Wen schickt die Linke?
Am Mittwoch stellt die Linke ihre Kandidatin Beate Klarsfeld vor, mit dabei sind Gesine Lötzsch, Gregor Gysi, Klaus Ernst und der TV-Sender Phoenix, der die Präsentation sogar zum Tagestipp seines Programms erklärt hat. Inzwischen wird auch die Liste derer immer länger, die am 18. März auf dem Ticket der Linken in die Bundesversammlung sitzen werden – und das sind keineswegs nur Abgeordnete oder Funktionäre der Partei. Neben den Abgeordneten des Bundestags können die Fraktionen der Landtage Wahlfrauen- und Männer nominieren. In Nordrhein-Westfalen, wo die Vertreter am Dienstag bereits gewählt wurden, hat sich die Linke beispielsweise für Vertreter von sozialen Bewegungen wie den DIDF und dem Bündnis Westcastor, den VVN-Bundessprecher Uli Sander sowie die Schlecker-Betriebsrätin Corinna Schönwetter entschieden. Für Sachsen-Anhalt soll unter anderem die Algenbiotechnologin Carola Griehl entsandt werden; für Thüringen werden die Altpröpstin Elfriede Begrich, der Soziologe Klaus Dörre und die Weimarer Gleichstellungsbeauftragte Andrea Wagner nach Berlin fahren und die Linke in Hessen will den Sozialethiker Franz Segbers aufstellen. Eine Personalie aus dem Saarland hat inzwischen sogar für bundesweites Presseecho gesorgt: Die dortige Linke hat den früheren Tennisstar Claudia Kohde-Kilsch nominiert. Die 48-Jährige, die nach vielen Erfolgen im Sport eine Reihe privater Niederlagen einstecken musste, macht auch Wahlkampf für Oskar Lafontaine. (vk, Foto: Bundesversammlung 1954, Brodde, Bundesarchiv))
Die Wahlleute aus den Ländern
(Liste noch unvollständig)
Angelika Gramkow, Oberbürgermeisterin von Schwerin
Barbara Syrbe, Landrätin von Vorpommern-Greifswald
Helmut Holter, Vorsitzenden der Linksfraktion
Ralf Christoffers, Wirtschaftsminister
Gerrit Große, Vizepräsidentin des Landtags
Kerstin Kaiser, Vorsitzende der Linksfraktion
Stefan Ludwig, Landesvorsitzender
Helmuth Markov, Finanzminister
Anita Tack, Umweltministerin
Ines Feierabend, Vize-Bezirksbürgermeisterin Treptow-Köpenick
Katrin Möller, Vize-Landesvorsitzende
Hakan Taş, flüchtlingspolitischer Sprecher im Landtag
Halina Anton, Berufsschullehrerin und Stadträtin
Karin Denk, Burgenlandkreis
Wulf Gallert, Vorsitzender der Linksfraktion
Carola Griehl, Biologin
Helga Zimmermann, Altmarkkreis Stendal
Sachsen
Beate Klarsfeld, Journalistin, Kandidatin
Horst Wehner, Vizepräsident des Sächsischen Landtags
Regina Elsner, Sprecherin des VVN-Landesverbandes
André Hahn, Gohrisch, Vorsitzender der Linksfraktion
Maria Gangloff, Bürgermeisterin in Böhlen
Rico Gebhardt, MdL und Landesvorsitzender der Linken
Annika Fischer, Sprecherin Studentenrat TU Chemnitz
Richard Gauch, Aktivist der Leipziger Friedensbewegung
Annekatrin Klepsch, Vizevorsitzende der Linksfraktion
Falk Neubert, Landtagsabgeordneter
Cornelia Falken, Landtagsabgeordnete
Karl-Friedrich Zais, Landtagsabgeordneter
Elfriede Begrich, Altpröpstin
Bodo Ramelow, Vorsitzender der Linksfraktion
Birgit Klaubert, Vizepräsidentin des Landtags
Klaus Dörre, Soziologe
Andrea Wagner, Gleichstellungsbeauftragte in Weimar
Knut Korschewsky, Landesvorsitzender
Kerstin Rudek, Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg
Christa Reichwaldt, Landtagsabgeordnete
Pia Zimmermann, Landtagsabgeordnete
Kurt Herzog, Landtagsabgeordneter
Hüseyin Avgan, Bundesvorsitzender DIDF
Ellen Diederich, Frauenfriedensarchiv Oberhausen
Siegfried Faust, Bündnis Westcastor
Sylvia Gabelmann, Mitglied des Landesvorstands der Linken
Klaus H. Jann, Roter Reporter
Heike Jordan, Stolpersteine Gelsenkirchen
Ulrich Sander, Bundessprecher VVN-BdA
Corinna Schönwetter, Verdi/Schlecker
Heidemarie Scheuch-Paschkewitz, Landesvorsitzende
Franz Segbers, Professor für Sozialethik
Inge Asimiadis, Rentnerin und Bezirksvorständlerin
Schleswig-Holstein
Doris Nack, Personalrätin und LandesKreisvorstandsmitglied
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ich will mal auf eine frage aufmerksam machen, die nicht so sehr in frankreich spielt – sondern gedanken aufgreift, die hier schon mehrfach angesprochen wurden: was machen eigentlich die piraten. dazu gibts in der taz heute in kleines interview, das sowohl einen blick auf klarsfeld als auch die eigene kandidatensuche der partei wirft:
(…)
Und was halten Sie von Beate Klarsfeld?
Da ist meine Meinungsbildung noch nicht abgeschlossen. Neben ihren medienwirksamen Aktionen ist Beate Klarsfeld für mich eher ein unbeschriebenes Blatt. Aber es ist sehr löblich, dass Die Linke sich wenigstens um Alternativen bemüht hat, das tun wir auch.
Und mit welchem Ergebnis?
Wir wissen noch nicht, ob wir jemanden aufstellen. Ein Problem ist, dass ein Gegenkandidat zu Gauck chancenlos ist. Wir haben einige gefragt, die wir für geeignet halten, den Mathematiker und Philosophen Gunter Dueck zum Beispiel und den ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier. Beide haben sich zwar gefreut, aber abgelehnt.
http://taz.de/Pirat-zur-Bundespraesidentenwahl/!88735/
@tos
Die Priaten und Papier? Interessante Konstellation.
Irgendwie wird das zu ersten BUndespräsidentenwahl bei der Parteien fast nur an Kandidaten denken, die nciht in der eigenen Partei sind oder ihr nahestehen.
Das Amt scheint seine Bedeutung für die Parteien zu verlieren. Nach einigen Jahren Gauck, könnte es sogar sich so entwickeln, dass das Amt ein Tabu für Parteipolitiker wird – und später dann abgeschafft und einen neuen allerhöchsten Staatsorden ersetzt wird und seine Funktionen dem Bundestagspräsidenten übergeben werden).
,,Wen schickt die Linke-´´diese Überschrift-kann man ja tatsächlich verschiedentlich untersetzen und deshalb hatte ich mich abweichend von der Mehrheit auf die konkreten Delegierten der Landesverbände eingelassen und die Auswahl Brandenburgs kritisch hinterfragt-mich hätte schon eine Begründung interessiert…ansonsten bin ich dafür den Ball etwas flacher zu halten…es ist nun mal alles vollzogen und jegliche Diskussionen über mögliche und tatsächliche Folgen sind ja durchaus berechtigt, führen aber offensichtlich zu noch mehr Spaltung in immer mehr Mini-Gruppierungen…Mal ganz ehrlich wie war das eigentlich bei Frau Ranke Heinemann ? Taktisch auch damals richtig-aber ohne große Folgen für gesellschaftliche Prozesse im In-und Ausland-obwohl auch nicht ohne Widersprüche und geschichtlich wohl eher eine Randnotiz…wir sollten das jetzt gemeinsam durchziehen …und richtig krachen wird es mit Sicherheit und tatsächlicher Notwendigkeit wieder- wenn es um die Kandidaten für die Parteivorsitzenden geht…
Das war dann mal wieder ein Griff ins Clo. Schon die Beiteiligung an der Debatte zum Sturz von Wulf hat der Linken geschadet. Da wurde ein Mann gestürzt dessen vergehen im Vergleich zu anderen Peanuts sind, und man beteiligt sich auch noch an diesem Kesseltreiben. Besser man hätte zugeschaut und in diesem Kontext auf andere in Relationen größere Korruptheiten verwiesen. Und jetzt Klarsfeld. Wer kennt sie eigentlich außer ein paar 68er Westlinke. Hat sie sich zu aktuellen Themen positiert. Wenn ja offenbar in reaktionärer Weise und das in Frankreich. Da gab es sicher bessere Kandiaten, Warum nicht Käßmann?
@ Muemmel Treitinger
Deine Anrwort auf meine zwei Fragen waren äußerst schlecht. Ich werde
andere Quellen in Anspruch nehmen.
Gründliches Nachdenken ist besser als vorschnell dummen Zeug zu reden.
Meine Zweifel nehmen leider zu, nachdem was ich von Beate Klarsfeld gelesen und gehört habe (Pressekonferenz 29.02.2012 in Berlin).
Was fest steht, sind ihre große Verdienste die in der Vergangenheit.
Zur Gegenwart und Zukunft wird man sich auch äußern dürfen.
Der Bundesvorstand hat sich auf keinen Fall geschickt angestellt.
Sigmar
stimmt nicht ganz, die meisten der über 50-zig – jähringen in der DDR kannten Beate Klarsfeld -durch ihre Ohrfeige für Kiesinger -und ich glaube schon ihr Mut und ihr Antifaschismus blieben in Erinnerung…
@Wolfgang
Meine Antworten auf die beiden Fragen waren schlicht richtig – das Richtige kann man schon schlecht finden, deswegen wird es aber nciht falsch. UNd da du dich wie ein benotende Lehrer verhalten willst, würde ich dich bitten Quellenkorrekt zu arbeiten – sonst persiflierst du dich selbst.
Zur Vergangenehiot: die Sache mit der dt. Bahn (von der LINKEN übrigens unterstützt) ist gerade mal wenige Jahre her. HAst du aber warscheinlich nicht mitebkommen, sosnt hättest du es in deinem Urteil nciht ausgeklammert (andernfalls müsste ich denken, dui hälst sowas für irrelevant – und das will cih dir nciht unterstellen).
@Sigmar
HIer verwechselt scho wieder jemand Mutter mti Sohn. Da gibt es aber Unterschiede (z.B. Alter, Geschlecht, Lebensweg…..).
Die Bürgerlichen heulen rum wegen ihrer Kontakte zur DDR und ihr wegen ihrer Kontakte zu Sarkozy. Befremdliche “Querfront” – aber wer mit Broder in einer Reihe marschieren will in der Antiklarsfeldfront, nimmt das mit Logik halt nicht so genau.
Und mal für alle: ein solche Intensität an Antifaschismus wie der von Beate KLarsfeld wiegt eine Menge probürgerliche Kontakte auf. Erst Antifaschismus, dann Bürgerkirtik – das ist links. Erst Bürgerkritik, dann Antifaschismus – das ist sektiererisch.
Wer “beschädigt” hier eigentlich wen?
Es ist doch Frau Klarsfeld, die einen großen Schritt auf die Linke zu gemacht hat. Am Ende wird Die Linke mehr von der Kandidatur Klarsfelds profitieren als umgekehrt.
Und wieso bedeutet ihre Kandidatur, dass die Linke ihre Positionen zu Nahost und Frieden aufgibt? Zu Israel, Nahost und Iran gibt es ohnehin sehr unterschiedliche Positionen in der Linken. Vive la difference! Einen Hartzer macht weder die eine oder andere Linie satt.
Dass durch die Kandidatur Klarsfelds zum Beispiel die Position der Linken zu Hartz IV aufgeweicht würde, darauf würden nur Spinner kommen.
Dann der Vorwurf, die Linke wolle durch die Kandidatur Klarsfelds Regierungsbereitschaft demonstrieren: Gibt es denn ernsthaft jemand in der Linken, der gegen eine Regierungsbeteiligung ist? Hätten wir eine revolutionäre Partei und eine entsprechende Situation wären die Fronten klar und “Regierungsbeteiligung” wäre ein Vorwurf und die PDL wären die Verräter, weil dann holen wir uns so was wir zum Leben brauchen. Mangels einer revolutionären Situation weiß ich aber nicht wie die meißten Hartz-IV Empfänger, Grundgesicherten usw. die nächsten Jahre überleben sollen, ohne eine Regierungsbeteiligung der PDL, durch die dann soziale Gerechtigkeit hergestellt werden soll; das ist natürlich Bedingung.
Am Anfang war ich vielleicht zu voreilig für eine Kandidatur von Beate Klarsfeld. Im Gegensatz zu Muemmel bin ich noch in der Lage meine
Meinung zu korrigieren, wenn es Sachverhalte, gibt die eher dagegen
sprechen. In diesem Findungsprozeß befinde ich mich.
Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, Perspektive, nationale sowie internationale Botschaften und selbstverständlich auch politische Signale,
sind für eine eigene Entscheidung sehr wichtig. Eins wird keiner in Abrede
stellen, Gauck und Klarsfeld sind über 70 Jahre alt und senden der Jugend
das entsprechende Signal. Jetzt wird Muemmel evl. vom Altagsrassismus sprechen. Nur keine Sorge ich bin im gesetzlichem Rentenalter. Oskar hat
sicherlich zu recht Herrn Prof. Butterwegge vorgeschlagen.
Ferner bedarf es einer gründlichen Auswertung, wie der Bundesvorstand
dieses Thema behandelt hat.
@Wolfgang
?
@tos
“Schleswig-Holstein
Doris Nack, Personalrätin und Landesvorständlerin”
stimmt so nicht. Kreisvorstand Lübeck wäre richtig.
wolfgan
ein glück das ich deinen beitrag gerade gelesen hab. ich ärgere mich gerade über die dämliche parallel- diskussion (versailes oder marschall) und da erfreut mich deine offene haltung hier sehr. gibt eben doch noch vernünftige linke…
butterwege wäre für mich auch ein guter kandidat gewesen. wollen wir nun hoffen das die präsiwahl ohne grobe vorkommnisse über die bühne geht und nicht zu viel porzellan zerschlagen wird.
@Bronstein
“Gibt es denn ernsthaft jemand in der Linken, der gegen eine Regierungsbeteiligung ist? Hätten wir eine revolutionäre Partei und eine entsprechende Situation wären die Fronten klar und ‘Regierungsbeteiligung’ wäre ein Vorwurf und die PDL wären die Verräter, weil dann holen wir uns so was wir zum Leben brauchen.”
Ja, gibt es. Ich bin gegen eine Regierungsbeteiligung und zwar ernsthaft..
“Hätten wir eine revolutionäre Situation”, sähe die Sache anders aus. Dann wäre die Beteiligung an einer Regierung möglicherweise sinnvoll, entweder um die bürgerliche Demokratie gegen einen Rechtsputsch zu verteidigen oder um an der Spitze einer sozialistischen Massenbewegung grundsätzliche Veränderungen abzusichern…
Tja – so scheiden sich die Geister…
@Bronstein
Und für die Nominierung Klarsfelds bin ich trotzdem, denn hier geht es nicht um “die Machtfrage”, sondern unter anderem auch darum, den Bürgerblock in Schwierigkeiten zu versetzen…
@ Wolfgang Menzel
Morgen steht Beate Klarsfeld im Berliner Abgeordnetenhaus für Fragen zur Verfügung.
Einige werden natürlich versuchen, sie dort aufs Glatteis zu führen.
Ist sie wieder so clever, wie vor der Bundespresse-Konferenz, machen wir als LINKE den nächsten Pluspunkt.
@Eckernförder: “so scheiden sich die Geister”.
Wohl eher: so spalten sich die Haare.
@Eckernförder: Regierungsbeteiligung in einer revolutionären Situation um die bürgerliche Demokratie mit Hilfe einer sozialistischen Massenbewegung gegen einen Rechtsputsch zu verteidigen.
Wie muss man sich das konkret vorstellen? So wie 1937 in Spanien? CNT und POUM beteiligen sich an der Volksfrontregierung, geben die Revolution auf und werden zum Dank dafür zusammen von Bürgerlichen und Stalinisten liquidiert. Meinen Sie das so?
Da war ja selbst das FDS-geführte Rot-Rot in Berlin erträglicher.
Lieber wär mir aber ein Lafontainistisches Rot-Rot-Grün unter Tolerierung durch die Piraten.
Hoffen wir auf Neuwahlen im Bund.
Nachtrag:
Nach dem heutigen hervorragenden Interview im ND brauchen wir uns überhaupt keine Sorgen zu machen.
Die Frau ist einfach großartig.
Sie geht dort auch sehr anständig und dankbar mit der DDR um und der Hilfe, die sie von dort erfahren hat.
Das Interview ist eingestellt in http://www.die-linke.de
@Bronstein
Du zitierst, Verzeihung: Sie zitieren falsch.
Ich habe geschrieben: “Dann wäre die Beteiligung an einer Regierung möglicherweise sinnvoll, entweder um die bürgerliche Demokratie gegen einen Rechtsputsch zu verteidigen oder um an der Spitze einer sozialistischen Massenbewegung grundsätzliche Veränderungen abzusichern…”
Das Wort “oder” wird unterschlagen und die Aussage so manipuliert, daß sie unsinnig klingt.
Es geht also um zwei verschiedene Optionen für eine Regierungsbeteiligung. Welche eintritt, entscheidet die konkrete historische Situation.
Im gegenwärtigen Zeitpunkt bin ich gegen Regierungsbeteiligung.
Ist es nun klarer geworden?
@Eckernförder. Es gibt keine Massenbewegung. Aber ohne Regerungsbeteliigung der Linken wird es den Menschen noch schlechter gehen. Wie willst du Leuten deine Haltung vermitteln (“nur Regierungsbeteiligung wenn eine Massenbewegung uns trägt)”, die zum Beispiel monatelang nicht zum Arzt gegangen sind, weil sie es nicht mehr bezahlen können, und dadurch ernsthaft erkranken?
Wenn die Linke nicht bald was für die Armen rausholt, werden immer mehr Leute passiv und gehen nicht mehr wählen.
@ Jens Rabe
vielen Dank für Deine Anerkennung. Es wird jetzt kein Porzelan zerschlagen.
Nach dem 18. März kommt dieses Thema erneut auf die Tagesordnung.
für diesen Mann macht Beate Klarsfeld in Frankreich Wahlkampf:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,818737,00.html
Danke deutsche GenossenInnen für Eure solidarische Unterstützung
@Bronstein
“Aber ohne Regerungsbeteliigung der Linken wird es den Menschen noch schlechter gehen. Wie willst du Leuten deine Haltung vermitteln”…
Gut, allmählich reden wir nicht mehr aneinander vorbei.
Daß wir zur Zeit “ohne Regierungsbeteiligung” keine konkreten sozialen Verbesserungen bewirken können, glaube ich nicht.
Zweitens stellt sich die Frage einer Koalitionsregierung (rosa-rot-grün) meiner Meinung nach nicht, solange es von der gesellschaftlichen Basis her keinen starken Impuls gibt (“Massenbewegung”). Denn was könnten wir ansonsten in so einer Regierung denn durchsetzen?
Ganz anders könnte es aussehen, wenn eine globale Krise größten Ausmaßes entsteht. Dann besteht einerseits die Gefahr eines stramm rechten Aufbruchs in Richtung Diktatur, gegen die wir möglicherweise auch auf Regierungsebene gemeinsam mit anderen Parteien die bürgerliche Demokratie verteidigen müssen; andererseits – falls sich der politische Diskurs eher nach links entwickelt – könnte dies auch den Eintritt in eine Regierung begründen, die den Kapitalismus grundsätzlich in Frage stellt.
Ich habe kein Problem damit, Passanten am Infostand genau dies so zu sagen und sehe auch keinen Widerspruch darin, als ehrenamtlicher Kommunalpolitiker auf der Basis unserer Programmatik zu agieren.