Wer wählte die Linke?
Es wird inzwischen etwas genauer auf das Wahlergebnis von Nordrhein-Westfalen geschaut. Infratest dimap hat Zahlen vorgelegt: Danach konnte die Linkspartei von allen Parteien Wähler hinzugewinnen (170.000) – sie verlor allerdings auch Anhänger ans stetig wachsende Lager der Nichtwähler (20.000). Die sind an Rhein und Ruhr wieder einmal stärkste Kraft geworden – nur zählt das eben nicht. Der Anspruch der Linken, die Enttäuschten wieder an die Wahlurne zu bewegen, muss sich daran messen lassen. Da die Linkspartei in der zahlenmäßig starken Gruppe ab 60 eher schlechter punkten konnte, wirken sich die sieben Prozent bei den 45- bis 59-Jährigen nicht sonderlich aus. Das zeigt sich auch bei den Werten nach Tätigkeit: Bei Rentnern liegt die Linke mit vier Prozent unterdurchschnittlich, dem stehen die Erwerbslosen (15 Prozent) und Arbeitern (10 Prozent) gegenüber. Wieder haben mehr Männer als Frauen die Linke gewählt. Fast die Hälfte der Linkenwähler gibt an, dass „Schwarz-Gelb verhindern“ für die Wahlentscheidung sehr wichtig war. Interessanterweise war die Griechenland-Krise nur für drei Prozent der Linkenwähler ein wahlentscheidendes Thema. (tos)
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