Drei Nachrichten
Klaus Ernst hat mit der Nachrichtenagentur dapd gesprochen. Beziehungsweise diese mit ihm. Der Linkenvorsitzende erhöht damit seine Medienquote, und die Newsmacher ihre Produktionszahlen: Gleich drei Einzelmeldungen tickerte die Agentur am Mittwochmorgen, um 5 Uhr räumte Ernst eine „Mitschuld an schwachen Wahlergebnissen“ ein; eine Stunde später warf er der „SPD Abschreiben vor“ und um sieben setzte der Linkenchef „weiter auf Lafontaines Rat“.
Wirklichen Neuigkeitswert besitzt keine der drei Meldungen, selbst wenn die erste mit dem Wörtchen „erstmals“ diesen Eindruck erweckt. Doch auch wenn die Doppelspitze nach den Frühjahrswahlen zunächst keine Neigung zur Selbstkritik hatte erkennen lassen, inzwischen hat sie sich mehrfach so geäußert, wie nun Ernst zitiert wird: „Aus Berlin gab es keinen starken Rückenwind, mit Querelen und Personaldebatten wirbt man keine Wählerstimmen. Da haben wir uns selbst geschadet.“ Dass die SPD bei der Linken „abkupfert“ ist auch bloß die Variation eines alten Bekannten: Links wirkt, die Partei als Korrektiv, das die anderen vor sich her treibt. Genau hier allerdings liegt ein Problem der Partei, denn wenn nun auch andere die „Kernthemen“ der Linken aufgegriffen haben, vielleicht nur rhetorisch und nicht ganz so weit gehend, aber immerhin, dann wird das sicher nicht dem Urheber gedankt. (vk)
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Da kann man mal sehen, wie sehr sich die Welt für diesen Vorsitzenden interessiert, dies hier wird wohl der einzige Kommentar bleiben, selbst auf diesem Blog hier…!!! Wenn es nicht so “Ernst” wäre, könnte ich darüber sogar lachen…