Liebich auf Platz 3
Kerstin Liebich hat bei der Bürgermeisterwahl in Rostock nur knapp den zweiten Platz verfehlt. Die Linke kam nach dem vorläufigen Ergebnis mit 8.687 Stimmen bzw. 13,8 Prozent hinter dem SPD-Bewerber Ait Stapelfeld (8.764 Stimmen, 13,9 Prozent) ins Ziel. Bürgermeister bleibt Amtsinhaber Roland Methling, der mit 33.929 Stimmen bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit (53,8 Prozent) erreichte. Die Wahlbeteiligung lag in der Hansestadt mit nur 36,6 Prozent im Bereich des für kommunalpolitische Entscheidungen inzwischen üblichen Bereichs. Sachsen-Anhalts Linke-Landeschef Matthias Höhn sandte noch am Abend “allerbeste Grüße nach Rostock” und freute sich, dass Liebich bei der Wahl “klar vor der CDU-Kandidatin landet”. Höhn sprach von einem “tollen Wahlkampf” und sagte: “Die Wahlbeteiligung kann niemanden zufrieden stellen.” Bei den Landtagswahlen im vergangenen Jahr hatte die Linke in den Rostocker Wahlkreisen noch deutlich bessere Ergebnisse geholt, ein belastbarer Vergleich mit dem Abschneiden Liebichs lässt sich allerdings kaum ziehen. (tos)
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Naja, selbst im tiefen Südwesten gab es schon bessere Wahlergebnisse:
Diether Dehm erreichte 2003 in Lörrach 17,7 %: http://archiv2007.sozialisten.de/presse/presseerklaerungen/view_html/zid14902/bs1/n0
Michael Moos erzielte 2002 in Freiburg 14,3 %: http://www.dkp-online.de/uz/3418/s0703.htm
@linksman: In Lörrach gab es damals auch keinen SPD-Kandidaten, sondern nur nen konservativen. Da ist das noch ein reichlich schlechtes Ergebnis. Besser jedoch als in seiner Heimat FFM, wo Dehm unter 2 Prozentholte – trotz massiven Aufwands damals. Die Frankfurter kennen ihn aber auch schon ne Zeit länger.
der Wähler im Norden scheint zu meinen : “die Liebich´s in die Produktion”. Für die Linken in Berlin keine gute Nachricht!
Nicht nur ich fragte mich was dieser Kandidatenimport dort fünf Minuten vor der Wahl sollte? Ausgerechnet die “Fischköppe” sind nicht so blöde Ungerechtigkeiten und Personalintriegen nicht zu “bemerken”. Quittungen für sowas ist vor allem die weiter sinkende Zahl zur Wahlbereitschaft. Und wenn man sich dann die 13, nochwas noch schön redet – hat man nicht einmal die verdient.
Und nein das ist keine Schadenfreude!
Mark
wer Frankfurt am Main mit Rostock vergleicht – hat KEINE AHNUNG!
Wir dürfen neben den “Seeheimern” in unserer Partei auch eine Pseudo-Linke Irrung um Christine Buchholz nicht vergessen.
Sie gibt doch tatsächlich der CIA Flankenschutz in Syrien. (Unfreiwillig zwar, aber völlig naiv)
Heute wieder völlige Syrien-Hysterie im “Sturmgeschütz” der Bourgeoisie.
Die Aussage von Mattias Höhn ist schon ein Hammer, aber das kennt man ja zur Genüge von den anderen Parteien nach Wahlniederlagen-willkommen im Klub der Etablierten…
Tja, wer keine wirklich neuen Ideen von Stadtpolitik überbringt und nur mit Seriösität und Kompromissfähigkeit punkten will, sollte sich nicht wundern, dass nur noch ein gutes Drittel aller Wahlberechtigten sein Recht in Anspruch nimmt. Wieder einmal ist man als Mitglied sauer, vor allem auch über die Beratungsresistenz unserer Kandidatin. Auch hier hatte Genossin Liebich ja einen “großen Auftritt”, ließ sich dann aber nicht mehr blicken. Die “allerbesten Grüße” aus Sachsen-Anhalt können ja wohl nur Hohn sein…
@ alle
Kaum hat die Woche begonnen, schon wird wieder Dreck auf GenossInnen geworfen. Keine Ahnung, aber große Klappe.
Kerstin hat einen tollen Wahlkampf hingelegt, aber die Umstände waren halt nicht günstig. Gegen einen populären und durchaus erfolgreichen Amtsinhaber ist es immer schwer. Und die Parteienverdrossenheit in Rostock ist mittlerweile schon fast legendär. Da hat DIE LINKE noch viel Arbeit vor sich. Kerstin wird dabei helfen. Euch Stänkerer brauchen wir dabei nicht.
@ Linker Rostock
Du bist ja putzig, “die Umstände waren halt nicht günstig” und der Amtsinhaber ist auch noch “populär und erfolgreich”… Da frage ich mich doch, warum Genossin Liebich überhaupt angetreten ist? Und das mit dem “Dreck werfen” bitte ich Dich zurückzunehmen, das hat hier bisher zumindest niemand gemacht.
Linker Rostock
gleich an alle-? dann also weiter so und durch und ja keine Fehlerdiskussion…da kommen manche Erinnerungen hoch und gut dass wenigstens Sie Ahnung haben… und die Stänkerer-am besten sofort ausschließen ?..auch nicht ganz neu…
ansonsten kann man Dirk nur recht geben…
@Karl, ich finde eben nicht, das Dirk recht hat. Da wird einfach kritisiert, dem Raabe und dem Roland sind sowiso alles Intriganten und “seeheimer” die nicht in ihren Kram passen, aber mehr als “die bösen Reformer” hört man doch gar nicht. mich würde dann mal interessieren, wiel das hier gesagt wurde, mit welchem programm den frau schillen angetreten wäre, wo sind die Unterschiede in der Kommunalpolitik und so weiter. Stattdessen immer dieselben Vorwürfe. Und die behauptung, linker Rostocker hätte quasi gefordert, diese Trollerei hier mit Rauswurf aus der LINKE zu reagieren, ist nur noch mies. Ihr seid das doch, die die ganze Zeit wollen, dass Ditmar Bartsch und der fds aus der Partei raus sollen. Die “Parteirechten” würden die LINKE kaputtmachen. Das ist doch eure sprache. Oder etwa nicht?
genau ronald
WIR waren es die antisemiten in den eigenen reihen verortet haben. WIR waren es auch die die partei für einen boykott einer linken zeitung in geisekhaft nehmen wollten. WIR sind es auch die sich trotz erdrutschartigen verlusten in berlin an den parteisesseln festhalten.
schoooooooooooon klar
Schade, dass das wieder in dem üblichen Blödsinn untergeganngen ist, von Rolands saarländischem Personenkults bis zur fds-Obsession einiger anderer. Was mich allerdings von Anfang an gewundert hat: Wieso importiert Die Linke zuerst eine Kandidatin aus Berlin, die dann gegen einen offensichtlich ziemlich populären Amtsinhaber antritt? Noch dazu, wenn diese Kandidatin (nimms nicht persönlich) doch recht blass ist und es keinerlei programmatische Leitidee gab. Das Hauptprogramm der Linken, nach dem was man so aus der Ferne mitbekommen hat, war die Einführung des Kurzstreckentickets im ÖPNV. Sicherlich eine feine Sache, aber als Hauptthema in einem Wahlkampf? Wer eine Wahl gewinnen will, muss sein Klientel analysieren, ein zündendes Programm entwerfen, eine Idee transportieren und die eigenen Leute damit mobilisieren. Und wenn man einen beliebten Amtsinhaber hat, der überparteilich Rückhalt genießt, dann muss man zusätzlich noch ein Schwergewicht ins Rennen schicken. Wenn das alles nicht geht, dann soll man es bitte sein lassen. Zumindest sollte man auf einen aufwändigen Import aus Berlin verzichten – hier ist auch noch der Bonus der Heimatverbundenheit und Ortskenntnis flöten gegangen – und maximal einen eigenen Zählkandidaten ins Rennen schicken und die Wahlkampagne dann auch entsprechend bescheiden gestalten.
@Raabe, genau das meine ich, sie kommen immer mit demselben Kram, aber was haben die drei Beispiele das denn mit Kerstin Liebich zu tun? Sie machen mir angst mit ihrem Denken, nur schwarzweiß, und dann wird schnell auch mal Dummheit den andern vorgeworfen, siehe Carla.
Linker Rostock
bist du nicht linker mv? klingst genauso – nett!
…die Umstände… mein Freund (ach nee bin ich ja nich) waren sogar ausgesprochen gut! eine einheimische genossin hätte gaaaanz sicher mehr rausgeholt als eine in berlin zu recht gescheiterte “mitspielerin”. die leute sind doch nicht blöd und sorgen einfach so aus freundlichkeit für beihilfe bei einem pseudolinken versorgungswerk für berufspolitiker. wer antritt mit lauwarmen versprechen schön artig und kompromissbereit zu sein – bekommt im zweifel die entsprechende quittung. ich hoffe allerdings als randberliner – die “politikfamilie” zieht nun dennoch nach rostock!!! das ist im moment das einzigste was mich an dem wahlergebnis ansonsten betrüben würde.
ronald
du warst es der nach unserer “sprache” fragte. ich hielt dir nur den spiegel hin! tut weh nich… verstehe ich
@Rabe: Ich bin jedenfalls froh nicht mit ihnne in einer Partei zu sein. Und auch wenn sie das bestimmt nicht interessiert, so wie sie ja niemals ein Argument von anderen interessiert, ich bin kein freund von dem Mitregieren und habe bei den Wahlen in berlin aus dem Grund ähnlicher Kritik an der Koalition erstmals nicht die LINKE gewählt. aber so diese Art von Ihnen, das stößt einfach nur ab. alles andere außer sich selbst finden sie wohl “pseudolinks” und sind dabei doch selbst alles andere als links.
Ronald
,,@ alle ..Da hat DIE LINKE noch viel Arbeit vor sich….. Euch Stänkerer brauchen wir dabei nicht´´..ist wohl doch zumindest ein Aufruf zur Ausgrenzung und ich neige im Übrigen eher dazu, individuell zu antworten und da meine ich schon, dass ein Hinweis auf die ,,legändere Parteiverdossenheit in Rostock und auf den populären Gegenkandidaten”für eine kritische Analyse zu dünn sind, gleichzeitig ist es eine Unterstellung mir nachsagen zu wollen -ich wollte den Ausschluß von Dietmar Bartsch und dem FDS-ich war übrigens auch prinzipiell gegen das angestrebte Ausschlußverfahren von Frau Linke. Inhaltlich werde ich mich allerdings weiter mit der Illusion auseinandersetzen,dass eine Annäherung an SPD und Grüne zum gegenseitigem Zeitpunkt zielführend sei. Früher oder später gilt im Wahlkampf nächstes Jahre die Frage zu stellen -wer trägt wirklich die Erst-und Hauptverantwortung für die Einführung der vielen unsozialen Maßnahmen, die Deregulierung der Finanzmärkte und die Kriegsbeteiligungen ? Warum sollen wir diesmal Vertauen haben ? Und werden sich diejenigen durchsetzen, die aus taktischen Gründen eine weitgehende Rücksichtnahme auf die SPD anstreben-ja dann schwächt es die Linken mit Sicherheit weiter…JA das ist -zunächst meine-nicht die -unsere- Sprache …
Jedem (merkwürdigerweise alles Jungs), der hier meint, Kritik zu üben und zwar in einer Art und Weise zum Teil persönlich schon beleidigend, dass ich mich frage, ob es noch ein Mindestmaß von Solidarität innerhalb unserer Partei gibgt, dem empfehle, vielleicht selbst mal einen solchen Wahlkampf zu machen, seine Ergebnisse zu präsentieren.
Kerstin selbst hat im übrigen ihr Ergebnis kritisch bewertet. Die Frage zu entscheiden, ob kandidiert wird und mit welcher Person, liegt allein in der Verantwortung der jeweils zuständigen Parteigliederung.
Die arme Janine, die jetzt in Frankfurt kandidiert, die kann sich ja schon freuen, was über sie hereinbricht, wenn sie die Erwartungen, die hier manche haben, nicht erfüllt…
ronald
sie irren sich… es interessiert mich schon.
ich wäre auch lieber ein ganz lieber… allein ich bin nun mal erklärter feind so einiger strömungen hier. deshalb verhalte ich mich auch wie ein “feind”! und bezügl. clara – ja die immer gleiche und unbegründete phobie vor enteignung (einer enteigneten) nervt mich genauso wie diese bestimmtheit am festhalten von buchhalterischen
m nichtwissen und die unter anderem mir gegenüber immer wiederhlten beleidigungen.
aber bitte ronald – wenn sie ernsthaft an einem austausch interessiert sind – gerne.
@ j.g.w.
Es gab da schon noch ein wenig mehr, als nur die Einführung eines Kurzstreckentickets…:
“Ich möchte mit den Unternehmen eine Kampagne “Rostock braucht Dich!” entwerfen. Dabei soll es sowohl um eine gemeinsam Außendarstellung gehen. Es soll aber auch konkrete Angebote geben. Von guten Ausbildungsplätzen, über Angebote für flexible Kinderbetreuung, hin zu attraktiven Wohnangeboten, betrieblicher Weiterbildung und Angeboten der Gesundheitsvorsorge. Das geht nur gemeinsam. Eine solche Idee weiterzuentwickeln, dazu lade ich alle Akteure ein.”
Quelle: http://bit.ly/ynWvcf
Der ganze Beitrag ist eine einzige Hommage an die (Rostocker) Wirtschaft, “Du bist Deutschland” lässt grüßen… Da wundert mich nur, dass es überhaupt zu über 13 Prozent gereicht hat. Eine Kandidatin meiner Partei erledigt im Wahlkampf(!) das Geschäft der Wirtschaft, es ist ein Trauerspiel. Genossin Liebich hat nichts, aber auch gar nichts aus dem Berliner Fiasko gelernt.
@ Torsten Löser
Solidarität in allen Ehren, aber wer wie Genossin Liebich quasi sehenden Auges, trotz genügend mahnender Stimmen und trotz großer Berliner Erfahrung förmlich in die Niederlage rennt, muss sich auch Kritik gefallen lassen. Dass diese ein gewisses Niveau natürlich nicht unterschreiten sollte, darüber sind wir uns einig.
@ Dirk
Die von Dir zitierte Passage geht ja noch. Mit Grausen aber las ich dies:
“Zu den Standortvorteile mit denen wir in der Vergangenheit werben konnten, gehörte auch ein gutes Fachkräftepotenzial. Motivierte Arbeitskräfte, die gut ausgebildet und leistungsfähig waren und Treue zu ihrem Unternehmen empfanden. Außerdem konnte in Rostock Qualität zu günstigen Preisen erzeugt werden. Die Lohnentwicklung im Osten Deutschlands hat sich stark vom Rest der Bundesrepublik unterschieden.”
Wie kann man (frau) nur??
@Dirk: Wirtschaftspolitik ist wichtig und wenn es einen Grund dazu gibt, darf man auch eine Hommage an die Wirtschaft abliefern. Ob das in Rostock gerechtfertigt war, weiß ich nicht. Das Problem, das ich in diesem Text sehe, ist aber wieder das, unter dem Die Linke wohl derzeit überall leidet. Dieser Text ist eine einzige Luftblase, er möchte rhetorisch anders klingen, möchte sich distanzieren von Dogmatismus und Sozialdemokratie, bringt aber nicht mehr herüber, als den Ausdruck von Beliebigkeit und Abgehobenheit. Tatsächlich gibt es aber viele Punkte, wo man an diesem Text vergeblich nach linken Ideen sucht. Das beginnt bei der im Wahlkampf erwartbaren Aufzählung von all den guten Dingen, die gemacht werden sollen und hört bei offenkundigem Unsinn oder anachronistischen Vorschlägen auf, bspw. Hafenausbau oder diesen idiotischen Großträumen von Provinzstädten und ihren achso zukunftsträchtigen Flughäfen. Links ist anders. Das ist weder links noch rechts, das spricht keinen an, das ist einfach nur unpolitische Haltung von Sachbearbeitern und Beamten, die lediglich ausführen wollen. Dafür muss ich nicht links wählen. Und letztlich ist der Wähler eben auch nicht blöd. Was bei der Betriebsblindheit von Parteifunktionären manchmal verloren geht, ist, dass man von außen durchaus die Mechanismen einer Partei durchschaut. Da verliert also jemand in Berlin nach der Wahlschlappe den gut dotierten Staatssekretärinnenjob – wohlgemerkt nach einer freundlich ausgedrückt durchwachsenen Arbeit vor allem der Sozialverwaltung – und wird nach altem Parteiengesetz der sofortigen Pöstchen- und Jobbeschaffung schnell nach Rostock exportiert. Vielen Menschen in Rostock wird schon klar gewesen sein, dass sie da Stimmvieh für eine innerparteiliche Beschäftigungssicherungsmaßnahme werden sollten. Eine Bürgermeisterin, die sich kurz vor der Wahl für ein paar Wochen in Rostock eingemietet hat? Die in der Jugend mal kurz in Rostock vorbeigeschaut hat, dann aber immer Berlin vorzog und erst jetzt, wo die Pöstchen in Berlin knapp werden, notgedrungen ihre große Heimatliebe für die Ostsee wiedergefunden hat? Auch nicht wenige Genossinnen und Genossen werden da wohl nein gesagt haben, da ihnen sicherlich ernsthafte Politik für die Menschen in Rostock wichtiger ist als dass die mit den richtigen Parteibüchern in die gut bezahlten Ämter kommen.
Linker Rostock, Ronald
eine sachliche Auseinandersetzung mit den Argumenten eurerseits, zu Dirk und j.g.w. hätte mich schon interessiert…
entschuldige verehrter Calvados-auch natürlich mit ihnen..
@Dirk:
Ich habe nichts gegen Kritik. Ich habe was dagegen, wenn das in einem Ton und in einer Überheblichkeit geschieht, die ich in und um eine linke Partei herum unwürdig finde.
Zum Argument der Aussichtslosigkeit: Ich kann die Fakten nicht beurteilen. Rostock ist eine unserer Hochburgen. In einer solchen Stadt nicht anzutreten, da braucht es gute Gründe, wie ich finde. Du musst deinen Stammwähler_innen doch ein Angebot machen.
Die Lehre aus Rostock heißt:
Mit Wischi-Waschi gewinnen wir keinen Blumentopf. Ein Allerweltswahlkampf Kerstin-lieb-ich geht in die Hose. Klare Programmatik statt alberne Mätzchen und Wortspielchen. Als ich ihren verhuschten und hundsmiserabel gemachten Werbespot gesehen habe, dachte ich nur: Das kann nicht wahr sein. Die Agentur, die das verbrochen hat, sollten wir nie mehr engagieren. Kerstin wirkte zwar sympathisch, aber mein Gott, sie bewirbt sich um den OB Job und nicht als Hausmädchen bei einem Pfarrer.
Dabei hatte Kerstin ja hier mal gebloggt und es gab darauf hin auch einige konstruktive Hinweise (auch von mir). Aber ihr Beitrag war wohl mehr gedacht nach dem Motto: “Bei Lafontaines-linke musst du dich auch mal melden”. So was ist überflüssig.
13% sind für eine ostdeutsche Großstadt eine Blamage. Es gibt Leute in Deutschland, die denken sie könnten Haltungsnoten in Sachen “Regierungsfähigkeit” vergeben. Denen dürfen wir nicht hinterherhecheln und ihnen so lange nach dem Munde reden, bis uns unsere eigenen Leute nicht mehr erkennen. Grüner als Grün, mehr Wirtschaft als die FDP, mehr Sicherheit als die CDU, mehr Netz als die Piraten, ja sind wir links oder sind wir die eierlegende Wollmilchsau? Kompromisse ja. Aber wenn ich meinen Standpunkt schon von vorneherein aufgebe, werde ich nie in die Verlegenheit kommen, einen Kompromiss schließen zu müssen, weil ich sowieso bedeutungslos bin. Hoffentlich ist uns das eine Lehre!
@ Torsten Löser
Meine Frage war natürlich nur rhetorischer Natur…
Rostock WAR mal eine unserer Hochburgen, genauso wie Berlin(Ost) und noch viele andere Gegenden. Wenn wir nicht endlich anfangen ehrlich aufzuarbeiten, warum es nicht mehr so IST und immer wieder die gleichen Fehler machen, wird es bald gar keine Hochburgen mehr geben. Der “Fall” von Genossin Liebich wiegt besonders schwer, weil sie auf Grund ihrer Berliner Erfahrungen einfach wissen musste, wie man es nicht (mehr) machen sollte…
Auch nen gutes ergebnis hatte günter rausch in freiburg…. 2009-2010…
das war nen interessantes projekt….
http://Www.wechsel-im-rathaus.de
!!!!
@Dirk: Ich weiß nicht, in wieviel Großstädten wir bessere Ergebnisse holen. In Köln sind es zehn Prozent weniger als jetzt in Rostock, nur mal so zum Vergleich! Zudem hat die LINKE 2011 in Rostock 22% geholt. Ich finde, dass man OB-Wahlen nur bedingt mit anderen Wahlen vergleichen kann.
Aber natürlich müssen wir uns die Ergebnisse genau ansehen. Mal sehen, wie das Ergebnis demnächst in Frankfurt a./M. aussieht oder in Dortmund, Großstädte, denen mensch kaum das “Kopieren” Berliner Politik wird vorwerfen können.
@ Dr. No
Schöner kann man es inhaltlich und sprachlich nicht formulieren.
Glatte 1+
Torsten Löser
der Unterschied zwischen Ostdeutschen Städten und denen im Westen will Ihnen nicht eingehen?
@Jens Raabe:
“ich bin nun mal erklärter feind so einiger strömungen hier. deshalb verhalte ich mich auch wie ein “feind”!”
Das ist ja das Problem. Wer nur noch in einem solchen Feindschemata denken kann, auch in der eigenen Partei, der ist nicht mehr an Streit und Austausch von Argumenten interessiert, sondern an Kampf, Sieg oder Niederlage, Zerstörung oder wenigstens Unterwerfung des Feindes. Viel Spaß dann auch im weiteren Parteileben!
snooker
sicherlich kann man über Sprache und Stil von Jens Raabe unterschiedlicher Meinung sein, aber dass er sich nicht an Streit und Austausch von Argumenten beteiligt-dürfte wohl an einer verfälschten Wahrnehmung der Realität ihrerseits liegen. Sie lieben es dagegen bei anderen Beiträgen ironisierend ihren Daumen hoch oder runter zu heben, verweigern sich aber meistens einer konstruktiven und sachlichen Diskussion.
Hallo Mark (06.02., 08:34),
Wäre mir neu, dass Diether Dehm jemals in Frankfurt antrat: http://www.statistik-hessen.de/themenauswahl/wahlen/daten/direktwahlen/frankfurt-am-main-st/index.html
Ulrich Wilken erreichte 2007 5,9 %, und Eberhard Dähne 2001 für die PDS 1,5 %.
Ich finde es schon sehr entlarvend, dass Leute vom Schlage eines “Linken Rostockers” hier erst mit markigen Sprüchen reinrauschen, um sich der anschließenden Diskussion dann konsequent zu verweigern…
Dirk
dieser Typus ist hier häufiger vertreten, ich vermute mal -ohne es natürlich beweisen zu können-es sind Vertreter oder Mitarbeiter irgendwelcher Bedeutenderer…
Aber was für ein Fehler, wäre ich aktiver Poitiker würde ich mit Sicherheit hier selbst aktiv mitwirken, hier bekommt man doch unabhängige und direkte Reflexionen auf die eigene Arbeit-ganz neue Anregungen -im eigenen Arbeitsfeld und selbst in Versammlungen gibt es nun mal auch die Speichellecker, die Angsthasen und die Karrieristen -das ist ja nun wahrlich keine Neuheit..
Linksman: DD wurde 1993 in den Frankfurter Magistrat gewählt. Für und von der SPD.