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Glaubwürdigkeitsfragen

Update 15.45: In einer Umfrage, auf die Linken-Chefin Gesine Lötzsch verweist, würden sich 11 Prozent für Beate Klarsfeld als Bundespräsidentin entscheiden, darunter 24 Prozent der Wähler der Piraten.

Update 15 Uhr: Sahra Wagenknecht hat im Sender Phoenix die Ablehnung von Joachim Gauck durch die Linke bekräftigt. Es sei “deutlich geworden, dass wir zu sehr fundamentalen Fragen grundsätzlich andere Ansichten haben”, si die Fraktionvize, die von “Ganz tiefgreifenden Divergenzen” bei Themen wie Leiharbeit, Afghanistan-Krieg oder Finanzen sprach. “Freiheit ohne soziale Gerechtigkeit ist keine wirkliche Freiheit”, so Wagenknecht.

Originalpost: Der Besuch von Joachim Gauck bei der Linksfraktion, so hat es Gregor Gysi danach beschrieben, sei „freundlich und respektvoll“ verlaufen, jedenfalls war es bei allen Differenzen offenbar „keineswegs unangenehm“. Der Präsident in spe „habe niemals hier im Raum infrage gestellt, dass es Trennendes gibt, eine ganze Menge“, sagte er nach dem Treffen. Und dazu gehört nicht zuletzt, dass der Ex-Pastor die umstrittene Beobachtung von Abgeordneten der Linken durch den Verfassungsschutz für legitim hält, auch wenn er sich gewundert habe, welche Politiker dabei ins Visier des Geheimdienstes geraten sind. Dass die Linksfraktion ihn bei aller öffentlichen Kritik trotzdem eingeladen habe – so wie auch 2010 bereits – hat Gauck als Zeichen des Respekts und der Aufmerksamkeit gewertet. Eine Nachrichtenagentur schreibt, es sei für den 72-Jährigen selbstverständlich gewesen, die Einladung anzunehmen.

Mit solcher Selbstverständlichkeit darf Beate Klarsfeld in diesem Land immer noch nicht rechnen. Nachdem bereits Union und FDP die Journalistin und Antifaschistin nicht einladen wollten, weil man sich, so hieß es, bereits für Gauck entschieden habe – was kein Grund gewesen wäre, schließlich hat die Linksfraktion ja ebenso erklärt, bereits für Klarsfeld entschieden zu sein –, nach den schwarz-gelben Absagen also, hat auch die SPD-Fraktion Klarsfeld brüskiert: „Ich habe mit Frau Klarsfeld telefoniert und ihr gesagt, dass die SPD-Fraktion festgelegt ist“, sagte Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier – ein Treffen wäre in die Kategorie „Schauveranstaltungen“ gefallen, was „für keine Seite zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit“ beigetragen hätte. Man stelle sich vor, die Linksfraktion hätte mit ähnlicher Begründung den Besuch von Gauck abgelehnt!

Sahra Wagenknecht hat am Dienstag erklärt, es sei eigentlich „eine gute demokratische Gepflogenheit, das Gespräch mit anderen Kandidaten demokratischer Parteien zu suchen“. Während Gauck sich bei allen Bundestagsfraktionen vorstellen konnte, wird Klarsfeld am Ende außer bei der Linken bei keiner Partei vorgesprochen haben. Dass schließlich auch die Grünen nicht mit Klarsfeld zusammenkommen, ist auf Terminprobleme zurückzuführen: Bei der noch vor dem 18. März stattfindenden regulären Fraktionssitzung konnte die 73-Jährige Kandidatin nicht, einen Ausweichtermin konnten und wollten die Grünen nicht akzeptieren – dazu hätten sie die Bundestagssitzung am Donnerstag für eine Fraktionssitzung unterbrechen müssen, was die Partei konsequenter Weise ablehnte, schließlich hatte ihr Parlamentsgeschäftsführer Volker Beck genau dies bei der Linksfraktion vergangene Woche kritisiert. (tos)

 

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39 Kommentare zu “Glaubwürdigkeitsfragen”

  1. rutzel sagt:

    die Linke staatstragend, die anderen kleinkariert.
    Doch kaum jemand wirds goutieren.

  2. Karl Sorgen sagt:

    Einverstanden, das Gespräch mit Gauck als normalen Akt im Rahmen demokratischer Geflogenheiten zu sehen, damit kann ich leben, allerdings sollte man deutlich öffentlich hörbarer auf genau die Verletzung dieses Prinzipes bei den anderen Parteien bezüglich Beate Klarsfeld hinweisen.
    Und trotzdem habe ich genauer hingehört. Gauck hat ganz deutlich darauf hingewiesen, dass es Teile in der Fraktion gäbe, die durchaus Verständnis für einiger seiner Positionen gezeigt hätten und er hat die Bestätigung seiner Einschätzung, dass die Linken zu recht vom Verfassungsschutz beobachtet werden mit der Einschränkung verknüpft das es möglicherweise die Falschen seien. Die Absicht beider Äußerungen sollte wohl deutlich genug sein. Es gibt allso unter den Linken die vermeintlich guteren(besseren) und die entsprechend böseren (schlechteren )-eine solche auf Spaltung angelegte Differenzierung durch einen erz-neoliberalen bzw. -konservativen macht schon hellhörig und gibt es da nicht tatsächlich diejenigen unter uns, die den Freiheitsbegriff durchaus ähnlich diffus wie Gauck sehen wollen-die die kritische Bewertung der DDR permanent verschärfen wollen und die Frage von Kriegseinsätzen aufweichen wollen…
    Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht das übertriebene Gefasele von Freundlichkeit und dass es keinesfalls unangenehm gewesen sei-wir bewegen uns hier nicht im Raum der Diplomatie und wenn ich manchmal den geballten Hass auf die Linken im Bundestag sehe und Gauck sehr oft zugehört habe und zugesehen habe-Frage ich nach der Wirkung solcher Barmherzigkeit von Gysi auf unsere Anhängerschaft. Die Nominierung von Beate Klarsfeld hat uns hoffentlich wenigstens eins erspart -die mögliche Stimmenthaltung bei der Wahl von Gauck durch Linke…

  3. Jens Raabe sagt:

    karl

    der liebe g. gysi lümmelt schon länger auf talk-show-sofas mit seinen süffisanten lächeln und gibt den nonchalanten, redegewannten politiker. sieht richtig nett aus… mehr auch nicht!

  4. Karl Sorgen sagt:

    Jens Raabe
    stimmt und und zeigt, dass er von möglichst allen, vor allem selbst geliebt werden will…jetzt sogar von Gauck ??? Wahrscheinlich hat er seinen Abgeordneten -Kollegen Professor Gerhard Riege längst vergessen und die Hetzjagd auf ihn selbst ? Nun gut im Gegensatz zu den meisten konnte er sich ja immer den besten Rechtsbeistand leisten…ich wiederhole mich, mir war diese wechselseitige Schleimerei sehr unangenehm…gut das wenigstens Sahra Wagenknecht bei Phoenix Klartext geredet hat …

  5. Clara sagt:

    Gregor Gysi hat bewiesen das es zumindest in unserer Partei sehr viele gesprächsbereite Demokraten gibt..

    @ Karl Sorgen

    Einerseits erkennen sie ganz klar Spaltungsversuche, andererseits gehen sie diesen aber selber auf den Leim wenn sie unterstellen das sie schon Wirkung gezeigt haben.

  6. tos sagt:

    nachgetragen – ein Kommentar von Stefan Reinecke in der Tageszeitung: Mit Wahrheit lügen? Nicht das Zweckbündnis zwischen Klarsfeld und der DDR gegen Kiesinger war skandalös. Der Skandal besteht darin, wie taub die Bundesrepublik für ihre Vergangenheit war http://bit.ly/xMjvWs

  7. Karl Sorgen sagt:

    Nun liebe Clara,
    natürlich ist Gauck nicht dumm und ausreichend genau -(vielleicht auch durch den Verfassungsschutz )informiert, was innerhalb der Linken stattfindet und da du hier ja lange genug mitmachst, sollten auch dir die Differenzen wohl nicht entgangen sein, insofern hat er aus seiner Sicht optimal agiert…welche zusätzlichen Wirkungen dies hat …werden wir noch sehen…und gesprächsbereite Demokraten sollten auch konsequent Flagge zeigen -direkt und ohne Gefühlduselei…

  8. Linker MV sagt:

    Was ist mit Gysi los??? “respektvolle und freundliche Gespräche”…..??? Was ist mit den MdB´s, die schon nach Gaucks Einführungssätzen unter Protest den Saal verließen??? So freundlich war es dann wohl doch nicht-oder???

  9. Karl Sorgen sagt:

    Linker MV
    Zitat von tos,,so hat es Gregor Gysi danach beschrieben, sei „freundlich und respektvoll“ verlaufen, jedenfalls war es bei allen Differenzen offenbar „keineswegs unangenehm“. -wenn du mehr weißt, kannst du ja zur Aufklärung beitragen-kann es sein das du vielleicht sogar dabei warst ???

  10. Roland sagt:

    @ tos

    Reinecke als Weisswäscher für Kiesinger.

    Hat denn der überhaupt keine Ahnung, dass Kiesinger der Verbindungsmann zu Goebbels war und übers Radio die schlimmste Judenhetze verbreitet hatte ?
    Gegenüber den Alliierten redete er sich dann raus, er sei Agent des Vatikan gewesen.
    Der Leute, die dann die “Rattenlinie” nach Südamerika eingerichtet haben ?

  11. Clara sagt:

    Ihr seid viel zu streng zu Gregor Gysi finde ich.
    Er ist nun mal lieber freundlich und umgänglich, dass ist erst mal ein Zeichen von Intelligenz, auch wenn es vielleicht nicht immer zu 100% angebracht ist.
    Das Treffen sollte bestimmt vor allem halbwegs friedlich und ohne Eskapaden ablaufen.

    @ Karl Sorgen

    Sie unterstellen einigen von uns das wir den Spaltungsversuchen schon nachgegeben haben.
    Wenn sie Beweise dafür vorbringen können, dann sollte man darüber tatsächlich reden, aber reine Unterstellungen sollte man fairerweise für sich behalten.
    Ansonsten reichen sie nämlich nur die Spaltung die von außen in die Partei hineingetragen wird innerparteilich weiter.

  12. Roland,
    der Papst (“Stellvertreter” Pius XII.), der für die Rattenlinie verantwortlich war, bekommt von Serge Klarsfeld attestiert, er habe sich Verdienste im Kampf gegen Nationalsozialismus und Kommunismus erworben, er könne also getrost selig gesprochen werden.

  13. Linker MV sagt:

    Habe dies heute in der Onlineausgabe von SVZ.de gefunden, die SVZ (Schweriner Volkszeitung) hat nachfolgende Umfrage zu Gauck gemacht. Mal sehen, wann die es aus dem Netzt nehmen???

    Umfrage

    Ist Joachim Gauck wirklich der Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten, der uns alle repräsentiert?

    Ja (326)
    42.3% 42.3 %

    Nein (445)
    57.7% 57.7 %

    Abgegebene Stimmen: 771

    Auch nachfolgender Kommentar mit recht interessanten Zitaten ist lesenswert!
    “Die Deutsche Eiche Gauck hat gestern in Schwerin anlässlich seiner Vorstellung im Landtag MV schon mal bundespräsidial gesagt, was er von seinen Kritikern hält.
    Zitat OZ von heute(07.03.):
    „Schwerin (OZ) – Manchmal genügen wenige Worte, um dauerhaft Eindruck zu hinterlassen. Joachim Gauck kann das. Er liebt das. Manchmal pointiert, manchmal pastoral, manchmal aufreizend selbstbewusst. So wie gestern Morgen. „Ein oder zwei Figuren* sind gegen mich“, sagt der designierte Bundespräsident im Schweriner Schloss. Er sagt „Figuren“ — Gauck meint seine Kritiker im Osten. Ein bis zwei. Dieser Mann hat Nerven — und provoziert. Das bleibt hängen. …“
    Kann man da etwas falsch verstehen?
    Hätte der Redakteur das Synonymwörterbuch zur Hand genommen, hätte er für „Figuren“ auch „Arschgesichter“ gefunden.
    Dieses Wort wird er sicher erst verwenden, wenn er gewählt ist! ;-)
    *Schorlemmer, Lietz (hier:„Schlussstein der Einheit“), Tschiche, …?”

    ,

  14. Dirk sagt:

    @ Jens Raabe u. Karl Sorgen

    Nur gut, dass Gregor einen Großteil unserer Talkshow-Einladungen wahrnimmt. Es wäre für die LINKE wohl der mediale Supergau, wenn Jens das machen müsste… Habt Ihr etwa noch nie den Satz zu hören bekommen, Euer Gysi ist ja in Ordnung, aber…?
    Man kann mit dem politischen Gegner durchaus respektvoll und freundlich umgehen, ohne gleich dessen Ansichten zu übernehmen, zumal, wenn Kameras dabei sind. Macht bei den Menschen “draußen” einfach einen besseren Eindruck, als bärbeissige und von Hass zerfressene Gesichter. Was die Ausstrahlung der Partei nach außen betrifft, brauchen wir noch viel mehr Gysis, aber keine Raaben…

  15. Roland sagt:

    @ Anton Brenner

    Vermutlich hat der Papst das meiste gewusst. Belegt ist, dass er sich für 300 SS-Leute der WaffenSS eingesetzt, die dann im britischen Empire angesiedelt wurden. Auch für Faschisten der kroatischenUstasch hatte er sich persönlich eingesetzt.

    Einer der Hauptverantwortlichen der Rattenlinie im Vatikan war der Österreichische Bischof Hudal, der z.B. Eichmann, Mengele, Rauff (Gaswagen), Barbie, Stangl und Wagner (Kommandanten der Vernichtungslager Treblinka und Sobibor) nach Südamerika geschleust hat.
    Ist doch wunderbar, dass mit der Kandidatur von Beate Klarsfeld diese widerlichen Sauereien der Katholischen Kirche wieder Thema sind.

  16. Der Hetzer sagt:

    @Roland,
    falls Sie den von tos verlinkten Artikel noch einmal – vielleicht auch noch bis zum Ende – lesen wollten, werden Sie vielleicht zu einem anderen Urteil gelangen, als “Weißwäscher”. Und falls Sie ihn doch gelesen haben sollten, dann muss ich mich über Ihre Reaktion wundern.

  17. Jens Raabe sagt:

    dirk

    geschenkt! wo du allerdings bei mir hass erkannt haben willst wird wohl ein geheimnis bleiben!

    in diesem zusammenhang mal folgendes. just zu der zeit als unser aller lieber g. gysi seine berechtigten öffentlichen angriffe gegen herrn ackermann gefahren hat – habe ich beide herren nett plaudernd und scherzend zusammen stehen und reden sehen (ich war zufällig beruflich da). wenn das dann politik ist – also anders zu handeln als reden – dann dirk – magst du recht haben! ehrlich – wäre mir aber ein thälmann lieber als ein everybody´s darling.

    in diesem sinne – täte ein supergau mal richtig gut!

  18. Karl Sorgen sagt:

    Dirk
    zumindest ist ja gut, dass bezüglich Gauck wohl doch weitgehende Einigkeit besteht und aus dem zitierten Artikel vom Linken MV zu erkennen ist, dass die Begeisterung der Medien für ihn wohl doch nicht von allen getragen wird. Bezüglich Gregor und seine Ausstrahlung über Talkshows und in der Öffentlichkeit ist ja ausreichend rühmliches gesagt worden, dem ich oft zugestimmt habe, allerdings ist es gerade deshalb auch wichtig, kritisches nicht zu übersehen. Echte Probleme habe ich allerdings mit dem ,,Habt Ihr etwa noch nie den Satz zu hören bekommen, Euer Gysi ist ja in Ordnung, aber…? ´´hab ich,-hundert mal- gefällt mir aber nicht…weil dann mit dem ,,aber´´ sofort erklärt wird das die Linken insgesamt nicht wählbar seien-so war es immer…nett und freundlich zu sein ist für die Sache allein nicht zielführend- der Frontmann der Linken muß auch beissen , wenn es ums wesentliche geht und wesentlich ist es wohl wenn da jemand die Linken überwachen will und uns in Grundsatzfragen diametral entgegensteht.

  19. Dirk sagt:

    @ Jens Raabe

    Wo habe ich Dir Hass unterstellt? Bitte nochmal lesen…
    Was Deinen Vergleich mit Thälmann betrifft, nichts gegen Teddy, aber wir schreiben das Jahr 2012 und ich wüsste auch nicht, dass seine Art von Politikstil nun besonders erfolgreich war außerhalb der eigenen Reihen. Ich möchte in möglichst naher Zukunft Mehrheiten gewinnen und eine Grundvoraussetzung dafür ist nunmal, dass man seine Politik auch gut “verkaufen” kann und das nicht nur den Leuten, die ohnehin schon mehr oder weniger auf unserer Seite stehen.

  20. Karl Sorgen sagt:

    Lieber Dirk
    genau das, was du im letztem Satz zu Jens gesagt hast bezweifele ich grundsätzlich. Gregor finden viele cool, bis weit in das bürgerliche Lager ..aber ob sie deshalb sich auf unsere Seite stellen…???
    Und wenn es um die Sache geht- ich erinnere da an die aktuelle Stunde im Bundestag zu seiner angeblichen Stasiverstrickung, schlagen alle diese angeblichen Verehrer und Dutzfreunde gnadenlos zu…

  21. Jens Raabe sagt:

    dirk

    ich erinnere mich an gysi als senator in berlin. er hat sich kleinlaut aus dem staub gemacht – für mich auch seine damalige verfehlung vorgeschoben um nicht in die absehbare berliner misere gezogen zu werden. gysi mag sich (selbst) gut verkaufen, keine frage – tagespolitiker ist er aber mitnichten. ich gebe dir insoweit recht – dass gysi ein netter und smarter redner ist. leider hat er aber den nötigen biss verloren. keine frage das dies anderen nach den jahren nicht ebenso ergehen würde.

    und ja – ich mag leute die meinungen haben und diese klar, unmissverständlich und nicht laviernd vertreten. ich bin mir sicher damit ließe sich mehr als nur (geheuchelte) sympathie gewinnen.

  22. Bronstein sagt:

    Nahe an der Anpassung

    “Ich würde es vorsichtiger formulieren: Angela Merkel und Joachim Gauck haben ein Leben geführt, das näher an der Anpassung als am Widerstand war.”

    http://www.freitag.de/datenbank/freitag/2012/09/der-anti-gauck/print

  23. Der Doctor sagt:

    Ich denke Gysi und der restliche PV haben sich mit sicherheit keine Illusionen gemacht,das Gauck seine Meinung über die Linke ändern würde.Insofern hat das ganze Treffen eher strategische Natur und ist ja auch ein kluger Schachzug,da somit das Argument,die Linke wollte mit Gauck wegen der Stasi-Behörde nichts zu tun haben entkräftet ist.Sie haben ihn empfangen und mit ihm gesprochen.Das man sich dabei annähern würde, war von vornherein nicht zu erwarten.

  24. Clara sagt:

    Als ich die erste Rede von Gregor Gysi im Bundestag gehört habe war das als wenn für die BRD eine Tür zu einer neuen Welt aufgeht.
    Das einzige was man ihm m.E vorwerfen kann ist das er in der Analyse der Krise auch nicht mutig genug ist, dass teilt er aber mit allen anderen.
    Wenn man überhaupt zu 100% hinter jemanden stehen kann dann doch hinter so einem.

  25. Jens Raabe sagt:

    der doctor

    hallo.

    ich denke du gibst genau die denke unserer “führung” wieder. das signal für viele ist aber ein anderes. angepasste konsenzsoße… es verträgt sich – ausgerechnet in berlin – mit dem was die dortige stadtregierung unter rot+rot abgeliefert hat. eben – keiner – anderen politik. deshalb wenden sich viele z.b. den piraten zu (und werden da sicher irgendwann auch enttäuscht werden)

    es ist doch heuchlerisch wenn man genau weiß da soll ein linkenhasser mit falscher biografie als präsi installiert werden – und ausgerechnet die linke gibt sich dann staatstragend und lammfromm handzahm! das ist unglaubwürdig und für viele in der partei unwürdig.

  26. Karl Sorgen sagt:

    Der Doctor
    ,,ein kluger Schachzug, da somit das Argument,die Linke wollte mit Gauck wegen der Stasi-Behörde nichts zu tun haben entkräftet ist ´´das dürfte wohl auch eine extreme Illussion sein und stimmt natürlich so nicht…
    Man stelle sich vor Gauck erlärt ganz präsidial-nach 20 Jahren Einheit ist es Zeit zur Versöhnung-ganz im Sinne christlicher Werte- man sollte angesichts der Vorgeschichte der beiden deutschen Staaten und der nicht ausreichenden Aufbereitung der Nazivergangenheit in der BRD die ganzen Akten dem Staatsarchiw überstellen und seine ehemalige Behörde auflösen-allein er könnte das–hat man ihm das in der Fraktion vorgeschlagen ???

  27. Sebald sagt:

    Gestern lief ja auf ARD die “Anne Will” – Sendung, ein Gast war Christoph Butterwegge. Ich finde, dass Butterwegge dort einen richtig guten Auftritt ingelegt hat. Mit viel Kompetenz und Eloquenz hat er sich für mehr soziale Gerechtigkeit in Deutschland stark gemacht. Wenn man diesen Auftritt mit der misslungenen Pressekonferenz von Beate Klarsfeld vergleicht, dann ist es für mich überhaupt keine Frage , wer der bessere Bundespräsidentenkandidat gewesen wäre.

  28. Dirk sagt:

    @ Karl Sorgen

    Zweifeln kann und sollte man (fast) immer… Sicher hat auch G. G. nicht immer Recht, aber wenn viele Menschen nach wie vor sagen, Euer Gregor in allen Ehren, aber…, dann beinhaltet dieses “aber” eben viele Dinge, das reicht von unserer Vergangenheit über teilweise peinliche Auftritte (die Bandbreite reicht da vom einfachen BO-Mitglied am Infostand bis zum BT-Abgeordneten) in der Öffentlichkeit bis hin zu den bisher gescheiterten Versuchen, wirklich alternative Regierungspolitik zu betreiben. Den “antikommunistischen Schutzwall” in den Köpfen der Menschen insbesondere im Westen wird man meiner Meinung nach jedoch nicht dadurch aufbrechen, dass wir in jeder erdenklichen Situation auf “Radikalinski” machen. Es ist eben nicht egal, WIE ich unsere Positionen an die Frau oder den Mann bringe. Mich gruselt es jedenfalls immer ein wenig, wenn ich mir z. Bsp. Jens Raabe an einem Infostand auf dem Ku’damm vorstelle…

  29. Karl Sorgen sagt:

    Dirk
    dem kann man natürlich kaum widersprechen, aber in der politischen Auseinandersetzungen sind unterschiedliche Tugenden gefragt und manchmal hat auch die klare Sprache seinen Sinn…aber vergiß nicht, Gregor ist ja schon sehr lange unserer im Wesentlichen unumstrittener Frontmann und warum sollen die von dir genannten Effekte seiner Wirksamkeit in Zukunft stärker wirken als bisher ?

  30. Michael (Niedworok) sagt:

    @Sebald:

    Interessant an der Sendung war aber auch, wie der “Extremismus-Begriff” funktioniert, jedenfalls für einen wie Moritz Hunzinger: Nazis sind keine Nazis (Kiesinger), aber DIE LINKE wird auf eine Stufe mit der NPD gestellt. Eliten sind hingegen wohlverdient Eliten, ganz gleich was sie sich zu schulden kommen lassen (ob Meineid oder noch ganz anderes). Ein Zapfenstreich ist stets verdient und die Deutschen dürfen “gut gelaunt” Fahne schwenken. Ich weiß nicht, wie es anderen dabei ergeht, aber diese Art gute Laune macht mich nervös.

    Weiter: Ist es nicht ganz erstaunlich, wie die WELT eine SED-Zahlung rauskramt und damit vor allem belegt, wie das mit dem Totalitarismus-Begriff gemeint ist? Eigentlich dämonisch erscheint dann die DDR, unter alles andere hat man ja schon längst einen dicken Schlußstrich gezogen.

    Fazit: Butterwegge wäre auch ein super Kandidat gewesen. Die politisch-programmatischen Überschneidungen auch größer. Allerdings unterstützt er Beate Klarsfeld aus guten Gründen. Daß er nun ihre Verdienste gegen deutschtümelnde Angriffe eines Moritz Hunzingers verteidigen muß, der freilich sein Bundesverdienstkreuz erhalten hat, zeigt das eigentlich Krampfhafte der Haltung der Deutschen Eliten zu ihrer Vergangenheit, was sie freilich allzugerne im nationalen Rausch vergessen machen wollen. Butterwegges Verhalten zeugt von persönlicher Würde auch ohne Amt, in der Politik im weiteren Sinn heute schon fast ein Sachverhalt mit Seltenheitswert.

  31. Das linke Spektrum ist größer als SPD und DIE LINKE zusammen.
    Das Gespräch auf dem Sender Phoenix mit Sahra Wagenknecht war
    ein Höhepunkt. Die inhaltliche Ausrichtung und die Klarheit zeigt
    möglicherweise ein Weg auf, wie DIE LINKE stärker werden kann.
    Ohne Unterstützung wird es aber nicht gehen.
    Da die Zeiten schwieriger werden, brauchen wir eine starke Linke.

  32. Der Doctor sagt:

    Jens Raabe,Karl Sorgen:
    Vieles von dem ,was ihr schreibt ist ja richtig.In der Ablehnung Gaucks stimmen wir überein,und (Grün-)Rot-Rote Koalitionen halte ich angesichts der neoliberalen Überzeugungstäter in der SPD und der grünlackierten FDP nicht für Zielführend.Und ja Jens ,ich gebe dir recht,das muss i.d.T. auch eine der Lehren aus Berlin sein.Bei Regierungbeteiligungen um jeden Preis und unter Preisgabe grundlegender Prinzipien,kann die Linke nur verlieren.
    Aber wie ich in meinen letzten Post schrieb,hat für mich, das Treffen mit Gauck eher formalen und strategischen Charakter,da es doch auch unglaubwürdig wäre,Sich einerseits über Ausgrenzung im Bundestag in diesem Punkt zu Beschweren und sich dann selbst abzuschotten.Um deine Frage zu beantworten ,Karl, Ich weiß nicht ob ihm dieser Vorschlag unterbreitet worden ist,halte es aber nicht für warscheinlich ,zumal er sowieso nicht darauf eingegangen wäre.Das Ergebnis ,das die Unüberbrückbaren Differenzen bleiben war doch sowieso vorher zu sehen.Niemand in der Fraktion wird geglaubt haben,das Gauck von seinem Linkenhass abgeht,zumal der ihn für Springer u.Co als Buprä besonders attraktiv macht .Insofern schadet dieses Treffen nicht ,sondern nutzt eher für die Aussendarstellung.Ansonsten bin auch ich für klaren Oppositionskurs.

  33. Linksman sagt:

    Hunzinger ist der Beweis, dass Konfektionsware sprechen kann.
    Sowas reicht fürs Staatslametta…

  34. Karl Sorgen sagt:

    Der Doctor
    die Frage hätte man ja trotzdem stellen können, wäre ja zumindest mutig -man weiß ja-wenn man es vorschlägt wird einem sofort unterstellt-aha du hast wohl selbst Dreck am Stecken…
    Und weiß man es wirklich- ? Der Mann ist ja manchmal sehr emotional -und kann ja auch weinen-man stelle sich vor, in einem Moment tiefer Besinnlichkeit -denkt er wie ein guter Pfarrer und plötzlich—da hat er doch wirkliche eine Chance in die Geschichte einzugehen…

  35. Karl Sorgen sagt:

    Sebald
    teile absolut dein Eindruck über Butterwegge, trotzdem nein, der Mann wäre besser als Bundestagsabgeordneter geeignet-weil es schade wäre, ihn für eine Momentaufnahme und wegen der Chancenlosigkeit zu verheizen-das Signal mit Frau Klarsfeld (Würdigung ihrer Verdienste-ohne Zukunftsambitionen )ist schon ganz in Ordnung und hat Ausstrahlung auf alle Antifaschisten und auf die noch nicht ganz gewendeten Alt-80-ziger…

  36. Karl Sorgen sagt:

    oder wenn ein Minister- oder Staatssekretärposten in Brandenburg frei werden würde-möglicherweise noch besser….

  37. Der Doctor sagt:

    Karl Sorgen:
    Zustimmung

  38. Jens Raabe sagt:

    Dirk

    Zitat:

    “michch gruselt es jedenfalls immer ein wenig, wenn ich mir z. Bsp. Jens Raabe an einem Infostand auf dem Ku’damm vorstelle…”

    .. so so. na eines hättest du mit mir nicht zu befürchten – von nazis angepöbelt zu werden! die verziehen sich lieber immer…

    kriegste dich langsam wieder ein? oder soll ich auch mal bischen gegen dich stänkern?

  39. Dirk sagt:

    @ Jens Raabe

    Nazis auf dem Ku’damm? Wohl eher selten und an die dachte ich auch zu allerletzt bei meinem Beitrag… “Soll ich auch mal…” war jetzt aber nicht ernstgemeint, oder?

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