Spiegel schreibt, SPD fragt

Spiegel schreibt, SPD fragt

Im April hatte der Spiegel ein „rotes Wunder“ entdeckt, nun macht die SPD eine parlamentarische Angelegenheit daraus: Die Partei verlangt mit einer kleinen Anfrage „Aufklärung über verschwundenes SED/PDS-Vermögen“, Anlass für das Interessen ist den Sozialdemokraten besagter Beitrag des Hamburger Magazins. Der bestand vor allem aus Geraune: Haben etwa „Gelder aus dem verschwundenen SED-Vermögen geholfen“, das Linkspartei-Blatt Neues Deutschland über die Nachwendezeit zu retten? Hat der Führungszirkel der damaligen „PDS eine Art Tarngesellschaft“ gegründet, „um seinen Einfluss auf das Blatt und Geldströme zu ihm verschleiern zu können“? Und stammten Spenden des „Vereins der Freunde des Neuen Deutschland“, mit dem in den neunziger Jahren die Zeitung gerettet wurde, etwa aus „verschwundenem SED-Vermögen“? Nun, der Spiegel einen Verdacht, jedoch „keine endgültigen Beweise, aber Indizien“. Die SPD nimmt den Faden jetzt auf: Von der Bundesregierung will sie erfahren, ob der „Erkenntnisse über die Gründung einer Auffanggesellschaft mit Hilfe von SED/PDS-Finanzmitteln“ vorliegen, „die mit dem Ziel etabliert worden sei“, den Übergang des ND „in die Marktwirtschaft zu sichern“. 16 weitere Fragen folgen – und Schwarz-Gelb wird nach der Sommerpause darauf antworten. Dann dürfte pünktlich zu den Herbstwahlen das Raunen über die verschwundenen SED/PDS-Millionen in die nächste Runde gehen. (vk, Foto: tos)

 

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4 Kommentare zu “Spiegel schreibt, SPD fragt”

  1. Linksman sagt:

    Hin und wieder sind ja alte Dokus zu sehen, in denen Helmut Kohl Spiegel-Journalisten mit verächtlich-mitleidigen Blicken und Sprüchen abkanzelt.
    Heute frage ich mich, ob “Birne” damit vielleicht nicht sogar Stil bewies…

  2. Jens Raabe sagt:

    Oh schön… das dürfte uns im Osten wieder ein paar zusätzliche (zur Zeit leider unverdiente) Stimmen bringen!

    So ne nette Rote Socken Kampagne hilft uns immer… :D

  3. Steffen sagt:

    Das fragt eine Partei wie die SPD die ein Kreuzfahrtschiff betreibt inkl. millionenschwere Reiseagentur, die viele Verlage kontrolliere usw.

    Da sollte die Linke mal eine kleine Anfrage starten inwiefern die von der SPD betrieben Politik damit in Zusammenhang steht …. man könnte ja glatt vermuten das die SPD Konzernpolitik macht weil sie selber einer ist.

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