Getrennte Betten
Wer hätte das gedacht: Der Spiegel berichtet über den Kongress
der Europäischen Linken in Paris, allerdings auf seine Weise. Luxus, Lafontaine, Louvre sind die Signalworte einer Vorabmeldung, in der über die EL und ihre Politik, die anstehenden Wahlen und die magere Bilanz zwar keine Silbe zu finden ist, man dafür aber ausführlich über Fragen der Unterbringung informiert wird. Man kann es so zusammenfassen: Oskar Lafontaine ist als Leiter der Internationalen Kommission des Vorstands in einem teureren Hotel einquartiert, auch Klaus Ernst darf als Parteivorsitzender komfortabler übernachten. Das soll andere Mitglieder der zwölfköpfigen Delegation verärgert haben. Etwas mehr über die EL und ihre Konferenz findet man hier, in dieser Kolumne von Walter Baier, hier im Livestream und hier auf der Website. Und den Herren Lafontaine und Ernst sei ein Satz aus dem Vorstandsbeschluss zum Pariser Kongress in Erinnerung gerufen. Die Linkspartei, heißt es darin, stehe „für die Gleichberechtigung aller Linken“. Oder war das nur mit Blick auf die Mitgliedsorganisationen der EL gemeint? (vk)
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Nachtrag: Linksfraktions-Sprecher Hendrik Thalheim sagt: Es handele sich um einen „völlig undramatischen Vorgang“, es habe “keinen Ärger gegeben, das ist an den Haaren herbeigezogen.“ Aktuelle und frühere Parteichefs hätten eine herausgehobene Rolle.
@lieber hendrik Thalheim: “das ist doch völlig unproblematisch.” Die Stellung der aktuellen und früheren Parteichefs ist doch so wie bei allen anderen Parteien und wie beim Papst.
Soweit mir bekannt, ist der (wohl kleine) Unmut eher anderen Dingen geschuldet – dass nämlich Nicht-Delegierte der LINKEN (in dem Fall Ernst) Teile des Redezeitpools der Delegation für sich beanspruchen.
Thalheim äussert sich übrigens schwierig (wohl versehentlich), denn nach einer anderen Erklärung, ist Lafontaine dort nicht als Ex-Vorsitzender, denn als Zuständiger für die internationalen Parteiaustausch.
Aber alles wohl halb so schlimm – halt das allzumenschliche.
Ich war schon auf vielen Kongressen der LINKEN und habe – unabhängig von meiner Funktion – vermutlich billiger übernachtet als unser Führungspersonal – und zwar nicht nur Ernst und Lafontaine sondern wahrscheinlich auch als Bisky, Bartsch oder sonst wer. So what? Das Leute deswegen zum SPIEGEL rennen sagt doch alles… Wenn die “Gleichberechtigung aller Linken” jetzt am Hoteltarif gemessen wird, kann man wohl nicht mehr helfen.
@fabio: und täglich grüßt das murmeltier… warst du in einer delegation anlässlich der übernachtungen?… ansonsten gibt es bestimmt gute gründe für diese art der untercheidung, also kein grund zur aufregung – weder über die übernachtung, noch das es im spiegel steht
@fabio: nie den humor verlieren!
@ Halina: Ja. Aber Du kannst ja das nächste mal mit Klaus oder Oskar ins Doppelzimmer
@ tos: Keine Sorge. Nur über schlechte Witze lache ich nicht…Zumal auf SPIEGEL Online
@fabio: was ist nun der grund für die aufregung? ich sehe keinen.