Nolympia in München
Der Streit um die Finanzierung des Münchner Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018 hat längst die Politik erreicht. Nachdem die Auseinandersetzungen im Bewerbungskomitee und die Rücktrittsdrohung von Bewerbungschef Willy Bogner mit einer Erhöhung des Etats für das Projekt endeten, haben nun die drei Münchner Linke-Stadträte einen Dringlichkeitsantrag eingebracht, mit dem die Bewerbung zurückgezogen werden soll. Das berichten das Neue Deutschland und die junge Welt. Begründet wird der Antrag mit den ausufernden Kosten und ökologischen Aspekten. Letzteres bezieht sich unter anderem auf Oberammergau, wo die Biathlon- und Skilanglaufwettbewerbe stattfinden sollen. Der Widerstand äußert sich u.a. in der Weigerung vieler Landwirte, Flächen zur Verfügung zu stellen, und mündet in eine Bürgerinitiative und ein geplantes Bürgerbegehren. Ungeachtet der von der Landesregierung bereits diskutierten Ausweichvarianten wenden sich auch die bayerischen Grünen sowie Umweltverbände gegen die Olympiapläne und weitere öffentliche Gelder dafür. Zudem läuft eine Unterschriftensammlung gegen die Olympiabewerbung, zu deren Unterstützung auch Linkspolitiker, etwa die Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter, aufrufen. (wh)
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