Nachwahl-Ärger
Während Bundespräsident Wulff schon goldene Worte verströmt – etwa, dass das WM-Finale am Sonntag bestimmt ganz toll wird und Deutschland in vier Jahren den Titel holen könnte -, ging es bei der Linkspartei noch einmal um das Kapitel Gauck. Die Abgeordneten der Linken gerieten sich nach einem Bericht des Tagesspiegel in einer Fraktionssitzung wegen des Abstimmungsverhaltens in der Bundesversammlung in die Haare. Besser gesagt: wegen der internen Auseinandersetzungen. Es habe Unmut über die Debattenkultur gegeben, von einer Atmosphäre der Denunziation und der Inquisition soll die Rede gewesen sein. Letzteres bezieht sich auf den Versuch, jene Wahlleute auf ein bestimmtes Wahlverhalten offen festzulegen, die vorher aus taktischen Gründen eine Stimmabgabe für Gauck erwogen hatten. Auch die Rolle Oskar Lafontaines bei der Präsidentenwahl und dem Gespräch der Linke-Führung mit der SPD-Spitze kam zur Sprache. Wiederum andere Teilnehmer zeigten sich später wenig erfreut, dass Einzelheiten der turbulenten Runde an die Presse weitergegeben wurden. (wh)
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