Gregor, Helmut, Peer
Normalerweise gehört es zu den Standards für Politiker der Linken, genau das nicht zu tun, was Sozialdemokraten machen. Gregor Gysi bricht nun mit der goldenen Regel und schafft es sogar, den Steinbrück und den Schmidt gleichermaßen zu geben. „Ich bin bereit, zur nächsten Bundestagswahl wieder als ein Spitzenkandidat anzutreten“, bringt sich der Fraktionschef in der Superillu erst wie der frühere SPD-Finanzminister selbst ins Spiel, um dann, wie der frühere SPD-Kanzler, noch eine Nominierung auszusprechen: „Ich nehme an, Oskar ist dazu auch bereit.“ Keine Frage, Gysi und Lafontaine sind die Zugpferde der Linken. Aber warum man in einer Situation, in der die eigene Partei schon eine Personaldebatte am Hals hat gleich noch die nächste aufmacht, lässt schon grübeln. Wer hat eigentlich in der Linken das berühmte „Vorschlagsrecht“? Und wäre es nicht zumindest klug, die Wahl der nächsten Parteispitze abzuwarten? Aus der gegenwärtigen Kandidatenfindung für den Vorsitz, so geht die Meldung weiter, wolle sich Gysi „weitestgehend“ heraushalten. Da haben wir hier herzhaft gelacht. Und sind uns sicher: Die Helmut-Schmidt-Plakette und das Peer-Steinbrück-Banner sind ihm trotzdem sicher. (tos, Foto: Ausriss Wahlplakat der Linken 2005)
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vielleicht sollte man Gregor mal zur Kur schicken-damit er mal über die Volksweisheit reden ist silber und schweigen ist gold nachdenken könnte–manches in der letzten Zeit hat eher zur Verwirrung beigetragen…
bei aller Wertschätzung -dem Glauben an den großen und über den Dingen stehenden Woschd habe ich für immer abgeschwohren…allso auch ihn nicht immer nur ganz ernst nehmen…
ich halte es für richtig, das gregor endlich diesen vorstoss gewagt hat. Wir profitieren nicht von finanzkrise u der lobbypolitikskaandale der anderen parteien. Umfragewerte von 6 bis 7 prozent regen sprechen eine klare sprache
magma
ich glaube nicht mehr, dass allein die großen Signale von oben helfen…und wer ist kompetent und wirklich legitimiert dafür ????????
er sagte doch nur, das er bereit ist, was ist daran so schlimm.
das er es wird, ist doch so gut wie klar und wird auch keine diskussionen auslösen, so wie die debatte um den parteivorsitz.
da hätte ich persönlich auch nix dagegen, wenn gysi seinen hut in den ring wirft.
in der letzten umfrage von infratest in baden-württenberg hat die linke 0%, das macht mir merh sorge, als gysis aussage. keine ahnung was da im westen vor sich geht, aber offensichtlich vertrauen die dort ihren lobbyparteien mehr als den linken oder haben einfach zu viele vorurteile.
Thomas
wäre eigentlich tatsächlich ideal wenn der heimliche Vorsizende der auch demokratisch legitimierte wäre-dann brauchten wir nur noch eine Frau aus dem Westen-Sarah wäre in dieser Konstellation perfekt…aber nicht durchsetzbar…übrigens hat sich auch die Lage hier im Osten sehr verschlechtert…sich nicht nur auf Umfragen verlassen …
@ Thomas
Wir fordern die Enteignung der Schlüsselindustrie in unserem Programm, dass kommt in BaWü nun mal nicht so gut an.
Überzeugende Vorsitzende sind glaube ich wichtiger, Gregor Gysi versucht im Vorfeld abzumildern, nur um der Partei zu dienen, es gibt keinen Grund ihn deswegen anzumachen, er meint das mal wieder mit Sicherheit nur gut.
Nachtrag: Lafontaine selbst will sich öffentlich derzeit aber noch nicht festlegen – und äußert indirekt Kritik an Gysi: “Ich äußere mich zu dieser Frage erst dann, wenn sie ansteht. Das ist jetzt noch nicht der Fall”, sagte er der “Märkischen Allgemeinen” aus Potsdam.
Oskar kann gar nichts anderes sagen. Erstens weil er gesagt hat, dass die inhaltliche Arbeit wichtiger ist als Personalfragen und zweitens im Saarland möglicherweise neuwahlen anstehen…
LG Alexander
Nun, diesen Beitrag halte ich für weitestgehend überflüssigen Unfug.
Ich bin zwar der festen Überzeugung dass wir Oskar in der ein oder anderen Rolle brauchen, aber ich halte diese vorstoesse auch nicht fuer sonderlich hilfreich. Zumal wer Oskar kennt muesste wissen, das Druck bei ihm wenig Sinn macht. Oskar wird sich erklären ob und was er macht wenn dazu der richtige Zeitpunkt gekommen ist.
Der Vorstoß von Gregor, der sich in dem Illu-Interview auch zur neuen Parteispitze geäußert hat, passt der FDS überhaupt nicht ins Konzept.
Relativ wahrscheinlich wird es jetzt so laufen:
Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl: Gregor und Oskar.
Parteivorsitzende: Gesine Lötzsch und Klaus Ernst.
Wäre ein Super Personal-Tableau.
Während der Plebs noch darüber streitet ob Parteivorsitzende von der Basis oder doch auf Vorschlag “gewisser Greise” vom Parteitag gewählt werden, setzt der Cäsar sich wieder den Lorbeer-Kranz auf. (Gregor G. braucht kein Schachspiel, um sich als Spitzenkandidat zu nominieren) Über die sozialistische Monarchie lästert zu Recht Tom Strohschneider und verleiht GG gleich noch – im Westen was neues – den Peer-Steinbrück-Banner! Druschba!
Als Zusatzehrung schlage ich vor: abzeichen für gutes Wissen zum Demokratischen Zentralismus in Gold!
Im Westen kommen nur Lafontaine, Gysi, Wagenknecht, Vielleicht noch Bartsch gut an. Weshalb diese Sehnsucht am Untergang und irgendwelche andere beibehalten oder vorschlagen?
ich weiß karl, ich komme ja auch aus dem osten.
versuchen linke realpolitik zu machen, sprich anbiederung an die anderen, verlieren sie auch wähler. siehe berlin, brandenburg, M-V.
scheinbar kann die linke im moment machen was sie will, es haut hinten und vorne nicht hin. im westen zu revolutionär, im osten zu weich.
aber warum man denkt, das bei einem mitgliederentscheid der osten automatisch für bartzsch stimmt, ist mir auch nicht so klar. lafo sollte da keine angst haben, er würde auch aus dem osten ne mehrheit bekommen, da bin ich überzeugt.
@clara verstaatlichung hat einen miesen ruf seit der ddr zeit, da springen die meisten auf und werden schon halb unmächtig, weil sie sich schon fast in der ddr wiederfinden. mit diesem begriff kann man kein land gewinnen und für massenmedien sowieso gleich ein dankbarer aufhänger, der linken vorzuwerfen, sie wollen zurück in die ddr.vieleicht sollte sich die linke mal andere begriffe ausdenken und nicht immer so martialisch daherkommen.
@ Thomas:
Dass es in Baden-Württemberg so schnell geht, hätte ich bei allem Optimismus doch nicht gedacht.
Hier der Link:
http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/baden-wuerttemberg.htm
Beunruhigen wird das die an Erfahrungen mit dem politischen Sektendasein reiche “Spätzle-Brigade” aber kaum. Null-Wachstum ist halt auch ein Wachstum.
Halleluja !
Wir fordern halt die Abschaffung des Kapitalismus, also die komplette Enteignung sämtlicher Produktionsstätten, während wir Kohlekraftwerke für Energiekonzerne bauen.
clara
deine zu billige platte hat schon wieder einen kratzer und bringt nun seit ein paar tagen immer die selbe leier! wir haben ja verstanden das du der bürgerlichen propaganda aufgessen bist…. alles wird gut.
@ Clara, Thomas
Die Verstaatlichung der Wirtschaft steht wohl eher nicht auf der Tagesordnung. Eine zentrale Forderung wäre aber die Verstaatlichung des Staates.
(Ist leider nicht von mir, sondern stammt aus der Jelzin-Zeit in Rußland.)
@ Calvados
Der ist gut.
@ Jens Raabe
Ich versuche nur Widersprüche deutlich zu machen, unsere Glaubwürdigkeitswerte sprechen auch noch mal für sich.
@ Jens Raabe
Außerdem beleidigst du nur wieder anstatt zu argumentieren, dass ist öde.
Ein wendehälsiger Rhetoriker mit unklarer Vergangenheit, ein hochnäsiger Maulheld mit Neigung zur Fahnenflucht und eine maskenstarre Betonköpfin, die überall Konterrevolutionäre wittert – solche Leute an der Spitze wären furchtbar. Ein Glück, dass stattdessen Gregor, Oskar und Sahra vorne stehen.
@ Heinze
Wenn Sie nur einen Bruchteil soviel Herz und Verstand wie diese Drei hätten, dann müßten Sie jetzt nicht als Pfleger rumjoben und ihren Frust, ihre Wut und Depressionen bei den Linken auskotzen…
@Alle: Das wird hier nichts mehr mit der Diskussion, wie schließen diesen Kanal.