Fischer ist Sprecher

Die Linkspartei hat einen neuen Pressesprecher. Auf der Sitzung des Vorstandes am Samstag sei Alexander Fischer in dieser Funktion „bestätigt“ worden, heißt es. War er es also schon vorher? Nein. Zuletzt hatte Daniel Bartsch den Job gemacht – und das in äußerst turbulenten Zeiten, in die unter anderem der Streit um den Bundesgeschäftsführer und der Personalkompromiss für die kommende Doppelspitze fielen. Davor war Alrun Nüßlein die Ansprechpartnerin für die Medien beim Linken-Vorstand, sie ist inzwischen in von einem der Linkspartei geführten Brandenburger Ministerium tätig. Nun also Alexander Fischer, Jahrgang 1974, studierter Sozial- und Wirtschaftshistoriker sowie mehrere Jahre Jugendbildungsreferent beim DGB Berlin-Brandenburg. Später arbeitete Fischer als Sozialexperte in der Bundestagsfraktion und war wissenschaftlicher Mitarbeiter von Klaus Ernst, was die Personalie ein wenig erklären mag. Man kann es normal finden, dass Spitzenfunktionäre derartige Schlüsselpositionen mit engen Mitarbeitern besetzen. Nur: Klaus Ernst ist noch gar nicht Linken-Chef. Und außerdem wird er sich den Job voraussichtlich mit Gesine Lötzsch teilen müssen. Das ist kein Plädoyer für eine Doppelbesetzung auch noch auf dem Sprecherposten. Aber man wird sich ja noch wundern dürfen. (tos)

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