Noch keine Bewerbung
Wenn alle sagen, eine Personaldebatte sei nicht hilfreich, fängt woanders eine an: Sahra Wagenknecht hat signalisiert, sich eine Kandidatur für den Fraktionsvorsitz neben Gregor Gysi vorstellen zu können. Zurückhaltend zwar, sie „schließe es nicht prinzipiell aus“, sagte die 42-Jährige dem Tagesspiegel. „Das ist noch keine Bewerbung“. In der Mitteldeutschen erklärte Wagenknecht inzwischen, ob sie kandidiere, hänge davon ab, wie sich die „Genossen und Gregor Gysi dazu verhalten. Sie wolle eine gute Zusammenarbeit, könne „sehr gut mit Gysi“ aber vielleicht sei ja „die Stelle gar nicht vakant“. Die Wahl einer Frau in die schon nach dem Rückzug Oskar Lafontaines avisierte Doppelspitze in der Fraktion ist seit Monaten eine Hängepartie, eigentlich sollte sie nun unmittelbar nach dem Erfurter Parteitag am 25. Oktober stattfinden, inzwischen heiß es aber auch schon wieder, dass eine Verschiebung dieses Termin in der Fraktion für möglich gehalten wird.
Worum geht es eigentlich? Der Co-Fraktionsvorsitz wäre eines der vier Spitzenämter in der Linken, ein beträchtlicher Teil der Bedeutung des Postens dürfte in der Repräsentation liegen, der andere im Zugriff auf die Entscheidung über Ressourcen und Politik. In der üblichen Organisationslogik von Parteien sind Spitzenämter zudem immer auch Treppenstufen auf dem Weg noch weiter nach oben, wobei Wagenknecht unlängst erklärt hatte, sie wolle nicht Linken-Vorsitzende werden. In der Öffentlichkeit wird die promovierte Volkswirtin Literaturwissenschaftlerin, die seit Jahren an einer volkswirtschaftlichen Promotion arbeitet, einerseits meist als „Kommunistin“ bezeichnet, andererseits wird ihr vergleichsweise große Aufmerksamkeit geschenkt – und gerade in ökonomischen Dingen auch Zuspruch zuteil. Der Hinweis auf ihre früheren und inzwischen zurückgenommenen Äußerungen zur DDR fehlt selten, das gleiche gilt für ihre seit über einem Jahr ruhende Mitgliedschaft in der Kommunistischen Plattform, deren tatsächliche Bedeutung im Konzert der Strömungen dabei meist viel größer gezeichnet wird als sie tatsächlich noch ist. Zuletzt hat Wagenknecht ein Buch vorgelegt, das von links mehr kritisiert wurde als im „bürgerlichen Lager“. Was davon spricht für, was gegen Wagenknecht?
Auf dem sich links verortenden Flügel wird nun immer öfter auf die Qualitäten Wagenknechts verwiesen, sie sei „Publikumsmagnet“, sagt die Abgeordnete Sevim Dagdelen von der Antikapitalistischen Linken, wer eine starke Partei wolle, „muss jetzt die Besten nach vorne stellen“. Mehr noch geht es freilich um die Positionen, die mit Wagenknecht verbunden werden. Der Düsseldorfer Fraktionschef Wolfgang Zimmermann wird mit den Worten zitiert, die wirtschaftspolitische Sprecherin im Bundestag stehe für „klare antikapitalistische Politik“ und sei „eine der wenigen in der Partei, die bundesweit bekannt sind“. Die bayerische Abgeordnete Nicole Gohlke nennt Wagenknecht „eine augenfällige Kandidatin“, die der Linken als Co-Fraktionschefin „gut zu Gesicht“ stünde. Andrej Hunko „würde eine Kandidatur von Sahra Wagenknecht begrüßen, weil ich sie für eine der herausragenden Persönlichkeiten der Fraktion halte und auch ihre Öffentlichkeitswirksamkeit schätze. Eine Mehrheit ist gut möglich“.
Auf der anderen Seite der innerparteilichen Strömungslandschaft ist man deutlich zurückhaltender. Auch das ist seit längerem bekannt und wurde immer mal wieder medial dramatisiert – erst Ende August hatte der Spiegel orakelt, die Wahl Sahra Wagenknechts in die Doppelspitze der Fraktion könne zu deren Spaltung führen. Jan Korte wird jetzt in der Tageszeitung mit den Worten wiedergegeben: „Ich dachte, wir sollen jetzt keine Personaldebatten führen.“ Und die Vizechefin der Partei, Halina Wawzyniak, hat darauf verwiesen, dass sie sich „seit der Klausur der Bundestagsfraktion 2009 gegen eine Doppelspitze ausgesprochen“ habe. Auch hier geht es natürlich um die Positionen, mit denen Wagenknecht verbunden wird. In der Tageszeitung heißt es, sie würde als Fraktionschefin zum Zeichen für einen „fundamentalen Abgrenzungskurs“ der Linken, und dies sei nicht vermittelbar. Immer wieder hört man auch Linkenpolitiker, die in Wagenknecht vor allem eine Vertreterin Lafontaines sehen, dessen Einfluss auf die Partei gefestigt würde, wenn Wagenknecht in der Fraktion aufsteigt. Der Tagesspiegel schreibt, es sei der Saarländer, der „hinter den Kulissen“ die Bewerbung vorantreibe.
In der Diskussion um die Personalie Wagenknecht kommt viel von dem zusammen, was die Linkspartei ausmacht und zugleich lähmt: die Schwierigkeiten, die mit Flügelproporz und Ost-West-Arithmetik einhergehen, die Neigung zur Personalisierung politischer Differenzen, die und zum medialen Bandenspiel. Etwas mehr Gelassenheit würde der Diskussion gut tun. Und vielleicht auch etwas mehr Zeit – obwohl das mit Blick auf die jahrelange Hängepartie um die Fraktionsspitze schon fast absurd klingt. Aber wenn es richtig ist, dass für die Linke jetzt erst einmal Fehleranalyse und Programmfindung anstehen, bevor ab kommendem Jahr dann auch über das Personal der Partei geredet wird, wäre zu überlegen, ob das nicht auch für die Fraktion gelten sollte. (tos)
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Die Statements von Gallert, Höhn, Korschewsky und Ramelow in der Thüringer Allgemeinen finde ich ziemlich perfide. Die Herren finden den jetzigen Zeitpunkt für die Debatte über den Fraktionsvorsitz also sehr ungünstig. Wann wäre denn nach ihrer Meinung der richtige Zeitpunkt, um über die Komplettierung der Fraktionsführung zu entscheiden? Im nächsten Jahr? Oder kurz vor der nächsten Bundestagswahl? Schließlich sind ja erst zwei Jahre seit der letzten Bundestagswahl vergangen, da muss man ja wirklich nichts übereilen.
Also ich finde das ganze Spiel von Gallert, Höhn, Korschewsky und Ramelow hinterhältig. Wenn sie wenigstens sagen würden, was ihrer Meinung nach gegen eine Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht sprechen würde, dann könnte man ja darüber diskutieren. Aber sie verschanzen sich nur dahinter, dass der Zeitpunkt falsch wäre, wie in den letzten zwei Jahren auch schon immer der Zeitpunkt falsch war. Offenbar haben sie keine Argumente gegen Sahra Wagenknecht. Stattdessen versuchen sie, sie durch Blockade, Hinhalten, Vertagung auszubremsen.
Ein Fraktionsvorsitzender/e muss vor allem die Fähigkeit besitzen,
integrieren zu können! Alle wissen, dass das Sahra nicht besonders gut kann. Ihre sicherlich vorhandenen und von ihren Fans hier pausenlos dargelegten Qualitäten eignen sich da wesentlich besser in einer Führungsrolle in der Parteispitze. Diese, in diesem Blog ausgetragenen Flügelkämpfe und der eine ist besser und die sind hinterhältig u.s.w. helfen unserer Partei wenig, ich finde diese Distruktivität einfach nur noch bescheuert!
@ Linker in Sorge
, aber:
> Warst Du bei den Gesprächen dabei???
Ich bin weder Angelika Gramkow, noch Helmut Holter und gar nicht Steffen Bockhahn
1. As gibt kein offizielles Dementi von Steffen. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn dann müsste er befürchten, dass auch Helmut oder Angelika ihren Frust über den Gesprächsverlauf öffentlich machen.
2. Insider aus Mecklenburg bestätigen mir im wesentlichen die Berichterstattung.
3. Meine Quellen betrachte ich als so gut und so zuverlässig, dass ich gestern eine Flasche Schampus darauf gewettet habe, dass die SPD mit der CDU Koalitionsverhandlungen führen wird (Ausgang bekannt). Ich hätte die Flasche aber auch gerne selbst bezahlt, um damit auf eine neuerliche Regierungsbeteiligung anzustoßen!
Und das ist ja nicht die einzige Großtat von Steffen. Ich erinnere nur an die Terminierung des Landesparteitages, die uns die Mauerdebatte erst eingebrockt hat.
Und auch mit einem weiteren Personalvorschlag liegst du gründlich daneben, lieber Linker in Sorge. Katja Kipping befähigt außer einer unbestrittenen Medienakzeptanz derzeit herzlich wenig zu einer Parteivorsitzenden. In Sachsen hat sie den gescheiterten Putsch gegen Andre Hahn angezettelt, den sie gerne durch Rico Gebhardt ersetzt sehen wollte. Letzterer fällt als Landesvorsitzender vor allem dadurch auf, dass er eben nicht auffällt. Oder etwas deutlicher formuliert, dass er in der landespolitischen Debatte fast überhaupt nicht vorkommt.Andre Hahn erinnert in seinem Charisma zwar auch eher an Harald Wolf, hat aber immerhin das Kunststück fertig gebracht, die nicht gerade pflegeleichte sächsische Landtagsfraktion zumindest so zusammenzuhalten, dass sie nicht dauernd wegen irgendwelcher Querelen in den Medien auftaucht.
Nun bastelt Katja an einer neuen Intrige. Wieder ist das Ziel Andre, den sie dieses Mal gerne durch die “Lichtgestalt” Sebastian Scheel ersetzt sehen möchte. Dabei geht es Katja nie um die Qualifikation der Personen, die sie gerne installieren möchte, sondern immer darum, Genossinnen und Genossen zu platzieren, für sie besonders leicht zu händeln sind, was ihr mit der offensichtlich überforderten Diana Golze als Leiterin des Arbeitskreises IV der Bundestagsfraktion ja auch tatsächlich gelungen ist. Man kann das, was Katja so treibt, als ausgeprägten machtpolitischen Instinkt bezeichnen und loben, ich finde aber, dass die Beherrschung solcher Ränkespiele eher nicht zur Parteivorsitzenden qualifiziert.
Bleibt als letzter Vorschlag nur noch Jan Korte. Dieser glänzt nun tatsächlich mit konstruktiver Sacharbeit (zum Beispiel Bürgerrechte, Aufarbeitung Nazivergangenheit) und bringt insoweit ein erhebliches Potenzial mit. Ich bin mir sicher, dass er seinen Weg in der Parteihierarchie machen wird, insbesondere wenn er sich etwas mehr von seinem Protege Dietmar Bartsch emanzipiert. Aber das bemerkenswerte an Jan ist, dass er ganz im Gegensatz zu Katja und Steffen nicht mit Macht nach vorne zu drängen versucht, sondern klug abwartet, weil er weiß, dass seine Zeit noch kommen wird und ihr nur geduldig genug darauf zu warten braucht.
Kurz: jung zu sein, ist für sich genommen bei keiner Partei, auch nicht bei der Linken, eine Qualifikation für den Parteivorsitz. Da müssen schon noch weitere Qualitäten hinzukommen!
@ ahallbauer
Als Chef ein Mann und dann 2 untergebene Frauen ist auch seltsam, daran hab ich auch schon gedacht.
Alles wieder mal sehr schwierig, Sahra Wagenknecht hat ihre Entscheidung ja von Gregor Gysi abhängig gemacht, was ich auch wieder sehr gut finde.
Mein Gefühl sagt das sie eine ehrliche ist.
Die Frage ist halt ob sie bereit dazu ist auf uns moderate Rücksicht zu nehmen.
Gerade hat mir ein hochintelligenter älterer Mann den ich betreue gesagt, daß die Radikalen innerhalb der Linken sich sowieso irgendwann durchsetzen werden und mir dann zig andere Bewegungen aufgezeigt, bei denen das so war.
Exakt das möchte ich halt nicht, trotzdem aber eine zuverlässig soziale Politik, daß ist ein schmaler Grat.
@ Mümmel
Unfehlbar ist sowieso keiner, man findet an jedem was zum rummosern, solange das respektvoll geschieht bringt uns das weiter.
Was das mit der AKL auf sich hat weiss ich wieder nicht, so was ist natürlich Mist.
Vielleicht sollte man ja auch alle Strömungen wieder auflösen, bei einem unbewußten Umgang mit ihnen können halt feindliche Lager entstehen, bei denen dann permanent Beziehung vor Inhalt steht.
Wir haben 2011, würden wir uns bis 2013 intelligent verhalten, könnten unsere Chancen noch deutlich steigen.
Wenn der Parteibetrieb von Zynismus und damit auch Lieblosigkeit getrieben ist, kann man ja sofort aus der Partei austreten, daß schafft keine bessere Welt.
Warum ihr Saarländer immer 10 Sätze für eine Aussage braucht?, war schon bei Honi so…..”Insider, Deine Quellen”….., man bist Du ein distruktiver Wichtigtuer, mehr kann ich zu Dir nicht sagen!
@saarländer:
So ein ganz kleines bisschen könnten aber doch auch strategische Überlegungen bei der MV-SPD eine Rolle gespielt haben, oder alles nur Bockhahn???
@Linker MV: Gut gepöbelt! Ansonsten: Also schloss er messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf
@clara:
Was bitteschön ist daran “ehrlich”, Gysi den Schwarzen Peter zuzuschieben – statt frei und offen zu sagen, was sie will? Also genau das zu tun, was von Bartsch (zu Recht) immer verlangt wird.
Zumal sie weiß, dass Gysi sie nicht will. Damit zwingt sie Gysi, sie entweder gegen seine Überzeugung zu bitten (also zur Selbstverleugnung) oder sie abzulehnen, um dann auf der Märtyrerinnenrolle zum PV-Vorsitz zu schwimmen. Was daran soll “ehrlich” sein? Das mag vielleicht schlau gedacht sein, hinter… ist es allemal.
@js.: Wir Saarländer haben einschlägige Erfahrungen mit Sondierungsgesprächen, die ausschließlich zu dem Zweck geführt werden, dem “wahren” Wunschpartner ein Maximum einen Zugeständnissen abzupressen. In soweit war es mir immer klar, dass die Gespräche mit der Linken in erster Linie geführt wurden, um die CDU dazu zu bringen, weitere “Kröten” (Mindestlohn) zu schlucken. In diesem Szenario hätte die Linke dann, und erst dann, eine wirkliche Chance gehabt, wenn sich die CDU den Wünschen der SPD verweigert hätte. Insoweit ist aus meiner Sicht das Verhandlungsergebnis völlig unabhängig von Steffens Verhandlungsführung.
Das war hier aber auch überhaupt nicht das Thema! Steffen Bockhahn ist uns als Parteivorsitzender angepriesen worden und nur in diesem Zusammenhang spielt eine Rolle wie er die Verhandlungen geführt hat (geführt haben soll). Und da sage ich eindeutig, wer glaubt, nur deshalb weil er Landesvorsitzender ist, einem langjährigen Minister und Fraktionsvorsitzenden die Verhandlungsführung streitig machen zu müssen, sollte weder einen Landesverband geschweige denn eine Partei führen.
@ js
Man kann Gregor Gysi leider nicht fragen ob er wirklich etwas gegen ihre Aufstellung hat und dann inhaltlich diskutieren.
Wie es scheint hast du aber sicher etwas gegen ihre Aufstellung, kannst du das nicht einfach mal begründen?
Deine Sichtweise auf eine Mitstreiterin erscheint mir nicht grade solidarisch, dafür wird es Gründe geben, die könnte man sich bewusst machen und dann daran arbeiten sie aus der Welt zu schaffen, daß wäre besser für unsere Partei, ist aber unbequemer als sich einfach nur gegenseitig zu beschimpfen.
Da Gregor Gysi wahrscheinlich eher zum FDS tendiert und Sahra Wagenknecht eher zur AKL wären mit den beiden beide Strömungen vertreten, wenn ich mich nicht irre, was auch gut sein kann, ich hab ka genau, blöde Strömungen.
Am besten wir gründen noch eine sadhuistische Einheitsfront und versammeln uns alle darin.
@clara:
Begründet habe ich das hier nun eher zu viel als zu wenig. Dabei habe ich, wie ihnen nicht entgangen sein dürfte, auch konzediert, dass die polarisierende Rolle, die sie nun mal objektiv innehat, möglicherweise nicht einmal in ihrer Person begründet ist, sondern in der Ikonisierung die sie – von ihr gewollt oder ungewollt – durch AKL/KPF/Ruckis erfährt.
Naja, und ihr Verhalten Gyi gegenüber spricht schon für sich – auch das habe ich mehrfach dargelegt.
Am Rande: Gysi dem fds, dessen Chef er eben weggehauen hat, zuzuordnen ist nicht mal mehr ein Witz.
Im übrigen kann es m.E. nicht darum gehen, dass in den Spitzen beide Strömungen vertreten sind, wo sollte die so dringend notwendige innere Befriedung dann herkommen. Die Spitzen müssen von für jeweils große Mehrheiten akzeptable Personen gestellt werden – also eben nicht polarisierende Personen. Nur so kann der Zusammenhalt gelingen. Alles andere läuft auf (bestenfalls teporär gebremste)Fortsetzung des Machtkampfes hinaus. Aber auch das kann man natürlich wollen. Am Ende ist es eine Frage des Preises, den man für die Macht/den Sieg glaubt zahlen zu können/müssen.
@clara:
P.S.: Natürlich kann man Gysi fragen, und ich bin mir sicher, dass er antworten wird. Im übrigen hat er bereits mehrmals öffentlich betont, dass die Fraktionsvorsitzende jemand sein möge, die von einer großen Mehrheit befürwortet wird – was, Clara, brauchen Sie denn noch?
@saarländer: In MV haben immer die Landesvorsitzenden die Sondierungs- b.z.w. zwei mal die Koalitionsverhandlungen geführt.
Ich denke Du hast nur AAA-Quellen und AAA-Insider??? Im übrigen wurde Bockhahn vor gut 40 Tagen mit einer überwiegenden Mehrheit von seinem Landesverband wieder gewählt! Ich bleibe dabei, Du bist ein kleiner Wichtigtuer!!!
@Linker MV: Jeder tue, was er am besten kann. Also pöble ruhig weiter, das kannst du gut!
@Linker MV: Und Helmut Holter wurde nicht nur von einer “überwiegenden Mehrheit” (lustige Formulierung) von etwas über 60% sondern einstimmig bereits 2010 als Spitzenkandidat gewählt. Und zwar als MP-Kandidat.
Daran sind besonders diejenigen, die ihn nicht für den Richtigen hielten (so wie ich) von den Genossen Bockhahn, Ritter und anderen immer wieder mit großer Geste hingewiesen worden. Was wäre denn gewesen, wenn die LINKE nun stärkste Kraft geworden wäre? Hätte der zukünftige MP sich dann auch von seinem Landesvorsitzenden (der für die Bürgerinnen und Bürger ja nicht zur Wahl stand) die Verhandlungsführung diktieren lassen müssen? Wäre bestimmt super angekommen bei den Wählerinnen und Wählern. Nur mal so als kleines Gedankenspiel.
Ganz objektiv hab ich allerdings gehört und glaube auch, dass die GenossInnen Verhandlungsdelegation nen guten Job gemacht haben. Sie haben die LINKE nicht unter Wert verkauft und darum wird jetzt weiter Opposition gemacht, was uns die Gelegenheit gibt unser Profil bis zur nächsten Wahl zu schärfen. Da kann auch ich als AKL-Anhänger sagen: Das haben die Reformer sauber hinbekommen. Danke dafür.
also aus meiner sicht gab/gibt es eine grundregel: verhandlungen mit anderen parteien werden durch die partei geführt und nicht durch fraktion… sonst könnte ja auch die fraktion das wahlprogramm beschließen und müssten koalitionsverträge bzw. tolerierungsverträge nicht durch die partei abgestimmt werden… es ist schon sehr verwunderlich, wie auf einmal die partei so gering geschätzt wird…
An AKL und so:
Na, also, was schraubt ihr euch denn so auf? Es wird opponiert. Das Ergebnis ist doch ganz in Eurem Sinne – so what?.
Robert, was meinst Du mit Reformern? Was für Reformen? Früher waren wir mal eine Partei und dieses permanente Flügelgekämpfe ist der Grund, im Bund im Land und überall, warum wir auf breiter Front im Bund, im Land und überall im permanenten Rückzug sind! Damit sollten wir aufhören, damit wir irgendwann mal wieder positiv wahr genommen werden.
@Clara,
es gäbe noch eine weitere Variante die Spitzenfunktionen zu besetzen, so dass die verschiedenen Kräfte in der Partei Berücksichtigung finden:
Wagenknecht und Gysi im Fraktionsvorsitz und eine entsprechende Kombination im Parteivorsitz, sagen wir mal Ramelow und Wissler (hier entsprechend vorstellbare Namen einsetzen.)
Nach dieser paritätischen Logik haben übrigens auch die Grünen ihre Spitzen besetzt: Links, rechts – Mann, Frau: Also Trittin, Künast den Fraktionsvorsitz und Roth, Özdemir den Parteivorsitz.
Und damit keiner und keine sich übervorteilt fühlt, sollten die beiden Spitzen etwa zur gleichen Zeit gewählt werden.
Warum denn auch nicht einmal über eine solche Variante nachdenken ?
Also die Argumente von js. in Bezug auf Sahra Wagenknecht finde ich ja regelrecht bizarr. Es gibt zwar nichts gegen ihre Positionen zu sagen und auch nichts gegen ihr Verhalten. Das Problem ist nur, dass sie von einigen Medien (und das sind durchweg keine linken Medien) zur Ikone stilisiert wird, und noch schlimmer ist, dass sie viele Anhänger hat, die sie gut finden. So eine darf natürlich keine Spitzenpositionen ausüben, denn das wäre ja ein Affront gegen all jene, die nicht soviele Anhänger haben.
Das ist natürlich eine ganz tolle Logik. Demnach gäbe es ja nur eine Lösung des Problems: Die SL und die AKL müssten umgehend Erklärungen verfassen, dass sie Sahra Wagenknecht ganz schlecht finden, dann wäre sie auch für fds-Leute Wählbar und könnte Fraktionsvorsitzende werden. Ansonsten aber müsste man den fälligen Generationswechsel ausfallen lassen, und in der Linken würden fortan möglichst farblose Funktionäre den Ton angeben, die kaum Wähler mobilisieren können. Die Folgen solch einer Entwicklung für die Wahlchancen der Linken wären egal, Hauptsache es kommt niemand nach oben, der / die durch ihr Charisma ein paar Leute provoziert.
Ansonsten will ich nur darauf hinweisen, dass Gregor Gysi keineswegs der über allen Flügeln stehende Zentrist ist, sondern er ist natürlich ein Vertreter des realpolitischen oder “Reformer”-Flügels. Viele seiner Positionen, wie etwa seine Haltung zur bundesdeutschen Staatsräson, stoßen im linken Lager auf massive Kritik. Dennoch wurde Gysi als Fraktionsvorsitzender akzeptiert. Allerdings funktionieren Kompromisse nur, wenn sie auf Gegenseitigkeit beruhen, und dazu gehört, dass die Blockade gegen eine Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht endlich aufhört. Nur durch Kompromissfähigkeit ist eine konstruktive Entwicklung der Partei möglich.
jetzt ist er doch umgefallen, der ahallbauer, schade eigentlch.
Linker MV,
das Gekämpfe sollte aufhören – da bin ich total bei dir. Dass es verschiedene Flügel gibt, find ich an sich aber gut und wichtig – wir sind doch pluralistisch. Wenn das wirklich gelebt wird, können wir dann auch nach außen als eine Partei auftreten. Bei uns war das halt in letzter Zeit eher nicht so und die Quittung dafür haben wir eingefahren.
Wenn wir das Ganze morgen kulturvoll und ehrlich miteinander analysieren, dann machen wir in jedem Fall schon mal nen Schritt in die richtige Richtung. Und dann wird bei der nächsten Wahl das Ergebnis auch wieder besser.
@js
sehe ich nicht so, dass ich umgefallen bin: Es geht um Vorschläge für Spitzenfunktionen der Partei, die die verschiedenen Kräfte in der Partei gleichberechtigt in ihrer Struktur berücksichtigen.
Und da gibt es halt verschiedene Modelle. Es gibt ja bekanntlich nie nur eine einzige Lösung für ein Problem.
Gestern hatten wir im ZDF Politbarometer 6%, daß ist alarmierend und interessiert mich am allermeisten.
Angesichts dessen und mit dem Wissen das uns Kommunismus-Debatten Stimmen gekostet und nicht eingebracht haben, ist es vielleicht wirklich besser erst mal alles beim alten zu lassen und im Oktober nur Gregor Gysi als Fraktionschef aufzustellen.
Leider steht Sahra Wagenknecht für den Kommunismus, die Bevölkerung wird vielleicht denken das wir uns endgültig entschieden haben, wenn wir sie aufstellen.
Wenn sie, auch für uns Prolls verständlich klarstellen würde, daß sie uns nicht alle in Kollektive stecken und keine Planwirtschaft einführen will, wäre das schon sehr gut.
Sie hat etwas von Ulrike Meinhoff, die von ihrer Bewegung auch nicht die Erlaubnis bekam weniger radikal zu sein.
Ich würde mich persönlich zwar sehr freuen sie als Wächterin über eine zuverlässig soziale Politik ganz vorne zu sehen, aber nicht um den Preis das wir dann unter 5% fallen.
@ js
Wenn ich falsch gelegen habe mit der Zugehörigkeit zum FDS, dann kann man daran gut erkennen wie wenig ich mich auskenne mit den ganzen nervigen Strömungen.
Am besten alle in einen Sack und solange drauf hauen bis sie sich freiwillig vertragen.
Oder, anders ausgedrückt, eigentlich sollte keiner von uns polarisieren.
Die meisten von uns stehen halt irgendwelchen Strömungen nahe.
Wenn wir nur die 3 strömungsfreien die wir haben aufstellen können, wird die Auswahlmöglichkeit dadurch extrem eingeschränkt.
@ahallbauer
Die Grünen haben doch kaum verschiedene Richtungen, die sind vor allem auf eine imaginärer Mittelschicht konzentriert.
Der Versuch die Vorstandswahlen vorzuziehen, würde zu einem heftigem Streit zwischen den Lagern führen.
Aber, bei allem Respekt vor Gesine Lötzsch und Klaus Ernst, bundesweit nur 6% ist nichts für schwache Nerven, es sollte vielleicht wirklich nächstes Jahr ohne viel Streit einen Wechsel geben.
Bodo Ramelow ist aber, auch wieder bei allem Respekt, absolut kein Wunschkandidat von mir, da hab ich jemanden ganz anderen im Kopf.
Wir sollten uns ab Januar oder Februar über den Vorstand unterhalten.
@Clara,
es geht glaube ich weniger um Wunschkandidaten im eigentlichen Sinne, sondern darum starke Repräsentanten der verschiedenen Strömungen in Führungsfunktionen zu haben, die durch die Übernahme einer solchen Funktion stärker verpflichtet sind dem Ganzen zu nutzen, als wenn eher schwache Personen gewählt werden und die eigentlichen Platzhirsche draußen bleiben und dort uneingebunden und eher im Verborgenen ihr Ding durchzuziehen.
Dieses Modell setzt allerdings voraus, dass die jeweiligen Personen in ihrer Funktion ein Stück weit integrierend wirken, also zentristischer agieren, als ohne diese Funktion.Ob das allerdings zu aller Befriedigung funktioniert, dafür gibt es natürlich keine Garantie. Nur ohne einen solchen Versuch klappt es ja auch nicht recht, das sieht man ja am gegenwärtigen Zustand.
Die Strömungen würde ich lieber nicht in einen Sack stecken, weil das würde nichts nutzen denn die große Bandbreite an unterschiedlichen Positionen in der Partei würde ja dennoch bestehen bleiben und die Strömungen helfen eher dabei, das zu moderieren.
Bei gleicher Bandbreite ohne organisierte Strömungen würde es an noch mehr Stellen unkontrolliert krachen, da hätten wir noch weniger davon als so.
Es sei denn man kommt zu dem Schluss, dass die Bandbreite der politischen Positionen innerhalb der Partei zu groß ist (von linksradikal bis klassisch rechtssozialdemokratisch behaupte ich jetzt mal ganz salopp) und man diese deshalb reduzieren will. Das liefe aber dann in der Konsequenz auf eine Spaltung der Partei hinaus. Das wäre dann aber natürlich eine Debatte, die auf einem ganz anderen Blatt steht.
Über eine Verschiebung der Wahl des Fraktionsvorstandes bis zum Parteitag im nächsten Jahr, wo der Parteivorstand neu gewählt wird, sollte man in der Tat nachdenken. Das könnte vielleicht einiges entschärfen,, auch wenn sich bis dahin für den Parteivorsitz personell noch einiges aufgetan haben sollte.
@ ahallbauer
Ich möchte keinen als Parteichef, der einigen von uns letztlich noch Antisemitismus unterstellt hat, Wunschkandidat hin oder her, auch der Kandidat des FDS darf nicht polarisieren.
Außerdem muß man auch nicht immer den Platzhirschen den Vorrang lassen.
Die Personaldiskussion über den Vorsitz sollte man aber wirklich besser erst nächstes Frühjahr führen, hier geht es ja eigentlich um die Wahl zum Fraktionsvorsitz, die in einem Monat ansteht.
Wenn die Strömungen die verschiedenen Positionen deutlich machen und so den Diskurs erleichtern, könnten sie nützlich sein, dazu braucht es aber einen bewußten Umgang mit ihnen.
Statt auch die Gemeinsamkeiten ab und an mal zu benennen, werden durch die verschiedenen Flügel momentan meist nur die Differenzen hervorgehoben, daß nervt.
Wir wollen ja aus den verschiedenen Positionen heraus einen gemeinsamen Weg finden, daß sollte man nicht ganz aus den Augen verlieren, daß Parteiprogramm soll dabei ja behilflich sein.
Du benutzt den Ausdruck“ Rechtssozialdemokratisch“, ich fühle mich davon beleidigt.
Was wäre an einer sozialen Demokratie schlecht?
Ich finde das ist eine anstrebenswerte Gesellschaftsform, deswegen bin ich bei den Linken, weil die dem am nächsten kommt.
Sahra Wagenknecht hat sich immer fair verhalten, man hört von ihr nie irgendeine Unterstellung oder ein böses Wort über andere Parteimitglieder.
Nach diesem Kriterium wäre sie absolut geeignet, man muß sich wie gesagt nur leider bedauerlicherweise die Frage stellen, welche Signalwirkung ihre Aufstellung auf die Bevölkerung hat.
Wenn die daraus den Schluß zieht, daß wir uns jetzt eindeutig für den Kommunismus entschieden haben, werden wir dafür wahrscheinlich genauso viel Zustimmung bekommen wie die MLPD oder andere kommunistische Parteien.
Ob es vernünftig ist die Wahl für den Fraktionsvorsitz aufzuschieben kann ich nicht beurteilen.
Clara
…uhu…Kommunismus…. uhu…. böses böses Wort….
Und am besten über Nacht – ohne wenn und aber
@Clara:
die derzeitigen 6% für die LINKE bedeuten überschlägig 2 bis bestenfalls 3% im Westen. Sollte man da nicht langsam einmal anfangen nachzudenken?
Hier was ich so unaufrichtig an der ganzen Diskussion finde:
Man kann ja sagen wir müssen die Partei nach “links” verschieben. Wobei zu klären wäre was “links” denn dann heißen soll. Man kann dies auch ausdrücken über jemand wie Wagenknecht oder andere. Soweit erstmal so gut. Nur dann darf man sich auch über das absehbare Wahlergebnis nicht wundern. Wenn dies für die Westler “okay” wäre, weil es eben aus deren Sicht die bessere und richtigere Politik wäre – aus Sachgründen – dann sollen sie aber auch sagen: wir wollen außerhalb des Parlaments (mit 2-3%) versuchen wirkungsmächtig zu werden. Aber genau dies sagen sie nicht. Oder anders: die Verbalradikalisierung nutzt weder den Menschen noch den Funktionären. Warum machen die das also? Und in diesem Zusammenhang ist dann auch Wagenknecht und Co. zu verstehen.
Meine Vermutung ist die: weil die Delegiertenmandate bis 2014 wieder auf den normalen Stand zurückgefahren werden, versucht man bis dahin möglichst viele Leute zu vergrätzen. Dabei riskiert man dann auch den Zusammenbruch der Partei oder den Fall unter die 5% Hürde. Die politischen Positionen sind in diesem Spiel austauschbar – sie dienen nur dazu dem Rest (also der Mehrheit der Mitglieder) den Verbleib in der Partei unmöglich zu machen. Dies ist im schlimmsten Sinne verantwortungslos und beschreibt genau die Art wie hier Politik gemacht wird: es geht ausschließlich um “die Macht”. Sollte diesen Leuten das Spiel gelingen und sie nach 2014 den kontrollierenden Einfluss auf die Partei behalten, dann wird man sehen wie plötzlich aus den Halte- und was-weiss-ich-Linien das Gegenteil wird. Der dann zu erwartende inhaltliche Opportunismus der Schindels und wie die anderen Machterben von Lafo heißen, wird jede berechtigte Kritik an dem Kuschelkurs einiger FdS in den Schatten stellen. Mark my words. Es geht nur um das eine.
Vorschusslorbeeren
“In der Öffentlichkeit wird die promovierte Volkswirtin einerseits meist als „Kommunistin“ bezeichnet, andererseits….”
Sahra Wagenknecht mag ja vieles sein, aber weder Volkswirtin, noch promoviert(e). Vielleicht wirds ja noch.
Hallo Aries,
eine PDS-Verteilung West-Ost von 1:5 scheint für Sie normal zu sein.
Für die deutsche Bevölkerung ist ein eher umgekehrtes Verhältnis aktenkundig. Auch in die Bundestagsfraktion der Linken ist der Westen in der Mehrheit – Wählervotum sei Dank.
Die Christine-Ostrowski-Schiene (“reine Ostpartei”), die Sie offenbar ansteuern wollen, führt zielsicher zu überteuerte, weil privatisierten Wohnungen & rechtsradikale Gesprächspartner. Diese Dame ist mittlerweile dankenswerterweise parteilos.
Wer Grammatikfehler findet, darf sie behalten…
Darum, linksman, wäre es doch besser, mensch ließe gleich allein die Westbevölkerung sprechen, die Ostrowskis wären wirklich erledigt und niemand bräuchte sich mehr um Regierungsbeteiligungen zu streiten. Der Verbleib in der (außerparlamentarischen) Opposition wäre nachhaltig gesichert.
@aries:
Das mit dem Macht (und dem Opportunismus) sehe ich genau so. Dass sie aber “der Mehrheit” den Verbleib unmöglich machen wollen, kann ich nicht wirklich glauben.
Die werden sie schon allein wg. Beiträgen und Infoständen mitnehmen wollen – ob das gelingt ist eine andere Frage.
Ich würde denen auch nicht jede Toleranz absprechen wollen. Mit Gysi, Bartsch und (vielleicht sogar) Bockhahn als Kreiskassierern könnten die schon noch leben, na, ja. vielleicht doch nicht unbedingt Kassierer.
@ Jens
Von oben aufgezwängter Kommunismus ist nicht im Sinne des Erfinders.
Den Kapitalismus gründlich reformieren und aber denen die kollektiv leben und arbeiten wollen auch die Möglichkeit dazu geben würde die Interessen vieler berücksichtigen.
@ Aries
Es gibt ja schon Parteien die einen Staatskommunismus anstreben, für diese Option braucht es die Linke nicht.
Man sieht am Zulauf dieser Parteien wie wild die Bevölkerung auf solch ein Gesellschaftsmodell ist.
Sahra Wagenknecht ist glaube ich hochbegabt, es ist eine Schande das es vielleicht besser wäre sie nicht aufzustellen.
Es liegt aber auch an ihr allgemeinverständlich deutlich zu machen, daß sie keine Zwangskollektivierung und Planwirtschaft anstrebt, was hoffentlich so ist.
An unseren aktuellen Vorsitzenden habe ich nicht im Mindesten soviel rumzumosern, daß es für ein nicht wieder antreten reichen würde.
Hätten wir Umfragewerte von 15%, könnten die beiden von mir aus ruhig noch eine Runde drehen.
Ich könnte den Job nicht eine Minute machen, ich würde bei jeder Pressekonferenz in Ohnmacht fallen.
Wenn ich sage sie sollten besser nicht mehr antreten, so ist das ein rein taktisches nerviges Verbeugen vor Wahlumfragen, mehr nicht.
Der Erfolg der Partei muß wichtiger sein, leider.
Wer sich erhofft das die PDL mit neuen Vorsitzenden Einsätze der Bundeswehr befürwortet, der irrt sich aber hoffentlich ganz gewaltig.
Haltelinien sind meines Erachtens genauso wichtig wie exakt aufzuzeigen wo man hinwill und dabei nicht zu weit gehen zu wollen.
Beide Flügel müssen aufeinander zugehen.
Diese Untergangsszenerien zu spinnen ist doch Energieverschwendung, effektiver ist es darüber nachzudenken wie man ihr Eintreten verhindern kann.
@ Linksmann
Die westdeutsche Bevölkerung steht aber im Schnitt den moderaten Positionen der Ost.-PDL doch noch etwas näher als den teilweise eher radikalen Positionen der West-PDL.
http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,788163,00.html
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Zitat:
“Sie steht im Gegensatz zu Sahra Wagenknecht für eine neue Linke”, es brauche einen neuen Politikerinnentyp, “der eben nicht als Apparatschik rüberkommt”.
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Sahra Wagenknecht kommt nun wirklich nicht als festgefahrener Apparatschik rüber, sich so zu äußern ist sehr unfreundlich.
Ich möchte etwas berichtigen;
Hätten wir Umfragewerte von 10%, könnten die beiden von mir aus ruhig noch eine Runde drehen, muss das heißen.
Inhalte sollte wichtiger als personalien sein, die scheinen schon entschieden, auf Stimmen die keine Planwirtschaft wollen wird überhaupt nicht eingegangen, es ist egal wer aufgestellt wird.