Nur nicht die Linke

Nur nicht die Linke

„Der Liberalismus des Freiburger Programms war links“, hat Oskar Lafontaine vor nicht allzu langer Zeit geschrieben. Da lag die Frage an Nadja Hirsch, Europaabgeordnete der FDP und Mitglied des Dahrendorfkreises, der sich den Thesen verpflichtet fühlt, auf der Hand: „Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, in die Linkspartei einzutreten?“

Der Freitag: „Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, in die Linkspartei einzutreten?“

Nadja Hirsch: (lacht) Nein. Das kommt überhaupt nicht infrage. Wie kommen Sie darauf?

Der Freitag: Oskar Lafontaine sagt, die Linke sei die einzige Partei, die heute noch die Forderungen des Freiburger FDP-Programms von 1971 vertritt.

Nadja Hirsch: Jeder Text lässt Spielraum für Interpretationen. Aber wenn ich die Freiburger Thesen lese, denke ich an vieles – nur nicht an die Linkspartei. 

Der Freitag: Eine der Thesen zielte auf die Reform des Kapitalismus. 

Nadja Hirsch: Das hat aber nichts mit der Linken zu tun.

Das ganze Gespräch gibts hier auf freitag.de

 

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6 Kommentare zu “Nur nicht die Linke”

  1. Clara sagt:

    Die FDP ist eine zutiefst neoliberale Partei, sie steht wie keine andere Partei für Deregulierung und uneingeschränkte Öffnung der Märkte ganz egal ob die zu Wettbewerbsverzerrungen führen, es wird nur an die Interessen der eh schon Reichen gedacht.
    Mit Ordoliberalismus hat das rein gar nichts zu tun.

  2. Regionale Gemeinwirtschaft (RGW) sagt:

    Simulation!

    Es wird die Hegemonie von guten Argumenten simuliert und vorgetäuscht.

    Es ist Lüge. Nichts und niemand kann heute unter den herrschenden Kräfteverhältnissen der im Hintergrund die Fäden ziehenden Finanzdiktatorenirgendetwas davon in die Praxis umsetzen.

    Daher müssen zuerst die Strippenzieher bloßgestellt und entmachtet werden, bevor eine positive im Sinne des Gemeinwohls wirkende Lösung der wirtschaftliche Grundfragen umgesetzt werden kann.

    Das weiß jedes Schulkind (3. Klasse), nur die pseudolinken Funktionäre stellen sich doof.

  3. soso: “Als Liberale treten wir für einen fairen Wettbewerb zwischen ökologischer und herkömmlicher Landwirtschaft ein.” In welche Sparte dabei wohl die gentechnisch gestütze Landwirtscghaft fällt, die ist weder ökologisch, noch konventionell, breitet sich aber immw eiter aus. Aber das passte wohl nicht in die Antwortstanzen.

  4. @ clara: Weitgende Zustimmund, allerdings wurde der Neoliberalismus,der, das kann man in Sahras Buch gut nachvollziehen, in der Tat nichts mit Ordoliberalismus zu tun hat, von (sogenannt) rot-grün und dann weiter mit (sogenannt) rot-schwarz mit dem Finanzministzer Steinbrück so richtig in Szene gestezt. Und zu allem Überfluss gibt die SPD dann eine Paier heraus, in dem so dargestteltw ird, dass diese Partei mit der Durchsetzung des Neokiberalismus so gar nichts zu tun hätte.

  5. Juergen Angelbeck sagt:

    @Clara:
    Gut aufgesagt, das Redeversatzstück ! So gehört sich das in einer funktionierenden Glaubensgemeinschaft. Amen!

  6. Gregor Mohlberg sagt:

    Ich laden die LINKE herzlich ein, in Freiburg einen ihrer nächsten Parteitage zu machen – in der ROThaus-Arene
    Gregor
    KV Freiburg

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