Hartungs Schritt
Der Wechsel von Thomas Hartung in die Thüringer SPD-Fraktion hat
bei der Linken für einige Verärgerung gesorgt. Von einem „Treppenwitz“ sprechen die Genossen in Weimar, die Landesspitze sieht das Mandat „privatisiert“. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass Hartung 2009 per Diraketmandat den Sprung in den Landtag schaffte – Wahlkampf hätte er schließlich nicht allein gemacht. Ansonsten: Enttäuschung allerorten (etwa hier und hier) und manche Erinnerung an die gesundheitspolitische Kritik Hartungs an der SPD – in deren Landtagsfraktion er nun Gesundheitspolitik machen will. Die Ankündigung, dies als Parteiloser tun zu wollen, ist von dem 39-Jährigen inzwischen ein wenig relativiert worden. Folgerichtig, denn die Landesverfassung schreibt vor, dass sich zu Fraktionen nur „Abgeordnete der gleichen Partei oder Liste“ zusammenschließen können. Mancher reagierte auf Hartungs Schritt übrigens nicht nur kritisch. Und die von dem Arzt mitgegründete „Neue Linke“ im Weimarer Stadtrat sieht ihre Zukunft jetzt auch nicht gefährdet: Sie bestehe schließlich „nicht nur aus ihm“. (tos)
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