Mehr und weniger
Wenn es um mögliche Regierungsbeteiligungen der Linken geht, wird immer auch ein Stellvertreterstück über Bande aufgeführt. Die SPD versucht dann, Realos gegen Fundis in der Linkspartei gegeneinander auszuspielen. Damit rot-rot-grüne Bündnisse künftig nicht diskreditiert werden könnten, meint Sigmar Gabriel im neuen Stern: „Die Linke muss sich ändern. Mehr Bartsch und Brie. Und weniger Lafontaine und Wagenknecht.“ Die Partei solle sich entscheiden, ob sie eine „Reformpartei, meinetwegen auch eine sozialistische Reformpartei“ sein oder „Oppositionspartei mit einem im Kern kommunistischen und ziemlich antiparlamentarischen Programm“ bleiben wolle. Wobei man gleich an das „antiparlamentarische Programm“ der Sozialdemokraten denkt, die ihren Kurs des Wählervergraulens unbekümmert fortsetzen. In NRW hat man Prozente verloren und ist auf ein historischen Tiefststand abgestürzt. Der Parteivorsitzende sagt „Trendwende“ dazu und will der Linken vorschreiben, was gut für sie ist. (vk)
„Eine Mehrheit will eine andere Politik“
Sahra Wagenknecht über die Koalitionssuche in NRW, Skepsis gegenüber der SPD und den Richtungsstreit in ihrer Partei. Interview auf freitag.de
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Wir brauchen weniger Rechthaberei und mehr Blick auf Widersprüche als Quellen der Bewegung.
Sigmar Gabriel, der ja ein “Ziehkind” des Kanzlers der Bosse, Gerhard Schröder in Niedersachsen war, kann man Eines nicht vorwerfen:
Dass er einen, wie auch immer gearteten Rest von Realitätssinn besitzt!
Ich staune immer wieder, daß politische SPD Fossilien aus der Schröder Zeit, wie Gabriel und Co., heute immer noch so auftreten, als wäre die SPD noch irgendwo mehrheitsfähig oder sogar noch in der Bundesregierung.
Eine Verliererpartei wie die SPD, die seit 1999 von 1.000.000 Mitglieder auf unter 500.000 geschrumpft ist, ständig weiterhin Wähler verliert, wie jetzt auch in NRW, muß vollkommen geistig merkbefreit sein, um immer noch so lautsprecherisch und arrogant aufzutreten.
Das klare Ziel der SPD scheint zu sein:
18 % – minus …