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Der nächste Übertritt

Vor ein paar Tagen im Saarland, nun in Sachsen-Anhalt: Erneut will eine Landtagsabgeordnete der Linken ihre Fraktion verlassen – diesmal sogar in Richtung CDU. Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, ist der Übertritt von Edwina Koch-Kupfer schon länger geplant, die aus Halberstadt stammende Lehrerin sei mit dem Führungsstil der Linksfraktion unzufrieden gewesen. Deren Vorsitzender Wulf Gallert soll erst am Wochenende von den Plänen der parteilosen Abgeordneten erfahren und in einem Gespräch am Montag noch versucht haben, die 50-Jährige von ihrem Wechsel abzubringen. Koch-Kupfer, die seit 2009 2011 im Magdeburger Landtag sitzt, war bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion und hatte sich zuletzt vor allem um Fragen der Lehrerausbildung und des Sitzenbleibens befasst.

UPDATE 16.30 Uhr: Inzwischen hat sich auch Wulff Gallert gemeldet. Der Linksfraktionsvorsitzende hat den Wechsel von Koch-Kupfer – was keine Überraschung ist – scharf kritisiert und sie aufgefordert, das Mandat zurückzugeben. “Frau Koch-Kupfer ist auf der Landesliste der Linken ausdrücklich für den Bereich der Bildungspolitik gewählt worden, den sie in ihrer aktiven Arbeit in der Fraktion im letzten Jahr auch vertreten hat. Gerade in diesem Fachbereich stehen sich die Positionen der Wahlprogramme der Linken und der CDU genauso wie ihr Agieren im Landtag von Sachsen-Anhalt diametral gegenüber.” Zudem kommt der Schritt von Koch-Kupfer für die Linke offenbar “völlig überraschend”. Die Politikerin habe “in der Vergangenheit ihrerseits keinerlei substanzielle Probleme gegenüber der Fraktion oder dem Fraktionsvorstand erkennen lassen”, heißt es.

UPDATE 17 Uhr: Zumindest die CDU freut sich. Fraktionschef André Schröder erklärte: „Grundlage eines Beschlusses der CDU-Landtagsfraktion, zur Aufnahme der Abgeordneten, bildet die Satzung der CDU-Fraktion, die es auch parteilosen Abgeordneten erlaubt, mit Rede und Stimmrecht mitzuwirken. Ungeachtet der persönlichen Gründe vermögen unsere Arbeit und unsere Ziele als Fraktion offenbar zu überzeugen. Frau Koch-Kupfer wäre mit ihrem Sachverstand bei uns willkommen.“ (vk)

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75 Kommentare zu “Der nächste Übertritt”

  1. J sagt:

    Im Westen der Typus rechte/r Trillerpfeifengewerkschafter/in, im Osten Typus FDJ- bzw. Pioniergruppenleiter/in. Beide ultraautoritär und aus einer anderen Zeit. Und jetzt finden sie sich eben da, wo sie eher hingehören als in eine moderne Linke: in der Zucht- und Ordnungspartei der jeweiligen Himmelsrichtung. Warum sich beide Typen in der Linkspartei so spinnefeind sind, ist eines der großen Rätsel.

  2. leute, leute sagt:

    Mhm. Na böse Zungen haben schon lange behauptet, dass es sich bei der DDR weniger um eine linke als vielmehr um eine strukturkonservative Gesellschaft gehandelt hat. Da ist es doch folgerichtig, dass die Frau in die CDU gehen will. Das Herz schlägt dings.

  3. Imre Nagy sagt:

    @J: sind sie sich doch gar nicht. Spinnefeind sind sich die Hauptamtlichen in Fraktionen und Apparaten.

  4. Aries sagt:

    ich hatte es vorher gesehen (bzw war etwas besser informiert)…:-) und rechnet mit weiteren personen die bald richtung spd, piraten und grünen gehen werden. kann sein dass noch jmd bekannteres in nrw kurz vor oder nach der wahl wechseln wird – man ist noch am überlegen.

    linksmänner und raabes: bald habt ihr euer ziel erreicht: eine reine partei der reinen leere (kein h) unter 1% und ohne mitglieder. bravo!

    ach ja: mal sehen ob “oskar” das untergehende schiff nicht noch versucht an die spd zu verscherbeln – sonst müsste sein ego ja evtl. noch mitbekommen, dass seine politik im westen erheblich mit dazu beigetragen hat, dass der westen und das saarland total abgewirtschaftet haben. das der aufbau west durch gen. maurer + oskar spezi, der sich dabei maßgeblich auf die flaschen von m21 gestützt hat, eine komplette katastrophe in sowohl oranisatorischer als auch finanzieller hinsicht geworden ist, trägt ebenso zur attraktivität des ladens bei….

    mal sehen wer der/die nächste ist…der letzte macht das licht aus! hallo raabe, “links”man: bereithalten!

  5. Jens Raabe sagt:

    andererseits – wenn man in sa als pdlér einen kleinen schritt nach rechts geht – landet man halt in der cdu. die spd scheint da links zu stehen. (ungläubig)

  6. Jens Raabe sagt:

    aries

    bla bla…

  7. Marcel sagt:

    @Herr Raabe: Gehen Sie doch zur DKP und vor allem wenn mensch keine Ahnung hat sollte mensch auch mal einfach nichts schreiben. Aber das fällt Ihnen anscheinend zu schwer.

  8. Eckernförder sagt:

    …”konfessionslos” ist sie auch. Finde ich gut! Viel Spaß in der CDU!

  9. Der kleine Bodo sagt:

    Aries

    Bei soviel gerührtem Geschwafel werde ich sie nicht in mein Abendgebet einschliessen: ÄTSCH!

  10. Heinz sagt:

    „Daß die Parteikämpfe gerade einer Partei Kraft und Leben geben, daß der größte Beweis der Schwäche einer Partei das Verschwimmen derselben und die Abstumpfung der markierten Differenzen ist, daß sich eine Partei stärkt, indem sie sich purifiziert, davon weiß und befürchtet die Behördenlogik wenig!“ L.

  11. Heinz sagt:

    “Gehen Sie doch zur DKP ” Warum von denen kamen doch so einige zu uns…..

  12. Bronstein sagt:

    @J

    Ich gebe dir völlig recht. Aber trifft deine Analyse auf die Frau zu?

    Im vorliegenden Fall muss ich feststellen, nach dem ich den Text von Koch-Kupfer gelesen habe (siehe links unten), dass die Frau einfach mal fachlich gut war und was von ihrem Gebiet Schule und speziell Lehrerausbildung verstand. Zuviele Politiker in der LiPa sind Mandatsträger und Funktionäre weil sie in ihrem Beruf nicht besonders gut waren. Koch-Kupfer hat aber eine solide bürgerliche Karriere hinter sich.

    Vermutlich liegt ihr Schritt darin begründet, dass mit dem Parteibuch der Linkspartei ein weiterer Berufsaufstieg, zum Beispiel als Staatssekretärin oder eine Rückkehr als Seminarleiterin verwehrt war.

    http://www.dielinke-fraktion-lsa.de/nc/politik/reden/detail/zurueck/edwina-koch-kupfer/artikel/edwina-koch-kupfer-zu-top-07-lehramtsausbildung-zweite-phase/

  13. Jens Raabe sagt:

    marcel

    ja richtig – wenn mensch keine ahnung hat sollte mensch auch mal nichts schreiben… und warum tun sie es denn?

    marcel? muss man sie kennen? nö wa

  14. micha sagt:

    “Der nächste Überläufer” , diese Headline sagt mehr als diesem Blog lieb sein kann.

    Dann eine Empfehlung an die Blogbetreiber…
    http://www.amazon.de/Out-of-the-blue-Reisepass/dp/B005DD8NYY

  15. Roland sagt:

    Dass in Griechenland, Spanien und Frankreich die Kräfte links der Sozialdemokratie in Mitgliedern und Wählerstimmen gegenwärtig stark zulegen, liegt einmal an den aufbrechenden Klassenkämpfen als auch an der Klassenposition dieser Parteien.

    Bei uns ist das Parteiengefüge zwar auch in Bewegung, aber am hochschiessen der Piraten, die z.B. in NRW sowohl Bürgerrechte verstärken als auch die neoliberale Privatisierungsorgie (Landesbank) weiterführen wollen, erkennt man, dass gegenwärtig noch keine klare Richtung existiert.
    Im Vergleich zu den o.e. Ländern läuft unsere Wirtschaft noch relativ gut. Kein Wunder also, dass Klassenwidersprüche noch gekleistert werden können.

    Wir müssen etwas Geduld haben. Unsere Zeit kommt noch.

  16. Aries sagt:

    ein spruch eines baldig austretenden members war: lieber KEINE linke als so ein linke….

  17. tos sagt:

    @micha – welche headline? welches blog? ganz da oben steht: “der nächste übertritt”. nicht überläufer. beste grüße nach nordkorea

  18. Jens Raabe sagt:

    boah ey…. “beste grüße nach nordkorea”
    pass blos auf das vk das nicht sanktioniert!

  19. tos sagt:

    lieber raabe, sie nehmen offenbar an einem wettbewerb teil, in dem derjenige gewinnt, der einfach zu jedem kommentar selber einen schreibt. irgendwas. einfach so. das ist lustig, allerdings nicht für die betreiber dieses blogs. die grüße nach pjönjang hätten sie verstehen können, haben sie aber nicht. ist auch egal. schließlich haben sie einen kommentar hinterlassen. und darum gehts ja offenbar in ihrem wettbewerb. jedenfalls: hier ist jetzt mal schluss für sie. nein, der letzte kommentar ist nicht der grund dafür, nur ein anlass. ob es eine auszeit auf der bank wird oder ein abschied für immer, entscheiden sie selbst. im juni. beste grüße.

  20. Roland sagt:

    @ tos

    Sie haben recht.
    Das waren großteils leider keine inhaltlichen Kommentare mehr, sondern hektische Ergüsse eines Meinungs-Junkies.

    Eine kleine Entziehungskur ist ggf. heilsam.

  21. Bianca Görke sagt:

    @vk Landtagswahlen waren in SA 2011 und genau seit dieser Zeit gehört K-K auch dem Landtag an.

  22. Aufruf und Hinweis.

    Liebe Genossin Edwina Kupfer Koch,

    als Mitglieder der Linken im FdS-Land Sachsen- Anhalt, bitten wir Dich
    inständig, Dein Mandat, daß DIE LINKE für Dich gewonnen hat, zurückzugeben. Der Wechsel zur CDU entspricht nicht dem Willen der Wähler.
    Es reicht aber bei weitem nicht aus Elke Reinke( Liste gekungelt) und Bianca Görke (nicht legal) zu verhindern. Soviel zu den FdS Allmächtigen. Bei Edwina war die politische Ausrichtung sehr CDU nah.
    Als sie bei uns auf der Sommertour war, konten wir diese politische Ausrichtung deutlich feststellen.
    Für Wulf Gallert und für uns ist dieser Wechsel keine Überraschung.
    Die politische Spanweite bei der Linken in Sachsen- Anhalt ist erheblich. Alles steht zur Disposition, so war vor der Landtagswahl
    zu lesen. Angepasst und beliebig!!! Das Wort Seeheimerkreis macht die Runde.
    Aries wir reden über wichtige politische Themen und nicht z.B. über
    das Liebesleben der Armeisen. Selbst diese kleinen Waldpolizisten würden Dich nicht verstehen.

  23. Bianca Görke sagt:

    Die CDU weiß schon länger von dem Übertritt ? Ich denke, dies ist das Traurigste an der unappetitlichen Geschichte. Das hat so einen Beigeschmack – wie ” ich nenne Dir meinen Preis und dann sehen wir mal weiter… ”
    Und alles verstärkt das Bild der Linken nach außen. Zur CDU – und übrigens @Raabe , nee bereits die SPD in SA ist nicht links – mitnichten – aber die CDU ist ein karrieregeiler Streberhaufen . Wirtschaftlich inkompetent , mit einer merkwürdigen Förderpraxis (BSP Flughafen Cochstedt, Glaswerke etc) Ich hätte einen Wechsel zu den Piraten (aber nicht im Landtag vertreten – also nicht karrierefördernd) oder zu den Grünen noch auf die Reihe gekriegt – aber zur CDU, da fehlt mir der 2. Kopf zum Schütteln

  24. Linksman sagt:

    In Sachsen-Anhalt waren ja schonmal die Rechtsradikalen stark (DVU 13 %). Gut, dass bei diesem Zirkus der “demokratischen” Parteien gerade keine Wahl dort ansteht…

  25. Mathis Oberhof sagt:

    Sagt einfach mal DANKE …..

  26. Thomas sagt:

    eigentlich muß man sich bei der spd bedanken, das sie nicht so oft mit der linken im osten koalieren.
    ich weiß nicht, wieviele Prozente die linke da jetzt hätte, aber bestimmt keine knapp 20%.

  27. Wenn Edwina Koch-Kupfer von der Linken zur CDU wechselt, wird es die politische neue Heimat einiges gekostet haben. Besonders preiswert ist so ein Spagat nie zu haben, von Geruch mal ganz abgesehen.

  28. makue sagt:

    Also es wird viel geredet, aber wenig gewusst. Die jetztige MdL Koch – Kupfer kommt aus dem Kreisverband Harz und wurde zur damaligen Zeit vom Stadtverband Halberstadt für die Liste vorgeschlagen. Wie viele MdL´s in LSA ( sowird Sachsen – Anhalt abgekürtzt ) ist sie natürlich Lehrer bzw. Lehrerin und hat bisher sowohl mit dem Kreisverband Harz und in der Landtagsfraktion so gut, wie keine Akzente gesetzt. Wenn es Probleme bei den Finanzen bei ihr gibt oder gab, dann ist sie zum großen Teil selbst Schuld, denn sie hätte ja auch das Büro der Regionalgeschäftsstelle Harz nutzen können und hätte so auch auf einen Mitarbeiter verzichten können. Erst hat sie sich von ihrem Mitarbeiter vorschreiben lassen, was sie machen soll und der hat sich erster Linie mit der LINKEN im Hasrz überworfen, weil er nicht die Positionen bekommen hat, die er gefordert hat. Und so hat sich Edwina sehr weit von uns entfernt. Das hat weder etwas mit FDJ oder anderen Organisationen der ehemaligen DDR zu tun, sondern liegt wohl eher an der unpolitischen Ausrichtung der heutigen Lehrerschaft und ihrer Treue zur Landespolitik. Die Vorwürfe, die hier zum Teil genannt sind, sind einfach nur an den Haaren herbeigezogen und zeigt mir, wie weit wir Ossis und die Wessis manchmal entfernt von einander sind. Das die Landespolitik des überwiegend vom fds beherrschten Landesvorstand und in der Landtagsfraktion ausgelebten Politikstil und Ideen für uns nicht so gut ist, zeigen ja die letzten Wahlergebnisse im Osten. Ich hätte aber noch mehr Forderungen an Frau Koch – Kupfer, sie soll nicht nur ihr Mandat zurück geben, sondern müsste auch eine Rechnung über die Finanzierung ihres Wahlkampfes erhalten, denn den haben die Mitglieder des Kreisverbandes Harz bezahlt.

  29. Juergen Angelbeck sagt:

    Wann endlich wird begriffen, dass Parteien nicht dazu berufen sind, entmündigte VertreterInnen in die Parlamente zu entsenden und lediglich Wahlvorschläge unterbreiten können, auf deren Grundlage das Volk eine aus unabhängigen und weisungsungebundenen Menschen bestehende Gesetzgebungskörperschaft bildet ?
    Wer sonst als die vorschlagende Partei (Liste) trägt das Risiko für aus Sicht der Parteiführung später “aus dem Ruder laufende” Abgeordnete, die nur von dem Gebrauch machen, was ihnen die Verfassung garantiert ?
    Warum wird so gut wie nie danach gefragt, ob nicht die Partei selbst den Wegfall der (politischen) Geschäftsgrundlage zu vertreten hat, auf der einst die Nominierung fußte ?

    Die als eine Art Pawlowscher Reflex auch in diesem Fall wieder daherkommenden Forderungen nach Mandatsrückgabe sind schlicht anmaßend und zeugen von undemokratischem Parlamentsverständnis.

    Ich weiss sehr gut, wovon die Rede ist und verfolge als Betroffener mit naturgemäss gesteigertem Interesse die Entwicklungen in Sachsen-Anhalt.
    Wer mehr wissen will, wird hier fündig:

    http://www.youtube.com/results?search_query=Angelbeck+im+wilden+Osten&oq=Angelbeck+im+wilden+Osten&aq=f&aqi=&aql=&gs_nf=1&gs_l=youtube.12…5469.18391.0.22313.27.27.1.0.0.0.344.3172.14j7j4j1.26.0.

  30. Bianca Görke sagt:

    @ Jürgen Angelbeck
    sicher kann man von Ihnen lernen, wie man finanziell lukrativ seine Abgeordnetentätigkeit in Sachsen-Anhalt gestalten kann. Ihre merkwürdigen Vorschläge kosten den Steuerzahler immer noch viel Geld – aber in diesem blog geht es ja gerade um Alternativen zur Selbstbedienungsmoral bei Politikern
    Und der pawlowsche Reflex wirkt eben auch hier genau eben bei solchen Abgeordneten – weil sie eben die besseren finanziellen Alternativen suchen und nicht politische Sacharbeit leisten wollen.
    Nicht jeder möchte solche “Lehrmeister” wie sie – aber vielleicht können sie ja Abgeordentenberater werden – für finanziell Interessierte – haben ja Herzblutsportler auch alle

  31. Bianca Görke sagt:

    http://www.berliner-zeitung.de/home/10808950,10808950.html

    hier kann interessierter Leser nachlesen – wie viel wir von Herrn Angelbeck lernen konnten

  32. i.k. sagt:

    @Bianca Görke: Link funktioniert nicht.

  33. Bronstein sagt:

    Man wird nicht ohne weiteres Leiterin eines Lehrerausbildungsseminars im schwarzen Niedersachsen. …Aber Fachkenntnisse braucht man trotzdem. Das ist nicht wie bei der PDS oder der Linken!

    Wie bei Frau Döring stelle ich mir die Frage, wieso wurde Frau Koch-Kupfer von der Linken aufgestellt?

  34. Dirk sagt:

    “…Ich weiss sehr gut, wovon die Rede ist…”

    Wer denn sonst, Herr Angelbeck…?

    Seit 1969 strammes Mitglied der SPD im Westen, startete Meister Angelbeck danach so richtig durch…

    28.10.1990-22.10.1991 MdL Sachsen-Anhalt für die SPD
    22.10.1991-18.12.1991 fraktionslos
    19.12.1991-08.01.1992 Mitglied der Freien Fraktion
    09.01.1992-29.02.1992 fraktionslos
    01.03.1992-13.03.1993 “Gast” der CDU-Fraktion
    14.03.1993-20.07.1994 fraktionslos

    1995 Wiedereintritt in die SPD (wegen Oskar L….)

    2005 Austritt aus der SPD (wegen G. Schröder…)

    2005 Eintritt in die PDS (wegen was eigentlich???)

    2010 Austritt aus der LINKEN (wegen K. Ernst…)

    Wohin geht denn die Reise demnächst, Herr Angelbeck?

  35. Juergen Angelbeck sagt:

    Schalten Sie mal einen Gang zurück, werte Frau Görke!

    Verraten Sie mir doch bitte, was ich mit dem Salafismus zu tun habe. Der von Ihnen hier eingestellte Link ist insoweit ziemlich mysteriös.

    Und noch eins:
    Bitte erzählen Sie keine Unwahrheiten. Fakt ist, dass ich zu keiner Zeit von irgendeiner Regelung zur Entschädigung der Abgeordneten in Sachsen-Anhalt persönlich Vorteile hatte. Als MdL kam ich mit Diäten plus entsprechend reduziertem Gehalt aus dem parallel bestandenen Arbeitsverhältnis gerade einmal auf die Bezüge, die mir auch ohne das Abgeordnetenmandat zugestanden hätten. Bezüglich der Altersversorgung möchte ich Sie darauf hinweisen, dass in meinem Fall eine Anrechnung der Abgeordnetenpension auf meine Betriebsrentenansprüche erfolgt. Auch hier unter dem Strich: Der Profit gleich Null!
    Damit wir uns richtig verstehen: Ich finde das völlig in Ordnung, weil ich ein Anhänger des Prinzips der sogenannten Gesamtversorgung bin, das eine Höchstbegrenzung der Altersversorgung bestimmt und einen Bezug aus unterschiedlichen Quellen ohne Gegenrechnung der Leistungen unterbindet.

    Richtig ist aber, dass eine ganze Reihe ehemaliger Mitglieder des Landtages von Sachsen-Anhalt – darunter auch Genossinnen und Genossen – auf ein Regelungswerk zur Sicherung ihres Unterhalts zurückgreifen kann, bei dessen Schaffung ich tatsächlich eine federführende Rolle spielen durfte. Darauf bin ich sogar stolz !

    Kommt alles vor, werte Frau Görke, in dem von mir verlinkten Zeitzeugeninterview. Gucken und hören Sie doch mal rein, ehe Sie hier auf die Pauke hauen.

  36. Jutta sagt:

    Hab ich das jetzt richtig verstanden, dass Sie Jens Raabe bis Juni sperren wollen ?….?…..?

    Dolle Leistung!….doch,doch – passt irgendwie…

    P.S.
    Diese “Grüße aus Phönjang” hab ich im übrigen auch nicht verstanden. Oder sollte das “sachliche Kritik” oder nur schlechter Humor, oder einfach nur ne Provokation sein…..

  37. vk sagt:

    @ jutta – die grüße aus pjöngjang von tos waren weder das eine noch das andere, sondern eine reaktion auf den link von micha, auf dessen kommentar tos reagiert hat..

  38. Bianca Görke sagt:

    @alle , ja mit dem link zur BZ ist was falsch gelaufen, aber googlelt doch da mal über Herrn Angelbeck und die seltsame Verdopplung der Rentenanwartschaften(ist er immer noch stolz drauf – O-Ton)
    Solche klugen finanziellen Vorschläge liegen mir wirklich schwer im Magen

  39. Juergen Angelbeck sagt:

    @Dirk

    Wohin die Reise geht ? Ganz einfach, lieber Herr Dirk …., sie geht weiter und weiter – auf nicht von Parteien verbogenen Schienen, tragfähigem Oberbau und mit dem nötigen Selbstbewusstsein dafür sorgend, dass möglichst wenige, systembedingt gebeutelte Menschen unter die Räder kommen.

    Eine kleine Anmerkung: *Wegen* Klaus Ernst habe ich die PdL nicht verlassen. Verbreiten sie keine Gerüchte!
    Schliesslich noch der Versuch einer Antwort auf ihre Frage, warum ich 2005 der PDS beigetreten bin: Schauen Sie mal rein, in das verlinkte Zeitzeugeninterview. Bei Verzicht auf Böswilligkeit erschliessen sich die Zusammenhänge.

  40. Bremer sagt:

    Hat vermutlich das zweite Mandat (“Doppeldeckerin”) auch noch
    mitgenommen (Stadträtin in Halberstadt)

    http://87.106.7.141:8080/ratsinfo/halberstadt/Person.html;jsessionid=747422C3087971BC26F065E33BABE536

  41. Dirk sagt:

    @ Juergen Angelbeck

    Ganz ohne Böswilligkeit, ich hab genug gesehen. Ihr Parteihopping spricht für sich, mehr muss man über Sie nicht wissen.

  42. Linksman sagt:

    Hallo Dirk,
    man darf ruhig auch wissen, dass Angelbecks PR-Nummern schonmal auf Kosten bosnischer Kinder gehen: http://www.seiten.faz-archiv.de/faz/19930120/f19930120ltkod–100.html

  43. Juergen Angelbeck sagt:

    @ Linksman
    @ Dirk

    Genau Ihre auch hier wieder an den Tag gelegten denunziatorischen Strickmuster haben die durchaus erfreuliche Nebenwirkung, dass man sich den Kopf nicht mehr zerbrechen muss, wenn es um die Frage ausreichender Begründung für das Verlassen dieser PdL geht.
    Angesichts dessen, dass Ihr Diskussionsstil für die Umgangsformen in der Partei nicht ganz untypisch zu sein scheint, wundert nicht, wenn derzeit scharenweise Leute mit halbwegs gesundem Verstand aus diesem “Laden” flüchten. Ganz zu schweigen von den Wählerinnen und Wählern, die zunehmend weniger Lust verspüren, dieses schlechte Theater mit ihrer Stimme zu unterstützen.
    Ein Selbstläufer ins Abseits – schade !

  44. Juergen Angelbeck sagt:

    @ Linksman

    Nachtrag zu den “bosnischen Kindern”:
    Das mit der “PR-Nummer” erzählen Sie mal den heute erwachsenen über vierzig Kindern, die vor demnächst zwanzig Jahren mit meiner Hilfe aus der Hölle von Sarajevo herauskommen und über lange Zeit in Sachsen-Anhalt in Frieden und gut versorgt aufwachsen konnten.
    Denken Sie daran: Feuilletonisten, die meinen, aus dem warmen Sessel heraus den Handlungs- und Entscheidungsbedarf in der Hölle eines Kriegsgebiets beurteilen zu können, werden ganz schnell zu bornierten Klugscheissern. und verkörpern eine billige Hintertür-Moral von Drückebergern. An solcher Armseligkeit ändern auch nichts die bekannten Versuche, Feigheit als Besonnenheit zu verkaufen und die Keule angeblicher “PR-Nummer” zu schwingen.
    Kleiner Hinweis: Die betreffenden Vorgänge werden auch in dem erwähnten Zeitzeugeninterview behandelt. Einfach reinschauen und reinhören!

  45. Bianca Görke sagt:

    @Jürgen Angelbeck
    “als Betroffener …”

    der war wenigstens richtig gut, ich lache nämlich auch gern

  46. Dirk sagt:

    @ Juergen Angelbeck

    “Denunziatorisches Strickmuster”? Nun lassen Sie mal die Kirche im Dorf, so wichtig sind sie nun auch wieder nicht… Zu Ihrer politischen Biografie sollten Sie allerdings schon stehen. Zugegeben, ich habe etwas verkürzt. Aber zu Ihrer Beruhigung berichtige ich mich gerne, was Ihren Austritt aus der LINKEN im Jahre 2010 betrifft. Sie sind also nicht nur wegen der damaligen Vorwürfe gegen Klaus Ernst ausgetreten, sondern auch deshalb, weil sich sich der Planet Erde auch in der LINKEN mal wieder nicht um die “Sonne” Angelbeck drehen wollte, wie schon zuvor in der SPD, der Freien Fraktion und der CDU-Fraktion… Gute Reise, Herr Angelbeck.

  47. Bianca Görke sagt:

    ja die CDU-Fraktion hat nun Edwina Koch-Kupfer bei 2 Gegenstimmen , nach eigenen Aussagen Kk freundlich aufgenommen,Sie vertritt unser Land nun im Rechtsausschuß . Vorher äußerte sich KK in etwa, sie wußte als Quereinsteigerin in die Politik nicht was auf sie zu käme – hätte sich eine Probezeit gewünscht.(Interview aus dem Internet entnommen)
    ja Probezeit hatte sie doch – 1 Jahr – sie hätte jetzt ohne Nachteile sagen können, sorry ist nichts für mich und wieder in den Niedersächsischen Schuldienst gekonnt. So hätte sie ihr Gesicht gewahrt und irgendwie noch Größe bewiesen. Jetzt macht sie also weiter Dinge, von denen sie nicht gedacht hat, dass sie so kompliziert sind – nur eben bei einer völlig anders ausgerichteten Fraktion. Da ist es sicher einfacher und “Frau” braucht da nur hübsch in die Kamera zu lächeln. ein merkwürdiges Gebaren, welches eigentlich garnicht so viel Aufmerksamkeit verdient.

  48. Bianca Görke sagt:

    „Ich danke der CDU-Landtagsfraktion für die freundliche Aufnahme, identifiziere mich mit deren Zielsetzungen und werde mich nun engagiert einbringen“, erklärte Edwina Koch-Kupfer.

    entnommen der CDU Fraktionsseite

    ja fehlt nur noch das Pionierehrenwort um die Groteske perfekt zu machen

  49. sfr sagt:

    And now for something completely different:

    http://veronikapetzold.wordpress.com/2012/03/28/austritt-aus-der-partei-die-linke
    http://veronikapetzold.wordpress.com/2012/04/17/piraten-sachsen-freuen-sich-uber-ihr-erstes-mandat
    http://www.torgauerzeitung.com/Default.aspx?t=NewsDetailModus%2863029%29
    http://www.mdr.de/sachsenspiegel/video50776.html

    Es handelt sich diesmal zwar nur um ein Kreistagsmandat, dafür geht’s zur Abwechslung Richtung Piratenpartei.

    So langsam nervt das aber echt. Egal was er im einzelnen für Gründe zum Wechseln gibt — beschäftigen sich die Leute nicht vor der Kanditatur mit der Partei & Fraktion, für die sie ins Rennen gehen? Und warum sind es (in letzter Zeit) vor allem Genossinnen, die den Grenz-Übertritt wagen? Sind die einfach flexibler als ihre Kollegen?

    Naja, das ist wahrscheinlich die ersehnte “Post-Demokratie” …

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