Methode Christel Wegner
Wie es in Nordrhein-Westfalen weitergeht, bleibt ungewiss. Die Linkspartei hat noch einmal ihre Bereitschaft erklärt, über eine rot-rot-grüne Koalition zu sprechen. „Unsere Tür ist offen für die Parteien, die mit uns einen ganz klaren Politikwechsel voranbringen wollen“, sagte Spitzenkandidatin Bärbel Beuermann. „Wir werden sehen, wer durch diese Tür tritt.“ Derweil sind Medien eifrig bemüht, SPD und Grünen diesen Gang so schwer wie möglich zu machen. Die Nachrichtenagentur Reuters meint, ein Bündnis mit der Linken würde die Koalitionspartner dem Vorwurf aussetzen, „Honeckers Erben“ hoffähig zu machen. Da hat wohl jemand zu viel Hubertus Knabe gelesen. Einen anderen Versuch macht Report Mainz: Das Magazin strahlt am Montagabend einen Bericht über die elf Abgeordneten der Linksfraktion aus, der alle Signalwörter enthält: Stasi, DDR, DKP, Extremisten. Man erinnert sich unweigerlich daran, wie 2008 die damalige Linken-Abgeordnete Christel Wegner als Ewiggestrige vorgeführt wurde. Es darf angenommen werden, dass der Bericht Report Mainz ähnliche Wellen schlagen wird. Die Kampagne der abgewählten schwarz-gelben Landesregierung und ihres Verfassungsschutzes (mehr hier), sie wird nun offenbar fortgesetzt. (vk)
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“Auch von intelligenten Interviewern darf man sich nicht verführen lassen, zu allem eine Meinung zu haben” (Jürgen
Habermas)