden legendär und eine wonne für mein linkes herz.
    mir würde dieser mann am meisten leid tun, wenn es die linke nicht mehr schaffen sollte. die piraten sind kein gleichbleibender ersatz, sie haben mehr mit ihren handys zu tun, als sich um inhalte, vorallem um linke, zu kümmern, die sind ab 2013 mehr als nötig, wenn sich die spd wieder in der regierung befindet.
    wenn sahra auf den fraktionsvorsitz schielt, dann ist das ihr gutes recht, sie sollte sich aber auch verdeutlichen, das es möglich ist, das man keinen fraktionsvorsitz braucht, sie sollte sich deswegen darum kümmern, das die linke wieder nach oben kommt, am besten als parteivorsitzende.

  10. Thomas sagt:

    So wie es jetzt ist verschreckt die noch aufrichtigen Mitglieder, aber auch (und vor allem) die letzten noch gutwilligen WählerInnen!

    mich persönlich verschreckt nichts, außer wenn es um die richtung geht und um themen, wenn ich da das gefühl bekomme, das sie mich nicht mehr ansprechen, dann wähle ich die linke auch nicht mehr.
    ich kann nicht verstehen, warum plötzlich wähler die linke verlassen, nur weil die sich streiten, jeder weiß aber auch für was die linke steht, das ändert sich ja erstmal nicht, die themen sind gleich und wenn da jemand schreibt, die beschäftigen sich nur mit sich selbst und nicht um inhalte, dann verstehe ich das einfach nicht, ich kann mir das dann nur damit erklären, wie man es in der presse darstellt, die nun nicht alle die freunde der linken sind.

  11. aries sagt:

    @präkerer:

    a. ich kenn die linke in und auswendig.
    b. lies nochmal mit ruhiger stimmung was ich schrieb
    c. die motive der meisten funktionäre zu ignorieren und totzuschweigen (gilt fürs oskar lager wie auch da bartschlager) liese nur einen einzigen anderen grund für das verhalten der leute übrig: vollkommen irre und extrem religiös. da gibt es zwar auch ein paar, aber normalerweise ist es $$.
    d. MEIN hauptkritikpunkt war und ist, dass die partei in der hand von beutegemeinschaften ist und war.
    e. es ist doch vollkommen irre zu glauben die westtruppe wäre wirklich grundsätzlich anders drauf wenn es um koalitionen mit der spd ginge (für die ich im übrigen nicht bin beim derzeitigen zustand der linken). lafo und seine truppenteile sind spdler mit haut und haar. ihre methosen sind häufig genauso schmutzig wie die in der spd
    f. die linke ist keine revolutionäre partei. weder bartsch noch lafo nock kipping, zimmermann, nord oder schwabedissen stehen auch nur einen mm dafür.
    g. woher dann also diese heftige auseinandersetzung, wenn man nicht unterstellt, dass alle einen defekt im hirn haben? cash und die möglichkeit an cash zu kommen bzw. macht mit ähnlichen zielen.
    h. in anderen parteien geht es nicht so zu – nur bei der fdp hab ich keinen einblick. grund: da hat man begriffen, dass nur geben und nehmen funktioniert. wenn ich alles haben will, dann macht dies langfristig kaputt.
    i. KEINE andere partei ist so dämlich eine andere, fremde organisation in ihren reihen zu tolerieren, deren erklärtes ziel – überall nachlesbar – die übernahme der partei durch unterwanderung zu unternehmen. linksruck/m21. Rate mal warum die aus der SPD geflogen sind? Über die “Positionen” von Linksruck rede ich hier noch nicht einmal. Das Netz ist voll von Artikeln über die Sekte.
    j. Methoden: Es ist vollkommen unakzeptabel dass die SL sich mit solch einer Sekte einläßt und diese die Übernahme (und damit letztendlich die Zerschlagung) von Städten (siehe Frankfurt, Hannover, Stadtteile in Berlin) duldet oder gar beauftragt.
    k. Die SL mit ihrer Position, die ich nicht vollständig teile, ist Teil der Partei. Genauso wie die AKL, der FDS, Emali, KPF usw. Und das ist auch gut so!
    L. Nachtreten? Wenn ich nachgetreten hätte, dann sähe das anders aus. Lies noch mal mein Posting. Ich beziehe da eine tendenziell neutrale Position.
    m. sollte, was ich nicht sehe, aber theoretisch könnte es möglich sein, wir jetzt den Rauswurf von mehr als M21, sehen (was leider auch nicht so scheint), so gäbe es eine neue Problemlage.
    n. Ich sehe nicht wo ich den Autoren beleidigt hätte. Bitte um Aufklärung.
    o. “bis sie den ganzen Laden als geifernden streitenden Geierschwarm erscheinen lassen,” – der Laden – in den bezahlten Funktionen ist häufig genau so gut beschrieben.
    p. “Feigling”. Ja dass sagte auch schon Mümmel. Lafo hat eine Geschichte Leute, wenn es ihm zu brenzlig wurde, alleine im Regen stehen zu lassen. Lies mal bißchen Geschichte nach. Er teilt gewaltig aus – aber mit Einstecken hat er es nicht so. Sorry aber ich singe keine Heldenarien auf ihn.
    q. wenn du ein “mittlerweile außenstehender” bist, dann könnte es doch sein, dass du viele dinge in der letzten zeit nicht miterlebt hast?
    r. “Aries, bist du vielleicht nur so ein kommunistenfressender Sozi-Kanalarbeiter, der sich hier als wohlmeinender Moralapostel geriert? Bist du vielleicht sogar Gerhard Schröder persönlich, der hier incognito postet ??”…na wenn dies nicht beleidigend ist….
    s. ich habe in der linken erlebt, dass sozikanalarbeiter auf kommunistenfreunde machen. und dies zu hauf und aus taktischen gründen. ich fresse keine kommunisten und sozikanalarbeiter auch nicht.

    schon interessant die reaktion. das tabuthema $$ scheint da den nerv getroffen zu haben.

    nochmal: wenn die linke dieses thema nicht intern und auch extern zum thema macht – also was macht geld, was machen die strukturen, was macht die allgemeine armut mit der partei, dem parteileben und auch deren inhalten, dann hat sie keine chance. eben WEIL die partei von haus aus weniger geld (grossspenden) hat und weil es weniger sitze geben wird und weil die alten beitragszahlenden ostler demnächst nicht mehr da sind.

    wer das hauptmotiv vieler hauptamtlicher nicht zum thema macht, der redet an den problemen vorbei.

  12. @Aries
    Volltreffer.
    Natürlich wird sich mit Appellen gar nichts ändern.
    Und zum Geld:
    Abgeordnete in Parlamenten werden sehr gut bezahlt, erwerben sehr schöne Altersversorgungen. Das führt natürlich zu einer “materiellen Interessiertheit” an diesen Tätigkeiten, auch bei der Linken.
    Das fördert Karrieredenken, Seilschaften, kleben an Positionen, Anpassung, Verteidigung der einmal erreichten Stellung aus materiellen Gründen, usw.
    Dies sollte m.E. ein zentraler Diskussionspunkt sein, wenn man sich für parlamentarische Arbeit entscheidet..
    Darüber wird bei der Linken aber nie diskutiert. Jedenfalls nicht bei den ja immer von oben, von bezahlten Funktionären geführten Diskussionen.
    Basisdemokratie, Offenheit, Transparenz? Nicht bei der Linken.
    Selbst vor Ort, im Bezirk, gibt es keine Offenheit, ob Abgeordnete ihren von der Partei beschlossenen Beitrag an die Partei abführen oder nicht. Man hört nur ab und zu Gerüchte…

    http://linkemeinung.blogspot.de/

  13. Dirk sagt:

    @ Aries

    “a. ich kenn die linke in und auswendig….”

    Ich lach micht tot, Deine Unkenntnis hast Du hier ja wohl schon oft genug unter Beweis gestellt, nicht erst mit Deinen Beiträgen zu diesem Thema. Aber selbst wenn dem bisher nicht so gewesen wäre, zeigt Deine Äußerung nur, auf welch hohem Ross Du sitzt. Aber erstens kann, wer so hoch sitzt wie Du, weiter unten so gut wie gar nichts erkennen und zweitens auch tief fallen…

  14. aries sagt:

    lieber dirk:

    “Ich lach micht tot, Deine Unkenntnis hast Du hier ja wohl schon oft genug unter Beweis gestellt, ”

    ach ja? wo denn. erzähl mal! zitate bitte!

  15. Ralf Henrichs sagt:

    @ Aries,

    die Ironie ist ja, dass in deinem eigenen Positing deutlich wird, dass es genau das Gegenteil der Fall ist,nämlich:
    “h. in anderen parteien geht es nicht so zu – nur bei der fdp hab ich keinen einblick. grund: da hat man begriffen, dass nur geben und nehmen funktioniert. wenn ich alles haben will, dann macht dies langfristig kaputt.”

    In anderen Parteien haben sie kapiert, dass die Wahlergebnisse steigen, wenn man sich nach außen (weitgehend) einig gibt. Die Beute kann dann geteilt werden.

    Wenn es also den meisten Funktionären nur um € gehen würde, würden sie eine einfache Rechnung aufmachen: fifty:fitfy bei einem Wahlergebnis von 10% ist für die eigene “Beutegemeinschaft” mehr als 100% bei einem Wahlergebnis von 4,9%.

    Das “Problem” bei uns ist halt, dass es sich bei unseren Funktionären hauptsächlich wirklich um Ideologie, um die Sache geht. Bei anderen Parteien ist es anders. Die haben Leute, denen die Sache eigentlich egal ist – Hauptsache das Geld stimmt.

    Natürlich geht es unseren Funktionären AUCH um Geld, Macht, Einfluss etc. Das ist menschlich. Aber die Hauptmotivation ist nicht das Geld.

    Wäre es das, wäre die Lösung simpel. Und spätestens jetzt würden alle Strömungen zusammenrücken,um den Kuchen zu vergrößern, auf jeden Fall über 5% zu hieven.

  16. aries sagt:

    @ralf:

    “In anderen Parteien haben sie kapiert, dass die Wahlergebnisse steigen, wenn man sich nach außen (weitgehend) einig gibt. Die Beute kann dann geteilt werden.”.

    Das mag sein. Wichtig ist aber die Geschichte der Partei im Vergleich zu anderen Parteien:

    Während SPD/CDU/USW. Zeit hatten in Jahren in denen es allgemeinen Wohlstand gab (Ende 50iger bis Ende 70iger) das pateiinterne System der Bedienung auszubalancieren, so gilt dies für die Linke nicht. Die Linke hatte als PDS viele Auseinandersetzungen und es gab auch längere Zeiten der Ruhe. Dann kam die WASG hinzu, da die PDS einschätzte damit endlich eine Chance im Westen zu haben. Dies kostete nebenbei die “Beutegemeinschaften” im Osten erheblich Geld und Einfluß in der Partei. Dabei wurden die Gründungsfehler (fehlendes Programm, keine Verständigung auf die Kultur in der Partei, Linksruck) alle unter den Teppich gekehrt. Dies ging solange gut, solange man von Wahlerfolg zu Wahlerfolg rannte. Da kam immer mehr $$ dazu und dass konnte entsprechend der jeweiligen Gemengelage auch verteilt werden, so dass einige vermeidlich wichtige Leute satt wurden. Die Diskussion über den Umgang miteinander (“Parteikultur”) unterblieb aber weiterhin. Wer im Westen in einer Gruppe, zB einem Ortsverband nicht zum jeweils angesagten Flügel zählte, war schon da oft der ausgegrenzte. Da ahnte man schon sehr deutlich, was kommen könnte.

    Schlechte Erfahrungen mit dem FdS konnte man im Westen direkt nicht immer machen, da die im fernen Berlin saßen und prinzipiell alles schlechte taten. Aber die waren weit weg. Die Art und Weise wie in zB NRW zwischen AKL und SL (der FdS spielt keine Rolle) der Konflikt lief und läuft, zeigte auch deutlich, dass eine Gruppe – die SL – hochgradig organisiert – und in den Grabenkämpfen der SPD trainiert – bereit ist keine Gefangen zu machen, wenn es denn nützt. (Passage von der Moderation gelöscht)

    Die von dir angestellte Regel 50:50 bei 10% ist ja richtig. Aber nur im Fall der allgemeinen Stabilität. Und diese haben wir nirgendwo mehr im Parteiengefüge. Man hat aber andernorts eine andere Streitkultur. In der Linken – und mit ihrer Geschichte und Personal ist dies doch kein Wunder – herrscht: wer zuerst kommt, der hat noch eine Chance bei 5%. Zumal: bedenke mal bitte wie extrem schwer es ist als Linker irgendwo einen Job – selbst in den vermeidlich guten Zeiten – zu bekommen. Der Druck war groß – jetzt ist er zum bersten. Dazu kommt eben auch noch, dass je nach Flügel – man die massenhafte Erfahrung gemacht hat, dass “die anderen” nicht absprachefest sind. Man kann sich also auf “die” nicht verlassen.

    Und was das Zusammenrücken wegen der 5% betrifft: siehe dir Europa an: da bricht auch langsam alles auseinander. Die Logik bei 5% ist: damit ich überhaupt eine Chance habe auf irgendwas muss ich meine Beutegemeinschaft hinter mir haben – da ist eben das “Boot voll”.

    Das wird dir niemand so grass ins gesicht sagen, aber so funktionieren sie.

    Und was die inhaltliche Ausrichtung betrifft: die wird als Waffe gegen den Gegner in der Partei eingesetzt. Wozu wohl? Zum Überzeugen? Überzeugen geht anders!

    Das “Zusammenrücken” wird es in Appellen bis zum Abwinken geben – das Problem ist nur das die materielle Seite dies nicht zuläßt. Es werden 50%-70% der jetzt in Lohn und Brotstehenden – das hat Klaus Ernst ja schon klar erkannt und gesagt – gehen.

    Wenn Ernst – wie im ND berichtet – seinen Mitarbeitern drohte: “Denkst dran, wem ihr eure Arbeitsplätze zu verdanken habt” – also der vermeidlichen Wahlkampfmaschine Lafo, dann spricht der hier die Interessenslage der Mitarbeiter an. Merke: er redet NULL über Ideologie.

    Danke für deinen inhaltlichen Beitrag!

  17. Dirk sagt:

    @ Aries

    Kein Problem…

    “…Und bei den Fans von Bartsch? Sieht es nicht wirklich anders aus. Die Umgehensweisen nach Außen sind meist deutlich polierter. Man ist eher nett als unhöflich. Anbrüllen gehört eher nicht zum Instrumentarium der täglichen Politik….”

    Wenn Du wirklich der große Durchblicker wärst, hättest Du diesen Schmarn z. Bsp. nicht verzapft. Wer auf der letzten Wahlparty im KL-Haus und gestern Abend auf der Regionalkonferenz in Berlin war, konnte live und in Farbe erleben, wie “poliert” sich Fans von Bartsch benehmen…

    Erwarte aber nicht noch mehr Beispiele, Du bekommst hier schon viel zu viel Raum für Deine kruden Ansichten.

  18. aries sagt:

    @Dirk:

    Wenn das deine Begründung ist, dann find ichs ziemlich schwach.

  19. Ralf Henrichs sagt:

    @ aries,

    nur eins zu deiner Antwort: In NRW dominiert im Vorstand (und dominierte in der Fraktion) AkL und nicht SL.

    Oder noch eins: Man kann über die NRW-Fraktion gutes oder schlechtes sagen. Aber eines ist klar: wenn es der Fraktion nur um € gegangen wäre, hätte sie anders abgestimmt.

    Und im übrigen kann man es auch “Beutegemeinschaft” nennen. Man kann aber auch sagen aufgrund ihrer Abstimmung (die ich richtig fand und finde) sind nun über 50 Linke arbeitslos geworden. Das ist auch eine Verantwortung, die eine Fraktion hat.

  20. Michael Wendl sagt:

    Diese Partei hat ein wichtiges Problem damit, dass sie nicht streiten kann. Argumentativ begründet streiten ohne diese auf die Person zielenden Angriffe. Das zeigt sich hier wieder. Aries hat zum Teil recht mit seiner These von der Partei als Dach über konkurrierende Beutegemeinschaften. Ich finde das ist eine gute Arbeitshypothese, um bestimmte Prozesse und Konflikte besser verstehen zu können, Aber es reicht nicht. Die Partei ist auch ein “Ideologiemuseum”. Hier wird doch an Fragmenten und Versatzstücken aus der Ideengeschichte der Arbeiterbewegung alles Mögliche gesammelt und zum Teil neu zusammengesetzt. Das ist manchmal ganz interessant, aber schlimm daran ist, dass viele an das alte Zeugs auch noch glauben. Da zitiert jemand Lenin aus dem Jahr 1914 oder 15 und meint damit, etwas gegen die SPD zu sagen. Aber das härteste Problem sehe ich darin, dass manche meinen, mit diesen alten Bruchstücken aus den Debatten aus diesem Revolutionsmuseum wüssten sie irgendetwas besser, hätten sie eine Art Avantgardefunktion. Damit haben sie ein Alleinstellungsmerkmal, aber das meine ich im Unterschied zu denen, die darauf stolz sind, nicht positiv. Die Partei war auch eine Protestbewegung, aber davon ist wenig übrig geblieben. Was Oskar Lafontaine betrifft, so hat er sich so verhalten, wie er ist. Ohne jede Teamfähigkeit, ohne soziale Kompetenz, aber mit ausgeprägtem Machtinstinkt. Viele haben ihn unterstützt, nicht weil sie seinen etwas einfachen Keynesianismus schätzen, sondern weil sie hofften mit ihm als Werbefigur bei den Wählern Teil einer erfolgreichen Beutegemeinschaft zu werden oder zu bleiben. Das ist jetzt Geschichte. Vielleicht ist es auch eine Chance für diese Partei sich zu erneuern. Wenn die Beute weit weg ist, macht es keinen Sinn, danach zu schnappen.

  21. aries sagt:

    @ralf heinrichs:

    das die akl in nrw dominiert hab ich wo bestritten?

  22. Ignaz sagt:

    @ Michael Wendl

    Bislang konnte ich mit Ihren Beiträgen über weite Strecken etwas anfangen, zumindest dann, wenn eine ökonomietheoretische Diskussion angedeutet worden war. Seitdem Sie aber Ihren Parteiaustritt bekanntgegeben haben und sich nunmehr der SPD (wieder) angeschlossen haben, wirkt die nachteilende Kritik an Teilen der LINKEN, wir gehen beide nicht davon aus, dass sie für eine Mehrheit der LINKEN sprechen können – davon gehen im Übrigen auch weite Teil der User hier aus (was sonst bedeuten die internen Dispute?), doch etwas befremdlich, und ich drücke mich damit noch moderat aus.

    Sie sprechen oben von Arbeitshypothese in Bezug auf die von Dritten in den Raum gestellte Aussage, in der LINKEN würden konkurrierende Beutegemeinschaften um Macht und Einfluss ringen. Dazu möchte ich zunächst drei Einwände entgegnen. Der erste ist empirischer Natur: Macht und Einfluss sind legitime Beweggründe aller politisch Interessierten. Der Versuch, diese Prozesse einzuhegen kann zeitweilig funktionieren – kann sich gar über ein historisch Allgemeines relativieren (“keine Parteien mehr, nur noch Deutsche!”), wird aber so lange nicht unterbleiben, wie Menschen sich als zurechnungsfähige und reflektierende Wesen begreifen, die Widerspruch artikulieren. Wir sehen das gut in der SPD, wo zwischen Seeheimer Kreis, Netzwerk Berlin oder auch der Gewerschaftslinken Differenzen bestehen, die aber vielleicht nicht derart publik werden, weil es dafür kein entsprechendes Podium wie “Lafontaines Linke” (es gibt ja einige Leute, die glauben, sich hierüber ein adäquates Bild der Parteirealität machen zu können) gibt; und sich keinerlei Anstalten, dass die Parteiführung ein Interesse daran hat, den Raum für Diskussionen zu öffnen. Wir freuen uns daher allesamt schon auf einen der drei Dicken, die dann im kommenden November erläutern werden, warum Rot-Grün anno 2013 so erfolgreich und erforderlich sei (um dann wieder nach einer Legislatur in der Versenkung zu verschwinden, aber das sind Prognosen).

    Der zweite Einwand ist normativer Natur: natürlich ist Begriff “Beutegemeinschaft” wertend und lebt von einem versöhnlichen Ideal des Konsens. So einen Konsens bspw. möchte ich als nicht strömungsgebundener Interessent gar nicht sehen. Diese ganze “Konsenssauce” (Gysi) haben wir satt und alle internen Differenzen, an denen man als Ehemaliger ja auch ein persönliches Interesse haben kann, nehmen sich weitaus trivialer aus, als die bspw. die Option, die Fiskalpakt nun ohne rhetorisches Zugeständnis zum Wachstumspakt (erneut die drei Dicken von letzer Woche in der BPK) oder mit Zugeständnissen durchzuwinken. Es bleibt letztlich aber beim Durchwinken und Abnicken. Während “wir” (in Parteien immer auch eine Fiktion) zumindest Streit kultivieren, dürfte bei “Ihnen” ja wohl das Bein lange eingeschlafen sein.

    Der dritte Einwand ist theoriegeschichtlicher Natur: es leuchtet mir ein, dass ein Sozialdemokrat nicht viel mit den Aussagen eines Bolschewik anfangen kann. Dabei spielt der historische Kontext (Aprilthesen) zunächst gar keine Rolle, weil der Unterschied einer der politischen Form ist. Wenn hier also einer Lenin anführt, dann muss man zur Kenntnis nehmen, dass auch leninistische Vorstellungen zur Bearbeitung der Finanz- und Wirtschaftskrise im Raum stehen. Nun ist mir klar, dass es bei Lenin in erster Linie um pragmatisches Handeln zur Machterlangung ging und insofern kann man die Oktoberrevolution 1917 nicht oft genug betonen als besonderes historisches Ereignis – aber es geht ja gar nicht um diese Debatte oder gar die Frage, ob dies die richtige Analyse sei. Wer von Leninischer Kaderorganisation spricht, hat eben ein bestimmtes instrumentelles Interesse an einer Partei. Dass das angesichts eines kapitalistischen Wohlfahrtsstaates mit repräsentativer Demokratie anachronistisch ist, ist dann ein möglicher Einwand. Zumindest aber kann man ihn vortragen, wohingegen man als Leninist aus der SPD ausgeschlossen worden ist. Hier also betone ich die Besonderheit des linken Projekts, dass versucht wurde und weiter versucht werden wird, heterogene linke Ideen über einen Minimalkompromiss zu integrieren. Ich kann mir die Polemik an dieser Stelle nicht sparen: aus der SPD höre ich nichts annähernd Interessantes, weshalb ja auch Franz Walter nicht müde wird zu betonen, dass allein die LINKE eine Alternative hätte darstellen können. Er spricht zwar in der abgeschlossen Vergangenheit und nimmt damit m.E. die weitere Entwicklung unzulässig geistig vorweg, aber hat ja doch nicht unrecht, was den Einheitsbrei anbetrifft, den Sie auch ganz persönlich mit Eintritt in die SPD zu vertreten haben.

    Zum Schluss muss ich mir doch auch noch eine Replik auf Ihre billige Volte gegen Lafontaine herausnehmen. Ich kenne Lafontaine nicht, bin weder Altersgenosse, noch interessieren mich Befindlichkeiten alter Männer irgendetwas, denn es geht um etwas ganz anderes. Es geht in erster Linie darum, dieses primitive…ja, von Argument mag man dabei kaum reden…sagen wir also besser Einwand, diesen primitiven Einwand des “Machtinstinktes” – wir erinnern uns, weiter oben wird darüber gestritten ob Macht und Einfluss demokratisch legitime Ziele sind oder gar nicht erst debattiert werden sollen -, gegen die Einzelperson Lafontaine zu wenden. Sie unterscheiden ja einerseites zurecht, dass es darum geht mit einem Wahlkämpfer Stimmen einzusammeln, die sonst der LINKEN fernblieben – das ist die populistische Seite jeder demokratischen Wahl. Ich sehe nicht, dass Hannelore Kraft oder Siegmar Gabriel, dass Peer Steinbrück oder gar Frank-Walter Steinmeier dies nicht in ähnlicher Form täten. Erst heute hat Ihr innenpolitischer Sprecher im Bundestag, Thomas Oppermann, ein defätistisches Angebot an LINKE-Mitglieder unterbreitet, zur SPD zu wechseln. Jeder kann wechseln, das ist nicht in Frage zu stellen, allein die Absichten bei Oppermann selbst, scheinen höchst fragwürdig und speisen allenfalls aus der gewünschten politischen Symbolik, doch nicht, weil die Diskursräume der SPD danach schreien würden, mehr reformorientierte Linke aufzunehmen. Insoweit ist auch der LINKEN als zugelassener Partei zuzugestehen, hier auf die populistische (und was heißt das Wort denn?) Karte zu setzen und Menschen zur Wahl zu bewegen, die sich eben nicht von der konkreten Gesetzesnovelle oder der Fachdebatte begeistern lassen. Sie wissen ebensogut wie wir, dass die absoluten Stimmenzahlen auch der SPD in NRW weiter zurückgegangen sind. Populismus mag dafür nicht die Lösung sein, scheint mir aber auch nicht schädlich, um Demokratie nicht als reine Technokratie zu leben, dass ja auch der von einigen Usern vertretene Einwand gegenüber einem alles in allem eher blassen Kandidaten Bartsch.

    Der zweite Punkt betrifft jenen des “einfachen Keynesianismus”, der von Ihnen wohl im Brustton der Überzeugung vorgetragen wird, gerade so, als darf ich demnächst von der SPD eine wirtschaftspolitische Analyse der Situation erwarten, die die Lehrgebäude der bis dato monetaristisch bestimmten Debatte aus Bundesbank, EZB und nun auch bald den von Ihnen (SPD) mit sanktionierten EU-Fiskalpakt zu goutieren. Niemand hat behauptet, dass einfache staatliche Nachfragesteuerung Probleme löst, die die Tiefenstruktur der Wirtschaft betreffen. Nur im Gegenstück zur monetaristischen Überzeugung, die in weiten Teilen der SPD Doktrin sind (ich erinnere auch an Maastricht), erkennt die keynesianische Richtung immerhin Wirtschaftskrisen als möglich an. Das war ja bislang schon als Ketzerei verschrien. Dass das Kernproblem dann nicht in der Abhängigkeit von Banken und Finanzmärkten liegt, sondern dass wir es mit einer strukturellen Überakkumulation von Kapital zu tun haben, dass sich Erweiterungsinvestitionen erschöpft haben und dass auch in Deutschland spätestens seit 2003 auf Mittel der absoluten Mehrwertproduktion (in terms Marx’) zurückgegriffen wird, ist eine weitergehende Betrachtung, bei der ich nochmals anfüge, dass es primär nicht darum geht, die Kritik der politischen Ökonomie “umzusetzen”. Erwarten Sie das von irgendeiner Partei? Wenn ja, dann haben Sie schon morgen den Verbotsantrag auf dem Tisch. Wir erinnern uns alle noch sehr gut an das anhängige Verfahren wegen Aufhebung der Immunität nicht nur des Kollegen Ramelows, sondern an die paternalistischen Worte des heutigen Verteidigungsministers de Maiziere, die LINKE möge doch bitte ein systemkompatibles Programm “vorlegen” (!), gerade so, als gehe es im Parteienwettbewerb ohnehin nur darum, den Staatskurs abzunicken. Das will die Kollektivperson LINKE nicht, auch wenn deswegen nicht sofort “Kampf dem Lohnsystem” intoniert wird, sondern primitiver damit begonnen wird, kleine materielle Verbesserungen durchzusetzen. Ob das der richtige oder falsche Weg ist, verweist dann wieder auf die Theoriegeschichte der Arbeiterbewegung insgesamt, aus der Marxismus und Sozialdemokratie als geschiedene Leute hervorgegangen waren. Vor dieser Situation stehen wir heute nicht.

    Zu guter Letzt noch eine Anmerkung: im Verwaltungsrecht würde man gegen Ihren Einwand Befangenheit anmelden. Sich nun aus dem Hintergrund des Exit zu melden, kann man Ihnen nicht verwehren, bleibt aber befremdlich und in der undifferenzierten Form auch unglaubwürdig bis heuchlerisch. Wahrscheinlich war es der richtige Schritt, in die SPD zu wechseln, wenn auch aus anderen Beweggründen, als den hier zur Debatte stehenden.

  23. Linksman sagt:

    Hallo aries,
    “in anderen parteien geht es nicht so zu – nur bei der fdp hab ich keinen einblick”

    Toppt ja selbst noch Parteientouristen wie Angelbeck oder Lengsfeld…

  24. Ralf Henrichs sagt:

    @ Aries,

    “das die akl in nrw dominiert hab ich wo bestritten?”

    Hier: “Die Art und Weise wie in zB NRW zwischen AKL und SL (der FdS spielt keine Rolle) der Konflikt lief und läuft, zeigte auch deutlich, dass eine Gruppe – die SL – hochgradig organisiert – und in den Grabenkämpfen der SPD trainiert – bereit ist keine Gefangen zu machen, wenn es denn nützt.”

    Gefangene kann ja nur die Gruppe machen, die dominiert.

  25. Michael Wendl sagt:

    Mit dem Hinweis auf Lafontaines “einfachen Keynesianismus” will ich darauf aufmerksam machen, dass viele Linke lediglich ein instrumentelles Verhältnis zu ihm haben. Sie sehen in ihm ein politisches Zugpferd für Wahlerfolge und akzeptieren ihn in dieser Funktion. Inhaltlich haben sie aber mit seiner Position nichts oder nur wenig am Hut. Die aktuelle wirtschaftstheoretische Position von Lafontaine ist mir gegenwärtig auch nicht klar. Er hat was von der Macht der Finanzindustrie schwadronierrt, hat also einen Begriff verwendet, der schon im Namen zeigt, dass er die Kategorie des zinstragenden Kapitals nicht verstanden hat. Ich habe darüber schon mehrfach in der Zeitschrift “Sozialismus” geschrieben, hier ist nicht der Raum, das zu wiederholen. Die These von den Beutegemeinschaften erklärt auch nur einen Teil der Prozesse innerhalb der Linken. Meine Erfahrungen aus rund 3 Jahren als Sprecher der Partei in München und aus meinen mehr als 36 Jahren in der SPD besteht darin, dass mit dem Tatbestand, dass Menschen in einer Partei Karriere machen und vielleicht auch Berufspolitiker werden wollten (was alle etablierten Parteien prägt), in der SPD ein Stück zurückhaltender und stilvoller umgegangen wird. Der soziale Neid auf den Aufstieg der anderen tropft ihnen nicht so offen aus allen Poren, wie dies bei Teilen der Linken hier in Bayern zu sehen war und die parteiinterne Atmossphäre so vergiftet hat. Diese Situation mag für andere Teile der Partei nicht so prägend sein. Bei meinen wenigen Kontakten mit Vertretern des FDS hatte ich diesen Eindruck z.B. nicht. Es kann durchaus sein, dass ich noch Mitglied der Linkspartei wäre, wenn ich im Osten der Republik leben würde, hier erscheint mir die Linke als politisch attraktiver als die dortige SPD. Ich lebe aber in München und habe auch keinen Grund, das zu ändern. Bei aller grundsätzlich berechtigten Kritik an der SPD, die ich seit Jahrzehnten selbst publiziert habe (und weiter publizieren werde) und in der Partei selbst auch äussere, hat sich diese Partei intern doch Umgangsformen erhalten, die es ermöglichen, kontroverse Debatten ohne die in der Linken üblichen erbitterten persönlichen Feindschaften und Polarisierungen zu führen. Ich war 36 Jahre in dieser Partei und wollte nie was werden, das wissen die Genossen und akzeptieren deshalb mich als Person und meine Meinung. In der Linken lief ich doch drei Jahre unter dem ständigen Vorurteil, dass ich anderen, die es viel nötiger brauchen, die Chance auf ein Landtags- oder Bundestagsmandat wegnehme. Und jetzt kann ich in der SPD versuchen, die Geldpolitik der EZB zu erklären und das neue Buch von Sarrazin kritisieren. So was interessiert doch in der Linken nahezu niemand mehr. Das erste fällt unter die verhaßte Finanzindustrie und der zweite ist ein Rassist, Faschist usw., an einer argumentativen Auseinandersetzung besteht doch in dieser moraltriefenden Westlinken gar kein Interesse mehr. Das Blog hier hat schon einen Sinn: zwei Drittel der Beiträge sind zwar unter der Rubrik persönliche Pöbeleien usw. abzubuchen, manches unter Bluff, aber es kommt immer wieder doch zu inhaltlichen Kontroversen. Hinzu kommt, dass die Moderatoren, aber auch Debattenteilnehmer interessante Beiträge verlinken. Das ist mir die paar Rüpeleien, die ich lesen muss, allemal wert.

  26. aries sagt:

    @Ralf Heinrichs:

    “bereit ist keine Gefangen zu machen, wenn es denn nützt.” bedeutet nur: rücksichtsloser, brutaler Umgang. Das sagt nichts über die Dominanz aus, sondern nur über die Methode.

  27. aries sagt:

    @”Links”mann aka rechtmann:

    >>Hallo aries,
    “in anderen parteien geht es nicht so zu – nur bei der fdp hab ich keinen einblick”

    Toppt ja selbst noch Parteientouristen wie Angelbeck oder Lengsfeld…>
    Tja da sagste wohl eher was über dich selbst aus.

    Ich kenne viele Leute in SPD, Grünen und CDU….aus beruflichen Gründen und ab und an auch mal wegen Freundschaft. Ich war/bin in keiner der Parteien sondern in der Linken.

    Wie gesagt deine Unterstellungen fallen auf dich zurück und es zeigt, dass es dir unvorstellbar ist mit jemandem eng etwas zu tun zu haben, der nicht deiner Meinung ist. Und in deiner Logik kennst du niemand der nicht in der gleichen Partei Mitglied ist. Schwach!

  28. Ignaz sagt:

    @ Michael Wendl

    Danke für Ihre Antwort. Im Grunde genommen, ist mir klar, worauf Sie hinauswollen. Persönlich kann ich nur sagen, dass ich aufgrund meiner Distanz zu tagespolitischen Debatten und bestimmten Organisationsstrukturen in der LINKEN nur ein gefiltertes Bild der Partei kenne. Wie ich in einem anderen Thread schrieb, gibt es zum Beispiel unter Studierenden eher wenig Verständnis für die derzeitigen Aktionen an der Spitze, aber auch manchen Debattenstil nicht nur hier. Man wendet sich einfach anderen Fragen zu und beachtet das weniger.

    Ich kenne den von Ihnen erwähnten Aufsatz in “Sozialismus” nicht, ggf. könnten Sie den hier ins Forum verlinken, dann können interessierte User inklusive mir ihr Bild komplettieren.

  29. Dirk sagt:

    @ Michael Wendl

    “…Und jetzt kann ich in der SPD versuchen, die Geldpolitik der EZB zu erklären und das neue Buch von Sarrazin kritisieren. So was interessiert doch in der Linken nahezu niemand mehr. Das erste fällt unter die verhaßte Finanzindustrie und der zweite ist ein Rassist, Faschist usw….”

    Gut zu wissen, dass Sie, nachdem Sie es in der ach so kulturlosen LINKEN nicht mehr ausgehalten haben, nun lieber mit dem Rassisten Sarazin gemeinsame Sache machen (und wenn er das nicht ist, können Sie uns mit Sicherheit erklären, warum…) bzw. Ihren neuen (alten) Genossen “kritisieren”…

  30. Prekärer sagt:

    @aries
    http://www.lafontaines-linke.de/2012/05/linke-im-selbsthass-gastbeitrag-matti-nedoma/comment-page-1/#comment-33771
    Teil 1

    ->a. Das kann ich nicht beurteilen.

    ->b. Das hatte ich bereits, ich weiß, du suggerierst hier, mein Post wäre in einem unzurechnungsfähigen Geisteszustand erfolgt, das sagt natürlich über deine hobyypsychologische Manier genau das aus, was alle aus diesem Blog hier schon kennen. Ich lese von dir wirklich gar nichts über politische Inhalte, schon gar nicht Kritik an den herrschenden Verhältnissen AUßERHALB der Linke. Nur moraltriefende, herabsetzende Küchenpsychologie.
    Ich kann dich aber beruhigen, ich bin sogar in “unruhiger Stimmung” noch zu einer durchschnittlichen Denkleistung fähig.

    ->c. Ich habe nicht bestritten, dass Geld eine Rolle spielt, und da wir nun mal in einer Gesellschaftsordnung leben, wo ohne Moos nichts los ist, finde ich diesen Vorwurf etwas banal. Entscheidend finde ich, ob Geldverdienen die alleinige Motivation ist für das Handeln in der PdL oder auch außerhalb. Wer allerdings Vollzeit seine Tage der parlamentarischen-demokratischen Politik widmet, sollte auch eine Bezahlung erwarten dürfen.
    Wer das in der außerparlamentarischen Opposition tut, eigentlich auch, der kriegt aber leider meist maximal Hartz IV.
    Du jedenfalls reduzierst alles nur auf €€, und siehst, insbesondere in der PdL, nichts außer Geldgier. Du bist selber in der Wahrnehmung selektiv auf Geldgier fixiert, und wie schon gesagt, darin sehe ich eine systematische böswillige Unterstellung. Ich finde eben genau dies, dass du sowas ausgerechnet hier, aber vermutlich nirgendwo anders, nicht gegenüber dem Shareholder, der DB oder der FDP oder sonstwo thematisierst, persönlich etwas suspekt.
    Ich habe von dir hier eigentlich überhaupt noch kein gutes Wort über irgend jemand aus der PdL gelesen.
    Es gibt in der PdL sowohl Leute, die keinen materiellen Vorteil an ihr haben, eher das Gegenteil, als auch nicht wenige Leute, die eine gute politische Arbeit leisten, auch wenn oder vielleicht weil sie bezahlt werden. Auch ist Nähe zur PdL bestimmt kein gutes Argument in einer Bewerbung auf dem freien Arbeitsmarkt.
    Und ich denke auch nicht, dass es bei dem Richtungsstreit nur um Geld oder Posten, und wenn nicht darum, dann um religiösen Wahn, sondern zumindest teilweise auch um strategische Differenzen geht, die es schon seit ca. 120 Jahren in der Sozialdemokratie bzw. Arbeiterbewegung gibt.
    Das sind eben gern gebrauchte Stereotypen der bürgerlichen veröffentlichten Meinung. Die Ironie, dass gerade bezahlte bürgerliche Kapitalismusschönschreiber landauf landab sich über´s Geldverdienen bei Anderen aufregen, ist wohl selbsterklärend.
    Last but not least vermute ich mal, auch du bist in deinem eigenen Leben jedenfalls nicht so ein Typ indischer Guru, der nur von Luft und Liebe lebt, und von dem, was vorbeikommende Pilger ihm spenden.

    ->d. das habe ich nicht völlig von der Hand gewiesen. Aber es ist schon noch mehr in der PdL. Ich fände es halt gut, wenn die PdL eine Beutegemeinschaft wäre, bei der sich alle gemeinsam zu dem Ziel bekennen “Wir wollen kein Stück vom Kuchen, wir wollen die ganze Bäckerei”, wobei die Bäckerei die Gesellschaft ist, und nicht nur die Partei und ihre bezahlten Posten oder ihr Stück von Parlamentsdiäten und Verwaltungsposten.
    Und umgekehrt, in der Partei sollte gelten, jedem sein Kuchenstück, aber keinem der ganze Kuchen allein.

    ->e. Du verwechselst anscheinend etwas, darüber habe ich gar nichts geschrieben.

    ->f. siehe e. Allerdings, wäre sie eine revolutionäre Partei, dann könnte sie wohl kaum im Bundestag sitzen, sondern müßte notwendigerweise eine illegale Partei sein.

    ->g. Es sagt etwas über dich aus, dass es für dich heftige Auseinandersetzungen nur über Geld geben kann.

    ->h. “in anderen Parteien geht es nicht so zu” “lafo und seine truppenteile sind spdler mit haut und haar. ihre methosen sind häufig genauso schmutzig wie die in der spd”-Irgendwie hast du dich da offensichtlich in einen Widerspruch zu dir selbst verwickelt
    “nur bei der fdp hab ich keinen einblick”-Dazu bräuchte man nur ein wenig Tv schauen, über diese Partei wird nun wirklich in letzter Zeit überproportional berichtet. Was man sieht und liest, läßt in der Extrapolation auf ein ziemliches Hauen und Stechen hinter den Kulissen schließen.

    ->i.-k. siehe e.

    ->l. Wie, noch schlimmer nachtreten? Naja…Ich bleibe bei meinem Statement, lies es ruhig noch Mal. Erst von Lafo fordern, er soll Abstand nehmen, und wenn er es tut, sagen “Feigling” finde ich nach wie vor ziemlich schäbig! Und wenn du neutral schäbig argumentierst, finde ich es auch nicht besser, auch von Anderen nicht.

    ->m. siehe ->e.

    ->n. Das habe ich auch nicht gesagt. Ich sagte, das beleidigt die aufrechten Menschen in der Linkspartei, die es für dich anscheinend nicht geben kann.

    ->o. siehe ->c. Im Übrigen wäre das nicht schlimmer als der Durchschnitt der Gesellschaft, auch wenn das beileibe kein Lob wäre. Jedenfalls trifft dieses Bild mMn. insgesamt so nicht zu. Da hätte ich eher auch noch inhaltliche Kritik.

    Teil 2 meiner Entgegnung folgt später.

  31. Prekärer sagt:

    @aries
    http://www.lafontaines-linke.de/2012/05/linke-im-selbsthass-gastbeitrag-matti-nedoma/comment-page-1/#comment-33771
    Teil 2

    ->p. Versteck dich doch nicht wieder hinter Mümmel. Der hat übrigens die Wahrheit auch nicht gepachtet, keiner hat das.
    “Lafo hat eine Geschichte…Leute im Regen stehen zu lassen”- Wenn ich das auf die Geschichte in der Schröder-Regierung beziehe, so hatte ich eher den Eindruck, Andere haben ihn im Regen stehen lassen, vor allem Schröder. Vielleicht hat er deshalb einfach die Lage so gesehen, dass er in der SPD persönlich und inhaltlich auf verlorenem Posten steht.
    Wer weiß, ich kann nicht in seinen Kopf schauen, wie anscheinend du. Geschichte nachlesen brauche ich dazu nicht, ich habe diese Geschichte miterlebt.
    Es wird auch erzählt, an Lafo seien zu der Zeit persönliche Drohungen bzgl. Leib und Leben herangetragen worden. Immerhin hat der Mann einen Mordanschlag überlebt.
    Heldenarien singe ich übrigens auch nicht. Aber im Internet “Feigling” zu sagen ist irgendwie auch nicht so heldenhaft…

    ->q. Man muß nicht bei Allem persönlich im Raum sein, um es mitzukriegen.

    ->r. Na, schön, wenn du dich wenigstens DAMIT nicht identifizierst, wenn es allerdings stimmen würde, wäre es keine Beleidigung, sondern ein Fakt. Solange ist es eine Vermutung. Das ist halt das Schöne am Internet, man kann fast nie wirklich wissen, wer dahintersteht. Insofern bin ich übrigens Piraten-Skeptiker, ich glaube nicht, dass deren technokratische (Internet-)Demokratievorstellung irgend etwas besser machen würde. Man schaue sich z.B. mal zu einem beliebigen Querschnitt von Youtube-Videos die Kommentare an, da fragt man sich wirklich, ob das Internet ein Gewinn ist. Oder z.B. die “shit storm”-Euphorie, früher hieß das noch “kollektives Mobbing”.
    Ich kann mir übrigens gut vorstellen, dass olle G. Schröder hier mitliest.

    ->S. Schön wären Beispiele, ansonsten ist das etwas banal, Polizeispitzel, Spione, Einflußagenten sind schon so alt wie die “Zivilisation”. Auch wenn das gerne heutzutage von den etwas naiveren Gutmenschen als Verschwörungstheorie abgetan wird. Ansonsten siehe ->e.

    “schon interessant die reaktion”-diskannitverstaan !?
    “das tabuthema $$ scheint da den nerv getroffen zu haben”-Hä? Tabuthema für mich? Wieso, sagte ich nicht “nicht völlig von der Hand zu weisen” ???
    Geld ist jeden Tag ein Thema, normal, wenn man nicht gerade Paris Hilton ist, oder? Schalt mal dein TV-Grät ein. Was ist das denn schon wieder für ein seltsames Psycho-Geraune?

    Zuletzt: “nochmal: wenn die linke usw….” das ist ja alles richtig, ich wundere mich allerdings immer noch, warum ich hier noch nie etwas zu diesem Thema gelesen habe, wenn es sich auf irgend etwas außerhalb der PdL bezieht…die Linkspartei scheint für dich und manche Anderen der einzige und wahre Ort des Bösen zu sein. Kritik an kapitalistischer eselschaftsordnung wie sie leibt und lebt hat bei dir nicht mal 0,1% Bedeutung in deinem Online-Leben, so kommt es mir vor.
    Immer nur in das selbe Becken pinkeln eben, das linke nämlich.

  32. Linksman sagt:

    Wendl und Bartsch würden gut in eine Partei passen:
    “Seine Sensibilität für weniger betuchte Parteimitglieder blieb in engen Grenzen, als er nach seinem vorübergehenden Ausscheiden als Bundesgeschäftsführer 2002 von Ex-SED-Seilschaften einen Managementjob in einem „befreundeten“ Immobilien-Unternehmen zugeschanzt bekam und prompt herum schwadronierte, nie wieder wolle er „so schlecht verdienen wie im Bundestag.” (Tagesspiegel, 28. April 2003)”
    Zitiert nach: http://www.freitag.de/community/blogs/peterrath/bartsch—des-spiegels-braver-sed-nachfolger-i

Kommentiere:

| Kommentare werden moderiert |