Keine Kompromisse
In der Nacht zum Mittwoch macht eine Vorabmeldung der Neuen Westfälischen über die Agenturen ihre Runde: Linken-Chef Oskar Lafontaine biete Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen eine Koalition an, die Partei sei dafür „auch zu weitreichenden Kompromissen bereit“. So stand es anfangs bei der Deutschen Press-Agentur. Später konnte man den Halbsatz auch bei APN lesen. Nur eben nicht in dem Interview mit Lafontaine: Dort hat sich der Saarländer zwar ausdrücklich „für eine rot-rot-grüne Koalition“ ausgesprochen, über Kompromisse allerdings kein Wort gesagt. Das öffentliche Dementi kommt heute via Junge Welt. Dort erklärt Lafontaine, er sei „überrascht“ gewesen, als er „diese Zeitungsente im Internet entdeckt habe“. Er wolle Koalitionsgespräche nicht vorwegnehmen, dies sei Aufgabe des Landesverbandes. Beim Ziel, „weiteren Sozialabbau zu verhindern und sicherzustellen, dass nicht die Mehrheit der Bevölkerung die gegenwärtige Finanzkrise bezahlen muss“, dürfe es aber eines nicht geben: Kompromisse. (tos)
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