Oben und Unten
Der Vorstand der Linken hat die Partei dazu aufgerufen, unter dem Motto „Profiteure zur Kasse!“ Aktionen zu Euro-Krise zu starten. Den Start einer entsprechenden Kampagne beschloss das Gremium am Sonntag “einmütig”. Dabei sollen die Forderungen nach einer deutschen und europäischen Vermögensabgabe von Reichen und Superreichen sowie die Forderung nach demokratischer Kontrolle des Finanzsektors im Zentrum stehen. Die Linke wolle so deutlich machen, „dass die Euro-Krise eine Gerechtigkeitskrise ist und die Grenze nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen Oben und Unten verläuft“. Außerdem hofft die Partei, so „die Perspektive eines gemeinsamen europäischen Widerstandes“ zu eröffnen. Höhepunkt der Aktionen soll eine zentrale Kundgebung in Berlin sein. Bereits am Mittwoch hatte die Berliner Linke in Berlin gegen einen Auftritt von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann protestiert – unter der Losung: “Verursacher zur Kasse”. Unterdessen hat der Bundesausschuss der Linken, der am Samstag tagte, zu mehr „solidarischem Miteinander“ in der Partei aufgerufen. Angesichts der Krisenverschärfung würden „die Angriffe gegen die Linke stärker. Das ist kein Zufall“. Kanzlerin Angela Merkel „und Co agieren als Marionetten der Finanzmafia gegen die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung; die Linke hingegen sei „den Mächtigen in Wirtschaft und Politik ein Dorn im Auge. Sie versuchen alles, um sie klein und lächerlich zu machen oder sie zu spalten“. (vk)
Drucken
Hallo,
der Parteivorstand war produktiv und hat einen sehr guten Beschluss gefasst.
Es war im Übrigen höchste Zeit dass ein solcher Beschluss gefasst wurde: nämlich dass die politische Auseinandersetzung mit der Krise im Zentrum der Parteiarbeit stehen soll.
Diese Linie ist unbedingt zu unterstützen auch in ihren Einzelheiten:
http://www.die-linke.de/partei/organe/parteivorstand/parteivorstand20102012/beschluesse/aktionenderparteizureurokriseprofiteurezurkasse/
Danke Parteivorstand und nun auf ans Werk !
Ja, ein guter Vorschlag! Ausgezeichnete Analyse! Und was ist die Antwort auf die Frage. “Was wird jetzt mit meinem Geld, Arbeitsplatz, Rente?”
Fragt sich nur wie glaubwürdig die Berliner Linke ist wenn gerade sie “die Verursacher zur Kasse” bitten will? Die Linke hatte in Berlin die Möglichkeit gehabt die Profiteure und Verursacher der Berliner Bankenkrise zur Kasse zu bitten. Statt dessen hat man mitgemauschelt und Still gehalten, Kosten auf die sozial schwächeren abgewälzt und auf die Berliner Bediensteten die Lohnverzicht üben mussten. Alles zum Wohle wessen? Berlins? Der Bevölkerung?
Wenn man glaubwürdig sein will muss man Wort halten und IMMER und ÜBERALL für klar definierte Ideale einstehen. Dann kann man auch höhere Ziele ansteuern und mit solchen Aufrufen die Bevölkerung mitnehmen. So wird dat jedenfalls nix!