Zug des Zeitgeistes
Gregor Gysi hat mit dem Freitag gesprochen – unter anderem über die Macht des Zeitgeistes. Es komme in der Politik, sagt der Linksfraktionschef, „auch darauf an, wie man eine Idee verpackt. Man muss dabei unbedingt den Zeitgeist beachten, sich ihm in der Form anpassen. Wenn man das tut und beim Inhalt bleibt, begeht man keinen Fehler.“ Gysi illustriert das mit einem Hinweis auf die FDP und sagt: „Ich jedenfalls achte immer auf den Zeitgeist. Mein Motto ist: flexibel in der Form, verlässlich im Inhalt.“ Das klingt, einerseits, nach oft geführten Debatten darüber, ob man die Leute dort abholen muss, wo sie stehen und was das für Linke heißt, die den Standplatz und die mit ihm verbundenen Ansichten vielleicht sehr kritisch sehen. Man erinnert sich, andererseits, bei Gysis Worten aber auch an einen anderen Zeitgeist-Begriff, der gern von Oskar Lafontaine ins Spiel gebracht wird – mit einem Goethe-Zitat: „Was ihr den Geist der Zeiten heißt, das ist im Grund der Herren eigner Geist, in dem die Zeiten sich bespiegeln.“ Der Ex-Vorsitzende bringt den Klassiker eher als Warnung ins Spiel, nicht mit dem Gedanken, es würde hilfreich sein, sich ihm „in der Form“ anzupassen. „Wir wollen uns als eine Partei gegen den Zeitgeist verstehen“, sagte der Saarländer zum Beispiel auf dem Cottbusser Parteitag im Jahr 2008. Die Linke habe „keine andere Wahl als die, dem Zeitgeist, der immer der Herren eigner Geist ist, zu widerstehen“. Ganz ohne den Zeitgeist betreffende Hoffnung ist aber auch Lafontaine nicht. Die Sozialdemokraten, meinte er einmal, hätten „sich dem Zeitgeist unterworfen. Weil dieser Mechanismus verlässlich ist und sich der Zeitgeist ändert“, könne sich auch die SPD wieder wandeln. Das zielt auf die Vorstellung einer politischen Hegemonie, welcher Schröder und Co. einst in die „neue Mitte“ folgten, die aber heute geprägt ist von der Allgegenwart unter anderem kapitalismuskritischer oder keynesianischer Argumente. Ist also links „der neue Mainstream, eine Begleiterscheinung des politischen Zeitgeists?“ Forsa-Chef Manfred Güllner meint: Nein, „die Zahlen geben das nicht her“. Was aber wiederum auch nicht viel heißen muss. Andererseits gehört die Orientierung an der demoskopischen Verzerrung der Wirklichkeit auf jeden Fall zum Zeitgeist – und wer würde widersprechen, dass sich Parteien dem mehr als nur „in der Form anpassen“? (tos, Foto: Linksfraktion, CC BY 2.0)
Drucken
Wie so manches in dieser unvollkommenen, aber in stetiger Entwicklung befindlichen Welt ist der “Zeitgeist” eher eine von der Realwelt abgeleitete Größe, etwa, um einen Vergleich mit einem Begriff aus der global bestimmenden Finanzindustrie anzustellen, sowas ähnliches wie die die Basket-Futures, die wiederum von Primärderivaten wie den Aktien abgeleitet sind, die ja bekanntlich auch nur eine Widerspiegelung
der Realwirtschaft sind. Allerdings ist der Zeitgeist, wenn man ihn schon in die Politik einführt, nicht mit Zahlen belegbar, wird von jedem Einzelnen selektiv empfunden, ist in extremem Umfang von dem Medien beeinflussbar und hinkt den realen Ereignissen hinterher: Es wird doch niemand in Frage stellen, dass die derzeitige, inzwischen generalisierte Krise der Industrieländer gravierende Folgen für die Mehrzahl ihrer Bewohner mit sich bringen wird, aber ein massiver, d. h. “die Massen ergreifender” Zeitgeistwandel im Sinne system- ändernder Wirkungen wird sich erst einstellen, wenn die Auswirkungen auf die Massen, ob man sie nun Mehrheit oder 99 % bezeichnet wird, in realer, d. h. materieller Form angekommen sind.
Die Schlussfolgerungen für eine linke Politik sollten derzeit darin bestehen, diese Entwicklung des Zeitgeistes zu beschleunigen, die bestehende Programmatik noch plausibler zu propagieren, und eine flexiblere Politik in Richtung einer Zusammenarbeit aller systemkritischen Kräfte zu entwickeln: Ist es so schwer, hier einen Konsens zu finden, der ein Fundemant für die nächste Wahlperiode schafft? Das betrifftz nicht nur die Linkspartei, sondern ganau so auch die SPD und die Grünen –
man braucht dazu noch nicht mal Grundsätze aufzugeben, man muss sie nur erst mal für eine zunächst begrenzte Zeit zurückstellen – was ist daran schändlich? Kann man damit nicht offensiv umgehen?
Wir mögen uns ja viel streiten, aber wo in der politischen Landschaft gibt es Leute wie Lafontaine und Gysi die sich auf hohem Niveau über den Begriff “Zeitgeist” streiten können? Guttenberg, Wulff, Rösler, Westerwelle, Pofalla, uuahhh. Wir müssen uns unsres Spitzenpersonals wirklich nicht schämen.
http://krz.ch/Bnnt
Sehr gut, nur eines;
Zitat:
Das liegt vor allem daran, dass die Ostdeutschen akzeptieren mussten, sich einmal in ihrem Leben über längere Zeit schwer geirrt zu haben.
————-
Die kapitalistisch ausgerichteten Staaten müßten ja eigentlich auch unbedingt einsehen das sie mit dem Neoliberalismus total falsch liegen, sie stehen ja auch absolut nicht auf der richtigen Seite, beides ist ja falsch.
die großen alten granden, da kann sich das junge aufstrebende gemüse mal ne dicke scheibe abschneiden…
@rutzel/Dr.No
Jetzt mal nicht übertreiben – die Beiträge sind ganz nett, aber jetzt nicht wirklich tiefschürfend, neu oder weltbewegend. So tosend zu applaudieren für derartige Normalkonversation kommt schon ungewollt parodistisch rüber.
Sieht man mal davon ab, dass entsprechende Fachleute (Philosophen, Soziologen, Historiker…) die Beiträge sicher nciht vom Hocker hauen, ist es selsbt in der poltiischen Arena nur überdurchschnittlich aber nicht herrausragend. (Da muss man sich schon mit historischen Kalibern wie Luxemburg, Gramsci, Quidde oder auch Dahrendorf vergleichen).
Der Begriff “Zeitgeist” diente schon immer der Affirmation bestehender Machtverhältnisse und der Anpassung an das angeblich nicht zu Ändernde. So läßt sich auch heutzutage gut im Mainstream der Talkshows dampfplaudern.
Als LINKE müssen wir gegen diesen Strom schwimmen, sonst werden wir im allgemeinen Polittreibgut kaum noch wahrgenommen.
Oder einfacher gesagt: “Sag nein!”
muemmel, das war satire…
@rutzel
Sorry, mein Fehler, hab’s einfach cniht erkann. Ist aber bei geschriebenen Wort auch ziemlich schwer. (vielleciht wäre eine Ergänzung nach…. mit ” der Runzeln” einfacher zu verstehen gewesen)
@Clara,
was hast Du gegen das Zitat?
Er hat doch recht, und diese Erfahrung der Ostdeutschen ist ein sehr wertvolles Erbe, das sie nicht vergessen dürfen. Stolz kann man auf dieses jahrzehntelange geistige Hinterhertrotten allerdings nicht sein…
Da das typische Zeitgeist-Jahrzehnt wohl die guten alten 80er waren, kredenzt DJ Linksman zum Fest mal eine feine Vinyl-Maxi von Anno ’87: http://www.youtube.com/watch?v=zK9j11LU_fo
man muss ja erkennen, daß der geliebte und der große Führer (der LINKEN) nicht als Gestalten der Zeitgeschichte in die Ägiden der Lexikas eingehen werden. Obwohl sie es versuchen. Schon H.Schmidt versucht sich als intellektuelle Autorität und scheitert kläglich, ein Abziehbild von aufgeblähten Personenkult. Dass die Linken mit den aktuellen Ikonen der Arbeiterbewegung jetzt nachziehen wollen, ist schlecht gemachte Persiflage von revolutionären Vorbildern. Nichts mehr vom Pathos liebgewonnener Vorbilder und die Inhalte sind auch eher schmal.
Die Ostdetuschen haben sich 1989 geirrt und wir auch. Aber wir Wessis haben für unsere Halter gewonnen. Schön blöd, kann ich da nur sagen. Nach hunderttausenden von Afghanen, Iraker, libyer, Jugoislawne usw, die diese Entwscheidung mit ihrem Leben bezahltn davon zu sprechen, daß sich die Ostdetuschn geirrt hätten ist Paralelluniversum. Orwellsches Neusprech. Schade, Gregor!
@Muemmel
Das Interview im Freitag mit Gysi war ebenso wie mit den anderen (Trittin, Altmaier, etc,) arg durchwachsen (was ich aber erst gestern abend gelesen habe). Das lag aber auch an der mäßigen Interviewführung. Im Prinzip war es im Prinzip das gleiche, was der Kicker einen Fußballprofi fragt, nach dem Motto: “Was wollen sie erreichen? in welchem Verein wollen sie spielen? Alles arg billig. Nicht gerade würdig eines Blattes, bei dem Günter Gaus , der Mann der so ausgezeichnete Interviews führen konnte, Mitherausgeber war. Gysi hat nichts falsches gesagt, aber die linken Positionen kamen bei dem Bartsch-Interview in der Welt, dem Blatt aus der Springer-Presse, besser heraus.
Worauf sich meine Begeisterung bezog, war das Faust Zitat von Lafontaine: “Was ihr den Geist der Zeiten heißt, das ist im Grund der Herren eigner Geist, in dem die Zeiten sich bespiegeln.” Denn das war eine ausgezeichnete Replik auf den Vorwurf, wir entsprächen nicht dem Zeitgeist. Diesen Vorwurf so zu kontern, ist hohe Kunst. Da darf man schon applaudieren.
Gysi verwechselt “Zeitgeist” mit “Moden”. Das ist nicht gut und auch nicht klug.
Dem Zeitgeist widerstehen ist gut, die eigenen alternativen Ideen modisch verpacken noch besser.
Die Linkspartei-Ikone Gysi verheddert sich in letzter Zeit so oft in selbstgefälligen Taten und Reden.
es tut mir leid-aber mich hauhen Gregors Gedanken wahrlich nicht vom Hocker…Ich habe in der letzten Zeit zunehmend -auch bei Talkshows den Eindruck-das da jemand selbstverliebt in einer Art präsidialem über den Dingen stehendem Habitus allgemein philosophiert und dabei völlig ignoriert, dass er als mit Abstand einflußreichster Politiker der Linken selbstverständlich mitverantwortlich für alle Erfolge und Niederlagen ist…und inhaltlich habe ich von manchen hier im Blogg -schon wesentlich substanzielleres gelesen.. ,,Aber immer mehr Konservative begreifen tatsächlich, dass wir recht haben. Das könnte die Linkspartei auch mal begreifen´´-wer ist die Linkspartei -wer ist wir ???-Meint er die Mitglieder-die Funktionäre-die Wähler-sind sie alle zu dumm das auch mal zu begreifen ???-Nichtssagend und teilweise undifferenziert diffamierend…auch zu den wirtschaftspolitischen Aussagen könnte man manches kritisch hinterfragen und auf Differenzen zum neuen Programm hinweisen, besonders problematisch aber sind die Ost-West -Beschreibungen…
Wir alle Ossis -also auch ich-haben nicht auf der richtigen sondern auf der falschen Seite gestanden…es war allso falsch für die Freilassung Mandelas zu protestieren…auf der Seite Vietnams und Allende zu stehen…kapitalistische Ausbeutung kritisch zu sehen und und und…was war das richtige ??? Im übrigen ist ihm eigentlich klar das er mit dieser pauschalen Beschreibung nicht nur die eigenen Anhänger kränkt-sondern auch diejenigen die sich im Osten immer gegen das System gestellt hatten und in eine Ecke drängt-die bei ihnen nur Protest hervorrufen kann-und hofft er wirklich die im Osten durchschnittlich 75 % nicht links wählenden Menschen dadurch für die Linkspartei motivieren zu können..bestärkt er sie nicht vielmehr in ihrer Ansicht, dass es sich nicht mehr lohne irgendwelchen sozialistischen Träumereien nachzurennen..und damit vielleicht wieder auf der falschen Seite zu stehen ?Ich verstehe das alles nichts und hoffe das er nur einen schwarzen Tag hatte, im übrigen da ja alle Staatssekretäre intelligenzfeindlich waren und sind-ist dies auch das historische Urteil über seinen Vater ?
Ganz prinzipiell–als damaliger Potsdamer konnte ich immer problemlos Westfernsehen sehen-und seit 30 Jahren regte ich mich nach Wahlen immer darüber auf-das die Verlierer immer darauf verwiesen haben-fast alles richtig gemacht zu haben -sie es nur nicht richtig vermittelt hätten-und eine angeblich moderne Linke macht das heute ganz genauso-peinlich und enttäuschend vieles…tut mir leid–und nun können die Huldiger unsere Führer-auch dem hatten wir mal abgeschworen-dem Dummen da unten an der Basis, so richtig einen verpassen-….
Gysi im Freitag: Ein Gespenst geht um: Der Zeitgeist.
Ich halte viel vom Freitag und viel von Gregor Gysi. Umso mehr finde ich die Plauderei zwischen Philipp Grassmann und Gregor Gysi als einen Austausch von mittlerweile gut bekannten Textbausteinen enttäuschend. Aber das ‚Interview’ sollte ja wohl auch Gregors „Lidl-Verkäuferin“ verstehen.
Irgendwie unterscheidet sich die ganze Gesprächshaltung des Interviewers kaum von der in irgendwelchen Leitmedien – frei nach dem Motto: Ja, Herr Gysi, mit Ihnen kann man reden, aber alle die Vollpfosten in der Partei, was wissen die schon vom „Zeitgeist“. Aber für den Fall, dass Gregor als der einzig Erleuchtete gibt es einen anderen Textbaustein im Repertoire: „Die großen Verdienste von Oskar Lafontaine“. Die sind ja auch soweit unbestritten.
Natürlich haben wir – und sogar Gregor – auch viel von Oskar gelernt. Zum Beispiel die Kunde von der „rebellischen französischen Kultur“. Das erinnert mich manchmal an eine TV-Camembert-Werbung, in der ein Franzose mit einer Baskenmütze und einem Baguette unterm Arm – den Käse kostend – irgendwas was sagt wie „superbe!“. Mir fällt das besonders deswegen ein, weil ich aus zufällig persönlich-biographischen Gründen zumindest mal ein Jahr in Frankreich auch politisch aktiv war und mir der „Rebellische Franzose“ dabei kaum häufiger begegnet ist als der käsegouttierende Baskenmützenträger. Unbestreitbar gibt es mehr spontane Widerstandsformen als bei uns, zuweilen hält leider aber auch so manche französische Lidl- pardon – Monoprix-Verkäuferin die extrem rechte Marine Le Pen für eine „Rebellin“.
Es geht mir um diesem Kleinkram hier überhaupt nur als ein Beispiel dafür, dass unnötigerweise auch im Freitag eine lockere Plauderei als Tiefsinn inszeniert wird. Philipp Großmann fragt nie nach: Was ist denn nun eigentlich „Zeitgeist“? Und vor allem: Was heißt eigentlich praktisch „Zeitgeist: flexibel in der Form, verlässlich im Inhalt“. Das hört sich für mich eher „clever“ als „klug“ an. Halt so dahin geplaudert. Und wenn es im Osten eine andere „politische Kultur“ als im Westen gibt, gibt es dann auch einen Ost-Zeitgeist und einen West-Zeitgeist? Und gibt es einen Rechten und einen linken „Zeitgeist“ („Der Franzose als Rebell“)? Und wenn es so wäre, könnten wir den „Linken-West-Zeitgeist“ und den „Linken-Ost-Zeitgeist“ nicht einfach als Doppelspitze wählen? In der Form, versteht sich.
Und dann noch eine vollkommen beckmesserische Empfehlung an Gregor: Ich bin nicht sicher, ob sich die „Lidl-Verkäuferin“ über die im Interview anempfohlene besondere sprachliche Rücksichtnahme freut – wenn sie dann das Interview liest. Sie könnte das auch als eine gut gemeinte Form der fürsorglichen Arroganz empfinden. Unterschätzen wir nicht die „Lidl-Verkäuferin“!
Aber wir gesagt: Ich halte viel vom Freitag und von Gregor Gysi! Ein bisschen vorweihnachtliche Blasphemie sei mir dennoch gegönnt.
@ Eckernförder 22.12.2011 um 17.51 Uhr
Du sprichst vielen aus der Seele. Bravo!!
Frohe Weihnachten.
Chris S., stimme dir zu, jedoch:
Antideutsche kritisierten immer die dumpf-selbstgerechte, idealistisch-naiv feige Haltung der Masse. Mit dieser
Einschätzung jedenfalls haben sie vermutlich recht behalten.
Im Osten kam der unbedingte Wille zur Gutgläubigkeit dazu.
Gutgläubigkeit was die Versprechungen der westdeutschen
politisch-medialen Propagandisten anging. Können wir ihnen das
vorwerfen, kann man Menschen vorwerfen, die Aussagen der Staatssozialismus-Funktionäre über den real existierenden
Kapitalismus nicht geglaubt zu haben? Da Menschen zu allen Zeiten immer irgendeinen Glauben nachhängen müssen, so glaubte man eben dem Westfernsehen – und ich weiß wovon ich rede, ich habe WestTV- Antennenanlagen in den 80zigern mit aufgebaut, ich weiß wie gierig und fanatisch die DDR-Bevölkerung nach West-Fernsehen war.
Von daher war und ist Medienkritik und Kritik der Symbiose von politischen Eliten und Medienschaffenden notwendig und gerechtfertigt. Die PDS/Linkspartei wurde hier ebenfalls an entscheidenden Stellen gelähmt. Es wäre die Aufgabe der sog Reformer herrauszuarbeiten, wer/was personell und konzeptionell für dieses Versagen die Verantwortung trägt.
(heiko hilker’s bemühungen in ehren, sie sind jedoch ausschließlich
kosmetik und nebensächlichkeiten)
Im Falle Libyen, Irak, Syrien gibt es ganz brutale Falschdarstellung im deutschen öffentlich-rechtl. Rundfunk. Hierzulande werden die Terrorattacken der ferngelenkten al-cia-söldner auf die staatliche Polizei/Nachrichtendienst-Zentrale in Damaskus verschwiegen:
http://www.sana.sy/eng/337/2011/12/23/390159.htm
Die Verhältnisse im Irak werden nicht ansatzweise plausibel erklärt, auch dazu muss man auf Nicht-Nato-Medien zurückgreifen:
http://www.presstv.ir/detail/217335.html
Es werden die Auswirkungen der Nato-Bombardements in Libyen einfach totgeschwiegen:
http://jghd.twoday.net/stories/bbc-gaddafis-heimatstadt-ins-mittelalter-gebombt/
Damit will ich sagen, dass die heutigen Zustände um Größenordnungen schlimmer sind, das Versagen der politisch-medialen Verantwortlichen viel schwerer wiegt, viel zerstörerischer ist (und die politisch-medialen Verantwortlichen durch ihre Lügen viele Tausende Tote mit zu verantworten haben) als das Versagen der DDR-Führung 1989. Das dem Gysi wieder und wieder sagen zu müssen, deutet auf blinde Flecken bestimmter linker Funktionäre hin. Oder es ist keine Unwissenheit von Gysi sondern absichtliches Wegschauen.