Definitiv nicht
Zwei Wochen vor der Neuwahl des Bundespräsidenten ziehen führende Linke rote Linien: Oskar Lafontaine beantwortete von Saarbrücken aus die Frage, ob die Vertreter der Partei in der Bundesversammlung Joachim Gauck „im zweiten oder dritten Wahlgang unterstützen. Nein, das werden wir definitiv nicht.“ Auch Fraktionschef Gregor Gysi hält das „für ausgeschlossen“. Und Parteivize Katja Kipping meint mit Blick auf die schwarz-gelbe Mehrheit, die Mathematik sei „unbestechlich“, Christian Wulff werde „im ersten Wahlgang die sichere Mehrheit“ erhalten. Man kann da nach der koalitionären Krisen-Kakophonie des Wochenendes skeptischer sein. Und gespannt darauf, ob sich nicht noch jene in der Linkspartei offensiver zu Wort melden, die eine taktische Neubestimmung des Wahlverhaltens in der Bundesversammlung für sinnvoll halten. (vk)
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Mir bleibt der taktische Sinn dieser Festlegung nach wie vor verborgen. Gysi und Lafontaine scheinen sich sicher zu sein, daß es keinen 2.Wahlgang gibt (Gysi in der Taz: Der FDP wird die Hand zittern). Dann wäre die Haltung meiner Partei nachvllziehbar. Neben den inhaltlichen Gründen gegen Gauck, und die gibt es sehr viele, scheint es ja vor allem um die Beziehung zu SPD und Grünen zu gehen – deren Festlegung auf Gauck im Alleingang etc. Die Krisendynamik von schwarz-gelb tritt vollkommen in den Hintergrund und die Chancen die sich daraus für Die LINKE. ergeben. SPD und Grüne scheinen die Herausforderung offensiver aufzugreifen. Dabei wäre es doch gerade die Chance für Die LINKE. sich als konsequente Kraft gegen schwarz-gelb zu profilieren und den Sturz von schwarz-gelb offensiv zu propagieren, wenn es sein muss eben durch eine Wahl von Gauck.
Sascha, ich Teile deine Meinung 100%ig. Man lernt nie aus…