Kandidiert Lafontaine?
Will sich Oskar Lafontaine doch noch einmal zum Parteichef der Linken wählen lassen?, fragt der Spiegel und gibt eine etwas umständliche, aber schlagzeilenträchtige Antwort: „Vertraute des 68-Jährigen“ würden nach Informationen des Magazin mit einer Kandidatur im kommenden Jahr rechnen, sie hätten sich dahingehend „in internen Gesprächsrunden“ geäußert. Das würde viele in der Linken freuen, der Saarländer gilt als beliebtes Zugpferd. Bemerkenswert ist der „Grund dafür“: Allerdings gibt es Vorbehalte gegen eine Urwahl – der Grund: das angeblich schleppende Vorankommen der Basisbefragung über das Programm. Da bereits am letzten Mitgliederentscheid in der Partei, der die Frage der Doppelspitze zum Thema hatte, nur gut 48 Prozent der Genossen teilgenommen hatten, wäre „bei einer ähnlich schlechten Beteiligung an der Wahl des neuen Vorsitzenden ein neuer Vorsitzender nicht ausreichend legitimiert“, schreibt das Blatt unter Berufung auf „Bedenken im Vorstand“.
Von der Frau in der Doppelspitze ist hier interessanter Weise nicht die Rede. Lafontaine wird von den „Vertrauten“ als Garant einer hohen Beteiligung ins Gespräch gebracht, so ließe sich das verstehen – womit auch ausgedrückt werden soll, dass Bartsch eine vergleichbare Mobilisierungsfähigkeit fehlen würde. Also alles nur Spin? Jedenfalls ist nicht bekannt, dass jemand aus der geringen Beteiligung beim letzten Mitgliederentscheid eine fehlende Legitimation von Gesine Lötzsch und Klaus Ernst abgeleitet hätte. Lafontaine selbst hat sich zu seinen bundespolitischen Plänen stets bedeckt gehalten, Sahra Wagenknecht hat auf die Frage, ob sie neben ihm an die Spitze der Linken stehen wolle, geantwortet: „Es wird keinen Familienbetrieb Linkspartei geben.“ Das war bisher vor allem als Absage an eine eigene Bewerbung interpretiert worden. Für jene in der Linken, die eine Personaldebatte für Ablenkung halten und dafür nicht nur Kreise in der eigenen Partei, sondern auch die stets dafür besonders interessierten Medien verantwortlich machen, könnten nun auf die Rolle des Spiegel verweisen – der abermals mit einer auf anonyme Informationen gestützten Neuigkeit die „Selbstbeschäftigung“ der Linken am Laufen hält.
Die Diskussion um den neuen Vorsitz und das Verfahren der Wahl freilich läuft auch ohne die wackelige Aussicht auf eine Kandidatur Lafontaines. Eine Reihe von Kommunalpolitikerinnen haben jetzt ihre Unterstützung für Dietmar Bartsch erklärt. Der sei “ein Teamspieler. Deshalb unterstützen wir ihn, Parteivorsitzender zu werden”, heißt es in dem Schreiben, das rund zwei Dutzend Frauen unterzeichnet haben, wie das Neue Deutschland berichtet. Darunter die ostdeutschen Oberbürgermeisterinnen Angelika Gramkow aus Schwerin, Simone Luedtke aus dem sächsischen Borna und Barbara Syrbe, Landrätin im Kreis Vorpommern-Greifswald. “Der Eindruck, dass ein überdurchschnittlicher Teil seiner Befürworterinnen aus Mecklenburg-Vorpommern, dem Heimatland Bartschs, stammt”, schreibt die Zeitung, werde “durch eine Zahl von Unterschriften auch aus Bayern und Niedersachsen leicht gemildert.”
Interessant auch noch dies: Der Landesvorstand der Linken in Schleswig-Holstein hat sich am Wochenende als erster im Westen für einen Mitgliederentscheid ausgesprochen. Zudem entschied der Vorstand, André Brie zum Wahlkampfleiter für die Landtagswahl 2012 zu machen, berichtet das Neue Deutschland. (vk, Foto: Linke)
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wat für zahlen?
es gibt auch geknickte kommunisten und sozialisten die nicht gleich die partei wechseln nur weil blödmänner(und frauen) dumm rum quaken.
Porzellan ist deswegen dennoch zherschlagen worden und tiefe gräben entstanden. da helfen auch nicht vorhandene zahlen nicht und probleme negieren schon gar nicht!
und von den drei genossen/nin in bayern rede ich gar nicht – weil mir bayeren sehhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhr fremd ist! (obwohl ich jahre dort wohnte)
Liebe Halina,
das is so nicht richtig. Gellermann ist nicht Mitglied der Linken und die anderen vier Personen von denen zwei angeblich eine Eidesstattliche Erklärung abgegeben haben, auch nicht. Deshalb haben unsere Schiedskommissionen nichts damit zu tun. Es gibt mittlerweile an jeden Landesvorstand mails von Mitgliedern und nicht Mitgliedern die fordern dieses Thema aufzuklären. Das Frank, ist jedoch nicht Aufgabe des Parteivorstandes denn der war bei der Veranstaltung nicht anwesend, sondern einzig allein die von Dietmar und darüber dürfte es wohl keinen Zweifel geben.
Was den Bezug zu FAIRPLAY angeht bin ich mir sicher das sowohl du Halina als auch Frank und Raju wissen was das Wort “vermeiden” heisst -nämlich nicht- geht gar nicht oder verboten . Die Verfasser haben sich schon was dabei gedacht das es unvermeidbare Aktionen gibt. Aber das nur am Rand, ist aber ja kein Thema da es ja nachweislich nicht um Genossinnen und Genossen geht.
Wir können doch nicht die SPD auffordern Sarazin zu bestrafen bzw bei Gutenberg aufzuklären und Konsequenzen zu ziehen und wir tun nichts. Deshalb ist es wichtig das Dietmar hier dieses anscheinende Missverständniss bereinigt. dafür hat er die Solidarität der Partei , das ist sicher.
@harald: ich danke dir für folgenden satz: “Wir können doch nicht die SPD auffordern Sarazin zu bestrafen bzw bei Gutenberg aufzuklären und Konsequenzen zu ziehen und wir tun nichts.”
Halina reisse nicht Sätze aus dem Zusammenhang . Dietmar hat meine Solidarität das habe ich gesagt und es gilt für mich immer die Unschuldsvermutung bis das Gegenteil bewiesen ist. Nichts andres hab ich gesagt auch wenn du das verstehen willst aber das klappt nicht.
@ Harald und Halina
Bitte klärt das intern! Ihr seid beide Mitglieder des PV, Euch ist hoffentlich bewusst, dass Ihr eine entsprechende Verantwortung tragt. Schlimm genug, dass man Euch erst daran erinnern muss…
Es gibt nichts zu klären meine Kommentare kann jede und jeder lesen.
dirk
alles schön und gut – aber wer im prizip zu recht mitgliederentscheide fordert der sollte wo anders keine klüngelei nur im pv zureden. offenheit und transparenz
@dirk: ich sehe auch nicht, dass es was zu klären gibt. ich hab nur einen satz zitiert und mich bedankt. harald hat dazu einen kommentar abgegeben, den ich nicht kommentiere.
@ Halina und Harald
Dann ist ja alles gut…
@ Jens Raabe
Du verstehst es einfach nicht…
nö dirk ich hab eher den verdacht bei dir ists mal so und mal so… so läuft datt aber nich
Ich sage wenn Oskar es will, dann sollte Er es machen und das Rennen zu Gunsten des Sozialstaates gewinnen…Ich denke Er bräuchte einen Mitglieder-entscheid nicht scheuen!!! Weil sich Millionen GewerkschafterInnen nicht irren können..oder doch?!
Fröhlich Wein achten…, diesen für alle..grien