Was machen eigentlich …
… Elke Reinke und Hanno Harnisch? Als Reinke vor fünf Jahren für
die Linke in den Bundestag einzog, war das ein Medienereignis. Eine Langzeiterwerbslose, jahrelang von Hartz IV unmittelbar Betroffene – das war vielen Redaktionen eine Reportage oder ein Porträt wert. Doch eine Fortsetzung der Parlamentslaufbahn war der heute 51-Jährigen nicht vergönnt: Der sachsen-anhaltische Landesverband setzte sie so weit hinten auf die Landesliste, dass es für ein erneutes Mandat nicht reichte; auch die Direktkandidatur hatte keinen Erfolg. Das war die Zeit, als gehässige Beiträge in der Presse zu lesen waren: So geht die Linke mit ihren Vorzeige-Leuten um.
Reinke meldete sich nach der Wahl wieder beim Arbeitsamt, bewarb sich 200 Mal um Arbeit, ohne eine Stelle zu bekommen. Wie der Kölner Express berichtet, hat die einstige Abgeordnete wieder Unterschlupf in ihrer Fraktion gefunden: Auf Initiative von Fraktionschef Gregor Gysi wurde Reinke bei der neuen Linksfraktion angestellt. In der Antwort auf eine Anfrage auf der Internetseite www.abgeordnetenwatch.de, die sich auf die Express-Veröffentlichung bezieht, teilt die Parlamentarische Geschäftsführerin der Linksfraktion, Dagmar Enkelmann, zu dem Vorgang mit, dass Reinke im Bereich Medien- und Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt ist und dort unter anderem Bürgeranfragen bearbeitet. Mit ihrem Politikerdasein hat Reinke offenbar noch nicht abgeschlossen. Gegenüber dem Express verwies sie auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt 2011 und die in absehbarer Zeit beginnende Kür der Kandidaten.
Eine zweite Personalie teilte die Bundestagsfraktion der Linken selbst mit: Hanno Harnisch ist jetzt zweiter stellvertretender Pressesprecher der Fraktion. Bisher gab es einen Pressesprecher, Hendrik Thalheim, und einen Stellvertreter, Michael Schlick. Harnischs Stelle kommt neu hinzu. Der 57-Jährige war zu DDR-Zeiten Redakteur beim Jugendradio DT 64, von 1990 bis 2001 Pressesprecher der PDS und danach bis 2009 Feuilleton-Chef beim Neuen Deutschland. (vk)
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