Gut und stark

Dem Thüringer Linksfraktionschef Bodo Ramelow ist es gelungen, dem Mitgliederentscheid der Linken über die Doppelspitze einen ganz individuellen Aspekt abzugewinnen. Er fühle sich durch das Ergebnis bestätigt, sagte er der Thüringer Allgemeinen, sehe den Ausgang der Urabstimmung sogar als persönlichen Erfolg: “Die Abstimmung ist Bestätigung dessen, was ich seit Monaten propagiere.” In der Tat hatte sich der Politiker frühzeitig für eine Weiterführung der Doppelspitze in der Partei nach dem Rückzug von Lothar Bisky und Oskar Lafontaine und auch für einen Basisentscheid darüber ausgesprochen. Außerdem gewährte Ramelow, der als Chefunterhändler der PDS entscheidenden Anteil am Zustandekommen der Linken hatte, sich zuletzt aber auf die Thüringer Landespolitik konzentrierte, dem Heimatblatt einen kurzen Einblick in seine Perspektivplanung. Auf die Frage, ob er 2012 für den Parteivorsitz kandidieren werde, sagte er der Thüringer Allgemeinen zufolge: “Ich warte auf den richtigen Zeitpunkt.” Er fühle sich “gut und stark”. Beim anstehenden Parteitag in Rostock bewirbt sich Ramelow nicht für ein Spitzenamt; laut der Bewerberliste auf der Internetseite der Linken kandidiert er auch nicht für einen Platz im Parteivorstand. Wenn man in Rechnung stellt, dass die im Mai zu wählende Parteispitze die Linke in die Bundestagswahl 2013 führen soll und also Veränderungen an der Spitze bei der Vorstandswahl 2012 eher überraschend wären, darf man gespannt sein, wann “der richtige Zeitpunkt” kommt. (wh)

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Ein Kommentar zu “Gut und stark”

  1. Claudia Gohde in facebook:
    Morgen Newsletter der Partei lesen, da gibts nen Bericht!

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