38.000 Euro vom Saar-Paten

Lange hatte Hubert Ulrich zu dieser heiklen Sache geschwiegen.
Hat der Unternehmer und FDP-Politiker Hartmut Ostermann vor der Landtagswahl im Saarland Geld an die Grünen gespendet? Jetzt gibt die Saarbrücker Zeitung eine Antwort: 2009 soll der „Pate von der Saar“ demnach mindestens 38.000 Euro an die Grünen überwiesen haben. Es sei zudem die Rede von einer möglichen weiteren kleineren Spende. Die Beziehungen von Ostermanns Firmen in die Landespolitik sind bereits Gegenstand eines Untersuchungsausschusses. Der Unternehmer sitzt für die FDP im Koalitionsausschuss, Grünen-Chef Ulrich war in einer der Ostermann-Unternehmen beschäftigt. Im Zusammenhang mit dem plötzlichen Umschwenken der Grünen auf ein Jamaika-Bündnis standen schon länger Fragen im Raum, etwa, ob Politik oder Regierungseintritte käuflich sind. Auf Kreisebene bekam auch die Saar-CDU Geld von Ostermann. Die Sozialdemokraten erklärten unlängst, seit 2004 insgesamt rund 30.000 Euro von der Victor‘s AG erhalten zu haben. (tos)

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2 Kommentare zu “38.000 Euro vom Saar-Paten”

  1. tos sagt:

    Ostermann hat jetzt die Bücher offengelegt: “Die FDP wurde von ihrem Saarbrücker Kreisvorsitzenden nach dessen Angaben (in den vergangenen zehn Jahren) mit 368.000 Euro unterstützt. Dann folgen die Grünen mit 57.000, die CDU mit knapp 45.000 und die SPD mit 30.000 Euro. Seit der Landtagswahl im vergangenen August habe die Unternehmensgruppe keine Parteispenden mehr getätigt.” Die Linkspartei ging leer aus.

  2. 202.000 Euro vom Saar-Paten für GRÜNEN-Politiker und den Landesverband Saar –
    Nun ist die Katze also aus dem Sack: In einem Interview mit der Saarbrücker Zeitung gab Hubert Ulrich nach monatelanger Hinhaltetaktik zu, Spenden vom Saar-Paten angenommen zu haben. Zu den 57.000 Euro, welche der saarländische Landesverband der GRÜNEN demnach an direkten Spenden vom FDP-Politiker Ostermann bekam, kommen natürlich noch die monatlich 1500 Euro, die GRÜNEN-Chef Ulrich persönlich von Ostermann für seine Pseudo-Anstellung bei „think & solve“ erhalten hat. „Think & solve“ ist eine Firma von Ostermann, bei der Ulrich über acht Jahre hinweg angestellt war, für die er aber offenkundig nie gearbeitet hat. Addiert man die Spenden und die Bezüge von Ulrich kommt man auf folgende Rechnung: 57.000 + 8×12×1500 [144.000] = stolze 202.000 Euro in totam. Genau für diesen Betrag kaufte der Pate von der Saar, der nebenbei noch Präsident des FC Saarbrücken war, die GRÜNEN in sein Mafia-Team ein. Gut zu wissen, so für den Fall, dass man sich mal ‘ne gefällige und genehme Landesregierung kaufen will. Deren Willfährigkeit gegenüber Ostermann machte sich auch prompt bezahlt: Ein paar Wochen nach der Regierungsbildung an der Saar aus CDUFDPGRÜNE wurde kurzerhand an einem einzigen Tag veranlasst, gleich fünf Ermittlungsverfahren gegenüber Ostermann einzustellen. Prosit auf diese Bananenrepublik!

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