Lafontaines Hoffnung
Während die Linke gerade wieder einmal vorführt, wie man sich selbst unmöglich macht und eine taktische Möglichkeit leichtfertig aus der Hand gibt, ist Oskar Lafontaine dennoch optimistisch: Er sieht die Linke auf einem guten Weg, zumindest erkennt er Zeichen der Hoffnung. Freilich meint er nicht das Theater um die Suche nach einem Präsidentschaftskandidaten – das jüngste Interview mit dem Neuen Deutschland wurde offenbar vor der merkwürdigen Kandidatendebatte geführt. Nein, Lafontaine geht davon aus, dass nach der Saarland-Wahl, für die der Linken derzeit um die 15 Prozent vorausgesagt werden, eine gewisse Sogwirkung entsteht, die auch den Genossen in Schleswig-Holstein wieder in den Landtag verhilft. Für seine Heimat, das Saarland, hat der Spitzenkandidat die Hoffnung auf Rot-Rot noch nicht ganz aufgegeben, vor allem für den Fall, dass die SPD hinter der CDU nur zweitstärkste Kraft wird. Dann, so Lafontaines Spekulation, könnte die SPD-Basis sich gegen eine Regierung unter CDU-Führung wehren, „obwohl diese gegen alle zentralen Projekte der Sozialdemokraten ist: gegen Mindestlohn, gegen ein Verbot der Leiharbeit, gegen ein Tariftreuegesetz und gegen die Vermögenssteuer“. Themen, über die man mit der Linken gut reden könnte.
Regieren würde Lafontaine offenbar gern, auch im Bund: Er stellt einerseits fest, dass die Linke aus der Opposition viel erreicht habe, räumt andererseits ein, dass man bisher zu wenig „bei der Korrektur des Sozialabbaus“ bewirkt habe. „Deshalb wäre eine linke Regierung in Deutschland, an der die LINKE beteiligt ist, natürlich besser.“ Seine alt bekannten Bedingungen an die SPD: Mindestlohn, Hartz IV korrigieren, Rentenkürzungen korrigieren, Truppen aus Afghanistan abziehen.
Lafontaine hofft, dass die Linke aus den Fehlern der letzten Zeit gelernt hat: „Wir müssen unsere überzeugenden Vorschläge zur Lösung der Finanzkrise und zum Wiederaufbau des Sozialstaats in den Mittelpunkt stellen. Wenn das gelingt und wir uns alberne Diskussionen ersparen, dann wird alles wieder gut.“ Und was die berühmte Selbstbeschäftigung betrifft, nennt er eine legitime Variante: „Die Beschäftigung mit der Frage, wie wir unsere Politik populär machen, ist nötig. Gerade in einer Zeit, in der an den Rändern Europas die Demokratie abgeschafft wird und Hunger und Obdachlosigkeit zurückkehren.“ Das alles wurde, wie gesagt, offenbar vor der Debatte über Klarsfeld, Butterwegge und Co. besprochen. Gut kann diese Kandidatendebatte eigentlich schon gar nicht mehr für die Linke laufen. Wenn sie allerdings weiter so holpert, kann das eine von den Medien begleitete und verstärkte Sogwirkung entfalten – allerdings eine negative. (vk)
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http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/saarland.htm
bei infratest ist die linke um 3% gestiegen, erreicht jetzt den wert, den sie vor der letzten Wahl hatte und am ende 21% erzielen konnten.
bischen abergläubisch kann man ja mal sein ☺
Oskar großartig im ND-Interview.
Ich kann nur immer wieder staunen, wenn ich die Journalisten-Bewertungen über uns lese, dann in eine MV unseres Ortsverbandes oder Kreisverbandes gehe.
Es sind zwei völlig verschiedene Welten.
So langsam glaube ich, die Jornalisten entfernen sich immer weiter von der Realität.
Unser bester Mann ist wieder gesund, strotzt vor politischen Scharfsinn.
Das werden alle Leser des ND-Interviews bestätigen können.
Wenn der Genosse Bartsch mal für eine gute Schlagzeile sorgt, dann sol er auch gelobt werden:
“Linke will Ehrensold für Wulff notfalls blockieren ” (Spon)
Gut gemacht, Gen. Bartsch – und genau so müssen wir weitermachen.
Wir greifen die Borgeoisie und ihre Hampelmänner an !
@ Thomas
Nach dieser aktuellen Umfrage sind Grüne und FDP im Saarland draußen !
Die Grünen hatten zuletzt mit “Futschikado” nochmals Rückenwind gehabt. Dieser flaut unweigerlich weiter ab.
Und Trittin, Özdemir und Roth, die die Grünen jetzt endgültig in den Einheits-Bürgerblock geführt haben, werden sich noch wundern.
“Während die Linke gerade wieder einmal vorführt, wie man sich selbst unmöglich macht und eine taktische Möglichkeit leichtfertig aus der Hand gibt,”
Wie macht man sich denn unmöglich? Und welche taktische Möglichkeit ist gemeint?
Ich kann aktuell keine schlimme Debatte erkennen. Frau Klarsfeld wäre eine Kandidatin, die glaubwürdig erklären könnte, wer die wahren Verfassungsfeinde in diesem Land sind. Das tät’ mir gefallen.
Und das Interview mit Oskar ist in der Tat ein Genuss.
“Wir wollen den Sozialstaat wieder aufbauen, die Diktatur der Finanzmärkte brechen und wenden uns gegen den Krieg als Mittel der Politik.”
Das Wesentliche in einem Satz. So verkauft man Positionen.
Natürlich gefällt das nicht jedem Wadenbeißer.
@ Lisa
Zustimmung, genauso ist es:
Unsere komfortable Position erlaubt uns jetzt sogar einen Doppelschlag.
1. Wir schlagen am Montag die Antifaschistin Beate Klarsfeld nocheinmal öffentlichkeitswirksam für das Bundesverdienstkreuz vor und verlangen die ihr gebührende Anerkennung für ihr Lebenswerk.
Ihr dies jetzt zu verweigern, ist für unsere Gegner, insbesonders für Grüne und SPD, fast unmöglich.
2. Den Armutsforscher Prof. Butterwegge stellen wir dem Lautsprecher der Herrschenden, Gauck, in der zentralen Frage dieser Zeit entgegen: ARMUT. Millionen sind in Armut und Millionen droht auch Altersarmut.
Wir verbinden den Kampf gegen die Ausbeutung und Verarmung durch die Herrschenden, für die Gauck steht, mit unserem Kampf gegen Neo-Faschismus.
Zur Zeit sind wir einfach in einer Glückssträhne.
Nachdem die saarländische Linke die Raucher in Schutz nimmt, gegen profitgierige Lebensversicherungskonzerne (wer sollte sonst ein Profitstreben am langen Leben der WählerInnen haben)und die Lockerung des neoliberalen Rauchverbots in Gaststätten fordert, hat jetzt erneut Klaus Ernst die Autofahrer gegen die Profitgier der Manager des Öffentlichen Nahverkehrs in Schutz genommen mit der Forderung der Kilometer-Pauschale von 30 auf 45 Cent. womit er sogar die soziale Demagogie des ADAC entlarvt, denn die Lahmärsche haben ja nur eine Erhöhung auf 40 Ct. gefordert. Natürlich werden jetzt wieder ein paar Ökopaxe stänkern, aber K.E. hat KLARE KANT GEZEIGT: Freie Fahrt für FREIE LINKE Autofahrer!
PS: LINK zur Klaus-Ernst Forderung: http://www.hannover-zeitung.net/aktuell/politik/47194843-linkspartei-fordert-pendlerpauschale-von-45-cent-pro-kilometer
@Roland
Irgendwie scheisnt du die Realität falsch einzuschätzen.
Klarsfeld einfach wieder für das Verdienstkreuz vorzuschlagen, nachdem sie als Kandidatin gehandelt wurde, kommt rüber, wie ein Almsoen oder Trostbonbon für Kinder. Anders kann es die Öffentlichkeit gar nciht sehen.
Ein Kandidat Butterwegge (den ich für einen hervorragenden Parteivorsitzende halten könnte) ist in die Öffentlichkeit nur ein Zeichen für Isolation der LINKEN.
Richtig schlimm würde so ein Manöver werden, wenn einzelne Grüne oder Piratne dann doch Klarsfeld aufstellen – das Voting der LINKEN ind er Bundesversammlung wäre gespalten.
Ich hab mit einigen Leuten an meiner Hochschule mich ausgetauscht (aus dem Lehrkörper) – alle fanden, dass Klarseld eine Kandaditur mit hsitorischem Gewicht wäre, wohingegen alle weiteren gehandelten namen in ein paar Tagen schon wieder vergessen wären. DIE LINKE steht also vor der Frage ob sie Bedeutung erlangen will oder als vernachlässigbar eingeschätzt werden soll.
@Mathis
Das mit dem Tankstoff ist halt einfach Populismus. Mal sehen, ob solches Vorgehen gut ankommt (ich glaubs nciht).
@ Mathis,
diese Forderung der Linken fand ich vor ein paar Jahren schon ziemlich daneben. Pendlerpauschale abschaffen, wäre die richtige Losung.
@ M. Oberhof
Sie müssen Raucher gewesen sein, ein derartiger militanter Nichtraucher wie Sie kann nur daher kommen.
Wie auch ihr militanter Antikommunismus nur durch ihre Negation der eigenen dkp-Vergangenheit erklärbar ist.
@Mathis
Wobei die Positionierung bzgl. Rauchen so ziemlich das Gegenteil von Populismus ist – es ist eine falsche Einschätzung der Mehrhetisverhältnisse (es gibt halt mehr Nichtraucher als Raucher).
Hallo Mathis Oberhof,
eine platte Anti-Auto(fahrer)-Politik fand ich noch nie besonders links. Dies vielleicht, weil ich auf dem Lande aufgewachsen bin. Als die Grünen nach dem legendären Fünf-Mark-Benzinpreis-Beschluss umfragetechnisch runter gingen, war dies vollkommen in Ordnung.
Zudem sind Aufsichtsratsbosse der ÖPNV-Unternehmen keine sonderlichen Sympathieträger.
Interview mit Oskar im nd
Frage: wer hat für Hartz IV Empfänger, wenn auch sehr gering das Schonvermögen erhöht, den Hinzuverdienst leicht verbessert, das Musikintrument, daß nicht mehr in Abzug gebracht werden darf???
Es war nicht die SPD und schon garnicht die Grünen. Selbst diese
Schadensbegrenzung war nicht drin.
Gut das sich Oskar davon klar distanziert hat.
Die Oppositionszeit wird lange dauern.
SPIEGEL-online macht gerade eine dicke Story über angebliches “Lafontaine gegen Lötzsch”.
Dieser “Aufreger” ist doch wunderbar, da jetzt beide KandidatInnen (Klarsfeld und Prof. Butterwegge) weiter ins Scheinwerfer-Licht geraten.
Übers Wochenende werden viele, gerade auch jüngere Leute mal genauer schauen, wer die beiden eigentlich sind.
Die LINKE mit zwei Super Kandidaten und der Büger-Block mit dem seltsamen Gauck, der jetzt auch schon in der ZEIT mit spitzen Fingern angefasst wird.
Kann es besser laufen ?
Nein.
Oskar sei Dank macht die Linke die grüne “freie Fahrt für reiche Bürger” und deren Tugendterror und Gesundheitswahn nicht mit. Degenhardt fand mal die Tatsache, dass der Porsche und der Kleinwagen zusammen im Stau stehen, ein letztes Anzeichen der Demokratie. Und sehr gut finde ich auch, dass er die Krawallschachtel und Gauck-Bewunderin verhindert hat.
Echt, bei manchen Kommentaren hier hat man den Eindruck, man befände sich nicht auf einem Nachrichtenblog zur Linkspartei sondern im Vorbereitungsforum einer 1984-Live-Reenactment-Gruppe…
@ Roland 24. Februar 2012 um 16:25
Ich habe den Artikel in Spiegel-online gelesen, das Gehässigkeitsblatt gegen Oskar Lafontaine. Ist alles falsch was dort geschrieben wird ?
Rayu Sharma, Bodo Ramlow und Gesine Lötzsch sind für Frau Klarsfeld.
Oskar Lafontaine und Klaus Ernst sind eher für Herrn Prof. Butterwegge.
Gesine Lötzsch soll Vors. der Rosa-Luxenburg-Stiftung werden usw,usw.
Wir geben wieder kein gutes Bild ab. Welcher Machtkampf und vor allen Dingen wer gegen wen, findet da statt. Wenn ich den Namen R. S. lese hat Spiegel-online anscheinend wieder eine Info erhalten. Wer ist da so ungeschickt und versorgt den Spiegel ständig mit den neusten Informationen ??? Es ist einfach unglaublich.
@Wolfgang Menzel
“Wenn ich den Namen R. S. lese hat Spiegel-online anscheinend wieder eine Info erhalten. ”
Warum so mysteriös? Ich werde bei Spiegel Online mit Klarnamen zitiert und habe mich positiv über Beate Klarafeld geäußert. Was ist daran auszusetzen? An der erweiterten Parteivorstandssitzung am Donnerstag habe ich gar nicht teilgenommen. Da kannst du dann ja mal andere nach ihren Eindrücken fragen.
Ja nu, das Flakgeschütz der Scheindemokratie, residierend im Palast der Lügen, nutzt die alte Propagandavariante “Zwietracht unter LINKEN”. Und wieder hetzen sie die alte Schindmähre auf Oskar. Im Westen nichts neues. Ich habe lediglich die Headline gelesen. Dieser Quark interessiert mich nicht mehr, meine Zeit ist zu kostbar, um sie an den SPIEGEL zu verschwenden.
@ Wolfgang
Das ist sicher Wiedergabe von Tratsch aus dem Liebknecht-Haus.
Dass dort Wichtigtuer und Leute, die ihr und anderer Süppchen kochen, ihr Leben fristen, ist doch schon lange bekannt.
Da menschelt es halt – und der nächste Parteitag wird sicher seine Schlüsse ziehen.
Aber:
Der abgrundtief bissige Kommentar von Deggerich zeigt andererseits, dass ein gewisses “Spielchen” , an dem er beteiligt war, nicht aufgegangen und sein “Favorit” der neuen Generation schon durchgefallen ist.
Deswegen überschlägt er sich mit Gift und Galle und überzieht gerade maßlos – schon ins Komische.
Welcher normale Mensch könnte sich denn so aufregen, wenn eine Partei zwei hervorragende Kandidaten zur Auswahl hat ?
Dem rast der Blocker.
.
Welch wunderbares Bild diese Partei gerade vor der Öffentlichkeit repräsentiert, zeigt übrigens jener Kommentar auf Spiegel Online:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,817338,00.html
(für alle, die mit dieser Kritik nicht einverstanden sind: am besten einfach den Satz “Dabei wäre eine moderne, avantgardistische Linke in diesen Zeiten nicht nur spannend und eine Herausforderung für alle Parteien – sie wäre sogar dringend nötig.” ausblenden und den Kommentator als Repräsentanten der bürgerlichen Hetzpresse denunzieren.)
Nachtrag:
Deggerich hat in seiner Polemik derart ins Unsinnige überdreht, dass er im Spiegel-Forum jetzt von allen Seiten richtig Haue kriegt.
Interessant, dass er propagierte, die LINKE müsse eine neue “Elite” bilden.
Danke vielmals, aber das sind doch schon die GRÜNEN – völlig angekommen als bürgerliche Blockpartei.
Übrigens, wir adeln ihn so:
“H.v.D.” – Haue von Deggerich
@wolfgang: sehr lustig… was geht schon über ein vorurteil, da müssen auch die fakten nicht stimmen
… mein tipp: zunächst mal recherchieren, wer am donnerstag dabei war, das schränkt die möglichkeit der ungeschickten personen ein, die spiegel online immer mit informationen versorgen
halina
ach informiert ihr euch nicht gegenseitig? schränkt das jetzt ein?
was in spon steht ist doch nicht verwunderlich, das gleiche steht auch in anderen zeitungen, die linke ist nicht politikfähig, weil sie über ihre kanditaten diskuttiert. herrlich
unsere liebe presse versteht was demokratie ist lol
für die user die die linke nicht mögen sind solche artikel natürlich perfekt, können sie doch gleich weiter schwadronieren nach lust und laune und ihrer phantasie freien lauf lassen.
und das man sich z.b. bei spon die realos herbeiwünscht, die doch das zepter übernehmen sollen ist auch nicht zu übersehen. scheinbar finden die es gut, wie die grünen sich entwickelt haben, wo nur noch die realos, das sagen haben.ich hoffe die linke lassen sich durch solche störfeuer nicht aus der ruhe bringen und springen nicht wieder über stöckchen.
die linke hat zwei gute kandiaten, sie sollen abwegen, wer der bessere ist und dann ins rennen schicken, was die presse sagt, kann ihne wumpe sein, die wissen, warum sie die linke nieder schreiben.
demokraten sollten eigentlich glücklich darüber sein, das die linke einen gegenkanditaten stellt, dann sieht die ganze posse wenigstens einigermaßen nach demokratie aus und nicht nach ddr 2.0. da sollte sich gauck mal bedanken bei der linken, wenn er 99% erhielte, müßte ihm das als “bürgerrechtler” auch komisch vorkommen.
und für alle, die hier wieder herumheulen,w as für bild die linke in der öffentlichkeit abgibt sei gesagt, solange solche presse wie spon oder springer, über die linke herfällt, macht sie alles richtig.
man sieht auch an vielen kommentaren in den foren, das die linke so schlecht nicht ankommt, sind viele user, die die linke immer wieder verteidigen, im vergleich zu anderen parteien, ist das sogar eine ziemlich große zahl.
also lasst euch nicht irre machen und laßt die stöckchen liegen.
@jens: also ich rede immer nur von dingen, wo ich selbst dabei war und nenne dann auch noch zum zitat meinen namen. würde ich es anders machen, hättest du ja keinen grund mehr, dich aufzuregen und das wäre schade
Wenn Nennjournalist Deggerich über die Linke schreibt, bleibt schon mal Grundschulwissen auf der Strecke – wie z.B. Grundrechenarten: http://www.jungewelt.de/2012/01-25/031.php
Was lehrt uns das? Journalismus ist eben auch nur ein -ismus und keine geschützte Berufsbezeichnung.
ach halina
dat mit dir ist ja zum glück endlich…
schon einen job gesucht?
Beissreflexe,wie der von Deggerich zeigen doch nur die Angst der neoliberalen Meinungsmacher vor einer Kandidatur von Frau Klarsfeld für die Linke.Offensichtlich dämmert es einigen,das man mit der Ausgrenzung der Linken eher einen Gefallen getan hat ,statt ihr zu schaden. Daher versucht man jetzt das alte Spielchen mit dem Versuch , einen Keil in die Partei zu treiben.Und natürlich darf auch wieder das übliche Lafontaine-bashing nicht fehlen.Ein weiterer Beleg für die Einfallslosigkeit und Armseligkeit solcher Propaganda.Wer übrigens ein Beispiel für richtig abstossende Hetzpropaganda haben will,der führe sich einmal den geistigen Auswurf des Herrn Broder,mit dem Titel:”Das schäbige Spiel der Linken mit Beate Klarsfeld “, in der “Welt” zu Gemüte(Verlinkt in den heutigen Nachdenkseiten).Aber Achtung am besten eine Kotztüte bereitstellen.
Also, wenn es wieder eine beknackte Debatte braucht, kann ja der Bug Shalom Hendryk M. Broder als Kandidaten vorschlagen.
Harr! Harr!
@ Linksmann:
Dass der von dir verlinkte Artikel es aber nicht einmal ansatzweise fertig bringt, Deggerichs (zugegebenermaßen etwas oberflächliche) Behauptung auch nur anzukratzen, geschweige dem, deine These, Deggerich kenne nicht einmal die Grundrechenarten, zu bestätigen, ist dir aber schon aufgefallen?
Oder darf ich deinen letzten Kommentar einfach als Bestätigung meiner vorher aufgebrachten These nehmen? Oldthinkers unbellyful Ingsoc, anyone?
Hallo mz,
Du darfst den verlinkten Artikel gern nochmal lesen – vielleicht etwas aumerksamer.
@ Anton Brenner
“Den Umweltschützer-Haß auf Autos hatte Bruno nie geteilt. Mit dem Auto, wußte er, war das Reiseprivileg der Herrschenden gefallen: Raus aus Kotten, Slum und Ghetto, aus den dunklen Leisetreterwohnungen und den hellheißen Anderthalbzimmern im siebten Betongeschoß, raus und fahren, fahren, fahren, irgendwohin, und die vier Blechwände schützen vor Regen und Kälte. Tausend Jahre hatten sie davon geträumt, die Fußgänger, am Wegesrand mit Kappe in der Hand, devoten Blick zum Herrn hinauf auf seinem Pferd, dienergebuckelt und vollgerotzt mit Räderdreck von Reisekutschen. Bruno Kappel mochte Autos.”
(Franz-Josef Degenhardt, Brandstellen)
Aschermittwoch in Bernau: “Wer sich einen einen Napoleon leistet, muss auch ein Waterloo aushalten!” Prost!
Ich habe nichts gegen mehrere Bewerber, nur wie man damit umgeht und die Weitergabe von Informationen an Spiegel-online. Hier kann man ebenfalls von einem gewissen Kreis sprechen der andere schädigen will.
Ein unerträgliche Vorgehensweise in unserer Partei.
Nein, nein, Linksmann, die Aussage in dem Artikel von der jw ist mir vollkommen klar: 10 von 27 sind keine Minderheit, weil ein Paar der Mehrheits-17 ja nicht wirklich zur Mehrheit gezählt werden können. Ergo: Die Junge Welt will uns weis machen, 2 und 2 ergäben 5. Ich bleibe trotzdem beim 2 + 2 =4. Und dass manche hier vertreten 2+2=5, weil das “ihre” Zeitung sagt, bereitet mir ernsthafte Sorgen.
Hallo mz,
“10 von 27 sind keine Minderheit…”
Soso… *kicher*
“…weil ein Paar der Mehrheits-17 ja nicht wirklich zur Mehrheit gezählt werden können”
Okay, da ein Paar (da von Dir groß geschrieben) immer zwei Personen umfasst, schrumpft die Mehrheit auf 15. Schlagen wir das traute Paar gleich mal der Minderheit zu, steht es immer noch 15:12 für die Mehrheit. Die 12:15-Minderheit, die Deiner Meinung nach “keine Minderheit” ist (bzw. niemals war), ist – mit oder ohne Paar – immer noch Minderheit.
Zumindest nach Adam Ries.
Aber dieser hundsgemeine Zahlentaliban gehört wohl der extremistischen mathematischen Plattform an…
Zitat Jens Raabe:
ach halina
dat mit dir ist ja zum glück endlich…
schon einen job gesucht?
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Wieso wird so etwas hier zugelassen?
Wenn wir diesen innerparteilichen Umgangston nicht zumindest manchmal auch ahnden bestätigen wir ihn.
clara
ick werde doch aus meinem herz keine mördergrube machen!
aber das ausgerechnet jemand der anderen drei gehirnzellen attestiert (unter anderem) hier nach zensur ruft?
@ Linksmann:
Ohne jetzt auf diese albernen Spitzfindigkeiten mit der Groß/Kleinschreibung von “paar” einzugehen, nochmal die wirklich einfache Rechnung:
34 von 76 Abgeordneten der Linksfraktion sind Ossis, macht also insgesamt ca. 45%
17 von 27 der überwachten Abgeordneten sind Ossis, macht also ca. 63%
Ergo ist klar: die Ossis sind den Wessis gegenüber, was die Überwachung durch den VS angeht, um ca. 18% überrepräsentiert.
Da eine Mehrheit bekanntlich bei über 50% anfängt, führen diese 18% Überrepräsentation zur Verschiebung des Mehrheitsverhältnisses bei den Überwachten gegenüber der Gesamtfraktion.
Um mich nicht falsch zu verstehen: Man kann Deggerichs These durchaus anzweifeln – etwa aus dem (solidarischen) Standpunkt heraus, dass bereits ein Überwachter einer zuviel ist, egal, ob er aus Ost oder West kommt (die einzig richtige und vernünftige Postion, die im Übrigen weder SPIEGEL noch Junge Welt vertreten) – aber doch bitte nicht in der Form, wie die Junge Welt sie übt, indem sie das elementare Logikverständnis der Leserschaft beleidigt.
Im Grunde genommen sagt der Junge Welt-Artikel vor allem eins aus: “Wir halten unsere Leserschaft für dumm. Und das, was ich dabei gruselig finde, ist die Bereitschaft mancher Leser, dem zuzustimmen, nach dem Motto: Wenn die Junge Welt sagt, ich bin dumm, dann bin ich das gerne und mit Fleiß.