Fünf Abwahlanträge
Update: Der Landesparteitag hat seinen kleinen Eklat produziert, er
hat Xaver Merk mit 56 Prozent zum neuen Landessprecher gewählt und Eva Mendl im Amt bestätigt. Der umstrittene Landesschatzmeister Ulrich Voß kam seiner Abwahl durch Rücktritt bevor, was zu großer Erleichterung im Saal führte. Da waren einige Gegner des so genannten Ernst-Lagers aber bereits unter Buh-Rufen auf dem Saal gezogen. Weiter unten Links zu Berichten über das Delegiertentreffen.
Wenn die Linke es mit Selbstbeschäftigung mal wieder zu weit
getrieben hat, wenn die Zeitungen nur noch über interne Kämpfe berichten wenn niemand mehr über Inhalte spricht oder diese bloß als Folie für anderes dienen – dann wird gern „zurück zur Politik“ gerufen. Man darf erwarten, dass Klaus Ernst genau dies am Samstag im Schwäbischen tut. Ob aber die bayerische Linke, von der zuletzt allenfalls ein schwer nachvollziehbarer Konflikt um die Schatzmeisterei, um Mitgliederzahlen und das Sagen im Landesverband nach außen drang, einen solchen Schwenk beim Parteitag in der Schmutterhalle von Asbach-Bäumenheim hinbekommt, ist fraglich. Ein Antrag fordert gar den Abbruch des Treffens, weil der Delegiertenschlüssel nicht korrekt sei. Gegen den umstrittenen Schatzmeister Ulrich Voß liegen gleich drei Abwahlanträge vor, weitere sind gegen Landessprecherin Eva Mendl und das kommissarische Vorstandsmitglied Gilberte Lebien-Schachner gerichtet. Sollte der Parteitag überhaupt bis zum Tagesordnungspunkt Wahlen kommen, muss sich auch Xaver Merk dem Votum stellen, der Gewerkschafter war nach dem Rücktritt von Landessprecher Michael Wendl im Sommer auf den Posten nachgerückt. Ein weiterer Antrag zielt gegen die Landesgeschäftsführung unter Niels Holger Schmidt und fordert die Einführung eines Generalsekretärs: Dieser solle von den Mitgliedern gewählt, dadurch gegenüber einem bloß „ausführenden“ Geschäftsführer gestärkt werden und so die „häufig lähmende Pattsituation im Vorstand“ beenden. Die ebenso missliche wie selbst verursachte Lage der Bayern-Linken wird mit der Einführung neuer Ämter wohl kaum zu beenden sein. Landespolitische Anträge fanden sich bis Samstagmorgen übrigens nicht in den Parteitagsunterlagen. (vk)
Reichlich Eigentore: Bericht im BR
Total zerstritten: Beitrag in der Süddeutschen
Buhrufe im Saal: Spiegel online vom Parteitag
Eklat beim Parteitag: Focus berichtet
Kabarett im Mandatssicherungsverein – Indymedia
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Zitat “Landespolitische Anträge fanden sich bis Samstagmorgen übrigens nicht in den Parteitagsunterlagen.”
Doch. Alle Jahre wieder der obligatorische Antrag zum “NAHOSTKONFLIKT”. Sodasprudler einpacken! Es gibt hunderte Konfliktherde auf der Welt, die seit Jahrzehnten bestehen und (hundert)tausende Opfer kosteten. Interesse, mal was anderes zu thematisieren? Gleich null. Da kommt dann schon mal ein gewisser Verdacht auf…. .
hier kann sich jede/r mal nach Wunsch was anderes raussuchen: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_andauernden_Kriege_und_Konflikte
Da haben wir noch was schönes für unsere Antiimperialisten: Der Tripura-Konflikt. : Die NLFT strebt die Unabhängigkeit Tripuras an. Sie behauptet, gegen den Kapitalismus zu sein. Ist doch quasi das, was gewünscht wird. Sehr viel mehr Ahnung als über den “NAHOSTKONFLIKT” muss man auch nicht heucheln. Und es sind mal ein paar andere Namen….
Zum o.a. “Palästinasolidaritätsantrag” folgender offener Brief:http://haskala.de/2010/12/08/antrag-„palaestinasolidaritat“-ablehnen/
ein kleiner Hinweis in Sachen der “Moderation”: in den vergangenen Tagen ist hier bei eingehenden Kommentaren ein inflationärer Gebrauch des Wortes “Nazis” oder irgendwelcher Vergleiche, nach denen diese oder jene Linke eigentlich auch irgendwie Nazis seien, aufgefallen. Es wäre hilfreich, wenn sich das wieder legen könnte, dann müssen wir auch nicht so viel löschen.
@tos: Wer mit den von Dir angesprochenen Vergleichen zu derart skurilen Ergebnissen kommt, hat in einem linken Forum tatsächlich nichts verloren. Was die gewünschte Nichtverwendung des Unwortes “N….” angeht, bin ich aber irritiert. Wie sonst oder anders soll denn der braune Hauptfeind treffsicher und links-korrekt bezeichnet werden?
@J.A. – Wer Nazis Nazis nennen will, soll das tun, es geht um Vergleiche a la Linke = Nazis und dergleichen
@tos: Gut, dann sind wir uns einig! Deine Worte “Inflatonärer Gebrauch” hatten mich ein wenig verunsichert. Entschuldigung!
Die Wirkung über Bayern hinaus ist verheerend. Wie lange leistet sich die Partei noch einen Vorsitzenden, dem selbst bei einem “Heimspiel” fast die Hälfte der Parteitagsdelegierten nicht mehr zuhören will ?
Was die Meldungen des bayrischen Rundfunks von Heute anbelangt, anbelangt muss man sich als Linker in Bayern wieder einmal schämen. Der Antrag die ganze Veranstaltung in Asbach-Bäumenheim durch ein Ende mit Schrecken abzubrechen wurde mit 77 zu 97 abgelehnt, und beim anschließenden Schrecken ohne Ende verliesen dann zahlreiche Anwesende unter Buhrufen die Halle, anstatt den Worten unseres “völlig neutralen” Bundesvorsitzenden zu lauschen. Und zur wichtigsten Frage, wie diese Situation in Bayern bis 2013 mit friedlichen Mitteln gelöst werden kann? Am Weißwurst-Äquator wäre man froh, wenn jemand brauchbare Vorschläge hätte, ohne dass die jeweils andere Seite dadurch massiv geschädigt wird, ich seh jedenfalls derzeit schwarz.
Sehr schön, Rainer M. Lindner im erw. Lavo und jetzt noch Teresia Schmucker-Roth in die Schiko bitte.
http://www.dielinke-coburg.de
Es ist komplett verantwortungslos in dieser Situation, d.h. bei ungeklaerten Mitgliederzahlen und damit ungeklaertem Delegiertenschluessel, einen Landesparteitag einzuberufen. Die Mitgliederlisten schnellstens durchzuarbeiten, belastbare Zahlen zu veroeffentlichen und somit einen nachvollziehbaren Deligiertenschluessel zu erstellen ist die vorrangige (!) Aufgabe des Landesvorstandes Bayern (und anderer LV in denen die gleiche Frage ansteht). Ohne diese Massnahme ist die Partei unglaubwuerdig und kann unmoeglich in eine politische d.h.inhaltliche Diskussion einsteigen. Das sind demokratische Selbstverstaendlichkeiten und hat nix mit Stroemungen zu tun. Das totale Versagen des Landesvorstandes in dieser Frage ist nicht nachvollziehbar. Politische Fuehrung sieht anders aus.
Die Mitgliederlisten durchzuarbeiten und säumige Mitglieder anzuschreiben ist zuerst einmal Aufgabe der jeweiligen Kreisschatzmeister/Mitgliederdatenverwalter in den Kreisverbänden.
Wenn jemand wie Voss in seinem eigenen Kreisverband + 50 % Nichtzahler hat, spricht das nicht gerade für die Glaubwürdigkeit des abgewählten Landesschatzmeisters.
@Rene
Ich habe die Zaheln über KLärungsbedürftige Mitglieder in den KVs vorliegen. Der von dir monierte KV Ambager hat bei weitem keine 50% zu klärende Mitglieder – genauer gesagt gehört er zu den besten 10 Kreisverbänden (was man von deinem KV nicht sagen kann; KV Amberg 34 Mitglieder von denen 27 als definitiv zahlend eingestuft sind; KV Coburg 105 Mitglieder von denen 64 Mitglieder zahlend sind; Quelle Landesfinanzrat und C.Rajda; Stand Anfang Oktober). Bitte bei den Fakten bleiben, und nicht mit einem verurteilenden Finger auf andere den Splitte im Auge anderer zeigen, wenn im eigneen ein ganzer Pfahl steckt.
Übrigens gibt es keine Rangfolge bei Verpflcihtung die Mitgliederkartei zu verwalten. Seit dem letzten Bundesparteitag können sowohl Kreisvorstände als auch Landesvorstände diese Aufgabe wahrnehmen – eine Rangfolge ist hierbei nicht vorgesehen.
@rené und Mümmel: Bereits Eure Auseinandersetzung öffnet den Vorhang einen kleinen Spalt, und erlaubt einen kurzen Blick auf die linke bayerische Bühne. Demnach scheint dpa gestern keine Ente verbreitet zu haben, als es in einem Bericht von diesem Parteitag hieß: «Es kam zu freudenreichen Ausbrüchen, die teilweise tierischen, barbarischen Charakter hatten»
Beschriebn wurde damit das sogenannte Ernst-Lager.
So ist das mit den Zahlen. Das unsere Neueintritte des Jahres 2010 in den KV Coburg als Nichtzahler (eben weil Voss seine Arbeit als Landesschatzmeister nicht gemacht hat) in diese Statistik mit einflossen ist Dir wohl nicht bekannt. Dies wurde übrigens von Voss auf der entsprechenden Landesfinanzratssitzung auf Nachfrage unseres Mitgliederdatenverwalters auch so bestätigt.
Macht ja nichts. Jetzt weisst du es jedenfalls.
Diese Woche sind die Listen der beitragssäumigen Zahler an die Kreisverbände verschickt worden. Wir in Coburg haben 12 säumige Zahler.Bei aktuell 117 Mitgliedern ein durchaus ordentlicher Wert.
@Jürgen
Ich bin schon seit Monaten auf der Suche nach diesem sogenannten Klaus-Ernst-Gewerkschaftslager. Wir können jedenfalls nicht dazugehören. Unsere aktiven Gewerkschafter im KV kann man an einer Hand abzählen.
@Rene
Ich hab auch die Zahlen für letztes Jahr – da war es bei euch ähnlich.
ABer gut, dass ihr das jetzt gelöst habt.
Ändert aber nichts daran, dass du über Maberg hier die Unwahrheit verbreitet hast.
@Jürgen
besagtes zitat stammt von mir – in der Presse ist es ein wenig aus dem Zusammenhang gerissen. Und auch der Tonfall in dem es gehalten wurde kann natürlich nciht richtig wiedergegeben werden.
Es war Teil einer Kritik gegen Grenzen überschreitender Formen der Auseinandersetzung. Es war kein ganzer Flügel damit gemeint, sondern einige Akteure die sich zu Dingen hinreißen ließen, die einfach unwürdig waren. Aber dafür können deren MitstreiterInnen innerhalb des selben “Lagers” wenig.
Dass Zitat von dem “tierischen, barbarischen Charakter” stammt ja von Michael Treitinger selbst und ist seine eigene, private Beobachtung und Einschätzung. Tatsächlich war der Parteitag erleichtet, als der Schatzmeister seinen Rücktritt erklärte. Enttäuschung gab es allerdings, als er sich weigerte, seinen Rücktritt zu unterschreiben. Tumulte wurden allerdings (das war gut zu beobachten) durch das AKL-Lager ausgelöst, das ja nicht damit klar kommen kann, das es sich in der klaren Minderheit befindet.
Ein Teil der Erleichterung über den (nicht ganz vollendeten) Rücktritt des Schatzmeisters dürfte nicht nur aus seiner stetigen Weigerung, seine Arbeit zu tun resultieren, sondern auch daraus, dass er im Rechenschaftsbericht sogar die Säuberungen des Stalinismus und eine “andere dunkle Zeit” Bemühen musste, um sich als Opfer zu stilisieren.
Den Parteitag einzuberufen war auch übrigens nicht verantwortungslos, sondern Pflicht des Landesvorstandes. Diese ergibt sich aus der Landessatzung.
Das war keine Erleichterung, das war einfach umenschlich in Teilen.
Ich werde nicht wiedergeben, was in dem Moment tlw. gerufen wurde – aber solche Dinge gehören in keine Partei.
Es ist legitim und konsequent jemanden zum Rücktritt aufzufordern oder abzuwählen, wenn man mit seienr Arbeit unzufrieden ist. Aber die Stimmung bei einigen war so, dass sie nicht nur die poltische Person des Landesschatzmeisters beenden wollten, sonden eine konkrete Person vernichten wollten.
Das Gerücht bzgl. eines AKL-Lagers ist falsch – es gibt auch prominente sl- und fds-Mitglieder in Bayern die sehr Ernst-kritisch sind ebenso wie es auch AKL-Mitglieder gibt die ihm defintiv sehr gewogen sind. (Bei Bedarf kann ich die prominenteren der jeweiligen Gruppen auch nennen).
Einseitige Schuldzuwesungen sind übrigens unangebracht – sie sind Öl in die Flammen eines brennenden Hauses.
Analytisch gesehen gibt es keinen links-rechts-Konflikt in Bayern sondern einen zwischen Zentrum und Peripherie. Könnte man jetzt breiter ausführen, muss aber nicht unbedingt hier sein.
Übrigens hat sich Voß nicht geweigert einen Rücktritt zu unterschreiben – er hat ihm am Mikrophon öffentlich erklärt und hat dann den Parteitag verlassen. Sprich er war nicht mehr da um etwas schriftlich zu erledigen. Bitte keine falschen Legenden in die Welt setzen.
@Mümmel Du hast Recht. Ich habe Dachau mit dem KV des ehem. Landesschatzmeisters verwechselt. Es ist aber auch schwer, bei solch vielen kleinen Kreisverbänden in Bayern den überblick zu behalten.
Da sollte der Lavo in Zukunft unterstützend einwirken und kleine Kreisverbände,die Mangels aktiver GenossInnen vor Ort oft arbeitsunfähig sind zu größeren Kreisverbänden (falls von der Basis gewünscht) zusammenlegen.
Ich möchte als gelungenes Beispiel eines Zusammenschlusses kleinerer Kreisverbände auf unseren Partnerkreisverband aus Sachsen, den KV Meissen http://www.dielinke-meissen.de/ , hinweisen.
@mümmel: Na ja, in Presseberichten war gestern auch die Rede von “Chaos”,”Tumult” uswusf – und zwar ohne Rückgriff auf einschlägige Zitate von Delegierten. Das ging wohl auf eigenes Erleben der Berichterstatter zurück. Wer selbst vergleichbare Situationen in der linken Parteiwirklichkeit erlebt hat, tut sich mit dem notorischen Strickmuster, wonach solche Berichte immer “Erfindungen des Klassenfeindes” sind, inzwischen doch recht schwer. Mir drängte sich daher nicht auf, von einem harmonischen, unter Einhaltung üblicher Kulturstandards abgehaltenen Parteitag der bayerischen Linken auszugehen. Ich denke, Deine erklärenden Hinweise verstanden zu haben. Gespannt bin ich auf die bestimmt nicht ausbleibenden Bild- und Tondukumente.
@rené: “Ernst-Lager” war der von mir verwendete Begriff. Als Gewerkschafter lege ich großen Wert darauf, dieses “Lager” nicht auch noch durch Verknüpfung mit dem Wort “Gewerkschaft” quasi zu “adeln”. Damit würde ich der großen Mehrzahl meiner Kolleginnen und Kollegen Unrecht tun. bei Deiner Suche nach einem “Klaus-Ernst-Gewerkschaftslager” wirst Du wohl nie fündig werden.
“durch das AKL-Lager ausgelöst, das ja nicht damit klar kommen kann, das es sich in der klaren Minderheit befindet.”
Das AKL-Lager, das übrigens genauso bunt zusammengesetzt ist wie Rene`s “Klaus-Ernst-Gewerkschaftslager” würde sehr wohl damit klar kommen, aber wenn die eine Seite aus knapp über 50% Mehrheit partout eine 100% Mehrheit machen will und die restlichen 44% aus jeglicher Entscheidungsfindung ausschließt.
Pluralität funktioniert eben nicht, wenn im Nebensatz die Aussage daher kommt — aber nicht mit denen.
ein “klaus-ernst-lager” gab es am samstag garnicht. klaus ernst stand weder zur wahl noch zur abwahl. auch ein “gewerkschaftslager” ist nicht sichtbar. es gab und gibt gewerkschaftler, die für ulrich voß eintraten und es gab und gibt welche, die seine abwahl forderten. es gab in asbach ein “ulrich-voß-lager” und das wurde im wesentlichen durch den bayerischen akl-koordinierungsrat angeführt und inspiriert. ob es nun “ulrich-voß-lager” oder “akl-lager” genannt wird, ist eigentlich egal, es geht ja darum diese fraktionen zu bezeichnen.
der schatzmeister hat sich übrigens wohl geweigert, seinen rücktritt formal korrekt zu machen. er hat dies nach seiner ankündigung gegenüber der landessprecherin rundweg verweigert. aber das passt eben auch vollkommen ins bild seiner “amtsführung”
Es gab auch kein Ulrich-Voß-Lager, nicht jeder der gegen Klaus Ernst ist, ist damit automatisch für Voß. Man kann auch gegen beide sein (und das waren gar nicht so wenige; mindestens die Differenz zwischen den Abwahlzustimmern und – enthaltern minus die Zahl der Merk-Whäler; also mindestens 15% der Delegierten haben sich so verhalten -)
Nach Durchsicht der Presse u. der Stellungnahmen hier ist mir nicht klar, für welche landespolitischen Positionen gefochten wird. Die Bereinigung der Mitgliederstatistik um die Nicht-Zahlenden ist in NRW ein relativ geräuschloser Routineprozess. Die Verhärtungen von Positionen und die Selbstbezüglichkeit scheinen mir eher das Resultat der Vereinzelung und Isoliertheit vieler Linken in der jahrzehntelangen Diaspora-Situation zu sein. Das Schauspiel des LPT könnte von der verunsicherten Arbeitnehmermitte, den an den Rand Gedrängten und den kritischen Bildungsbürgern als Beleidigung ihrer drängenden Fragen aufgefasst werden statt als Antworten, für die es sich lohnen könnte, die Partei zu wählen. Wollen die Mitglieder des Landesverbandes das?
@Bernhard Sander: Ich empfehle die Lektüre der heutigen Süddeutschen Zeitung. Bericht ist mit “Linkes Chaos” und der Kommentar mit “Pöstchen, Pfründe, Macht und Geld” überschrieben. Lesenswert! Leider ist es anderswo in dieser West-LINKEN nur selten anders! Neueste Masche des Parteivorsitzenden: In notorisch primitiv-antikommunistischer SPD-Manier hat er die PDS als eine Art Herd der Unbotmäßigkeit ausgemacht. Der Mann scheint als regelrechte Wahlkampflokomotive für die bevorstehende Landtagswahl im benachbarten Baden-Württemberg zur Hochform aufzulaufen.
So, wie das Voß-AKL-Lager aufgetreten ist, sind ihnen diese Fragen egal. Solange sie die Partei nicht “retten”, darf es natürlich keine Erfolge und keine Politik ausser diesem Skandalstadl geben. Wer sich da mit Schildern und Transparenten “gekaufte Opportunisten” u.ä. hinstellt, dem ist eh schon alles wurscht. vor allem die LINKE. Und jeder Dialog. Der will nur noch Randale.
@mümmel treitinger: “Analytisch gesehen gibt es keinen links-rechts-Konflikt in Bayern sondern einen zwischen Zentrum und Peripherie. Könnte man jetzt breiter ausführen, muss aber nicht unbedingt hier sein.” schade, das klingt doch mal interessanter als die ewige lager-theorie. und vielleicht lernt man ja was daraus?
Aus dem vorgeblichen Widerspruch “Zentrum-Peripherie” der die nächste Nebelkerze ist, kann man nichts lernen. Denn es gibt ihn nicht. Alleine was meinen Bezirk angeht, waren KVs Aschaffenburg und Würzburg mehrh. für das Voß-AKL-Lager, andere: Schweinfurt, Main-Röhn dagegen. Periphere Kreisverbände wie Hochfranken, Donauries+Dillingen, Traunstein, Coburg, Oberland, Passau waren gegen das VOß-AKL-Lager, andere wie das Allgäu, Miesbach, Starnberg, Rosenheim dafür. Augsburg wohl eher für AKL-Voß, Regensburg gespalten. Daran lässt sich doch nichts ablesen. KV München war ja auch nicht einheitlich.
Ist schon enttäuschend wenn sich so eine gute Alternative wie die Linke in div. Bundesländern selbst zerlegt.
Frage mich was das soll und ob einige Leute nicht ganz sauber sind im Kopf wenn sie aus gekränkter Eitelkeit, verletztem Ego, wegen Pöstchen und Co alles sabotieren und zerstören was sich erst im Aufbau befindet.
Macht Hass und Gier so blind und rücksichtslos ?
Wer solche Freunde in den eigenen Reihen hat der braucht keine Feinde mehr.
Einfach nur schlimm, hab schon öfters gekocht vor Wut wenn man von diesen unbeherrschten Haufen liest die durch private Fehden alles zerstören.
Die sollen sich zusammenreissen, alle !
Für sowas zahle ich keine Mitgliedsbeiträge !
@tos
Es wird dazu in den nächsten Wochen oder Monaten eine ausführliche Analyse geben – auf Wunsch kann ich sie dir zukommen lassen.
@L.Rank
Zentrum und Peripherie sind nciht unbedingt Begriffe die sich auf Territorialität beziehen – wobei dies hier auch eine (wenn auch nicht die Zntrale Rolle) spielt. Übrigens waren von den 35 Delegierten aus Nürnberg und München 34 sehr eindeutig auf Seiten der Gruppierung die zuweilen unter dem Slogan “Starkes Zentrum” agiert. Ich bin selber aus München und kenne auch die Nürnberger sehr gut (alleridngs bin ich selber Delegierter des Jugendverbandes).
Zentrum heißt hier halt auch etwas komplexeres – es ist einerseits eine Anschauung (Motto:”starkes Zentrum”; besagt, dass es eine angebliche Nicht-Strömung gibt die eine legitime Dominanz gegenüber dem Pluralismus der Strömungen gibt), andererseits eine Organisationsform (Dominanz der Abgeordneten, Hauptamtlichen und Geschäftsführenden Vorstände gegenüber der Selbstorganissaiton der Mitglieder) weiterhin aber auch ein Performance-Stil (wechselnde APrtner aus den Flügeln zur eigenen Überrepräsentation) und eine gewisse Beliebigkeit der Inhalte da es Erhalt der Zentralposition wichtiger ist, als der politische Inhalt (insofern wird ein Zentrum oft als “mittig” wahrgenommen – wobei die “Mittigkeit” der Positionen eine Folge der des Performance-Stil). Mit Peripherie sind alle diejenigen gemeint die nicht Teil des Zentrums seien können (das Zentrum hat nur ebschränkte Ressourcen um alle integreiren zu können) oder wollen (Vertreter von Basisdemorkatie oder Selbstvertretung oder Anhänger eines Überzeugungspluralismus).
Der Konflitk geht letztlich um Ressourcen (hier verstanden als Zugriff auf Parteimittel, Ämter, Stellen, Hoheit über Kommunikationskanäle). Ressourcen werden eingebracht durch alle Teile der Partei (alle Strömungen, alle Gebietsverbände, etc…). Die Verteilung des Ressourcenverbrauch hingegen ist nicht deckungsgleich mit der Verteilung der Einbringung der Ressourcen. Ein Zentrum verbraucht mehr Ressourcen als es einbringt (die äusseren Flügel – die faktisch immer der Peripherie angehören – bringen hingegen mehr Rssourcen ein, als sie verbraucen). Dies führt zu einer Verdichtung im Zentrum (ambitionierte wollen wg. der Dominanz des Zentrums, eben Teil des Zentrums werden; aber auch andere Motive, wie z.B. die leichtere Möglichkeit politische Aktivitäten einzubringen, machen das ZEntrum attraktiv). Mittelfristig führt dies zu einem Verlust in der Peripherie, was wiederum zu einem Rückgang am Gesamtertrag von Ressourcen führen wird. Es kommt dann der Zeitpunkt, an dem das Zentrum schweren problemen bis hin zum Risiko des eigenen Kollaps ausgesetzt sein wird, da der Ressourcenrückgang zu einem Austoß von Personen aus dem Zentrum führen wird (und dann beginnt das Problem der Auswahl der auszustoßenden und die Fraktionierung des Zentrums).
Bevor es aber soweit kommen wird, wird das Zentrum zunächs der Peripherie, genauer gesagt dem Teil der Peripherie der über eigene Mittel verfügt (meist kleine KVs ohne eigenes Personal in entscheidneden Stelle der höheren Ebenen) die Mittel zu entziehen versuchen um sich selsbt über Wasser zu halten (in Bayern ist dies derzeit z.B. die immer wiederkehrende Auseinandersetzugn über die Mittelaufteilung zwischen LAndesebene und kreisverbänden), was seinerseits aber die konflitke verschärfen wird.
Die äusseren Flügel (“linkere” wie “rechtere”) könnten dieser Entwicklung etwas entgegensetzen, wenn sie sich nicht gegenseitig bekämpfen würden (und jeweils um die Gunst des Zentrums buhlen würden), sondern sich für eine Stabiliserung einer inerparteilichen Blance einsetzen würden.
Das Konzept des “starken Zentrums” (übrigens so von Ernst und Lafontaine als Selbstbezeichnung gewählt) führt strukturell zu massiven Konflikten, Infolge der Verdichtung im Zentrum dessen üerproportionalen Ressourcenverbrauchs. Pluralistische Systeme die auf eien Balance verschiedner Flügel statt auf ein “starkes Zentrum” setzen, mögen nicht gar so schnell zu einem Reesourcenwachstum führen, aber in Zeiten des Ressourcenrückgangs (z.B. durch Einbußen bei Wahlen), erweisen sie sich als integrativer und somit stabiler.
Das war jetzt nur ein kleiner Abriss zum Thema “Zentrum” vs. “Peripherie.
Ich finde meine Ausfühurngen (wenn sie heir auch sehr verlürzt sind) eigentlich sehr zutreffend, bzgl Der Beschreibung der aktuellen Konflikte. Die “Zntrumsgruppe mag mancherorts in Konflikten gegen die “Parteilinke” stehen (in eingien WestLVs), anderswo steht sie aber in Konflikten mit ganz anderen Kräften (z.B. mit vielen Bundestagsabgeordneten aus dem Osten oder in der programmdebatte mit dem fds). Es gitb sozusagen bezüglich “Zentrum” und “Peripherie” zwei Konlfikte – einen um das Zentrum (und wer inn ihm das sagen hat – hier sind Strömungsnalysen sinnvoller) und einer zwischen Zentruzm und Peripherie (und hier sind strukturelle Analysen angebraht). Diese Konflikte verbinden soch praktisch oft miteinander (ausgeschllossene des Zentrums verbünden sich mit der Peripherie um von ihr asu kommend, das Zentrum zu erobern; die peripherie hingegen will eigentlich den Einfluss des Zntrums auf einv erträglich Maß reduzieren; da kommt es dann wg. der partiellen interessengleichheit zu mittelfristigen Bündnissen).
Und hier handelt es sich keineswegs um Nebelbombem. Alleine die KVs die L.Rank aufzählt belegen die Thesew viel eher als dass sie sie widerlgen:
Schweinfurt (übrigens der 4 größte KV von 44 in Bayern) ist der KV von Klaus Ernst und somit sehr eng mit dem Zentrum verwoben (und dementsprechend auch Ressourcennäher), in Hochfranken, Passau, Coburg, Oberland und Main-Rhön sitzen Angestellte von Klasu Ernst und seiner drei Kollengen der Bayern-AG (und entsprechende Büros – eben auhc eine Politressource); Miesbach war auf dem Parteitag übrigens gar nicht anwesend; es gibt keinen KV Alggäu (es gibt aus der region drei KVs – und die gehören alle zur Peripherie – sowohl geographisch als auch strukturell; keine Abgeordentenbüros, keine Mitglieder in übergeordneten Gremien, kein zugriff auf offizielle Kommunikationskanäle der PArtei), gleiches gilt für Aschaffenburg, Starnberg und Rosenheim. Ausnahmen sind Augsburg hat zwar einen MdB, ist aber in keinem höheren Gremium der Partei vertreten. Regensburg ist zwar Vertreten aber nicht durch Personen, die selber viel Rückhalt in Regensburg hätten.
Und wie ebreits gesagt: Zentrum und Peripherie sind hier Begriffe bezüglich der nähe zu Entschiedungsträgern und nicht unbdeingt geographisch gemeint (wobei es da analoge Tendenzen gibt).
Aber wie bereits gesagt: das ganze ein anderem mal ausführlicher.
Ich bitte um Verzeihung bzgl. der Rechtschreib- und Tippfehler. Ich habe das alles in größter Eile geschrieben, weil ich jetzt fort muss. Beim anderen Mal werd ich mir mehr Zeit und somit Mühe geben können. Danke für die Nachsicht.
@L.Rank: Überwinden wir mal kurz das in der LINKEN offenbar vorherrschende allerkleinste Pepita und reduzieren “Zentrum-Peripherie” ausnahmsweise mal nicht auf die Geographie.
Das hier in Rede stehende *Zentrum* ist wohl eher als innerparteiliches Machtzentrum zu verstehen, das zur Vermeidung drastischerer Bezeichnungen auch mit Netzwerk treffend beschrieben wäre. Eine klare politische Positionierung – etwa nach dem Schema Links/Rechts – ist dieser Struktur völlig egal. So erklärt sich auch, dass ihre Leitfigur Klaus Ernst ebenso wenig wie seine netzwerkmäßig weit verzweigten Gefolgsleute für eine Einordnung als “Rechte” oder “Linke” etwas hergeben. Augenscheinlich motiviert sie in erster Linie das gemeinsame Interesse, von dem Kuchen auf dem reichlich gedeckten Tisch bezahlter Politikarbeit ein möglichst großes Stück zu ergattern. Bezeichnenderweise war Ernst auf dem Landesparteitag ganz besonders übelgelaunt, als er mit Hinweis auf die konstanten 10 % in den Umfragen beklagte, dass seine Gegner dabei seien, diese schönen demoskopischen Verheissungen kaputt zu machen. Klar, andere Sorgen scheint dieses Netzwerk nicht zu haben. Die guten Zahlen sind zwar nicht auf eigenem Mist gewachsen und der unsäglichen, asozialen Politik der anderen Parteien zu verdanken – immerhin lassen sie aber auf eine gewisse Zahl guter Plätze an den “Fresströgen” hoffen, sei es als Mandatsträger oder wenigstens als Mitarbeiter in deren Umfeld. Dabei scheint die *Peripherie* als hochgradig störend empfunden zu werden. Flächendeckend sind wohl in der Bayern-LINKEN noch Genossinnen und Genossen unterwegs, die andere Erwartungen mit der neuen Linksformation verbinden und seit geraumer Zeit spüren, dass Euphorie und Naivität häufig eineiige Zwillinge sind. Letztere war wohl im Spiel als man im Stimmungshoch eines ersehnten Aufbruchs schlicht übersah, welchen Leuten man sich anvertraute. Klar, das erzeugt Wut.
Argumente wie diese, die doch immer nur auf Unterstellungen beruhen und darauf abzielen, die LINKE nicht zu stärken und zu einen, sondern zu schwächen und zu spalten, sind es auch gewesen, die eine deutliche Mehrheit des LPT dazu bewogen haben, der AKL die rote Karte zu zeigen und ihren Leitwolf Voß aus dem Amt zu bringen, in dem er der Partei nur geschadet und niemals genutzt hat.
@L.Rank: Bitte nicht so voreilig! Für die Frage, ob der Voß der Partei geschadet hat, wäre ja wohl die Schiedskommission zuständig. Einstweilen würde ich auch deswegen die Backen nicht so aufblasen, weil die Bundestagsverwaltung noch dabei ist, die Rechenschaftsberichte zu prüfen. Im Übrigen geht es nicht um Unterstellungen. Indizien stehen zur Debatte.
A) Ulrich Voß ist gar nciht in der AKL BAyern
b) er ist auch nicht deren Leitwolf (weder offiziell – in deren Sprecherkreis sitzt er nicht; noch informell); er steht inhaltlich der AKL nicht mal nahe (er kommt von den Grünen und ist inhaltlich eher sehr gemäßigt)
c) bis Februar 2010 kannte ihn kaum jemand ausserhalb seines KVs
d) der erste der auf Landesbene gemeinsam mit ihm gearbeitet hat war Harald Weinberg (zu HypoAlpeAdria)
e) er wurde auf dem Shcweinfurter PArteitag eben gewählt, weil er unbekannt war und keine Hausmacht hatte (der Alternativkandidat – Weinberg – galt bereits so als zu mächtig)
Lieber L.Rank könntest du bitte mit deinen wirren Verschwörungstheorien aufhören, das ist doch kein ernsthaftes Niveau. Du wirkst regelrecht aufgehetzt und hetzt dementsprechend selbst.
@Jürgen
Bitte nicht so voreilig!? Wie lange sollen wir denn noch auf die Beweise eines Ulrich Voss warten?
Butter bei die Fische. Voss hatte ausreichend Gelegenheit auf dem LPT oder vorher Beweise vorzulegen. Es kam nichts!!
@rené: Mit Verlaub, ich halte es für ziemlich anmaßend, auf einem Landesparteitag *Beweise” zu verlangen. Der Voß saß doch nicht auf der Anklagebank vor der Grossen Strafkammer eines königlich-bayerischen Landgerichts. Für Beweiserhebungen gibt es in der zivilisierten Gesellschaft Zuständigkeiten; als da z.B. sind: Schiedskommissionen, Gerichte und ggf. parlamentarische Untersuchungsausschüsse – in gewissem Umfang auch Behörden. Damit hat man wohl vermeiden wollen, dass sich etwa eine “aufgehetzte Meute” zur Beweiswürdigung aufschwingt. Ich finde das OK. Im vorliegenden Fall rate ich dringend zur Abkühlung. Zunächst ist wohl die Bundestagsverwaltung dabei, sich die aus Bayern gelieferten Fakten näher zu betrachten. Gänzlich ausschliessen würde ich nicht mehr, dass sich am Ende auch noch die Justiz dieser Vorgänge annimmt. Abwarten und Tee trinken!
Hier übrigens der Ernstsche Lösungsansatz – innerparteiliche Repression:
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/ernst-will-maulkorb-in-der-linken/
Stupende Analyse von mümmel !!!
Endlich hab’ ich mal wenigstens das GEFÜHL, etwas von dem Irrsinn
in “meinem” LV & KV kapiert zu haben. Ähnlich, aber nicht so systematisch, sondern beschwerdemäßig, hatte ich mich ja auch schon geäußert. -> “Stallgeruch” usw.
Unberücksichtigt bzw. in diesem Z-P-Modell nicht expliziert, bleibt das “Oberzentrum” der Parlamentarik, um das in DIESER Analyse beide, Zentrum und Peripherie zugleich, ja tanzen. Verstärkt sicher, weil ein bzw. DER Großteil der FINANZ-Ressourcen eben genau dadurch erst GEWONNEN wird: Genau durch diese Einrichtung (“Institution”) der Parlamentarik u. a. als “Geldmaschine” erhält sie jenen Treibsatz, der die Parlamentarik ihre Ursachen, Erhaltungs- und WACHSTUMS-Bedingungen SELBST JE NEU SETZEN lässt, und so zum SYSTEM, des P.-ismus, “aufsteigt”. (Prädominanz durch “Selbstursächlichkeit”)
Anders als “zentral” (das schließt mümmel jetzt mit ein, weil in Funktion) vielleicht wahrgenommen, bestand zur Gründung 2007 GERADE WEGEN der AUßERPARLAMENTARISCHEN VIELFALT der linken Szenerie aber das BEDÜRFNIS (u. wohl auch berechtigter Bedarf!), nach einer höheren politisch-persönlichen VERBINDLICHKEIT und klarerer linker sozial- u. wirtschaftskritischer Positionen in diesen “Netzen”, die ja viel Grüne, Konservative, SPDler usw. enthalten.
Präambel, progr. Erstentwurf und SATZUNGen (z. B. das zunächst verbindliche Muster für KV-Satz., ich glaube § 2) der Gründungszeit ERWECKTEN auch den Eindruck, das dies ein wichtiges Selbstverständnis der Partei sei. Statt aber dem selbstgesetzen Auftrag tatsächlich nachzukommen, wurden die derart, weniger am Parlamentarischen interessierten NEU-Mitglieder vernachlässigt (Wahlen! Wahlen! Wahlen!) und sogar rausgedrängt.
Bis heute hat es noch keine verbindliche Befragung jedes Mitgliedes gegeben, ob es in einer parteiöffentlichen Liste der EIGENEN Genossen eingetragen zu werden zustimmt. Und erst recht keine Anstrengung, diese Liste dann auch ANGEMESSEN zu verwalten.
Selbst “abstrakte” Zahlen zur Mitgliedschaft wurden/werden lediglich unter der Hand ca. einmal jährlich mündlich durchgeraunt, statt Zu- u. Abgänge 1 mal monatlich wenigstens quantitativ zur Verfügung zu stellen, wenn nicht gleich automatisch up-to-date.
Andererseits waren die Mitglieder-Listen von den KV-/OV-Vorst. gern an NICHT-Mitglieder ausgereicht worden, die diese zur Bewerbung politischer Aktionen NICHT der Partei (!) per Telefon benutzten! (“Äh, du bist ja in der Linken …” “Jaja … wer bist DU denn?”, “Ich bin der … “, “Hm, kenn ich gar nicht, warst Du auf der OV-V am …” “Nee, ich bin ja nicht Mitglied”)
Da ist es schon wieder GUT (gewesen), dass einigen dieser Leute nur “Material” ausgehändigt werden konnte, das die Relationen zwischen Name, Adresse u. Telefonnr. zerstört hatte (Excel ick hör’ dir trapsen – is’ halt keine Datenbank …)
Vor dem Hintergrund des an anderer Stelle nunmehr OFFEN getragenen Kader-Zynismus in der hiesigen Partei (Nbg) erscheinen interessierte “Unfähigkeit” (Hilfsangebote bleiben aber ohne Resonanz) und das GANZE GEFÜCHEL mit den LISTEN im LV inzwischen SEHR WOHL als, – mal mehr mal weniger geschicktes, zumindest versuchtes -, MANIPULATIVES HANDELN, – da helfen auch die Prüfungen von Mümmel u. a. JETZT nicht mehr.