Weniger Arbeitskreise

Weniger Arbeitskreise

Nach dem Motto „weniger ist mehr“ hat die Linksfraktion im Bundestag am Dienstag beschlossen, die Zahl der Arbeitskreise von sieben auf fünf zu verringern. Das berichtet die Süddeutsche und ergänzt die Nachricht mit dem Hinweis, die 76 Abgeordneten hofften „durch eine straffere Organisation auf mehr Schlagkraft“. Auf diesem Weg wäre allerdings noch eine weite Strecke zu gehen: Die Fraktion ist, freundlich formuliert, überorganisiert. Derzeit sitzt ein Viertel der Abgeordneten im 19 Köpfe zählenden Fraktionsvorstand, jede Menge Stellvertreter und Arbeitskreis-Leiter, Mitglieder mit beratender und beschließender Stimme, auch die Doppelspitze der Partei ist repräsentiert. Bislang unbekannt ist, wie der Neuzuschnitt der Arbeitskreise aussehen soll – ob also zwei der kleineren in größere integriert oder aber das ganze Tableau neu aufgerissen wird. Eine weitere Entscheidung der Fraktion betrifft die Zulagen, die im vergangenen Sommer für Schlagzeilen sorgten, weil Klaus Ernst zu seinen Diäten und dem Gehalt als Parteivorsitzender noch 1.913 Euro von der Fraktion erhielt – auf die er seit September 2010 übrigens verzichtet. Laut Beschluss sollen künftig nur noch Vorsitzende und parlamentarische Geschäftsführer zusätzliche Vergütungenin Anspruch nehmen können. Parlamentsgeschäftsführerin Dagmar Enkelmann hat laut Süddeutsche indes ihren Verzicht angekündigt, wodurch erst einmal nur Gregor Gysi eine Zulage bezieht. Mit der noch ausstehenden Reform der Fraktionsspitze, bei der im August eine zweite Vorsitzende gewählt werden soll, könnte sich das dann wider ändern. (tos, Foto: aus Sisyphos macht Pause von Siegfried Schütze, das Bild hängt im Fraktionssaal der Linken)

 

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3 Kommentare zu “Weniger Arbeitskreise”

  1. Mathis Oberhof sagt:

    Na endlich. Klasse der Verzicht von Dagmar Enkelmann, wie vorher schon der Verzicht auf Parteigehalt von Halina Wawzyniak und Raju Sharma. Das sind Schritte, die viel mehr als 1000 verbale Bekundungen die Andersartigkeit der LINKEN ( zumindest der genannten) beweist.
    Im übrigen sind Juristen ja durchaus der Meinung, das eine finanzielle Besserstellung von mehr als dem/r Fraktionsvorsitzenden VERFASSUNGSWIDRIG sei. Nun kann auch hier der Verfassungsschutz getrost die Ermittlungen auf die cdu, csu, spd und fdp konzentrieren.(ironiezeichen)

  2. Mathis Oberhof sagt:

    Frage an Radio Eriwan. Gibt es eine Benachrichtigungsfunktion bei lafontaines-linke, wenn ein neuer Artikel online ist?

  3. tos sagt:

    @Mathis: Im Prinzip ja …

    … nein sogar tatsächlich: per rss kannst du dir alle aktualisierungen automatisch anzeigen lassen, neue posts werden zudem via facebook und twitter annonciert

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