Lafontaines Warnung
„Wird der Euro überleben?“, ist der saarländische Fraktionschef der Linken jetzt gefragt worden. Und Oskar Lafontaines Antwort ist düster: „Wenn die europäischen Regierungen weiter so herumwursteln, glaube ich nicht, dass es ihn noch lange geben wird.“ Eine realistische Aussicht auf eine Kursänderung von Merkel, Sarkozy und Co. besteht derzeit kaum. Man ist angesichts dessen geneigt, darüber nachzudenken, womit die Linke nach einem Scheitern der Eurozone konfrontiert wäre. Lafontaine gibt das Rennen aber noch nicht verloren und hat gegenüber Spiegel online skizziert, was seiner Meinung nach geschehen müsste, um die Gemeinschaftswährung zu retten. (vk, Foto mit freundlicher Unterstützung einer Gummibärenfirma)
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Welche Erleichterung, Oskar wieder im Spiegel zu lesen.
Oskar, machs halt nochmals und sag allen nach dem 6.5. Bescheid.
Der Bartsch kann nur taktisches klein-klein.
@Roland
http://de.wikipedia.org/wiki/Claqueur
Super-Lafontainen, das kann er, das hat gesessen – ABER das wird nicht reichen… Viele Menschen mögen ihn nicht, mögen es nicht eines besseren belehrt zu werden und mögen auch keine NEIN-Sager… da steckt vor allem nen Haufen menschlicher Psychologie drinnen…. der wir uns aber nicht – bei strategischen Planungen – verweigern sollten…
DIE LINKE wird NUR als pragmatische, offene und entideologisierte Linkspartei gut laufen… kämpferisch und fest in der Sache, offen und solidarisch in der arbeitsweise und kreativ und modern im lösungen finden… Das wäre Attraktiv… da würde man auch seinem Nachbarn gerne von erzählen!
….weder Bartsch noch Lafontaine sind Garant dafür… Alleiniger Garant dafür ist eine innerparteiliche Kultur der Gemeinschaft, des Pluralismus und der Demokratie…
…Menschen oder Gruppen von Menschen die dafür stehen sollten der Linkspartei als Parteivorsitzende dienen (…nicht: führen).
nur mal so nebenbei…
letztes jahr war ich beruflich in england. bin mit der fähre von frankreich aus rüber und hab – wie ich öfter so bin – vorher kein geld getauscht. ich bin dann in england mit meinem firmensparstrumpf von bank zu bank gelaufen und die euros nicht los geworden. niemand wollte die tauschen. damals war ich noch sprachlos und dachte die spinnen doch die insulaner…. tja
@Roland: Lass Dich von diesen Neidern und Missgünstlingen nicht vom rechten Wege abbringen, Genosse, als “rasender Roland” wirst Du in die Geschichte (zumindest dieses Blogs) eingehen. Als Anführer aller aufrechten Antibartschisten bist Du ein leuchtendes Vorbild, auch für mich, der ich durch die Burgeoisie verweichlicht und verwurschtelt wurde. Zeig uns den Weg. Attackiere den sogenannten “Dietmar Bartsch” und alle seine Helfershelfer in jedem einzelnen Beitrag hier und alleroten, scheiss auf den Inhalt, es gibt Millionen von Websites, Danke dass Du Dir diese ausgesucht hast, um den Kampf aufzunehmen.
So, jetzt muss ich aber echt an die frische Luft, der Regen hört wohl nicht mehr auf
P.S: Kannst Du bitte ein gutes Wort beim ZK der PLO-Z für meine baldige Aufnahme einlegen? Danke.
in der FAZ hat übrigens Sigmar Gabriel heute das Europa-Krise-Demokratie-Thema beackert: http://bit.ly/uflrO0
@Jens Raabe: Auf Inspektion in New Court gewesen? Das ZK der PLO-Z hat sich jedenfalls mit deinem Euro-Problem intensiv befasst und ist zu dem Beschluss gekommen, dir für den nächsten Besuch bei den alten Imperialisten den Geldautomaten zu empfehlen. Er ist der beste Ort, an dem der Proletarier aus der Euro-Zone den britischen Finanzkapitalisten ein Schnippchen schlagen und für sein hart erarbeitetes Geld besonders viele imperialistische Pfund abstauben kann. Millionen Proletarier haben es bereits vorgemacht. Darüber hinaus lehnen wir die kleinbürgerliche Flucht aus dem Euro ab und fordern die Kopplung an den nordkoreanischen Won.
Man könnte es verstehen, würde Lafo sich nicht mehr dazu herablassen, Fragen aus dem Palast der Lügen zu beantworten.
Als wöchentlicher Propaganda-Wachturm der Neoliberalen hat der Spiegel maßgeblich zu der Wirtschaftskrise, die wir mindestens seit 2003 erleben, beigetragen.
Leider haben das noch nicht genug Spiegel-Leser gemerkt,
drum hat man in Hamburg noch Auflage, drum gibt Lafo denen Interviews. Wenigstens haben sie auf redundante Fragen, warum die Linke nicht von der Krise profitiere oder nach Sahra Wagenknecht oder ob Oskar wieder PV werden will, verzichtet. Leistungsinseln soll man auch mal würdigen.
lese gerade bei der agentur: “Gewerkschaften unterstützen Merkels Euro-Kurs”. im handelsblatt hört sich das ein bisschen differenzierter an, aber mir kritischem ruhm bekleckert sich der dgb offenbar mal wieder nicht: http://bit.ly/svQvAW krisenkorporatismus statt politischer druck für veränderung
wenn gabriel, dann muss auch steinmeier: http://bit.ly/uyA9ql
und wenn spd, dann auch kritik auf den nachdenkseiten.de: http://bit.ly/tIVJBY
plo-z
den automat habe ich dann auch genutzt und der firma privates ausgelegt! zufrieden?
tos
ja die gewerkschaften…. es ist manchmal ein kreuz mit diesen.
das ausgerechnet die spd – die mehr noch als cdu/csu für dieses desaster um die finanzmärkte verantwortlich ist – sich nun zu kritik aufschwingt. tttz…
@ tos
Ja, sehr kurz gesprungen die Veröffentlichung der Gewerkschaften.
Die deutsche Exportindustrie (fast) die einzige in Europa, die vom EURO profitiert. Da profitieren ZUNÄCHST einmal auch deren Arbeitsplätze; noch.
Umso wichtiger ist es, dass die Partei DIE LINKE die Aufklärung vorantreibt. Das macht Oskar und Sarah und Gesine…..
(von Bartsch hatten wir bislang leider nur die Antisemitismus-Anmache und ähnliches)
@ Jens
Klär mich mal auf, was ZK der PLO-Z ist.
Ist das ein Insider-Kürzel – oder nur Schwachsinn ?
@roland, was soll das eigentlich mit dieser merkwürdigen fixierung auf dietmar bartsch. erstens stimmt der vorwurf nicht, selbst wenn man die positionen von ihm zur eurokrise nicht teilt, müsste man doch konzedieren, dass er welche hat. und die vertritt er auch, ob nun im fernsehen oder in irgendwelchen erklärungen – und zwar im sinne der linkspartei, für deren aufklärerischen charakter sie sich hier in die bresche werfen. das problem, ich fürchte sie merken es selbst nicht, liegt unter anderem darin, dass sie einem umgekehrten kult huldigen, der einem autoritären parteienverständnis folgt (führungspersnlichkeiten) und die mediale logik bedient, die sonst zu recht kritisiert wird (personalisierung).
@ tos
Gegenüber “Führungskult” bin ich immun.
Es ist einfach so, dass Oskar ein sehr guter Denker und Stratege ist und dadurch innerhalb der Partei eine natürliche Autorität entwickeln kann.
Dr. Bartsch (…) wird die Partei spalten.
(Passagen von der Moderation gelöscht)
Da bin ich nur einer unter vielen, die eben dies verhindern wollen.
Wolfgang sagt.
Spiegel-Gespräch mit Oskar Lafontaine:
da hat jeder Satz gesessen, einfach und verständlich und immer die
Lösung im Blick, So gewinnt man Zustimmung und die brauchen wir.
@ all
Selbstreferenz lässt grüßen.
Ansonsten: mir auch recht, wenn die SPD das Habermas-Argument aufgreift. Von der LINKEN hört man an dieser Stelle eher wenig, der Schulterschluss mit Intellektuellen in der Krise will nicht gelingen oder wird nicht gesucht oder es gibt schlicht keine Intellektuellen oder aber man will auf das Trittbrett mit Habermas nicht aufspringen. Letztlich aber ist es gleichgültig, ob man dem Diktum zustimmt oder nicht. Die Austeritätspakete sind geschnürt, bleibt zu hoffen, dass die frz. Sozialisten nach der Wahl tatsächlich eine Neuaushandlung der Gipfelergebnisse vom Freitag auf die Agenda setzen. Momentan sieht das noch wie Wahlklimbim aus. Immerhin wird an der Sperrminorität in der NAtionalversammlung festgehalten und die “Goldene Regel” (ergo Schuldenbremse) nicht ratifiziert. Hm, in der FAZ war heute eine Einlassung der EU-Kommission zu lesen, wonach Art. 126 EUV nicht greifen würde, weil das Veto von GB eine Umsetzung nicht (auch nicht gerichtlich) zulassen würde. Deswegen wollen die EU-26 dies in bilateralen Sonderverträgen beschließen, das wäre dann aber nicht mehr acquis communitaire, sondern Völkerrecht und disponibel. Damit wäre ein Rollback nach einer veränderten Parteienlandschaft in Deutschland und Frankreich durchaus denkbar.
Hier der FAZ-Artikel: http://www.faz.net/-gqu-6vrzn
“Fiskalpakt hat nur begrenzte Auswirkungen”.
Noch mal eben zum DGB. Sommer hat doch darauf hingewiesen, dass die Gewerkschaften nicht nur Schuldenabbau, sondern auch Wirtschaftswachstum (Kapitalwachstum) wollen, was aus der Logik der Organisation einleuchtend ist. Dito mit dem Bekenntnis zum EURO. Oben hat einer ja zurecht geschrieben, dass es immer noch günstiger ist, die Waren in €uro zu fakturieren, als in DM. Auch damit wird “Standortsicherung” betrieben. Im Rahmen der kapitalistischen Warenproduktion in Nationalstaaten ist das eine rationale Betrachtung. Kapitalismus- als Währungskritik würde ich von einer Einheitsgewerkschaft nicht erwarten. Man braucht sie, eben als Hebel, als Instrument, aber sicher nicht als Vorposten der Kritik. Sie hätten allein Organisationsmacht zu bieten, die sie heute nicht mehr haben (IG Metall und Ver.di außen vor und die haben ihre Tarifabschlüsse sicher).
Was sagt denn die FAU zur Krise…
@Roland: Was ist PLO-Z? Da genügt ein kurzer Blick rechts rüber zur Linkliste: PLO/Zentristen. Eine satirische Internetseite.
snooker
als antwort auf rolands frage hätte auch ein wort – welches in der frage enthalten war – gereicht: schwachsinn!
@ snooker
@ Jens
Danke erstmal.
Ich sehe es auch als Schwachsinn an, der von vk allerdings mit der Bestnote “Ironie” versehen wird.
Ist von einem PR Standpunkt allerdings optimal:
Da Dr. G. mit diesem blabla einem bestimmten Kandidaten (Name bekannt) zur Seite springt, beschädigt er automatisch dessen Image.
@ snooker
Satire? Spalter!
btw, die LAKL/SKPF “Linke Antikapitalistische Linke / Sehr Kommunistische Plattform” (http://lakl.blogsport.de/)
wird hier immer noch diskriminiert und nicht verlinkt.
Mehr als die 25 Hänseln und Greteln der SL bringen die sicher zusammen!
was vk gut findet kann nach meiner erfahrung nur schwachsinn sein.
das werd ich ja noch sagen (schreiben) dürfen!
@Jens Raabe: Ihre Meinung ehrt mich ja, aber wo habe ich was gut gefunden?
vk
erklären SIE es mir. schließlich steht der LINK hier und nicht auf meiner webseite!
Ich finde ja, dieser “Roland” ist viel bessere Satire als die PLO/Z & Co.
um was ging es eigentlich…bleibt doch mal bei der sache. ist doch keine therapie
Generell ist wichtig, dass die Linke auch laut darüber nachdenken muss, wie es nach einem Euro-Scheitern weitergehen muss.