Dehms Maß
Diether Dehm führt in der Jungen Welt natürlich auch keine Personaldebatte, er verteilt nur Noten: Die Linke müsse Menschen „stärker in den Vordergrund“ rücken, die „Kopf und Herz“ ansprechen. Auf Dehms Liste: Lötzsch, Wagenknecht, Ernst, Gysi, Maurer. Nicht dagegen dürfe die Partei personifiziert werden „in Leuten, die Mäßigung und Mittelmaß verkörpern“. Dehm sagt zwar nicht direkt, wen er meint, aber umsonst hat er das Wahlkampf-Quartett von 2002 sicher auch nicht genannt: Zimmer, Pau, Bartsch und Claus. Die Wahlniederlage stecke ihm „in den Knochen mit dem schrecklichen Großplakat“, sagt der damalige PDS-Vizevorsitzende, der mit der Vier-Prozent-Pleite offenbar gar nichts zu tun hat. In Niedersachsen, wo Dehm kandidierte, erreichte die PDS seinerzeit ein Prozent, oder wenn man diese Rechnung aufmachen will: Der Landesverband trug 2,6 Prozent der gesamten Zweitstimmen zum Ergebnis der PDS bei. In den Zeitungen konnte man damals lesen, dass auch Dehm gern Wahlkampfleiter geworden wäre, Bartsch bekam den Job – und wird seit der Wahlniederlage für die Kampagne kritisiert. Ein symbolisches Element der darüber geführten innerparteilichen Diskussion ist „die tolle Ankündigung, Gerhard Schröder zum Kanzler zu wählen“ (Dehm), die meist auch Bartsch angehängt wird, der sich lange vor der Wahl von 2002 intern und indirekt für eine Regierungsbeteiligung ausgesprochen hatte, und der – wie viele andere auch – später die Formulierung mittrug, unter bestimmten Umständen werde die PDS Schröder wählen um Stoiber zu verhindern. Von Bartsch immerhin ist Selbstkritisches dazu veröffentlicht: Man habe sich „auf einen Konstellations-Wahlkampf eingelassen, der schief gehen musste, sobald SPD und Grüne eine reale Mehrheitschance ohne uns hatten. Dieser Fehler ist unverzeihlich.“ Der Fortgang der Ereignisse ist bekannt: heftiger Flügelstreit, Geraer Parteitag, Wachbuchaffäre, Sonderparteitag, Neuwahl des Vorstands. „Zur erfolgreichen Partei mit dem Charme des gelebten Antikapitalismus“, als die Dehm Dank Maurer, Ernst und Lafontaine die heutige Linke sieht, konnte oder wollte der in Gera gewählte Vorstand die PDS offenbar nicht machen. Niemand hat die Absicht, hierbei an „Mittelmaß“ zu denken. (tos)
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@Karl
Zum ersten: Doch hab – partiachale und tlw. sexistische Probleme gibt es auch in der LINKEN (und da ist Dehm eher Teil als LÖsung des Problems) und ist dort wie überall in der Gesellschaft ein offen kritiknotwendiges Problem.
Zum Zweiten: da geb ich dir gerne recht – aber die Ausführung hatte ja als Hintergund die Darlegung, was ein West-LInker ist und was (Ex-)Sozialdemokraten sind. Ich bin durchaus ein West-Linker, aber kein (Ex-)Sozialdemokrat – deswegen war Raabes Einwurf ja auch unsinnig.
Sozialdemorkat ist bei mir ja auch kein Kampfbegriff, sondern einfach eine Sachaussage.
Mümmel Treitinger
noch etwas grundsätzlicheres-durch die Vorbereitung des Treffens mit Andrej Hermlin war es mir vergönnt-mit zwei völlig unterschiedlichen Teilnehmern des Forums etwas länger am Telefon zu sprechen-eine außerordentlich heilsame Angelegenheit. Es öffneten sich ganz neue Horizonte und es ergaben sich viel mehr Gemeinsamkeiten als ich es jemals für hoffenswert angesehen habe-und wahrscheinlich würde es mir dir nicht unbedingt anders gehen-deshalb werde ich in Zukunft auf pseudointelektuelle Auseinandersetzungen persönlicher Art mit dir verzichten …zu Grundsatzfragen aber weiter auch mit dir streiten-und ich bin so frei und ohne jegliche Karriereambitionen…und muß wirklich niemanden zu Munde reden.
@Sebald,
jetzt hast Du es hinbekommen, ich muss Dir zustimmen: es ist langweilig, nur noch ueber Personaldebatten zu reden. Aber so ist das eben, und da wuerde ich tos eher in Schutz nehmen, wenn die Partei fast nichts anderes in der Oeffentlichkeit mehr zu biete hat als Leute, die vor lauter Eitelkeit das Wasser nicht halten koennen.
Karl
glaub mir – ich bin für vieles offen…. aber bei treitinger findest du kaum gemeinsamkeiten. er bezeichnet sich als sozialrevolutionär und historiker… ist aber überwiegend unfähig überhaupt etwas inhaltlich zu erfassen und betrachtet die Partei aus einer position scheinbar gekränkter eitelkeiten. ich tipp mal darauf das er nach dem zusammenschluss von irgend welchen “neuen” überflügelt wurde – eventuell sogar ehemaligen spd mitgliedern. aus diesem frust heraus agiert er… da hilft nischte! der lolli is weg und ein anderer lutscht den… tragisch. wenn ich an die antisemitismus diskussion mit ihm und seinen eingebildeten verbündeten hier im forum denke… wird mir jetzt noch schlecht.
… manometer- der Herr Treitinger nervt unendlich…
Wär ein gutes Gespann mit dem Frank Heinze…
@Jens
Welches Bild sie auch immer von mir im Kopf haben – es stimmt nicht. im Web gibt es ein einziges Bild (so mal bei schneller Recherche) – aber so seh ich schon seit längerem nicht mehr aus (Kein bart, keine Haare, dafür Brille und ca. 20 Kilo weniger).
Und um ihre heteronormativen Abwehrreflexe zu beruhigen: ich hab auch ein Kind und ein zweites kommt demnächst.
Dietmar ist übrigens nicht mein Geschmack.
Trotzdem scheue ich mich nciht festzustellen, dass es auch durchaus attraktive Männer in der LINKEN gibt: z.B. Jan van Aken.
@Karl
Irgendwie versteh ich dich nicht. Verzeih, aber deine Worte ergeben für mich keinen plausbilen Sinn und der Bezug entzieht sich mir.
treitinger
so….
Zitat: “Irgendwie versteh ich dich nicht. Verzeih, aber deine Worte ergeben für mich keinen plausbilen Sinn und der Bezug entzieht sich mir.”
…erget es dir doch immer! in diesem fall haste es mal gemerkt!
Aber zurück zum Thema:
Gehen wir doch mal Dehms Aussagen durch
1. Aussage:
“Zum einen: Umfragen sind keine Wahlergebnisse. Zum anderen: Bis auf die spanische Izquierda Unida (Vereinigte Linke) hat es leider noch keine Mitgliedspartei der EL verstanden, die gigantische Umverteilung von unten nach oben, die als »Rettungsschirm« getarnt wird, zu ihrem großen Thema zu machen. Politiker, die das seltene Talent haben, komplizierte wirtschaftliche Zusammenhänge populär so zu formulieren, daß Bewegung entsteht, sind noch mehr gefordert als in der Vergangenheit. ”
Kommentar:
a) Die Izquierda nicht jetzt nicht gerade als megerfolgreich zu bezeichnen – Spanien steht kruz vor Neuwahlen und die Konservativen stehen vor einer Rekordmehrheit. Die Izquierda hat hingegen bei den letzten Regionalwahlen gerade mal mittelprächtig abgeschnitten (leichte Verbesserungen, aber weit weg von den Ergebnissen der 90′er Jahre; Landesweit 6 Sitze hinzugewonnenhttp://de.wikipedia.org/wiki/Regional-_und_Kommunalwahlen_in_Spanien_2011).
b)Man muss DInge also nur noch popluär formulieren, dass Bewegung entsteht; ob diese Forumlierungen der Wahrheit entsprechen oder guten Zielen entsprechen scheint kein Kriterium zu sein. Sprich: Dehm fordert hier offen Populismus.
2. Aussage
“Meine Partei hat innerhalb der europäischen Linken bisher eine besondere Rolle gespielt. Obwohl es bei uns keine nennenswerte gesellschaftliche Bewegung gibt, kamen wir bei der vergangenen Bundestagswahl auf 11,6 Prozent. In Italien, Frankreich, Spanien und Portugal hingegen, wo die Menschen immer wieder in Massen auf die Straßen gehen, erreichten die jeweiligen kommunistischen Parteien nur zwei bis fünf Prozent.”
Kommentar: Plötzlich scheint ausserparlamentarische Bewegung dann aber doch eher unwichtig zu sein, sondern Wahlerfolg zählt. Zusammen mit KOmmentar 1 ergibt das: Populistische FOrderungen um Bewegung zu schaffen,die sich dann an die Wahlkabine bewegt und sich selbst aufgibt. Interessante Forderung – wirklich aufschlussreich.
3. Aussage
“Es ist wirklich so, daß der Umgang mit dem Zorn der Menschen über die Bankenrettung ein Vermittlungsproblem ist. Wir jedenfalls wollen diesen Zorn nicht verwildern lassen, wie es vor kurzem in Großbritannien geschehen ist. Er sollte sich nicht gegen kleine Läden, sondern gegen Banken und Konzerne richten, die auf demokratische Weise enteignet werden müssen. Schon gar nicht wollen wir den Zorn den Rechten überlassen. Wir müssen verhindern, daß er sich gegen Muslime und Minderheiten entlädt, was auf deutschem Boden eine ebenso lange wie schlechte Tradition hat. Nicht zuletzt deswegen sind in der Politik jetzt diejenigen Talente gefragt, die die Köpfe der Menschen gegen den grassierenden Rechtspopulismus imprägnieren können.”
Kommentar: Klingt erstmal gut, aber sehen wir es uns genauer an: Zorn soll kanalisiert werden, damit ihn die Rechten nicht ausnutzen können. DIe Kanalisation soll durch andere Setzung von Zielobjekten erfolgen. Dehm verlangt also die Übernahme rechter Anhänger, indem man diesen andere ZIele bietet, statt andere Inhalte. Der von ihm propagierte Populismus stellt sich also in Konkurrenz zur extremen Rechten.
4. Aussage
“Das heißt z.B., daß Menschen wie Sahra Wagenknecht und Gregor Gysi stärker in den Vordergrund rücken müssen. Oder Gesine Lötzsch, Klaus Ernst und Uli Maurer – sie sprechen Kopf und Herz an.”
Kommentar: Wäre ich Gregor, Sahra oder sonst einer der genannten würde ich dringend um eine Rücknahme der Äusserung bitten. Dehm teilt hier mit, dass die von ihm genannten GenossInnen am fähigsten seien via Manipulation (wieder gibt er keien INhalte bekannt) dem Populismus zu dienen.
5. Aussage
“Oskar Lafontaine muß nach seiner Erkrankung selbst entscheiden, was er macht. Er ist keinesfalls zu alt, noch einmal eine wichtige Rolle in der Bundespolitik zu spielen. Den in Deutschland üblichen Jugendfetischismus halte ich ohnehin für neoliberales Denken.”
Kommentar: HIer bekennt sich nun Dehm strikt als Gegner innerparteilicher Demokratie. In seinen Augen darf Oskar allein entscheiden, was er macht. Dass hier nicht mal der Schein gewahrt wird, dass derartiges über Wahlen auf Parteitagen läuft, lässt teif blicken.
6. Aussage
“Es ist wohl eher so, daß BND-Organe wie der Spiegel Angst vor Lafontaine haben. Dessen Redakteure bekommen rote Bäckchen, wenn sie Linke jagen dürfen. Mit seiner unglaublichen Gabe, in kurzen Sätzen komplizierte Zusammenhänge plausibel und populär darzustellen, würde Lafontaine denen das Handwerk erschweren. Sogar Gerhard Schröder sah sich in seinem letzten Buch gezwungen, Lafontaine das größte politische Talent im Land zu nennen. ”
Kommentar: Verschwörungstheorien sind unterhalb dessen, was ich kommentiere.
7. Aussage
“Mir steckt immer noch die Wahlniederlage 2002 in den Knochen mit dem schrecklichen Großplakat. Darauf vier Spitzenkandidaten! Die alle aneinander vorbeischauten: Gabi Zimmer, Petra Pau, Roland Claus und Dietmar Bartsch. Niemand aus dem Westen. Und dann die tolle Ankündigung, Gerhard Schröder zum Kanzler zu wählen. Seit der Fusion mit der WASG und Genossen wie Maurer, Ernst und Lafontaine wurden wir endlich zur erfolgreichen Partei mit dem Charme des gelebten Antikapitalismus.”
Kommentar: Das einzige Kriterium, dass Dehm bzgl. Politkollegen hier gelten lässt, ist Erfolg (doch er verschweigt, dass er selbst 2002 im BUndesvorstand saß und Mitverantwortung trägt und auch sein Landesverband damals elednig abgeschnitten hat). Weder Inhalt, noch Ziel, noch MEthodik sind hier für ihn Kriterien, sondern nur Erfolg. Er preist den erfolgreichen Populismus.
8. Aussage:
“Eine Partei, angriffslustig auf die Ackermänner, personifiziert sich nicht in Leuten, die Mäßigung und Mittelmaß verkörpern. Die gibt es in den anderen Parteien zuhauf. Lafontaine und Gysi sind jedenfalls Persönlichkeiten, um die uns alle anderen Bundestagsfraktionen und auch viele linke Parteien in anderen europäischen Ländern beneiden.”
Kommentar: Das ist einfach nur die Ergänzung des “Erfolgsparadigmas” – Erfolg erzeugt Neid (könnte ja fast schon aus der FDP des Jahres 2009 kommen).
Fazit: Dehm fordert eine populistische Partei, deren Führung sich durch erfolgreiche Manipulation der Massen auszeichnen soll. Er vertritt also einen meritokratischen Populismus. Er verknüpft also das kapitalistische Leistungsprinzip, mit dem tribunizischen Gefolgschaftsprinzip. Ist mir neu, dass das irgendwie links ist.
( zum Begriff der Meritokratie: http://de.wikipedia.org/wiki/Meritokratie ).
@Jens
Der Zusammenschluss hat mich nolens volens in höhere Ämter katapultiert (ich sitze seitden und das viermal bestätigt im hießigen Landesvorstand und muss dafür Zeit opfern). Vor dem Zusammenschluss, hatte ich kein Parteiamt inne, inzwischen gleich mehrere (hab mich aber nicht darum geprügelt). Irgendwelche Meriten hab ich sicher nie in der Partei gesucht – deswegen geht man nicht in den 90′er Jahren im Westen zur PDS. Aber es sit schön etwas über deine Weltsicht und deine Handlungsmotive zu erfahren. Erzähl nur weiter.
Und spar dir deine Lügen gegenüber dir selbst – ich habe nie mit dir über Antisemitimus diskutiert. Du verwechselt mich da mit jemanden anderen (schau hier einfach mal alle Beiträge durch).
@Jutta
Du musst meine Beiträge nicht lesen, dann brauchst du deine nichtsagende Beiträge auch nicht zu schreiben und wir beide sind glücklicher.
Mümmel Treitinger
normalerweise versteht man mich eigentlich…aber vielleicht hat Raabe ja recht…
Hallo Mümmel Treitinger,
“ich mag Sozialdemokraten nicht sonderlich”
Also, Leute wie Jochen Steffen, Günter Gaus, Hermann Scheer und Albrecht Müller mochte bzw. mag ich durchaus.
http://www.forum-ds.de/article/852.4_buchstaben_und_eine_lange_pds_geschichte.html
@Karl
Diesmal nicht.
Mich interessiert(e) dein Engagement für eine Gesprächsrunde mit Hermlin nicht und ich glaube auch nicht, dass sich aus einer abgebrochenen Vorbereitung via Telefon tiefschürfende Einsichten in andere Charaktere ergeben.
Und stimm Jens ruhig zu – aber bitte keine Beschwerde über den dabei einhergehenden Ansehensverlust.
@Linksmann
Und was war/ist an denen bitte etwa bemerkenswert positiv (ausser bei Steffen, der war lustig und konsequent, und Gaus, der war konseuqen – Müller halte ich für manipulativ und Scheer war halt ein eifriger Diener Schröders)? Dass drei der Vier inzwischen tot sind, macht es leicht ise umzuinterpretieren und zu vereinnahmen.
Hallo Mümmel Treitinger (20:22),
“Dehm fordert hier offen Populismus”
Was ist falsch daran?
Wer erfolgreich Wahlkampf führen will, muss Themen besetzen, die beim Wahlvolk ankommen. Also beschreibt das böse P-Wort letztlich eine legitime Methode. Bei konsequenter Abgrenzung zur Demagogie ist gegen Populismus nichts einzuwenden.
@Halina
Der Kontext erschließt sich mir gerade nicht – damals war Gera und das ganze drumherum, aber eine solche Siutation ist derzeit nicht gegeben.
Wenn das ein Kassandraruf bzgl. der kommenden Bundestagswahl seien sollte, versteh ihn zwar, halte ihn aber für verfrüht und jetzt auch nciht in die Debatte passend.
http://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend1386.html
@mümmel: wegen der vorgeschichte bis gera…
Was um Himmels Willen ist daran wieder nicht zu verstehen:
“wenn ich an die antisemitismus diskussion mit ihm und seinen eingebildeten verbündeten hier im forum denke…”
Natürlich hast Du den Denunzianten und Verläumdern hier im Forum immer zugestimmt. Leuten wie Heinze und mz z.B.
—>> Treitinger an Halina: “Der Kontext erschließt sich mir gerade nicht ” wat Wunder
@ Mümmel Treitinger
Was meine Beiträge betrifft, na, da können Sie durchaus recht haben.
Ist halt nicht jeder so ein konstruktiver Vordenker wie Sie…
Mümmel Treitinger
eigentlich wollte ich keinen persönlichen Disput mehr mit dir führen, trotzdem noch mal-es ging schon gar nicht mehr um Hermlin, sondern einfach darum ,dass ich im direkten Zwiegespräch mit Diskutanten hier doch noch mehr Gemeinsamkeiten als Differenzen erkennen konnte, eigentlich ist dies ja hoffnungsvoll,aber wenn es um eine Art finalen Abschuss von Genossen der noch gemeinsamen Partei geht -z.B. gegen die ehemaligen Sozialdemokraten u.a. dann kann tos irgendwann mal schon mit dem nächsten Buch -vielleicht mit dem Titel ,,Agonie einer vormals hoffnungsvollen sozialen Partei ´´zu schreiben beginnen, und könnte aus den Beiträgen hier-auch von dir, genau beschreiben wie sich das alles im einzelnen entwickelte…und es geht nicht um Charakteranalysen sondern um Inhalte und die Sache mit dem Ansehehensverlust-schau ma mal -wie man das bei euch in Bayern so sagt….
Nur mal so erwähnt:
1) das Plakat war wirklich eine Katastrophe!
Verantwortung hatten aber alle zusammen!
Rosinen picken gilt nicht.
2) wer die Arbeit von Dietmar Bartsch beurteilen will,muß sich auch mit dem D Day von 1991 beschäftigen.Das war der größte Staatsangriff auf eine Partei,nach dem KPD Verbotsverfahren!
Es war DB der einen großen Anteil daran hatte,das es heute diese Linke via PDS überhaupt gibt!
@ Halina
Danke für den Link, noch so einen “Zirkus der Eitelkeiten” dürfte die Partei wohl nicht überleben…
Lieber Bodo Ramelow
ich finde es gut, dass du dich hier äußerst…
aber zu der ganzen Würdigung von den großen Anteilen bestimmter Personen ,das es heute die Linke geht-bin ich doch etwas andere Meinung…dazu haben zunächst mal die Wähler und die vielen Mitglieder beigetragen-und wäre im Detail historisch manches anders gelaufen hätte es eine Art Linke mit änlichen Inhalten heute trotzdem gegeben…
Als Ossi bin ich sehr sensibel -wenn es um die Dankbarkeit an große Führungskräfte geht und Leistungen in der Vergangenheit sind kein Anspruch für Unfehlbarkeit heute…
Es stellt sich wohl die grundsätzliche Frage, ob ein Blog, der primär die Presseberichterstattung über die Partei zusammenfasst überhaupt im eigentlichen Sinne links sein kann.
@olaf: da wäre ich aber jetzt mal auf ihre grundsätzliche antwort gespannt.
@Linksmann
Demagogie ist einfach Griechisch und Populismus ist die lateinieische Übersetzung. Es bedeutet das gleiche. Und es ist beides male nur eine Manipulationtechnik zur persönlichen Machtübernahme.
Die subtilen Bedeutungsunterschiede heutzutage werden da nur reingelesen, weil der Begriff Demagoge verbrauchter ist.
@Jens
Mit Heinze streit ich hier mich meistens, weil ich das Militärwesen a priori ablehne und “Antideutschtum” für eine albenere Kinderei halte. Ich hab dich nie Antisemit genannt und auch niemanden dabei zugestimmt. (und wenn du das noch einmal wahrheitswidrig behauptest, korrespondieren unsere Anwälte miteinander). Ich weiß, sogar wann du so hier genannt wurdest und von wen, aber wenn du unfähig bist das selber nachzuschauen, ist das dein Problem.
Anonsten: Heul halt.
@ Karl Sorgen
Wir haben defintiv jeweils ein anderes Verständnis von Politik – ist ja auch gut so, sonst wäre das alles ja sehr monoton. Aber um ehrlich zu sein, ich finde deine Aussagen nonkonkret und arg beliebig, substanzlos. Wohl weil ich sie einfach nicht versteh, da sie sich einer mir fremdem Subtilität bedienen (oder letztere gar nciht da ist).
@all eigentlioch ging es hier ja in dem Thread um das Interview mit Dehm. Ich hba jetzt ausführlich dazu geschrieben. Hat nichts onst noch jemand Lust sich mit diesem Lob der Demagogie und Abgesang auf linke Politik zu beschäftigen?
Mümmel Treitinger
ich finde dich durchaus sympatisch-aber Deine agressiven Rundumschläge und oberlehrerhaften Belehrungen sind einfach nicht hilfreich…
treitinger
ich weiß sehr wohl noch wer seinerzeit meinte Texte einfach mit dem Begriff “Jude” erweitern zu müssen! Ein Beispiel. Ich weiß auch noch welche Diskussionen sich nicht nur dadurch ergeben haben.
Schick Deinen Anwalt ruhig in die Spur!
Dazu noch eine LETZTE Anmerkung von mir. DU TUST MIR LEID!
@Jens
Und wo wurdest du da Antisemit genannt von mir? Lies hier nochmal den ganzen Blog durch und urteile dann.
Du tust mir übrigens nicht Leid – aber ich danke dir aufrichtig, dass du dich ein LETZTES mal an mich gewendet hast. Ich hoffe, dass bleibt kein leeres Versprechen.
@Karl
Ich bin nicht agressiv, nur ein wenig arrogant (und mit Selbstironie ausgestattet). Ich find dich grundsätzlich auch sympathisch, aber eben auch mir sehr wesensfremd.
Können wir jetzt weiter über das Interview diskutieren?
@allgemein
Die von Raabe bezeichnete Debatte befindet sich unter:
http://www.lafontaines-linke.de/2011/06/klare-regeln-fraktion-antisemitismus-debatte-gaza/
Wer will kann es lesen – und wird sehen, dass ich nicht im geringsten Raabe einen Antisemiten genannt habe – nicht mal ansatzweise.
Er wrude durchaus mal als sowas indirekt bezeichnet, aber nicht in der Debatte und auch nicht von mir.
Ich bitte diese Infomrationen zu berücksichtigen, wenn Raabe bzgl. des ganzen wieder Wahrheitswidriges behauptet.
zum Inhaltlichen….
Ich dachte immer Populismus kommt aus dem Lateinischen. Ich bin mir auch ziemlich sicher das es nicht mit Demagogie auf einer Stufe (Inhaltlich) steht. Aber wer bin ich schon… Hab mein Abi ja nur in der DDR gemacht
D.Dehm ist eine Zierde in unserer Partei – insbesondere im westlichen Teil. Ich bin sehr froh das wir ihn haben.
Einfach mal lateinische Übersetzungen grieichischer Texte ansehen – da wird δῆμοςἄγειν (Demagogie) immer mit populares oder Ableitungen davon übersetzt.
DIe Kommunisten der Vergangenheit waren übrigens noch klug genug stattdessen von Propaganda und Agitation zu sprechen.
treitinger
eben war es noch aus dem italienischgen – Sie eiern wie immer rum und sind NICHT in der Lage irrtümer einzugestehen… aber was solls…
Wenns gegen Genossen in den eigenen Reihen geht – hier Lafo – schrecken Sie ja eh vor NICHTS zurück.
hier Dehm natürlich – ist aber egal …. hauptsache von ganz links und/oder ehemals SPD… nervt
Dieter Dehm ist für viele bestenfalls das Arschgeweih unserer Partei – manche halten sowas für Zierde, andere für schlechten Geschmack. Da scheiden sich die Geister.
treitinger – sei froh das sich d.dehm mit dir nicht wird abgeben wollen…du landesvorstand — dritte reihe – nennt sich wohl erweiterter vorstand… da isser wieder der fremde lolli
so ne kleine klage von d.dehm wegen beleidigung – da du es ja so mit anwälten hast – bzw. deinem anwalt
@Jens
Jetzt hör mal auf immer so dumm rumzulügen – ich habe hier explizit immer auf die lateinische Wurzel des Wortes “Populismus” hingewiesen – einmal habe ich mich vertippt und da stand dann “lateinieische”. Von italienisch habe ich nix geschreiben – wobei das keinen Unterschied machen würde, weil Latein und Italienisch hier diesselbe Wortwurzel bentuzen.
Und linker als Lafontaines und Dehm bin ich definitiv – das ist aber kein großes Künststück. Innerhalb der Partei überholst du die vielleicht rechts, aber sonst recht wenige Personen.
Und noch was: mir reicht es und ich sage offen was ich von Ihnen halte: sie lügen, bedrohen, beleidigen, verleumden, ekeln an etc….
Leute wie sie sind eine einzige Schande für alle Linken.
@ehrlich gesagt: haben sie beide nicht lust und gelegenheit, diese zwiegespräche woanders fortzusetzen?