“Öffentliches” Gelöbnis
„Wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass Antimilitarismus kaum zur Massenmobilisierung taugt. Die 70-Prozent-Mehrheiten, die sich in Umfragen gegen den Afghanistan-Krieg aussprechen, zeigen sich nicht auf der Straße. Selbst innerhalb der linksradikalen Szene ist die Mobilisierung zu einer GelöbNIX-Demonstration kein Selbstläufer.“ So hatte die DFG begründet, warum es dieses Jahr von ihrer Seite aus keine GelöbNix-Proteste geben werde. In der Erklärung stand aber auch, dass das mit enormen Vorkehrungen „geschützte“ Komisskopp-Spektakel gerade wegen der alleinigen Verfügungsgewalt des Militärs über den symbolischen „Platz der Republik“ mehr „über den Zustand dieser Gesellschaft“ aussage, als die offizielle Politik selbst zugeben wolle. Was zu beweisen war (siehe oben). Absperrungen bereits in größter Entfernung, peinliche Befragung angereister Uniformträger, Durchsuchung von Politikergattinnen, das Brandenburger Tor kaum passierbar. Öffentliches Gelöbnis? Die Proteste der vergangenen Jahre waren erfolgreich. (tos)
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