„Wie im Krieg“
Die drei Linken-Politiker, die an Bord des von Israel aufgebrachten Hilfskonvois für Gaza waren, haben die Erstürmung der Boote als „Kriegsverbrechen“ und „klaren Akt der offenen Piraterie“ kritisiert. Kurz nach ihrer Rückkehr am Dienstagmorgen berichteten Inge Höger, Annette Groth und Norman Paech zusammen mit zwei Mitstreitern gegenüber der Presse über die vergangenen Tage. „Wir haben uns wie im Krieg gefühlt, wie gekidnappt“, so Höger, die Berichte zurückwies, dass es auch Gewalt Seitens der Passagiere gegeben habe. „Niemand hatte eine Waffe.“ Annette Groth sprach von einem „barbarischen Akt“ der israelischen Streitkräfte, „wirklich ein Killing, geplant vermutlich“. Norman Paech sagte, die Navy habe ihm „nur T-Shirt und Hose gelassen“. Man sei „im Grunde unter die Räuber gefallen“, so der Ex-Bundestagsabgeordnete. Er persönlich habe vor der Attacke auf dem türkischen Schiff Mavi Marmara lediglich „zwei lange und einen etwas kürzeren“ Holzstöcke gesehen. Videos der israelischen Armee hatten ein größeres Arsenal auf der Friedensflotte gezeigt. Paech sagte, der Angriff sei „kein Akt der Selbstverteidigung“ gewesen. Paech, der sich auf dem Unterdeck aufhielt, sagte auf Nachfragen der Journalisten, er persönlich hätte „nichts daran auszusetzen“, wenn einige der Aktivisten versucht haben sollten, „die Soldaten zu entwaffnen“. Linken-Chefin Gesine Lötzsch zeigte sich „sehr stolz“ auf den „mutigen Einsatz“ der Aktivisten des Gaza-Hilfskonvois. Unter Mitgliedern und Sympathisanten der Partei gehen die Meinungen über die Teilnahme an der Aktion allerdings auseinander. In Internetforen wie Facebook tobt seit Montagmorgen eine längst bekannte Debatte über das Maß an nötiger Solidarität mit Israel und den Grenzen der Bündnisoffenheit gegenüber Organisationen aus dem radikalislamistischen Umfeld. (vk)
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“In Internetforen…” – also, ein oder zwei Links hätten da nicht geschadet.