Urabstimmung kommt
Die Basis der Linken wird noch vor dem Parteitag im Mai in einem Mitgliederentscheid darüber abstimmen ob es auch künftig eine Doppelspitze geben soll. Zeitungen berichten über eine entsprechende Verabredung von acht bzw. neun Landesverbänden – das in der Satzung festgelegte Quorum ist damit erreicht. Die Entscheidung sei am Freitag in Berlin gefallen, wo sich Vertreter aus Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen und Schleswig-Holstein im Beisein der designierten Vorsitzenden getroffen haben. Die Landesverbände aus Sachsen-Anhalt, Hamburg, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen haben sich ebenfalls für eine Urabstimmung ausgesprochen. Der Antrag soll am Montag vorgestellt werden – und hat ganz unterschiedliche Interpretationen ausgelöst: Die Welt meint, damit gerate „der Plan in Gefahr, die Berlinerin Gesine Lötzsch und den Bayern Klaus Ernst als künftiges Führungsduo zu installieren“. Die Deutsche Presse-Agentur macht diesen Tenor zur Nachricht: „Mitgliederentscheid gefährdet Linke-Doppelspitze.“ Im Tagesspiegel heißt es dagegen, „das Risiko, dass das Personalpaket für die künftige Führung neu aufgeschnürt wird (…) sinkt somit“. (tos)
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